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Hand und Auge

Hand und Auge

Bezugspunkt für weitere

Bezugspunkt für weitere Aussagen machen. In diesen Fällen wird mit Tarski von Metasprache und einer (unendlichen) Hierarchie solcher Metasprachen gesprochen. Wesentlich ist aber nur, daß die globalen Eigenschaften wie: wahr, falsch (eventuell: unbestimmt, wahrscheinlich), welche die zweite Form der Gewißheit als solche betreffen, in den Vordergrund gestellt werden. Beispiele: Es ist wahr, daß die Hand zum Schmuck griff. Die Behauptung, daß die Hand von X zum Schmuck griff, ist falsch, widerlegt, nicht bewiesen usw. Der Ankläger, der behauptet, daß die Hand ..., lügt/ist unglaubwürdig, ... usw. Ein Selbstbezug kommt dann ins Spiel, wenn die Aussage mit dem globalen Prädikat wahr/falsch (u.ä.) selbstbezüglich ist oder die Prädikate wie „lügen“ (nicht die Wahrheit sagen) auf das Subjekt des Satzes und gleichzeitig der Aussage, etwa des Lügens, bezogen werden. Dieser Satz ist falsch. Ich lüge. Der Selbstbezug auf die globalen Prädikate wahr/falsch bzw. Wahres aussagen/sich irren/lügen kann semantisch genannt werden, insofern die Zuordnung von Sprache und Welt global oder situativ thematisiert wird. Ist die globale Zuordnung syntaktisch/morphologisch, erhalten wir eine andere Art von Selbstbezug, wie in „zweisilbig" ist zweisilbig (das Wort "zweisilbig" ist zweisilbig), dieser Satz hat fünf Wörter. Dieser Selbstbezug ist anderer Natur als der semantische, da die Wörter und Sätze (mindestens seit der Existenz eines Sprachbewußtseins, besonders bei Schreibenden) Bestandteil der phänomenalen Welt sind. Dadurch, daß sie als Objekte von Zeichen oder selbst als Zeichen auftreten können, ergibt sich jener textuelle Selbstbezug, der 79

80 die Grammatik kennzeichnet. 25 Der metasprachliche Selbstbezug und der semantisch globale Selbstbezug führen zwar zu interessanten logischen Problemen, stellen aber keine echte Schwierigkeit für den Beobachter oder Sprecher dar. Das erkenntnistheoretisch fundamentale Problem ist der Übergang vom momentanen, nicht sprachlich erfaßten Eindruck zum stabilen Urteil. Dieser Prozeß wird vom sprachkompetenten Erwachsenen in Sekundenbruchteilen durchlaufen und bleibt weitgehend unbewußt. Der Säugling muß ihn in der kategorialen Wahrnehmung, der Objektkonstruktion und im Spracherwerb mühsam durchlaufen und sich stabil aneignen, und die Evolution hat viele Jahrmillionen benötigt, um ihn als sprachliches Erkennen beim Menschen hervorzubringen. Die Verankerung im Selbst als "eigenem Körper" (in Raum und Zeit) wird nicht unwesentlich durch die Konzepte HAND und AUGE geleistet. Für die Integrität des Selbst, d.h. für das Selbstbild, leistet die Konzeptualisierung von HAND und AUGE nur Vorarbeit; die innere Instanz des Selbst (manchmal verzweifelt in der Beobachtung oder Porträtierung des eigenen Gesichtes gesucht) bleibt als Objekt unfaßbar. Sie ist quasi der Prototyp des im Spiegel nicht wiederfindbaren, des prinzipiell (hinter der Stirn) verdeckten Objektes. Gleichzeitig zeigt dieses Quasi-Objekt den Weg in imaginäre, weder propositional noch piktorial ausschöpfbare Welten, als deren oberste Instanzierung viele Religionen Gott einsetzen. Dieser Bezug auf abwesende/verdeckte oder gar prinzipiell unzugängliche Objekte ist allerdings in den Konzepten HAND und AUGE angelegt. Die "Unsichtbare Hand" („invisible hand“) steht in der Ökonomie von Adam Smith für jenen Prototyp von „Kontrolle“, die keinen zeigbaren, konkretisierbaren Akteur hat. In diese Richtung verweisen auch viele Redensarten mit HAND. Das AUGE verweist auf introspektiv nicht mehr (oder begrenzt) zugängliche Prozesse des Kategorisierens, Erkennens, Erinnerns, Wissens. Insofern ist auch die Sphäre der unzugänglichen Objekte in den Konzepten HAND und AUGE angelegt. 26 25 In ähnlicher Weise ist die Physik selbstbezüglich, da ihr Objekt ein physikalisch gemessenes Objekt ist, und die Wahrnehmungspsychologie ist selbstbezüglich, insofern sie feststellt, was ein Psychologe an der Wahrnehmung einer Testperson wahrnimmt. 26 Die Ausführungen dieses Abschnittes sind durch die Diskussion beim 6. Bremer Wissenschaftsphilosophischen Symposium „Strukturen von Selbstrepräsentation in Natur und Kultur“ (2.-5. Juni 1999) angeregt worden.

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