Drogen

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konsum

Drogenkonsum: Erklärungsmodelle u. ihre Konsequenzen

Das Phänomen „Drogenkonsum“:

Warum konsumieren Menschen

psycho-aktive Substanzen?

Und:

Welche Aspekte sind für die

Einordnung/Bewertung eines solchen

Handelns wichtig?

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Erklärungsmodelle u. ihre Konsequenzen

Literaturempfehlungen zum Thema:

Degkwitz, P.: Drogenkonsum/-abhängigkeit als Lebensstil und/oder Krankheit. In:

Böllinger, L., Stöver, H. (Hrsg.): Drogenpraxis, Drogenrecht, Drogenpolitik. Handbuch für

Drogennutzer, Eltern, Drogenberater, Ärzte und Juristen. Fachhochschulverlag,

Frankfurt/M. 2002, S. 20-34

Degkwitz, P.: Theorien und Modelle der Entstehung und des Verlaufs von

Drogenabhängigkeit. In: Böllinger, L., Stöver, H. (Hrsg.): Drogenpraxis, Drogenrecht,

Drogenpolitik. Handbuch für Drogennutzer, Eltern, Drogenberater, Ärzte und Juristen.

Fachhochschulverlag, Frankfurt/M. 2002, S. 45-59

Kleiber, D., Soellner, R.: Cannabiskonsum – Entwicklungstendenzen, Konsummuster und

Risiken. In Zusammenarbeit mit Peter Tossmann. Juventa Verlag Weinheim u. München

1998

Hess, H.: Rauchen – Geschichte, Geschäfte, Gefahren. Campus Verlag, Frankfurt/M u.

New York 1987, S. 135-170

Kappeler, M.: Drogen und Kolonialismus – Zur Ideologiegeschichte des Drogenkonsums.

Verlag für Interkulturelle Kommunikation, Frankfurt/M 1991, S. 328-336

Hurrelmann, K.: Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche

Jugendforschung. München 2004)

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Erklärungsmodelle u. ihre Konsequenzen

Erklärungs- u. Reaktionsmuster unterscheiden sich nach:

Was ist die wesentliche Ursache?

Welche Vorstellung gibt es zu der Ursache?

Wie ist die Situation zu beschreiben?

Welche Aussagen in bezug auf den Betroffenen

gibt es?

Wie wird der Betroffene beurteilt?

Wie kann geholfen werden?

Wie kann man zukünftig das Eintreten der

Situation verhindern?

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Erklärungsansätze

biomedizinisch pharmakologisch psychologisch sozio-kulturell

Ursache Physis Chemie Psyche Umfeld

Erklärung Ursache Mensch Substanz Mensch Gesellschaft

Erklärung Droge Krankheitsursache Bedrohung Bewältigungsmittel Begleiter/Bedürfnis

Drogenkonsument schicksalhaft getroffen verführtes Opfer Fehlentwicklung Person

Beurteilung gesund/krank nicht süchtig/süchtig gut/schlecht

soziale Reaktion

Warum nehmen Menschen Drogen?

Verfügbarkeit,

Gesundheitspolitik

Prävention Abschreckung Abschreckung

zwechmäßig/

unzweckmäßig

Verfügbarkeit, Therapie Strafen, Therapie Sozialpolitik, Pädagogik

Defizitorientiert =

Abschreckung,

psychologische

Kompetenzen

Defizite/Mängel als Ursache

Sachkenntnis, Lernen

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Den Umgang mit Drogen lernen?

und

Wie soll das gehen?

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Wozu können Drogen nicht nützlich sein ?

„Sorgen ertrinken nicht im Alkohol


sie können schwimmen!“

Heinz Rühmann

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Rausch als eine von vielen Wirkungen

Sichtweisen auf „Rausch“?

o Medizinisch definiert Intoxikation

o Psychosozial definiert verschiedene

Veränderungen des Bewusstseins

Erweiterung des Bewusstseins

Abhängig von:

•Dosis




Albernheit

Schwips

Trübung/ Einengung des Bewusstseins

•Set

Trunkenheit

•Applikation

Volltrunkenheit

Koma

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Drogen = Rauschmittel?

Psycho-aktive Substanzen unterbreiten mit ihren

pharmakologischen Strukturen den Menschen die Möglichkeit,

Rauschzustände zu erzeugen = Angebot.

Aber

Diese Rauschzustände stellen sich nicht immer und nicht per se

ein! Erst wenn der Mensch die Substanz in einer bestimmten

Menge konsumiert, können unterschiedlich abgestufte

Rauschzustände eintreten = Art des Konsums!

Die rauscherzeugende Menge ist von der jeweiligen Substanz,

aber auch vom körperlichen und psychischen Befinden des

Konsumenten abhängig.

Weil psychoaktive Substanzen nicht immer „Mittel zum Rausch“

sind, ist der Begriff „Rauschmittel“ irreführend!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Drogen = Betäubungsmittel?

Bestimmte psycho-aktive Substanzen unterbreiten mit ihren

pharmakologischen Strukturen den Menschen die Möglichkeit,

sich zu betäuben.

Aber

Andere Substanzen ermöglichen jedoch, feinfühliger, sensibler,

aufgeschlossener für Kontakt und Befinden zu sein = Angebot.

Diese Zustände stellen sich nicht immer und nicht per se ein!

Erst wenn der Mensch die Substanz mit einem bestimmten Set

und in einem bestimmten Setting konsumiert, können solche

Bewusstseinszustände eintreten = Art des Konsums!

Weil nicht alle psychoaktive Substanzen „Mittel zur Betäubung“

sind, ist der Begriff „Betäubungsmittel“ irreführend!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Möglichkeiten, den Drogenkonsum

differenzierter zu sehen:

Erstens:

Drogenkonsum unterscheiden nach

den angestrebten Funktionen!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Welche Wirkungen erwarten Menschen von Drogen?

Verschärfte u. gesteigerte Sinneswahrnehmung, Steigerung der

Phantasiebereitschaft, künstlerische u. religiöse Impulse

provozieren, Lösung von konventionellem Verhalten (z. B.

Sexualität).

Stimmungen u. kognitive Orientierung, soziale Erleichterung,

Selbstwahrnehmung, Innenbefindlichkeiten verändern.

Evidenzerlebnisse = spontan auftretende, unmittelbar gegebene

Einsichten, zu denen im nüchternen Zustand nicht mit der gleichen

Spontaneität u. Gewissheit gefunden wird.

Illusion = Verkennung/Umdeutung von wahrgenommenen

Gegenständen und Verhaltensweisen.

Halluzinationen = Konfrontation mit nicht existierenden Situationen,

Gegenständen.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Wozu können Drogen nützlich sein?

Erleichterung von Kontakt u. Kommunikation: Erleichtert die

Kontaktaufnahme sowie lockert Konventionen auf o. entbindet davon (z. B. in Wartesituationen

u. Unterhaltungen)

Entspannung: Auflockerung, Gefühl u. Verstand miteinander verbinden,

Belastungen u. inneren Druck besänftigen o. loswerden,

Soziale Anpassung: Zugang zu Freundesgruppen, Stärkung u. Unterstützung

der tatsächlichen o. angestrebten Gruppenzugehörigkeit

Soziale Anerkennung/Prestige: soziale Anerkennung in o. Zugehörigkeit zu

bestimmten Lebensstilen erreichen o. demonstrieren (u.a. auch Antizipation von

Erwachsenenverhalten)

Leistungsbeweis: Kraftprobe mit Spielcharakter o. als Kompensation (individuelle

Unzulänglichkeiten durch demonstrativen Leistungsbeweis ausgleichen

Ausdruck o. Signal: Protest durch bewusstes Verletzen gesellschaftlicher o.

elterlicher Werte, auch Überforderung, Krise, Hilfeersuchen

Probleme ausschalten: Reduktion o. Betäuben von Wahrnehmung u.

Empfindungen, nicht bei Sinnen sein zu müssen

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Jugendlicher Drogenkonsum: Symbolisch aufgeladen

Was verbinden Jugendliche mit Drogenkonsum?

„Erwachsen-Sein“ u. Demonstration eines

Erwachsenenverhaltens

Bewusste Verletzung von Grenzen, die von Erwachsenen

gesetzt werden

Protest u. Kritik (an Eltern, Lehrern, sozialen Strukturen etc.)

Streben nach intensiven Erfahrungen (Grenz- und

Selbsterfahrungen)= Spielart jugendtypischen exzessiven

Verhaltens

Distinktionsfunktion: Teilhabe an subkulturellen Lebensstilen

Ausdruck o. Signal für Überforderung, Krisen, Hilfesignal

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Jugendlicher Drogenkonsum: Symbolisch aufgeladen

Was verbinden Jugendliche mit Drogenkonsum?

Zu beachten: Drogenkonsum bei

Jugendlichen ist vielfach symbolisch

aufgeladen!!!

Das heißt:

Es geht eigentlich nicht um die

pharmakologischen Effekte des Konsums,

sondern eher um das, was man mit dem

Konsum sozial ausdrücken kann!!!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum als:

Drogenkonsum: Allgemeine Funktionen

Welche Funktionen lassen sich allgemein unterscheiden?

Mittel für Exkursionen aus dem Alltag

Mittel, den Alltag besser zu meistern

Mittel, den Alltag zu verschönen

Mittel für eine Flucht aus dem Alltag

Es gibt nicht „den“ Drogenkonsum,

sondern

ganz verschiedene Umgangsweisen mit Drogen,

die wiederum unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Möglichkeiten, den Drogenkonsum

differenzierter zu sehen:

Zweitens:

Drogenkonsum unterscheiden nach

kulturellen Inszenierungen!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Welche Arten der Drogeneinnahme gibt es?

Kulturelle Inszenierungen, die dem

Drogenkonsum bestimmte Funktionen geben:

Sakraler Natur (rituell, heilig, religiös)

Profaner Natur (weltlich, alltäglich)

Medizinischer Natur

Ästhetischer Natur

Künstlerischer/Schöpferischer Natur

Politischer Natur

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Möglichkeiten, den Drogenkonsum

differenzierter zu sehen:

Drittens:

Drogenkonsum unterscheiden nach

seinem Bezug zum Alltag!

(Soellner, R., Kleiber, D.: Cannabiskonsum: Konsumausmaß und

Konsummuster. In: akzeptanz 2001, S. 147-162)

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Umgangsweisen

Drogenkonsum differenzieren nach Bezug zum Alltag!

Versuchsweiser Konsum (1-3x)

Hauptmotiv Neugier u. Gruppendruck

Gelegentlicher Konsum (1-2x pro Monat)

Konsum meist spontan u. ungeplant, wenn Droge leicht erhältlich,

Hauptgründe geselliger Art, hat kein besonderes Gewicht für Lebensstil,

eher andere Aktivitäten begleitend

Regelmäßiger Konsum (1x o. mehrmals wöchentlich)

Gewisse Gewöhnung u. Einbindung in Lebensstil, es werden

Anstrengungen unternommen, Möglichkeiten des Konsums zu finden

Starker Konsum (täglich o. periodische Exzesse)

Drogen dominieren das Leben, Beschaffung u. Konsum binden Zeit,

Denken, Kommunikation, Interessen u. Energien

Bedarf an Unterstützung jeweils unterschiedlich!!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Warum konsumieren Menschen Drogen?

Möglichkeiten, den Drogenkonsum

differenzierter zu sehen:

Viertens:

Drogenkonsum unterscheiden nach

seinem Betrag zu Problemen!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Person

Drogenkonsum: ein differenziertes Phänomen

Droge

Sucht

Drogenmissbrauch

Drogengebrauch

Umwelt

Prof. Dr. Gundula Barsch


Person

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Drogenkonsum: ein differenziertes Phänomen

Droge

Sucht

Drogenmissbrauch

Drogengebrauch

Das sogenannte Suchtdreieck symbolisiert:

Differenziertheit des Phänomens

Drogenkonsum

Größenordnungen bezüglich der

Verbreitung

Einflussfaktoren für das Zustandekommen

Effekte des Drogenkonsums

Folgen bei problematischem Konsum

Das Eisbergphänomen bei der

Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit

Umwelt

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Umgangsweisen mit Alkohol in unserer Kultur

Welche Größenordnung haben Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit?

100 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung

5 % leben abstinent 95 % trinken Alkohol

70-75 % gebrauchen Alkohol.

25-20 % missbrauchen Alkohol

situativ oder permanent.

5-7 % erfüllen die Kriterien

einer Alkoholabhängigkeit.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Genuss und Gebrauch

Was ist Genuss?

„Der Konsum wird mit allen Sinnen genossen!“ =

dem Genuss gilt die besondere Aufmerksamkeit,

deshalb wird er als besonders angenehm

empfunden, während des Gebrauchs wird die

Befriedigung von Lust empfunden.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Genuss und Gebrauch

Was ist Gebrauch?

„Der Konsum stellt eine nutzbringende, sinnvolle und

hilfreiche Verwendung dar, die zur persönlichen,

gesellschaftlichen und/oder natürlichen Entwicklung

beiträgt.“

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Genuss und Gebrauch in unserer Kultur

Essen ist ein Bedürfnis des Magens,

Trinken eines der Seele.

Ersteres ist gewöhnliches Handwerk,

Letzteres Kunst!

Claudia Tillier (1801-1844)

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Was ist Missbrauch?

Was ist Missbrauch?

Biomedizinische Vorgaben zur Vermeidung von Missbrauch

In der Regel über Mengenangaben definiert:

Empfehlungen: Menge einer konsumierten Substanz,

mit der körperliche Schäden sicher vermieden werden

können.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

Binge Drinking: Über Mengen definiert und als Missbrauch deklariert!

Für Schüler: Mehr als drei Drinks pro Trinkgelegenheit in den

letzten zwei Wochen.

Bei erwachsenen Männern: Fünf und mehr Trinkeinheiten pro

Trinkgelegenheit in den letzten zwei Wochen.

Bei erwachsenen Frauen: Vier und mehr Trinkeinheiten pro

Trinkgelegenheit in den letzten zwei Wochen.

Regelmäßige Binge Drinker = diejenigen, die in den letzten zwei

Wochen bei drei oder mehr Trinkgelegenheiten

(beziehungsweise durchschnittlich ein Mal pro Woche) diese

Menge Alkohol getrunken haben.

Konsum jener Menge Alkohol, die eine Blutalkoholkonzentration

von mindestens 0,8 Promille bewirkt“.

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

Was ist nach psychiatrischen Kriterien „Missbrauch“?

Kriterien nach DSM-IV:

Wiederholter Konsum, der zu einem Versagen bei der

Erfüllung wichtiger Verpflichtungen bei der Arbeit, in der

Schule oder zu Hause führt.

Wiederholter Konsum in Situationen, in denen es aufgrund

des Konsums zur körperlichen Gefährdung kommen kann

(Straßenverkehr, Arbeit, Sport).

Wiederkehrende rechtliche Probleme im Kontext des

Konsums.

Andauernder Konsum trotz ständiger, sich wiederholender

sozialer und zwischenmenschlicher Probleme, ausgelöst

durch die Auswirkungen des Konsums (Streit, körperliche

Auseinandersetzungen).

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

Was ist nach allgemeinen medizinischen Kriterien „Missbrauch“?

„Schädlicher Gebrauch“ nach ICD-10:

Durch die Konsummuster tritt eine tatsächliche Schädigung der

psychischen oder physischen Gesundheit des Betroffenen ein.

Definition:

Nimmt Abstand von Kriterien wie „Ablehnung des

Konsumverhaltens oder einer bestimmten Substanz durch

andere“ oder „negative soziale Folgen wie Inhaftierung

oder Eheprobleme“ = Versuch, moralische Zuweisungen

zu vermeiden.

Lässt aber soziale und psychosoziale Folgen ganz

unberücksichtigt!?

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

Wann kann man aus sozialpädagogischer

Sicht von Missbrauch sprechen?

Verbunden mit erheblicher Selbst- u. Fremdgefährdung.

Beeinträchtigt das soziale Zusammenleben

(Kriminalität, Verletzung von Pflichten).

Schädigt die physische u. psychische Gesundheit des

Konsumenten.

Verlust von Integrität sowie verantwortlicher Handlungsu.

Entscheidungsfähigkeit u. Würde.

Physische, psychische u. soziale Aspekte eingeschlossen!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

„Würde ist etwas,

was man nicht mit Alkohol

konservieren kann!“

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

Situative Aspekte, durch die Konsum zum Missbrauch wird:

Durch Personen in einem ungeeigneten physischen u.

psychischen Zustand (z. B. Schwangerschaft, prädisponierte

Personen)

Zur ungeeigneten Zeit

Am ungeeigneten Ort (z. B. Leistungsbereiche wie Arbeit,

Straßenverkehr, Kinderbetreuung)

In ungeeigneter Menge (allgemein o. in einer bestimmten

Zeiteinheit)

In ungeeigneter Form (ungenügende Qualität, ungeeignete

Konzentration)

Ermöglicht das Erfassen der Variabilität von Missbrauch!

Prof. Dr. Gundula Barsch


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Drogenkonsum: Missbrauch

„Die wahre Philosophie, meine ich,

besteht darin, den Missbrauch zu

verdammen, ohne den Gebrauch zu

untersagen. Man muss alles

entbehren können, aber auf nichts

verzichten.“

Friedrich der Grosse 1712-1786

Prof. Dr. Gundula Barsch

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