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Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

Teil 2 Grenzen ausloten Terminologische Skizzen

also früher, als das

also früher, als das andere, weil beide sich wechselseitig bedingen und an sich Ein harmonisches Leben sind. (ib. 178f). [W]ie ist es möglich, da wir immer nur das eine nach dem anderen, nicht aber das Ganze zu gleicher Zeit auffassen können, das Einzelne zu erkennen, da dieses die Erkenntniß des Ganzen voraussetzt? Der Zirkel […] ist unauflöslich, wenn beide […] als Gegensätze gedacht werden, die sich wechselseitig bedingen und voraussetzen, nicht aber ihre Einheit anerkannt wird (ib. 179f). 461 Zweierlei fällt auf: Ast spricht vom Einzelnen und vom Ganzen und fragt wieder, das Einzelne erkannt werden kann, da ihm doch das Ganze voraus liege und von ihm her angegangen werden könne. Oben wurde diese in der westlichen Tradition weithin wie selbstverständlich gewordene Perspektive auf und für philosophisches Denken bereits im Zusammenhang mit der Relation Begriff – Individuum besprochen. Das Ganze ist das Allgemeine bzw. das Allgemeine das Ganze, meint man. Dabei wird an rationales Räsonnement, nicht aber an Holistik einschließlich des Emotionalen gedacht. Das aber ist die verallgemeinerte (generalisierte) Reduktion, also eine nachträgliche Simplifikation der indefiniten Individualität. Den Kernpunkt meiner Argumentation bildet die Behauptung, Formen bekämen erst im aktuellen, kulturell überformten, individuellen Gebrauch (momentan) eine Funktion. Unter „Verstehen“ verstehe ich das Bestreben, etwas emotional und rational, also holistisch, und evtl. assoziativ möglichst vollständig zu erkennen und/oder so zu perzipieren, wie es von einem Produzenten bzw. Sender gemeint („intendiert“) war. Der Prozeß ist indefinit komplex. Ein Rezipient vesucht, aus einem von einem Produzenten erstellten (oralen oder schriftlichen) Textem einen der Produzentenintention möglichst nahen R-Text zu interpretieren. Er will also die Intention des P möglichst holistisch unter den Bedingungen seiner P-Situation (einschließlich seines Vorwissens, seiner Persönlichkeit, aktuellen Disposition, Erwartungen usw. – vgl. die sog. Präsuppositionen – zu eruieren und zu evaluieren und in einem weiteren Schritt evtl. für seine eigenen Interessen zu verwerten. Ein Translator verfährt in seiner Zwischenposition ebenso, muß aber als nächsten Schritt auch möglichst die Belange des/der von P und ihm (T) selbst intendierten Rezipienten berücksichtigen. Ein Translator ist hinsichtlich P oder R oder beiden fremdkulturell (eine Türkin ‚der zweiten Generation‘ dolmetscht einen engl. Text ins Deutsche; ein allgemein ausgebildeter Dolmetscher dolmetscht auf einer medizinischen Fachmesse zwischen Firmenvertretern und Medizinern).

462 Zu möglichst holistischem Verstehen (hier z. B. durch einen Translator) gehören also (zu einem Überblick vgl. Loogus 2008, 139-180): die möglichst holistische Kenntnis der Persönlichkeit des Produzenten, seiner Historie, seinem Vorwissen, seiner aktuellen Situation, Emotionen, Disposition, Erwartungen, Assoziationen usw., evtl. (in anderer Weise) auch des Senders der Produzentenäußerung, sodann der formalen Eigenschaften des produzierten Textems (vgl. Einzelheiten des sog. Layouts) sowie der intendierten Funktion der ‚Botschaft‘ und (in wiederum anderer Weise) des /der intendierten Rezipienten (und evtl. anderer bekannter oder absehbarer anderer Rezipienten) in deren jeweiligen aktuellen Situationen auf Grund der respektiven oben genannten Bedingungen hinsichtlich der Erwartungen und Intentionen des Produzenten und des/der Rezipienten (sowie evtl. anderer Handlungsbeteiligter: Moderator etc.) und damit ihrer Rezeptionsweise(n) des Translats mit seiner Struktur („Textur“) einschließlich paralingualer Phänomene usw. sowie beiderseits über die respektiven idio- und dia-kulturellen Bedingungen des Umgangs mit Äußerungen allgemein und spezifisch dieser aktuellen ‚Botschaft‘ seitens des Produzenten usw., z. B. des Umgangs und der Evaluierung von Methoden der Textualisierung bzw. Analyse sowie Erfahrungen mit den Faktoren des Produktions- bzw. Rezeptionsprozesses, womöglich nötig werdender ‚Rechtfertigung‘ der Verfahrensweisen und manches andere mehr. Das alles führt im Glücksfall am Ende zu hinreichend angemessenem Verstehen. Mit Verstehen meine ich eine Rezeption, von der zumindest der Rezipient, möglichst aber alle involvierten Kommunikationspartner annehmen, daß die Interpretation des Texts jedes Rezipienten der vom Produzenten intendierten ‚Botschaft‘ hinsichtlich der Funktion des Translats hinreichend ähnlich ist (vgl. Loenhoff 2002, 167f). Nicht-, Teil- oder Falschverstehen können u. U. in einer folgenden Kommunikation weiter erörtert werden. Es gibt auch die Fortsetzung ‚mit anderen Mitteln‘. Die Fähigkeit zu verstehen wird mit soziokultureller Überformung individuell erlernt. Es gibt eine neuronale Prädispositionen. Sowohl bei einer Produktion mit ihrer Intention als auch bei einer Rezeption mit ihrer Intepretation stehen Emotionen* tatsächlich (meist unbewußt) im Vordergrund und scheinen durch die Textualisierungen des Produzenten bzw. des/der Rezipienten hindurch. Seit Platons und Aristoteles’ Zeiten, also seit etwa 2400 Jahren oder schon etwas länger, wird allerdings in der abendländischen „Wissenschaft“ versucht die Ratio*, vor allem in Gestalt der westlichen Logik und damit als sprachlich (verbal) geäußerte

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    166 Eingezahlte. Zeit vergeht, Wiss

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    168 Angesichts der Vielfalt und Man

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    170 auch in den Wissenschaften nich

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    172 che(n) („potentielle[n]“) F

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    174 (1996, 142) faßt ein Fragment

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    Von hier ab lerne hingegen die ster

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    178 Individuell bleibt die Wahrnehm

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    192 ster, und komplexe virtuelle Ph

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    194 Die drei oben genannten Ebenen

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    196 ten. Grenzen zwischen einem Sys

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    entirely reach the force and vivaci

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    200 ihm ähnliche Individuen gibt,

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    204 sagt, daß es über die angenom

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    19. Perzeption* 222 Ein einen Organ

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    226 Die moderne Wissenschaft führt

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    244 Jede Annahme ist Interpretation

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