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Die Funktion der Notation im Konsekutivdolmetschen

Die Funktion der Notation im Konsekutivdolmetschen

Die Funktion der Notation im

Dörte Andres Die Funktion der Notation im Konsekutivdolmetschen Konsekutivdolmetschen ist ein komplexer Gesamtprozess, der sich aus vielen, zwar miteinander vernetzten, aber doch einzeln identifizierbaren Teiloperationen zusammensetzt. Diese Teiloperationen sollen aufgezeigt, mit verschiedenen Theorien verglichen und anhand eines Beispiels aus der Berufspraxis analysiert werden. Eine Teiloperation sind die Notizen. Diese können jedoch ohne Verstehen auf Dauer nicht funktionieren. Textverstehen und Textanalyse sind somit weitere wesentliche Teiloperationen, genauso wie Wissenserwerb und Vorbereitung, mit denen Textverstehen, Textanalyse und Notizen eng verknüpft sind. Als Notizenbeispiel wurden zwei Seiten aus dem Notizblock von Kusterer gewählt, die er seinem Buch „Der Kanzler und der General“, ein Buch über Adenauer und de Gaulle, für die er über viele Jahre als Dolmetscher tätig war, beigefügt hat. Das Buch entstand auf der Grundlage seiner Notizen, die er sich bei den zahlreichen Gesprächen zwischen diesen beiden Staatsmännern gemacht hatte. Über seine Notizen sagt er: „ Ich bin erstaunt, daß ich sie nach 32 Jahren noch problemlos entziffern kann“ (Kusterer 1995:229). [Notationsschulen] Seit den ersten theoretischen Arbeiten über das Dolmetschen in den fünfziger Jahren von Herbert (1952), Rozan (1956) und Ilg (1959) hat es eine Vielzahl von Beiträgen zum Konsekutivdolmetschen und zur Notationslehre gegeben, in denen die verschiedensten Modelle und Theorien entwickelt und unterschiedliche didaktische Ansätze vorgeschlagen wurden. Auf eine detaillierte Gegenüberstellung dieser gerade in Bezug auf die Notation sehr widersprüchlichen dolmetschdidaktischen Literatur, die zum Teil auf persönlicher Theoriebildung beruht, muss an dieser Stelle verzichtet werden. Einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Betrachtungsweisen geben Ilg/Lambert (1996), Kalina (1998) und Andres (2000). Es kann jedoch bereits an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Aussage von Kusterer in keine dieser Betrachtungsweisen hineinpasst, da letztere mehr oder weniger davon ausgehen, dass Notizen nur für den Augenblick oder höchstens für einige Stunden als Erinnerungshilfen zu verwerten sind. In den o.g. Beiträgen zum Konsekutivdolmetschen lassen sich im wesentlichen drei Grundrichtungen oder „Schulen“ erkennen, die an drei Personen festgemacht werden können, die diese Schulen maßgeblich mitgestaltet haben: Rozan als Vertreter der Genfer Schule, Seleskovitch (1975) als Vertreterin der Pariser Schule und Matyssek (1989) als Vertreter der Heidelberger Schule. Diese „Schulen“ sollen im Folgenden kurz erläutert werden. [Genfer Schule] Die ersten Ansätze für eine systematische Notationsdidaktik wurden in den 50er Jahren von Rozan als Dolmetschpraktiker entwickelt. Dabei stützte sich Rozan auf seine eigenen individuellen Erfahrungen und erhob diese, ohne sie empirisch nachgewiesen zu haben, zu einem didaktischen Konzept. Nach Rozan sind Notizen als Gedächtnisstütze unentbehrlich, es gibt allgemein gültige Grundprinzipien, die auch lehrbar sind. Rozan befürwortet ein klares Abkürzungssystem für Wörter, durch Schreiben des Wortanfangs und Hochstellung des oder der letzten Buchstaben des Wortes, eine zielsprachenorientierte Notation, wenige Symbole und eine klare vertikale Struktur. Die Notizennahme erfolgt nicht zeitgleich zum Redner, sondern es liegt ein zeitlicher Abstand von einigen Sekunden dazwischen, wobei dieser Abstand je nach Komplexität des Gesagten variabel zu handhaben ist (Rozan 1956). [Pariser Schule]

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