Das Themenheft zum Download - Ganztägig Lernen.

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Öffentlichkeitsarbeit als Impuls zur (Ganztags-)Schulentwicklung

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mit diesen Widerständen umgegangen wird, wie sie überwunden werden

können.

Wirksame Beteiligungsangebote scheinen eine Möglichkeit darzustellen, konstruktiv

mit Widerständen umzugehen. Denn Widerstände sind ja ständige

Begleiter, es wird immer unterschiedliche Meinungen geben. Nie wird ein

ganzes Kollegium oder eine Schulgemeinschaft zu 100% hinter einem Leitbild

oder einer sonstigen Entscheidung stehen. Einige werden immer mit bestimmten

Dingen nicht zufrieden sein und es geht darum, diese Personen in angemessener

Weise einzubeziehen und zu beteiligen. Das heißt nicht, dass

basisdemokratisch über jeden kleinen Teil des Ganzen abgestimmt werden

kann, das würde Energien binden, die für die inhaltliche Arbeit benötigt

werden. Es kommt vielmehr auf die Kunst an, als Schulleitung über die richtigen

und wichtigen Dinge abstimmen zu lassen und die Menschen einzubeziehen.

Das ist nur zu verwirklichen, wenn die Schulleitung in gutem Kontakt

und im Dialog ist mit den Kolleginnen und Kollegen. Dann hat sie ein Gefühl

dafür, was sie vorgeben kann und worüber abgestimmt werden muss. Das ist

weniger eine formale oder sachliche als eine psychologische Überlegung.

Man benötigt – insbesondere bei größeren Kollegien – Gruppen, die die Personen,

Meinungen und Stimmungen des Kollegiums abbilden.

Unverzichtbar sind auch klare Entscheidungsstrukturen, so dass alle wissen,

wer worüber entscheidet. Öffentlichkeitsarbeit ist auch eine Leitungsaufgabe.

Es sollte eine Konzeptgruppe geben, die das Vertrauen des Kollegiums

genießt. Denn es muss natürlich Überzeugungsarbeit geleistet werden und

transparent sein, wie bestimmte Ergebnisse zustande gekommen sind. Wenn

aber die Konzeptgruppe eine Empfehlung ausspricht, muss dafür entschieden

werden, manchmal auch ohne 90%ige Mehrheit. Es geht bei der Öffentlichkeitsarbeit

darum, sich nach außen hin darzustellen. Diese Organisationskommunikation

ist erstens längerfristig angelegt, zweitens umfänglicher als

nur die Summe der Meinungen der Beteiligten. Oft herrscht auch Angst vor,

so dass Dinge nicht getan werden, weil sie beispielsweise drei Personen nicht

gefallen. Es gehört etwas Mut dazu, bestimmte Dinge auszuprobieren und

durchzuführen. Beispiele zeigen, dass damit gute Erfahrungen gesammelt

werden, weil häufig anfängliche Skeptiker durch positive Wirkungen überzeugt

werden können.

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