Florian 03/2012

feuerwehrverband.salzburg.at

Florian 03/2012

Nr. 03/2012

MITTEILUNGSBLATT DES LANDESFEUErWEHrVErBANDES SALZBUrG

n Mehrere Gefahrguteinsätze bewältigt

n 36. Landesfeuerwehrtag in Salzburg

n Imageumfrage und Klarstellungen

www.feuerwehrverband-salzburg.at

DER SALZBURGER

FLORIAN

Erscheinungsort Salzburg | Verlagspostamt 5020 Salzburg | GZ 02Z030548M. / P.B.B.


E I N S Ä T Z E

Henndorf: Jugendlicher starb bei Wohnhausbrand

Ostermontag, der 9. April 2012 – kurz nach 05.00 Uhr früh: Alarm für die FF Henndorf, „Dachstuhlbrand in

Hankham 11“ lautete der Einsatzbefehl. Was sich vorerst nicht besonders dramatisch anhörte, nahm ein

tragisches Ausmaß an, erstmals in der 133-jährigen Geschichte der FF Henndorf musste ein Todesfall

bei einem Brandeinsatz im Gemeindegebiet verzeichnet werden.

Sofort nach dem Eintreffen der FF

Henndorf wurde der Einsatzleiter,

OFK Henndorf, HBI Simon Leitner,

mit der Tatsache konfrontiert, dass

sich der 16-jährige Sohn der Hausbesitzer,

der im Obergeschoß eine Wohnung

innehatte, noch im brennenden

Objekt befinden musste.

Ein bereits auf der Anfahrt ausgerüsteter

AS-Trupp versuchte umgehend, über

das enge Stiegenhaus in die Wohnräume

vorzudringen, sofort stellte sich aber

heraus, dass dieses Vorgehen aufgrund

der enormen Hitzeentwicklung und des

fortgeschrittenen Brandes völlig unmöglich

war. Zeitgleich wurde die Gaszufuhr

unterbrochen. Ein zweiter AS-Trupp

versuchte, mittels Motorkettensägen

aus der Nachbarwohnung zum jungen

Mann vorzudringen, auch dieses Ansinnen

musste sofort aufgegeben werden.

Um den umfassenden Angriff personell

bewältigen zu können, erfolgte die

Auslösung der Alarmstufe 2

mit expliziter Anforderung von

Atemschutzträgern, ebenso

die Anforderung der DL Seekirchen

und die Verständigung

des Energieversorgungs-Unternehmens.

Die Wasserversorgung

wurde mittels zweier

Zubringleitungen vom in der

Nähe liegenden Löschteich

gesichert. Wieder erfolgte ein

Versuch in die Wohnung zu

gelangen, diesmal mittels einer

14-Meter-Leiter, was aber

an der enormen Flamm- und

Qualmentwicklung scheiterte.

Nach dem Eintreffen der DL

Seekirchen wurde ein Angriff

über das nunmehr geöffnete

Dach durchgeführt, von der in

Stellung gebrachten 14-Meter-

Leiter auf der Westseite des

Brandobjektes erfolgte ein

konzentrierter Angriff mittels

2 HD-Rohren von der Nachbarwohnung

aus. Um den enormen

Personalaufwand an Atemschutzträgern

(15 Trupps!) abdecken zu können, wurde

Alarmstufe 3 ausgelöst, nach einem

technischen Defekt an der DL Seekirchen

wurde die DL Straßwalchen zum

Einsatzort beordert. Trotz des intensiven

Einsatzes und aller menschenmöglichen

Maßnahmen von mehr als 180 Kräften

der FF Henndorf, Eugendorf,

Seekirchen,

Neumarkt und Straßwalchen,

des Roten

Kreuzes und der Exekutive

musste Einsatzleiter

HBI Simon

Leitner am frühen

Vormittag bekannt

geben, dass das

Leben des jungen

Henndorfers nicht gerettet

werden konnte.

Derartige Einsätze

sollten aber bei aller

Dramatik und dem unbedingten Willen,

ein junges Leben retten zu wollen, nicht

auf den Gedanken des Selbstschutzes

und der Verantwortung für die eingesetzten

Hilfskräfte vergessen lassen.

Text: HVI Alois Wilhelm;

Bilder: Chris Hofer, Markus Tschepp, FF

Einsatzdaten

BFK Flachgau OBR Hermann Kobler

AFK 3/Flachgau, BR Johannes Neuhofer

FF Henndorf: 51 Personen

FF Eugendorf mit LZ: 47 Personen

FF Neumarkt mit LZ: 33 Personen

FF Seekirchen mit LZ: 34 Personen

FF Straßwalchen mit LZ: 11 Personen

Rotes Kreuz mit Kriseninterventionsteam

Polizei, Kriminalpolizei

Energieversorgungsunternehmen SalzburgAG


EINSÄTZE VERBAND EINSÄTZE

VERBAND

Umfrage bestätigt optimales Image der Feuerwehren

Anlässlich des 36. Salzburger Landesfeuerwehrtages, der am 11. Mai 2012 im Kongresshaus in

Salzburg über die Bühne ging, wurde unter anderem das Ergebnis einer Untersuchung präsentiert,

das sich mit dem Image der Feuerwehren in der Bevölkerung beschäftigte.

Das Ergebnis, das auf telefonischen

Befragungen von 500 Personen basiert,

ist für die Feuerwehren sehr

erfreulich: Auf die Frage: „Wie sehr

vertrauen Sie den folgenden Institutionen?“

erwähnten 100% der

Befragten die Feuerwehr, auch das

Rote Kreuz kam hier mit 99% auf

einen Spitzenwert. Die Bedeutung

der Freiwilligen Feuerwehr in der

Gesellschaft beurteilten 79% mit

„Sehr bedeutend“ und 19% mit

„Eher bedeutend“.

Auf Spitzenwerte kann die Feuerwehr

in der Imagefrage verweisen:

72% der Interviewpartner bescheinigten

der Feuerwehr ein „Sehr

gutes Image“, während noch immer

26% von einem „Eher guten Image“

sprachen. 38% zeigten sich mit den

Aufgaben der Feuerwehren „Sehr

vertraut“, 46% „Eher vertraut“. Wie

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller

in ihrer Festansprache betonte,

kommen die enorm guten Umfragewerte

für die Feuerwehren nicht von

ungefähr, da wird auf allen Gebieten

„harte, gute Arbeit geleistet“, so die

Landeshauptfrau. Das Land Salzburg

wird auch in Zukunft das Feuerwehrwesen

bestmöglich in jeder

Hinsicht unterstützen, meinte

Burgstaller als ressortzuständiges

Regierungsmitglied abschließend.

Wie LFK LBD Leopold Winter

ausführte, seien die Feuerwehren

Salzburgs „derzeit bestens

aufgestellt“, allerdings sei es

auch an der Zeit, an die Zukunft

zu denken, und entsprechende

Maßnahmen zu setzen.

Ein verheißungsvoller Start

in dieser Hinsicht war bereits

das „Zukunftsforum“, das im

Vorjahr in Altenmarkt über die

Bühne ging, so der Landesfeuerwehrkommandant.

In einer

eindrucksvollen, sehr persön-

lich gehaltenen Schlussrede legte LBD Leopold Winter ausführlich

seine Perspektiven und Ansichten zum Feuerwehrwesen

dar. Diese Ausführungen lesen Sie im Anschluss an

diesen Bericht in einem eigenen Artikel. Besonders hohe

Auszeichnungen konnten BFK Flachgau LBD-Stv. Hermann

Kobler und der Kommandant der BF Salzburg, BD Eduard

Schnöll entgegennehmen: Sie erhielten das Verdienstzeichen

1. Stufe des ÖBFV. Mit dem Verdienstkreuz des ÖBFV

wurden in Anerkennung ihres langjährigen Engagements

für das Salzburger Feuerwehrwesen Ehren-BFK Tennen-

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Frage 7.

Wenn Sie die Freiwillige Feuerwehr mit folgenden anderen

Organisationen vergleichen, bewerten Sie ein Engagement in

der Freiwilligen Feuerwehr positiver, negativer oder gleichwertig?

Sportvereinen

Bürgerinitiativen

Tierschutzorganisationen

Kulturellen Organisationen

Umweltschutzorganisationen

Wohltätigkeitsorganisationen

Hilfsorganisationen

Weiteren

Blaulichtorganisationen

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0 20 40

Prozent

60 80 100

52

52

50

46

41

40

29

20

41

34

39

40

50

53

68

77

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Frage 8.

Bitte sagen Sie mir, welche Eigenschaft Sie eher mit

der Freiwilligen Feuerwehr verbinden?

Prozent

Rest auf 100%: „keine Angabe“

4

8

6

9

7

3

2

2

Rest auf 100%: „keine Angabe“

positiver

gleichwertig

negativer

n=500

n=500

gau, OBR Anton Schinnerl und BFK Pinzgau, OBR Georg

Vorreiter ausgezeichnet. OBR Anton Schinnerl erhielt von

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller auch das „Große

Verdienstzeichen des Landes Salzburg“.

Text: HVI Alois Wilhelm, Bilder LFV/Martin Panzer

Grafiken: Pitters Trendexpert

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Frage 4.

Wie schätzen Sie das Image der Freiwilligen Feuerwehren

im Bundesland Salzburg ein?

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Frage 2.

Wie sehr vertrauen Sie den folgenden Institutionen und

Personengruppen? Würden Sie sagen, dass Sie...

Prozent

n=500

n=500

17


59 Mann bestanden die „Feuerwehrmatura“

Am Samstag, dem 21.

April 2012 wurde in der

Landesfeuerwehrschule

Salzburg unter der Leitung

von BFK Pongau,

OBR Robert Lottermoser,

der 18. Bewerb um das

Feuerwehrleistungsabzeichen

in Gold durchgeführt.

59 von 64 angetretenen

Bewerbern waren

dabei erfolgreich.

Sieben verschiedene Aufgaben sind bei der „Feuerwehrmatura“

zu absolvieren: Die Disziplinen „Ausbildung in der Feuerwehr“,

„Berechnen- Ermitteln – Entscheiden“, die Erstellung

und fachliche Erläuterung eines Brandschutzplanes, das „Formulieren

und Geben von Befehlen“, „Fragen aus dem Feuerwehrwesen“,

„Führungsverhalten“ und „Verhalten vor einer

Gruppe“, wobei Marschbewegungen nach genauen Vorgaben

absolviert werden müssen. Um den Bewerb um das FLA in

VERBAND

Gold erfolreich zu bestehen, muss jede einzelne Aufgabenstellung

erfolgreich bewältigt werden. Zum dritten Mal in Folge

kam der Sieger des Goldbewerbes aus einer Flachgauer

Feuerwehr: Heuer war Bm Alexander Geiersberger (FF Grödig)

vor V Lukas Eckkramer (FF Puch) und Lm Matthias Egger

(FF Dorfgastein) erfolgreich. Zur Statistik: Jeweils 14 neue

„Goldene“ komman aus dem Flachgau und dem Pongau, 13

aus dem Lungau, 12 aus dem Pinzgau, vier Mann aus dem

Tennengau und zwei aus der Stadt Salzburg.

Bilder: Panzer/LFV Salzburg, Wilhelm

Die SieGeR:

‰ Bm Alexander Greiersberger FF Grödig 181/44

‰ V Lukas Eckkrammer FF Puch 181/41

‰ Lm Matthias Egger FF Dorfgastein 179/44

‰ OBI Norbert Stöckl FF Wald/Pinzgau 178/32

‰ OFm Patrick Lerchl FF Saalfelden 177/42

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