Energiepolitik – die Herausforderung - Verband Fernwärme Schweiz

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Energiepolitik – die Herausforderung - Verband Fernwärme Schweiz

Fernwärme

DIE KOMFORT-ENERGIE

Biomasse: Energieträger mit hohen Wachstumsraten


Marktentwicklung Biomasse, Stand 2006

Landwirtschaftliche Biogasanlagen

Produkte: Wärme und Ökostrom

2006: 12 neue Anlagen

Gesamtbestand 2006 84 Anlagen

Prognose 2007: 20 neue Anlagen

Ökostrom-Vermarktung: Ökostrom Schweiz.

Verkaufte Strommenge 2005: 2.9 GWh, 2006: 7 GWh,

2007 ca. 16 GWh

EVU bieten Ökostrom aus Biomasse an:

2006: 28’132 MWh (Quelle: naturemade.ch).


Marktentwicklung Biomasse, Stand 2006

Grünabfälle in Kompogasanlagen: Ökostrom,

Wärme und Treibstoff

2006 wurden 4 Anlagen in Betrieb genommen

Gesamtbestand 2006: 18 gewerblich-industrielle

Anlagen

Treibstoff

Gesamtbestand 2006: über 3'000 Gasfahrzeuge.

Gesamtbestand Gastankstellen 2006: über 70


Marktentwicklung Biomasse, Stand 2006

Wärmenutzungspotential .

bestehender Anlagen:

rund 7 GWh = 700‘000 l Heizöl (1‘900 to CO2 !),

genug für 700 Minergie-Einfamilienhäuser.

Wärmenetze steigern Effizienz und Rentabilität,

geeignet für

•Anlagen in Gewerbenähe

•Heubelüftung (gute Wärmenutzung im Sommer)

•Holzschnitzeltrocknung (z.B. für Pelletherstellung)

•Gewächshäuser


Energietechnische Eckdaten Biomasse

Herausforderung: .

Strom und Wärme WKK

Wirkungsgrade WKK (Biogas): ca. 35%

Strom, ca. 50% Wärme.

Wärmenutzung: Wärmebedarf im Prozess v.a.

beim Beheizen des Fermenters, Absatz

Überschusswärme in Wärmenetz erwünscht!


Marktpotential Biomasse, Vision 2020

Wichtige Fragen beim Bau von Anlagen

•Verfügbarkeit von Abfällen, landwirtschaft-

licher Biomasse oder Holz am Standort?

•existierende oder geplante Anlagen in der

Umgebung?

•Wärmenetze oder Zugang zum Gasnetz

vorhanden?


Marktpotential Biomasse, Vision 2020

•Strom für rund 600’000 Haushalte

(5% des Stromverbrauchs)

•Treibstoff für knapp 400’000 Autos,

je 15’000 km p.a., Verbrauch 8 Liter pro

100 km (8% des Treibstoffverbrauchs)

Nötige Rahmenbedingungen

•kostendeckende Einspeisevergütung

•Anpassung Raumplanung

•Mineralölsteuergesetz


Marktentwicklung Energieholz 1990-2006

Heterogene Teilmärkte

Stückholz-

heizungen

Jahr Anzahl

1990

2006

Anlagen

689'184

673‘852

(- 2,2 %)

Holzverbrauch m 3

2'416'030

1‘587‘247

(- 34,3%)


Marktentwicklung Energieholz 1990-2006

Heterogene Teilmärkte

.

Automatische

Holzheizungen

Altholzfeuerungen

(ohne KVA)

Jahr Anzahl

Anlagen

1990

2006

1990

2006

3'270

15‘600

(+ 377,1%)

23

46

(+ 100%)

Energieholzverbrauch

in m3 (Veränder‘g in %)

426'510

1‘306‘430

(+ 206,3%)

175'006

353‘275

(+ 101,9%)


Wohin wachsen die Bäume?

Ziel 2020/25: Plus 2,5 Mio. m 3 Energieholz

. 500‘000 Tonnen Öl durch 2‘500‘000 m 3

Holz ersetzen

1/3 des Kyoto CO 2 -Reduktionsziels

erreichen


Potential Energieholz

Energieholznutzung 2006 3,2 Mio. m 3

.

+ Nachhaltige Waldholznutzung1 - 1,5 Mio. m3 + Flurholz 0,5 - 1 Mio. m 3

+ Restholz Holzverarbeit‘g 0,5 - 1 Mio. m 3

+ Altholz 0,5 - 1 Mio. m 3

+ ehemalige Exporte 0,5 Mio. m 3

Total 6,2 - 8,2 Mio. m 3


Potential Energieholz

• Nachhaltigere Holznutzung

. • Bestehende Anlagen sanieren (700‘000 Stk.)

30‘000 Sanierungen p.a.

• Jährlich x-1000e Neu-Anlagen realisieren

• Zusätzlich „Fossil raus - Holz rein“

in 1‘000‘000 Wohneinheiten


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

1. Passive Förderung

.

Faktoren, die nicht oder nur bedingt

beeinflusst werden können, aber die

Nutzung erneuerbarer Energien stark

beeinflussen können.


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

2. Aktive Förderung

.

2.1 Direkte Förderung

Förderung durch Einflussnahme auf die betriebswirtschaftlichen

Verhältnisse (Finanzhilfen)

2.2 Indirekte Förderung

Förderung durch Steuerung der Rahmenbedingungen

(z.B. Information, Gesetze)


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

Direkte Förderung/Steuerung

.

Finanzielle Förderung (Bund, Kantone, Gemeinden)

- Bund: F+E, P&D-Anlagen sowie Projekte von

nationaler Bedeutung, Aufstockung von bestehenden

kantonalen Förderprogrammen

- Kantone: Förderprogramme

- Gemeinden: kommunale Fördermassnahmen


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

Direkte Förderung/Steuerung

.

Investitionspolitik (öff. Hand, Private)

- Bund, Kantone, Gemeinden sowie

institutionelle private Investoren gehen mit

gutem Beispiel voran.


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

Direkte Förderung/Steuerung

.

StromVG, EnV

- Kostendeckende Einspeisetarife für Strom aus e.E.

- Finanzierung durch Endkunden (max. 0,6 Rp./kWh)

- Inkraftsetzung voraussichtlich ab 1.1.09

- Anlagen jünger 1.1.2006 gelten als Neuanlagen

- Strom darf nicht parallel als Ökostrom verkauft

werden, d.h. ökolog. Mehrwert ist abgegolten.


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

Direkte Förderung/Steuerung

. Teilzweckbindung CO2 -Abgabe

- Politi. Vorstoss hängig

- 300 Mio. p.a. für Gebäudehülle (80-90%) und

erneuerbare Energien (10-20%)

- z.Z. völlig offen


Energiepolitik die Herausforderung

Instrumente der Energiepolitik

Direkte Förderung/Steuerung

.

Förderhypotheken

- Tieferer Zinssatz für Projekte zur Nutzung e.E.

- Div. Banken


Stand der Technik: grosse Holzheizungen

Höchster Komfort, tiefste Emissionen

.


Stand der Technik: grosse Holzheizungen

Qualität als Basis für Markterfolg

.


Stand der Technik: QM Holzheizwerke

In CH, D, A Voraussetzung für Fördergelder

Ziel: Effiziente, wirtschaftliche, saubere und

. zuverlässige Holzheizungen

Begleitung der Bauherrschaft und Planer bei

Planung, Bau, Inbetriebnahme und Optimierung

der Anlagen

„Die richtigen Fragen im richtigen Moment“


Innovationstrends

Ein Blick voraus

.

Ressourcenökonomie bestimmt Produktemix

Holz

1. Wärme, 2. Strom, 3. Kein Treibstoff

Übrige Biomasse

1. Strom, 2. Wärme, 3. Treibstoff


.

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