Leistungsbilanz

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Kapitel 5 Leistungsbilanz

raums als auch die bis zu diesem Zeitpunkt prognostizierten Ausschüttungen (ebenfalls abgezinst)

einander gegenübergestellt. Gleiches haben wir für die im Jahr 2008 vorzeitig beendeten

Lokomotiven-Leasingfonds Genava und Tiran vorgenommen (siehe Tabelle »vorzeitig beendete

Leasingfonds« S. 32 und 33).

Ungeachtet dieser für uns als Initiatorin eher ungünstigen Vergleichsbetrachtung, liegen die Ist-

Ergebnisse für oben genannte beendete Beteiligungen für die Anleger durchweg über den Prognosen.

Ausschüttungen kumuliert

Das wichtigste Kriterium für den Anlageerfolg einer Beteiligung ist die Erwirtschaftung der im Prospekt

prognostizierten Ausschüttungen. Bis auf 27 Abweichungen konnten an die Investoren die

prognostizierten Beträge ausgeschüttet werden. Davon kam es bei sieben Fonds zu geringen Unterschreitungen

von weniger als zehn Prozent.

Die zwanzig Abweichungen über zehn Prozent resultieren

- aus einem Dissens zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer über Mietanpassungen, welcher

vor dem Landgericht München I ausgetragen und zwischenzeitlich unter den Parteien

verglichen wurde (Gemma KG);

- aus der angefallenen Mindestgewerbesteuer, die aber durch die Anrechnung bei der Einkommensteuer

für die Anleger weitgehend liquiditätsneutral ist (Lord III KG, Otto Lilienthal V KG,

Meradin II KG);

- aus geringeren laufenden Zinserträgen und nur anteilig vorzunehmender Ausschüttung während

der längeren Platzierungsphase (Troubadour KG);

- aus dem Gesellschafterbeschluss, keine Ausschüttungen mehr vorzunehmen, um bei Ablauf

der Zinsfestschreibung im Jahr 2007 Sondertilgungen vornehmen zu können (Private Placement,

ohne Nennung, jedoch in Ergebnisstatistik enthalten);

- aus der endgültigen Abrechnung der Investitionskosten, woraus ein marginaler Betrag nicht

über die Leasingraten amortisiert werden kann (Private Placement, ohne Nennung, jedoch in

Ergebnisstatistik enthalten);

- aus einer gegenüber der Prognose niedrigeren Infl ationsentwicklung; demnach erfolgen Mietanpassungen

mit zeitlicher Verzögerung (Hirundo KG);

- aus rückläufi gen Mietpreisen und einem immer noch unbefriedigenden durchschnittlichen

Vermietungsstand im Jahr 2008 von 84 Prozent (MC Essen Mielesheide KG);

- aus einer noch nicht erfolgten Inbetriebnahme des Fondsobjekts und damit verbundenen

ausbleibenden Mietzahlungen (Imetra KG);

- aus währungsbedingter Berichtigung von Gesellschafterdarlehensforderungen (HVH KG);

- in drei Fällen aus den gegenüber der Prognose geringeren Lizenzzahlungen aus der Verwertung

der Filme (Montranus, Montranus II, Montranus III);

- aus einem geringeren Gesamtüberschuss durch die vorzeitige Veräußerung der Fondsimmobilie

(Merit II L.P.);

- aus einer mit dem Leasingnehmer erfolgten Erstfestsetzung der Leasingraten, welche marginal

unterhalb der Sollwerte erfolgte und somit über die Leasinglaufzeit zu leicht geringeren

Einnahmen führt (Private Placement, ohne Nennung, jedoch in Ergebnisstatistik enthalten);

-

aus einer noch nicht erfolgten Einigung zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer bzgl. endgültiger

Festlegung von Leasingraten, was aktuell zum Einbehalt von Ausschüttungen gegen-

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