Der Weg nach Mekka - ein Film von Georg Misch - filmABC

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5. Muhammad Asad – der interkulturelle Grenzgänger

Ein Beduine ließt in dem Buch „Der Weg nach Mekka“.

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Muhammad Asad steht für eine Person, die man als

„interkulturellen Grenzgänger“ bezeichnen kann.

Asads „Überschreitungen“ betrafen sowohl Länder, Kulturen

als auch Religionen: Durch seine nahöstlichen Reisen

und persönlichen Begegnungen mit muslimischen

Vertretern (wie z.B. der enge Kontakt zum Saudi-Arabischen

König ‚Abd al-‘ Aziz Al Saud) wurde sein Interesse

für den Islam geweckt. Das Erlernen der Sprache ermöglichte

das Verständnis des Koran und die anschließende

Konversion markiert den Übertritt in eine andere Religionsgemeinschaft.

Somit mündete der konkrete Kontakt mit dem Islam

nicht nur in ein anfängliches Interesse, sondern auch in

ein grundlegendes Verständnis des „Anderen“. Bei der

Annäherung an die ihm anfangs „fremde“ Kultur (arabisch-islamische

Welt) hatte er das Glück, aus „Vergangenem“

schöpfen zu können (wie z.B. das Wissen und

die Kenntnis über die westliche Welt, Verbindungen

und Kontakte in Europa). So halfen ihm seine Kenntnisse

von Judentum und Christentum nicht nur dabei, die

Besonderheiten und Unterschiede des Islam zu erfassen

und zu verstehen, sondern auch die Gemeinsamkeiten

zu erkennen.

Insgesamt verdeutlicht Asads Grenzgängertum, dass

Kulturen immer offene, durchlässige und veränderliche

Grenzen haben und wie nahezu selbstverständlich

Einzelnen und Gruppen das Überqueren kultureller

Grenzen möglich sein kann. Damit steht Asad für den

ständig „Suchenden“, der seine eigene Lebenswelt fortwährend

änderte, um Altes mit Neuem zu verbinden.

Fragestellungen:

- Inwiefern ist Muhammad Asad ein „Grenzgänger“?

In welchen Punkten überschritt er „Grenzen“?

Welche Szenen im Film offenbaren seine „Überschreitungen“?

- Worin bestanden die Herausforderungen für

Muhammad Asad?

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