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Internet-Phänomene des Runets. Parömiologische Eigenschaften ...

Internet-Phänomene des Runets. Parömiologische Eigenschaften ...

Homepages, Web-Foren*,

Homepages, Web-Foren*, Guest-Books*, die zeitversetzt zustande kommt (Wetzstein, 58). Entsprechend der Teilnehmeranzahl werden folgende Kategorien der CMC unterschieden: interpersonale One-to-One- Kommunikation*, z.B. Email, Videotelefonie, Internettelefonie, gruppenbezogene One-to-Many-Kommunikation* wie Mailinglisten*, Blogs, Chats und öffentliche Many-to-Many-Kommunikation, z.B. Web-Foren (Piwinger). Die spezifischen Eigenschaften der CMC, die sie von der Face-to-Face- Kommunikation oder der traditionellen schriftlichen Kommunikation unterscheiden, sind Forschungsgegenstand mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen: Psychologie, Medienwissenschaft, Soziologie, Informatik, Linguistik, Kulturologie, Folkloristik. Folglich existieren unterschiedliche, zum Teil auch widersprüchliche Modelle, die Nutzung und Eigenschaften der CMC zu erklären versuchen (Sakschewski). Wie jede andere Kommunikation, führt die CMC zur Erschaffung einer virtuellen Realität, die, indem die Teilnehmer ihre spezifischen Wertvorstellungen an die Empfänger weitergeben, einerseits die objektive Wirklichkeit widerspiegelt und andererseits die subjektive Weltanschauung der Kommunikationsteilnehmer ausdrückt (Šabšin). In der vorliegenden Arbeit wird das Internet als ein soziokultureller Raum verstanden, in dem ein Austausch von Interessen sowie die Vermittlung von Werten und Wissen der Internetnutzer stattfindet. Eine Übersicht der wesentlichen psychologischen, sozialen und linguistischen Aspekte der CMC: 1. Eingeschränkte Sinnesempfindung. Trotz der kontinuierlichen technischen Fortentwicklung und der qualitativen Verbesserung der Audio- bzw. Videoübertagung, ist die sensorische Wahrnehmung, d.h. die visuellen, auditiven und räumlichen Eindrücke, wie Betonung, Intonation und taktile Kommunikation bei der CMC eingeschränkt oder bleibt ganz aus. Die Einschränkung der sensorischen Wahrnehmung macht sich vor allem in den textbasierten Objekten der CMC wie E- Mails, Chats und Blogs bemerkbar (Suler): Da die Sprache hier zu dem dominierenden Instrument der Artikulation wird (Gusejnov:2000), werden die fehlenden Sinneseindrücke durch die Herstellung einer gesteigerten expressiven Ebene ersetzt, die durch stilistische Mittel, wie der Gebrauch der mündlichen Sprache, der kreative Umgang mit der 10

Sprache (wie das Erschaffen von Neologismen) oder Elemente der nonverbalen Kommunikation wie Smileys und Emoticons*, zustande kommen (Suler). Die Kommunikation im Internet kann folglich als eine Mischform zwischen dem verbalen und nonverbalen Kommunikationsaustausch bezeichnet werden. 2. Anonymität. 32 3. Aufhebung der geografischen Entfernung. Die physische Entfernung der Kommunikationsteilnehmer ist in der CMC sekundär. Die gemeinsamen Interessen, und nicht die geografische Nähe, sind das verbindende Element von Mitgliedern der Internet-Communities und Nutzern der Themenforen. Im virtuellen Raum kann die Kommunikation weitgehend anonym bleiben – jeder Teilnehmer entscheidet selbst, ob er erkannt werden möchte und bis zu welchem Grad. Für jeden Nutzer besteht außerdem die Möglichkeit mehrere imaginäre Identitäten zu besitzen. Die Folgen der Anonymität können in der Internetkommunikation negativ wie positiv sein: So kann sie durch Herabsetzung der Hemmschwelle zu Aggressivität und Mobbing führen (wie z. B. Trolling*). Andererseits lässt die Anonymität den sozialen Status der Teilnehmer unsichtbar werden, alle Nutzer sind gleichberechtigt. In diesem Zusammenhang spricht man von der Netzdemokratie. 4. Aufhebung der zeitlichen Grenzen. Die zeitliche Flexibilität kennzeichnet vor allem die asynchrone CMC, die mittels E-mails, Blogs und Foren stattfindet. Anders als bei einem Face-to-Face-Dialog, verfügen die Teilnehmer über mehr Zeit zur Reflexion. Auf der anderen Seite ist der Informationsaustausch im Internet schneller (Suler): Verglichen mit der traditionellen schriftlichen Kommunikation, verlangt die CMC besonders bei den synchronen Mitteln eine schnelle Reaktion, dies führt zur Vernachlässigung von Orthographie- und Zeichensetzungsregeln, zu kürzeren Sätzen und höherer Fehlertoleranz . 5. Soziale Vielfalt. Im Internet besteht die Möglichkeit, zu den Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kreisen Kontakt aufzunehmen, und dazu mit den Hunderten von Nutzern zeitgleich zu kommunizieren – eine Situation, die für viele 32 In der Regel ist die Kommunikation in den sozialen Netzwerken weitgehend öffentlich. 11

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