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Prädikation und sekundäre Prädikation - Fachbereich 10 ...

Prädikation und sekundäre Prädikation - Fachbereich 10 ...

14 Susanne Hackmack:

14 Susanne Hackmack: Prädikation und sekundäre Prädikation (19) Sie ist lustig vs. *Sie lustig (20) Sie ist im Bett vs. *Sie im Bett (21) Sie ist Progammiererin vs. *Sie Progammiererin Die Unterschiede im kategorialen Status der Prädikate – VP einerseits; AP, PP und NP andererseits – fällt unter das Schlagwort 'verbale' vs 'nicht-verbale' Prädikation. Für das Deutsche oder das Englische wird wie gesehen angenommen, dass nicht-verbale (primäre) Prädikation stets durch eine Kopula vermittelt werden muss – ein keinesfalls universales Phänomen, insofern z.B. im Türkischen oder im Russischen (allerdings auf bestimmte Tempora beschränkt) nicht-verbale Prädikation auch ohne Kopula auskommt. Kees Hengeveld, der ganz im hier vorgestellten Sinn 'Prädikation' als eine semantische, 'Satz' dagegen als eine morphosyntaktische Größe auffasst, klassifiziert die Realisierungsmöglichkeiten von Prädikation wie in der nebenstehenden Graphik (HENGEVELD 1992:27). Diesem Themenkomplex wird in der Annahme, dass er in den 'empirischen' Workshop-Beiträgen noch zur Genüge behandelt wird, hier nicht weiter nachgegangen. Für eine Diskussion und zahlreiche weitere Beispiele siehe z.B. STASSEN 1997. Nur noch eine Kleinigkeit dazu: auch im Deutschen oder Englischen liegen die Dinge bei genauerer Betrachtung nicht so einfach, wie die oben angegebene Vermutung es suggeriert. Betrachten wir dazu die folgenden Beispiele: (22) With his leg in plaster, Bill had to take a cab (23) John a traitor? I can't believe it! In (22) liegt eine absolute with-Konstruktionen vor, in deren Komplement eine Prädikation realisiert ist. In John a traitor in Satz (23) ist das Prädikat durch ein NP realisiert. In keinem der (allerdings stark eingeschränkten Fälle) taucht eine Kopula auf, genausowenig wie z.B. in (24) Kevin allein zu Haus. In diesem Kontext ist natürlich auch von Interesse, wie solche Konstruktionen überhaupt syntaktisch beschrieben werden können. Um genau diesen Punkt, nämlich die syntaktische Struktur von Ausdrücken, die eine Prädikationsrelation kodieren, geht es im nächsten Abschnitt. Wie die Literatur oder, genauer gesagt, die darin vertretenen

Bremer Linguistik Workshop 15 diversen und zum Teil erheblich voneinander abweichenden Analysen verdeutlichen, ist dieser Punkt alles andere als unumstritten. Am Beispiel der sogenannten 'Small-Clause'- Analyse wollen wir beispielhaft zeigen, wo hier Probleme liegen. Prädikation, sekundäre Prädikation & syntaktische Repräsentation Wiewohl die Mutter aller Phrasenstrukturregeln, nämlich S NP VP, dereinst sicherlich nicht hauptsächlich dadurch motiviert war, ein Konstrukt wie primäre Prädikation im relationalen Sinn syntaktisch abzubilden, leistet sie diesbezüglich doch recht gute Dienste, insofern die oben diskutierte Distinktion der Argumente eines Verbes hier einen syntaktischen Reflex findet: ein Argument (das 'Subjekts-'Argument) ist außerhalb derjenigen Konstituente aufgeführt, die das Prädikat enthält. Bei einem zweistelligen Prädikat träte demnach das Subjekt außerhalb der VP als Tochter des Satzes auf; das Objekt hingegen innerhalb der VP als Schwester des Verbs. Zwischen diesen Konstituenten liegt eine Prädikationsrelation vor: S NP VP Prädikation Bei dieser Herangehensweise wird das Subjekt des Prädikates abgebildet auf eine spezifische syntaktische Position, nämlich auf die unmittelbar von S dominierte NP. Ebenfalls unmittelbar von S dominiert wird die VP, auf die das Prädikat abgebildet wird. Dahinter steckt die Annahme, dass sich die Prädikationsrelation syntaktisch als Konstituente manifestiert, in der Subjekt und Prädikat (bzw. die entsprechenden Konstituenten) Schwestern von einander sind. Im Falle von finiten Verben bzw. Verbalphrasen und Sprachen, in denen diese eine syntaktische Klasse darstellen, liefert uns diese Annahme die sattsam bekannte Struktur eines Deklarativsatzes: 8 SATZ NP Prädikation VP Er schwächelt küsst sie legt sich auf das Sofa Sowohl die PS-Regel S NP VP als auch die hier vorgestellten Beispiele beziehen sich auf solche Fälle, in denen das Prädikat durch eine finite Verbalphrase und die Prädikation in Form eines Satzes realisiert ist. Doch dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss, hat die Geschichte mit den sekundären Prädikaten gezeigt. Um für Sätze wie John ate the meat naked die Hypothese aufrecht erhalten zu können, nach der sich 'Prädikation syntaktisch als Phrase manifestiert, in der Subjekt und Prädikat Schwestern von einander sind', landet man fast automatisch bei der sogenannten 'Small-Clause'- 8 Damit reihen wir uns in die lange Reihe der Logiker/Grammatiker ein, deren Untersuchungsgegenstand sich im wesentlichen auf aktivische Deklarativsätze beschränkte. Sobald man jedoch andere Satztypen einbezieht, z.B. Sätze mit Topikalisierung oder Passivsätze, muss der theoretische Unterbau um ein Vielfaches angereichert werden, z.B. mit Konstrukten wie 'Oberflächen-' vs. 'Tiefensubjekt', 'internes' und 'externes Argument', Transformationen oder ähnlichem.

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