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Hand und Auge

Hand und Auge

zugssysteme zur

zugssysteme zur Dec??kung bringen: das egozentrische Bezugssystem, das einerseits durch die Ausrichtung von Körper, Kopf und Auge auf das Objekt bestimmt ist und andererseits durch die intentionale Ausrichtung der Hand im Ansatz des Greifens oder Zeigens; die Objekte haben im Verhältnis zu anderen, insbesondere zu den sie gemäß der Schwerkraft tragenden Objekten, eine eigene Ausrichtung. Dieses Bezugssystem kann man objekt-zentriert nennen Abbildung 6 gibt ein vereinfachtes Schema der beiden räumlichen Bezugssysteme: A (egozentrisch) B (objekt-orientiert); vgl. Ballard, 1993: 79, für eine ähnliche Schematisierung. A Abbildung 6: Ego-zentrisches und objekt-zentriertes Bezugssystem (nach Ballard, 1993: 79). Es kommt eine weitere Komplikation durch die Aufgaben- und Problemorientierung der Augenbewegungen hinzu, d.h. hat der Beobachter die Aufgabe, die einzige Frau auf dem Gruppenphoto oder die Männer mit Bart zu finden, wird die Augenbewegung und damit die Fokussierung von Objekten und deren Eigenschaften verschieden sein. Diese Dynamik B 27

28 reicht, wie die Experimente zu Augenbewegung und Versprachlichung von Bildern zeigen, bis weit in die Sprachverarbeitung hinein. Die neue Forschung zur Koordination von Augenbewegung und Sprechen zeigt eine prozessuale Parallelität beider Vorgänge, d.h. die Augenbewegungen sind in ihrer zeitlichen Abfolge mit der verbalen Planung und Realisierung gekoppelt. Die Augen zeigen gewissermaßen im fiktiven Raum oder im Bild-Raum auf die Objekte (z.B. bei Text-Bild-Experimenten). Dabei wird der Wort-Frequenz-Effekt beim Benennen auf die Dauer der Augenfixierung übertragen, d.h. diese umfaßt in ihrer Zeitstruktur nicht nur die Aufgabe der visuellen Analyse, sondern verharrt, bis der lexikalische Suchprozeß zum Ende kommt (vgl. Meyer, Sleiderink und Levelt, 1998). Derselbe Effekt wurde auch bei Experimenten, die zwei Bilder umfaßten und in denen eine koordinierte Nominalphrase, etwa: "ein Stuhl und eine Tasse" gebildet werden mußte, nachgewiesen. Die Abfolge und Dauer der Blickfixierung entsprach dabei der Abfolge und Dauer der Benennungen. Daß innerhalb des Verweilens des Auges die Prozesse der Bildverarbeitung und der lexikalischen Analyse trennbar sind, zeigten Experimente, in denen die Versuchspersonen lediglich entscheiden mußten, ob das Bild ein Objekt darstellt oder nicht (es wurden auch Bilder von Nicht-Objekten gezeigt). Der lexikalische Frequenzeffekt spielte in dieser Situation keine Rolle. Diese Studien, die noch durch Gehirnmessungen ergänzt wurden (vgl. Levelt, Praamstra, Meyer, Helemis, Salsnalin, 1998) zeigen, daß die Objekt-Schemata auch auf der Ebene der visuellen Verarbeitung und Augenbewegung stabile Korrelate, sogenannte visuell-deiktische Repräsentationen haben, und daß diese im Prozeß des Sprechens mit phonologischen, lexikalischen und syntaktischen Prozessen zeit-koordiniert werden. Aufgrund des dynamisch-interaktiven Charakters mentaler Repräsentationen darf man sich diese nicht als starres Inventar vorstellen, etwa wie die Wörter in einem Wörterbuch, es gibt vielmehr eine operative Basis der kognitiven, multisensoriellen Verarbeitung von Objekten und Ereignissen in der Umwelt und eine Systematisierung dieser Erfahrungen als Erwartungshorizont des Menschen nach Prinzipien, die eine (partielle) Vergleichbarkeit der daraus resultierenden Gewohnheiten oder Erwartungen erzeugt. Besonders die Sprache, die ein sozial relativ stark kontrollierter Typus der Offenlegung dieser Strukturen ist, dient als Koordinationsinstanz, so daß wir individuelle Eindrücke trotz ihrer Komplexität und individuellen Verschiedenheit sozial (überindividuell) kommunizieren können. Dies bedeutet aber nicht, daß es transindividuelle Repräsentationen gibt, daß diese gar einen transpsychischen Seinsbereich

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