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Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

395 geworden. Kultur ist

395 geworden. Kultur ist zum Gleichrichter von Gedanken, Äußerungen, Verhalten, Tun und Handeln geworden. Oben wurde bereits gesagt, daß jeder Reiz bzw. Stimulus zu einer Reaktion zwingt. Insoweit ist ein Rezipient nicht mehr allein ‚Herr seiner Handlung(en)‘, „vielmehr setzt er seine laufende Orientierung den gerichteten Steuerungen des Sprechers [oder Schreibers] aus“, worauf seit Platon mehrfach hingewiesen worden ist (Loenhoff 2002, 166 und 166 3 ). Sprache wird / Sprachen werden makrokosmische potentielle/virtuelle Phänomene, vielleicht Systeme oder Systemoide. Aber jedes Individuum gebraucht seine individuelle Sprache. Traditionell werden Sprachen als gesellschaftliche Systeme gehandelt. Diese Vorstellung bedeutet jedoch nicht mehr, als daß die Sprachen mehrerer Individuen durch (z. T. reziproke, z. T. auch aus der Vergangenheit wirkende) kulturelle Überformungen als einander ähnlich und die Unterschiede als irrelevant angenommen werden. Anähnelung ist überlebenswichtig. Könnten wir uns nicht mehr verständigen, so verständen wir uns nicht mehr, und alle Gesellschaften zerfielen, die Menschen würden zu sich gegenseitig aus Verstehensmangel massakrierenden Ungeheuern. Makrokosmische Phänomene („Begriffe“) wirken in den Mesokosmos eines Menschen hinein. [Bourdieu] portrays everyday linguistic exchanges as situated encounters between agents endowed with socially structured resources and competencies, in such a way that every linguistic interaction, however personal and insignificant it may seem, bears the traces of the social structure that it both expresses and helps to reproduce. (Thompson 1992, 2) Durch ihre quasi-soziale Herkunft als erlernte Fähigkeiten und durch ihre soziale Funktion der Verständigung (via [Inter-]Penetrationen) werden Sprachen zu Machtphänomenen und erhalten Sprecher Macht über andere Individuen und Individuengruppen. Eine spezifische Sprache erwirbt man in einer Gemeinschaft/Gesellschaft. Ein Kind, das dabei ist, eine Sprache zu erwerben, erwirbt zwei Dinge gleichzeitig: seine Sprache und seine und ihre kulturelle Überformung als Gesellschaftsmitglied bzw. Gesellschaftsmittel. Es lernt dabei von verschiedenen Menschen verschieden geäußerte Lautfolgen mit situationsspezifischen Empfindungen und Bedeutungen (Funktionen) zu verbinden. Auch Tiere haben ihre Sprachen. Werden Menschen und Tiere in Isolation aufgezogen, kann sich die Anlage zur „Sprache“ nicht entwickeln. Das Erlernen einer Sprache im weiten Sinn (also nicht nur der verbalen) und ihrer funktionalen Möglichkeiten, hängt von indefinit vielen Bedingun-

396 gen ab. Man denke z. B. an die emotionale und rationale Benennung eines Phänomens unter individuell-dispositionalen sowie kultur- und situationsspezifischen Bedingungen usw. Hört das Kind immer wieder Lautfolgen, die ihm in sich wie Einheiten und untereinander ähnlich oder gleich und sogar dieselben erscheinen (nehmen wir z. B. das Wort „Mama“), so kann es sie mit Hilfe evozierbarer Speicherungen und deren Erinnerungen miteinander ‚vergleichen‘ und in anderen Situationen iterativ wiederverwenden. In Wirklichkeit sind die Sequenzen nicht gleich, sondern nur (und erstaunlicherweise doch) als „ähnlich“ wiedererkennbar. Eltern beginnen intuitiv mit einzelnen Wörtern oder kurzen Sätzen („Lisa weint“). Das Kind lernt, mit diesen Sequenzen eine für es immer wieder auftretende ähnliche Beobachtung zu verbinden, z. B. das Gesicht der Mutter oder, kurz gesagt, die Mutter. Die Verknüpfung, meist mitsamt einer oft eingenommenen Perspektive, festigt sich. Ein Organismus, sei es ein Pantoffeltierchen oder ein menschlicher Nobelpreisträger, muß in dem skizzierten Sinn „Erinnerungs­“ und „Vergleichsvermögen“ haben und sich immer wieder erinnern, also Gespeichertes als iterative Erinnerungen evozieren können. Dabei verfestigt sich die Verknüpfung von Form und damit einhergehender Funktion. Eine Benennung kann die Ein- und Eigenheit eines Begriffs ‚feststellen‘, ihn präzisieren oder auseinanderreißen. (Vgl. unten zu Begriff.) Einzelsprachen sind erstaunlich komplexe Gebilde. Man erlernt sie im allgemeinen als Kind im Laufe weniger Jahre, und ohne je die Regeln bzw. Regulative für die jeweilige Dreiheit, die ihr Gebrauch verlangt, bewußt zu erkennen, beherrscht der Mensch den aktiven und passiven Gebrauch seiner Sprache (samt paralingualer Phänomene) erstaunlich gut. Um Wittgenstein (s. a., 4.8 § 3) umzukehren: Den Gebrauch eines Worts beherrschen heißt seine Bedeutung kennen. 289 Denke Dir Du gingest mit jemand spazieren und zwar in einem Gespräch. Du würdest dann, wie das Gespräch vor sich geht, bald langsamer, bald schneller gehen und da und dort immer wieder stehnbleiben. Der welcher das Gespräch mitanhört wird diese Pausen im Gehen ganz natürlich finden, da sie ja auch unmittelbar aus dem Leben des Gesprächs hervorgehn. Nehmen wir nun an das Gespräch würde nur dem Sinn nach von jemandem wiedergegeben (etwa in eine andere Sprache übersetzt) und man müßte dazu auch wieder den gleichen Weg gehen und es wären die Stellen bezeichnet an denen damals geruht wurde, so würden diese erzwungenen Pausen im Gehen jetzt als äußerst störend wirken, die doch früher dem Gespräche geholfen haben. So verhält es sich mit der Übersetzung der Platonischen Dialoge in Dialogform. Nur in dem ursprünglichen einzigen Gang des Ge- 289 Bei Wittgenstein heißt es: „Die Bedeutung eines Worts verstehen, heißt, seinen Gebrauch kennen, verstehen.“

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    166 Eingezahlte. Zeit vergeht, Wiss

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    168 Angesichts der Vielfalt und Man

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    170 auch in den Wissenschaften nich

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    172 che(n) („potentielle[n]“) F

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    174 (1996, 142) faßt ein Fragment

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    Von hier ab lerne hingegen die ster

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    178 Individuell bleibt die Wahrnehm

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    180 physische Apparat geht über da

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    182 weitgehend vorgegeben und macht

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    But were our Senses alter’d, and

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    186 Kommendes. (Vgl. zur Zeitwahrne

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    190 (z. B. Linguistik und Philosoph

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    192 ster, und komplexe virtuelle Ph

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    194 Die drei oben genannten Ebenen

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    196 ten. Grenzen zwischen einem Sys

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    entirely reach the force and vivaci

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    200 ihm ähnliche Individuen gibt,

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    202 zwar ‚von außen‘ gegeben;

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    204 sagt, daß es über die angenom

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    Dinges zu Grunde liegt. Und zwar ei

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    Mais présent à une intuition qui

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    212 Virtualität. Schwer verständl

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    214 werden, von deren Verkauf er ei

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    Ich möchte unterscheiden (vgl. hie

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    220 b. gemäß [1b und 2b] als kult

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    19. Perzeption* 222 Ein einen Organ

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    224 spektivisch) und darin doch hol

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    226 Die moderne Wissenschaft führt

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    228 ze‘ Erkenntnis. Dem Menschen

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    234 Alle Erkenntnis ist Teilerkennt

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    240 gel‘ „extrapolieren“, 175

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    trust, and believe, touching the tr

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    244 Jede Annahme ist Interpretation

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    246 Nach Husserl erlaubt erst die I

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    250 Übrigens funktioniert Descarte

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    254 nen, daß wir uns den Kopf an e

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    324 Heidegger … aber das bleibt e

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    326 bedachten. Den kleinsten (prakt

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    448 /Virtualität, geht nach dieser

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    450 1. Wir unterscheiden zwei Sorte

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    that a copy (not necessarily exact)

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    454 minder genau übereinstimmen od

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    456 hängt werden, damit sein Wert

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    460 aus Memsubsystemen auf verschie

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    462 Zu möglichst holistischem Vers

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    464 Neuzeit hinein galt auch im Abe

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    466 [II.iii.26]) selbst an ein hist

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    468 Sekundärliteratur finden sich

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    say, in saving the world, helping o

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    472 versuchen. Sie würde Mäßigun

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    474 des „uneigennützigen / sich

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    476 1997).“ Vgl. auch Kristmannss

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    478 Es geht also um die Interpretat

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    480 Ich will die Extension der Tran

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    482 P’s Intention durch R in R’

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    484 Reaktionen. Nach verbreiteter M

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    A tradução, como a leitura, deixa

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    488 (Vgl. auch ib. 184-188.) - Zur

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    vollem segel an das gestade jenseit

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    492 Ladmiral (ib. 69-74) erwähnt a

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    494 die Mimik, Stimmführung und wa

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    496 Ein Text (und damit ein Textem)

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    498 erst dessen Rezeption als ander

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    […] a qualidade do texto poético

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    (Gaspar de Seixas Vasconcelos + Jos

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    504 lernen müsse oder ob jedermann

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    506 Niemand hat je erklärt, was

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    508 stenmal zur Nachahmung gereizt.

1. ihre skizze 2. invido 3d-planung 3. ... und fertig ist ihr
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