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Lesen im Studium

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Lesen im Studium Vorwort Fachliteratur hat unterschiedliche Intentionen und unterschiedliche Leserschaften. In einer Einführung geht es darum, Anfänger in eine bestimmte Terminologie und Methodologie einzuführen. In Fachaufsätzen und - monographien werden fortgeschrittene Leser angesprochen, und es geht darum, bestimmte wissenschaftliche Annahmen zu diskutieren, sie zu untermauern oder zu widerlegen. In allen Fällen aber gilt, dass die Autoren ihren Lesern etwas näherbringen wollen. Auch wenn Sie diese Autoren bei der Lektüre nicht sehen können: hinter jedem Werk steht ein Mensch, der Ihnen etwas mitteilen möchte. Manche machen das geschickter, als andere, aber ein ganz zentraler Punkt für das Gelingen dieser Aufgabe liegt nicht beim Autor, sondern beim Leser: dieser muss sich auch tatsächlich ansprechen lassen, damit die Informationsvermittlung funktioniert. Das wichtigste Kriterium dafür ist, dass sich die Leser für den Inhalt tatsächlich interessieren. Da Sie sich für ein Studium zu einem spezifischen Gegenstand eingeschrieben haben, gehen alle Beteiligten (Profs, Autoren, Dozenten usw.) davon aus, dass Sie eine gewisse Neugierde mitbringen und sich für diesen Gegenstand auch tatsächlich interessieren. Im Falle der Sprachwissenschaft ist es aber so, dass die meisten von Ihnen zu Studienbeginn mangels entsprechender Vorkenntnisse aus der Schule gar nicht richtig wissen, was darunter zu verstehen ist, und dann, wenn Sie es herausfinden, feststellen, dass dieser Gegenstand eigentlich doch nicht so recht ihr Ding ist. In diesem Falle tun Sie sich selber und allen Beteiligten einen Gefallen, wenn Sie ihre Studienfachwahl überdenken und ggf. revidieren, denn Sie können ohne das o.a. Interesse und die o.a. Neugierde mit Ihrer Wahl nicht glücklich werden. Eine derartige Entscheidung ist heute, in Zeiten der BA/MA-Abschlüsse und der scheuklappenartigen, auf ein möglichst schnelles Ende des Studiums abzielenden Studiengänge, sehr schwer durchzuführen. Doch selbst wenn die folgende Aussage ein Anachronismus ist: Sie sollten wirklich nur das studieren, was Sie interessiert und bei dem Sie sich vorstellen können, dass Sie damit (bzw. Anteilen davon) auch später im Leben arbeiten möchten. Einleitung Wie Sie schnell feststellen werden, besteht eine Ihrer Hauptbeschäftigungen an der Universität darin, zu lesen, und zwar diverse Sorten und große Mengen von Text: einführende Werke, spezifische Fachtexte, Aufsätze usw. usf.; vieles davon auf Englisch. Ein Gros Ihrer Arbeit im Studium findet außerhalb der Veranstaltungen statt, nämlich in der Bibliothek, in der Arbeitsgruppe oder am heimischen Schreibtisch, wobei es im Wesentlichen darum geht, die Literatur zu rezipieren, die an Sie von den Veranstaltern herangetragen wird: die einzelnen Sitzungen müssen anhand dieser Literatur gründlich vor- und nachbereitet werden. Die Fähigkeit, sich die in einem Text vorgestellen Inhalte selbständig anzueignen, ist also Grundvoraussetzung dafür, erfolgreich zu studieren, und doch lässt sich in jüngerer Zeit feststellen, dass immer mehr Studenten mit genau diesem, so zentralen Punkt erhebliche Schwierigkeiten haben. Um den Prozess des Verstehens beim Lesen zu unterstützen, müssen Sie anfangen, aktiv mit einem Text zu arbeiten. Es reicht – insbesondere zu Studienbeginn – nicht aus, einen Text ein- oder zweimal zu überfliegenund ggf. noch hier etwas zu unterstreichen, dort mit bunten Textmarkern zu kennzeichen. Die nachfolgenden Hinweise sollen Ihnen dabei helfen, dieses Problem gleich zu Beginn Ihres Studiums bei den Hörnern zu packen und zeigen Ihnen ein paar Techniken dafür, besser mit der zu lesenden Literatur klar zu kommen. Tipps zum Umgang mit Fachliteratur 1) Wenn in dem Text ein Fachbegriff auftaucht, den Sie nicht einordnen können: schlagen Sie ihn nach. Dazu dienen einerseits terminologische Wörterbücher, andererseits gibt es auch im Internet Möglichkeiten, gezielt nach Begriffen zu suchen. Bei diesen ist aber Vorsicht angebracht, da die Quellen nicht immer zuverlässig sind. Sie sollten darüberhinaus bei der Lektüre von englischen Texten stets ein Wörterbuch zur Hand haben. 2) Organisieren Sie sich in kleineren study-groups: tun Sie sich mit Kommilitonen zusammen und befragen Sie sich gegenseitig zu den zu lesenden Abschnitten. In einer Gruppe mit drei Leuten könnte sich z.B. jeder Teilnehmer zwei Fragen (inklusive Antworten) zum Text überlegen, die er dann den anderen stellt. Auf diese Weise können Sie etwas gegen die Unsicherheit tun, die viele Studenten plagt, nämlich »ich hab's zwar gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich's auch kapiert habe«. S. Hackmack Uni Bremen FB10

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