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Deutschland und Deutsches - Fachbereich Translations-, Sprach ...

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Spanien (II) Amanda

Spanien (II) Amanda Cánovas Deutschland und Deutsches Das deutsche Bierfest zieht in die Stadtmitte von Murcia ein Das Zelt öffnet am 26. Februar 2010 im Jardín de Los Perros und drinnen werden typisch deutsches Essen und Livemusik angeboten. Im Jahr 1810, nach der Hochzeitsfeier des künftigen Königs von Bayern, beschlossen die Münchner, dieses Geschehen jährlich zu feiern. So entstand das deutsche Oktoberfest und 200 Jahre später haben drei befreundete Unternehmer aus Murcia (Spanien), die begeistert von diesem Makro-Event des deutschen Bieres sind, es in Murcia eingeführt. Die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Murcia veranstaltet das erste „Murciabierfest“, um dieses Fest in der Region bekannt zu machen. Es soll in Zukunft jedes Jahr abgehalten werden. Das Bierfest findet in einem Zelt im bekannten Jardín de Los Perros statt. Bis zu 500 Personen passen in das Zelt, in dem authentische deutsche Würste für nur 1,50 Euro sowie bayerische Brathähnchen für 10 Euro und Maßkrüge mit Bier für 7 Euro erstanden werden können. Der Einlass ist kostenfrei, allerdings ist eine telefonische Reservierung erforderlich, da die Veranstalter eine große Anzahl an Besuchern erwarten, vor allem Deutsche, die sich in der Region angesiedelt haben. Das Zelt, in dem es auch Livemusik geben wird, ist von 13 Uhr bis Mitternacht offen. Das Fest endet am 7. März 2010. Kommentar Mein Ausgangstext ist ein Artikel aus einer regionalen Zeitung der Stadt Murcia. Inhaltlich handelt der Artikel vom sogenannten „Murciabierfest“, einer Nachahmung des deutschen Oktoberfestes, welche erstmals im Februar/März 2010 veranstaltet wurde. Der Artikel ist ein Beweis für die zwischen Spanien und Deutschland gepflegten Beziehungen sowie für den guten Ruf, welchen das weltbekannte deutsche Fest in Spanien genießt. Auch ist es ein Zeichen dafür, dass sich die deutschen Auswanderer in Murcia integrieren, da die Organisatoren des „Murciabierfestes“ erwarten, dass sie an diesem Fest angemessen teilnehmen. Man könnte den Text auch dergestalt verstehen, dass deutsche Lebensmittel, speziell Bier als exklusive Güter betrachtet werden, welche viele Spanier zum Besuch des Festes animieren sollen. Interessanterweise scheint der Text einige Klischees zu bedienen, welche Spanier mit deutschen Traditionen und Angewohnheiten verbinden. Zum einen wird deutsches Bier angepriesen, jedoch nicht in für Spanier alltäglichen Gefäßgrößen wie einer normalen „caña“ (0,2 l), sondern in der in Bayern üblichen Menge von einem Liter (einer Maß). Zum anderen hat der kulturell interessierte Spanier die Möglichkeit, die für ihn sicherlich enorme Menge Bier mit einer für das Oktoberfest typischen Speise, nämlich Brathähnchen oder Bratwurst, zu genießen. Und was wäre ein deutsches Fest ohne Bratwurst und Bier? Für jeden sicherlich vergleichbar mit einer spanischen Fiesta ohne Sangría und Serranoschinken! Ins Deutsche übersetzt und kommentiert von Leonor Menéndez. Quelle: Amanda Cánovas (2010). «La fiesta de la cerveza alemana se traslada al centro.» La Opinión de Murcia (26. Februar 2010). ‹http://www.laopiniondemurcia.es/murcia/2010/02/26/fiesta-cerveza-alemana-trasladacentro/232305.html› (12. April 2010). Übersetzt und veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis von La Opinión de Murcia. 18

Tansania G. C. K. Gwassa Deutschland und Deutsches Deutsche Intervention und afrikanischer Widerstand in Tansania Die deutsche Intervention fand in drei Hauptphasen statt. Die erste Phase umfasste Einzelpersonen wie Forscher, Geografen, Missionare und Händler. Diese Phase war in den 80er- Jahren des 19. Jahrhunderts in vollem Gang. In Sansibar hatten die hanseatischen Großhändler, welche dort schon seit den 30er-Jahren Handel trieben, um 1870 die Kontrolle über 25 Prozent des dortigen Handels. Als ab 1876 auch in Deutschland afrikanische Gesellschaften gegründet wurden, stieg die Zahl der nach Ostafrika kommenden Deutschen. Es gab schon mehrere solcher Gesellschaften, bevor Carl Peters im Jahre 1884 seine „Gesellschaft für deutsche Kolonisation“ ins Leben rief, um Kolonien für Deutschland zu erwerben. Im Manifest von Peters’ Gesellschaft heißt es: „Die deutsche Nation ist bei der Verteilung der Erde, wie sie vom Ausgang des 15. Jahrhunderts bis auf unsere Tage hin stattgefunden hat, leer ausgegangen. Alle übrigen Kulturvölker Europas besitzen auch außerhalb unseres Erdteils Stätten, wo ihre Sprache und Art feste Wurzel fassen und sich entfalten kann. Der deutsche Auswanderer, sobald er die Grenzen des Reiches hinter sich gelassen hat, ist ein Fremdling auf ausländischem Grund und Boden. Das Deutsche Reich, groß und stark durch die mit Blut errungene Einheit, steht da als die führende Macht auf dem Kontinent von Europa: seine Söhne in der Fremde müssen sich überall Nationen einfügen, welche der unsrigen entweder gleichgültig oder geradezu feindlich gegenüberstehen. Der große Strom deutscher Auswanderung taucht seit Jahrhunderten in fremde Rassen ein, um in ihnen zu verschwinden. [...] Um diesem nationalen Missstande abzuhelfen, dazu bedarf es praktischen und tatkräftigen Handelns. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, ist in Berlin eine Gesellschaft zusammengetreten, welche die praktische Inangriffnahme solchen Handelns als ihr Ziel sich gestellt hat. Die Gesellschaft für deutsche Kolonisation will in entschlossener und durchgreifender Weise die Ausführung von sorgfältig erwogenen Kolonisationsprojekten selbst in die Hand nehmen und somit ergänzend den Bestrebungen von Vereinigungen ähnlicher Tendenzen zur Seite treten.“ 1 Dies war die Absicht von Peters’ Gesellschaft. Sie wurde als ein Gegenpol zum „Deutschen Kolonialverein“ geschaffen, welcher von Aristokraten geführt wurde und wegen seiner Ehrbarkeit von Peters als unzulänglich für die Vergrößerung der deutschen Kolonien angesehen wurde. Wahrscheinlich war es ein weiteres Ziel von Peters, Mittel zu finden, um der Reichsregierung die Politik der Kolonialexpansion schmackhaft zu machen. Carl Peters ist von einem Schriftsteller als ein „Abenteurer, Motivator, Träumer, Redner, Lügner und Imperialist“ beschrieben worden. Bei den Afrikanern war er besser bekannt als „Mkono wa damu“ – der Mann mit der blutbefleckten Hand. Kommentar Ich möchte auf die Beziehungen zwischen Tansania und Deutschland eingehen. Dadurch, dass Tansania zum Großteil das Gebiet umfasst, welches früher Deutsch-Ostafrika war, sind Tansania und Deutschland historisch verbunden. 1 Carl Peters (1885). „Aufruf der ,Gesellschaft für deutsche Kolonisation‘, auf ihrer Gründungsversammlung am 28. März 1885 angenommen.“ Virtuelles Geschichtsheft für den Unterricht am städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium in München. ‹http://www.lsg.musin.de/Geschichte/material/quellen/Carl%20Peters.htm› (15. Juni 2010). 19

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