Aufrufe
vor 4 Jahren

ERASMUS - ERFAHRUNGSBERICHT NUI MAYNOOTH, 2004/2005

ERASMUS - ERFAHRUNGSBERICHT NUI MAYNOOTH, 2004/2005

Tafel schreibt...),

Tafel schreibt...), allerdings habe ich sonst nie eine Wortmeldung erlebt. Das Niveau der Kurse ist ebenfalls verschieden. Zwar ist es niedriger als in Deutschland, allerdings wird das Arbeiten durch diverse Umstaende erhaeblich erschwert, die ich nun naeher erlaeutern moechte. Was in Deutschland als akademisches Arbeiten bezeichnet wird, laesst sich mit dem Essay-Schreiben in Irland nur bedingt vergleichen. 4 Standardwerke in der Bibliographie sind bei Hausarbeiten im Umfang von 3000 – 5000 Woertern teilweise mehr als ausreichend, was wiederum damit zu tun haben koennte, das die Bibliothek relativ klein ist und Buecher schwer zugaenglich sind. Thesen werden normalerweise vorgegeben und jeder Dozent stellt eine Leseliste mit 30-50 nuetzlichen Werken zusammen. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen! Allerdings ist der Arbeitsaufwand bei den vorgegebenen 30 ECTS Punkten SEHR gross, denn immerhin ist dies das Equivalent von 6 Hausarbeiten a 10-15 Seiten (und teilweise noch einigen Klausuren), die innerhalb 3-4 Wochen geschrieben werden muessen. Es ist nicht so wie in Deutschland, dass man Zeit hat, sich in das gewaehlte Thema einzulesen, zu reflektieren und in den Semesterferien in aller Ruhe seinE Arbeit zu verfassen. Hier werden die Themen ca. 3 Wochen (!) vor Abgabetermin von den Dozenten aushehaendigt, und was dann folgt ist das pure Chaos! 4.2 Bibliothek Natuerlich stuerzen alle Studenten zur gleichen Zeit in die Bibliothek, um sich die vom Dozenten auf der Leseliste empfohlenen Buecher zu beschaffen. Aufgrund dieser hohen Nachfrage sind genau diese Werke jedoch nur fuer 3 Std, einen Tag oder - bei etwas Glueck- eine Woche ausleihbar. Nun hat die NUI Maynooth ein etwas seltsames Ausleihsystem, welches es einem Stundenten nicht unbedingt erleichtert, seine 6 Hausarbeiten in wenigen Wochen zu verfassen und etwas qualitativ Hochwertiges zu produzieren. Denn man darf auf einmal nur ein Buch ausleihen, das als „One Day Loan“ gekennzeichnet ist, zwei Buecher, die als „One Week Loan“ markiert sind, und 6 uebrige Standardwerke, die fuer drei Wochen zu haben sind. Ich finde 8 Buecher recht wenig, wenn man sechs Hausarbeiten zu verschiedenen Themen parallel zu schreiben hat... Denn wer nun zwei Buecher benoetigt, die nun beide als „one day loan“ versehen sind, der hat Pech gemacht und darf sich nur eines davon leihen – ob er beide nun braucht oder nicht interessiert niemanden. Zwar kann man 16

sich theoretisch relevante Kapitel kopieren, allerdings besitzt die Bibliothek nur 6 funktionstuechtige Kopierer. Da die Essay Due-Dates meistens einheitlich sind, kann man schon einmal eine halbe Stunde lang anstehen, bis man an der Reihe ist... Oder auch laenger... Zwar gibt es auf dem Campus auch Kopierer in der SU, aber die Buecher duerfen ja nicht das Gebaeude verlassen, ohne ausgeliehen zu werden... ein Teufelskreis. Wer also ein Buch zuviel hat oder nicht in der richtigen Abfolge ausleiht, hat das Nachsehen. Es kann uebrigens sein, dass Buecher, die z.B. fuer eine Woche ausgeliehen worden sind, per Email zurueckbeordert werden, wenn ein Kommilitone dazu den Auftrag erteilt hat, weil er eben dieses Buch ebenfalls benoetigt. Sollte man nicht jeden Tag seine Uni-Email abrufen und diesen „sofortigen Rueckruf“ erhalten, muss man mit Geldstrafen (manchmal 1-2 Euro/Tag) oder langen Diskussionen rechnen... Dieses recht komplizierte System wird uebrigens merkwuerdigerweise nicht bei der Bibliotheksfuehrung fuer die Internationals am Semesteranfang erwaehnt! 4.3. Computerzugang Wer nun das Ausleihen erfolgreich hinter sich gebracht, die Hausarbeit vorgeschrieben hat und nun mit dem Tippen beginnen moechte, hat in den verschiedenen Computerraeumen auf dem Campus die Gelegenheit dazu – oder auch nicht! Denn gerade zu den „Stosszeiten“ (ab 3 Wochen vor Abgabetermin) muss man abermals mit langen Warteschlangen rechnen und wer auf „Nummer sicher“ gehen will, einen Platz zu erhalten, der sollte sich im Vorfeld einen Computer zu einer bestimmten Zeit reservieren lassen. Dies ist kein Scherz! Es gibt spezielle Formulare, die in den PC Raeumen erhaeltlich sind; wobei das Reservieren allerdings nur fuer maximal 2 Stunden moeglich ist, denn der Andrang ist gross... Die Computerraeume im Arts Building sollte man moeglichst meiden und auf die bei den Wohnheimen gelegene Rye Hall oder den Long Corridor auf dem Suedcampus ausweichen. Beide sind allerdings an den Wochenenden geschlossen, bzw. schliesst der Long Corridor in der Woche bereits jeden Abend um 17 Uhr oder es finden doet irgendewelche Kurse statt, waehrend Rye Hall und der PC Raum im Arts Building bis um 22 Uhr geoeffnet haben. Ein Laptop ist auf jeden Fall zu empfehlen, allerdings sollte man dann auch ein Zimmer in den River Apartments beziehen, denn oeffentliche Anschlussmoeglichkeiten fuer Laptops gibt es auf dem Campus so gut wie keine. 17

Auslandsstudium in Saskatoon 2009/10 – Ein Erfahrungsbericht von ...
Erasmus in Cardiff Ich werde in diesem Erfahrungsbericht ...
Erfahrungsbericht ehemaliger ERASMUS / SOKRATES Studenten
Erasmus Erfahrungsbericht - Universität Bremen
Erasmus – Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht ERASMUS in Coimbra, Portugal - International ...
Erasmus Erfahrungsbericht IT Carlow Ole Hildebrand
Erasmus Erfahrungsbericht - Akademisches Auslandsamt
ERASMUS – Erfahrungsbericht Groningen, Niederlande