Feuerwehr Bremen Jahresbericht 2012

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Feuerwehr Bremen Jahresbericht 2012

Feuerwehr Bremen Jahresbericht 2012

Feuerwehr

Bremen


Feuerwehr Bremen Jahresbericht 2012

Jahresrückblick 2012 ...................................................................5

Feuerwehr Bremen allgemein .................................................15

Strukturbeschreibung des Stadtgebietes...............................16

Verkehrsinfrastruktur ................................................................16

Organisationsschema ................................................................17

Stab des Amtsleiters ..................................................................18

Personal der Berufsfeuerwehr Bremen ................................19

Fünfter Bremer Firmenlauf ......................................................20

Feuerwehr-Fußballturnier in der Soccerworld-Bremen ....21

Innensenator begrüßt Feuerwehrnachwuchs ......................22

Zukunftstag 2012 .......................................................................23

Abteilung 1 ..................................................................................24

Haushalt Feuerwehr Bremen ..................................................25

Einweihung der renovierten Feuerwache 4 .........................27

Abteilung 2 ..................................................................................28

Abteilung 3 ..................................................................................30

Abteilung 4 ..................................................................................32

Neues Einsatzboot für Feuerwehr und Polizei ..................34

+++ In dem Einsatzticker

der folgenden Seiten erhalten

Sie einen kleinen

Überblick über die von der

Feuerwehr Bremen im Jahr

2012 durchgeführten Einsätze.

Herausgeber:

Berufsfeuerwehr Bremen

Am Wandrahm 24

28195 Bremen

Tel.: 0421-3030 0

Fax: 0421-3030 11560

Inhaltsverzeichnis

Gerätewagen Kommunikation ersatzbeschafft ....................35

Neues Notarzteinsatzfahrzeug für den Bremer Osten .....36

Neue Drehleiter in Dienst gestellt ........................................37

VW T5 für den Orgl .................................................................39

Abteilung 5 ..................................................................................40

Struktur des Katastrophenschutzes .......................................41

Freiwillige Feuerwehren ...........................................................41

Struktur des Rettungsdienstes ................................................42

Einsatzstatistik .............................................................................42

Leblose Person hinterm Steuer ..............................................44

Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 .......................................44

Dramatische Szenen bei Feuer in Wohngebäude ..............46

Bambi in Not ...............................................................................47

Tiefdruckgebiet sorgt für hohes Einsatzaufkommen ..........48

Feuerwehr Bremen im www ...................................................49

Nero 2012 ...................................................................................50

Redaktion:

Michael Richartz

Frank Barning

Henning Burchardt

April 2012

Der Nachdruck des Jahresberichtes ist,

auch auszugsweise, verboten.

Rechte zur fotomechanischen Wiedergabe

nur mit der Genehmigung der Feuerwehr

Bremen.

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Jahresrückblick 2012

2012 musste

die Feuerwehr

Bremen mehrere

Einsätzen

fahren, bei denen

sich der

Erfolg auf das

Können und

Ltd. Branddirektor K.-H. Knorr

richtige Vorgehen

der Einsatzkräfte gründete, der

insgesamt glimpfliche Ausgang aber auch

dem manchmal nötigen Quäntchen Glück

geschuldet war.

So schlug schon in den ersten Tagen des

noch jungen Jahres das Sturmtief „Andrea“

zu und bescherte der Feuerwehr

Bremen 127 Einsätze mit fast 90 entwurzelten

Bäumen, die zum Teil auf Fahrzeuge,

eine Straßenbahn und mehrere Gebäude

stürzten. Wie durch ein Wunder kam es

trotzdem zu keinen ernsten Personenschäden.

In die Bewältigung dieser Einsatzlagen

war auch das Technische Hilfswerk

eingebunden, insgesamt waren rund

300 Einsatzkräfte mit 65 Fahrzeugen, darunter

sieben Drehleitern und drei Kräne,

stundenlang im Einsatz.

Ebenfalls Anfang des Jahres mussten die

Einsatzkräfte beim Brand einer Scheu-

ne im Ortsteil Seehausen anfangs davon

ausgehen, dass hier Kampfmittel und

Munition aus dem letzten Krieg eingelagert

waren, und entsprechend vorsichtig

vorgehen aber auch die Umgebung evakuieren.

Glücklicherweise stellten sich die

Angaben aus der Nachbarschaft relativ

rasch als Gerüchte heraus. Dafür wirkte

sich dann der extreme Frost gnadenlos

aus und dank des großflächig gefrierenden

Löschwassers lag die größte Gefahr für

die Einsatzkräfte plötzlich im Verlust des

eigenen Gleichgewichts.

Richtig ernst war es dahingegen bei mehreren

Gebäudebränden, bei denen z.B. im

Februar in Findorff neun und im April in

Blumenthal 10 Menschen gerettet werden

mussten. Und an dieser Stelle sind

mehrere aufeinanderfolgende Einsätze

im September in Gröpelingen zu nennen,

wo ein Brandstifter mehrere Brände in

unterschiedlichen Wohn- und Geschäftshäusern

gelegt und damit sehr viele Menschenleben

akut gefährdet hatte. Allein

aus einem Haus mussten 20 Menschen

über Drehleitern und tragbare Leitern

gerettet werden.

Brände in Krankenhäusern und Hotels

zählen grundsätzlich zu den potentiell

kritischen Feuerwehreinsätzen – und mit

beiden Lagen musste sich die Feuerwehr

Bremen 2012 auseinandersetzen. Bei

einem Brand im Mai in einem großen innerstädtischen

Hotel kam es in kürzester

Zeit zu einer größeren Rauchausbreitung

über geöffnete Fenster, so dass das Haus

evakuiert wurde. 130 Gäste mussten für

einige Stunden in ein benachbartes Hotel

„umziehen“, blieben aber alle unverletzt.

Größer waren die Schwierigkeiten

im November bei einem Brand in der

geschlossenen psychiatrischen Station

des Krankenhauses Bremen-Ost, der

von einem Patienten selber gelegt worden

war. Dass es hier nur zu mehreren

Leichtverletzten kam, ist auch der sehr

guten Unterstützung unserer Einsatzkräfte

durch das Klinikpersonal zu verdanken.

Der größte Brand – allerdings ohne Gefährdung

von Menschenleben – war eine

große Lagerhalle im Gewerbegebiet Bayernstraße

im Mai. Hier kam zum ersten

Mal der Löschmonitor des Feuerwehrkrans

mit beeindruckender Wurfweite

zum Einsatz. Größere Mengen Schaum

mussten hier genauso abgegeben werden

wie bei einem etwas kleineren Hallenbrand

im November im Gewerbegebiet


Steindamm, wo sich zum wiederholten

Male das Nebenschlussverfahren zur

Schaumerzeugung bewährt hat.

Im Oktober ereignete sich ein schwerer

Auffahrunfall auf der BAB 1, an dem mehrere

Lkw beteiligt waren und bei dem ein

Fahrer in seinem völlig deformierten Fahrerhaus

starb. Die Bergung war extrem

schwierig und dauerte rund zwei Stunden.

Als besonders bemerkenswerter Einsatz

muss das beherzte Eingreifen des BM

Tobias Aumann genannt werden, der als

NEF-Rettungsassistent auf der B 75 zufällig

Zeuge wurde, wie die Fahrerin eines

Pkw am Steuer einen Herzinfarkt erlitt,

sich mit dem NEF vor den führerlos dahinfahrenden

Pkw setzte, diesen gezielt

auffahren ließ und anschließend kontrolliert

zum Stehen brachte. Die sofort

eingeleiteten medizinischen Maßnahmen

waren erfolgreich, die Patientin erfreut

sich wieder ausgezeichneter Gesundheit.

BM Aumann wurde vom Innensenator für

sein vorbildliches Handeln ausdrücklich

belobigt.

Insgesamt waren im Lösch-, Hilfeleistungsund

Rettungsdienst von der Feuerwehr

Bremen mehr als 32.000 Einsätze zu bewältigen,

bei rund 300 Einsätzen unter-

stützten dabei die 19 Freiwilligen Feuerwehren

wirksam. Für das engagierte und

kompetente Vorgehen geht mein Dank an

alle Einsatzkräfte. Dass die Leistungen der

Feuerwehr Bremen auch in der Öffentlichkeit

sehr positiv wahrgenommen werden,

belegen zahlreiche Dankschreiben

aus der Bevölkerung!

Eine mehrtägige Außenübung, auf der

zahlreiche realitätsnahe und anspruchsvolle

Lagen bewältigt werden mussten,

fand im Juni in Salzgitter statt. Rund 250

Teilnehmer aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen

konnten zahlreiche von der

Feuerwehr Salzgitter hervorragend vorbereitete

Lagen abarbeiten, die Zusammenarbeit

unterschiedlicher Fachdienste

üben und Erfahrungen sammeln. Besonders

hervorzuheben war die äußerst realistische

Sturmschadenlage einschließlich

eines Massenanfalls von Verletzten sowie

eine Wasserförderung über 1,5 km mit

einem Höhenunterschied von 100 Metern

– eine Herausforderung, der man

sich innerhalb Bremens nur schwerlich

stellen kann.

Eine weitere fachdienstübergreifende

Großübung mit rund 100 Teilnehmern

fand im Juli auf dem Bahngelände in Grol-

land statt. Schwerpunkt war neben der

technischen Rettung und der rettungsdienstlichen

Versorgung der Verletzten die

fachgerechte Betreuung einer größeren

Anzahl Betroffener durch die Bremischen

Hilfsorganisationen, was mit gutem Erfolg

gemeistert werden konnte. Hier haben

sich die taktisch kalkulierbaren Strukturen

von Schnelleinsatzgruppen (SEG’n), die in

der alltäglichen Gefahrenabwehr z.B. bei

vorüber¬gehenden Gebäuderäumungen

regelmäßig zum Einsatz kommen, wieder

einmal auch bei Lagen größeren Umfangs

bewährt.

Von wirklich nachhaltiger Bedeutung sind

die Veränderungen, die 2012 im Bereich

der Ausbildung begannen. Am 01.10.2012

startete für 14 Brandmeister-Anwärter an

der neu eingerichteten Feuerwehrschule

auf Feuerwache 4 der Grundlehrgang. Für

alle damit Befassten ist dieser Laufbahnlehrgang

eine spürbare Herausforderung,

denn es handelt sich seit 35 Jahren um

den ersten wieder bei der Feuerwehr

Bremen durchgeführten Grundlehrgang.

Mit der Übernahme dieser Ausbildungsaufgaben

sind aber mittelfristig auch erhebliche

Vorteile verbunden, weil eigene

Ausbildungskompetenz auf allen Ebenen

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ausgebaut wird, aktuelle Lehrunterlagen,

die auch der Fortbildung dienen können,

entstehen und sich von Anfang an eine

enge Bindung der Auszubildenden an

ihre spätere Dienststelle entwickelt. Auch

kann die Ausbildung nunmehr deutlich

praxisbezogener gestaltet werden.

Aktuell befinden sich die überarbeitete

Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO-

Fw) und Laufbahnverordnung (LVO-Fw)

noch in den notwendigen (politischen)

Abstimmungsprozessen, es kann aber mit

folgenden wesentlichen Änderungen ab

2013 gerechnet werden:

• Die Ausbildung für den mittleren

Dienst wird künftig zwei Jahre dauern,

von modularem Aufbau geprägt

sein, wie bisher die Rettungssanitäter-

Ausbildung vollständig abschließen

und neu den theoretischen Teil der

Rettungsassistenten-Ausbildung beinhalten.

Die Chancen, dass es mit der

Verlängerung der Ausbildungszeit zu

einer deutlichen Erhöhung der Anwärterbezüge

kommt, sind gut, was von

mir ausdrücklich begrüßt wird.

• Der Aufstieg in den gehobenen Dienst

wird auf 12-15 Monate deutlich verkürzt

und überwiegend an auswärti-

gen Standorten durchgeführt, so dass

die Laufbahnprüfung an der Landesfeuerwehrschule

eines anderen Bundeslandes

abzulegen sein wird. Damit

kann die Zulassung zum Aufstieg

künftig bedarfsgerecht erfolgen, denn

es müssen keine Mindest-stärken für

einen Lehrgang mehr abgewartet werden.

Zusätzlich zu den neuen 14 Anwärtern

konnten fertig ausgebildete Feuerwehrbeamte

aus anderen Städten zuversetzt

werden, bundesweit wurde in einer Zeitungsannonce

hierfür geworben. Für

Januar und Februar 2013 sind weitere

Zuversetzungen bereits abschließend organisiert,

mehrere Bewerbungen liegen

noch vor und werden im Laufe des Jahres

2013 zu weiteren Zuversetzungen führen.

Im Dezember konnten 11 ausgebildete

Brandmeister in den Einsatzdienst übernommen

werden.

Als eine der ersten Berufsfeuerwehren

hat die Feuerwehr Bremen einen geschlechtsneutralen

Sporttest eingeführt,

der von der Deutschen Sporthochschule

in Köln ausgearbeitet worden ist. Die

einzelnen Disziplinen orientieren sich

an den tatsächlichen Anforderungen des

Einsatz¬dienstes und sind so ausgestaltet,

dass sie von Männern und Frauen mit gleichen

Leistungs¬daten erbracht werden

können und müssen. Der neue Sporttest

wird erstmalig im Auswahl¬verfahren für

die zum 01.10.2013 einzustellenden Anwärter

angewendet.

Mit Abschluss einer Dienstvereinbarung,

in der die Belange des Datenschutzes geregelt

werden, steht der Feuerwehr- und

Rettungsleitstelle für Dispositionszwecke

im Rettungsdienst der Zugriff auf die

tatsächlichen Standorte von RTW und

NEF zur Verfügung, so dass die Effizienz

der Disposition weiter gesteigert werden

konnte. Die positiven Auswirkungen

auf die Einhaltung der Hilfsfrist werden

allerdings von gestiegenen Einsatzzahlen

überlagert, so dass es notwendig ist, ab

01.01.2013 einen festbesetzten RTW mit

24-h-Vorhalte auf Feuerwache 6 zu stationieren.

Dort bedeutet dies eine deutliche

Entlastung von Einsätzen der Spitzenabdeckung

im Rettungsdienst und damit

eine Verstetigung der Personalstärken im

Lösch- und Hilfeleistungsdienst. Außerdem

erhält die Feuerwache 6 damit den

Status einer Lehrrettungswache.

Wegen diverser technischer Probleme


muss die offizielle Umschaltung des Fahr-

zeugfunks auf den neuen Digitalfunk ver-

mutlich bis Sommer 2013 verschoben

werden. Unabhängig davon wird die neue

Technik bei der Feuerwehr Bremen aber

seit mehr als einem Jahr bereits erfolgreich

(im „Direct-Mode“) für den Einsatzstellenfunk

genutzt.

Der Bundesminister der Gesundheit hat

einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem

der Beruf des Notfallsanitäters geschaffen

wird, der an die Stelle des Rettungsassistenten

treten soll. So sehr die damit

verbundene Qualitätssteigerung zu begrüßen

ist, so kritisch sind einzelne Regelungen

des Gesetzes zu sehen, die den Berufsfeuerwehren

eine künftige Mitwirkung

im Rettungs¬dienst erheblich erschweren

würden. Über die AGBF, den Städtetag

und den Bundesrat sind hier aber bereits

Änderungen eingebracht worden, die in

die richtige Richtung gehen. Ich halte es

für zwingend, dass künftig wesentliche

Teile der Notfallsanitäter-Ausbildung in

die dann zweijährige Grundausbildung integrierbar

sind.

Auch 2012 hat die Öffentliche Versicherung

Bremen (ÖVB) der Feuerwehr

wieder bei der Finanzierung von schaden-

minderndem Gerät geholfen: Zum einen

wurden aus der Zuwendung des Jahres

2011 Helmsprechgarnituren an die Freiwilligen

Feuerwehren übergeben, zum

anderen konnten für die acht HLF der

Berufsfeuerwehr auf Einmann-Haspeln

verlastete elektrisch betriebene Lüfter

beschafft werden, die voraussichtlich im

April 2013 zur Auslieferung kommen

werden. Damit können künftig Entrauchungsmaßnahmen

auch innerhalb von

Gebäuden ohne Berücksichtigung der

CO-Problematik aus Abgasen durchgeführt

werden.

Gefahrenabwehr ist oftmals nur wirksam

möglich, wenn der Vorbeugende Gefahrenschutz

die hierfür notwendigen Voraussetzungen

geschaffen hat. In mehr als

3.000 Fällen wurden aus diesem Grund

Stellungnahmen, Beratungen und Überprüfungen

abgegeben bzw. durchgeführt.

Beispielhaft seien hier genannt: Die Entwicklung

der Überseestadt mit Kombinationen

von Wohnen, Gastronomie,

Büronutzung und Gewerbe, die Neuausrichtung

des Klinikums Bremen-Mitte mit

umfangreichen Abriss- und Neubaumaßnahmen,

Neubauten von Produktionsstätten

im Werk von Mercedes-Benz und

bei Zuliefer-Firmen, Erweiterung von Einkaufszentren,

Bauten der Universität und

anderer Forschungsinstitute, Ausbau eines

Betriebes, der den erweiterten Vorgaben

der Störfallverordnung unterliegt.

Die Sicherheit im Weser-Stadion, der mit

Abstand größten Versammlungsstätte in

Bremen, konnte weiter verbessert werden.

Für die Erstversorgung von Verletzten

sind innerhalb des Stadions jetzt zwei

Behandlungsplätze einschließlich des eingelagerten

Materials vorbereitet, der Sanitätswachdienst

ist hierin eingewiesen und

der Leiter der Brandsicherheitswache

besitzt konsequent die Qualifikation eines

Organisatorischen Leiters Rettungsdienst

(OrgL). Auch hinsichtlich der externen

Behandlungsplätze „Ost“ und „West“

sowie der Zu- und Abfahrten konnten

Verbesserungen erreicht werden, alle beabsichtigten

Maßnahmen sind aber noch

nicht abgeschlossen.

Auf der Bürgerweide finden jährlich mit

dem Bremer Freimarkt und der Osterwiese

zwei Volksfeste mit überregionaler

Bedeutung und entsprechend großer

Besucherzahl statt. 2012 wurden die Zufahrten

neu organisiert und damit bessere

Einwirkmöglichkeiten erreicht. Für das

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kommende Jahr ist die Erstellung eines

umfassenden Sicherheitskonzeptes geplant.

In einer gefahrengeneigten Tätigkeit wie

der Feuerwehr spielen Arbeits- und Gesundheitsschutz

eine große Rolle. In der

Arbeitsgruppe Gesundheits-Management

wurde eine umfassende Mitarbeiterbefragung

vorbereitet, an der sich 2/3 der Belegschaft

aktiv beteiligt haben und deren

Ergebnisse aktuell vorliegen und nunmehr

ausgewertet werden müssen. Die Datenlage

gibt wichtige Informationen sowohl

über Problemfelder als auch über gesundheitsförderliche

Ressourcen.

Dem Arbeitsschutz dienst auch die Einführung

verbesserter Schutzhandschuhe

sowohl für die Brandbekämpfung als auch

für die Technische Hilfeleistung, die Anfang

2013 an die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr

und der Freiwilligen Feuerwehren

ausgegeben werden.

Das Anti-Stress-Team (AST) hat seine

bewährte Arbeit bei der Feuerwehr Bremen

auch 2012 fortgesetzt, aber auch bei

einem Suizidfall in den Diensträumen der

Polizei Bremen konnte wirksame Unterstützung

geleistet werden.

Zunehmend sehen sich die Einsatzkräfte

einer Gefährdung durch das Gas Kohlenmonoxid

(CO) ausgesetzt. Konkret

wurde diese Gefahr bei einem Einsatz

im März in Oslebshausen, wo ein Hausbewohner

an CO-Vergiftung starb und

sieben weitere Menschen mit Verdacht

auf CO-Vergiftung ins Krankenhaus transportiert

werden mussten. Die wichtigste

Schutzmaßnahme für die Einsatzkräfte ist

das schnelle Erkennen dieser CO-Gefahr,

was gesichert nur mittels Messtechnik erfolgen

kann. Daher wurden alle Einheiten

des Rettungsdienstes mit CO-Warnern

ausgestattet, die Gasmessgeräte der HLF

wurden technisch zur CO-Messung ertüchtigt.

Alle mit einem Notarzt besetzten

Rettungsmittel wurden mit Messgeräten

ausgestattet, mit denen eine CO-Vergiftung

von Patienten präklinisch diagnostiziert

werden kann.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer

und Niedersachsens Innenminister Uwe

Schünemann unterzeichneten einen Kooperationsvertrag

über die Zusammenarbeit

bei der Feuerwehrausbildung. Somit

konnten 2012 erstmals Kameraden von

Bremischen Freiwilligen Feuer-wehren

an Lehrgängen der Niedersächsischen

Akademie für Brand- und Katastrophen-

schutz (NABK) an den Standorten Celle

und Loy teilnehmen. Die Rückmeldungen

der bisherigen Lehrgangsteilnehmer sind

in jeder Hinsicht und ausnahmslos sehr

positiv, weil eine Steigerung der Ausbildungsqualität

erlebt wurde, ein fachlicher

und kameradschaftlicher Aus-tausch über

die Grenzen Bremens hinaus möglich war

und die einzelnen Lehrgangsarten während

des ganzen Jahres belegt werden

konnten. Ich erwarte von dieser Zusammenarbeit

mittelfristig einen verbesserten

Ausbildungsstand innerhalb der Freiwilligen

Feuerwehren.

Die in Kooperation mit der Werkfeuerwehr

der Stahlwerke betriebene Brandübungsanlage

konnte baulich erweitert

werden, so dass sich ab 2013 neue

Übungsmöglichkeiten ergeben.

Nach umfangreichen und langdauernden

Vorbereitungen, Planungen und Abstimmungen

konnte 2012 das Vergabeverfahren

für ein neues Personalmanagement-

System (PMS) durchgeführt werden. Mit

diesem PMS sollen sowohl die Personalverwaltung

als auch die Funktionssicherstellung

vereinfacht und verbessert werden.

Zuerst wird auf Feuerwache 1 eine

Testumgebung aufgebaut, in welcher die


unterschiedlichen Nutzer und Prozesse

simuliert werden können, danach werden

die Randbedingungen der Nutzung in einer

Dienstvereinbarung mit dem Personalrat

abgestimmt. Mit einem Wirkbetrieb

auf den Feuerwachen und den betroffenen

Sachgebieten rechne ich frühestens

Mitte 2013. Keinesfalls sind aber mit diesem

PMS grundlegende Änderungen des

bestehenden Dienstplans geplant!

Auch 2012 hat sich die Feuerwehr Bremen

wieder bei zahlreichen Veranstaltungen

öffenlichkeitswirksam präsentiert,

beispielhaft seien genannt: „Bremer Herztage“

in der Bürgerschaft, der „Tag der

Sicherheit“ am Klinikum Links der Weser,

Mitwirkung an Ferienprogrammen,

Wachbesichtigungen durch Schulklassen

(Brandschutzerziehung!), Kindergärten

oder andere Besuchergruppen wie z.B.

am „Zukunftstag“. Die mit Abstand größte

Veranstaltung waren aber die „Rescue-

Days“ im Oktober. Aus der ganzen Welt

waren 800 Einsatzkräfte nach Bremen gekommen,

um Erfahrungen im Bereich der

Technischen Hilfeleistung an verunfallten

Fahrzeugen auszutauschen und vor allem

praktisch zu üben. Großer Dank und Anerkennung

gebührt allen 250 Helfern von

Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren

aus Bremen und dem Landkreis

Diepholz, die mit bemerkens¬wertem Engagement

diese Veranstaltung überhaupt

erst möglich gemacht haben.

Der Bund hat im Rahmen seines Zivilschutzkonzeptes

die Auslieferung von LF-

KatS fort-gesetzt, leider wurde aus Spargründen

die Zahl der Fahrzeuge, die der

Feuerwehr Bremen zugewiesen wurden,

von 9 auf 8 reduziert. Mit diesen Fahrzeugen

konnten zwar die größten Probleme

im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehren

gelöst werden, nach wie vor sind aber

zahlreiche Löschfahrzeuge dort älter als

20 Jahre.

Für den Fernmeldedienst wurde ein neuer

Gerätewagen-Kommunikationstechnik

beschafft, der ein mehr als 30 Jahre altes

gebraucht übernommenes Vorgängerfahrzeug

ersetzt.

Auch die Zahl der 2012 für die Berufsfeuerwehr

beschafften Fahrzeuge ist übersichtlich:

Dem Wert nach ist an erster

Stelle eine neue Drehleiter zu nennen, die

auf Feuerwache 2 eingesetzt wird. Dem

Organisatorischen Leiter Rettungsdienst

steht ein neuer ELW zur Verfügung, mit

dem ein (taktischer) Einsatzabschnitt ge-

führt werden kann. Und alle Feuerwachen

verfügen nunmehr über ein Rettungsboot

mit Aluminium-Rumpf für Einsätze auf

dem Wasser. Für den Versorgungszug der

Freiwilligen Feuerwehr Bremen-Neustadt

wurde ein weiterer Versorgungsanhänger

beschafft, im üblichen Sprachgebrauch als

„Geschirr-Mobil“ bezeichnet. Umfangreiche

Versorgungslagen bei Einsätzen

oder Veranstaltungen können nun mit

Mehrweggeschirr bewältigt werden. Erstmals

wurde dies bei der Verpflegung von

mehr als 1.000 Teilnehmern und Unterstützungskräften

der „Rescue-Days“ erfolgreich

durchgeführt.

Zur Auslieferung im Jahr 2013 konnten

eine weitere Drehleiter, ein Hilfeleistungslösch-fahrzeug,

ein Tanklöschfahrzeug,

drei Kommandowagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug

als Ersatzbeschaffungen

ausgeschrieben und bestellt

werden. Für den Rettungsdienst sollen

zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und sechs

Rettungswagen nach bewährtem Standard

beschafft werden. In der Konzeptionsphase

befindet sich ein „RTW-Sonder“ für

Ferntransporte von intensivpflichtigen Patienten

und den Transport von adipösen

Patienten. Dieser „RTW-Sonder“ soll

9


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2014 den vorhandenen ITW ergänzen

und die Rettungszelle ersetzen.

Im Mai konnte vom Senator für Inneres

ein gemeinsames Einsatzboot für Polizei

und Feuerwehr übergeben werden. In einer

bundesweit (noch?) einmaligen Organisationsform

konnte ein sehr teures aber

für eine Hafenstadt gleichwohl unverzichtbares

Einsatzmittel sehr wirtschaftlich

ersatzbeschafft werden. Im Laufe des

Jahres wurden umfangreiche Ausbildungsmaßnahmen

auf und an diesem Boot

durchgeführt, so dass dessen Wirkbetrieb

unmittelbar bevorsteht.

Von der in Auflösung befindlichen Landesfeuerwehrschule

konnten für Ausbildungszwecke

mehrere Fahrzeuge übernommen

werden, darunter ein ehemaliger

Rüstwagen des Zivilschutzes, als Unimog

im Fuhrpark der Feuerwehr Bremen ein

Unikat mit bester Geländegängigkeit.

Am Krankenhaus Ost konnte im Februar

eine neue NEF-Wache „30“ eingeweiht

werden, die allen räumlichen, materiellen

und funktionellen Anforderungen an eine

moderne Rettungswache entspricht. Damit

gehören die beengten und funktionell

völlig unzureichenden Raumverhältnisse,

unter denen dort seit 1998 gearbeitet

werden musste und die 2010 zu einer

vorübergehenden Verlagerung des NEF

zur Feuerwache 3 geführt hatten, der

Vergangenheit an. Als Nächstes muss die

NEF-Wache „20“ am Krankenhaus Mitte

im Zuge der dort stattfinden Baumaßnahmen

mit vergleichbarem Standard neu errichtet

werden.

Auf Feuerwache 4 konnten die umfassenden

Sanierungsarbeiten am Gebäude

abgeschlossen werden, die Fassade wurde

erneuert und besser isoliert und die Räume

des Rettungsdienstes wurden erweitert

und funktioneller angeordnet.

Um eine eigene Laufbahnausbildung kurzfristig

durchführen zu können, wurden

Teile eines unmittelbar an die Feuerwache

4 angrenzenden Gebäudes zur „Feuerwehrschule“

umgebaut, so dass Schulungs-

und Nebenräume in akzeptabler

Qualität zur Verfügung stehen. Allerdings

reicht diese Kapazität dauerhaft nicht

aus und die Nutzungsdauer ist begrenzt,

möglicher¬weise muss bereits für den

im Oktober 2013 beginnenden nächsten

Grundlehrgang ein neues Gebäude gefunden

werden.

Auf Feuerwache 1 wurde der Arbeitsbereich

des Desinfektionsdienstes umge-

baut, so dass nunmehr ein eigener Hygiene-

und Duschbereich für Einsatzkräfte

zur Verfügung steht, die besonders kritische

Infektionstransporte durchführen

müssen. Außerdem konnten im diesem

Zuge die räumlichen Rahmenbedingungen

für die Desinfektion und die rettungsdienstliche

Lagerlogistik verbessert

werden.

Im Technischen Betrieb wurde ein Pumpenprüfstand

in Betrieb genommen, mit

dem sämtliche Feuerlösch-Kreiselpumpen

auf die Einhaltung der vorgeschriebenen

Leistungsdaten („Garantiepunkte“)

überprüft werden können.

Kurz vor Jahresende konnten noch auf allen

Feuerwachen in den Ruheräumen der

Wachabteilungen sämtliche Betten, Lattenroste

und Matratzen ersetzt werden.

Darüber hinaus gab es auch 2012 wieder

zahlreiche kleinere und mittlere Umbauund

Renovierungsarbeiten an Feuerwachen

und Gerätehäusern, an denen sich

die betroffenen Kollegen und Kameraden

oftmals mit großer Eigenleistung beteiligt

haben, dafür vielen Dank.

Im Mai fand zum zweiten Mal ein Hallen-

Fußballturnier statt, in dem 10 Mannschaften

der Feuerwehr Bremen um die besten


Plätze kämpften. Der Sieg ging diesmal an

die 3. Wachabteilung der Feuerwache 4,

aber Spielfreude und kameradschaftliche

Spielweise haben alle Teilnehmer zu Siegern

gemacht. Den Organisatoren danke

ich ausdrücklich für ihr großes Engagement.

Öffentlichkeitswirksam mit Helmen präsentierte

sich ein Team der Feuerwehr

Bremen bei einem Benefizlauf im Juli. Hier

ging es nicht um Sieg oder Niederlage,

sondern um einen guten Zweck und letztlich

konnten 7.500 Euro für die Förderung

behinderter Sportler gesammelt werden.

Bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften

im Radrennen in Hannover belegte

BM Michael Hufnagel als schnellster

Bremer Teilnehmer einen sehr guten 5.

Platz, bei den Frauen kam mit OBMin Isa-

Maren Osterloh die Siegerin aus Bremen,

herzlichen Glückwunsch!

Im April legten erstmalig nach Beendigung

ihrer Probezeit 38 neue Kameradinnen

und Kameraden der Freiwilligen

Feuerwehren in der oberen Rathaushalle

ein feierliches Gelöbnis ab, an dem der

Innensenator und zwei Vizepräsidenten

des Deutschen Feuerwehrverbandes teilnahmen.

In würdiger Form wurden sie so

nach erfolgreicher Beendigung ihrer Probezeit

zu Feuerwehrmännern und –frauen

befördert und in den aktiven Dienst übernommen.

Im Februar 2013 wird diese

Gelöbnisfeier, die sowohl die besondere

Bedeutung des Ehrenamtes als auch die

übernommenen hohen Verpflichtungen in

den Freiwilligen Feuerwehren betont, für

die 2012 eingestellten Anwärter wiederholt

werden.

Im Januar konnte im Dachgeschoss der

Feuerwache 1 ein bisher als Abstellraum

genutzter Bereich als Ausstellungsraum

für historische Feuerwehrausrüstung eingeweiht

werden. Damit haben alte Helme,

Uniformen, Atemschutzgeräte und Strahlrohre

aber auch Wachbücher und Bilddokumente

dauerhaft einen würdigen Platz

gefunden. Ich danke, allen, die mit viel

Engagement am Umbau und der Herrichtung

dieser Ausstellung mitgewirkt haben,

ganz besonders aber Herrn HBM-Z a.D.

Martin Wulfken und der Freiwilligen Feuerwehr

Bremen-Schönebeck, die viele

Ausstellungsstücke auch aus Privatbesitz

zur Verfügung gestellt haben.

Nachdem die Innendeputation im Mai beschlossen

hatte, dass die Vorhaltung des

Lösch- und Hilfeleistungsdienstes unter-

sucht werden soll, wurde dem Senator

für Inneres und Sport im September ein

umfassender Prüfbericht vorgelegt. Fragen

nach der Einhaltung der Hilfsfrist,

der Gebietsabdeckung, der personellen

Stärken und dem Personalfaktor werden

darin ebenso behandelt wie die materielle

Ausstattung der Feuerwehr Bremen.

Unter Vorsitz des Innensenators wurde

anschließend eine Projektstruktur aufgebaut,

in der das zuständige Fachreferat sowie

die Leitung und der Personalrat der

Feuerwehr Bremen vertreten sind und in

der die aufgeworfenen Fragen diskutiert

und Lösungsvorschläge erarbeitet werden

sollen.

Nach gründlicher organisatorischer und

baulicher Vorbereitung wurden die Einsatztaucher

am 01.07.2012 von Feuerwache

1 zur Feuerwache 2 verlegt. Dort sind

nicht nur die räumlichen Bedingungen

günstiger, sondern die Anbindung an ein

„2. HLF“ bringt auch einsatztaktische Vorteile

für die Gebietsabdeckung.

Während die besondere Altersgrenze für

Beamte des mittleren feuerwehrtechnischen

Dienstes, die fast ausnahmslos

während ihrer gesamten Dienstzeit im

Schichtdienst eingesetzt sind, unverän-

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dert bei 60 Jahren geblieben ist, wurde

sie für die Beamten des gehobenen und

höheren feuerwehrtechnischen Dienstes

auf 62 Jahre angehoben. Für Unmut bei

den Betroffenen sorgten insbesondere

die kurz bemessenen Anpassungs- bzw.

Übergangsintervalle.

Nach konsequenten und geschlossenen

Protesten aus allen Bereichen der Feuerwehr

wurde die Planung des Senats,

die Freie Heilfürsorge künftig mit einem

Eigenanteil zu organisieren, in der ursprünglichen

Form nicht weiter verfolgt.

Nunmehr ist beabsichtigt, eine Zuzahlungspflicht

auf neu eingestellte Beamte

zu beschränken.

Zum 01.01.2013 konnten 34 Feuerwehrbeamte

und ein Verwaltungsbeamter befördert

werden. Hierbei ist darauf hinzuweisen,

dass alle theoretisch möglichen

Beförderungen auch umgesetzt worden

sind: Weder anhängige Konkurrenzverfahren

noch irgendwelche Einsparvorgaben

haben 2012 den Umfang geschmälert.

Vielmehr konnte der erste Schritt von

drei mit dem Innensenator abgestimmten

Strukturverbesserungen in der Laufbahn

des gehobenen feuerwehrtechnischen

Dienstes erfolgreich vollzogen werden.

Dass die Zahl der Beförderungen dennoch

im Vergleich zu den Vorjahren geringer

ausgefallen ist, liegt einfach daran, dass

2012 relativ wenig Beamte in den Ruhestand

eingetreten sind, woraus sich die

Zahl der freien Beförderungsdienstposten

ableitet. Auch in den kommenden sechs

Jahren wird die Zahl der regulären Ruhestandsversetzungen

unterdurchschnittlich

gering sein.

Rückblickend war 2012 ein bewegtes Jahr,

in welchem die Feuerwehr Bremen wieder

einmal mit viel Engagement und hoher

Kompetenz alle an sie gestellten Aufgaben

mit großem Erfolg gemeistert hat. Mein

Dank dafür geht an alle Mitarbeiter und

ehrenamtlich Tätigen, ich wünsche allen

Angehörigen und ihren Familien für das

kommende Jahr alles Gute, viel Erfolg und

vor allem Gesundheit und Zufriedenheit.

K n o r r

13


Schnellinformationen

Berichtsjahr 2012

Name der Stadt Freie Hansestadt Bremen

Leiter der Feuerwehr Ltd. BD Karl-Heinz Knorr

Postanschrift der Feuerwehr Am Wandrahm 24, 28195 Bremen

Telefon 0421 / 3030 - 0

Fax 0421 / 3030 - 11560

E-Mail office@feuerwehr.bremen.de

Internet www.feuerwehr-bremen.org

Anzahl der Wachen

Berufsfeuerwehr 6

Löschbootstationen 1

Freiwillige Feuerwehr 19

Rettungswachen Berufsfeuerwehr 11

Rettungswachen Hilfsorganisationen 10

Feuerwehr

Bremen

allgemein

15


16

+++ Die Silvesternacht verläuft im

diesem Jahr nicht so ruhig. Innerhalb

kürzester Zeit werden über 100 Rettungsdiensteinsätze

und 43 Einsätze

abgearbeitet. Das Einsatzspektrum

reicht vom Müllcontainer bis zum

ausgedehnten Zimmerbrand +++

03.01.2012 Ein Sturmtief über Bremen

hat mehrere bis zu 30 Meter

hohe Bäume zu Fall gebracht. Diese

stürzen teilweise auf Häuser und

beschädigen diese zum Teil schwer.

Die Feuerwehr ist bis in die späten

Abendstunden damit beschäftigt die

Bäume zu beseitigen +++ 05 .01.2012

Ein Sturmtief sorgt für 127 Einsätze.

85 Bäume stürzen auf Verkehrsflächen,

Häuser und Kraftfahrzeuge.

Insgesamt sind 300 Einsatzkräfte mit

65 Fahrzeugen im Einsatz +++

08.01.2012 Es brennt ein Dachstuhl

in der Bremer Neustadt. Es entsteht

ein Sachschaden von 50.00 Euro. Verletzt

wird niemand +++ Feuer in der

freien Christengemeinde in der Schönebecker

Straße. Es brennt ein Aktenschrank.

Das Feuer wird schnell

gelöscht. Personen kommen nicht zu

Schaden +++ 2012 Es brennt ein

Schornstein in einem Mehrfamilienhaus

in Oslebshausen. Das Feuer hat

sich bereits in die Zwischendecke

des Anbaus ausgebreitet. Der Brand

wird durch einen Trupp mit einem C-

Rohr schnell gelöscht. Es entsteht ein

... weiter auf Seite 20

Strukturbeschreibung des Stadtgebietes

Gebietsgröße 325,42 km²

max. Längenausdehnung 38 km

max. Breitenausdehnung 16 km

Einwohnerzahl 548.063

Einwohner je km² 1684

Gebäude- und Freiflächen 114,01 km²

Gartenflächen, Wiesen, Erholungsgebiete 27,20 km²

Betriebsflächen 5,5 km²

Verkehrsflächen 37,20 km²

Wald-, Moor- und Heideflächen 6,23 km²

Wasserflächen 23,57 km²

Landwirtschaftliche- und sonstige Flächen 101,74 km²

Verkehrsinfrastruktur

Bundesautobahn 52,13 km

Schienenstrecke DB Netz AG 106,4 km

Schienenstrecke Farger-Vegesacker-Eisenbahn GmbH 10,4 km

Straßenbahnnetz Bremer Straßenbahn AG 168,4 km

See- und Binnenschifffahrtsstraßen 50,3 km

Seegüterumschlag in den Häfen Bremen-Stadt 13.584.000 to.

Flugbewegungen Airport Bremen 44.7372

Passagieraufkommen Airport Bremen 2.447.001

Luftfrachtaufkommen 21.779 to.


Organisationsschema

Personalrat

Frauenbeauftragte

Personalverwaltung 10

Haushalt, Rechnungswesen 11

Liegenschaften 12

Vorbeugender Brandschutz 20

Einsatzplanung 21

Umweltschutz 22

Kommunikationstechnik 30

Datenverarbeitung 31

Fw.- u. Rettungsleitstelle 32

Fahrzeug- u. Gerätewesen 40

Atemschutz u. Tauchwesen 41

Arbeitsschutz, PSA 42

Aus- und Fortbildung 50

Rettungsdienst 51

Freiwillige Feuerwehren

Katastrophenschutz

52

VZ Vorzimmer

1 Allgemeine

Verwaltung

2 Vorbeugender

Brand- u.

Gefahrenschutz

3 IuK Technik

FRLSt

4 Technik u.

Arbeitsschutz

5 Einsatz u.

Ausbildung

AL

Amtsleiter

FASi Fachkraft für Arbeitssicherheit

DS Behördlicher Datenschutz

IR Innenrevision

Stab des Amtsleiters

S1 Organisation des Einsatzdienstes

S2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Abschnitt Mitte

Feuerwache 1

Abschnitt West

Feuerwache 5

FF Blockland, FF Lesumbrok,

FF Grambkermoor

Abschnitt Ost

Feuerwache 2 + Feuerwache 3

FF Mahndorf, FF Lehesterdeich,

FF Borgfeld, FF Oberneuland,

FF Timmersloh, FF Osterholz

Abschnitt Süd

Feuerwache 4

FF Arsten, FF Neustadt,

FF Strom, FF Huchting,

FF Seehausen

Abschnitt Nord

Feuerwache 6

FF Burgdamm, FF Vegesack,

FF Schönebeck, FF Farge,

FF Blumenthal

17


18

Stab des

Amtsleiters

Amtsleiter -AL-

Stab des Amtsleiters -S1-

Organisation des Einsatzdienstes

Stab des Amtsleiters -S2-

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stabsbereich S1 / Stabsbereich S2

Der Stabsbereich S1 - Organisation des

Einsatzdienstes - obliegt die Federführung

bei allen Personalangelegenheiten

bei der Berufsfeuerwehr Bremen. Dazu

gehört insbesondere die Organisation

und die Überwachung der Personal- und

Funktionsbesetzungen der Feuerwachen

und Wachabteilungen. Hier werden

Dienstpläne sowie Personalverteilungspläne

erstellt und fortgeschrieben,

arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen

veranlasst und überwacht usw.

Des Weiteren werden im Stabsbereich

S1 auch alle Vorgänge im Zusammenhang

mit Bewerbungen, Auswahlprüfungen,

Einstellungen, Beförderungen, und Ruhestandsversetzungen

bearbeitet.

Im Stabsbereich 2 erfolgt die Koordination

und Durchführung der Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Bremen.

Hier werden Pressemitteilungen

verfasst, Presseanfragen beantwortet

und Interviewwünsche koordiniert. Zum

Aufgabengebiet gehören neben der Betreuung

von TV- und Hörfunk-Reportagen,

der Durchführung von Pressekonferenzen

usw. auch die Planung und

Durchführung öffentlichkeitswirksamer

Veranstaltungen (Wachbesichtigungen,

Messen, Tag der offenen Tür usw.) sowie

die Erstellung von Publikationen.


Personal der Berufsfeuerwehr Bremen

Höherer feuerwehrtechnischer Dienst soll ist

Leitender Branddirektor als Leiter der Feuerwehr 1 1

Leitender Branddirektor 1 1

Branddirektor 0 0

Oberbrandrat 3 3

Brandrat 0 0

Gesamt 5 5

Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst soll ist

Brandoberamtsrat mit Amtszulage 1 1

Brandoberamtsrat 2 2

Brandamtsrat 10 7

Brandamtmann 18 15

Oberbrandinspektor 20 18

Brandinspektor 9 2

Gesamt 60 45

Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst soll ist

Hauptbrandmeister mit Amtszulage 43 40

Hauptbrandmeister 125 120

Oberbrandmeister 162 158

Brandmeister 107 115

Gesamt 437 433

In der Ausbildung soll ist

Oberbrandinspektor-Anwärter 0 0

Brandmeister-Anwärter 14 14

Gesamt 14 14

Verwaltungsbeamte soll ist

Oberamtsrat 1 0

Amtsrätin 0 1

Amtsinspektor 1 1

Hauptsekretär 2 1

Gesamt 4 3

Arbeitnehmer soll ist

Verwaltungsangestellter 8 8

Sekretärin 1 1

Technischer Angestellter 3 2

Desinfektoren 3 3

Handwerker und Raumpflege 9 9

Gesamt 24 23

Personal gesamt soll ist

Feuerwehrbeamte 502 483

Verwaltungsbeamte 4 3

Arbeitnehmer 24 23

Gesamt 530 509

Stand 31.12.2012

19


20

Sachschaden von 30.000 Euro +++

23.01.2012 Gefahrgutunfall in der

Überseestadt. Auf einer Ladefläche

eines Lkws läuft Phosphorsäure aus.

Vier Personen werden verletzt und in

Krankenhäuser transportiert. Der

LKW wird durch zwei Trupps im

Chemikalienschutzanzug entladen.

+++ 26.01.2012 Kellerbrand in einem

Industriebetrieb. Beim Eintreffen der

BF brennen mehrere hundert Aktenordner

in einem Keller. Das Feuer

wird durch 2 Trupps unter PA mit

zwei C-Rohren bekämpft und gelöscht.

Die Aufräumarbeiten dauern

mehrere Stunden an +++ 30.01.2012

Großeinsatz in Seehausen. Es brennt

eine Scheune in der Munitionsreste

vermutet werden. Das Gebiet wird

weiträumig abgesperrt und der

Brand durch mehrere C-Rohre und

Monitore gelöscht. Die Vermutung,

das sich Munition in der Scheune befindet,

stellt sich glücklicherweise als

Falschmeldung heraus +++ 01.02.2012

Wohnungsbrand in der Ricarda-

Huch-Straße. Beim Eintreffen der BF

stehen mehrere Menschen auf ihren

Balkonen und rufen um Hilfe. Neun

Personen werden über Drehleitern

und vier Personen über tragbare Leitern

gerettet. 36 Personen werden

vom Notarzt untersucht und neun

Personen mit einer Rauchvergiftung

in Bremer Krankenhäuser verbracht

+++ 03.02.2012 Zwei Großeinsätze

... weiter auf Seite 22

Fünfter Bremer Firmenlauf

Feuerwehr Bremen nimmt an Spendenlauf teil

Erstmalig nahm am 18. Juli 2012 ein Team

der Feuerwehr Bremen am Bremer Firmenlauf

teil. Es galt eine 5 Kilometer lange

Strecke ohne Zeitnahme und Platzierungen

entlang der Weser zu absolvieren.

In diesem Jahr starteten insgesamt 119

Firmenteams mit über 1500 Teilnehmern.

Nach dem Motto „Alle starten gemeinsam

und kommen gemeinsam ins Ziel“,

wurde die Strecke von allen Teilnehmern

mit Leichtigkeit gemeistert. Das Startgeld

in Höhe von 5 Euro pro Mannschaft

wurde dem Verein „Special Olympics

Bremen“, welcher sich für die Förderung

behinderter Sportler einsetzt, gespendet.

Insgesamt konnten dem Verein 7500

Euro als Spende überreicht werden.


Feuerwehr-Fußballturnier in der Soccerworld-Bremen

Feuerwache 4/3 erringt den ersten Platz

Am Sonnabend, den 19.05.2012 trafen

sich in der Soccerworld Bremen-Habenhausen

insgesamt 10 Mannschaften

aus verschiedenen Wachabteilungen und

dem Tagesdienst der Feuerwehr Bremen,

um ihren Meister zu ermitteln. In

einem hart umkämpften und dennoch

fairen Wettkampf konnte sich am Ende,

in einem sehr spannenden Endspiel, die

Mannschaft der 3. Wachabteilung der

Feuer- und Rettungswache 4 gegen die

Mannschaft der 3. Wachabteilung der

Feuer- und Rettungswache 5 durchsetzen

und einen ungefährdeten Sieg erringen.

Die Mannschaft des Tagesdienstes konnte

ihren im letzten Jahr erreichten 2.

Platz nicht verteidigen und belegte am

Ende in der Herrenwertung nur den

letzten Platz.

Erstmalig nahm im diesem Jahr auch eine

Mannschaft der Feuerwehrfrauen teil.

Diese belegte zwar am Ende der Veranstaltung

leider nur den letzten Platz,

konnte aber durch ihre ausgelassene

Spielweise zu einer tollen Stimmung auf

diesem Turnier beitragen.

Ein herzliches Dankeschön geht an die

beteiligten Mannschaften und besonders

an die Organisatoren, die dieses Sportevent

überhaupt ermöglicht haben.

21


22

halten die Feuerwehr in Atem. In

Findorff brennen Einrichtungsgegenstände

in einer Wohnung. Fünf Bewohner

haben das Gebäude vor dem

Eintreffen der BF verlassen. Ein Hund

und eine Katze werden durch die Einsatzkräfte

gerettet. Es entsteht ein

Sachschaden von über 50.000 Euro.

Zeitgleich brennt eine Scheune in

Oberneuland. Der Einsatzleitdienst,

die Feuerwachen 2 und 3, die Freiwillige

Feuerwehr Bremen-Oberneuland

sowie der Rettungsdienst wurden

zur Einsatzstelle alarmiert. Es entsteht

nur Sachschaden. +++ 04.02.12

Um 05:30 Uhr wurde der Feuerwehr-

und Rettungsleitstelle ein

Brand, Auf dem Krümpel, im Ortsteil

Schönebeck in Bremen-Nord, gemeldet.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte

schlagen Flammen aus einem Balkonfenster

im Erdgeschoss eines zweigeschossigen

Reihenendhauses. Wegen

des verrauchten Treppenraumes werden

sieben Personen mit Fluchthauben

ins Freie gebracht. Zwei Personen

aus dem Haus kommen mit

Verdacht einer Rauchgasvergiftung in

ein Krankenhaus. Sachschaden über

100.000 Euro +++ 04.02.2012 Wohnungsbrand

in Lüssum-Bockhorn. Alle

Bewohner haben das Gebäude bereits

verlassen. Das Feuer wurde von

zwei Trupps unter Atemschutz mit

einem C-Rohr bekämpft. Zur Entrauchung

wurde ein Überdruckbelüf-

... weiter auf Seite 23

Innensenator begrüßt Feuerwehrnachwuchs

14 Nachwuchskräfte der Feuerwehr

Bremen vereidigt

Der Senator für Inneres und Sport, Ulrich

Mäurer, begrüßte am 23. Oktober

2012 den beruflichen Nachwuchs der

Feuerwehr Bremen. Das historische Ambiente

des Bremer Rathauses bildete den

feierlichen Rahmen für die Vereidigung

von vierzehn Brandmeister-Anwärtern.

Nach einer Ansprache durch den Innensenator

vollzog der Leitende Branddirektor

der Feuerwehr Bremen, Karl-Heinz

Knorr, die Vereidigung. Im Anschluss an

die Vereidigung hatten die neuen Beamtinnen

und Beamten zusammen mit ihren

Angehörigen die Gelegenheit, unter fachkundiger

Führung durch den Innensenator,

das Bremer Rathaus näher kennen zu

lernen.

Die Ausbildung der Anwärter wurde erstmalig

in der neuen Feuerwehrschule auf

der Feuer-und Rettungswache 4 in Bremen-Woltmershausen

durchgeführt.


Zukunftstag 2012

Am 26.April 2012 tauschten 35 Schülerinnen

und Schüler im Rahmen des bundesweiten

„Zukunftstages“ für einen Tag

die Schulbank gegen Arbeitsalltag bei der

Berufsfeuerwehr Bremen ein. Der Zukunftstag

ist ein Tag, an dem sich Schülerinnen

und Schüler der 5. bis 10. Klassen

über technische, naturwissenschaftliche

und handwerkliche Berufe informieren

und sich vor Ort ein genaues Bild machen

können.

Die Schülerinnen bekamen auf den Feu-

er- und Rettungswachen 2 und 5 einen

Einblick in das Berufsbild des Feuerwehrbeamten.

So bestand die Möglichkeit

viele praktische Tätigkeiten und Übungen

selbst durchzuführen. Des Weiteren gab

es die Gelegenheit, Feuerwehrfahrzeuge

und Spezialgeräte näher kennen zu lernen.

Der Zukunftstag bei der Feuerwehr

Bremen endete mit einem gemeinsamen

Mittagessen mit den diensthabenden

Wachbesatzungen.

tungsgerät eingesetzt +++ 05.02.2012

Beim Eintreffen der Feuerwehr

brennt es im Erdgeschoss eines zweigeschossigen

Reihenmittelhauses mit

ausgebautem Dachgeschoss. Die angrenzenden

Reihenhäuser werden

geräumt. Zur Betreuung der Bewohner

wird ein Großraumrettungstransportwagen

und die Betreuungseinheit

des Deutschen Roten

Kreuzes zur Einsatzstelle alarmiert.

Das Feuer wird mit vier Trupps unter

Atemschutz mit einem C-Rohr bekämpft

+++ 07.02.2012 Kellerbrand

in der Neustadt. Aus dem Gebäude

werden sechs Personen und ein Hund

über die Drehleiter, eine Person über

eine tragbare Leiter und drei Personen

mit Fluchthauben über den

Treppenraum gerettet. Drei Bewohner

haben das Gebäude bereits vor

dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen.

Alle Personen werden von zwei

Notärzten gesichtet, davon werden

vorsorglich elf Personen mit Verdacht

auf Rauchgasinhalation in verschiedene

Bremer Kliniken transportiert

+++ 11.02.2012 Um 19:59 Uhr wird

der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

ein Feuer in der Großen Johannisstraße

in der Bremer Neustadt gemeldet.

Beim Eintreffen der

Einsatzkräfte brennen Einrichtungsgegenstände

in einer Wohnung im

Erdgeschoss eines dreigeschossigen

Mehrfamilienhauses mit ausgebautem

... weiter auf Seite 25

23


24

Abteilung 1

Abteilung 1

Allgemeine Verwaltung

Sachgebiet 10

Personalverwaltung

Sachgebiet 11

Haushalt, Rechnungswesen

Sachgebiet 12

Liegenschaften

Allgemeine Verwaltung

Die Abteilung 1 - Allgemeine Verwaltung

- arbeitet eng mit allen anderen

Abteilungen der Feuerwehr Bremen

zusammen und bildet eine wichtige

Schnittstelle zu den Behörden Senator

für Inneres und Sport sowie der Senatorin

für Finanzen. Sie ist zuständig für

Haushalts- und Finanzplanungen sowie

die Durchführung der Haushalte, einschließlich

des Controllings für den

Produktgruppenhaushalt und den Rettungsdienst.

Sämtliche Vorgänge des Haushalts-,

Kassen- und Rechnungswesens sowie

der Personalverwaltung und den klassischen

Verwaltungsaufgaben laufen in

den Sachgebieten 10 und 11 zusammen.

Im Sachgebiet 12 -Liegenschaften- erfolgt

die Planung und Koordination von

Neubauten, Sanierungen und Umbauten

bzw. Instandsetzungen und Modernisierungen.

Die Einnahmen und Ausgaben

der Feuerwehr Bremen werden entsprechend

der Fachbereiche Feuerwehr,

Rettungsdienst und Katastrophenschutz

getrennt.


Haushalt Feuerwehr Bremen

Einnahmen in EUR BF / FF RettD KatS gesamt

Aus Einsätzen 972.530 9.476.900 10.449.430

Aus Dienstleistungen 0 0 0 0

Aus Vorbeugendem Brandschutz 39.130 0 0 39.130

Aus Zuwendungen 27.000 0 0 27.000

Sonstige Einnahmen 2.874.457 58.450 15.890 2.948.797

Summe 3.913.117 9.535.350 15.890 13.464.357

Ausgaben in EUR BF / FF RettD KatS gesamt

Personal 17.495.391 3.290.309 0 20.785.700

Betriebskosten inkl. Fahrzeuge und Geräte 4.184.851 1.962.150 0 6.147.001

Gebäudeerhaltung 43.406 0 0 43.406

Investitionen - Fahrzeuge und Geräte 1.816.646 1.297.909 0 3.114.555

Investitionen - Baumaßnahmen 142.460 17.713 0 160.173

Summe 23.682.756 6.568.081 0 30.250.835

Dachgeschoss. Zur Menschenrettung

und Brandbekämpfung werden insgesamt

drei Trupps unter Atemschutz

mit zwei C-Rohren eingesetzt. Drei

Personen werden von den Einsatzkräften

gerettet. +++ 13.02.2012 Es

brennt das Dachgeschoss eines Reihenhauses

in der Straße Am Grambker

See. Insgesamt werden zwölf Einsatzfahrzeuge

mit 42 Einsatzkräften

zur Einsatzstelle alarmiert. Alle Bewohner

haben sich vor dem Eintreffen

der Feuerwehr ins Freie gerettet.

Es entsteht ein Sachschaden von

über 120.000 Euro. +++ 21.02.2012

Bei einem Kellerbrand in Grolland

wird eine Person aufgrund einer

Rauchgasintoxikation schwer verletzt.

Zur Menschenrettung und

Brandbekämpfung werden insgesamt

zwei Trupps unter Atemschutz mit

einem C-Rohr eingesetzt. Das Gebäude

wird mit einem Überdrucklüfter

entraucht. +++ 10.03.2012, Um

04.00 Uhr wird der Feuerwehr- und

Rettungsleitstelle ein Feuer Am Niederhof

im Bremer Stadtteil Burg-

Grambke gemeldet. Beim Eintreffen

der Einsatzkräfte brennt es in einem

Keller eines Mehrfamilienhauses. Die

Bewohner haben sich auf ihre Balkone

gerettet und werden von der

Feuerwehr ins Freie geführt. Alle Personen

bleiben unverletzt. +++

11.03.2012 Feuer in einem Mehrfa-

... weiter auf Seite 26

25


26

milienhaus in Gröpelingen. Aufgrund

der Meldung wird ein massives Kräfteaufgebot

der Feuerwehr und des

Rettungsdienstes zur Einsatzstelle

alarmiert. Acht Personen werden

über Drehleitern gerettet und durch

die Schnell-Einsatzgruppe des Deutschen

Roten Kreuzes betreut. Drei

Personen werden mit dem Verdacht

auf eine Rauchgasintoxikation in

Krankenhäuser gebracht. +++

11.03.2012 In der Hahnenstraße

brennt eine Matratze in einer Wohnung

eines Mehrfamilienhauses. Der

Bewohner wird über eine Drehleiter

gerettet und das Feuer kann schnell

durch die Einsatzkräfte gelöscht werden.

Es entsteht ein Sachschaden von

über 60.000 Euro. +++ 12.03.2012

Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus

in der Güstrower Straße. Ein

Bewohner wird mit einer Brandfluchthaube

gerettet. Aus ungeklärter

Ursache hat Müll im Keller des Gebäudes

gebrannt. +++ 17.03.2012 In

Bremen Oslebshausen stirbt ein

Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung,

nachdem dieser einen Grill in

einem Kellerraum betrieben hat. Das

gesamt Gebäude wird durch die Einsatzkräfte

geräumt. Insgesamt werden

sieben Hausbewohner, darunter

drei Kinder, mit Verdacht auf Kohlenstoffmonoxidvergiftung

in Krankenhäuser

transportiert. +++ 29.03.2012

... weiter auf Seite 27


Einweihung der renovierten Feuerwache

4

Am 09. Juli 2012 wurden die Arbeiten

zur Renovierung von Wachbereichen

der Feuer- und Rettungswache 4, An der

Woltmershauser Allee 1,

nach einem knappen Jahr zum Abschluss

gebracht. Neben einer kompletten Erneuerung

und Isolierung der Fassade wurden

auch Umbaumaßnahmen im Unterkunftsbereich

der Besatzung des auf der Feuerwache

stationierten Rettungswagens

durchgeführt.

Der Senator für Inneres und Sport, Herr

Ulrich Mäurer, der Amtsleiter der Feuerwehr

Bremen, Herr Karl-Heinz Knorr

und Frau Schöne von Immobilien Bremen,

hoben in ihren Ansprachen den dringend

erforderlich gewordenen Renovierungsbedarf

noch einmal hervor.

Alle Besucher bekamen nach dem offiziellen

Teil der Veranstaltung die Gelegenheit,

den erneuerten Bereich der Feuerwache zu

besichtigen.

Ein sich auf einer Einsatzfahrt befindliches

Notarzteinsatzfahrzeug wird

auf einen PKW aufmerksam der

Schlangenlinien fährt. Während des

Überholvorganges stellt der Rettungsassistent

fest, dass die Fahrerin leblos

hinter ihrem Lenkrad sitzt. Der

Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges

entscheidet, sich vor den PKW zu

setzen und diesen auszubremsen. Es

wird sofort eine Reanimation eingeleitet.

Die Frau überlebt diesen tragischen

Unglücksfall unbeschadet.

+++ 29.03.2012 Gefahrgutunfall an

der Bremer Universität. Aus einem

Gefäß ist ein Liter der giftigen und

ätzenden Substanz Phenol ausgetreten.

Fünf Personen werden vorsorglich

in Bremer Kliniken transportiert.

Das Phenol wird mit einem Chemikalienbindemittel

abgestreut. +++

30.03.2012 Wohnungsbrand in der

Stader Straße. Beim Eintreffen der

Feuerwehr brennen Einrichtungsgegenstände

in einer Wohnung. Zur

Brandbekämpfung werden zwei

Trupps unter Atemschutz mit einem

C-Rohr eingesetzt. Personen kommen

nicht zu schaden. +++

02.04.2012 Bei einem Küchenbrand

in Schwachhausen wir eine Person

vermisst. Die Menschenrettung und

Brandbekämpfung wird durch zwei

Trupps unter Atemschutz mit einem

C - Rohr durchgeführt. Eine leblose

Person wird dem Rettungsdienst

... weiter auf Seite 31

27


28

Abteilung 2

Abteilung 2

Vorbeugender Brand- und

Gefahrenschutz

Sachgebiet 20

Vorbeugender Brandschutz

Sachgebiet 21

Einsatzplanung

Sachgebiet 22

Umweltschutz

Vorbeugender Brandschutz

Die Abteilung 2 - Vorbeugender Brandund

Gefahrenschutz - beschäftigt sich

mit der Abwehr von abstrakten Brandgefahren.

Diese Aufgabe der Feuerwehr

Bremen ist auf Grundlage der in den

vergangenen Jahrhunderten gemachten

Erfahrungen entstanden. Die Stadt Bremen

war in den Jahren zwischen 913

und 1754 elf mal abgebrannt. Damals

waren keine bzw. nur unzureichende

Schutzmaßnahmen gegen Feuer bekannt.

Mit der Zeit wurde deutlich,

dass Brände durch vorbeugende Maßnahmen

vermieden werden können. In

Bremen beginnt man 1902 mit der Einrichtung

von Brandabschnitten in Gebäuden

und der Verwendung von mög-

lichst nicht brennbaren Baustoffen. Die

Löschwasserversorgung wird erheblich

besser ausgebaut. Heute verstehen wir

unter vorbeugendem Brandschutz alle,

in einem Objekt getroffenen baulichen,

technischen und betrieblichen Maßnahmen,

die geeignet sind den Ausbruch

eines Brandes zu verhindern, bzw. den

Brandschaden so gering wie möglich zu

halten und auch die Maßnahmen, die eine

Menschenrettung und eine wirksame

Brandbekämpfung ermöglichen.

Dazu gehören unter anderem:

- die Beratung der Bauaufsichtsbehörde

in den verschiedenen Baugenehmigungsverfahren

in Bremen.

- Beratung des GAA im Bundesimmis-


sionsschutzverfahren in Fragen des

Brandschutzes

- Koordinierung und Durchführung von

anlassbezogenen Brandverhütungsschauen

- brandschutztechnische Beurteilung

von Baustoffen und Bauteilen

- Betreuung von Veranstaltungen aller

Art in der Planungs- und Durchführungsphase

- die Beteiligung im Bauleitverfahren

inklusive der späteren

Ausbauplanung (Sachgebiet 21)

Dazu gehören auch Maßnahmen der

Verkehrsberuhigung

- die Planung und Ausbauplanung der

Löschwasserversorgung in der Stadtgemeinde

Bremen (Sachgebiet 21)

- die Planung und Kontrolle der im bauaufsichtlichenGenehmigungsverfahren

geforderten Feuerwehrzufahrten

mit ihren Aufstellflächen (Sachgebiet

21)

- Projektierung von Löschanlagen und

Brandmeldeanlagen, die im bauaufsichtlichen

Genehmigungsverfahren

gefordert wurden

- Pflege und Erstellung von Objekt- und

Anlass bezogene Einsatzplanung mit

Einstellung in das Einsatzinformationssystem

Die vielen umweltrelevanten Themen

werden im Sachgebiet 22 - Umweltschutz -

bearbeitet. Dazu gehört u.a. die Mitwirkung

bei einsatzvorbereitenden Maßnahmen,

wenn Gefahrstoffe frei werden, die

Menschen und Umwelt gefährden sowie

Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz 2012

Stellungnahmen 1354

Beratungen 2276

Betriebsüberprüfungen 333

Brandschutzunterweisungen 60

Sicherheitswachen Theater / sonstige Veranstaltungen 8

Pyroabnahmen 33

Beratungen hinsichtlich Sanitätsdienstvorhaltungen 64

die konsequente Erweiterung und Aktualisierung

der Ausrüstung für Gefahrguteinsätze.

Außerdem wird im Rahmen der Erteilung

von Umgangsgenehmigungen für

radioaktive Strahler das Gewerbeaufsichtsamt

beraten.

Da Bremen als Hafenstadt die Aufsicht

über die bremischen Häfen gemäß der

Hafenordnung obliegt, werden im SG 22

Stellungnahmen im Verfahren über Ausnahmegenehmigungen

von der Hafenordnung

bearbeitet.

29


30

Abteilung 3

Abteilung 3

I. u. K. Technik,

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

Sachgebiet 30

Kommunikationstechnik

Sachgebiet 31

Datenverarbeitung

Sachgebiet 32

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

I. u. K. Technik, FRLSt

Das Sachgebiet 30 -Kommunikationstechnik-

ist zuständig für die Fachbereiche

Funk-, Telefon- und Netzwerktechnik.

Das Sachgebiet steht den

Endanwendern der Berufsfeuerwehr,

der Freiwilligen Feuerwehr sowie des

Rettungsdienstes zu den Tagesdienstzeiten

als Dienstleister für Austausch

und Reparatur von Funkgeräten zur

Verfügung. Außerdem gehört die technische

Betreuung der Feuerwehr- und

Rettungsleitstelle zu den Aufgaben des

Sachgebiets. Dazu gehören u.a. die Daten-

und Systempflege der Funk- und

Notrufabfrageanlage.

Die Kommunikationstechnik unterliegt

einem enormen Wandel. Die technisch

gestützte Kommunikation wird zunehmend

komplexer und stellt das Sachgebiet

30 vor neue Herausforderungen.

Hier ist insbesondere die derzeit laufende

Einführung des Digitalfunks zu nennen.

Das Sachgebiet 31 -Datenverarbeitung- ist

verantwortlich für die Bereitstellung und

Aufrechterhaltung der für den Dienstbetrieb

bei der Feuerwehr Bremen notwendigen

Computer-Infrastruktur (Hardware

und Software). Die Sachgebiete 30 und

31 arbeiten eng mit der Feuerwehr- und

Rettungsleitstelle zusammen und bilden

eine zentrale Stelle für die Funktionsfähigkeit

der technischen Abläufe in der

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle.


Zur Lenkung und Koordination der Einsätze

zur Gefahrenabwehr betreibt die

Stadtgemeinde Bremen bei der Feuerwehr

Bremen eine Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

als integrierte Leitstelle.

Sie mit allen notwendigen Führungs-,

Fernmelde-, Notruf-, Alarmierungs- und

Dokumentationseinrichtungen ausgestattet

und ist dem Sachgebiet 32 zugeordnet.

übergeben. Nach erfolgreicher Reanimierung

wird die Bewohnerin in

eine Bremer Klinik transportiert.

+++ 18.04.2012 Feuer in einem Seniorenheim.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte

dringt Brandrauch aus dem

Kellergeschoss des fünfgeschossigen

Gebäudes. Vorsorglich wird eine Station

im Erdgeschoss des Gebäudes

von den Einsatzkräften geräumt. Alle

Bewohner des Altenpflegeheims bleiben

unverletzt und werden vor Ort

betreut. Aus ungeklärter Ursache haben

Einrichtungsgegenstände im Keller

des Gebäudes gebrannt. +++

19.04.2012 Um 16.04 Uhr, wird der

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

von mehreren Anrufern ein Feuer in

der Louis-Krages-Straße gemeldet.

Zeitgleich löst die Brandmeldeanlage

in dem Betrieb für Schadstoffentsorgung

aus. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte

brennen Kunststoffe in einer

Schadstoffbox, wodurch es zu einer

starken Rauchentwicklung kam. Das

Feuer wird durch die schnell eintreffenden

Einsatzkräfte zügig gelöscht.

+++ 03.05.2012 Wohnungsbrand in

Findorff. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr

brennen Einrichtungsgegenstände

in einer Wohnung. Drei

Personen werden mit Verdacht auf

eine Rauchgasintoxikation in Bremer

Krankenhäuser transportiert. Sachschaden

50.000 Euro. +++ 06.05.2012

Im Stadtteil Bremen Vahr brennt eine

... weiter auf Seite 33

31


32

Abteilung 4

Abteilung 4

Technik und Arbeitsschutz

Sachgebiet 40

Fahrzeug- und Gerätewesen

Sachgebiet 41

Atemschutz- und Tauchwesen

Sachgebiet 42

Arbeitsschutz, PSA

Technik und Arbeitsschutz

Für erfolgreiche Einsätze genügen

nicht nur die guten Fachkenntnisse

der Einsatzkräfte, zwingend erforderlich

ist auch eine gute, zeitgerechte

und einwandfreie Technik und Ausstattung.

Alle bei der Feuerwehr Bremen

im Einsatz befindlichen Fahrzeuge und

Geräte müssen den einschlägigen Regeln

der Technik und sicherheitstechnischen

Vorschriften entsprechen. Nur

so ist gewährleistet, dass sie zum einen

dem Anwender ein Maximum an

Sicherheit bieten und zum anderen

auch in extremen Einsatzsituationen

zuverlässig funktionieren. Hierfür ist

die Abteilung 4 -Technik und Arbeitsschutz-

zuständig.

Das Sachgebiet 40 - Fahrzeug- und Gerätewesen-

erarbeitet Fahrzeugkonzeptionen

einschließlich Beladung und führt

die Beschaffung durch. Im Bereich der

feuerwehrtechnischen Geräte, der Verbrauchsmaterialien

und der Löschmittel

wird die Bedarfsermittlung, Beschaffung,

Ersatzbeschaffung, Wartung und in den

Werkstätten ggf. die Reparatur durchgeführt.

Im Sachgebiet 41 -Atemschutz- und

Tauchwesen- erfolgt die Beschaffung, Reparatur

und Wartung von Atemschutzund

Taucherausrüstung und Schutzausrüstung

für Gefahrgut. Des Weiteren

werden von dem Sachgebiet die jährlich

durchzuführenden Atemschutzübungen


in der Atemschutzübungsanlage koordiniert

und durchgeführt.

Deutsche und europäische Gesetze, die

ergänzt werden durch Richtlinien und

Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften

oder Unfallversicherungen,

sollen den Schutz der Arbeitnehmer

gewähren. Dies sind alle technische und

organisatorische Maßnahmen, die zur

Verhütung von Berufskrankheiten und

Arbeitsunfällen beitragen. Das Sachgebiet

42 -Arbeitsschutz, Persönliche

Schutzausrüstung- achtet auf die Einhaltung

dieser Vorschriften. Des Weiteren

obliegt dem Sachgebiet 42 die Erarbeitung

von Dienstbekleidungskonzepten

einschließlich der persönlichen Schutzausrüstung

sowie deren Beschaffung.

Fahrzeuge BF FF KatS gesamt

Löschfahrzeuge 14 33 7 54

Hubrettungsfahrzeuge 8 0 0 8

Rüst- und Gerätewagen 13 3 0 16

Sonstige Fahrzeuge inkl. Anhängerfahrzeuge 73 65 12 150

Fahrzeuge für den Rettungsdienst 38 0 0 38

Fahrzeuge für den Sanitätsdienst 0 0 9 9

Fahrzeuge gesamt 146 101 28 275

Wohnung. Zur Brandbekämpfung

werden zwei Trupps unter Atemschutz

mit einem C-Rohr eingesetzt.

Eine Person wird gerettet. +++

13.05.2012 Küchenbrand in einem

Mehrfamilienhaus in der Zwischenahner

Straße. Alle Bewohner haben das

Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr

bereits verlassen. Vier Bewohner

werden vorsorglich in Krankenhäuser

transportiert. Sachschaden

20.000 Euro. +++ 25.05.2012 Es

brennt eine Lagerhalle in der Rosenheimer

Straße. Beim Eintreffen der

Einsatzkräfte brennt eine Lagerhalle

mit den Ausmaßen 50 x 80 m in voller

Ausdehnung. Insgesamt werden

32 Einsatzfahrzeuge und 110 Einsatzkräfte

eingesetzt. Zeitgleich brennt es

im Dachgeschoss eines Hauses in

Farge, wo eine Person leicht verletzt

wird und in einem Haus im Ortsteil

Ellenerbrok, wo nur Sachschaden

entsteht. +++ 26.05.2012 Kellerbrand

in einem Hotel in der Wachtstraße.

Aufgrund der großen Rauchentwicklung

müssen 130 Personen das Hotel

verlassen. Die Erkundung ergibt, dass

ein Gabelstapler und mehrere Maschinen

brennen. Der Brand kann

schnell durch die Einsatzkräfte gelöscht

werden. Verletzt wird niemand.

+++ 02.06.2012 In der Dortmunder

Straße brennen ca 400 Kilogramm

Kaffee in einer Röstanlage. Das Entleeren

der Anlage erfolgt unter Auf-

... weiter auf Seite 35

33


34

Neues Einsatzboot für Feuerwehr

und Polizei

Bremen 1“ offiziell in Dienst gestellt

Der Senator für Inneres und Sport, Herr

Ulrich Mäurer, übergab am Dienstag, den

15. Mai 2012, offiziell die Flagge für das

gemeinsame Einsatzboot „Bremen 1“.

Der 4,5 Millionen teure Neubau ersetzt

jeweils ein in die Jahre gekommenes Einsatzboot

der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei

Bremen. Die Idee für ein

gemeinsames Einsatzboot für Feuerwehr

und Polizei, ist aufgrund der angespannten

Haushaltssituation in der Stadtgemeinde

Bremen entstanden.

Das Boot, das bereits im Dezember 2012

von der Damen Werft in Gorinchen /

Niederlande ausgeliefert wurde, hat eine

Länge von 24 Metern und eine Breite von

6 Metern. Es verfügt über zwei Feuerlöschkreiselpumpen

mit einer Gesamtleistung

von über 14.000 l/min. Die verbaute

Löschschaumanlage verfügt über

insgesamt 5000 Liter Schaummittel. Die

Abgabe des Löschmittels kann u.a. über

drei fest installierte Löschmonitore erfolgen.

Am Bug und am Heck befinden sich zwei

Kraneinrichtungen mit einer Tragfähigkeit

von je 1.200 Kilogramm, an denen jeweils

ein Löschmonitor angebracht ist. Die

Kraneinrichtungen sind komplett fernbedienbar

und ermöglichen u.a. die Brandbekämpfung

an Deck und in Luken von

Schiffen. Weiterhin wurde auf dem Einsatzboot

eine feuerwehrtechnische Beladung

in fahr-und kranbaren Rollcontainern

verlastet, die der eines kompletten

Hilfeleistungslöschfahrzeuges entspricht.

Das Boot wird im Regelfall von der

Wasserschutzpolizei gefahren und im

Bedarfsfall mit Einsatzkräften der Feuerwehr

besetzt.


Gerätewagen Kommunikation

(GW-Kom) ersatzbeschafft

Das Fahrzeug, das Bestandteil des Fernmeldezuges

der Feuerwehr Bremen ist,

ersetzt einen in die Jahre gekommenen

Mercedes-Benz 407 B. Der GW-Kom auf

Basis eines Mercedes-Benz Sprinter, verfügt

über einen 2-Liter-Dieselmotor mit

einer Leistung von 163 PS.

Im Geräteraum befindet sich umfang-

reiches Funk- und Fernmeldematerial, das

für die Einsatzführung und – lenkung an

größeren Einsatzstellen erforderlich ist.

Weiterhin ist das Fahrzeug mit einem

Mobiltelefon und einer Feldtelefonanlage

ausgerüstet.

Im Einsatzfall wird das Fahrzeug von Mitgliedern

des Fernmeldedienstes (FmD)

besetzt.

sicht der Feuerwehr, die gleichzeitig

die Glutnester mit einem C-Rohr

löscht. +++ 07.06.2012 Feuer in einer

Dachgeschosswohnung in der Bremer

Neustadt. 18 Personen werden

mit Fluchtrettern aus dem Gebäude

gerettet und durch den leitenden

Notarzt gesichtet. Vier Anwohner

werden in Krankenhäuser transportiert.

+++ 16.06.2012 Bei einem Küchenbrand

in der Hindenburgstraße

werden drei Anwohner leicht verletzt.

Eine Person wird mittels Fluchtretter

durch den Treppenraum und

eine weitere Person und ein Hund

über eine tragbare Leiter gerettet.

+++ 23.06.2012. Hohes Einsatzaufkommen

für die Berufsfeuerwehr. Um

00:50 brennt es im Keller eines

Mehrfamilienhauses in Burg-Grambke.

Es entsteht nur Sachschaden. Um

01:15 brennen im Ortsteil Huckelriede

zwei Parzellen in Vollbrand. In Hemelingen

wird ein Großaufgebot zu

einem Mehrfamilienhaus alarmiert,

weil dort ein unklarer Geruch im

Treppenraum gemeldet wird und das

Haus über einen Gasanschluss verfügt.

Nach kurzer Zeit können die

Anwohner das Gebäude wieder betreten,

da alle Messungen negativ waren.

Um 01:23 wird der Feuerwehrund

Rettungsleitstelle noch eine

unklare Feuermeldung aus dem Polizeirevier

Innenstadt gemeldet. Dort

ergibt die Erkundung, dass es sich um

... weiter auf Seite 36

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36

den Brandrauch von den Parzellenbränden

gehandelt hat. Auch hier Entwarnung.

+++ 23.06.2012 Im Ortsteil

Kattenesch wird eine Katze, die unter

einer kürzlich aufgestellten Fertiggarage

eingeklemmt ist, befreit. Ein

Versuch die Garage mit Hebekissen

anzuheben scheitert. Dennoch gelingt

es den Einsatzkräften, die Katze

durch Freigraben zu befreien. +++

25.06.2012 Auf dem Pickkamp brennt

ein Reihenhaus in voller Ausdehnung.

20 Fahrzeuge und 70 Einsatzkräfte

werden vor Ort eingesetzt. Personen

kommen nicht zu Schaden. +++

25.06.2012 Zimmerbrand in

Bremen-Huchting. Alle Anwohner haben

das Gebäude vor dem Eintreffen

der Berufsfeuerwehr verlassen. Es

werden drei Trupps unter Atemschutz

mit C-Rohren zur Brandbekämpfung

eingesetzt. Eine Person

wird mit einem Rettungswagen in

eine Klinik transportiert. Sachschaden

50.000 Euro. +++ 26.06.02012 In

der Schwaneweder Straße brennen

Matratzen in einem Keller. Das Feuer

wird schnell gelöscht. Es entsteht nur

Sachschaden. +++ 30.06.2012 Massenanfall

von Verletzten bei Wohnungsbrand

im Ortsteil Sodenmatt.

Mehrere Personen werden von der

Feuerwehr über Drehleitern und mit

Fluchtrettern aus dem Gebäude gerettet.

Vier Erwachsene und mehrere

... weiter auf Seite 39

Neues Notarzteinsatzfahrzeug für

den Bremer Osten

Für den NEF-Stützpunkt am Klinikum

Bremen Ost wurde ein neues Notarzteinsatzfahrzeug

beschafft. Bei der aktuellen

Beschaffung fiel die Wahl wieder

auf ein Mercedes-Benz Vito mit Automatikgetriebe.

Der Aufbau wurde von der

Firma BINZ realisiert. Der Mercedes-

Benz Vito hat sich bei der Feuerwehr

Bremen nicht nur als NEF, sondern auch

als Führungsfahrzeug (ELW 1) im Löschund

Hilfeleistungsdienst bewährt. Hier

ist insbesondere seine Auffälligkeit, das

Raumangebot und die Fahreigenschaften

zu nennen. Die Fahrsicherheit wird unter

anderem auch dadurch gefördert, dass das

geräumige Fahrzeug auch mit kompletter

notfallmedizinischer Ausstattung und Beladung

deutlich unterhalb der Maximalbeladungsgrenze

bleibt. Dies wirkt sich

sehr günstig auf die Fahreigenschaften

aus. Eine leistungsstarke Motorisierung

bietet zudem die notwendigen Beschleunigungsreserven,

die für Einsatzfahrten

erforderlich sein können. Neben einer

umfangreichen medizinischen Beladung

steht auch ein dritter Sitzplatz zur Verfügung.

Damit ist die Aus- und Fortbildung

von medizinischem Personal im Einsatzdienst

möglich


Neue Drehleiter in Dienst gestellt

Metz DLAK auf Econic Fahrgestell

Bei der neuen Drehleiter handelt es

sich um eine Metz Drehleiter auf einem

Mercedes-Benz

Econic-Fahrgestell. Das Fahrzeug verfügt

über eine lenkbare Hinterachse und ein

Automatikgetriebe. Die DLK hat eine

Leistung von 326 PS, ein Automatikgetriebe

und ein zulässiges Gesamtgewicht

von 15500 Kg.

Besonders erwähnenswert sind der

große Vier-Personenkorb, der elektrisch

verstellbare Bedienstand und das verbesserte

Display am Bedienstand der Drehleiter.

Der große Korb lässt sich über alle Seiten

besteigen. Vorne und hinten durch

klappbare Türen und an den Seiten durch

versetzte Querverstrebungen. Der Bedienstand

verfügt über eine automatische

Ausrichtung, die proportional zur Leitersatzneigung

erfolgt. Dadurch ist zu jeder

Zeit eine gute Sicht auf die Leiterspitze

gewährleistet. Durch die komplett über-

arbeitete CAN-Bus Technologie ist die

Drehleiter äußerst bedienerfreundlich

und sicherer geworden.

Die DLK wurde auf der Feuer- und Rettungswache

2 stationiert.

37


VW T5 für den Organisatorischen

Leiter Rettungsdienst (OrgL)

Seit 2010 wird bei der Feuerwehr Bremen

die Funktion des OrgL von einem

Beamten des Tagesdienstes in Rufbereitschaft

wahrgenommen. Der OrgL ist bei

einem Massenanfall von Verletzten oder

Erkrankten fester Bestandteil der Einsatzführung.

Des Weiteren kommt der OrgL

bei der Feuerwehr Bremen als zweiter

Einsatzleitdienst zum Einsatz. Da sich diese

Organisationsform in den vergangenen

drei Jahren bewährt hat und etabliert ist,

stand die Neubeschaffung eines passenden

Einsatzfahrzeuges an. Die Neubeschaffung

ersetzt einen zwischenzeitlich

in die Jahre gekommenen ELW auf Basis

einer Mercedes-Benz M-Klasse. Die Wahl

viel auf einen VW T5 mit Allradantrieb

und 180 PS. Im Gegensatz zum Vorgängerfahrzeug

ist das neue Einsatzfahrzeug

ein „echter“ Einsatzleitwagen mit einem

sehr umfangreichen Einsatzspektrum. Mit

diesem Fahrzeug ist die Leitung eines Einsatzes

oder Einsatzabschnittes möglich.

Das hier gewählte VW T5-Fahrgestell

bietet mit dem kurzen Radstand und seinem

verhältnismäßig großen Innenraum

die ideale Lösung für den vorgesehenen

Einsatzzweck. Das Einsatzfahrzeug verfügt

neben den Einsatz- und Dokumentationsunterlagen

für den OrgL über eine Erste-

Hilfe-Ausstattung und einer umfangreichen

Kommunikations- und EDV-Ausstattung.

Kinder werden mit dem Verdacht auf

eine Rauchgasintoxikation in Bremer

Kliniken transportiert. Zeitweise sind

23 Fahrzeuge und 50 Einsatzkräfte

vor Ort eingesetzt. Sachschaden

100.000 Euro. +++ 04.07.2012 Gefahrgutalarm

im Güterverkehrszentrum.

Ein Gabelstapler hat bei Ladearbeiten

ein Packstück mit einem

giftigen Stoff beschädigt. Der Bereich

wird weiträumig abgesperrt. Unter

Chemie-Vollschutzanzügen wird das

Packstück geborgen und in ein entsprechendes

Überfass verbracht. +++

25.07.2012 In der Überseestadt

kommt es in einem Kaffee verarbeitenden

Betrieb zu einem Feuer in

einem Rohrsystem. Die Löscharbeiten

gestalten sich sehr schwierig, da

die Brandherde mit einer Wärmebildkamera

lokalisiert werden müssen.

+++ 28.07.2012 Es brennt im

Dachgeschoss eines Reihenhauses in

Woltmershausen. Zur Menschenrettung

und Brandbekämpfung werden 3

Trupps unter Atemschutz mit einem

C-Rohr eingesetzt. Da das Feuer

droht auf ein Nachbargebäude überzugreifen,

werden 12 Anwohner im

Großraumrettungswagen untergebracht.

Personen werden nicht verletzt.

+++ 30.07.2012 Bei einem Betriebsunfall

im Industriehafen wird

ein Arbeiter tödlich verletzt als er

unter mehreren Ballen Baumwolle

eingeklemmt wurde. Anwesende Be-

... weiter auf Seite 42

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40

Abteilung 5

Abteilung 5

Einsatz und Ausbildung

Sachgebiet 50

Aus- und Fortbildung

Sachgebiet 51

Rettungsdienst

Sachgebiet 52

Freiwillige Feuerwehren,

Katastrophenschutz

Einsatz und Ausbildung

Dem Sachgebiet 50 obliegt die Zuständigkeit

für den Aufgabenbereich Ausund

Fortbildung. Fundiertes Fachwissen

und eine regelmäßige Fortbildung sind

zwingend notwendig, um den Anforderungen

des umfangreichen Tätigkeitsbereiches

der Feuerwehr gerecht zu

werden. Die ständige Weiterentwicklung

von Fahrzeug- und Gerätetechnik sowie

der Einsatztaktik erfordern eine konsequente

Anpassung der Ausbildungs- und

Fortbildungsinhalte sowie der Ausbildungsformen

und ein ständiges Üben im

Zuge der Einsatzvorbereitung.

Die Feuerwehr Bremen ist einer von

vier Leistungserbringern im Stadtbremischen

Rettungsdienst. Träger des

Rettungsdienstes ist die Stadtgemeinde

Bremen. Neben der Besetzung von Rettungswagen

auf den Feuer- und Rettungswachen

entsprechend der Vorhalteplanung,

werden alle fünf an Bremer Kliniken

stationierten Notarzteinsatzfahrzeuge

ausschließlich von Rettungsassistenten

der Feuerwehr Bremen besetzt. Weitere

Aufgaben im Rettungsdienst, wie z.B. die

Spitzenabdeckung, die Gestellung des

Organisatorischen Leiters (OrgL) usw.

werden ebenfalls ausschließlich von der

Feuerwehr Bremen durchgeführt.

Dem Sachgebiet 51 -Rettungsdienst- obliegt

die Zuständigkeit der Koordinierung

und Bearbeitung der rettungsdienstlichen

Belange innerhalb der Feuerwehr Bremen.


Neben der Berufsfeuerwehr gibt es in

Bremen 19 Freiwillige Feuerwehren. Alle

im Zusammenhang mit den Freiwilligen

Feuerwehren der Stadtgemeinde Bremen

stehenden Angelegenheiten werden im

Sachgebiet 52 bearbeitet, dem hierüber

hinaus auch die Belange für die Bereiche

des Katastrophenschutzes und die Werkfeuerwehren

obliegen.

Innerhalb der Abteilung „Einsatz und Ausbildung“

der Feuerwehr Bremen sind somit

die Zuständigkeiten für Einsatzvorbereitung

für die alltägliche Gefahrenabwehr

als auch für Groß- und Sondereinsatzlagen

zusammengefasst.

Struktur des Katastrophenschutzes

Bereich Helfer Fahrzeuge

Brandschutz 63 7

Sanitätswesen 22 9

ABC-Dienst 30 6

Betreuung 30 6

THW-Geschäftsführerbereich Bremen 795 91

Freiwillige Feuerwehren

(Bundeskomponenten)

Freiwillige Feuerwehren 19

Gesamtstärke 617

Jugendfeuerwehren

Gesamtstärke 225

Werkfeuerwehren - Anzahl und Stärke

ArcelorMittal Bremen 46

Airbus Deutschland GmbH, Standort Bremen 40

Daimler AG, Mercedes-Benz Werk Bremen 43

Gesamtstärke 129

Betriebsfeuerwehren - Anzahl und Stärke

Airport Bremen 36

Gesamtstärke 36

Anzahl und Stärke

41


42

triebsangehörige werden durch einen

Notfallseelsorger betreut. +++

06.08.2012 Im Schwarzen Weg

brennt ein 10 x 20 m großer Stapel

Styropor. Die Hitzestrahlung ist so

groß, dass das Feuer auf ein angrenzendes

Gebäude übergreift. Der

Brand wurde durch mehrere Trupps

unter Atemschutz sowie über eine

Drehleiter bekämpft und gelöscht.

+++ 18.08.2012 Zwei Feuer in

kurzen Abständen. Um 23:11 brennt

eine Küche in der Meyer Straße. Drei

Trupps unter PA werden zur Brandbekämpfung

eingesetzt. Ein Anwohner

erleidet eine Rauchgasintoxikation.

Um 23:29 brennen Papier und

Verpackungsmaterialien einem Geschäft.

Der Brand kann schnell unter

Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

Personen werden nicht verletzt.

+++ 19.08.2012 In Findorff brennt

ein Holzschuppen auf einer Dachterrasse.

Das Feuer wird über zwei

Drehleitern und fünf Trupps unter

Atemschutz mit C-Rohren bekämpft.

+++ 20.08.2012 Mehrere Brände in

Huchting. In der Straße An der Höhpost

brennt ein Schuppen. Ein Übergreifen

der Flammen auf ein Waldstück

kann verhindert werden.

Zeitgleich brennt ein PKW in einem

Carport, auch hier kann ein Übergreifen

des Brandes auf ein Nachbargebäude

verhindert werden. Zusätzlich

brennen in Huchting mehrere

... weiter auf Seite 43

Struktur des Rettungsdienstes

Träger des Rettungsdienstes Freie Hansestadt Bremen

Träger der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Freie Hansestadt Bremen

Mitwirkende Leistungserbringer BF DRK ASB MHD Privat

Anzahl der Feuer- und Rettungswachen 6

Anzahl der Rettungswachen 6 3 1

Anzahl der NEF-Standorte 5

Anzahl der ITW-Standorte 1

Notfallrettung / Notfalltransport X X X X

Besetzung der NEF X

Organisatorischer Leiter RettD (OrgL) X

Qualifizierter Krankentransport X

RTH Christoph 6 (ADAC) X

RTH Christoph Weser (DRF) X

Einsatzstatistik Rettungsdienst

Lösch- und Hilfeleistungsdienst

LHD gesamt 5256

Brände 2308

Hilfeleistungen 2948

Menschenrettung bei Bränden

Personen gerettet 92

Brandverletzte n.e.

Brandverletzte

Feuerwehrangehörige

0

Brandtote 5

Rettungsdienst gesamt 59177

Notfalltransporte (RTW) 40621

Notfallrettung (NEF) 15653

Krankentransporte 510

RTH Christoph 6 (ADAC) 1635

RTH Christoph Weser

(DRF-Luftrettung)

858

LNA-Einsätze 21

Privater Krankentransport

Promedica, Medicent, G.A.R.D. k.A.


abgestellte PKW und Müllcontainer.

Insgesamt ist die Feuerwehr in dieser

Nacht mit 50 Einsatzkräften und 11

Fahrzeugen im Einsatz. +++

29.08.2012 Schwerer Verkehrsunfall

auf der A27. Drei LKW sind aufeinander

gefahren und zwei LKW Fahrer

werden eingeklemmt. Diese werden

unter einem massiven Kräfteeinsatz

aus ihren Fahrzeugen befreit. Ein Fahrer

erliegt seinen Verletzungen noch

an der Unfallstelle. +++ 11.09.2012

Wohnungsbrand im Stadtteil Fesenfeld.

Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr

steht das gesamte Erdgeschoss

eines Mehrfamilienhauses in Vollbrand.

Eine Person wir vorsorglich in

ein Krankenhaus transportiert. +++

17.09.2012 In der Oslebshauser

Heerstraße brennt es im Keller eines

Mehrfamilienhauses. Fünf Anwohner

werden durch die Einsatzkräfte gerettet.

Eine Person erleidet eine

Rauchgasintoxikation.. +++

19.09.2012 Gegen 14:50 Uhr ist der

Rüstzug der Feuerwache 1 auf der

Nordstraße unterwegs zu einem

Übungsdienst, als die Besatzung einen

brennenden Motorroller in einem

Treppenraum entdeckt. Nicht ein

einziger Notruf geht zu diesem Zeitpunkt

in der Feuerwehr-und Rettungsleitstelle

ein. Die kurz darauf

eintreffenden Einsatzkräfte retten

vier Anwohner mittels einer Drehleiter.

Insgesamt werden acht Personen

... weiter auf Seite 46

43


44

Leblose Person

hinterm Steuer

Am 29.03.2012 gegen 10:50 Uhr war ein

Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr

Bremen auf dem Weg zu einem Notfalleinsatz

in Bremen - Huchting. Auf der

Fahrt zur Einsatzstelle wurden die Kollegen

auf einen PKW aufmerksam der

auf der B 75 Schlangenlinien fuhr und

mehrmals die Leitplanken touchierte. Als

es ihnen gelang den PKW zu überholen

stellten sie fest, dass die Fahrerin leblos

hinter dem Lenkrad saß. Der Fahrer des

Notarzteinsatzfahrzeuges fiel die Entscheidung,

sich vor den PKW zu setzen

und diesen auszubremsen. Nachdem die

Fahrzeuge zum Stehen gekommen waren,

begann das Rettungsteam sofort mit

der Reanimation der Frau.

Sie wurde nach erfolgreicher Wiederbelebung

in eine Bremer Klinik transportiert.

Verkehrsunfall auf der Autobahn 1

ein Todesopfer und vier zum Teil schwerverletzte Personen

Am 11.10.2012, um 11:52 Uhr, gingen in

der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

mehrere Notrufe über einen schweren

Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten

LKW auf der Bundesautobahn A 1, in

Höhe Anschlussstelle Bremen-Arsten,

Fahrtrichtung Hamburg ein.

Aufgrund der eingehenden Meldungen

wurden der Direktionsdienst, der Einsatzleitdienst,

der Organisatorische Leiter

Rettungsdienst, der Leitende Notarzt,

die Feuerwachen 2, 4 und 5, der

Rüstzug der Feuerwache 1, ein weiterer

Rüstwagen der Feuerwache 6 sowie ein

Rettungshubschrauber, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge

und sechs Rettungswagen

des stadtbremischen Rettungsdienstes

zur Einsatzstelle alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren

insgesamt sieben LKW aufeinander

gefahren und teilweise stark ineinander

verkeilt. Zwei LKW-Fahrer waren in ihren

völlig zerstörten Fahrerhäusern eingeklemmt.

Drei weitere Fahrer waren

bei dem Unfall leicht verletzt worden.

Alle Personen wurden vom anwesenden

Rettungsdienst versorgt. Die technische

Rettung der beiden eingeklemmten Fahrer

gestaltete sich aufgrund der starken

Deformierung der LKW-Fahrerhäuser

als äußerst schwierig und langwierig. Der

Fahrer eines LKW erlag noch an der Einsatzstelle

seinen schweren Verletzungen.

Der zweite Fahrer wurde mit lebensgefährlichen

Verletzungen in ein Bremer

Krankenhaus transportiert. Die drei

leicht verletzten Personen wurden ebenfalls

vom Rettungsdienst in verschiedene

Bremer Krankenhäuser transportiert.

Einer der verunfallten LKW war mit ca.

40 Tonnen lebenden Geflügel beladen,

so dass zusätzlich ein Veterinär zur Einsatzstelle

alarmiert wurde. Ein weiterer

Lastwagen war mit diversen Mengen

Gefahrgut beladen. Um die Ladung auf

Beschädigungen zu überprüfen, musste

der verunfallte LKW mit Hilfe des

Feuerwehrkranes auseinander gezogen

werden. Anschließend wurde die Ladung

von einem Trupp unter Atemschutz, aus-


gestattet mit einem leichtem Chemikalienschutzanzug,

auf eventuelle Beschädigungen

kontrolliert. Das beschädigte

Gefahrgut wurde vom LKW entladen

und in geeignete Behältnisse verpackt.

45


46

rettungsdiensttechnisch versorgt.

Das Feuer wird schnell gelöscht. +++

23.09.2012 Küchenbrand in der Halberstädter

Straße. Aus ungeklärter

Ursache brennen Einrichtungsgegenstände

einer Küche. Personen sind zu

keinem Zeitpunkt gefährdet. Das

Feuer wird schnell gelöscht. Sachschaden

50.000 Euro. +++ 25.09.2012

Gasausströmung in Schönebeck. Vor

einem Haus ist eine Gaszufuhr beschädigt.

Da im unmittelbaren Bereich

Explosionsgefahr besteht, wird

der Bereich weiträumig abgesperrt.

Die Leckage kann durch den Entstörungsdienst

der Stadtwerke geschlossen

werden. +++ 30.09.2012 Großeinsatz

in Gröpelingen. In einem

Mehrfamilienhaus bricht ein Feuer

aus. Viele Bewohner können das Gebäude

nicht verlassen. Insgesamt

werden 11 Personen über Drehleitern

und mit Fluchtrettern aus dem

Gebäude gerettet. Neun Anwohner

werden in Krankenhäuser transportiert.

Es werden 18 Fahrzeuge und 50

Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eingesetzt.

+++ 30.09.2012 Dramatische

Szenen bei Feuer in einem Mehrfamilienhaus.

Ein erneuter Wohnhausbrand

in Gröpelingen fordert die Feuerwehr

aufs Neue. Für die Anwohner

ist eine Flucht aus dem Gebäude

nicht mehr möglich, sie springen von

Balkonen und aus Fenstern. Über 20

Personen werden aus dem Gebäude

... weiter auf Seite 47

Dramatische Szenen bei Feuer in

Wohngebäude

Am 30.09.2012, um 07.48 Uhr, wurde

der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

ein Feuer in der Gröpelinger Heerstraße

gemeldet. Mehrere Bewohner aus dem

betroffenen Objekt meldeten Feuer in

dem fünfgeschossigen Wohngebäude. Die

Flucht aus dem Gebäude war ihnen nicht

mehr möglich. Mehrere Personen sollten

sich schon durch einen Sprung ins Freie

gerettet haben und verletzt vor dem Gebäude

liegen.

Aufgrund dieser Meldungen wurde das

Stichwort „Massenanfall von Verletzten

2“ ausgelöst und der Amtsleiter der Feuerwehr,

der Direktionsdienst, der Einsatzleitdienst,

der Ärztliche und der Organisatorische

Leiter Rettungsdienst, die

Feuerwachen 1, 4 und 5, mehrere Freiwillige

Feuerwehren sowie massiv Kräfte des

Rettungsdienstes alarmiert.

Insgesamt waren ca. 40 Einsatzfahrzeuge

mit 110 Einsatzkräften vor Ort.

Beim Eintreffen brannte es an mehreren

Stellen im Gebäude. Da der Treppenraum

stark verraucht war, wurden 20 Personen,

davon acht Kinder, über Drehleitern und

tragbare Leitern aus dem Gebäude gerettet.

Alle wurden vom Rettungsdienst erstversorgt

und dann mit Verdacht auf

Rauchgasintoxikation in Bremer Krankenhäuser

transportiert.

Das Feuer wurde schließlich von sechs

Trupps unter Atemschutz mit vier C-

Rohren bekämpft und gelöscht.


Bambi in Not

Am 11.11.2012 erreichte ein Notruf die

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle, ein

Reh sei in einem Metalltor eingeklemmt.

Der Einsatzort befand sich im Neustädter

Hafen, einem Gebiet, dass von Grünflächen

und Fleeten umgeben ist. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug

der Feuerwache

4 wurde daraufhin alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand

sich ein junges Reh in einem stählernen

Metalltor, es steckte an den Hinterläufen

fest.

Bevor die Metallstäbe mit einem hydraulischen

Rettungsgerät auseinandergedrückt

werden konnten, wurde das Tier

mit einer über den Kopf gelegten Jacke

zur Ruhe gebracht. Nach erfolgter Befreiung

aus seiner misslichen Lage wurde das

Tier von einem Tierarzt untersucht. Die

Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.

So konnte es glücklicherweise wieder in

die Freiheit entlassen werden.

gerettet und in Krankenhäuser transportiert.

Es werden 110 Einsatzkräfte

eingesetzt. +++ 03.10.2012 In Rönnebeck

brennt eine Doppelhaushälfte.

Das Feuer droht auf das Nachbargebäude

überzugreifen. 18 Trupps unter

Atemschutz sind zur Brandbekämpfung

eingesetzt. Sachschaden 300.000

Euro. +++ 05.10.2012 Sturmtief sorgt

für zahlreiche Einsätze. Sehr heftige

Windböen sorgen für ein erhöhtes

Einsatzaufkommen. Insgesamt rücken

die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen

Feuerwehren zu 51 sturmbedingten

Einsätzen aus. +++ 11.10.2012

Schwerer Verkehrsunfall auf der A1.

Insgesamt fahren 7 LKW aufeinander.

Zwei LKW – Fahrer werden aus ihren

Fahrerkabinen herausgeschnitten.

Ein Fahrer erliegt seinen Verletzungen

noch an der Unfallstelle. +++

17.10.2012 Saunabrand im Hotel zur

Munte. Aus ungeklärter Ursache

brennen Einrichtungsgegenstände einer

Sauna. Der Großraumrettungswagen

wird zur Einsatzstelle alarmiert,

um die nicht ganz vollständig

bekleideten Personen aufzunehmen.

+++ 23.10.2012 Kellerbrand in der

Göttinger Straße. Alle Bewohner haben

das Gebäude vor dem Eintreffen

der Einsatzkräfte verlassen. Zwei

Personen werden leicht verletzt in

Kliniken transportiert. Sachschaden

80.000 Euro +++ 24.10.2012 Feuer

in einem Schulzentrum. Ein Schulge-

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Tiefdruckgebiet „Andrea“ sorgt für hohes Eindie

Oberleitung durch die BSAG geer-

satzaufkommen

Am 05.01.2012 sorgte das Tiefdruckgebiet

„Andrea“ für insgesamt 127 Einsätze.

Es wurden ca. 85 Bäume entwurzelt,

die auf Verkehrsflächen, Kraftfahrzeuge,

eine Straßenbahn oder auch, wie in 4 Fällen,

auf Wohnhäuser stürzten. Weiterhin

wurden Gefahren durch beschädigte Dächer

beseitigt, lose Steine aus Verblendmauerwerken

geholt sowie Baugerüste

gesichert. Bedingt durch die starken

Niederschläge, standen auch zahlreiche

Keller unter Wasser, die ausgepumpt

wurden.

Verletzt wurde im Zusammenhang mit

dem Sturm nur eine männliche Person,

die sich als Fahrer in einem Liegendtaxi

aufhielt. Der Baum traf das Taxi in der

Dachmitte, ein Patient befand sich glücklicherweise

nicht im Patientenraum des

Fahrzeugs. Er wurde leicht verletzt und

vom Rettungsdienst in ein Bremer Krankenhaus

transportiert.

In der Wachmannstraße stürzte ein

Baum auf eine Straßenbahn sowie die

dazugehörige Oberleitung. Nachdem

det war, wurde der Baum mittels eines

Krans gesichert und stückweise abgetragen.

Die 10 Insassen kamen mit einem

Schreck davon.

In der Vahrer Straße stürzte ein ca. 25m

hoher Baum auf die Giebelseite eines

Reihenendhauses und durchschlug das

Dach. Auch hier wurde nach der Prüfung

der Stabilität durch einen Statiker des

Bauordnungsamtes der Baum mit Hilfe

eines Krans gesichert und über eine

Drehleiter abgetragen. Zum Zeitpunkt

des Unglücks befanden sich keine Personen

in dem Haus.

Im Einsatz befanden sich neben den 6

Wachen der Berufsfeuerwehr auch 16

freiwillige Wehren, das Technische Hilfswerk

mit einem Kran und einer Bergungsgruppe

sowie ein weiterer Kran

einer privaten Firma. Zusätzlich wurden

zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge, eine

Drehleiter und ein Führungsbeamter in

den Dienst gestellt, die Feuerwehr - und

Rettungsleitstelle wurde aufgestockt. So

arbeiteten an diesem Tag ca. 300 Einsatzkräfte

mit 65 Fahrzeugen um „Andrea´s“

Spuren zu beseitigen. Die letzten Einsätze

werden noch bis in die Nachtstunden

andauern.


Feuerwehr Bremen im www

bäude mit den Ausmaßen 20 x 60 m

steht teilweise in Vollbrand. Das Feuer

droht auf ein Nachbargebäude

überzugreifen. Durch einen massiven

Kräfteeinsatz sowie den Einsatz

zweier Drehleitern kann eine weitere

Brandausbreitung verhindert werden.

+++ 28.10.2012 Es brennt eine Lagerhalle

am Steindamm. Beim Eintreffen

der Einsatzkräfte brennt eine in

Skelettbauweise errichtete Halle, die

zur Lagerung von Kraftfahrzeugteilen,

Reifen, Schrott und recycelbaren

Großgeräten wie Kühlschränke etc.

genutzt wurde, in voller Ausdehnung.

Das Feuer wird mit zwei Wenderohren

über Drehleitern, mit mehreren

C-Rohren im Außenangriff sowie

mit Schaumrohren bekämpft. Insgesamt

sind 25 Fahrzeuge mit ca. 90

Einsatzkräften vor Ort. +++

06.11.2012 Wohnungsbrand in der

Hardenbergstraße. Sechs Personen

werden über eine Drehleiter gerettet.

Eine Person liegt schwer verletzt

vor dem Gebäude, nach dem diese

aus einem Fenster gesprungen ist. Insgesamt

werden eine lebensbedrohlich

verletzte, zwei schwer verletzte

sowie drei leicht verletzte Personen

mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung

in Bremer Kliniken transportiert.

+++ 11.11.2012 Ein in einem Metalltor

mit den Hinterläufen eingeklemmtes

Reh kann mit einem Spreizer

durch die Feuerwehr befreit

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werden. Eine anschließende Untersuchung

ergibt, dass das Reh keine körperliche

Schäden erlitten hat. +++

22.11.2012 Wohnungsbrand in Seehausen.

Es brennen Einrichtungsgegenstände

in einer Wohnung. Eine

Person kann sich aus dem brennenden

Gebäude retten, eine ältere

Dame konnte nur noch tot geborgen

werden. +++ 25.11.2012 Kellerbrand

in Lüssum. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte

brennt es im Keller eines

zweigeschossigen Einfamilienhauses.

Dort ist aus ungeklärter Ursache die

Sauna in Brand geraten. Personen

werden nicht verletzt. +++

27.11.2012 Feuer im Klinikum Bremen

Ost. Es brennt ein Patientenzimmer

in der sechsten Ebene. Zwei Patienten

erleiden starke

Brandverletzungen. 23 Personen

werden vom Rettungsdienst versorgt.

+++ 28.11.2012 Feuer in der

Hillmannstraße. Aus ungeklärter Ursache

brennt eine Küche. Verletzt

wird niemand. Es entsteht ein Sachschaden

von 100.000 Euro. +++

30.11.2012 In der Gustav- Radbruch-

Straße brennt es in einem Hochhaus.

Eine Katze muß von den Einsatzkräften

gerettet werden. Aus ungeklärter

Ursache brennen Einrichtungsgegenstände

in der Küche. ++++

02.12.2012 Dachstuhlbrand in Bremen

Burg. Die Brandbekämpfung erfolgt

über zwei Drehleitern und drei

... weiter auf Seite 51

Nero 2012

Großübung in Salzgitter

Am Sonnabend, den 09. Juni 2012, wurden

verschiedene Übungslagen bewältigt.

Im Ortsteil Salzgitter Osterlinde galt es,

Am Freitag, den 08. Juni 2011, wurden nach einem Windbruch, in einem Wald-

von der Feuerwache 5 Bremer Einsatzeistück ca. 40 umgestürzte Bäume auf einheiten

in Form eines Marschverbandes, ner Strecke von. ca. 400 m zu beseitigen

bestehend aus 24 Einsatzfahrzeugen und und insgesamt 17, zum Teil schwerver-

rund 85 Einsatzkräften, nach Salzgitter letzte und eingeklemmte Personen aus

verlegt. Der Marschverband bestand ne- ihren Kraftfahrzeugen zu befreien.

ben den Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr Im Ortsteil Salzgitter Lichtenberg muss-

Bremen aus Einheiten der Freiwilligen ten Bremer Einsatzkräfte eine Wasser-

Feuerwehren Bremen-Neustadt, Bremen- versorgung über lange Wegstrecken er-

Osterholz, Bremen- Huchting, Bremen- richten. Neben der 1,5 Kilometer langen

Blumenthal und Bremen-Timmersloh. In Wegstrecke galt es einen Höhenunter-

den Marschverband eingebunden waren schied von ca. 100 Metern zu überwin-

außerdem Einheiten

Unser Dank geht an die Kolleden.

Diese Aufgabe

des ASB-Bremen, des gen der Berufsfeuerwehr Salz- konnte nur mit groß-

DRK-Bremen und des gitter und die vielen Helfer, die em Materialaufwand

MHD-Bremen.

Die Begrüßung und Ver-

zu dem guten Gelingen dieser

Übung beigetragen haben.

und dem Einsatz mehrerer

Tragkraftspritzen

abschiedung des Marschverbandes wurde gemeistert werden.

durch den Abteilungsleiter 5 der Feuer- Nach einer kurzen Mittagspause wurwehr

Bremen, OBR Oliver Iden, vollzogen. de an der ehemaligen Erzverladestation

Ziel war die Teilnahme an mehreren Ein- in Salzgitter-Bad eine „ Heißübung “ in

satzübungen in unterschiedlichen Ort- einem Abbruchhaus durchgeführt.

schaften Salzgitters. Organisiert hatte die In einem Keller brannten Einrichtungs-

BF Salzgitter die Großübung mit Namen gegenstände in voller Ausdehnung. Auch

Nero 2012. Insgesamt waren ca. 240 Ein- diese Einsatzlage wurde von den eingesatzkräfte

an dieser Großübung beteiligt. setzten Einsatzkräften professionell ab-


gewickelt.

Ein kurz darauf entstandener großflächiger

Böschungsbrand wurde ebenfalls

bekämpft und eingegrenzt, so dass schon

nach kurzer Zeit“ Feuer aus“ gemeldet

werden konnte.

Eine Besonderheit bei diesem Einsatz

war die Wasserentnahme aus einem

flach fließendem Gewässer, da hier zunächst,

mit Hilfe von Sandsäcken das

Wasser aufgestaut werden musste.

Trupps unter Atemschutz und C-

Rohren. +++ 22.12.2012 Es brennt

eine Kirche in Osterholz Tenever. Es

brennen Einrichtungsgegenstände im

Altarraum. Es werden 15 Fahrzeuge

und 50 Einsatzkräfte eingesetzt. Sachschaden

100.000 Euro. +++ In Bremen

Nord brennt es in einem Einfamilienhaus

in der Küche. Alle

Bewohner können das Haus verlassen.

Eine Person wird mit einer

Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus

transportiert. Das Feuer wird

schnell gelöscht. +++ 26.12.2012

Feuer im Halmerweg. Es brennen Einrichtungsgegenstände

in einem Reihenhaus.

11 Personen müssen in Bremer

Kliniken transportiert werden.

+++ 27.12.2012 In der Woltmershauser

Straße brennt es im Dachgeschoss

eines Mehrfamilienhauses. Zur

Brandbekämpfung werden zwei

Drehleitern sowie drei Trupps unter

Atemschutz mit C-Rohren eingesetzt.

Personen werden nicht verletzt. +++

30.12.2012 Feuer löscht sich selbst.

Ein erst gemeldeter Wasserrohrbruch

stellt sich in der Taunusstraße

als Feuer heraus. Die Einsatzkräfte

bemerken beim Öffnen der Tür

starken Brandrauch. Die Erkundung

ergibt, dass ein Küchenschrank gebrannt

hat. Durch das Feuer schmolz

der Zulaufschlauch zum Geschirrspüler

und das austretende Wasser hat

den Brand gelöscht. Glück gehabt.

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