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Hand und Auge

Hand und Auge

(bei Tieren, Pflanzen

(bei Tieren, Pflanzen und Artefakten) geschöpft werden kann. Dieses stabile “grounding” des Objekts “eigene Hand” erklärt die polyseme Vielfalt der Verwendungen des Lexems für HAND (Hand/hand/main) und die verschiedenen Richtungen der Wortbildungen und syntaktischen Konstruktionen, die von HAND ausgewählt werden. Die große Beweglichkeit der Hand in Beziehung zu egozentrischen und objektzentrierten Bezugssystemen macht es äußerst schwierig, ein onomasiologisches Raster möglicher (vorsprachlich bzw. sprachübergreifenden) kategorialer Grenzen zu etablieren, d.h. die dynamische Onomasiologie stößt hier an ihre Grenzen. Das Auge hat weniger Bewegungsfreiheit, und ist im wesentlichen mit einen körperinternen Bewegungsfixpunkt, dem Kopf, eng verbunden. 5.4. Dynamische (onomasiologische) Valenzen und Kontexte von HAND Die onomasiologische Betrachtung kann nicht nur von Sachen, sondern auch von Beziehungen (Relationen) und Ereignissen (Zuständen, Prozessen, Lokomotionen, Handlungen) ausgehen. In Piagets Untersuchungen und in der Gestaltpsychologie war die enge Verbindung zwischen dem Objekt, seinen Valenzen (für Ereignisse) und den Ereignissen selbst bzw. den mit ihnen verbundenen Kontexten deutlich erkannt worden. Die verschiedenen Lesarten von HAND implizieren außerdem Varianten von Prozessen (“Prozeß” bezeichnet als Sammelkategorie alle nicht dinghaft statischen Momente des Ganzen). So werden im Lexikon des Französischen (vgl. den Petit Robert) für die erste Gruppe der Lesarten von HAND jeweils eine große Anzahl typischer Prozesse angeben, z.B. Prozesse: des Kontaktes (berühren, streicheln, anfassen usw.), des Greifens (zupacken, festhalten, haben, loslassen), der gestischen Manipulation (zeigen, winken, Zeichen geben, signalisieren, [Hände] schütteln, grüßen), des Nehmens und Gebens; dazu gehören auch: kaufen, verkaufen, schenken, leihen, stehlen, rauben usw., des Arbeitens, des Schlagens. Diese Prozesse lassen sich durch Zeichnungen (z.B. bei Gesten), Photos und Filmsequenzen belegen. Da lediglich erste Bildsammlungen vorliegen und die experimentelle Umsetzung noch geplant wird, gebe ich nur 41

42 eine als Arbeitshypothese gedachte Rangfolge komplexer werdender Relationen an, die auf dem Objekt-Konzept HAND aufbauen; dabei wird eine ontogenetisch plausible Entfaltungsstruktur angenommen. Stadium O Stadium 1 Stadium 2 Stadium 3 Stadium 4 und weitere Stadien Hand als unbewußter Teil des Körpers HAND als wahrgenommenes Objekt des Nahbereiches, das über die Motorik mit dem SELBST (Zentrum einer Willkür-Motorik) verbunden ist. Der intentionale Vektor SELBST (AGENS)—HAND wird (als Zweiheit) bewußt. Das Bewußtsein und die effektive (gesetzmäßige) Kontrolle konstituieren implizit eine Drittheit (im Sinne von Ch. S. Peirce). Mit der HAND als Mittler werden Objekte bewegt, kontrolliert, die keine Körperteile sind, d.h. nicht direkt über den Willen (das SELBST) steuerbar sind. Dadurch wird gleichzeitig die Beziehung SELBST—HAND (Körperteil) modifiziert. Die HAND ist einerseits Teil des Körpers, dessen Zentrum das SELBST ist, andererseits Bestandteil der Umwelt, das im körperfremden OBJEKT repräsentiert ist. Wenn das SELBST in der semiotischen Triade die Position des Interpretanten einnimmt, wird die HAND zum Zeichen. Dabei wird die Dyade HAND—Objekt von SUBJEKT regelhaft bzw. gesetzmäßig kontrolliert (wodurch diese zur Drittheit im Sinne von Peirce wird). Zwischen HAND und OBJEKT sind (von der HAND produzierte) Instrumente einfügbar, ja es sind Kunsthände möglich, welche die eigentliche HAND ersetzen (bei Prothesen). Diese Aufspaltung der medialen Position von HAND zentralisiert gleichzeitig das SELBST und entfernt das Objekt. Über die mediale Funktion sekundärer SELBST werden diese quasi zu “Händen” und ein gesellschaftliches SELBST, das entweder personalisiert ist oder als Gruppe funktioniert, entsteht. Die generelle Struktur ist: SELBST (AGENS)—HAND—INSTRUMENT— OBJEKT. Tabelle 3: Plausible Entfaltungsstadien der mit dem Objekt-Konzept HAND verbundenen Relationen.

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