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notionalgrammatisch - Fachbereich 10 - Universität Bremen

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96 Roger Böhm,

96 Roger Böhm, Prädikation ... notionalgrammatisch (11) b. {P} c. d. {P}-Phrase : : {N} : {N} {P} {N} {P} : : : : : : : : : : : : : : : : : : i mu:lif:rman i mu:lif:rman i mu:lif:rman Neben (11.a) sind auch (12.a) und (b) mögliche Ausprägungen der auf (9) basierenden syntaktischen Konstruktion. (12.a) und (b) unterscheiden sich von (11.a) in der linearen Abfolge von Kopf und Komplement, wobei in (12.b) der {P}-Kopf und sein {N}-Komplement nicht zwei distinkte, sondern eine einzige lineare Position in der Abfolgekette einnehmen: Die Dependenzrelation zwischen Kopf und Komplement ist in (12.b) ‘wortintern’ als ‘Subjunktion’ (= Dependenz ohne lineare Distinktion zwischen Kopf und Komplement, vgl. ANDERSON 1971, etc.) realisiert, was sich phonologisch ggfs. in Enklise des abhängigen {N}-Elements widerspiegelt. (12) a. • b. • : | : • • : : : : : : : : {P} : : | {P} {N} {N} : : : : : : mu:lif:rman i mu:lif:rman- 1.5. Die bislang als {N} kategorisierten Komplemente eines Prädikators referieren nicht auf Individuen an sich, sondern auf Situationsbeteiligte (= Partizipanten), d.h. Entitäten, die in spezifischer, vom Prädiktor vorgegebener Weise an der beschriebenen Situation (= Partizipatum) beteiligt sind. Während mit der Äußerung des Eigennamens Molly lediglich auf das Individuum dieses Namens referiert wird, sind komplexe Formen wie etwa bei Molly oder von Molly in (13) bzw. (14) (13) Fred wohnt bei Molly. (14) Fred bekommt regelmäßig Naschereien von Molly. Partizipantenbezeichnungen, die nicht auf das Individuum Molly an sich, sondern auf das Individuum Molly samt dessen ‘Rolle’ in der von der Prädikation bezeichneten Situation referieren. Die Elemente, die die sprachlich vermittelte Art der Situationsbeteiligung einer Entität ausdrücken, sind u.a. Adpositionen und Kasuszeichen. Ich nenne diese Klasse von Ele

Bremer Linguistik Workshop: Prädikation 97 menten mit ANDERSON (1990, 1991, 1992, 1997) Funktoren. 4 Die Verwendung der unären Merkmale N und P zur Charakterisierung der primären syntaktischen Kategorien für referentielle und prädikable Ausdrücke erlaubt es, Funktoren als Zeichenklasse zu charakterisieren, deren kategoriale Merkmalauszeichnung weder das Merkmal N noch P enthält: (15) Eigenname, Pronomen (Individuenname) {N} Wortarten Prädikativum {P} Funktor (u.a. Adposition) { } Innerhalb der Klasse von Funktoren sind Subklassen – wie sie z.B. von bei vs. von in (13) und (14) instantiiert sind – durch sekundäre Inhaltsmerkmale [K] aus dem Merkmalinventar in (16) voneinander unterschieden (zu diesem ‘lokalistischen’ Inventar von sekundären Funktormerkmalen vgl. u.a. ANDERSON 1971, 1977, 1997, BÖHM 2000: §1.7 und die Literaturangaben dort). (16) semantische Funktormerkmale5 a. [K] = [M1, ..., Mn] wobei b. Mi ∈ {ERG(ATIVE), ABS(OLUTIVE), LOC(ATIVE), ABL(ATIVE)} und n ≥ 1 Die Formulierung in §1.3, nach der {P}-Wörter lexikalisch n (n ≥ 1) {N}-Wörter als ihre Komplemente seligieren, ist dementsprechend zu modifizieren: Die Komplemente, für die ein Prädikator {P} subkategorisiert, sind nicht unmittelbar {N}-Elemente, sondern Funktoren { [K]}, die ihrerseits im default Fall {N}-Ausdrücke als ihre Komplemente nehmen; vgl. (17): (17) a. {P/{ [K]} m n } (mit n>0 und m≥n) b. { [K]/{N}} Dabei gilt hinsichtlich (17.a) als default: [K] = [ABS] (d.h. ABS allein oder in Kombination mit einem anderen Merkmal aus (16.b)) – jedes prädikable Element {P} wird mindestens von einem { [ABS]}-Funktor komplementiert, der den in jeder Prädikation obligatorischen ‘zentralen Partizipantenterm’ einführt. Aus Gründen der Schreibeinfachheit beziehe ich mich im folgenden auf Funktoren mittels ihres sekundären Merkmals, so daß z.B. ABS als { [ABS]} zu lesen ist. Instanzen der {P}-Kategorie, die die argumentstrukturelle Minimalforderung (17.a) nach einem ABS-Komplement nicht erfüllen, weil sie – wie z.B. die semantisch nullwertigen ‘Witterungsverben’ – lexikalisch nicht für einen ABS-Funktor subkategorisieren, erfüllen (17.a) erst in der (Morpho-) Syntax: Eine (lexiko-)syntaktische Redundanz(regel) steuert einem {P}-Element, das im Lexikon nicht entsprechend subkategorisiert ist, einen ABS- 4 Auch dieser Terminus ist ein terminologisches Chameleon; vgl. Fußnote 1. 5 (16) erlaubt Funktormerkmale [K], die intern komplex sind und Elemente von Mi miteinander kombinieren; z.B. [ERG,ABS] oder [LOC,ERG].

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