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Synchronisation - Fachbereich Translations-, Sprach- und ...

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Laut Herbst bezeichnet

Laut Herbst bezeichnet die Quantitative Lippensynchronität „die Simultaneität von Ton und Lippenbewegungen, unabhängig vom Charakter der Bewegung, d.h. von der Geschwindigkeit und den Positionen, welche die Lippen dabei einnehmen“. Es geht somit darum, das Einsetzen und Enden des Synchrontextes auf Beginn und Ende des Originals ab zu stimmen, sofern die Lippenbewegungen des Schauspielers sichtbar sind. Da die Länge von Originalton und Synchronton in den meisten Fällen nicht übereinstimmt, versucht man durch früheres Einsetzen und späteres Ausblenden des Synchrontons die Diskrepanzen so klein wie möglich zu halten. 3.2 Qualitative Lippensynchronität Bei der Qualitativen Lippensynchronität geht man noch einen Schritt weiter. Während bei der Quantitativen Lippensynchronität vor allem die Synchronität von Einsatz und Ende des Synchrontextes im Mittelpunkt steht, so geht es hierbei vielmehr um die Deckungsgleichheit bei der Artikulation bestimmter Laute. Stimmt die Lippenposition des Schauspielers mit dem gesprochenen Synchrontext überein? Hört man in der Synchronversion einen geschlossenen Laut, während der Text des Schauspielers offensichtlich auf einem offenen Laut endet? Dies sind Fragestellungen in bezug auf die Qualitative Lippensynchronität. 3.3 Akzente und Dialekte Der Versuch Akzente und Dialekte eines Originals in einer synchronisierten Fassung wiederzugeben erweist sich als sehr schwierig bis hin zu unmöglich. Während in der englischen Originalversion des Filmes „Braveheart“ der Akzent der Schotten durch das „rollende R“ unverkennbar ist, so wird einem deutschen Zuschauer dieser doch prägnante Unterschied nicht deutlich. In der deutschen Version sprechen sowohl Engländer, als auch Schotten makelloses Hochdeutsch. Der Versuch in einer englischen Version des Kommissar Rex den Akzent der 10

Österreicher gegen das Hochdeutsch abzusetzen würde vermutlich ebenso misslingen. Einfacher ist es, wenn in der Original- und Synchronversion der Akzent einer ganz anderen Sprache imitiert werden soll. Auch dies lässt sich am Beispiel des Films „Braveheart“ verdeutlichen: Hier erhält die französische Geliebte des englischen Prinzen in beiden Sprachen den Akzent einer entweder englisch oder deutsch sprechenden Französin. Dem „h“ ist sie in beiden Sprachen nicht mächtig. 4 Schlusswort Der Reiz Filme in andere Sprachen zu übertragen, also zu synchronisieren oder zu untertiteln, ist groß. Zu schade wäre es, wenn einem die Krimi- Abenteuer von Miss Marple verwährt blieben. Zwar kann bei der Synchronisation immer nur ein Kompromiss zwischen Original und Synchronversion erzielt werden, zwar gibt es beträchtliche Problemfaktoren, die es zu beachten gilt, aber es lohnt sich doch die Mühe – immer auch mit dem Ziel eine Anhäufung von auffälligen Asynchronyen zu vermeiden – wenn auch die Großmutter ohne Englischkenntnisse sich an Miss Marples Spürsinn und ihren Abenteuern erfreuen kann. 11

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