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Deutschland und Deutsches - Fachbereich Translations-, Sprach ...

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Peru (II) Carlos Jerí

Peru (II) Carlos Jerí Deutschlands Recycling-Kultur Deutschland und Deutsches Seit einiger Zeit wohne ich in Deutschland und muss sagen, dass meine Erfahrungen hier bislang vollkommen positiv waren. Auch wenn ich schon in der Vergangenheit durch Europa gereist bin, ist es doch etwas anderes in Europa zu leben, da die Kultur und die Umgebung völlig anders sind. All jene, die die Entscheidung trafen auszuwandern, haben irgendwann dieselben Gefühlsschwankungen durchlebt: Überraschung, Zweifel, Bewunderung, Enttäuschung, Frustration, Freude, Heimweh – das Ergebnis einer Konfrontation mit unzähligen neuen Empfindungen und Emotionen. Ohne auf die Gründe einzugehen, weshalb ich hier bin, möchte ich einen Aspekt der deutschen Kultur hervorheben, der mir aufgefallen ist – die Recycling-Kultur. Mit anderen Worten: Ich möchte erzählen, wie die Deutschen mit „Abfall“ umgehen. Damit möchte ich vor allem etwas zu erklären versuchen, was man eigentlich selbst erleben muss: das deutsche Umweltbewusstsein. Ich habe den Eindruck, dass ein durchschnittlicher Deutscher sehr verantwortungsbewusst mit der Entsorgung seines Abfalls umgeht. Der Prozess fängt bereits zu Hause an, wo jede Familie kleine Müllbehälter hat, die für verschiedene Abfallsorten benutzt werden, z. B. biologisch abbaubaren Abfall (Essensreste, Gemüse, Obst), Recycling-Stoffe (Tetra Pak, Zahnpastatuben, Alufolie) und Glas. Zusätzlich gibt es Container für den restlichen Abfall. Alles, was aus Papier ist, wie z. B. Zeitungen, Magazine und Karton, wird auch getrennt. Außerdem gibt es einen besonderen Entsorgungsverlauf für wiederverwertbare Getränkeflaschen. [...] Kommentar Meine Übersetzung umfasst nur den ersten Teil eines Artikels. Er wurde im Blog „Yo también me llamo Perú“ veröffentlicht. In diesem Blog berichten Peruaner/innen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Ausland. Im Text geht es um die Recycling-Kultur Deutschlands, die aus der Sicht eines Peruaners kommentiert wird. Auch wenn es in Peru seit einiger Zeit ebenfalls Recycling gibt, funktioniert dieses nur mithilfe ausländischer Unternehmen. In den letzten Jahren ist in Peru das Interesse an Recycling deutlich gestiegen, z. B. fördert das Unternehmen Tetra Pak S. A. mit Sitz in Peru das Umweltbewusstsein, indem es Müllcontainer in Supermärkten oder Schulen bereitstellt. Im Januar 2009 machte eine Papier-Recycling-Kampagne unter dem Namen „Recíclame, cumple tu papel“ Werbung. Sie wurde vom peruanischen Ministerium für Umweltschutz unterstützt. Einmal im Jahr findet in Peru der „Recíclame Interschool“ statt. Das ist ein Wettbewerb, in den sieben ausgewählte Lernanstalten gegeneinander antreten. Die Schule, die am meisten Papier sammelt, wird belohnt. Das motiviert Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Ich denke, dass die Recycling-Kultur in Peru gute Chancen hat, sich weiter zu entwickeln. Es müssten nur gute Strategien gefunden werden, damit die Bevölkerung verstehen kann, was Recycling wirklich bedeutet und warum es für uns so wichtig ist. Peru und Deutschland pflegen seit sehr langer Zeit eine Kulturpartnerschaft. Am 14. Januar 1966 unterzeichneten die beiden Länder ein Kulturabkommen, das eine enge Zusammenarbeit und einen umfassenden kulturellen, geistigen, künstlerischen und wissenschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern fördert. Später wurden viele deutsch-peruanische Stiftungen und Institutionen 14

Deutschland und Deutsches gegründet. Sie arbeiteten und arbeiten immer noch mit der peruanischen Regierung zusammen. Einige davon sind z. B. das Goethe-Institut, die deutsch-peruanische Schule Alexander von Humboldt, die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH mit Sitz in Lima. Außerdem werden jährlich mehrere Abkommen unterzeichnet. Leider sind diese Abkommen und Institutionen unter der peruanischen Bevölkerung eher unbekannt. Was man über Deutschland zu wissen glaubt, sind meistens nur Vorurteile und Stereotypen, die weit verbreitet sind: Deutsche sind pünktliche, ordentliche und ernste Menschen, sie wollen keine große Familie und legen viel Wert auf das Alleinsein. Ich denke, dass die peruanische Regierung die Bevölkerung über die Unterstützung von Ländern wie Deutschland informieren sollte, da wir einen großen Teil unserer Entwicklung solchen internationalen Beziehungen zu verdanken haben. Ins Deutsche übersetzt und kommentiert von Giovanna Jorge Espinoza. Quelle: Carlos Jerí (2008). “Alemania y su cultura de reciclaje.” Yo también me llamo Perú. ‹http://blogs.elcomercio.pe/yotambienmellamoperu/2008/06/alemania-y-su-cultura-de-recic.html› (21.03.2010). Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis von Carlos Jerí. Portugal Sandra Gonçalves Der portugiesische Schriftsteller und Journalist Miguel Sousa Tavares stellt seinen Roman „Am Äquator“ in Berlin vor und deutet an ein Buch über Deutschland schreiben zu wollen [...] „Vielleicht werde ich eines Tages über die Dankbarkeit schreiben, die Europa und insbesondere Portugal Deutschland schuldig sind“, so der portugiesische Journalist nach dem Treffen mit rund 200 Deutschen und Portugiesen in der lokalen Vertretung der Europäischen Kommission. „Trotz Deutschlands vieler Probleme und der enormen Anstrengung, die es mit der Wiedervereinigung auf sich genommen hat, ist es eine Art Wegweiser und nicht nur die Lokomotive Europas.“ Miguel Sousa Tavares erwähnte als Beispiel „die Griechen, die inzwischen zahlungsunfähig sind und sich als Erstes mit der Bitte um Hilfe an die Deutschen wenden, die schon immer allen zur Hilfe kommen, weil sie aus dem Osten, aus dem Süden oder exotisch sind“. Der Schriftsteller ist der Meinung, dass Europa Deutschland allerdings nie „das Gefühl der Dankbarkeit dafür vermittelt hat, was die Deutschen getan haben, um die europäische Idee aufrechtzuerhalten“. Das Interesse der Deutschen für die in dem Roman „Am Äquator“ erzählte Geschichte kommt Sousa Tavares’ Meinung nach daher, dass sie „sich für andere Geschichten über Imperien interessieren“, nachdem sie nach der Berliner Konferenz 1884–85 (in Deutschland auch als Kongokonferenz bekannt) relativ spät in Afrika Kolonien gründeten. „Für sie ist es auch ungewöhnlich, dass ein so kleines Land wie Portugal so ein großes Reich gehabt hat, und daher kommt wahrscheinlich auch das Interesse für den Roman“, [...] der 15

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