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Prädikation - Fachbereich 10 - Universität Bremen

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Bremer Linguistik

Bremer Linguistik Workshop: Prädikation 107 Argument; vgl. die Sätze in (30) und den dazugehörigen Dependenzbaum in (31) (der aus Einfachheitsgründen auf die Dekomposition des kausativen Prädikators ‘kill’ verzichtet). 17 (30) a. na’e tāmate’i ’e Tēvita ’a Kōlaiate. PAST kill ERG David ABS Goliath ‘David killed Goliath’ b. na’e fai ’e Sione ia. PAST do ERG John 3SG.ABS ‘John did it’ (31) • : : • • : : : : : • • : : : : : : : • : • : : : : : : : : : : { [ABS]} : : : : : : : {P} {N,P} { [ERG]} {N} { [ABS]} {N} : : : : : : : : : : : : na’e tāmate’i ’e Tēvita ’a Kōlaiate PAST kill ERG David ABS Goliath ‘David killed Goliath’ na’e fai ’e Sione ia past do ERG John 3SG.ABS ‘John did it’ In den englischen ‘Gegenstücken’ zu (30), die in (32) und dem entsprechenden Graphen in (35) (s. unten) aus heuristischen Gründen mit will als Instanz von {P} konstruiert sind, erfolgt die Argumentassoziation hingegen gemäß (28.c) nach ‘akkusativem’ Muster: Von den Argumenten des transitiven Prädikators (kill bzw. do) wird das ERG-Argument mit dem ABS-Funktor von {P} assoziiert. (32) a. David will kill Goliath. b. John will do it. 17 Die relationstypologische Ausrichtung des Tonganischen ist nicht gänzlich unkontrovers. Tatsächlich gilt manchen das Tonganische als Musterbeispiel für ein System, das nur die morphosyntaktische Kodierung von Argumenten ergativisch orientiert, in seiner Syntax jedoch akkusativisch ausgerichtet ist (vgl. S.R. ANDERSON 1976). Diese Auffassung läßt sich aber nicht durchgängig aufrechterhalten, vgl. DUKES (1998). Ich nehme hier lediglich zur Illustration der verschiedenen Möglichkeiten der syntaktischen Principal-Bildung eine Orientierung des Tonganischen mit syntaktischem ABS-Principal an – der ‘Wahrheit’ näher kommt wohl etwas anderes (aber das ist Stoff für eine andere Geschichte).

108 Roger Böhm, Prädikation ... notionalgrammatisch Wenn {P} und sein prädikatives Komplement nicht distinkt, sondern kumulativ serialisiert werden, wie in (33), (33) a. David killed Goliath. b. John did it. enthält der Satz mit dem finiten ‘Vollverb’ (killed bzw. did) eine kategorial komplexe Wortform – vgl. (34), (34) {P} | {P;N} die als {P} – wie will in (32) – Kopf des Satzes und als {P;N} – wie kill bzw. do in (33) – Kopf des prädikativen Komplements von {P} ist. Vergleiche (35) mit dem Graphen in (36). (35) • : • : • : : : • : : • | : : | • : : • : : : : { [ABS]} : : : : : : : { [ERG]} : : { [ABS]} | : : | {N} {P} {P;N} {N} : : : : : : : : David will kill Goliath John will do it (36) • | • • : : • : • | : | • : • : : : { [ABS]} : : : : : { [ERG]} {P} { [ABS]} | | | {N} {P;N} {N} : : : : : : David killed Goliath John did it Es wird nun mit den Graphen unter (35) und (36) deutlich, wie sich die Mehrdeutigkeit der relationalen Interpretation des Terminus PRÄDIKATION auflöst. In der relationalen Lesart war PRÄDIKATION (vgl. (6)/(7) in §1.3 oben) mit MATTHEWS (1997) definiert als • (a) die Relation eines Prädikats zu seinem Subjekt oder (b) die Relation eines Prädikators zu seinen Argumenten. Mit {P} und {P;N} enthalten (35) und (36) zwei prädikative Köpfe und folglich auch zwei prädikative Konstruktionen. Die relationale Lesart (b) hebt auf die von {P;N} regierte prädikative Konstruktion ab, während die relationale Lesart (a) auf die von {P} regierte Konstruktion rekurriert, die mit dem ABS-Argument als einzigem Argument des {P}-Kopfes einstellig ist. Dabei entspricht dem Prädikat in der Lesart (a) in (35) und (36) der ‘prädikative Komplex’ aus {P}, dem von {P} abhängigen {P;N}-Komplement sowie den von dem {P;N} abhängigen Argumenten mit Ausnahme des nach (28.c) mit ABS assoziierten – und im Englischen links von seinem Kopf serialisierten – Arguments: dem

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