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Zusammenfassung BTG I+II

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4.6. Risikoanalyse Ein

4.6. Risikoanalyse Ein Risiko ist definiert als die Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert mit der zu erwartenden Schadenshöhe. Hierbei spricht man auch von der "Versicherungsmathematischen Risikodefinition". Die versicherungsmathematische Risikodefinition ist aber sehr eng. Sie ist am Unfall, bzw. der Katastrophe orientiert und schließt deshalb die Risiken des Normalbetriebs (unbeabsichtigte Nebenwirkungen und langfristige Folgeschäden) ebenso wenig ein, wie noch unbekannte Risiken (Risiken, für die noch kein Wirkungsmodell existiert). Zum anderen gibt es Schwierigkeiten bei der Bestimmung sowohl der Eintrittswahrscheinlichkeit, als auch der potentiellen Schadenshöhe. Und schließlich ist die mathematische (proportionale) Verknüpfung zwischen den beiden Seiten der Gleichung problematisch, weil sich bei extrem kleiner Eintrittswahrscheinlichkeit trotz ggf. extrem hohen Schadenspotentials ein geringes Risiko ergibt. Beispielsweise ist der "Worst-Case" bei einem Kernkraftwert eher unwahrscheinlich. Die Schadenshöhe wäre allerdings riesig. Trotz alledem ist das Risiko wahrscheinlich eher gering. Somit ist diese Analyse nicht für alle Zwecke geeignet. 5. Treibhauseffekt Grob gesagt, dient der Treibhauseffekt der Speicherung der Wärme auf einem Planeten. Die von der Sonne abgestrahlte kurzwellige Strahlung kann nahezu ungehindert durch die Atmosphäre hindurch. Die bei der Reflexion an der Erdoberfläche zurückgesandten langwelligen Strahlen werden dann von den Treibhausgasen nicht mehr durchgelassen, wodurch es zu einer Erwärmung des Planeten kommt. Der Grund für die Durchlässigkeit der elektromagnetischen Strahlen der Sonne liegt darin begründet, dass die häufigste Photonenwellenlänge des Sonnenlichts bei etwa 500nm liegt, was dem grünen Licht entspricht. Genau dieser Wellenlängenbereich wird von der Lufthülle der Erde nicht absorbiert, sondern ungehindert durchgelassen. 5.1. Ozonloch Ozon selbst besteht aus drei Sauerstoffatomen und ist deswegen sehr reaktionsfreudig. Es ist bei 20°C ein blaues, schlecht wasserlösliches Gas und ist riechbar, selbst in Konzentrationen von 1:500000. Aufgrund der Reaktionsfreude wird es häufig zum Bleichen verwendet. Leider ist dieses Reaktionsfreudigkeit nicht immer von Vorteil. Die Entstehung eines Lochs in der Ozonschicht wird größtenteils durch Fluorkohlenwasserstoffe hervorgerufen. Ozon besitzt drei Sauerstoffatome. Somit kann die UV-Strahlung der Sonne nicht durch diese Ozonschicht hindurch. Das Problem das nun von den FCKW herrührt ist, dass das Chlor dem Ozon ein Atom entzieht und somit zu Sauerstoff wird. Sauerstoff ist leider nicht in der Lage die UV-Strahlung zu stoppen, wodurch diese ungehindert auf die Erde trifft. Da die Chlor-Sauerstoff- Bindung nicht stabil ist, verliert Das Chlor-Atom das Sauerstoff-Atom und entreißt dem nächsten Ozon ein Sauerstoffatom. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu 100000-mal. Durch diese 14 20

Problematik sollte man verhindern, dass das Chlor in welcher Art und Weise in die Ozonschicht gelangt. Die Gefahren für Mensch und Natur liegen dabei klar auf der Hand. Durch die Steigerung der UV- Strahlung kommt es automatisch auch zu einer Erhellung, wodurch es zu einer Trübung der Augen kommen kann, bis hin zur Erblindung. Eine weitere Gefahr besteht in der Steigerung des Hautkrebsrisikos und auch eine Steigerung der Hautalterung. Diese Punkte führen zu einer starken Schwächung des Immunsystems. Aber auch die Natur hat unter der stärkeren Einstrahlung zu leiden. Unter anderem kommt es zu einer Wachstumshemmung bei Pflanzen, was zu einer Reduktion von Wäldern führt. 5.2. GWP Das Treibhauspotential verschiedener Stoffe wird durch das GWP beschrieben. Hierbei wird CO2 normiert, sprich zu 1 gesetzt. Anschließend werden Stoffe untersucht und mit dem CO2 verglichen, um herauszufinden, wie groß deren Treibhauspotential am Treibhauseffekt ist. Die Werte werden über eine bestimmte Zeit bestimmt, so gibt es z.B. das GWP-20 oder das GWP-100. Stoff Treibhauspotential Kohlendioxid CO2 1 Methan CH4 25 Distickstoffmonoxid N2O 320 Kohlenmonoxid CO 3 Fluorkohlenwasserstoffe FCKW 14400 Schwefelhexafluorid SF6 22800 Aus dieser Tabelle kann man entnehmen, dass zum Beispiel Methan 25-mal treibhausfördernder ist als CO2. 5.3. ODP Die ozonschichtschädigenden Stoffe besitzen jeweils ein bestimmtes Ozonabbaupotenzial (ODP, Ozon Depletion Potential), das die potenzielle Auswirkung eines jeden geregelten Stoffes auf die Ozonschicht angibt. Der ODP-Wert wird berechnet als die Veränderung, die durch die Emission von 1kg eines Stoffes im Verhältnis zur Emission von 1 kg FCKW R11 entstehen würde. Das Ozonabbaupotenzial von Stoffen wird bezüglich des Ozonabbaupotenzials des Stoffes R 11 (Trichlorfluormethan) angegeben, dessen ODP-Wert = 1 gesetzt wird. Die ODP-Werte sind Ausdruck des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes über den Beitrag der einzelnen Stoffe zum stratosphärischen Ozonabbau. Es ist kein feststehender Wert und kann durch neuere Forschungsergebnisse geändert werden. 5.4. Absorption und Reflexion Im Durchschnitt erhält die Atmosphäre von der gesamten Sonneneinstrahlung wegen der Kugelgestalt der Erde und der sonnenabgewandten Nachtseite jeweils einer Erdhälfte nur ein Viertel der Solarkonstanten oder 342 W/m 2 . Von dieser Strahlung stehen aber nur 235 W/m 2 oder 69% für die Erwärmung der Atmosphäre und der Erdoberfläche tatsächlich zur Verfügung, da durch die Reflexion an der Erdoberfläche und in der Atmosphäre 31% bzw. 107 W/m 2 , die sogenannte planetare Albedo, in den Weltraum wieder unmittelbar zurückgestrahlt werden. Von den 342 W/m 2 werden 67 W/m 2 von Wolken, Wasserdampf, Staub und Ozon in der Atmosphäre absorbiert und 15 20

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