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ERASMUS - ERFAHRUNGSBERICHT NUI MAYNOOTH, 2004/2005

ERASMUS - ERFAHRUNGSBERICHT NUI MAYNOOTH, 2004/2005

militaerischen

militaerischen Drillmassnahmen. Es bildete einen starken Kontrast zu der „Macht- doch-was-ihr-wollt“ Einstellung an den Montagen. 2.2.3.3 Drama Society Die Drama Society in Maynooth ist ebenfalls so ein Fall fuer sich. Als beste Drama Society im Land gekroent und mit den meisten Mitgliedern auf dem Campus, muss man sehr an ihren Policen zweifeln. Natuerlich hiess es beim ersten Willkommenstreffen mit rund 100 Studenten, dass jeder Vorschlaege zu Stuecken unterbreiten, selbst Sketche und aehnlieches einreichen koennte und selbstverstaendlich die Chance haette, bei den ausgewaehlten Produktionen mitzuwirken. Es ist erstaunlich, dass bei einem 90%en Frauenanteil in der Society und einer derartig grossen Mitgliederanzahl letztendlich als Hauptstueck ein 3-Personen- Drama ausgewaehlt wurde, bei der die einzige Frauenrolle in 90min Spielzeit immerhin 7 Saetze zum besten geben durfte. Es ist umso erstaunlicher, wenn man bemerkt, dass die Mitstudenten, die bei dem einen Stueck Regie fuehren, Leute besetzen, die bei anderen Stuecken, bei denen sie selbst als Schauspieler vorsprechen, als Regisseur fungieren. Noch merkwuerdiger ist es, wenn Bekannte des Regisseurs per Handy waehrend der Audition ein privates Vorsprechen erhalten und dann tatsaechlich gecastet werden… Aus meiner und der Erfahrung anderer Internationals heraus, sind die Chancen als International eine noch so kleine Rolle zu erhalten, aeusserst gering. Die Drama Society hat ihren festen Kreis von Leuten, die immer wieder in verschiedenen Produktionen auftauchen und gibt neuen Leute kaum eine Chance, diesen Kreis zu durchbrechen. Als Beispiel hierfuer kann ich ein Stueck nennen, in dem sich ein Handlungsstrang um ein auslaendisches Maedchen drehte, das nach Irland kommt, sich nicht verstaendigen kann, keine Menschenseele kennt und sehr hilflos ist. Nachdem der Regisseur zehn irischen Studentinnen die Chance gegeben hat, jeweils einen 10 seitigen Dialog mit ihm fuer diese Rolle zu lesen und sich alle nach bestem Bestreben bemueht haben, einen auslaendischen Akzent zu faken, war ich die einzige im Raum, deren Vorsprechen fuer diese Rolle aus dem gestotterten Satz „My… name… is Laura“ bestand. Wahrscheinlich wirkte ich einfach nicht fremd genug… Zukuenfigten Mitgliedern der Drama Society wuensche ich an dieser Stelle mehr Glueck! 8

2.3 Verschiedenes An dieser Stelle moechte ich auf verschiedene Aspekte zum Leben auf dem Campus eingehen und dabei einige Tipps zum Waesche waschen, telefonieren und Mensaessen geben. 2.3.1 Waesche Das Waesche waschen auf dem Campus kann mitunter etwas kompliziert sein. Jedes Wohnheim besitzt eigene Raeumlichkeiten dafuer. In den Village Apts befinden sich auf jeder Ebene fuer 20 Leute eine Waschmaschine und ein Trockner. Deshalb gehen die meisten Internationals (die Iren waschen ja meistens am Wochenende zu Hause) zum Waschen lieber in den zu den River Apts gehoerenden Waschsalon an deren Rezeption, weil es dort angenehmer ist und man mehrere Ladungen auf einmal waschen kann. Eine Muenze kostet jeweils 3 Euro und ist an der jeweiligen Rezeption zu erhalten. Nun ist es allerdings so, dass nur die Bewohner der River Apts diesen Waschsalon benutzen duerfen und sich regelrechte Dramen diesbezueglich abspielen koennen, wenn man mal nicht in den Village Apts waschen kann und waschen muss, wie die folgende kleine Anekdote verdeutlichen soll… Da unsere Rezeption am Freitag um 17 Uhr schliesst und erst um halb 10 am Montag morgen wieder oeffnet, sollte man nicht vergessen sich zeitig mit Waschmuenzen einzudecken. Was manchmal nicht so einfach ist, wenn man bis um 16 Uhr einen Kurs auf dem Suedcampus hat… Nachdem ich meine Muenze um halb 5 gekauft hatte, wollte ich nun meine Waesche waschen. Das Pulver war in der Maschine, die Waesche in der Trommel und die Muenze im Schlitz – und nichts passierte. Maschine kaputt. Village Apt Rezeption um viertel vor 5 dicht. Wochenende. Daraufhin ging ich zur River Apt Rezeption hinueber, um nach einer Ersatzmuenze zu fragen, da ich ja nun schon fuer die Muenze gezahlt hatte, die Maschine nicht angegangen war und ich nun mal waschen musste. Das wird ja wohl kein Problem sein… dachte ich… BIG MISTAKE!! Der Angestellte an der Rezeption weigerte sich zunaechst vehement kurz vor fuenf mein Anliegen anzuhoeren. Er meinte, es sei niemand mehr da und ich muesse bis Montag warten. Dann sprach ich also mit seinem Geist. Das ich nun schon fuer die Muenze gezahlt hatte und waschen musste, interessierte ihn nicht im Geringsten, denn schliesslich wuerde ich in den Village Apt wohnen und das waere ja ein voellig anderer Bereich des Campus (genau, 9

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