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Hand und Auge

Hand und Auge

die ursprüngliche

die ursprüngliche Position der Zeichen in der Triade nehmen Beziehungen zwischen Zeichen ein (eine Zweitheit nach Peirce). An diese Stelle kann das Lexikon (als Organisation von Lexemen in relationalen Netzen) und die Syntax, (als zeitliche Relationierung der Zeichen) treten. Die Stelle des Interpretanten nimmt eine Bewertungsinstanz des Zeichenverhaltens für den Diskurs, eine selektive Diskursregulierung ein, welche Lexikon und Grammatik in ihrem Funktionieren und, in der historischen Konsequenz, auch deren funktionale Entwicklung steuert (ohne selbst zielgerichtet zu sein). In Abbildung 2 und Abbildung 3 stellen wir die Ebenen (-1) und (+1), die wir aus dem Peirce’schen Zeichenmodell herausgelöst haben, dar. Kognitives System (als Selektions- und Reparaturinstanz) - 1 Wahrnehmung Valenzen der Wahrnehmungsumgebung Abbildung 2: Die Ebene (-1) der Peirce’schen Triade: individuelle Kognition. Diskursbewertungssystem (kontrolliert die Anwendung und Stabilität/Veränderung von Zeichensystemen) + 1 Zeichensystem (System von Relationen zwischen Zeichen) 13 Zeichen als Objekte der Regelung des Zeichensystems Abbildung 3: Die Ebene (+1) der Peirce’schen Triade: kollektives Zeichensystem. Auf dieser aus seiner Zirkularität gehobenen Schematisierung des Zeichenbegriffs will ich eine Darlegung der Pluralität von Zeichentypen aufbauen und dazu Vorschläge von Cassirer und Piaget einarbeiten.

14 2. Objekt, Konzept, symbolische Form, Meme: Einige Überlegungen zu Piaget, Cassirer und Dawkins Piagets Untersuchungen zur Entwicklung von Intelligenz und Sprache bei Kindern und Cassirers “Philosophie symbolischer Formen”, Bd. I, erschienen beide 1923. Ich werde von der grundlegenden Unterscheidung zwischen Objekt und Konzept bei Piaget ausgehen (2.1) und versuchen, Cassirers kulturphilosophische Differenzierung der symbolischen Formen in die von Piaget eingeführte Dichotomie einzufügen (2.2). Cassirers Generalisierung findet eine Fortsetzung in Dawkins Theorie der Meme (2.3). 2.1. Piagets Dichotomie: Objekte vs. Konzepte Bereits in seinen frühen Studien und besonders nach der sorgfältigen Beobachtung der Entwicklung seiner eigenen drei Kinder wurde Piaget deutlich, daß die Dinge, die Erwachsene als in der Außenwelt gegebene Tatsachen ansehen, vom Kinde in den ersten Lebensjahren erst “konstruiert”, d.h. aus Einzelwahrnehmungen, Perspektiven, Erinnerungen zu einem permanenten Objekt zusammengefügt werden müssen. Er nahm anhand von Verhaltensbeobachtungen und Experimenten an, daß das “permanente Objekt” erst zwischen den 7. und 12. Monat erkannt wird. Neuere Untersuchungen mit anderen Methoden haben gezeigt, daß das Kleinkind mit 5 bis 7 Monaten bereits die Permanenz der Objekte erfaßt, dies aber im Verhalten nicht zeigen kann, da es dominante Reaktionsgewohnheiten, welche das direkt Sichtbare favorisieren, nicht unterdrücken (inhibieren) kann. Demnach gehört zu einem operativen Objektkonzept auch die Fähigkeit, prägnante gegenwärtige Eindrücke zu übergehen und dem “virtuellen” (z.B. dem versteckten) Objekt, eine “Verhaltensexistenz” zuzusprechen. Das Objekt hat in diesem Sinn eine reflexive, die unmittelbare Reaktion kontrollierende Komponente und ist damit ein Zeichen im Sinne von Peirce. Im Hinblick auf Peirces Zeichendefinition sind die durch Vergleich, durch die Suche nach Invarianzen im Raum reflexiv konstruierten Objekte Drittheiten, d.h. Zeichentriaden oder Repräsentationen, auch wenn noch keine sprachlichen oder anderen Techniken der Kommunikation mit ihnen verbunden werden. In Piagets genetischer Epistemologie bilden die permanenten “Objekte” den Ausgangspunkt mentaler Operationen und später der Sprache. Bevor die (soziale) Sprache erlernt wird, kann das Kind die abwesenden/verdeckten Objekte repräsen-

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