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Zusammenfassung BTG I+II

Zusammenfassung BTG I+II

erwärmen so die

erwärmen so die Atmosphäre direkt, während 168 W/m 2 von der Erdoberfläche absorbiert werden und diese erwärmen. 5.5. Treibhausgase Als Treibhausgase werden die Stoffe bezeichnet, die in der Luft vorhanden sind, entweder natürlich oder anthropogen, und eine strahlungsbeeinflussende Wirkung aufweisen. Diese Stoffe absorbieren die von der Erdoberfläche reflektierten Strahl, die ansonsten ungehindert ins Weltall entweichen würden. Durch diese Absorption geben diese Stoffe die aufgenommene Wärmestrahlung an die Erde ab, wodurch es zu einer zusätzlichen Erwärmung kommt. 5.5.1. Welche? Stoff Beitrag zum natürlichen Treibhauseffekt Wasserdampf H2O 21°C Kohlendioxid CO2 7°C Distickstoffmonoxid N2O 2,4°C Ozon O3 2,4°C Methan CH4 0,8°C Andere Treibhausgase zus. 0,6°C Weitere Stoffe Nicht natürlich FCKW H-FCKW FKW H-FKW Halone Schwefelhexafluorid SF6 5.5.2. Folgen? Anstieg der globalen Temperatur Anstieg des Meeresspiegels Verschiebung von Klimazonen Abschmelzen der Pole Häufigeres Auftreten von Monsunen im Äquatorgebiet Vermehrung von Wirbelstürmen und starken Stürmen Ernten werden wohlmöglich schlechtere Erträge abwerfen 6. Versauerung Versauerung kann man betrachten für den Boden aber auch für das Meer. Bei der Bodenversauerung kommt eine Abnahme des pH-Wertes durch äußere oder bodeninterne Prozesse zustande. Bei der Versauerung der Meere nimmt der pH-Wert des Meerwassers ab bedingt durch die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre. Betrachtet man nun die Versauerung der Meere oder Gewässer ein wenig genauer, sieht man welch verheerende Folgen durch das Absinken des pH-Werts entstehen. Die Weltmeere gehören zu dem natürlichen Kreislauf dazu. Sie speichern alleine gegenwärtig ca. 38.000 Gt Kohlenstoff. Der Kohlenstoff kann so lange im Wasser gespeichert werden, solange der Partialdruck zwischen Atmosphäre und Meer gleich ist. Ist der Druck geringer als im Meer so entweicht der Kohlenstoff 16 20

wieder. Dies passiert, wenn die Temperatur des Meeres ansteigt. Zudem dauert es sehr lange, bis der Kohlenstoff in tieferen Lagen der Meere vorgedrungen ist. Hierfür muss das Wasser erst einmal durch die Pole abgekühlt sein, um somit weiter sinken zu können. Eine Erwärmung würde auch dieses Verfahren weiter schwächen. Weitere Folgen der Versauerung der Meere wären unter anderem, dass Tiere oder auch Korallen, die einen natürlichen Kalkschalenpanzer bilden, dies nicht mehr können. Grund hierfür ist, dass es zu einer Verschiebung der Carbonat-Ionen wodurch die Bildung von Calciumcarbonat erschwert wird. In Versuchen wurde nachgewiesen, dass ein kompletter Rückgang von Korallen sehr wahrscheinlich ist. Weitere Folgen wäre das Aussterben bestimmter Fischarten und der Rückgang vieler Bestände. 6.1. Umkippen Wenn ein Fluss oder ein See durch die Einleitung von bestimmten Schadstoffen überdüngt wird (Eutrophierung), vermehren sich die Wasserpflanzen schlagartig. Wenn sie absterben, verbrauchen sie mehr Sauerstoff, als im Wasser vorhanden ist. Folge dieses Sauerstoffmangels ist, dass jedes Leben in diesem Gewässer erlischt. Wissenschaftlich wird dieses Phänomen "Rasante Eutrophierung" genannt. Die Biozönose, insbesondere Artenzusammensetzung und Abundanz sind starken Veränderungen unterworfen. Um das Umkippen eines Gewässers zu verstehen, muss man mit dessen grobem Aufbau vertraut sein. Da stehende Gewässer wegen der besseren Wachstumsmöglichkeiten für Algen unter sonst gleichen Umweltbedingungen mit einer größeren Wahrscheinlichkeit umkippen als Fließgewässer, wird dieses Beispiel nun betrachtet. Es existieren drei (temperaturbedingte) Schichten in einem Gewässer. Die obere Schicht besteht aus warmem Wasser. In dieser Schicht leben wegen der direkten Sonneneinstrahlung auch die meisten Algen, die für den Prozess des Umkippens eine große Rolle spielen. Unterhalb der oberen Schicht befindet sich die Sperrschicht mit großer innerer Temperaturdifferenz. Die unterste Schicht besteht aus kaltem Wasser. Tote Biomasse (z.B. von abgestorbenen Algen, toten Fischen, etc.) die aus der oberen Schicht nach unten sinkt, wird hier von aeroben Bakterien abgebaut, d.h. von Bakterien, die Sauerstoff für ihre Stoffwechselprozesse benötigen. 6.1.1. Was muss passieren, damit ein See umkippt? Der häufigste Auslöser für das Umkippen eines Gewässers ist die Eutrophierung - die verstärkte Anreicherung des Wassers mit Nährstoffen. In der Regel ist das nicht unbedingt etwas schlechtes für ein Gewässer, da es im gewissen Maßen förderlich ist, aber wenn ein Gewässer mit Nährstoffen „überschwemmt" wird , kann das verheerende Folgen für das biologische Gleichgewicht haben. Wie man sich vorstellen kann, löst eine Nährstoffschwemme zunächst einmal ein extrem starkes Pflanzenwachstum aus, wobei sich insbesondere Algen stark vermehren. Ist der Nährstoffeintrag, also das Hineingelangen von Stoffen in den Kreislauf, groß genug, kommt es zu einer charakteristischen Algenblüte - einem dicken Algenteppich, der unter ungünstigen Umständen die gesamte Oberfläche des Sees bedeckt und darin lebende Organismen vom Licht abschneidet. Zwar steigt mit der Algenblüte zunächst auch das Nahrungsangebot für Plankton und Fische, sind aber zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangt, können diese schon bald nicht mehr Schritt halten und das Algenwachstum explodiert. Massenhaft abgestorbene Algen sinken auf den Boden des Sees und 17 20

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