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Einführung in die Phonetik und Phonologie

Einführung in die Phonetik und Phonologie

Karl

Karl Heinz Wagner 17. April 2008 Passiver Artikulator Aktiver Artikulator Gleitlaute vs. Vokale Vokalparameter Das traditionelle System der Vokalklassifikation basiert auf drei Parametern: 1. Vertikale Zungenstellung: hoch – niedrig 2. Horizontale Zungenstellung: vorder – hinter Lippenstellung: Vokale - Lippenstellung Kardinalvokale Kardinalvokale Das Beschreibungssystem, das sich in der bisherigen Praxis am besten bewährt bew hrt hat, ist das System der Kardinalvokale (aus lat. cardo--, cardo , inis inis ‘Türangel rangel’), ), das um die Zeit des ersten Welt- krieges von dem britischen Phonetiker Daniel Jones ent- wickelt und von der International International Phonetic Phonetic Association Association übernom bernom- men wurde. gespreizt – gerundet Vokale 2 3. Durch Übung bung kann man jedoch ein Gefühl Gef hl für f r die ungefähre ungef hre Gestalt und Lage der Zunge bei der Bildung eines bestimmten Vokals im Vergleich zu einem anderen erwerben. Man kann beispielsweise fühlen, f hlen, dass bei der Bildung des Vokals in dem englischen Wort peel peel die Zunge etwas höher h her und weiter vorn liegt als beim Vokal in pill. pill. Was wir benötigen, ben tigen, ist ein allgemeines Bezugssystem, das sich diese Fähigkeit F higkeit zunutze macht, ein System fest- gelegter Vokalartikulationen, in Relation zu welchen die Artikulation eines bestimmten Vokals beschrieben werden kann. Kardinalvokale Im System von Jones gibt es acht primäre prim re Kardinalvokale. Kardinalvokale. Dabei handelt es sich nicht um in irgendeiner Sprache vorkommende Laute (obwohl dies nicht ausgeschlossen ist). Vielmehr gründen gr nden sie sich auf der Theorie einer Vokalgrenze im Mundraum mit einer Peripherie, außerhalb au erhalb derer keine Vokallaute hervorgebracht werden können. k nnen. Die Zungenstellung jedes überhaupt berhaupt möglichen m glichen Vokals, d.h. die Lage des am höchsten h chsten liegenden Teils der Zunge, befindet sich entweder auf der Peripherie oder in dem durch diese eingeschlossenen Vokalraum. Vokalraum.

Karl Heinz Wagner 17. April 2008 Vokale und Konsonanten Es unmöglich, unm glich, den höchsten h chsten Punkt des Zungenrückens Zungenr ckens über ber eine bestimmte Stellung hinaus nach vorne oder nach unten zu verlagern. Wenn zudem die Zunge über ber eine bestimmte Grenze hinweg angehoben wird geht der Laut in einen Reibelaut über. ber. Wenn die Zunge in der tiefsten Stellung zu weit nach hinten verschoben wird, so dass der Abstand zur Rachenwand verkleinert wird, erhalten wir ebenfalls keinen Vokal mehr. Die Vokalgrenze wird durch diese Restriktionen konsti- tuiert. Vokale und Konsonanten Die acht Kardinalvokale, die als Bezugspunkte für f r die Beschreibung aller anderen Vokale gedacht sind, sind so konzipiert, dass sie ihre höchste h chste Zungenstellung auf der Peripherie des Vokalraums haben. Zwei davon befinden sich in leicht erfühlbaren erf hlbaren Positionen: es handelt sich um K[ardinal] V[okal] 1 /i/, /i/ und KV KV 5 //. // . KV KV 1 /i/ wird mit der vordersten und höchsten h chsten möglichen m glichen Zungenstellung gebildet. KV KV 5 // // ist der niedrigste (offenste) und hinterste mögliche gliche Vokal. Vokale und Konsonanten Die ersten fünf f nf Kardinalvokale bilden somit eine Skala aus scheinbar äquidistanten quidistanten Vokallauten, die vom höchsten h chsten und vordersten bis zum niedrigsten und hintersten Vokal reicht: /i e a /. / Die Kardinalvokale 6 bis 8 setzen diese Reihe äquidistanter quidistanter Laute von // // aus bis zu einem ganz geschlossenen, voll- ständig st ndig gerundeten hinteren /u/ nach oben fort: / / o u/. u/ Vokalgrenze Vokale und Konsonanten Die dazwischen liegenden Kardinalvokale 2, 3, 4 liegen auf der Peripherie des Vokalraumes zwischen KV KV /i/ und KV KV //, // , und zwar mit auditiv ungefähr ungef hr gleich großen gro en Abständen. Abst nden. Sie werden mit den Symbolen /e a/ wiedergegeben. Vokale und Konsonanten Der Vokalraum, d.h. der Bereich möglicher m glicher Vokal- artikulationen im Mundraum, wird üblicherweise blicherweise in idealisierter Form in Gestalt eines Trapezes dargestellt. Die Vokalpositionen sind durch einen Punkt oder Kreis markiert, wobei die Punkte für f r ungerundete, die Kreise für f r gerundete Vokale stehen. Für F r die Kardinalvokale gilt, dass die vorderen Vokale mit mehr oder weniger gespreizten Lippen gesprochen werden, die hinteren Vokale mit mehr oder weniger gerundeten Lippen. Vokale 3

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