Aufrufe
vor 5 Jahren

konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit

konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit

• die

• die gesellschaftliche Verhältnisse und Ausschließungsprozesse analysiert und gegebenenfalls skandalisiert • die sich mit der Funktion und dem Gegenstand Sozialer Arbeit kritisch auseinandersetzt • die für und mit den in den Regionen und Gemeinwesen lebenden (und leidenden) Menschen mitwirkt an der Gestaltung des Sozialen Nach diesen einführenden Worten nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bremer Regionalgruppe die Möglichkeit, ihre Beweggründe für die Teilnahme sowie ihre damit verbundenen Hoffnungen zu formulieren. Es zeigte sich, dass die Beweggründe ähnliche sind, wie die der KollegInnen, die am bundesweiten Treffen teilgenommen haben. So wurde insbesondere kritisiert • die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit, • die zunehmende Etablierung von Verfahren der Qualitätssicherung, die eher dazu führen, dass der Zwang zur Rechtfertigung der eigenen Tätigkeiten anhand von Effizienzkriterien zunehme ("Messfetischismus"), dies allerdings zu Lasten der eigentlichen sozialpädagogischen Arbeit, • Einsparungen im sozialen Bereich, • die nur geringfügige Kenntnisnahme der Bedürfnisse, der Probleme, des Leidens der Adressaten Sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit, insbesondere aber auch im Politikbereich ("Adressaten haben keine Lobby"), • der geringe Stellenwert / Status der Sozialen Arbeit bzw. der Tätigkeiten der in der Sozialen Arbeit Handelnden, die regelmäßig nicht zur Kenntnis genommen werden, • die den rechtlichen und fachlichen Anforderungen nur mangelhaft genügenden Jugendhilfeplanungsprozesse in Bremen; im Rahmen dieser Planungsprozesse stehen nicht - wie vom Gesetzgeber vorgesehen - die Bedürfnisse, Wünsche und Interessen der Adressaten Sozialer Arbeit im Mittelpunkt der Bedarfsermittlung, sondern zu allererst Träger und Institutioneninteressen und Sparzwänge, und zwar zu Lasten kleinerer Anbieter und Initiativen ("Wohlfahrtsverbände-Mafia"). Darüber hinaus wurden zahlreiche Hoffnungen und Vorstellungen artikuliert, was Gegenstand und Aufgabe eines Bremer AKS sein könnten. • So könnte Sozialplanung, insbesondere auch Jugendhilfeplanung ein "Hebel" für sozialpolitische Aktivitäten (auch mit den Adressaten Sozialer Arbeit) sein, um an der Gestaltung des Sozialen/der Sozialräume mitzuwirken, und die relevanten Entscheidungen bezüglich der Bestimmung von Bedarfen nicht den Entscheidungsmächtigen in Politik, Verwaltung und Wohlfahrtskonzernen zu überlassen. • Thema des AKS müssten kontinuierlich Ausschließungsprozesse sein, von denen insbesondere die Adressaten Sozialer Arbeit zunehmend betroffen sind (Sozialer Ausschluss meint der Ausschluss von der Teilhabe an materiellen Ressourcen, Ausschluss vom Arbeitsmarkt, Ausschluss von bestimmten Rechten, Ausschluss von Bildung, Ausschluss von Anerkennung usw.) • Die Nutzer und Nutzerinnen ("Adressaten") von Einrichtungen und Angeboten Sozialer Arbeit sollten frühzeitig in die Arbeit des AKS mit einbezogen werden. • Zu den unterschiedlichen, bereits existierenden Gruppen in Bremen sollte Kontakt aufgenommen werden. Ziel sollte ein umfassendes Netzwerk sein. Wichtig ist nicht nur ein kontinuierlicher Austausch, sondern ebenso gemeinsame Reflexion und gemeinsames Handeln. • Die Interessen der zahlreichen kleinen Initiativen müssten gegenüber den Interessen der Wohlfahrtskonzerne offensiv vertreten werden.

• Politisierung der Sozialen Arbeit ist ein wichtiger Aspekt; dies bedeute allerdings einen kurzfristigen Aktionismus zu vermeiden, sich vielmehr zunächst mit gesellschaftlichen und kommunalen Strukturen und Zusammenhängen zu beschäftigen. - Vorbereitung, Planung und Durchführung gemeinsamer Aktionen (Stichwort: Solidarität !) und Veranstaltungen. Zweifellos muss eingestanden werden, dass eine Struktur (bezogen auf Inhalte und Organisation) des AKS noch nicht zu erkennen ist. Dies war allerdings auch Intention der Initiatoren des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit und dem Prinzip der Offenheit geschuldet, denn Aufgabe, Funktion und Struktur sollen gemeinsam mit den Interessierten und Mitstreitern erarbeitet werden, ohne diese mit einer bestimmten Ideologie, einem Weltbild oder einem Programm zu bevormunden. Die TeilnehmerInnen der ersten Bremer Sitzung haben sich daher darauf verständigt, ein besonderes Thema in den Fokus der nächsten Sitzung der Bremer Regionalgruppe zu stellen, und zwar "Kinderarmut in Bremen". Zugrundeliegen wird der aktuelle Bremer Armutsbericht, der von der Arbeitnehmerkammer Bremen herausgegeben wurde. Olaf Emig wird sich um einen Referenten bemühen. Die nächste Sitzung der Bremer Regionalgruppe des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit findet statt am Donnerstag, 9. März 2006 ab 19.00 Uhr in den Räumen der Naturfreundejugend Bremen, in der Buchtstraße 14/15. Sollte sich eine größere Resonanz abzeichnen, wird die Sitzung an einen anderen Ort verlegt. Die TeilnehmerInnen werden über den Verteiler darüber gegebenenfalls rechtzeitig informiert. Frank Bettinger wird sich um Kontakt zu Bremer Tageszeitungen bemühen, um einen Bericht über den AKS zu lancieren und/oder zumindest eine Ankündigung des nächsten Treffens zu erreichen. Henning Schmidt-Semisch, Frank Bettinger und Olaf Emig haben am Rande der vergangenen Sitzung eine mögliche Tagung des AKS Bremen angedacht. Die Überlegungen sollen im Rahmen der nächsten Sitzung vorgestellt und gemeinsam konkretisiert werden. Ein mögliches Thema ist "Sozialer Ausschluss und Soziale Arbeit". Eine solche Veranstaltung würde sicherlich auf große Resonanz stoßen. Gleichzeitig würden wir "Werbung in eigener Sache" machen. Mit herzlichen und kollegialen Grüßen Frank Bettinger Bremen, 25. Januar 2006

Borchi Flyer.indd - Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden
Konstituierende Sitzung des Parlamentarischen ... - Mitmischen.de
Die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung - Nordsee ...
Weiterführende Schulen - arbeitskreis soziale bildung und beratung ...
Langfassung - Bundesministerium für Arbeit, Soziales und ...
bundesarbeitsblatt - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
bundesarbeitsblatt - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
minderungsrente - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Brandenburger Unternehmen - Ministerium für Arbeit, Soziales ...
Arbeit, Soziales und Steuern - EURES Bodensee
06 WS 3 Präsentation Clemens back.pdf - Tagung Soziale Arbeit ...
impuls - Soziale Arbeit - Berner Fachhochschule
Der Vierte Armuts - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Fakultät Soziale Arbeit - Hochschule Landshut
Mediation in der sozialen Arbeit - PGA
Bindungsorientierung in der Sozialen Arbeit - Katholische ...
bundesarbeitsblatt - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Fachberater/in für Konflikthilfe in der Sozialen Arbeit
um nicht (weiter) - KIM - Soziale Arbeit eV
impuls - Soziale Arbeit - Berner Fachhochschule
Download - Österreichisches Komitee für Soziale Arbeit
sozial ist, was Arbeit schafft. Vorfahrt f
OMS Machbarkeitsstudie - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Soziale Arbeit - Ernst Reinhardt Verlag