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Elektronenmikroskopische Untersuchungen des Polymer/Mineral ...

Elektronenmikroskopische Untersuchungen des Polymer/Mineral ...

52 4 ERGEBNISSE UND

52 4 ERGEBNISSE UND DISKUSSION Dies sind für QP (0¯4¯4) und (400) und für QF (040) und (¯80¯4). Die Gesamtheit dieser Reflexe gibt den Rotationsbereich der Beugungsbilder und damit den Bereich des entsprechenden Kippwinkels an. Durch die violetten Linien wird die Ausdehnung des Rotationsbereichs verdeutlicht. Um Aussagen über die Kipprichtungen treffen zu können, wurden in Abb. 42 die COLCs und die Lauekreise der unterschiedlichen Beugungsbilder für die jeweilige Probe eingezeichnet. Mit steigender Plättchennummer erniedrigt sich die Graustufe der Lauekreise. So ist direkt aus den Diagrammen ablesbar, wie sich die Lage der COLCs und damit die Größenordnung und die Richtung der Verkippung von aufeinanderfolgenden Plättchen ändert. Es zeigt sich, dass die COLCs nicht statistisch über den reziproken Raum verteilt sind, sondern sich in bestimmten Bereichen befinden. In Abb. 20 wurde der Zusammenhang zwischen der Position des COLC im reziproken Raum mit der Richtung der Verkippung des Plättchens verdeutlicht. COLCs, die entlang einer Geraden liegen, die durch den Primärreflex verläuft, entsprechen Plättchen, die in dieselbe Richtung verkippt sind. In der Abb. 42 (a) sind die COLCs bevorzugt entlang zweier Geraden (blaue, gestrichelte Linien) angeordnet. Dies entspricht zwei bevorzugten Kipprichtungen der Aragonitplättchen gegeneinander in dem untersuchten Stapel der Probe QP. In der Abb. 42 (b) ist zudem zu erkennen, dass COLCs einer ähnlichen Grau- stufe 17 nah der eingezeichneten, blauen Linie positioniert sind. Dies bedeutet, dass in dem Stapel der Probe QF aufeinanderfolgende Plättchen eine ähnliche Kipprichtung aufweisen. Zusammenfassung Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mittels der beiden unterschiedlichen Darstel- lungsarten, zum einen der graphischen Darstellung der COLC-Positionen im Beugungs- bild und zum anderen der Auftragung der Verkippungs- und Rotationswinkel gegen die Plättchennummern, Folgendes deutlich wird: • In den vorgestellten Untersuchungen wurden Beugungsbilder an 15 (QP) bzw. 18 (QF) gestapelten Aragonitplättchen aufgenommen. In beiden Fällen wurde die größtmögliche Zahl an Plättchen betrachtet, die die Beschaffenheit der Probe zuließ. • Für beide Proben beträgt der maximale Kippwinkel zwischen den Aragonitplättchen lediglich etwas über 4 ◦ . • Der maximale Rotationswinkel des Beugungsbildes, der wie in Abb. 20 gezeigt eben- falls einen Teil der Plättchenverkippung ausmacht, liegt etwa bei 7, 7 ◦ . • Die Verkippung der Plättchen innerhalb eines Stapels scheint bevorzugt in bestimm- ten Richtungen zu erfolgen. 17 Eine ähnliche Graustufe bedeutet, dass die zugehörigen Plättchen in dem Stapel nah beieinander liegen.

4.2 Korrelation übereinanderliegender Aragonitplättchen 53 • Zwischen den Orientierungen übereinander liegender Plättchen liegt somit eine hohe Korrelation vor. • Anhand der durchgeführten Messreihen kann nicht festgestellt werden, ob eine weit- reichende Ordnung der Plättchen vorliegt oder diese wie in [47] beschrieben nach einigen Plättchenschichten abbricht.

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