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giordano bruno (1548-1600). - Fachbereich 10 - Universität Bremen

giordano bruno (1548-1600). - Fachbereich 10 - Universität Bremen

Abbildung 2: Die Gigli

Abbildung 2: Die Gigli in Nola im Aufbau Das Kloster S. Domenico Maggiore, in das Fleisch der neapolitianischen Altstadt hineingeschnitten, ist das Auge des Sturmes, der Bruno erfassen wird. Wie seine Komödie „Candelaio“ schildert, ist der junge Student zuerst vom Reichtum der neapolitanischen Kultur fasziniert, er genießt das lockere Treiben von Künstlern und Kurtisanen, verspottet die abergläubischen, geizigen und verkrampft-lüsternen Bürger. Später, als Novize im Kloster, muß er sich der strengen Zucht und Ausbildung seiner Lehrer unterziehen, die ihm gleich zu Beginn halb spielerisch mit einem Prozeß drohen, da er allzu freizügig seinen Widerwillen gegen billige Frömmigkeit bekundet. Aber Bruno ist erfolgreich, er erreicht den Höhepunkt theologischer Studien und wird Priester. W580 05.10.01 / 4

Aber selbst das Kloster — von Reformen bedroht — erweist sich als schwankendes Gerüst, und 1576 bricht die klösterliche Welt für Bruno zusammen. In Rom soll ein Prozeß gegen ihn eröffnet werden. Er flieht von Rom nach Norden. Das Mutterkloster der Dominikaner, ebenfalls in der Tiefe der Altstadt verborgen, liegt neben S. Maria Sopra Minerva (griechisch Athene) und war die Schutzherrin der Künstler und Gelehrten. Auf dem Platz vor der Kirche (und dem Kloster) fanden die feierlichen Autodafés statt (zur Eindämmung der Neuerungssucht). Das Pantheon, allen Göttern geweiht, liegt daneben, nur oberflächlich als Kirche getarnt. In diesem Dickicht umgewidmeter, verdrängter, geleugneter Zeichen, mußte sich der 28jährige Klosterzögling auskennen, orientieren, seinen Weg finden. Er flieht. Abbildung 3: Sancta Maria Sopra Minerva und (links) das Mutterhaus des Dominikanerordens in Rom (Stich des 18. Jhdts.) Die Flucht beginnt 1576 in Rom. Vierundzwanzig Jahre später wird sie wenige Schritte vom Pantheon entfernt, an der Piazza Navona, enden. Hier verkündet das Inquisitionsgericht sein Urteil. Was liegt zwischen dem schockierten Mönch, dessen verbotene Erasmus-Lektüre in Neapel entdeckt worden war, und dem „verstockten Ketzer“, der 1599 den Widerruf seiner Thesen verweigert? W580 05.10.01 / 5

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