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Morphologische Modelle

Morphologische Modelle

Beispiel: Altenglische

Beispiel: Altenglische Nomina Singular Maskulin Neutrum Nominativ dæġ 'day' fæt 'vat' Akkusativ dæġ fæt Genitiv dæġes dæġes fætes fætes Dativ/Inst Plural dæġe dæġ fæte fæt Nominativ dagas dagas fatu fat Akkusativ dagas dagas fatu fat Genitiv daga dag fata fat Dativ/Inst dagum dagum fatum fatum Morphe, Morpheme, Allomorphe Allomorphe sind alternative Realisierungen (Morphe) eines spezifischen Morphems in ganz bestimmten Umgebungen. Der Terminus Allomorph bezeichnet einen relationalen Begriff, Begriff, d.h. einen zweistelligen Beziehungsbegriff: x ist Allomorph von y. y. Man kann also nicht einfach sagen /iz/ sei ein Allomorph, sondern muss genauer formulieren /iz/ ist ein Allomorph von {PL}. {PL} Morphemalternanten – Allomorphe Im Ne. finden wir im Zusammenhang mit der Pluralbildung folgende Alternanten: wife – wives, pa[] pa[ ] –pa[ pa[-z], z], house – hou[z-iz]. hou[z iz]. Phonologisch betrachtet haben wir einen Wechsel zwischen stimmlosen und stimmhaften Frikativen: /f, , , s/ vs. /v, , , z/. z/ Diese Alternation ist einerseits morphologisch bedingt: bedingt: sie findet sich nur vor dem Pluralmorphem, nicht aber beispielsweise mit dem Possessivmorphem (wife ( wife – wife's). wife's). Sie gilt außerdem au erdem nur für f r bestimmte Lexeme (knife knife – knives aber roof – roofs), roofs), und ist somit auch lexikalisch determiniert. determiniert Morphe, Morpheme, Allomorphe Das Morphem ist eine Klasse äquivalenter quivalenter Morphe. Es ist offensichtlich, dass die Morphe < g> (in ddææg, g, ddæægg--es, es, dæægg--ee) d ) und < dag> (in dag--as, dag as, dag--a, dag a, dag--um dag um) ) semantisch äquivalent quivalent sind und somit als zu einem Morphem {dæg} {d g} (bzw. {,} {,} gehörend geh rend klassifiziert werden müssen. m ssen. Genauso bilden die Morphe t> und das Morphem Morphems {fæt} {f t} (bzw. {,} {,}). ). Das Pluralmorphem des Englischen, das orthographisch durch --(e)s (e)s dargestellt wird (z.B. in cats, cats, dogs, dogs, und forces), forces), hat die Varianten /s/, /z/, /z/ , bzw. /iz/ (in phonologischer Umschrift). Diese Varianten repräsen- tieren in ihrer Gesamheit das englische Pluralmorphem {PL} (bzw. {/s/, /z/, /iz/}. /iz/} Morphemalternanten – Allomorphe Die phonologische Alternation der Repräsentanten Repr sentanten eines Morphems kann unterschiedlich determiniert sein: Phonologisch Morphologisch oder lexikalisch Phonologisch determinierte Allomorphe eines Morphems sind phonemisch verschiedene Allomorphe, deren Vorkommen von der phonologischen Umgebung abhängig abh ngig ist. Die Alternation zwischen ddææg, g, dæægg--es, d es, dæægg--es d es und dag-- dag as, as, dag--a, dag a, dag--um dag um scheint phonologisch determiniert zu sein: das Allomorph 〈dag dag〉 steht dann, wenn der Vokal der Folgesilbe ein hinterer Vokal (/u/, ( /u/, /a/) /a/ ) ist, in allen anderen Kontexten steht 〈ddæægg〉. Plural-Allomorphe Plural Allomorphe des Englischen /s/ /z/ /iz/ lips /lip+s/ jobs /db+z/ forces /fs+iz/ cats /kæt+s/ hands /hænd+z/ buzzes /bz+iz/ locks /lk+s/ dogs /d+z/ dishes /di+iz/ days /dei+z/ witches /wit+iz/ bees /bi+z/ bridges /brid+iz/

Problematisierung Für die taxonomische Morphemdefinition wurden als Kriterien die semantische Äquivalenz und die Distribution herangezogen, aber keine Einschränkungen hinsichtlich der phonologischen Form gemacht. Nun gibt es aber im Engl. neben der Pluralbildung mit -(e)s (e)s eine Reihe weiterer Pluralformen: ox – oxen, child – children, brother – brethren foot – feet, goose – geese, tooth – teeth; louse – lice, mouse – mice, man – men alumnus – alumni, fungus – fungi, corpus – corpora, genus – genera, addendum – addenda, phenomenon – phenomina, etc. Beschreibungsmodelle: Hockett 1954 Charles F. Hockett, Two Models of Grammatical Description, Word Word 10(1954), 210-31 210 31 [wiederabgedruckt in: Martin Joos (ed.), Readings Readings in in Linguistics, Linguistics, New York 31963, 1963, 386-99] 386 99] Unterscheidet drei Modelle der grammatischen Beschreibung, diskutiert aber nur die ersten beiden: Item and Arrangement Item and Process Word and Paradigm Es handelt sich bei den ersten beiden allgemein um grammatische Modelle, nicht spezifisch morphologische Modelle IA-Modell: IA Modell: Morphophonemische Probleme Für die meisten morphophonemischen Probleme (z.B. Allomorphie) Allomorphie) gibt es im Rahmen von IA einfache Lösungen, denn es gibt einen umfangreichen Kanon morphopho- nemischer Analysetechniken, die sich alle im Rahmen von IA bewegen. Es gibt aber auch einen widerspenstigen Rest, der problematisch ist, nicht weil es keine Lösungen gibt, sondern keine eindeutigen, die zudem im Widerspruch zu den Grundsätzen des IA-Modells IA Modells stehen. Zu diesem Rest gehören Fälle wie took, took, put put (Präteritum), children, children, frz. bon bon und bonne, bonne, und andere. Problematisierung Wenn man nur das Kriterium der semantischen Äquivalenz heranzieht, müsste man beispielsweise das Morph /n/ n/ (in ox – oxen, child – children, brother – brethren) brethren) als weiteres Allomorph des Pluralmorphems zulassen: {PL} = {/s/, /z/, /iz/, /n/} / n/}. . Würde rde man hingegen als weiteres Kriterium die phonologische Ähnlichkeit hnlichkeit mit hinzuziehen, müsste m sste man von zwei verschiedenen Pluralmorphemen ausgehen: {/s/, /z/, /iz/} einerseits und {/n/} n/} andererseits, andererseits, wodurch Bedarf für einen zusätzlichen Terminus entsteht, der die Gemeinsamkeiten von beiden berücksichtigt. In der Tat wurde dafür das terminologische Monstrum Morphom (engl. morphome) morphome) vorgeschlagen. Beschreibungsmodelle: Item and Arrangement Hockett beschreibt das Grundprinzip des IA-Modells IA Modells folgendermaßen: 1. Eine linguistische Form ist entweder einfach oder komplex. komplex. 2. Eine einfache Form ist ein Morphem 3. Eine komplexe Form besteht aus zwei oder mehr unmittelbaren Konstituenten in einer Konstruktion, Konstruktion, die ein Konstitut bilden. 4. Die Konstituenten und die Konstruktion sind rekurrent, d.h. sie wiederholen sich in anderen komplexen Formen. 5. Jede UK (= unmittelbare Konstituente) nimmt in der Konstruktion eine bestimmte Position ein. Morphophonemische Probleme: took Grammatisch betrachtet gilt für took took die folgende Proportion take : took :: bake : baked (lies: take verhält sich zu took wie bake zu baked) baked baked Lex BAKE Kat Verb Temp Prät bake Lex BAKE -ed ed Temp Prät Kat Verb took Lex TAKE Kat Verb Temp Prät ?? Lex TAKE ?? Temp Prät Kat Verb

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