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Hand und Auge

Hand und Auge

Diese Entfaltungsstadien

Diese Entfaltungsstadien sind auf die Phylogenese, die Ontogenese und auf die soziale Evolution abbildbar, stellen selbst aber eine abstrakte Möglichkeit dar, die mit keiner dieser Realisierung identisch ist und somit auch keine echte (genetische) Zeitdimension aufweist. Psychophysische Experimente müßten in einheitlichem Format (Perspektive, Beleuchtung, Textur) Bewegungen der Hand (in unterschiedlichen Ausprägungen) mit oder ohne Kontext auf dem Bildschirm generieren und den Testpersonen Identifizierungsaufgaben stellen (Ja-/Nein- Antworten mit Zeitmessung). Die vordringliche Aufgabe besteht darin, das Raster mit der stufenweise (konzeptualisierungsneutralen) Variation des Bild-/Film-Inputs zu erstellen und die Identifikationsziele zu bestimmen (diese sind notwendigerweise sprachgebunden und damit von Konzeptualisierungen abhängig). Da dieses Vorhaben von Techniken und Methoden der Computersimulation und des Experiments abhängig ist, müssen diese programmatischen Überlegungen genügen. 5.5. Dynamische Onomasiologie des Auges aus evolutionärer und entwicklungspsychologischer Sicht Viele generelle Aspekte der Repräsentation aus der onomasiologischen Perspektive sind bereits deutlich geworden, die folgenden Abschnitte vervollständigen das Bild in bezug auf das Objekt Auge. Evolutionär ist das Auge zu großen Teilen eine Ausstülpung des Gehirns, was sich ganz deutlich an der Struktur der Retina mit den eigenartigerweise an der Innenseite liegenden Rezeptorzellen und außen verlaufenden Axonen und Schaltzellen zeigt. So wie die Feinmotorik der Hand eine evolutionär späte Differenzierung darstellt, so ist das visuelle Vermögen des Auges eine Spezialisierung des Gehirns in der Kontaktzone mit dem Licht. Als Objekt der Wahrnehmung ist das Gesicht, und darin Augen und Mund, ein Fokus der Aufmerksamkeit für andere. In Abbildung 11 werden Augen eines Europäers, eines Mongolen und einer an der Downschen Krankheit leidenden Person (durch die oberfächliche Ähnlichkeit mit der mittleren Augenform als mongoloid bezeichnet) nebeneinander gestellt. 43

44 Abbildung 11: Drei verschiedene Augenformen. In der kindlichen Entwicklung spielt das Gesicht der Pflegeperson (z.B. die ihm die Brust gibt oder es im Arm hält) eine besondere Rolle. Wie die in Fagan (1979) berichteten Experimente zeigen, kann das Kleinkind bereits mit fünf Monaten sehr gut Gesichter unterscheiden (z.B. anhand von Schwarzweiß-Bildern). In der gleichen Periode kann es aber auch abstrakte geometrische Muster gut diskriminieren (ibid.: 110): “(...) although faces are, by definition a unique class of objects, the processes underlying face recognition do not appear to be unique but hold as well for abstract patterns as for faces (...)” Die Gesichtserkennung ist somit zwar entwicklungsbiologisch primär; die beim Kleinkind ablaufenden Kategorisierungsprozesse sind aber so allgemeiner Natur, daß sie sich problemlos auf abstrakte geometrische und damit auf allgemeine Probleme der Formerkennung übertragen lassen. Dies zeigt, daß das “grounding” in körperlichen Strukturen, wegen des allgemeinen Charakters der ablaufenden Mustererkennungsprozesse keineswegs die Erkennungsleistung auf Körperliches eingrenzt oder diese Strukturen favorisiert. Dies ist wahrscheinlich der zentrale Denkfehler des sogenannten “experiental realism” von Lakoff (1987). Abstrakte geometrisch-topologische Erkenntnisprozeduren nehmen zwar die angebotenen Formen als Input, reagieren aber noch besser auf reduzierte geometrische Formen. Dieselbe Erscheinung zeigte sich an den sogenannten super-releaser in den Verhaltensexperimenten von Konrad Lorenz. Obwohl das zu prägende Tier von angeborenen Instinkten gesteuert wird, die funktional z.B. auf das Muttertier ausgerichtet werden, sind Attrappen ebenso wirksam, ja sie können als Auslöser der Reaktionen sogar effektiver sein. Lebenswichtige Funktionen und biologische Mechanismen decken sich nicht, sie müssen nur im Normalkontext ausreichend koordiniert sein, um nicht gestört zu werden oder fehl zu gehen.

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