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Stalinismus und Franquismus Ein Vergleich zweier gegensätzlicher ...

Stalinismus und Franquismus Ein Vergleich zweier gegensätzlicher ...

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und ist ein Mitglied der Redaktion der Pravda 3 . Zwischen 1917 und 1923 ist er unter der Lenin-Regierung zunächst als Volkskommissar tätig und sorgt mit Hilfe der Roten Armee für die erzwungene Eingliederung der Kaukasusvölker, die sich abgespalten hatten, in den Sowjetmachtbereich. Im Krieg gegen Polen kommt es zu Meinungsverschiedenheiten mit Trockij (Lev Davidovič Bronštejn). 1919 wird die Partei neu organisiert und Stalin wird somit nicht nur Mitglied des Politbüros, sondern auch des Organisationsbüros. Damit bekommt er eine außerordentliche Machtbasis in der Partei, denn er ist der Einzige, der in beiden Organen tätig ist. Im selben Jahr heiratet er seine zweite Ehefrau Nadežda Allilujeva. 1922 wird das Amt des Generalsekretärs der Partei neu geschaffen und Stalin wird 1923 zum Generalsekretär gewählt. In den Folgejahren baute er diese Position zur Schlüsselstellung seiner innerparteilichen Machtposition aus. Jegliche Opposition wurde unterdrückt und alle Konkurrenten der Partei ausgeschaltet. Obwohl Lenin kurz vor seinem Tod (21. Januar 1924) vor der Machtbesessenheit und Skrupellosigkeit Stalins warnte und ihn entmachten wollte, gelingt es Stalin seine Ämter nach dessen Tod zu behalten und seine Macht immer weiter auszudehnen. Seit 1928 bestimmte Stalin weitestgehend allein den politischen Kurs der Sowjetunion und in diesem Jahr begann auch der Personenkult um Stalin. Nach 1929 führte er die Zwangskollektivierung und die beschleunigte Industrialisierung ein. Die „Revolution von oben“ wurde von ihm begründet. Er entwickelte Konzepte für alle Kulturbereiche, mischte sich in allen Stadien in die Arbeit der Künstler ein und machte seine Ideen zur verbindlichen Norm (sozialistischer Realismus). Auch nahm er an der wissenschaftlichen Entwicklung Anteil. Er kommentierte alle Lebensfragen, bis hin zur Sprachwissenschaft und Biologie. Torke bemerkt dazu, dass seine Eingriffe zum Niedergang der sowjetischen Forschung und Wissenschaft beitrugen (vgl. Torke 1993: 319). Die Disziplin der Sexualforschung beispielsweise, verschwand viele Jahrzehnte in der Versenkung unter Stalin und die Forschung auf diesem Gebiet konnte erst ab 1960 wieder aufgenommen werden. 3 bedeutet "Wahrheit" und ist eine russische Tageszeitung, Organ der KPdSU 12

Als Kernstück seiner Vorstellung zur Innenpolitik war die im Jahre 1936 verabschiedete Sowjetische Verfassung. Die darin festgehaltenen Grundsätze hatten jedoch nur auf dem Papier Bestand. 1941 wurde er zum Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare ernannt. 1943 folgte die Ernennung zum Marschall und 1945, kurz vor dem Sieg gegen Nazideutschland, lässt er sich selbst den Titel des Generalissimus verleihen. Am 5. März 1953 starb Stalin in seiner Dača bei Moskau und wurde, wie auch schon Lenin, im Mausoleum am Roten Platz aufgebahrt. Nach der Entstalinisierung, die durch Nikita Sergeevič Chruščov initiiert wurde, setzte man ihn 1961 an der Kremlmauer bei (vgl. Torke 1993: 318ff; Wichmann: online). Interessant ist, dass manche Historiker Parallelen zwischen der Schreckensherrschaft von Ivan dem Schrecklichen (Ivan Groznyj) und dem Stalinregime sehen. Jener musste ebenfalls durch Grausamkeit und Mord seinen Thron gegen andere verteidigen. Er tötete ebenfalls, jedoch im Affekt seinen eigenen Sohn, wie auch Stalin seinen Sohn aus erster Ehe dem Tod preisgab. Dieser wurde während des Zweiten Weltkrieges als Kriegsgefangener erschossen, weil Stalin ihn nicht gegen einen Gefangenen deutschen Feldmarschall eintauschen wollte. 1937 führte Stalin ein Gespräch mit Sergej Ėjzenštejn und bemerkte, dass er zu dem Ivanschen Grundsatz stehe, jeden Verräter „zusammen mit seinem Clan“ zu vernichten (vgl. Amis 2007: 170). Dies beweist auch sein Deckname im Schriftverkehr mit den Organen während der Großen Säuberungen: „Ivan Vasil'evič“ (der richtige Name Ivans des Schrecklichen). Auch Carmichael berichtet darüber, dass Ivan der Schreckliche ein Vorbild für Stalin gewesen ist. Stalins Meinung nach sei der für seine Grausamkeit berühmte Zar zwar ein „[...] großer und weiser Herrscher gewesen, jedoch verhängnisvoll weichherzig, ja praktisch ein Schwächling“ (Carmichael 1972: 220). Diese Einstellung verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass Stalin von Geburt an ein Mensch mit der Affinität zur Gewalt war. Er erlebte seine Kindheit in einer Umgebung der Gewalt. Man könnte schon fast sagen, in einer Kultur der Gewalt. Gewalt war das Mittel um zwischenmenschliche Beziehungen zu strukturieren. „Blutrachefehden, Bandengewalt und ritualisierte 'Schlachten' zwischen Arbeitern und Bauern aus unterschiedlichen Dörfern, das war die Wirklichkeit des jungen, 13

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