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Deutschland und Deutsches - Fachbereich Translations-, Sprach ...

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Deutschland und Deutsches teils mit der Mafia in Verbindung gebracht. Die Ausländer haben davon nicht nur deswegen erfahren, weil sie durch das „Land der Zitronen“ gereist sind, sondern auch und vor allem, weil viele Mafiosi ins Ausland, insbesondere nach Deutschland ausgewandert sind. In dieses für sie neue Land haben sie ihre dubiosen Geschäfte und ihr brutales Verhalten mitgebracht. Ein Beispiel dafür ist die Bluttat von Duisburg im August 2007, für die der Clan aus Kalabrien verantwortlich war. Trotz der Unterschiede zwischen den zwei Nationen gibt es auch Gemeinsamkeiten: Diese Länder haben in unterschiedlichen Situationen gezeigt, dass sie hervorragend zusammenarbeiten können. Auch wenn eines der beiden Probleme hat, ist das andere stets bereit, zur Seite zu stehen. Ein Beispiel dafür ist das bilaterale Abkommen, das sie unterzeichnet haben und das eine Task-Force gegen die Mafia vorsieht. Sie haben gezeigt, dass sie gemeinsame Ziele verfolgen. Ins Deutsche übersetzt und kommentiert von Laura Caselli. Quelle: «Caccia al killer nei bunker di San Luca: Task force Italia-Germania contro la mafia» (2007). La Repubblica ‹http://www.repubblica.it/2007/08/sezioni/cronaca/massacro-duisburg/task-force/taskforce.html?ref=search› (20.03.2010). Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis von La Repubblica. Peru (I) Alberto López Mythen über Deutschland Die Deutschen sind kalt Ich würde es auf diese Weise formulieren: „Die Deutschen sind respektvoll und sehr praktisch.“ Die Leute sind sehr freundlich, sie grüßen immer mit „Guten Tag“ oder verabschieden sich mit „Schönen Tag noch“. Deutsche siezen jemanden, wenn sie ihn nicht gut kennen, was „auf Peruanisch“ oftmals als Zeichen von Kälte oder Distanziertheit interpretiert wird. Man sagt, sie seien kalt, weil sie nicht liebevoll seien. Das ist falsch! Sie können zärtlich sein und brauchen genauso viel Zuneigung wie wir. Dass sie kein Mitgefühl für ihre Mitmenschen hätten, auch falsch! Deutschland ist, nach den USA, das Land, das am meisten die Dritte Welt unterstützt. Ältere Menschen werden sehr geachtet und diese respektieren genauso das Leben ihrer Kinder. Außerdem werden alleinerziehende Mütter und Homosexuelle rücksichtsvoll behandelt und es wird viel Wert auf Privatsphäre und Freiheit gelegt. Die Liebe ist genauso stark wie die, die wir von unseren Eltern und Verwandten in Peru bekommen, vielleicht ohne dieses Knuddeln, das wir haben. Die Deutschen sind superpünktlich Dieser Mythos war schwer zu glauben, besonders, wenn man aus Peru kommt, wo die Unpünktlichkeit immer noch die Norm ist, aber das stimmt vollkommen. Die Züge und Busse funktionieren mit einer Sekundenpräzision. Bei Treffen ist die Pünktlichkeit alles; etwas früher da zu sein, ist sogar noch besser. Dasselbe gilt im Unterricht, bei Hochzeiten etc. Der Trick bei dieser Pünktlichkeit ist die Planung. Im Allgemeinen werden die Verabredungen für irgendeine Veranstaltung viel früher bekannt gegeben als in Peru, deshalb wer- 12

Deutschland und Deutsches den viele „unberechenbare Umstände“ vermieden, die uns helfen unsere Verspätung zu entschuldigen. Kommentar In den Jahren 1828–1870 begann die deutsche Einwanderung in Peru aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Krisen in Deutschland sowie der peruanischen Gesetze, die die europäische Migration förderten. In dieser Zeit entstand in Peru die deutsch-österreichische Kolonie Pozuzo. Im späten 19. Jahrhundert festigten sich die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern; sie wurden jedoch in den Zeiten des Salpeterkriegs (Krieg zwischen Chile, Peru und Bolivien in den Jahren 1879–1883) und des Ersten und Zweiten Weltkriegs dreimal unterbrochen. Deutschland und Peru haben seit den 60er-Jahren eine Entwicklungszusammenarbeit, die die Bekämpfung der Armut, die Modernisierung des Staates, die Stärkung der Demokratie und den Schutz der Umwelt umfasst. Deutsche Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt und Maria Reiche sind bei Peruanern bekannt, weil sie in Peru wichtige Forschungen durchgeführt haben: Humboldt war im botanischen Bereich wissenschaftlich tätig, und Reiche, verliebt in die Nazca-Linien (riesige Erdzeichnungen in der Wüste zwischen den Städten Nazca und Palpa), untersuchte diese ein ganzes Leben lang und sorgte für ihren Schutz und Erhalt. In Peru ist die Gesellschaft mehr an die persönliche Nähe und das Zeigen von Zuneigung gewohnt. Beispielsweise begrüßt man Mädchen und Frauen immer mit einem Kuss auf die Wange, auch wenn man die Person zum ersten Mal sieht. Händeschütteln gehört nur zur Begrüßung zwischen Männern sowie zwischen Bürgern und Autoritätspersonen (z. B. Beamten) oder wenn man die Nähe vermeiden will (z. B. wenn die Person krank oder schmutzig ist). Meistens siezt man nur Personen, mit denen man formelle Gespräche führt. Zärtlichkeit zu zeigen ist in unserer Kultur eine Alltagssache, Umarmungen zwischen FreundInnen und enger Körperkontakt beim Tanzen sind etwas Natürliches. Deshalb kommt den Peruanern die deutsche Verhaltensweise zunächst seltsam und kalt vor. Die lateinamerikanische Denkweise ist im Allgemeinen (eher bei älteren Personen) noch konservativ, sodass Homosexuelle und andere Randgruppen sich, wegen des Geredes und der Intoleranz der Gesellschaft, nicht richtig frei fühlen. Die Unpünktlichkeit ist nichts Seltenes in Peru. Wenn man sich mit Freunden trifft, rechnet man normalerweise mit mindestens 10 Minuten Verspätung. Es existieren keine Fahrpläne für den öffentlichen Verkehr, daher ist die Pünktlichkeit von Zügen oder Bussen in Deutschland so besonders für die Peruaner. Ins Deutsche übersetzt und kommentiert von Nicole Ordóñez. Quelle: Alberto López (2008). «Mitos sobre Alemania.» Yo también me llamo Perú (Blog von El Comercio). ‹http://blogs.elcomercio.pe/yotambienmellamoperu/2008/09/mitos-sobre-alemania› (08.03.2010). Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis von El Comercio. 13

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