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Synchronisation - Fachbereich Translations-, Sprach- und ...

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1.3 Arten der

1.3 Arten der Synchronisation Der allgemein bekannte Begriff der Synchronisation umfasst in Wahrheit drei Arten 1 : 1) „pre-synchronization“ Hier wird der Ton vor dem Dreh der entsprechenden Szene aufgenommen. Relevant ist diese Methode bspw. für Tanzszenen, in denen sich die Schauspieler intensiv auf die Schrittabfolge konzentrieren müssen. Die Szene wird ohne Ton gedreht und hinterher mit dem bereits aufgenommenen Sound zusammengeschnitten. Der Fachbegriff hierzu lautet „Playback“. 2) „direct sound synchronization“ Bei diesem Verfahren werden Ton und Bild gleichzeitig aufgenommen. Diese Vorgehensweise findet man im allgemeinen in Nachrichten- oder Talksendungen, wo eine Nachbearbeitung des Materials nicht notwendig, bzw. nicht möglich ist. 3) „post-synchronization“ Hierbei handelt es sich um die gängigste und bekannteste Art der Synchronisation. Die Szenen werden separat vom Ton aufgenommen und später synchron aufeinander abgestimmt. Eine übersetzte Version des Drehbuchs ersetzt dann den akustischen Teil des Originals. Diese Methode wird vor allem bei ausländischen und internationalen Produktionen angewandt, in denen die Schauspieler unterschiedlicher Nationalitäten jeweils in ihrer Muttersprache sprechen, bzw. nicht die Sprache des Ziellandes beherrschen. 1 vgl. dazu Whitman-Linsen Seite 56-57 6

2 Technische Grundlagen Vor der eigentlichen Aufnahme im Synchronstudio (2.2) findet ein nicht zu unterschätzender Vorbereitungsprozess statt, in dem zum ersten Mal die Rolle des Übersetzers als interkultureller Vermittler deutlich wird. 2.1 Vorbereitungen für die Aufnahme 1) Auf Basis der Dialogliste des Films wird von einem Übersetzer die sog. „Rohübersetzung“ angefertigt. In der Regel handelt es sich bei der Dialogliste um das „pre-production-script“, welches noch keine während des Drehs vorgenommenen Änderungen enthält. Somit stoßen die Synchronsprecher während der Aufnahme im Studio häufig auf Ungereimtheiten zwischen Szene und Text. Daher läge es sowohl im Interesse des Übersetzers als auch im Interesse der Produktionsfirma die Dialogliste in Form des „post-productionscript“ herauszugeben, um einen reibungsloseren Ablauf des Projekts zu ermöglichen. 2) Mit Hilfe der Rohübersetzung und des Filmmaterials wird dann von Synchronübersetzern das Synchronbuch angefertigt, wobei vor allem darauf geachtet wird zu großes Asynchronyen, d.h. zu starke Differenzen zwischen den Lippenbewegungen des Schauspielers (s. 3.1.1 Lippensynchronität) und dem vom Synchronsprecher zu sprechenden Text zu vermeiden. 3) Mit Hinblick auf das Hintergrundwissen des anderssprachigen Zielpublikums werden z.t. auch leichte inhaltliche Veränderungen des Originals vorgenommen. Als Beispiel hierzu gibt Gerhard Müller- Schwefe folgendes an: in einem in England produzierten Agentenfilm repräsentieren die Agenten aus der (ehemaligen) DDR und dem Ostblock das „Böse“ und werden von den „Guten“, den Engländen, verfolgt. Der deutsche Synchronregisseur jedoch empfand diese Negativ-Darstellung der DDR und Russlands mit Hinblick auf die Entspannungspolitik der deutschen Bundesregierung zwischen Ost und West als zu gewagt, weil sich hierdurch die DDR möglicherweise beleidigt 7

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