GESCHÄFTSBERICHT 2009 - GAM Holding AG

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GESCHÄFTSBERICHT 2009 - GAM Holding AG

GESCHÄFTSBERICHT 2009


INHALTSVERZEICHNIS

AKTIONÄRSBRIEF 3

CORPORATE GOVERNANCE 5

FINANZBERICHT KONZERN 27

GAM HOLDING AG 109

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

1

INHALTSVERZEICHNIS


2 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Aktionärsbrief

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

2009 war ein weiteres äusserst ereignisreiches Jahr an den Finanzmärkten, das ähnlich begann

wie das Jahr 2008 endete: mit starken Marktverwerfungen und einer sehr hohen Risikoaversion bei

den Anlegern. Bis zum Jahresende legten dann aber praktisch alle Asset-Klassen markant zu, was

in erster Linie den direkten Interventionen der Regierungen und Zentralbanken zu verdanken war.

Die entsprechenden Auswirkungen dürften das politische, wirtschaftliche und regulatorische

Umfeld weltweit noch geraume Zeit prägen.

Für uns stand das Jahr 2009 ganz im Zeichen der Veränderung. Im Mai kündigte die Julius Bär Holding AG die Aufteilung des Private Bankingund

des Asset Management Geschäfts in zwei getrennt kotierte, unabhängige Gruppen an. Am 1. Oktober 2009 wurde diese Trennung

erfolgreich vollzogen: Das Private Banking-Geschäft wurde unter der neu gegründeten Julius Bär Gruppe AG aus der Julius Bär Holding AG

ausgegliedert und an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Julius Bär Holding AG wurde anschliessend in GAM Holding AG umbenannt.

Nach dem erfolgreichen Börsengang von Artio Global Investors Inc. an der New York Stock Exchange im September umfasst die GAM Holding

AG nun die beiden eigenständigen Asset Management-Geschäftssegmente GAM und Swiss & Global Asset Management. Unsere Produktpalette

umfasst aktienbasierte, festverzinsliche und alternative Anlagestrategien, Private Label-Fonds und Portfoliomanagement-Dienstleistungen. Die

Gruppe hält zudem eine Beteiligung von 27.9% an Artio Global Investors Inc.

Dank der ausgesprochen starken Positionierung von GAM und Swiss & Global Asset Management können die beiden Geschäftsbereiche

Strategien verfolgen, die optimal auf ihre jeweiligen Zielmärkte und Kundensegmente abgestimmt sind. Während sich die Anlageprodukte und

-dienstleistungen von Swiss & Global Asset Management hauptsächlich auf traditionelle Anlagen konzentrieren, ist GAM vor allem für seine

alternativen und seine Absolute Return-Strategien bekannt.

Nach einem schwierigen Jahr 2008 erholte sich GAM 2009 merklich und profitierte insbesondere von der Übernahme von Augustus Asset

Managers Ltd. im Mai, dem auf Währungs- und festverzinsliche Anlagen spezialisierten Vermögensverwalter mit Sitz in London. Durch die

Übernahme wird das Geschäft von GAM optimal ergänzt, vor allem angesichts des wachsenden Anlegerinteresses an festverzinslichen Strategien

und der anhaltend starken Performance der von diesem Team verwalteten Produkte. Nach einem Nettoabfluss von Mitteln im ersten Halbjahr

2009 verzeichnete GAM in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Netto-Neugeldzufluss, vorwiegend in die erweiterte Palette festverzinslicher

Produkte. Bei institutionellen Kunden weist das alternative Segment nach wie vor vielversprechendes Potential für die Zukunft auf und das neue

Angebot der UCITS-III-Fonds stösst bei den europäischen Vermögensverwaltern auf wachsendes Interesse. Per Ende 2009 beliefen sich die von

GAM verwalteten Vermögen auf CHF 51.0 Milliarden, was einen Anstieg um 22% seit Ende 2008 (CHF 41.7 Milliarden) bedeutet.

Swiss & Global Asset Management blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, was von der starken Positionierung der drei Geschäftsbereiche –

Anlagefonds, institutionelle Lösungen und Private Labelling – zeugt. Per Ende Jahr verwaltete Swiss & Global Asset Management Vermögen in

Höhe von CHF 73.0 Milliarden, was einer Zunahme von 28% gegenüber dem Wert von CHF 57.2 Milliarden zum Jahresende 2008 entspricht.

Die Hälfte dieses Zuwachses ist auf Netto-Neugeldzuflüsse zurückzuführen. Der Grossteil der Produktpalette erzielte sowohl absolut als auch

relativ betrachtet eine starke Performance.

Die konsolidierte Bilanz der Gruppe ist mit einem Tangible Equity von CHF 1 223 Millionen (ohne Goodwill, Markenwert und

Kundenbeziehungen als Vermögenswert in Höhe von CHF 1 397 Millionen) nach wie vor sehr gesund.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

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AKTIONÄRSBRIEF


Das Grundprinzip für unsere Politik zur Kapitalbewirtschaftung besteht darin, Überschusskapital bestmöglich an die Aktionäre zurückzugeben.

Nach der Abspaltung der Julius Bär Gruppe AG wird 2010 jedoch ein Übergangsjahr für die GAM Holding AG werden, in dem wir unser Kapital

für verschiedene neue und mögliche Zwecke einsetzen werden. Aus diesem Grund wird für das Geschäftsjahr 2009 ein Verzicht auf eine

Dividendenausschüttung vorgeschlagen. In den folgenden Jahren sollen dann wieder Dividenden von über 50% des Konzerngewinns angestrebt

werden.

Sobald wir die Finanzkrise endgültig hinter uns gelassen haben und wieder in die Zukunft schauen können, sind wir meines Erachtens sehr gut

positioniert, um in der Asset Management-Branche eine führende Rolle zu übernehmen. An unserem obersten Ziel, das wir mit Leidenschaft

und Engagement verfolgen, hat sich nichts geändert: Mit Hilfe der besten Anlagespezialisten wollen wir für unsere Kunden auf mittlere und

lange Sicht überdurchschnittliche Erträge generieren. Als unabhängige, kotierte Gesellschaft verfügt die GAM Holding AG über eine grössere

Flexibilität, um ihr globales Vertriebsnetzwerk weiter auszubauen und neue Partnerschaften mit Privatbanken sowie Vermögensverwaltern

einzugehen. Gleichzeitig kann sie auch künftig auf bestehende Beziehungen bauen. Ausserdem kann die GAM Holding AG dank ihrer Grösse

angemessen auf die wachsende weltweite Nachfrage institutioneller Anleger nach erstklassigen aktiven Anlagelösungen reagieren.

Ich möchte unseren Mitarbeitern, Kunden und Aktionären abschliessend für ihr Vertrauen danken, das sie uns in diesem schwierigen

Marktumfeld entgegenbringen, und hoffe, auch im neuen Jahr auf ihre Unterstützung zählen zu können.

Johannes A. de Gier

Verwaltungsratspräsident und Chief Executive Officer, GAM Holding AG

Zürich, März 2010

4 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Corporate Governance

Konzernstruktur und Aktionariat 8

Kapitalstruktur 10

Verwaltungsrat 12

Geschäftsleitung 18

Inhalt und Festsetzungsverfahren der

Entschädigungen und Beteiligungsprogramme 19

Mitwirkungsrechte der Aktionäre 24

Veränderung der Kontrollverhältnisse und

Abwehrmassnahmen 24

Revisionsstelle 25

Informationspolitik 26

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

5

CORPORATE GOVERNANCE


6 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Corporate Governance

HINTERGRUND

Corporate Governance ist ein bestimmender Faktor der Unternehmensführung. Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter werden im Kontext von

Corporate Governance regelmässig als wichtigste Anspruchsgruppen (Stakeholder) genannt. Zudem beruht unser auf nachhaltigen Erfolg und

Stetigkeit ausgerichtetes Geschäft weitgehend darauf, diese Stakeholder möglichst langfristig zu binden. Unsere Stakeholder haben ein

legitimes Interesse daran, die Persönlichkeiten und internen Gremien zu kennen, welche die Entwicklung des Unternehmens bestimmen,

strategische Entscheidungen fällen und dafür die Verantwortung tragen. Diesem legitimen Informationsbedarf wollen wir in diesem Kapitel des

Jahresberichts gebührend nachkommen.

Die nachfolgenden Informationen zur Corporate Governance der GAM Holding AG folgt der am 1. Juli 2002 in Kraft getretenen und letztmals

per 1. Juli 2009 revidierten Corporate Governance Richtlinie der SIX Swiss Exchange (die «Corporate Governance Richtlinie») sowie den

Leitlinien und Empfehlungen des «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance» von economiesuisse vom 25. März 2002 sowie des

dazu veröffentlichten Anhangs 1, «Empfehlungen zu den Entschädigungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung», vom 6. September 2007,

der die am 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten neuen Artikel 663bbis und 663c Absatz 3 des Schweizerischen Obligationenrechts berücksichtigt.

Soweit in diesem Geschäftsbericht von der «Gesellschaft» oder der «Muttergesellschaft» die Rede ist, bezieht sich dies auf die GAM Holding

AG. Ist von der «GAM Gruppe» oder der «Gruppe» die Rede, bezieht sich dies auf die GAM Holding AG und all ihre Tochterunternehmen. Mit

«Verwaltungsrat» und «Geschäftsleitung» sind die entsprechenden Organe der GAM Holding AG gemeint.

Die folgenden Angaben entsprechen dem Stand per 31. Dezember 2009.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

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CORPORATE GOVERNANCE


1. KONZERNSTRUKTUR UND AKTIONARIAT

1.1 TRENNUNG DES PRIVATE BANKING- UND DES ASSET MANAGEMENT-GESCHÄFTS DER JULIUS BÄR HOLDING AG

Per 1. Oktober 2009 wurde das Geschäft der Julius Bär Holding AG in zwei getrennte, unabhängige Unternehmen aufgeteilt, die beide an der

SIX Swiss Exchange kotiert sind. Im Rahmen dieser Transaktion übertrug die Julius Bär Holding AG ihr Private Banking-Geschäft und bestimmte

ergänzende Geschäftsbereiche auf die Julius Bär Gruppe AG, die zuvor eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Julius Bär Holding AG

war, und behielt ihr bestehendes Asset Management-Geschäft. Am gleichen Tag wurde die Julius Bär Holding AG in GAM Holding AG

umbenannt.

1.2 OPERATIVE KONZERNSTRUKTUR DER GAM HOLDING AG

GAM Holding AG

Verwaltungsrat

Geschäftsleitung

Operative Gesellschaften

Die konsolidierten Gesellschaften sind in Erläuterung 24 publiziert.

Die obige Grafik gibt die per 1. Oktober 2009 neu eingeführte Holdingstruktur sowie das Geschäftsmodell der GAM Gruppe wieder,

einschliesslich der seit dem 1. Oktober 2009 gültigen Zusammensetzung der Geschäftsleitung der GAM Holding AG.

Die GAM Holding AG hält nach dem erfolgreichen Börsengang von Artio Global Investors Inc. im September 2009 an der New York Stock

Exchange weiterhin eine 27.9%ige Beteiligung an diesem Unternehmen.

8 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


1.3 BEDEUTENDE AKTIONÄRE/BETEILIGTE

Gemäss den bei der GAM Holding AG eingegangenen Meldungen hielt per 31. Dezember 2009 jeder der nachfolgend aufgeführten Aktionäre

mehr als 3% der Stimmrechte an der GAM Holding AG1 :

STIMMRECHTE VERBUNDEN MIT ERWERBS- RESULTIERENDER GESAMTSTIMM-

STIMMRECHTE VERBUNDEN MIT UND WANDELRECHTEN SOWIE EINGERÄUMTEN RECHTSANTEIL IM ZEITPUNKT DER

AKTIEN/BETEILIGUNGSPAPIEREN VERÄUSSERUNGSRECHTEN MELDUNG

Aktionär/Beteiligter

Davis Selected Advisers L.P. 2 8.46% - 8.46%

BlackRock Inc. 3 4.21% 0.06% 4.27%

Credit Suisse Asset Management Funds AG4 3.25% - 3.25%

Harris Associates L.P. 5 3.02% - 3.02%

1 Die Stimmrechtsbeteiligung sowie die übrigen in Abschnitt 1.3 verwendeten Begriffe verstehen sich im Sinne der anwendbaren börsenrechtlichen Regelungen.

2

Davis Selected Advisers L.P., Tucson, USA.

3

BlackRock Inc., New York, USA.

4

Credit Suisse Asset Management Funds AG, Zürich, Schweiz, als Manager kollektiver Kapitalanlagen.

5 Harris Associates L.P., Chicago, USA.

1.4 KREUZBETEILIGUNGEN

Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen zwischen der GAM Holding AG und deren Tochtergesellschaften oder Drittgesellschaften.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

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CORPORATE GOVERNANCE


2. KAPITALSTRUKTUR

2.1 KAPITAL

Per 31. Dezember 2009 betrug das ordentliche Kapital CHF 10 331 537.80. Es besteht kein genehmigtes Kapital.

Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt CHF 10 331 537.80. Es ist voll liberiert und verteilt sich auf 206 630 756 Namenaktien mit einem

Nennwert von je CHF 0.05. Die Namenaktien (Valoren-Nr. 10 265 962; ISIN CH0102659627) sind an der SIX Swiss Exchange kotiert und im

Swiss Leader Index (SLI) sowie im Swiss Market Index Mid (SMIM) enthalten.

2.2 BEDINGTES KAPITAL IM BESONDEREN

Das Aktienkapital der Gesellschaft kann durch Ausgabe von höchstens 10 000 000 voll zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von

je CHF 0.05 im Maximalbetrag von CHF 500 000 durch Ausübung von Options- oder Wandelrechten erhöht werden, welche in Verbindung mit

Anleihensobligationen der Gesellschaft oder einer ihrer Tochtergesellschaften eingeräumt werden. Bestehende Aktionäre sind von den

Bezugsrechten ausgeschlossen. Der Erwerb von Aktien durch die Ausübung von Options- oder Wandelrechten sowie jede nachfolgende

Übertragung von Aktien unterliegen den Eintragungsbeschränkungen von Artikel 4.3 ff. der Statuten.

Der Verwaltungsrat kann bei der Ausgabe von Options- oder Wandelanleihen das Vorwegzeichnungsrecht der Aktionäre aus „wichtigen Gründen“

aufheben.

„Wichtige Gründe“ können insbesondere die Sicherstellung optimaler Konditionen bei der Begebung der Anleihe und die Gewährleistung der

Gleichbehandlung zwischen Aktionären im In- und Ausland sein. Schliesst der Verwaltungsrat das Vorwegzeichnungsrecht aus, gilt Folgendes:

a) Wandelrechte dürfen höchstens während sieben Jahren und Optionsrechte höchstens während vier Jahren ab dem Zeitpunkt der Emission

der betreffenden Anleihe ausübbar sein.

b) Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu den jeweiligen Wandel- bzw. Optionsbedingungen. Wandel- bzw. Optionsanleihen sind zu

marktkonformen Konditionen (einschliesslich der marktüblichen Verwässerungsschutzklauseln) zu emittieren. Der Wandel- bzw. Optionspreis

muss mindestens dem Durchschnitt der letztbezahlten Börsenkurse an der SIX Swiss Exchange während der fünf Tage entsprechen, die der

Festlegung der definitiven Emissionskonditionen für die jeweilige Wandel- bzw. Optionsanleihe vorangehen.

2.3 KAPITALVERÄNDERUNGEN

Die Kapitalveränderungen der letzten beiden Jahre sind in Erläuterung 18 beschrieben. Für die Beschreibung der Kapitalveränderungen im Jahr

2007 wird auf den Jahresbericht der Julius Bär Holding AG für das Jahr 2007 verwiesen.

10 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


2.4 AKTIEN UND PARTIZIPATIONSSCHEINE

Aktien

2009 1 2008

Zahl der Aktien per 31. Dezember

Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 0.05 (alle dividendenberechtigt) 206 630 756 211 034 256

1

Gemäss Beschluss der Ordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 wurden 4 403 500 von der Gesellschaft selbst gehaltene Julius Bär Holding AG Namenaktien im Zuge der

Herabsetzung des Aktienkapitals vernichtet.

Es existieren keine Vorzugsrechte oder ähnliche Berechtigungen. Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Es besteht kein Partizipationskapital.

2.5 GENUSSSCHEINE

Es bestehen keine Genussscheine.

2.6 BESCHRÄNKUNGEN DER ÜBERTRAGBARKEIT UND NOMINEE-EINTRAGUNGEN

Die Gesellschaft führt ein Aktienbuch, in das die Eigentümer und Nutzniesser der Namenaktien mit Namen, Adresse und Staatsangehörigkeit

bzw. im Falle juristischer Personen mit dem Sitz eingetragen werden. Im Verhältnis zur Gesellschaft wird als Aktionär betrachtet, wer im

Aktienbuch eingetragen ist.

Unverurkundete Namenaktien und die daraus entstehenden unverurkundeten Rechte können nur durch Zession übertragen werden. Die Zession

bedarf zur Gültigkeit der Anzeige an die Gesellschaft. Werden nicht verurkundete Namenaktien im Auftrag eines Aktionärs von einer Bank

verwaltet, so können diese Aktien nur unter Mitwirkung der Bank übertragen werden.

Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch hin als Aktionäre mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, wenn sie ausdrücklich erklären,

diese Aktien in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben zu haben. Ist der Erwerber nicht bereit, eine solche Erklärung abzugeben,

kann der Verwaltungsrat die Eintragung verweigern, was dieser in der Regel auch tun würde.

Der Verwaltungsrat kann Grundsätze über die Eintragung von Treuhändern/Nominees aufstellen und solche bis maximal 2% des Aktienkapitals

mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen lassen. Weitere Einzelheiten dazu sind in Artikel 4.4 der Statuten festgelegt.

2.7 WANDELANLEIHEN UND OPTIONEN

Es sind keine Wandel- oder Optionsanleihen ausstehend. Informationen zu den Mitarbeiteroptionen sind in Abschnitt 5.5 sowie in Erläuterung

27 offen gelegt.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

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CORPORATE GOVERNANCE


3. VERWALTUNGSRAT

Alle Mitglieder des Verwaltungsrats der GAM Holding AG sind nicht-exekutive Mitglieder, mit Ausnahme von Johannes A. de Gier, der zugleich

Chief Executive Officer und Präsident des Verwaltungsrats der GAM Holding AG ist.

3.1 MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATS

Johannes A. de Gier (geboren 1944), Niederländischer Staatsangehöriger; 1970 Abschluss lic. iur. der Universität Amsterdam. 1980–1991

verschiedene Funktionen beim Schweizerischen Bankverein, SBC Warburg und Warburg Dillon Read; 1991–2001 UBS Warburg, Präsident und

Chief Executive Officer sowie Mitglied der Konzernleitung der UBS AG; 2001–2003 UBS AG, exekutiver Vizepräsident des Verwaltungsrats; seit

2002 Präsident des Verwaltungsrats der GAM Holding AG; 2003 bis November 2005 Präsident des Verwaltungsrats der SBC Wealth

Management AG; 2003 bis November 2006 Vizepräsident des Verwaltungsrats der Banco di Lugano; 2003 bis März 2006 Ehinger & Armand

von Ernst, zuletzt als Präsident des Verwaltungsrats; 2003 bis Februar 2006 Ferrier Lullin & Cie SA, zuletzt als Vizepräsident des

Verwaltungsrats. Eintritt in die Julius Bär Gruppe am 2. Dezember 2005 als Präsident der Konzernleitung und Group Chief Executive Officer der

Julius Bär Holding AG; November 2007 bis August 2008 Präsident der Geschäftsleitung und Group Chief Executive Officer; Dezember 2008 bis

April 2009 Chief Executive Officer der Bank Julius Bär & Co. AG; 2002 bis 2009 Präsident des Verwaltungsrats der GAM Group AG; für den

Zeitraum von 2009 bis 2011 zum Präsidenten des Verwaltungsrats der GAM Holding AG gewählt. Chief Executive Officer und Präsident der

Konzernleitung der GAM Holding AG seit Oktober 2009.

Hugh Scott-Barrett (geboren 1958), Britischer Staatsangehöriger: Bachelor of Arts in moderner Geschichte, Universität Oxford, Grossbritannien,

1980. Kleinwort Benson Limited, Corporate Finance 1980–1984; Swiss Bank Corporation, 1984–1996; Managing Director – Investment

Banking, 1990–1994; Leiter Corporate Finance und stellvertretender Chief Executive Officer Europa, 1994–1995; Managing Director, SBC

Warburg und Mitglied des Finanzvorstands, 1995–1996. Ab 1996 Chief Executive bei ABN AMRO Corporate Finance Ltd; Leiter des Bereichs

Strategy Review, 1999; Mitglied der Geschäftsleitung, Wholesale Clients, 2000-2003; Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Operating

Officer, 2003–2005; Leiter des SOXA404 Implementierungsteams 2006; Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Financial Officer, 2006 bis

Juli 2007. Ab April 2008 Chief Executive, Capital & Regional plc. Für den Zeitraum von 2009 bis 2011 in den Verwaltungsrat der GAM

Holding AG gewählt.

Dieter A. Enkelmann (geboren 1959), Schweizer Staatsangehöriger; Abschluss lic. iur. der Universität Zürich, 1985. 1985–1997 Credit Suisse

Group, verschiedene Funktionen im Investment Banking in der Schweiz und im Ausland; 1997–2000 Swiss Re, Leiter Corporate Financial

Management und Investor Relations; 2001–2003 Swiss Re, Chief Financial Officer der Geschäftseinheit Financial Services; 2003–2006 Barry

Callebaut, Chief Financial Officer. Ab Dezember 2006 Mitglied der Konzernleitung und Group Chief Financial Officer der Julius Bär Holding AG

(bis November 2007); Mitglied der Geschäftsleitung und von November 2007 bis September 2009 Group Chief Financial Officer der Julius Bär

Holding AG; von September 2008 bis September 2009 administrativer und organisatorischer Leiter der Geschäftsleitung und Group CFO der

Julius Bär Holding AG. Seit Oktober 2009 Chief Financial Officer und Mitglied der Konzernleitungen der Julius Bär Group AG und der Bank

Julius Bär & Co. AG. Für den Zeitraum 2009 bis 2011 in den Verwaltungsrat der GAM Holding AG gewählt.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Béatrice Speiser schied an der Generalversammlung vom 8. April 2009 aus dem Verwaltungsrat aus.

Leonhard H. Fischer wurde an der Generalversammlung vom 8. April 2009 in den Verwaltungsrat gewählt.

Raymond J. Bär, Dr. Rolf P. Jetzer, Peter Küpfer, Gareth Penny, Monika Ribar Baumann, Daniel J. Sauter, Leonhard H. Fischer und Charles G.T.

Stonehill traten per 1. Oktober 2009 aus dem Verwaltungsrat aus.

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 wurden Johannes A. de Gier, Hugh Scott-Barrett und Dieter A. Enkelmann

für eine Amtsdauer von zwei Jahren in den Verwaltungsrat gewählt. Sie traten die Positionen per 1. Oktober 2009 an.

12 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


3.2 WEITERE TÄTIGKEITEN UND FUNKTIONEN

In Anwendung der Corporate Governance Richtlinie sowie des entsprechenden Kommentars der SIX Swiss Exchange werden Mandate und

Interessenbindungen in kotierten in- und ausländischen Gesellschaften sowie solche in in- und ausländischen Finanzgesellschaften ausserhalb

der GAM Gruppe zusätzlich zu den in Abschnitt 3.1 enthaltenen Positionen aufgeführt. Es bestehen keine weiteren

Tätigkeiten/Interessenbindungen im Sinne von Abschnitt 3.2 als die nachfolgend aufgeführten:

Johannes A. de Gier

Keine

Hugh Scott-Barrett

Treuhänder von Winston’s Wish (führende britische Hilfsorganisation für trauernde Kinder)

Dieter A. Enkelmann

Mitglied des Verwaltungsrats von iNNutriGel (Schweiz)

Mitglied des Verwaltungsrats und Leiter des Audit Committee von Cosmo Pharmaceuticals SpA (Italien)

3.3 WAHL UND AMTSDAUER

Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch die Ordentliche Generalversammlung in der Regel auf höchstens drei Jahre gewählt. Unter

einem Jahr ist dabei der Zeitabschnitt zwischen zwei Ordentlichen Generalversammlungen zu verstehen. Die Amtsdauer wird für jedes Mitglied

bei der Wahl festgelegt. Mitglieder, deren Amtsdauer abgelaufen ist, sind sofort wieder wählbar. Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst. Die

maximale (kumulierte) Amtsdauer für die Mitglieder des Verwaltungsrats beträgt in der Regel zwölf Jahre. Mitglieder, die das 67. Lebensjahr

erreicht haben, stellen sich nach Ablauf ihrer Amtsdauer in der Regel nicht mehr zur Wiederwahl. Der Verwaltungsrat kann jedoch in

Ausnahmefällen abweichend davon der Ordentlichen Generalversammlung die Wiederwahl vorschlagen. Die Amtsdauer eines Verwaltungsrats

endet automatisch an der Ordentlichen Generalversammlung in demjenigen Jahr, in dem er sein 70. Lebensjahr vollendet.

Die erstmalige Wahl und die verbleibende Amtsdauer pro Mitglied sind in Abschnitt 3.1 aufgeführt.

3.4 INTERNE ORGANISATIONSSTRUKTUR

Der Verwaltungsrat besteht aus drei oder mehr Mitgliedern. Er versammelt sich, so oft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber einmal im

Quartal. Zur Beschlussfähigkeit ist die Anwesenheit der Mehrheit seiner Mitglieder erforderlich, ausgenommen für den Feststellungs- und den

Statutenanpassungsbeschluss sowie den Kapitalerhöhungsbericht bei Kapitalerhöhungen. Er fasst seine Beschlüsse mit der absoluten Mehrheit

der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den Stichentscheid. Die Mitglieder der Geschäftsleitung der

GAM Holding AG nehmen grundsätzlich an den Sitzungen des Gesamtverwaltungsrats teil. Diese Sitzungen dauern in der Regel etwa einen

halben Tag.

Im Sinne einer Beurteilung seiner Tätigkeit führt der Verwaltungsrat sowohl als Gesamtgremium als auch in den einzelnen Committees jährlich

ein Self Assessment durch. Dabei geht es darum, auf der Basis von zu Beginn des Jahres formulierten Zielen das Erreichte zu überprüfen und

zu beurteilen. Die Ergebnisse aus den Committees werden dem Gesamtverwaltungsrat zur Kenntnis gebracht.

Der Verwaltungsrat trifft sich in der Regel jährlich zu einem Strategieseminar. Ziel des Seminars ist es, die Positionierung der Gruppe vor dem

aktuellen makroökonomischen und unternehmensspezifischen Hintergrund zu analysieren sowie die strategische Ausrichtung der Gruppe zu

überprüfen und gegebenenfalls neu festzulegen.

Im Berichtsjahr traf sich der Gesamtverwaltungsrat zu elf Sitzungen sowie zu einem zweitägigen Strategieseminar.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

13

CORPORATE GOVERNANCE


Anwesenheit der Mitglieder des Verwaltungsrats an den Sitzungen des Verwaltungsrats:

Januar bis September 2009

STRATEGIE

JAN FEB APR MAI 1 JUN AUG 1 AUG SEMINAR SEP 1 SEP 1

Raymond J. Bär2 ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Dr. Rolf P. Jetzer2 ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Peter Küpfer2 ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Gareth Penny2 E E ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ E ✓

Monika Ribar Baumann2 ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Daniel J. Sauter2 ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

Dr. Béatrice Speiser3 ✓ ✓ – – – – – – – –

Leonard H. Fischer2,4 – – ✓ ✓ ✓ E ✓ ✓ ✓ ✓

Charles G.T. Stonehill2 ✓ ✓ ✓ E ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

E = Entschuldigt

1

Sitzung per Telekonferenz

2

Rücktritt als Mitglied des Verwaltungsrats der Julius Bär Holding AG mit Wirkung ab 1. Oktober 2009

3

Schied an der Generalversammlung im April 2009 aus dem Verwaltungsrat aus

4

An der Generalversammlung im April 2009 in den Verwaltungsrat gewählt

Oktober bis Dezember 2009

Johannes A. de Gier1 Dieter A. Enkelmann1 Hugh Scott-Barrett1 1 An der Ausserordentlichen Generalversammlung am 30. Juni 2009 in den Verwaltungsrat gewählt (ab 1. Oktober 2009).

OKT DEZ

✓ ✓

✓ ✓

✓ ✓

Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte einen Präsidenten sowie die Vorsitzenden und die Mitglieder der Committees des Verwaltungsrats. Es

obliegt den Vorsitzenden der Committees, bei Bedarf externe Fachpersonen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung beratend beizuziehen.

Gemäss den Statuten der GAM Holding AG (Art. 9) hat der Verwaltungsrat folgende unübertragbare und unentziehbare Aufgaben:

a) die Leitung der Gesellschaft und die Erteilung der nötigen Weisungen;

b) die Festlegung der Organisation;

c) die Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung, soweit dies für die Führung der Gesellschaft

notwendig ist;

d) die Ernennung und Abberufung der mit der Geschäftsführung betrauten Personen;

e) die Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen, auch im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze und

Bestimmungen;

f) die Erstellung des Geschäftsberichts sowie die Vorbereitung der Ordentlichen Generalversammlung und die Ausführung ihrer Beschlüsse;

g) die Veranlassung der erforderlichen Benachrichtigungen im Falle der Zahlungsunfähigkeit.

Der Verwaltungsrat kann die Vorbereitung und die Ausführung seiner Beschlüsse oder die Überwachung von Geschäften Committees oder

einzelnen Mitgliedern zuweisen.

14 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Aufgaben und personelle Zusammensetzung der gegenwärtig bestehenden Committees des Verwaltungsrats:

Audit Committee

Das Audit Committee wird gemäss dem Audit Committee Charter und dem Organisationsreglement der Gesellschaft tätig.

Die Arbeit des Audit Committee basiert auf anerkannten Empfehlungen für gute Corporate Governance. Es ist verantwortlich für die jährliche

Überprüfung und Genehmigung des Revisionsplans der Internen Revisionsstelle der Gruppe sowie für die Abstimmung mit dem Revisionsplan

der externen Revisoren der Gruppe und dem Risikoprofil der Gruppe. Das Audit Committee leitet und überwacht die Aktivitäten der Internen

Revisionsstelle der Gruppe. Es überprüft das Budget und die personelle Besetzung der Internen Revisonsabteilung der Gruppe. Ausserdem

beurteilt das Audit Committee die Leistung des Leiters der Internen Revision und entscheidet abschliessend über dessen Entschädigung. Der

Vorsitzende des Audit Committee trifft sich regelmässig mit dem Leiter der Internen Revision. Das Audit Committee gewährleistet auf Stufe des

Verwaltungsrats den Kontakt mit den externen Revisoren und überwacht deren Leistung und Unabhängigkeit sowie die Zusammenarbeit mit der

Internen Revisionsstelle der Gruppe. Es überprüft deren Berichte sowie den Management Letter und unterbreitet dem Gesamtverwaltungsrat eine

Empfehlung für die Wahl der externen Revisoren an der Ordentlichen Generalversammlung. Ferner ist es verantwortlich für die Vollständigkeit

der Kontrollen über die Finanzberichterstattung und begutachtet einzelne Abschlüsse, einschliesslich Konzernrechnung, Jahresrechnung sowie

Zwischenabschlüsse, bevor sie dem Gesamtverwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt werden. Es macht sich mit den wichtigsten Aspekten der

Konzernrechnung vertraut und beurteilt wichtige Fragen im Zusammenhang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsstandards. Es stellt die

Einhaltung der Prinzipien der fairen und transparenten Kommunikation von Finanzinformationen sicher. Darüber hinaus überwacht das Audit

Committee das operationelle Risiko der Gruppe und überprüft die geltenden Richtlinien für die operationellen Risiken. Es untersucht

regelmässig die Angemessenheit und Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme unter Berücksichtigung des Risikoprofils der Gruppe. Es

überwacht, dass die Geschäftstätigkeit den Gesetzen und Bestimmungen sowie den internen Richtlinien und den Statuten entspricht und die

Regeln der GAM Holding AG und der Gruppengesellschaften in Bezug auf Konzentrationsrisiken eingehalten werden. Zudem stellt es durch

regelmässige Berichterstattung sicher, dass diese Verpflichtungen durch die Tochtergesellschaften eingehalten werden.

Das Audit Committee besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mehrheit der Mitglieder des Audit Committee sind unabhängig. Es tagt

mindestens viermal pro Jahr für durchschnittlich einen halben Tag. An sämtlichen Sitzungen nehmen sowohl der Leiter der Internen Revision als

auch Vertreter der externen Revisionsstelle sowie der Group Chief Financial Officer und der Group General Counsel teil. Im Berichtsjahr trat das

Audit Committee zu acht Sitzungen zusammen. Es kann bei Bedarf unabhängige Beratung einholen. Von den Mitgliedern des Audit Committee

wird erwartet, dass sie über Fachwissen in den Gebieten Finanzen und Rechnungslegung verfügen. Das Audit Committee berichtet über seine

aktuellen Aktivitäten an den Verwaltungsrat und meldet ihm wichtige Ereignisse. Es überprüft seine Leistungen und Ziele jährlich.

Mitglieder: Hugh Scott-Barrett (Vorsitz), Dieter A. Enkelmann, Johannes A. de Gier

Compensation Committee

Das Compensation Committee wird gemäss dem Compensation Committee Charter und dem Organisationsreglement der Gesellschaft tätig.

Es unterstützt den Verwaltungsrat bei der Festlegung von Vergütungsrichtlinien, bei der Genehmigung von Vergütungsniveaus und bei der

Beurteilung der Leistung von leitenden Mitarbeitern.

Das Compensation Committee entwirft, überprüft und implementiert die Richtlinien der GAM Holding AG zu Entschädigungen und

Nebenleistungen, einschliesslich Altersvorsorge, Entschädigungspläne und Richtlinien für die Entschädigung für den Verwaltungsrat und

Mitglieder der Geschäftsleitung, einschliesslich des Chief Executive Officer. Ausserdem überprüft und genehmigt es alle Entschädigungspläne

für die Gruppe als Ganzes und alle Entschädigungspläne innerhalb der Gruppe, die mit Aktien und Optionen auf Aktien der Gesellschaft

verbunden sind. Das Compensation Committee entscheidet über die Gesamtentschädigung des Präsidenten und der Mitglieder des

Verwaltungsrats sowie der Mitglieder der Geschäftsleitung einschliesslich des Chief Executive Officer. Es bereitet zudem zuhanden des

Verwaltungsrats sämtliche Entschädigungsvorschläge betreffend die unabhängigen Mitglieder des Verwaltungsrats vor. Darüber hinaus genehmigt

das Compensation Committee den gesamten, variablen Entschädigungsteil der Gruppe und prüft die Höhe der individuellen Entschädigungen,

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

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CORPORATE GOVERNANCE


die an leitende Mitarbeiter in der Gruppe zu zahlen sind. Es überprüft und genehmigt nicht standardmässige Beschäftigungs- und

Trennungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und anderen leitenden Mitarbeitern der Gruppe. Das

Compensation Committee überwacht die Berichterstattung an die Aktionäre über Entschädigungen und stellt sicher, dass diese im Einklang mit

den jeweiligen Corporate Governance Standards sind. Es beurteilt, inwieweit die Mitglieder des Gesamtverwaltungsrats und der Chief Executive

Officer vereinbarte Ziele erreichen.

Das Compensation Committee besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Vorsitzende des Compensation Committee und die Mehrheit der

Mitglieder sind unabhängige Verwaltungsratsmitglieder. Das Compensation Committee tagt nach Bedarf im Durchschnitt für zwei Stunden. Im

Berichtsjahr trat es zu vier Sitzungen zusammen. Das Compensation Committee kann bei Bedarf unabhängige Beratung einholen. Es berichtet

über seine aktuellen Aktivitäten an den Gesamtverwaltungsrat und meldet ihm wichtige Ereignisse. Das Compensation Committee überprüft

seine Leistungen und Ziele jährlich.

Mitglieder: Dieter A. Enkelmann (Vorsitz), Hugh Scott-Barrett

Nomination Committee

Das Nomination Committee wird gemäss dem Nomination Committee Charter und dem Organisationsreglement der Gesellschaft tätig.

Das Nomination Committee ist für die langfristige Nachfolgeplanung auf der Ebene des Verwaltungsrats verantwortlich. Ihm obliegen die

Beurteilung und Vorauswahl neuer Mitglieder des Verwaltungsrats sowie die Vorbereitung von Wahlvorschlägen für den Verwaltungsrat an die

Ordentliche Generalversammlung. Im Weiteren ist es verantwortlich für die Beurteilung von Kandidaten und die Ernennung sowie die

Abberufung des Präsidenten und der Mitglieder des Verwaltungsrats von direkt gehaltenen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus unterstützt es

den Verwaltungsrat in Bezug auf die Nachfolgeplanung auf der Ebene der Geschäftsleitung.

Das Nomination Committee besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Es tagt nach Bedarf. Im Berichtsjahr trat das Nomination Committee zu

einer Sitzung zusammen. Es kann bei Bedarf unabhängige Beratung einholen. Das Nomination Committee berichtet über seine aktuellen

Aktivitäten und wichtige Aspekte an den Verwaltungsrat. Es überprüft seine Leistungen und Ziele jährlich.

Mitglieder: Johannes A. de Gier (Vorsitz), Dieter A. Enkelmann, Hugh Scott-Barrett

3.5 KOMPETENZREGELUNG

Verwaltungsrat

Dem Verwaltungsrat obliegt die strategische Richtungsvorgabe, die Oberaufsicht und die Kontrolle der Gesellschaft. Diese Verpflichtungen erfüllt

er im Rahmen der ihm gemäss Art. 716a Obligationenrecht zukommenden Aufgaben unter Beizug der Verwaltungsrats-Committees. Der

Gesamtverwaltungsrat ist insbesondere für die Vorbereitung sämtlicher Themen verantwortlich, die in die Kompetenz der Generalversammlung

fallen, wobei ihm das Audit Committee in Sachen finanzielle Berichterstattung, Dividendenvorschläge und in anderen Kapitalmanagement-

Fragen unterstützend und beratend zur Seite steht. Der Gesamtverwaltungsrat entscheidet auf der Basis des Vorschlags des Audit Committee

darüber, welche externe Revisionsstelle der Ordentlichen Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen wird. Er entscheidet auf der Basis der

Vorschläge der Geschäftsleitung über Neugründungen, Veränderungen der Kapital- oder Eigentümerstruktur, Rechtsformwechsel und mögliche

Liquidationen von direkt gehaltenen Tochtergesellschaften. Des Weiteren ernennt der Gesamtverwaltungsrat die Mitglieder der Geschäftsleitung,

darunter den Chief Executive Officer, und entscheidet auf der Basis des Vorschlags des Audit Committee über die Ernennung bzw. Abberufung

des Leiters der Internen Revision. Er ist für die Nachfolgeplanung für die Position des Chief Executive Officer der GAM Holding AG

verantwortlich. Der Gesamtverwaltungsrat ist zuständig für die Festlegung der allgemeinen Risikopolitik des Unternehmens sowie für die

Ausgestaltung von Rechnungswesen, Finanzkontrolle und strategischer Finanzplanung.

16 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung ist für die Entwicklung und Umsetzung der Strategie der Gruppe und der operativen Bereiche der Gesellschaft

entsprechend den vom Verwaltungsrat vorgegebenen Grundsätzen verantwortlich. Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für das

Management der Gruppe und ihres Geschäfts. Sie trägt die Verantwortung für alle operativen und organisatorischen Belange sowie für das

operative Ergebnis. In ihre Zuständigkeit fallen alle Geschäfte, die vom Verwaltungsrat nicht anderen Gremien, Einzelpersonen oder Stellen

übertragen wurden und nicht zu den nicht übertragbaren und unentziehbaren Pflichten des Verwaltungsrats zählen. Den Vorsitz über die

Geschäftsleitung hat der Chief Executive Officer der GAM Holding AG, der verantwortlich ist für die mit der Geschäftspolitik in Einklang

stehende Entwicklung der Gruppe, die Organisation der Geschäftsleitung und die Repräsentation der Geschäftsleitung gegenüber dem

Verwaltungsrat und Dritten. Die Geschäftsleitung hat das Recht, verbindliche Weisungen zu erlassen und Berichterstattungen oder

Konsultationen von Mitarbeitern oder Gesellschaften der GAM Gruppe einzufordern. Darüber hinaus kann die Geschäftsleitung für bestimmte

Aufgaben Kommissionen bilden, wobei deren Zusammensetzung im Voraus durch den Verwaltungsrat zu genehmigen ist. Die oberste

Verantwortung für die Aktivitäten der Funktionen Risk, Legal und Compliance, Finance und Accounting, Communications und Investor Relations

innerhalb der Gruppe verbleibt beim entsprechend designierten Mitglied der Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung unterbreitet dem

Verwaltungsrat Vorschläge zur Genehmigung und unterstützt den Verwaltungsrat generell in seinem Entscheidungsfindungsprozess. Darüber

hinaus ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die allgemeine Verwaltung der Gesellschaft, einschliesslich der Führung des Aktienregisters.

Die Geschäftsleitung koordiniert Pressekontakte, Pressekonferenzen und Medienmitteilungen und ist zuständig für die Corporate Identity der

Gesellschaft (einschliesslich Corporate Design). Sie überwacht und beurteilt zudem finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken sowie die

Einhaltung der Eigenmittel-, Risikoverteilungs- und Liquiditätsvorschriften.

Per 31. Dezember 2009 bestand die Geschäftsleitung aus Johannes A. de Gier als Chief Executive Officer, Andrew M. Wills als Group Chief

Financial Officer und Scott Sullivan als Group General Counsel.

3.6 INFORMATIONS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DER GESCHÄFTSLEITUNG

Während der Verwaltungsrat die Verantwortung für die strategische Entwicklung und die Überwachung und Beaufsichtigung des Geschäfts trägt,

ist die Geschäftsleitung für die Leitung des Tagesgeschäfts und die Überwachung der entsprechenden Aktivitäten verantwortlich. Der

Verwaltungsrat überwacht und kontrolliert die Geschäftsleitung mit Hilfe diverser Kontrollinstrumente und -prozesse. Die Geschäftsleitung

berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig über aktuelle Aktivitäten, die Geschäftsentwicklung, Finanzdaten, wichtige Risiken und andere

wesentliche und signifikante Aspekte und Entwicklungen. Die Mitglieder der Geschäftsleitung nehmen regelmässig an den Sitzungen des

Gesamtverwaltungsrats und seiner Committees teil. Der Group Chief Financial Officer berichtet dem Audit Committee regelmässig über

finanzielle Entwicklungen und das Risikomanagement.

Die individuellen Verantwortlichkeiten und Befugnisse der leitenden Organe ergeben sich aus den Statuten und dem Organisationsreglement der

Gesellschaft.

Die Entscheide der leitenden Organe werden von den Gruppengesellschaften unter Einhaltung der anwendbaren gesetzlichen und

aufsichtsrechtlichen Vorschriften umgesetzt.

Darüber hinaus verfügt der Verwaltungsrat über eine unabhängige Interne Revisionsstelle. Die Verpflichtungen und Rechte der Internen

Revisionstelle sind im Group Internal Audit Charter festgelegt. Die Interne Revision hat gegenüber allen Gesellschaften und Stellen der Gruppe

ein uneingeschränktes Auskunfts- und Akteneinsichtsrecht. Dieses Recht umfasst sämtliche Bereiche, in denen dieser Zugang zur Erfüllung

ihrer internen Revisionsaktivitäten erforderlich ist. Ferner kann die Geschäftsleitung im Einvernehmen mit dem Präsidenten des Verwaltungsrats

die Interne Revision ausserhalb der geplanten Revisionstätigkeit mit der Durchführung spezieller Untersuchungen beauftragen. Der Leiter der

Internen Revision der Gruppe wird vom Verwaltungsrat ernannt.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

17

CORPORATE GOVERNANCE


4. GESCHÄFTSLEITUNG

4.1 MITGLIEDER DER GESCHÄFTSLEITUNG

Johannes A. de Gier (geboren 1944), niederländischer Staatsangehöriger; 1970 Abschluss lic. iur. der Universität Amsterdam. 1980–1991

verschiedene Funktionen beim Schweizerischen Bankverein, SBC Warburg und Warburg Dillon Read; 1991–2001 UBS Warburg, Präsident und

Chief Executive Officer sowie Mitglied der Konzernleitung der UBS AG; 2001–2003 UBS AG, exekutiver Vizepräsident des Verwaltungsrats; seit

2002 Präsident des Verwaltungsrats der GAM Holding AG; 2003 bis November 2005 Präsident des Verwaltungsrats der SBC Wealth

Management AG; 2003 bis November 2006 Vizepräsident des Verwaltungsrats der Banco di Lugano; 2003 bis März 2006 Ehinger & Armand

von Ernst, zuletzt als Präsident des Verwaltungsrats; 2003 bis Februar 2006 Ferrier Lullin & Cie SA, zuletzt als Vizepräsident des

Verwaltungsrats. Eintritt in die Julius Bär Gruppe am 2. Dezember 2005 als Präsident der Konzernleitung und Group Chief Executive Officer der

Julius Bär Holding AG; November 2007 bis August 2008 Präsident der Geschäftsleitung und Group Chief Executive Officer; Dezember 2008 bis

April 2009 Chief Executive Officer der Bank Julius Bär & Co. AG; 2002 bis 2009 Präsident des Verwaltungsrats der GAM Group AG; für den

Zeitraum von 2009 bis 2011 zum Präsidenten des Verwaltungsrats der GAM Holding AG gewählt. Chief Executive Officer und Präsident der

Konzernleitung der GAM Holding AG seit Oktober 2009.

Scott Sullivan (geboren 1968), britischer Staatsangehöriger. 1989 Bachelor of Law, University of Southampton, Grossbritannien. Seit 1991

zugelassener Gerichtsanwalt in England und Wales; von 1991 bis 2000 praktizierender Anwalt in London, Grossbritannien; von 2000 bis 2005

Tätigkeit in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank in London, Grossbritannien; 2000–2003 Mitglied des Corporate Advisory Department,

2004 bis 2005 Leiter der Rechtsabteilung für die Bereiche Asset Management, Private Wealth Management, Trust and Security Services und

Offshore der Deutschen Bank; ab Juni 2005 Group Head of Legal & Compliance bei der GAM Group AG; ab Dezember 2005 Group General

Counsel für die Asset Management Division der Julius Bär Gruppe; von April 2006 bis November 2007 Mitglied des Corporate Center

Managements und Sekretär der Konzernleitung; von April 2006 bis September 2009 Group General Counsel der Julius Bär Holding AG; von

November 2007 bis September 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG; seit Oktober 2009 Group General Counsel der

GAM Holding AG; seit Oktober 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der GAM Holding AG.

Andrew M. Wills (geboren 1962), britischer Staatsangehöriger. 1987 Qualifikation als Wirtschaftsprüfer, Grossbritannien; Seit 1992 Mitglied

(Fellow) der Chartered Association of Certified Accountants, Grossbritannien; 1986–2000 verschiedene Positionen bei GAM, London,

Grossbritannien; 2000-2005 Group Financial Services Director und Mitglied der Konzernleitung; 2005 Chief Financial Officer bei SBC Wealth

Management inklusive GAM und Privatbanken Ehinger & Armand von Ernst, Ferrier Lullin und Banca di Lugano (im September 2005 von Julius

Bär erworben); Oktober 2005 bis September 2009 Chief Financial Officer bei GAM; seit Oktober 2009 Group Chief Financial Officer und

Mitglied der Geschäftsleitung der GAM Holding AG.

Veränderungen in der Geschäftsleitung

Per 1. Oktober 2009 traten Dieter A. Enkelmann und Bernhard Hodler als Mitglieder der Konzernleitung der GAM Holding AG zurück und

übernahmen Positionen als Mitglieder der Geschäftsleitung der Julius Bär Group AG.

4.2 WEITERE TÄTIGKEITEN UND FUNKTIONEN

In Anwendung der Corporate Governance Richtlinie sowie des entsprechenden Kommentars der SIX Swiss Exchange werden Mandate und

andere formale Beziehungen von Mitgliedern der Geschäftsleitung zu kotierten in- und ausländischen Gesellschaften sowie zu solchen in in- und

ausländischen Finanzgesellschaften ausserhalb der GAM Gruppe aufgeführt. Die Mitglieder der Geschäftsleitung nehmen keine solche

Tätigkeiten wahr und verfügen über keine solche Verbindungen.

4.3 MANAGEMENTVERTRÄGE

Es bestehen keine Managementverträge zwischen der GAM Holding AG und Gesellschaften (oder natürlichen Personen) ausserhalb der GAM

Gruppe.

18 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


5. INHALT UND FESTSETZUNGSVERFAHREN DER ENTSCHÄDIGUNGEN UND BETEILIGUNGSPROGRAMME

5.1 ENTSCHÄDIGUNGSPRINZIPIEN

Der gegenwärtige Entschädigungsansatz der Gesellschaft unterstützt ihre Strategie sowie die Unternehmenskultur und die Prinzipien, die

nachhaltigen Erfolg, Wachstum und die Steigerung des Shareholder Value fördern, ohne zur Inkaufnahme unangemessener Risiken zu verleiten.

Die Gesellschaft strebt an, konkurrenzfähige Gesamtentschädigungen zu bieten, um erfahrene und talentierte Mitarbeiter anzuziehen und zu

halten, welche die Werte des Unternehmens fördern, den Anforderungen seiner Kunden besser gerecht werden und zur allgemeinen Entwicklung

und Rentabilität der Gruppe beitragen.

Die Zusammensetzung der Elemente der Gesamtentschädigung eines Mitarbeiters ergibt sich aus der Funktion und der Leistung dieser Person

(unter Abstimmung mit den Risikotoleranzen der Gesellschaft), der Marktkonkurrenz und der Rentabilität der Gesellschaft. Die Nebenleistungen

sollen mit den lokalen Marktgegebenheiten konkurrieren können, indem solche in durchschnittlich marktüblicher Höhe angestrebt werden.

Die Gesellschaft hat beträchtliche Summen an variablen Entschädigungen in Form von Aktienoptionen aufgeschoben. Diese Vergütungen

unterliegen einer Sperrfrist (Vesting Period) von insgesamt drei Jahren. Somit sind die Mitarbeiter an der langfristigen Entwicklung der

Gesellschaft beteiligt, da die Optionen nur werthaltig werden, wenn der Aktienkurs den Ausübungspreis übersteigt. Dies gleicht die Interessen

der Teilnehmer an jene der Gesellschaft und ihrer Aktionäre an.

5.2 ENTSCHÄDIGUNGS-GOVERNANCE

Die Gesellschaft hat die jüngste Debatte über die Vergütungen im Finanzdienstleistungssektor mit grossem Interesse verfolgt und die im Laufe

des letzten Jahres von Aufsichtsbehörden wie der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) und der britischen Finanzaufsicht (FSA)

herausgegebenen Rundschreiben sorgfältig berücksichtigt. Obwohl keine der Publikationen für die Gesellschaft oder ihre operativen

Geschäftsbereiche verbindliche Vorschriften enthält, wurde ihr Inhalt bei der Überprüfung des bestehenden Vergütungsansatzes der Gruppe und

der Entwicklung einer neuen, gruppenweit geltenden Entschädigungspolitik (Group Compensation Policy) berücksichtigt. Vor der Genehmigung

der Zahlung der variablen Entschädigung für 2009 berief das Compensation Committee eine Sitzung ein, um konkret über die jüngsten

Entwicklungen in diesem Bereich zu diskutieren, und erhielt einen Bericht des Group Head Human Resources, der mit Unterstützung von

externen Beratern ausgearbeitet worden war.

Die neue Group Compensation Policy ist das Ergebnis dieser Bemühungen und Gespräche, und die Gesellschaft ist zuversichtlich, dass ihr

gegenwärtiger Entschädigungsansatz mit den Zielen der jüngsten Vorgaben, mit den Marktpraktiken und der langfristigen Entwicklung der

Gesellschaft in Einklang steht.

5.2.1 Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat hat eine Group Compensation Policy erarbeitet und implementiert, die den allgemeinen Ansatz der Gruppe in Bezug auf

Entschädigungen festhält, welcher in mehreren Kerngrundsätzen wiedergegeben ist. Diese sind darauf ausgerichtet, den jüngsten Vorgaben der

Regulierungsbehörden, den Marktpraktiken und den Kernwerten der Gruppe gerecht zu werden und die strategische Entwicklung und

Rentabilität der Gesellschaft zu unterstützen. Die Group Compensation Policy enthält Regeln für die Festlegung der Entschädigungen für alle

Mitarbeiter der Gruppe, einschliesslich der Geschäftsleitung. Unterstützt durch Group Human Resources wird der Verwaltungsrat die Group

Compensation Policy regelmässig überprüfen, um wichtige regulatorische Entwicklungen und die Ziele der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Der Verwaltungsrat hat dem Compensation Committee die nachstehend aufgeführten Aufgaben übertragen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

19

CORPORATE GOVERNANCE


5.2.2 Compensation Committee

Das Compensation Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Festlegung von Entschädigungsrichtlinien, bei der Genehmigung von

Entschädigungsniveaus und bei der Beurteilung der Leistung von leitenden Mitarbeitern.

Das Compensation Committee besteht derzeit aus zwei unabhängigen Mitgliedern des Verwaltungsrats. Per 31. Dezember 2009 waren die

Mitglieder Dieter A. Enkelmann, der den Vorsitz hat, und Hugh Scott-Barrett. Das Compensation Committee wird durch den Group Head Human

Resources unterstützt, der regelmässig an den Sitzungen des Committee teilnimmt und unabhängig berät. Um die Bemühungen des Committee

zu unterstützen, werden regelmässig externe Berater verpflichtet.

Das Compensation Committee überprüft die Group Compensation Policy zusammen mit anderen oder lokalen Richtlinien für Entschädigungen

und Nebenleistungen. Darunter fallen unter anderem auch Leistungen für die Altersvorsorge und Entschädigungsregelungen für den

Verwaltungsrat und die Mitglieder der Geschäftsleitung, einschliesslich des Chief Executive Officer. Ausserdem überprüft und genehmigt es

Entschädigungspläne, die für die Gruppe als Ganzes aufgelegt werden, sowie Entschädigungspläne innerhalb der Gruppe, die mit Aktien oder

Optionen auf Aktien der GAM Holding AG verbunden sind.

Das Compensation Committee stellt die operative Umsetzung der anzuwendenden Entschädigungsrichtlinien und -vorschriften, einschliesslich

der Group Compensation Policy, sicher. Group Human Resources berichtet regelmässig an das Compensation Committee und unterstützt die

laufende Entwicklung der Group Compensation Policy.

Das Compensation Committee evaluiert jährlich die Leistungen des Präsidenten und der Mitglieder des Verwaltungsrats sowie des Chief

Executive Officer der Gesellschaft in Bezug auf die zuvor vereinbarten Ziele. Der Chief Executive Officer beurteilt laufend die Leistung der

anderen Mitglieder der Geschäftsleitung und berichtet diesbezüglich an das Compensation Committee.

Das Compensation Committee entscheidet über die Gesamtentschädigung des Präsidenten und der Mitglieder des Verwaltungsrats sowie der

Mitglieder der Geschäftsleitung der GAM Holding AG, einschliesslich des Chief Executive Officer. Ausserdem bereitet es

Entschädigungsvorschläge betreffend die unabhängigen Mitglieder des Verwaltungsrats vor und unterbreitet diese dem Verwaltungsrat. Der

Verwaltungsrat genehmigt die Entschädigungen der einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrats.

Das Compensation Committee genehmigt den gesamten, variablen Entschädigungsteil der Gruppe und prüft die Höhe der individuellen

Entschädigungen, die an leitende Mitarbeiter in der Gruppe zu zahlen sind. Ausserdem überprüft und genehmigt es nicht standardmässige

Beschäftigungs- und Trennungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und anderen leitenden Mitarbeitern der

Gruppe.

Das Compensation Committee berichtet dem Verwaltungsrat regelmässig über den Status seiner Aktivitäten, die Entwicklung der

Entschädigungshöhen und die operative Umsetzung der Group Compensation Policy.

Personen, über deren Entschädigung bei einer bestimmten Sitzung des Compensation Committee entschieden wird, nehmen nicht an diesen

Gesprächen teil.

5.3 KOMPONENTEN DER ENTSCHÄDIGUNG

5.3.1 Basissalär

Dies ist das feste Grundelement der Vergütung, das den gegenwärtigen Mitarbeitern ein regelmässiges Einkommen garantiert, damit sie ihre

finanziellen Angelegenheiten planen können. Das Ziel besteht darin, ein marktübliches, mit der Vergütung für ähnliche Funktionen in der

Finanzdienstleistungsbranche vergleichbares Salär zu zahlen. Das Basissalär trägt der Funktion und der Erfahrung der Mitarbeiter Rechnung. Wo

es sich anbietet, wird ein externer Vergleichsmassstab verwendet, um sicherzustellen, dass das jeweilige Basissalär dem Marktniveau entspricht.

20 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


5.3.2. Diskretionärer Bonus

Der diskretionäre Bonus ist als Anreiz und jährliche Belohnung für hervorragende Leistungen gedacht und soll den Erfolg der Gesellschaft mit

demjenigen des Mitarbeiters in Übereinstimmung bringen. Die diskretionären Bonuszahlungen sollen den Beitrag zum Gesamterfolg der

Gesellschaft wiedergeben und die langfristige Entwicklung der Gesellschaft berücksichtigen. Bonuszahlungen an Risiko- und Kontrollfunktionen

sind nicht direkt an die Rentabilität der Geschäftsbereiche gebunden, welche sie unterstützen, um die Unabhängigkeit dieser Funktionen zu

maximieren.

Mit Ausnahme von Mitarbeitern, deren Incentive-Zahlungen nach einer Formel errechnet werden, können alle Mitarbeiter einen diskretionären

Bonus erhalten.

Der jährliche Beurteilungsprozess dient der Beurteilung und Evaluierung der Leistungen eines Mitarbeiters anhand vorgegebener Zielsetzungen.

Mitarbeiter, die herausragende Beiträge leisten, erhalten die höchsten Bonuszahlungen, während schlechte Leistungen zu einer Reduzierung der

Bonuszahlung führen und unter Umständen auch zur Folge haben können, dass kein Bonus gezahlt wird.

Ein Grundprinzip der Gesellschaft bei der Leistungsbeurteilung und der Bonusstruktur besteht darin, dass es untersagt ist, Cash Boni zu

bezahlen, denen Aktivitäten zugrunde liegen, die ein beträchtliches künftiges Risiko für das Unternehmen bergen, sei es infolge direkter

bilanzieller Risiken oder sonstiger negativer erfolgswirksamer Ereignisse. Die Gesellschaft verfolgt eine ausgesprochen konservative

Vergütungspraxis. Dabei werden diskretionäre und formelbasierte Bonuszahlungen ausschliesslich auf Grundlage der erwirtschafteten Erträge der

Gesellschaft in jedem Kalenderjahr geleistet. Nicht berücksichtigt werden Erträge, die auf dem vorweggenommenen bzw. dem Barwert von

Gewinnannahmen für künftige Jahre basieren. Schliesst ein Mitarbeiter z.B. Transaktionen ab, die über drei Jahre einen Ertrag von USD 300

generieren, würde seine Vergütung in der Regel jeweils den Beitrag von USD 100 in jeder der drei darauffolgenden jährlichen Bonusrunden

entsprechen. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter in den drei Jahren die Gesellschaft nicht verlässt. In den wenigen Geschäftsbereichen, in

denen die jährlichen Bonuszahlungen gemäss den Marktpraktiken im Voraus bilanzierte Erträge berücksichtigen, die über mehrere Jahre hinweg

anfallen, würde die Gesellschaft einen Teil der Bonuszahlung im ungefähren Verhältnis zum Umfang und Zeitrahmen der entsprechenden

Erträge auf künftige Jahre aufschieben. In solchen Fällen richtet sich die Auszahlung aufgeschobener Bonuszahlungen danach, in welchem

Umfang der ursprünglich berechnete Gewinn im entsprechenden künftigen Jahr tatsächlich realisiert wurde. Falls die Gewinne nicht realisiert

werden, wird der aufgeschobene Bonus hinfällig.

5.3.3 Gemäss Formel errechneter Bonus

Wie in der Asset Management Branche üblich, erhalten bestimmte Personen, die sich mit dem direkten Management von Fonds befassen, eine

variable jährliche Zahlung, die auf einer Formel beruht, die sich nach dem Niveau des verwalteten Vermögens und den mit dem Management

dieses Vermögens erzielten performanceabhängigen Erträgen richtet. Die formelbasierte Vergütung für Fondsmanager und ihre Teams entspricht

der Standardpraxis in bestimmten Märkten und wird als angemessen erachtet, um Investmentspezialisten mit besten Qualifikationen anzuziehen

und zu binden. Ausserdem schafft sie einen transparenten Bezug zwischen den Interessen der betreffenden Person und denen der Anleger im

Fonds und den verwalteten Portfolios.

Im Einklang mit dem Grundprinzip, Cash-Bonuszahlungen nur auf Grundlage von tatsächlich in jedem Kalenderjahr erzielten Erträgen zu leisten,

werden sämtliche formelbasierten Bonuszahlungen ausschliesslich anhand der in jedem Kalenderjahr tatsächlich vereinnahmten Kommissionen

errechnet. Entsprechend würde der Fondsmanager eines dreijährigen Aktienmandats, das der Gesellschaft einen jährlichen Verwaltungsertrag

von 1% einbringt, einen Bonus erhalten, der sich ausschliesslich nach den in jedem einzelnen Jahr erzielten Einnahmen im Zusammenhang mit

diesem 1%igen Ertrag richtet. Gleichermassen werden Bonuszahlungen, die an performanceabhängige Erträge gebunden sind, erst geleistet,

wenn der jeweilige Betrag vom Kunden entrichtet worden ist und kein vertragliches Recht auf eine vollständige oder teilweise Rückerstattung

besteht. Sofern performanceabhängige Erträge für Fondsmandate eingehen, bei denen die Gesellschaft verpflichtet ist, diese vollständig oder

teilweise zurückzuerstatten (beispielsweise infolge einer schlechten künftigen Wertentwicklung), bzw. das Risiko einer Rückerstattung der

performanceabhängigen Erträge besteht, ist kein entsprechender Bonus an den Fondsmanager zahlbar.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

21

CORPORATE GOVERNANCE


5.3.4 Beteiligungsprogramme

Um die Interessen der Mitarbeiter mit jenen der Aktionäre der Gesellschaft in Einklang zu bringen, kann die Gesellschaft von Zeit zu Zeit

limitierte Aktien- oder Optionspläne auflegen. Diese Programme sind in der Regel auf einen mehrjährigen Zeithorizont ausgerichtet, um die

Entschädigungen aufzuschieben und als Anbindungsmechanismus zu dienen, unter anderem durch den Verfall von eingeräumten (granted)

Optionen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Mit diesen Plänen, darunter der jüngst eingeführte 2009 Long Term Incentive Plan, wird

beabsichtigt, dass ein wesentlicher Anteil der erwarteten Gesamtentschädigung eines Mitarbeiters direkt an den Gesamterfolg der Gesellschaft –

gemessen an der Aktienkursentwicklung – gebunden ist und sich auf einen Dreijahreszeitraum bezieht. Der Anteil der erwarteten

Gesamtentschädigung eines Mitarbeiters, der in Form eines solchen Aktienprogramms geleistet wird, steigt entsprechend der Hierarchiestufe

eines Mitarbeiters, da ranghöhere Mitarbeiter unserer Meinung nach mehr Verantwortung für den Gesamterfolg der Gesellschaft übernehmen

müssen. Geht man beispielsweise von einem jährlichen Zuwachs des Aktienkurses der Gesellschaft von 10% bei einer positiven

Geschäftsentwicklung aus, würden je nach Hierarchiestufe rund 10% bis 40% der erwarteten kumulierten Gesamtentschädigung eines

Mitarbeiters über einen Dreijahreszeitraum auf das Aktienbeteiligungsprogramm entfallen.

5.3.5 Nebenleistungen

Nebenleistungen sollen die finanzielle Sicherheit von Mitarbeitern unterstützen, wenn sie in den Ruhestand gehen, und ihr Wohlbefinden am

und ausserhalb des Arbeitsplatzes fördern. Sie bestehen mindestens aus den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestleistungen, wie Krankengeld,

Pensionskassenzuschüssen und Zahlungen für Elternurlaub.

5.4 ENTSCHÄDIGUNG DES VERWALTUNGSRATS UND DER GESCHÄFTSLEITUNG

5.4.1 Präsident

Die Entschädigung des Präsidenten des Verwaltungsrats besteht aus einer festen jährlichen Zahlung (zuzüglich angemessener Spesen)

zusammen mit einem festen Betrag für jedes Committee des Verwaltungsrats, in dem die betreffende Person Mitglied ist. Derzeit erhält der

Präsident des Verwaltungsrats keine jährliche variable Entschädigung, er ist jedoch zur Teilnahme an Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft

berechtigt.

5.4.2 Verwaltungsrat

Die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats besteht aus einer festen jährlichen Zahlung (zuzüglich angemessener Spesen) zusammen

mit einem festen Betrag für jedes Committee des Verwaltungsrats, in dem die betreffende Person Mitglied ist.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine jährliche variable Entschädigung, können jedoch an Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft

teilnehmen.

5.4.3 Geschäftsleitung

Mit Ausnahme des Chief Executive Officer, der nur ein festes Basissalär erhält, besteht die Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitung

aus einem festen Basissalär und einem diskretionären Bonus. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung können an den Beteiligungsprogrammen der

Gesellschaft teilnehmen.

5.5 AKTUELLE BETEILIGUNGSPROGRAMME

Die Festsetzung und Änderung aller Beteiligungsprogramme liegt in der Kompetenz des Compensation Committee des Verwaltungsrats. Die

nachfolgend im Einzelnen beschriebenen Programme widerspiegeln den Stand per 31. Dezember 2009. Die Beschreibung umfasst Programme,

die vor der Abspaltung von der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 aufgelegt wurden, sowie Pläne, die nach diesem Datum vom

Unternehmen aufgelegt wurden. Die für die Beteiligungsprogramme benötigten Namenaktien der Julius Bär Holding AG und der GAM Holding

AG werden entweder am Markt beschafft oder durch zusätzliches Aktienkapital zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu den

Beteiligungsprogrammen finden sich in Erläuterung 27.

22 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


5.5.1 Mitarbeiterbeteiligungsplan (Julius Bär Holding AG)

Der Mitarbeiterbeteiligungsplan trat am 1. Januar 2007 in Kraft und berechtigte die Mitarbeiter – abhängig von ihrer jeweiligen Funktionsstufe

– zum Bezug von Namenaktien der Julius Bär Holding AG mit einer durch das Unternehmen jährlich festgelegten Ermässigung. Informationen

über die Mitarbeiterpläne 2008 und 2009 können Erläuterung 27 entnommen werden. Es ist nicht beabsichtigt, diesen Plan im Jahr 2010

aufzulegen.

5.5.2 2005/2007 Long Term Incentive Plans (Julius Bär Holding AG)

Die Long Term Incentive Plans richteten sich an Mitarbeiter, die wesentlichen Einfluss auf die langfristige Unternehmensentwicklung und den

Geschäftserfolg der damaligen Julius Bär Gruppe hatten, sowie an die Mitglieder des Verwaltungsrats. Der Zweck dieser Pläne bestand darin, die

langfristige Anbindung an die Gruppe zu fördern und die Interessen der Teilnehmer an jene der Aktionäre durch Zuteilung von Optionen auf

Namenaktien der Julius Bär Holding AG auszurichten.

Im Sinne der Zielsetzung der Pläne sind die Optionen mit einer Vesting- bzw. Forfeiture-Klausel verbunden. Erst nach Ablauf der Sperrfrist

(Vesting-Periode) haben Teilnehmer Anspruch auf diese Optionen, vorausgesetzt, dass sie in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis mit der

Gruppe stehen und alle weiteren Planauflagen erfüllt haben. Die Optionen, die den Teilnehmern im Rahmen der Pläne zugeteilt wurden, werden

bis zum Ablauf der Vesting-Periode von der Loteco Stiftung (derzeit zur Julius Bär Gruppe gehörig) und vom GAM Employee Benefit Trust

verwaltet. Die Loteco Stiftung und der GAM Employee Benefit Trust sichern ihre Verpflichtungen aus dem Plan am Zuteilungstag durch den

Kauf der entsprechenden Aktien ab. Die Finanzierung dieser Aktien erfolgt durch die entsprechenden Arbeitgebergesellschaften.

5.5.3 2009 Long Term Incentive Plan (GAM Holding AG)

In einer ausserordentlichen, einmaligen Entscheidung zur Unterstützung der unabhängigen Kotierung der GAM Holding AG genehmigte der

Verwaltungsrat einen Long Term Incentive Plan, der die Ausgabe von Optionen auf Aktien des Unternehmens an jeden leitenden Angestellten

und Mitarbeiter der Gruppe vorsieht. Die Optionen wurden am 28. Oktober 2009 mit einem Ausübungspreis von CHF 12.28, dem Schlusskurs

an diesem Tag, eingeräumt (granted). Die Gesamtzahl der Aktien, für die Optionen eingeräumt (granted) wurden, belief sich auf 30.27

Millionen. Im Sinne des Grundsatzes der Gesellschaft, die Interessen von Mitarbeitern und Aktionären unter Berücksichtigung des

Geschäftsverlaufs in Einklang zu bringen, werden die eingeräumten (granted) Optionen über einen Zeitraum von drei Jahren erworben (vested)

und können vorbehaltlich einiger weniger Umstände (zu denen eine Veränderung der Kontrollverhältnisse nicht gehört), erst am Ende dieses

Zeitraums ausgeübt werden. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, dass die Begleichung in Aktien in erster Linie durch den Kauf und die

Verwendung eigener Aktien erfolgt, um die Verwässerung für die Aktionäre auf weniger als 5% zu begrenzen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

23

CORPORATE GOVERNANCE


6. MITWIRKUNGSRECHTE DER AKTIONÄRE

6.1 STIMMRECHTSBESCHRÄNKUNG UND -VERTRETUNG

Im Verhältnis zur Gesellschaft wird als Aktionär betrachtet, wer im Aktienbuch eingetragen ist. Der Aktionär kann seine Aktien an der

Ordentlichen Generalversammlung selbst vertreten oder durch einen Dritten vertreten lassen.

Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen. Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme.

6.2 STATUTARISCHE QUOREN

Alle Abstimmungen der Generalversammlung erfolgen vorbehaltlich abweichender zwingender gesetzlicher Bestimmungen und vorbehaltlich von

Artikel 8.14 der aktuellen Statuten mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Aktienstimmen unter Ausschluss der leeren und ungültigen

Stimmen.

6.3 EINBERUFUNG DER GENERALVERSAMMLUNG

Die Einberufung der Generalversammlung entspricht der gesetzlichen Regelung. Die Einberufung einer Generalversammlung kann auch von

einem oder mehreren Aktionären, die zusammen mindestens 10% des Aktienkapitals vertreten, verlangt werden. Der Verwaltungsrat muss die

geforderte Generalversammlung innerhalb von sechs Wochen nach Eingang des Antrags einberufen.

6.4 TAGESORDNUNG

Aktionäre, die Aktien im Nennwert von CHF 100 000 vertreten, können verlangen, dass ein Verhandlungsgegenstand auf die Tagesordnung der

Generalversammlung gesetzt wird. Dieses Verlangen muss mindestens sechs Wochen vor dem Datum der Generalversammlung der Gesellschaft

eingereicht werden. Der Antrag auf Einberufung einer Versammlung und Aufnahme einer Angelegenheit in die Tagesordnung muss schriftlich

gestellt werden und die vollständigen Details der Vorschläge enthalten.

6.5 EINTRAGUNGEN IM AKTIENBUCH

Der Verwaltungsrat gibt in der Einladung zur Generalversammlung das für die Teilnahme- und Stimmberechtigung massgebende Stichdatum der

Eintragung im Aktienbuch bekannt.

7. VERÄNDERUNG DER KONTROLLVERHÄLTNISSE UND ABWEHRMASSNAHMEN

7.1 ANGEBOTSPFLICHT

Gemäss dem Schweizer Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel muss ein Investor, der direkt, indirekt oder in gemeinsamer

Absprache mit Dritten mehr als 331 /3% aller Stimmrechte erwirbt, unabhängig davon, ob die Rechte ausübbar sind oder nicht, ein

Übernahmeangebot für alle ausstehenden Beteiligungspapiere der Gesellschaft unterbreiten. Die GAM Holding AG sieht weder ein Opting-out

noch eine Erhöhung dieses prozentualen Schwellenwertes vor.

7.2 KLAUSELN BETREFFEND VERÄNDERUNG DER KONTROLLVERHÄLTNISSE

In den Mandaten oder Arbeitsverträgen mit der Gesellschaft sind keine Klauseln betreffend Veränderungen der Kontrollverhältnisse zugunsten

der Mitglieder des Verwaltungsrats und/oder der Geschäftsleitung vorgesehen.

24 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


8. REVISIONSSTELLE

8.1 DAUER DES MANDATS UND AMTSDAUER DES LEITENDEN REVISORS

Gemäss den Statuten ist die externe Revisionsstelle durch die Generalversammlung jeweils für eine Amtsdauer von einem Jahr zu wählen. Seit

der Ordentlichen Generalversammlung vom 12. April 2006 ist die KPMG AG die externe Revisionsstelle der Gesellschaft. Im Einklang mit den

geltenden Governance Regeln bekleidet Markus Schunk seit dem 1. Oktober 2009 die Funktion des Leitenden Revisors.

8.2 REVISIONSHONORAR

Die GAM Gruppe bezahlte der KPMG AG im Geschäftsjahr 2009 Revisionshonorare von insgesamt CHF 4.3 Millionen. Im Vorjahr beliefen sich

die entsprechenden Entschädigungen insgesamt auf CHF 6.4 Millionen.

8.3 ZUSÄTZLICHE HONORARE

Für zusätzliche Dienstleistungen wie z.B. Steuerberatung, entrichtete die GAM Gruppe an die KPMG AG im Geschäftsjahr 2009 Honorare von

insgesamt CHF 2.1 Millionen. Im Vorjahr betrugen die zusätzlichen Honorare gesamthaft CHF 2.2 Millionen.

8.4 AUFSICHTS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DER REVISION

Das Audit Committee genehmigt alle von der KPMG AG erbrachten Dienstleistungen im Voraus, um deren Unabhängigkeit sicherzustellen. Eine

Vorabgenehmigung kann für konkrete Einzelmandate oder für eine Reihe klar beschriebener Aufgaben erteilt werden. Dem Group Chief Financial

Officer wurde die Genehmigungsbefugnis für eine Summe von bis zu CHF 100 000 pro Mandat erteilt. Der Group Chief Financial Officer

informiert das Audit Committee regelmässig über die Revisionsaktivitäten der KPMG AG. Eine Übertragung von revisionsfremden Aufgaben an

die KPMG AG wird vom Audit Committee überwacht und vom Group Chief Financial Officer koordiniert. Das Audit Committee des

Verwaltungsrats bespricht regelmässig mit dem Leitenden Revisor der KPMG AG die Zweckmässigkeit der internen Kontrollsysteme unter

Berücksichtigung des Risikoprofils der Gruppe. Im Weiteren überprüft es den Umfang der Prüfungsarbeit, die Arbeitsqualität und die

Unabhängigkeit der externen Revisionsstelle. Der direkte Zugang der externen Revision zum Audit Committee ist jederzeit gewährleistet.

8.5 INTERNE REVISION DER GRUPPE

Die Interne Revision der Gruppe erbringt unabhängige, objektive Assurance- und Beratungsdienstleistungen für den Verwaltungsrat, das Audit

Committee und die Geschäftsleitung. Es führt gemäss einem risikobasierten Revisionsplan Prozess- und Systemprüfungen durch und unterstützt

das Unternehmen beim Erreichen seiner Ziele, indem es eine systematische und anerkannte Vorgehensweise für die Bewertung und Steigerung

der Wirksamkeit der Risikomanagement-, Kontroll- und Governance-Prozesse bereitstellt.

Der Leiter der Internen Revision berichtet direkt an den Vorsitzenden des Verwaltungsrats der GAM Holding AG. Zusätzlich wird vom Leiter der

Internen Revision erwartet, dem Audit Committee regelmässig über die Aktivitäten der Internen Revisionsstelle zu berichten. Das Audit

Committee überprüft die Unabhängigkeit, die Tätigkeit und die Ergebnisse der Internen Revision regelmässig. Das Audit Committee bewertet

auch die Leistung und bestimmt schliesslich auch die Entlohnung des Leiters der Internen Revision.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

25

CORPORATE GOVERNANCE


9. INFORMATIONSPOLITIK

Die GAM Holding AG informiert ihre Aktionäre und die Öffentlichkeit regelmässig mittels der Jahres- und Halbjahresberichterstattung. Die

gegenwärtige Politik sieht vor, zusätzlich zweimal pro Jahr freiwillige Interim Management Statements vorzulegen, die wesentliche

Entwicklungen in der Zeit zwischen den Publikationen der Jahres- und Halbjahresergebnisse sowie dem Datum dieser Berichte enthalten.

Zusätzlich werden Ad-hoc-Pressemitteilungen publiziert, wenn entsprechender Bedarf besteht oder dies die geltenden Gesetze und Vorschriften

vorsehen. Die veröffentlichten Dokumente stehen elektronisch zur Verfügung unter www.gamholding.com oder können in gedruckter Form bei

untenstehender Adresse bestellt werden.

KALENDER

13. April 2010 Ordentliche Generalversammlung, Zürich-Kloten

13. April 2010 Interim Management Statement

24. August 2010 Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse, Zürich

15. November 2010 Interim Management Statement

KONTAKTE

GAM HOLDING AG

Klausstrasse 10

Postfach

CH-8034 Zürich

T +41 (0) 58 426 37 00

F +41 (0) 58 426 30 31

www.gamholding.com

gamholding@gam.com

INVESTOR RELATIONS

Thomas Schneckenburger

T +41 (0) 44 256 88 33

gam@bluechip-financial.ch

26 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Finanzbericht Konzern

Konsolidierte Erfolgsrechnung 29

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 30

Ergebnis pro Aktie 30

Konsolidierte Bilanz 31

Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung 32

Konsolidierte Geldflussrechnung 34

Zusammenfassung der wichtigsten

Rechnungslegungsgrundsätze 36

Information zur Aufteilung des Private Banking- und

Asset Management-Geschäfts und zum Börsengang

von Artio Global Investors Inc. 48

Erläuterungen zum Risiko- und Kapitalmanagement 49

Erläuterungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung 60

1 Erfolg aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 60

2 Erfolg aus Zinsengeschäft 60

3 Übriger ordentlicher Erfolg 61

4 Personalaufwand 61

5 Sachaufwand 61

6 Ertragssteuern 62

7 Segmentberichterstattung 64

8 Konzerngewinn pro Namenaktie und

ausstehende Namenaktien 66

Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz 67

9A Flüssige Mittel 67

9B Forderungen gegenüber Kunden und Ausleihungen 67

9C Wertberichtigungen für Kreditrisiken 68

9D Notleidende Ausleihungen 68

9E Aktive Rechnungsabgrenzungen 68

9F Passive Rechnungsabgrenzungen 69

10A Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 69

10B Kreditratings 69

11 Andere Finanzanlagen und finanzielle Verbindlichkeiten 70

11A Andere Finanzanlagen 70

11B Umklassierungen Im Jahr 2008 71

11C Andere finanzielle Verbindlichkeiten 72

11D Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value 72

12 Sachanlagen, Goodwill und andere immaterielle Werte 73

13 Zukünftige jährliche Verbindlichkeiten

aus Operating Leasing 76

14 Zur Sicherung eigener Verbindlichkeiten verpfändete oder

abgetretene Aktiven und Aktiven unter Eigentumsvorbehalt 77

15 Ausgegebene Schuldtitel 77

16A Latente Steuerforderungen 78

16B Latente Steuerverbindlichkeiten 79

17 Rückstellungen 80

18 Eigenkapital 81

Zusätzliche Erläuterungen 83

19 Transaktionen mit nahe stehenden Personen 83

20 Vorsorgeeinrichtungen und andere Leistungen

an Mitarbeiter 85

21 Wertschriftentransaktionen 88

22 Derivative Finanzinstrumente 89

23A Finanzinstrumente nach Kategorie 90

23B Finanzinstrumente – Bestimmung des Fair Value 92

24 Konsolidierungskreis per 31. Dezember 2009 95

25 Nicht weitergeführte Geschäftsbereiche 99

26 Akquisitionen 100

27 Aktienbasierte Vergütungen 101

28 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 105

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

27

FINANZBERICHT KONZERN


28 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


KONSOLIDIERTE ERFOLGSRECHNUNG

Weitergeführte Geschäftsbereiche

2009 2008 1 VERÄNDERUNG

ERLÄUTERUNG 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

angepasst

Ertrag aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 937 259 1 417 364 -480 105

Kommissionsaufwand 428 630 587 640 -159 010

Erfolg aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 1 508 629 829 724 -321 095

Erfolg aus Zinsengeschäft 2 6 196 17 835 -11 639

Anteil am Erfolg assoziierter Gesellschaften 11 319 - 11 319

Übriger ordentlicher Erfolg 3 66 324 93 895 -27 571

Geschäftsertrag 592 468 941 454 -348 986

Personalaufwand 4 239 496 300 995 -61 499

Sachaufwand 5 119 223 226 824 -107 601

Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen 12 7 035 8 776 -1 741

Abschreibungen und Wertminderung auf Kundenbeziehungen 12 649 906 100 700 549 206

Abschreibungen und Wertminderung auf Goodwill und anderen Immateriellen Werten 12 765 211 5 270 759 941

Geschäftsaufwand 1 780 871 642 565 1 138 306

Gewinn aus ausgeschütteter Sachdividende, netto 18 3 942 882 - 3 942 882

Gewinn vor Steuern aus weitergeführten Geschäftsbereichen 2 754 479 298 889 2 455 590

Ertragssteuern 6 38 208 68 301 -30 093

Konzerngewinn aus weitergeführten Geschäftsbereichen 2 716 271 230 588 2 485 683

Nicht weitergeführte Geschäftsbereiche

Konzerngewinn nach Steuern aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 25 920 937 430 950 489 987

Konzerngewinn 3 637 208 661 538 2 975 670

Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbarer Konzerngewinn:

- aus weitergeführten Geschäftsbereichen 2 716 271 230 588 2 485 683

- aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 920 650 430 658 489 992

Minderheitsanteilen zurechenbarer Konzerngewinn:

3 636 921 661 246 2 975 675

- aus weitergeführten Geschäftsbereichen - - -

- aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 287 292 -5

287 292 -5

1

Die Zahlen für 2008 wurden angepasst, um Aufwand und Ertrag aus den nicht weitergeführten Geschäftsbereichen in einem gesonderten Posten wiederzugeben.

Für weitere Informationen siehe Erläuterung 25.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

29

FINANZBERICHT KONZERN


KONSOLIDIERTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG

2009 2008

1000 CHF 1000 CHF

Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 3 637 208 661 538

Sonstiges Ergebnis (nach Steuern)

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 70 654 -170 424

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 102 483 30 207

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges 1 890 -

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges 2 298 -4 572

Umrechnungsdifferenzen 2 907 -87 410

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Umrechnungsdifferenzen 43 470 -

Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfasst 223 702 -232 199

Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr in der Erfolgsrechnung und im Eigenkapital 3 860 910 429 339

Der Muttergesellschaft zurechenbares Gesamtergebnis 3 860 623 429 047

Minderheitsanteilen zurechenbares Gesamtergebnis 287 292

ERGEBNIS PRO AKTIE

30 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

3 860 910 429 339

2009 2008 1 VERÄNDERUNG

ERLÄUTERUNG CHF CHF CHF

Unverwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie 8 17.61 3.19 14.42

Verwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie 8 17.60 3.15 14.45

Unverwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie aus weitergeführten Geschäftsbereichen 8 13.15 1.11 12.04

Verwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie aus weitergeführten Geschäftsbereichen 8 13.15 1.11 12.04

1

Die Zahlen für 2008 wurden angepasst, um Aufwand und Ertrag aus den nicht weitergeführten Geschäftsbereichen in einem gesonderten Posten wiederzugeben.

Für weitere Informationen siehe Erläuterung 25.


KONSOLIDIERTE BILANZ

Aktiven

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

ERLÄUTERUNG 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Flüssige Mittel 9A 974 201 10 850 251 -9 876 050

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 10A 86 935 12 528 497 -12 441 562

Andere Finanzanlagen 11A 3 795 7 598 107 -7 594 312

Aktive Rechnungsabgrenzungen 9E 117 877 384 932 -267 055

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 19 463 373 - 463 373

Sachanlagen 12 19 239 363 581 -344 342

Goodwill und andere Immaterielle Vermögenswerte 12 1 397 908 4 579 798 -3 181 890

Latente Steuerforderungen 16A 9 765 106 337 -96 572

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 9B 12 210 9 702 767 -9 690 557

Sonstige Aktiven 76 054 125 727 -49 673

Total Aktiven 3 161 357 46 239 997 -43 078 640

Passiven

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

ERLÄUTERUNG 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 95 721 3 517 270 -3 421 549

Ausgegebene Schuldtitel 15 149 926 380 653 -230 727

Andere finanzielle Verbindlichkeiten 11C - 8 961 314 -8 961 314

Passive Rechnungsabgrenzungen 9F 245 563 993 362 -747 799

Laufende Steuerverbindlichkeiten 35 889 50 136 -14 247

Latente Steuerverbindlichkeiten 16B 1 940 87 667 -85 727

Rückstellungen 17 688 37 059 -36 371

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und sonstige Passiven 12 385 25 639 444 -25 627 059

Total Verbindlichkeiten 542 112 39 666 905 -39 124 793

Aktienkapital 18 10 332 10 552 -220

Kapitalreserven 83 672 4 930 905 -4 847 233

Gewinnreserven 2 646 655 2 238 715 407 940

Übrige Eigenkapitalkomponenten -55 268 -278 970 223 702

Eigene Aktien -66 146 -329 525 263 379

Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital 2 619 245 6 571 677 -3 952 432

Minderheitsanteile - 1 415 -1 415

Total Eigenkapital 2 619 245 6 573 092 -3 953 847

Total Passiven 3 161 357 46 239 997 -43 078 640

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

31

FINANZBERICHT KONZERN


KONSOLIDIERTE EIGENKAPITALENTWICKLUNG

AKTIENKAPITAL 1 KAPITALRESERVEN 1 GEWINNRESERVEN

ERLÄUTERUNG 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

1. Januar 2008 11 163 4 930 905 2 799 860

Gesamtergebnis

Periodenergebnis - - 661 246

Sonstiges Ergebnis

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste)

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

- - -

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - - -

Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges - - -

Umrechnungsdifferenzen - - -

Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr - - 661 246

Kapitalherabsetzung -611 - -1 095 448

Dividende der Julius Bär Holding AG - - -105 517

Eigene Aktien und Derivate auf eigenen Aktien - - -21 426

Kauf/Verkauf von Minderheitsanteilen - - -

Änderungen in Derivaten auf eigenen Aktien - - -

Kauf eigene Aktien - - -

Verkauf eigene Aktien - - -

31. Dezember 2008 10 552 4 930 905 2 238 715

1. Januar 2009 10 552 4 930 905 2 238 715

Gesamtergebnis

Periodenergebnis - - 3 636 921

Sonstiges Ergebnis

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste)

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

- - -

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - - -

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

- - -

aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges - - -

Umrechnungsdifferenzen - - -

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Umrechnungsdifferenzen - - -

Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr - - 3 636 921

Kapitalherabsetzung -220 - -298 424

Bardividenden - - -105 540

Ausschüttung Sachdividende an die Eigentümer 18 - - -8 290 026

Transaktionen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen - - 30 900

Put-Option, umklassifiziert von den Schulden ins Eigenkapital - - 587 215

Kauf/Verkauf von Minderheitsanteilen - - -

Übertragung aus den Kapitalreserven in die Gewinnreserven 18 - -4 847 233 4 847 233

Kauf und Verkauf eigene Aktien und Derivate auf eigene Aktien - - -339

31. Dezember 2009 10 332 83 672 2 646 655

1 Siehe Erläuterung 18

32 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ÜBRIGE EIGENKAPITALKOMPONENTEN

HEDGING- DEN AKTIONÄREN

FINANZANLAGEN - RESERVE FÜR DER MUTTER-

ZUR VERÄUSSERUNG CASH FLOW WÄHRUNGS- GESELLSCHAFT

VERFÜGBAR, HEDGES, UMRECHNUNGS- EIGENE ZURECHENBARES MINDERHEITS- TOTAL

NACH STEUERN NACH STEUERN RESERVE AKTIEN EIGENKAPITAL ANTEILE EIGENKAPITAL

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

-32 361 384 -14 794 -1 276 582 6 418 575 145 6 418 720

- - - - 661 246 292 661 538

-170 424 - - - -170 424 - -170 424

30 207 - - - 30 207 - 30 207

- -4 572 - - -4 572 - -4 572

- - -87 410 - -87 410 - -87 410

-140 217 -4 572 -87 410 - 429 047 292 429 339

- - - 1 096 059 - - -

- - - - -105 517 - -105 517

- - - - -21 426 - -21 426

- - - - - 978 978

- - - -50 496 -50 496 - -50 496

- - - -1 020 640 -1 020 640 - -1 020 640

- - - 922 134 922 134 - 922 134

-172 578 -4 188 -102 204 -329 525 6 571 677 1 415 6 573 092

-172 578 -4 188 -102 204 -329 525 6 571 677 1 415 6 573 092

- - - - 3 636 921 287 3 637 208

70 654 - - - 70 654 - 70 654

102 483 - - - 102 483 - 102 483

- 1 890 - - 1 890 - 1 890

- 2 298 - - 2 298 - 2 298

- - 2 907 - 2 907 - 2 907

- - 43 470 - 43 470 - 43 470

173 137 4 188 46 377 - 3 860 623 287 3 860 910

- - - 298 644 - - -

- - - - -105 540 - -105 540

- - - - -8 290 026 - -8 290 026

- - - - 30 900 - 30 900

- - - - 587 215 - 587 215

- - - - - -1 702 -1 702

- - - - - - -

- - - -35 265 -35 604 - -35 604

559 - -55 827 -66 146 2 619 245 - 2 619 245

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

33

FINANZBERICHT KONZERN


KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG

2009 1 2008

ERLÄUTERUNG 1000 CHF 1000 CHF

angepasst

Konzerngewinn (inkl. Minderheitsanteile) 3 637 208 661 538

Überleitung vom Konzerngewinn zum Netto-Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit:

Nicht zahlungswirksame Positionen im Konzerngewinn und weitere Änderungen:

- Gewinn aus ausgeschütteter Sachdividende 18 -3 942 882 -

- Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen 12 7 035 8 776

- Abschreibungen und Wertminderung auf Goodwill und anderen Immateriellen Werten 12 1 415 117 105 970

- Abschreibungen auf Liegenschaften und übrigen Sachanlagen aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 12 18 837 27 281

- Abschreibungen und Wertminderung auf Goodwill und anderen Immateriellen Werten

aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 12 77 409 91 219

- Wertberichtigungen für Kreditrisiken 7 388 17 770

- Aktienbasierte Vergütungen 308 836 -

- Nettoerfolg aus Investitionstätigkeit 410 117 902

- Gewinn aus dem Verkauf und Aufwertung zum Fair Value von Artio Global Investors Inc. -1 072 277 -

- Übrige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 17 612 55 596

Netto -Zunahme/-Abnahme von Aktiven und Passiven:

- Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Banken 1 746 546 2 187 507

- Andere Finanzanlagen -386 790 1 318 221

- Rechnungsabgrenzungen und Sonstige Aktiven -920 437 219 086

- Rechnungsabgrenzungen, Andere finanzielle Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Sonstige Passiven -877 787 -313 609

- Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 2 143 755 3 301 783

- Aufwand/(Ertrag) aus latenten Steuern 99 161 283

Anpassung für laufende Steuern 124 324 224 170

Bezahlte Steuern -135 519 -344 468

Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2 267 946 7 679 025

Erlöse aus dem Verkauf von Artio Global Investors Inc., abzüglich flüssiger Mittel 444 779 -

Zugänge/Abgänge und Dividende von assoziierten Gesellschaften - 1 726

Erwerb von Anlagevermögen -74 488 -121 738

Veräusserung von Anlagevermögen - 63

Netto (-Zunahme)/-Abnahme der Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar -1 779 402 -200 331

Cashflow aus Investitionstätigkeit -1 409 111 -320 280

Netto ausgegebene/(zurückbezahlte) Geldmarktpapiere -916 -30 067

Netto (-Zunahme)/-Abnahme eigener Aktien und von Derivaten auf eigenen Aktien -35 265 -226 748

Zahlung ordentliche Dividende -105 540 -105 517

Ausgabe von Schuldtiteln - 441

Rückzahlung ausgegebener Schuldtitel - -1 965 171

Erhöhung Minderheitsanteile - 978

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -141 721 -2 326 084

Total 717 114 5 032 661

1 Für Cashflows aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen siehe Erläuterung 25.

34 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


2009 2008

1000 CHF 1000 CHF

Zahlungsmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 17 947 712 12 719 069

Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2 267 946 7 679 025

Cashflow aus Investitionstätigkeit -1 409 111 -320 280

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -141 721 -2 326 084

Veränderungen der flüssigen Mittel aus Aufteilung -17 637 781 -

Effekte aus Wechselkursveränderungen -52 844 195 982

Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 974 201 17 947 712

Der Zahlungsmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Flüssige Mittel 18 1 987 643

Forderungen aus Geldmarktpapieren - 8 137 989

Forderungen gegenüber Banken (ursprüngliche Laufzeit kürzer als 3 Monate) 974 183 7 822 080

Total 974 201 17 947 712

Zusätzliche Informationen

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Erhaltene Zinsen 16 732 1 067 995

Bezahlte Zinsen -3 097 -676 406

Erhaltene Dividenden auf Aktienanlagen (inkl. assoziierte Gesellschaften) 198 660 36 195

Total 212 295 427 784

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

35

FINANZBERICHT KONZERN


ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Die GAM Holding AG, vormals Julius Bär Holding AG, ist eine Schweizer Aktiengesellschaft. Die Konzernrechnung per 31. Dezember 2009

umfasst neben dem Abschluss der GAM Holding AG die Abschlüsse aller Tochtergesellschaften. Der Verwaltungsrat hat die vorliegende

Konzernrechnung am 26. Februar 2010 genehmigt. Sie unterliegt zudem der Genehmigung durch die Ordentliche Generalversammlung vom

13. April 2010.

Der Ausweis der Werte in der Konzernrechnung erfolgt in Schweizer Franken. Die Konzernrechnung wurde in Übereinstimmung mit den

International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Sie basiert grundsätzlich auf den historischen Anschaffungskosten. Ausnahmen

bilden erfolgswirksam zum Marktwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente, zur Veräusserung verfügbare

Finanzanlagen sowie gewisse finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bewertet werden.

SCHÄTZUNGEN ZUR ERSTELLUNG DER KONZERNRECHNUNG

Beim Erstellen der Konzernrechnung muss das Management Schätzungen und Annahmen treffen, die sich auf die ausgewiesenen

Aufwendungen und Erträge, die Aktiven und Passiven sowie die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die effektiven künftigen

Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und Annahmen sind vor allem in den folgenden Bereichen der Konzernrechnung enthalten und werden in den entsprechenden

Erläuterungen diskutiert: Fair Value-Bestimmung von Finanzinstrumenten, Rückstellungen und Wertberichtigungen, Vorsorgevermögen und

-verbindlichkeiten, latente Steuerforderungen, anteilsbasierte Vergütungen, Goodwill und andere Immaterielle Vermögenswerte.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt für alle Konzerngesellschaften nach einheitlichen und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Richtlinien,

ausser den am Ende dieses Abschnitts aufgeführten Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften.

Tochtergesellschaften und assoziierte Gesellschaften

Tochtergesellschaften, an denen die GAM Holding AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitzt oder über die sie auf andere Weise die

Kontrolle ausübt, werden nach der Methode der Vollkonsolidierung in der Konzernrechnung erfasst. Eine vollständige Auflistung dieser

Gesellschaften befindet sich in Erläuterung 24. Diese Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle an die

Gruppe konsolidiert und ab dem Datum der Kontrollabgabe aus der Konsolidierung ausgeschlossen.

Die Auswirkungen aller gruppeninternen Transaktionen sowie alle internen Positionen werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in der jeweiligen funktionalen Währung. Die auf Fremdwährungen lautenden Bilanzen der

Konzerngesellschaften werden zu Stichtagskursen in Schweizer Franken umgerechnet. Für die Erfolgsrechnungen gelangen Durchschnittskurse

der Berichtsperiode zur Anwendung. Währungsdifferenzen, die aus der Verwendung von Stichtags- und Periodendurchschnittskursen in der

Konsolidierung resultieren, werden als Umrechnungsdifferenzen direkt im Eigenkapital ausgewiesen.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften erfolgt die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen in Fremdwährungen zu den

jeweiligen Tageskursen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Schlusskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die resultierenden Kursgewinne und -verluste von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Erfolgsrechnung im

Devisenerfolg verbucht. Nicht realisierte Umrechnungsdifferenzen auf zur Veräusserung verfügbaren Beteiligungstiteln sind Teil der Veränderung

ihres gesamten Fair Value und werden dementsprechend direkt im Eigenkapital ausgewiesen.

36 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Für die wichtigsten Währungen gelten nachstehende Umrechnungskurse:

JAHRESENDKURSE JAHRESDURCHSCHNITTSKURSE

31.12.2009 31.12.2008 2009 2008

USD/CHF 1.0337 1.0644 1.0825 1.0780

EUR/CHF 1.4832 1.4796 1.5070 1.5780

GBP/CHF 1.6694 1.5303 1.6945 1.9760

Erfassung der Geschäftsvorfälle

Geldmarktgeschäfte werden am Erfüllungstag bilanzwirksam erfasst. Devisen- und Wertschriftenkassa- sowie Emissionsgeschäfte werden im

Konzern am Handelstag bilanzwirksam verbucht. Alle Finanzinstrumente sind einer der vier Kategorien («Forderungen und Ausleihungen», «bis

zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente», «erfolgswirksam zum Fair Value verbuchte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten»

sowie «finanzielle Vermögenswerte – zur Veräusserung verfügbar») zuzuordnen und innerhalb dieser Kategorien einheitlich entweder am

Handelstag (Trade Date) oder am Erfüllungstag (Settlement Date) zu erfassen.

Verbuchung von Erträgen

Der Ertrag aus Dienstleistungen wird zum Zeitpunkt der Leistungserbringung vereinnahmt, d. h. entweder bei Ausführung einer Transaktion oder

periodengerecht über die Vertragsdauer, sofern die Dienstleistung über einen gewissen Zeitraum erbracht wird. Performanceabhängige Erträge

oder Ertragskomponenten werden erfasst, wenn alle Leistungskriterien erfüllt sind.

Die Erträge aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft umfassen die Gebühren für die Kunden- und die Fondsverwaltung, die in der

Berichtsperiode erfasst werden, in denen die Leistungen erbracht werden.

Die Gebühren für die Kundenverwaltung werden als Prozentsatz des verwalteten Kundenvermögens berechnet. Die Zahlung von

Fondsverwaltungsgebühren ist vertraglich geregelt und wird der Gruppe für die Einführung von Kunden in von der Gruppe verwaltete Fonds

gewährt.

Performanceabhängige Erträge oder Gebührenkomponenten werden erfasst, sobald ihr Wert mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden

kann und ihr Erhalt in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich ist.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel beinhalten Banknoten und Münzen sowie Forderungen gegenüber Zentralbanken.

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden bei der erstmaligen Erfassung zum Fair Value bewertet, der den zur Ausgabe

der Forderungen und Ausleihungen aufgewendeten Barmitteln entspricht, zuzüglich allfälliger zurechenbarer Transaktionskosten. Anschliessend

werden diese Forderungen und Ausleihungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Ausleihungen werden als überfällig eingestuft, wenn die Gegenpartei einer Zahlung nicht bis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt

nachgekommen ist. Die Position gilt nicht als notleidend, wenn die Ausleihung aus Sicht der Gruppe noch durch die verfügbaren

Kreditsicherheiten gedeckt ist.

Forderungen gegenüber Banken und Ausleihungen, bei denen es basierend auf aktuellen Informationen und Tatbeständen wahrscheinlich ist,

dass die Gruppe nicht alle gemäss der ursprünglichen Kreditvereinbarung geschuldeten Beträge einbringen kann, werden auf Einzelbasis

bewertet und eine allfällige Wertminderung durch Einzelwertberichtigung abgedeckt. Die zur Deckung dienenden Sicherheiten werden in diese

Bewertung ebenfalls miteinbezogen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

37

FINANZBERICHT KONZERN


Die Wertminderung und die damit verbundene Wertberichtigung für Kreditrisiken bemessen sich nach der Differenz zwischen dem Buchwert der

Ausleihung und dem voraussichtlich einbringlichen Betrag, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos sowie des Nettoerlöses aus der

allfälligen Verwertung von Sicherheiten. Der voraussichtlich einbringliche Betrag entspricht dem Barwert der zum ursprünglichen Zinssatz der

Forderung diskontierten geschätzten zukünftigen Zahlungen. Die Wertberichtigung für Kreditrisiken wird über die Erfolgsrechnung verbucht.

Wenn eine Ausleihung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der

Forderung zulasten der entsprechenden Einzelwertberichtigung für Kreditrisiken. Wiedereingänge von früher ausgebuchten Beträgen werden

direkt der Erfolgsrechnung gutgeschrieben.

Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen für Kreditrisiken werden pauschale Wertberichtigungen zur Abdeckung von latenten Risiken auf

Portfoliobasis gebildet. Die Berechnung dieser kollektiven Wertberichtigungen erfolgt anhand vorsichtig festgelegter Ausfallwahrscheinlichkeiten

je Portfolio, die auf internen Ratingklassen basieren und denen die Ausleihungen zugeordnet werden.

In der Bilanz werden die Wertberichtigungen für Kreditrisiken mit den ausstehenden Ausleihungen und Forderungen saldiert.

Notleidende Ausleihungen werden wieder als vollwertig eingestuft, wenn sich die Bonität so weit verbessert hat, dass von einer pünktlichen

Kapitalrückzahlung und Zinszahlung gemäss den ursprünglichen Vertragsbedingungen ausgegangen werden kann.

Darlehensgeschäfte mit Wertschriften (Securities Lending- und Borrowing-Geschäfte)

Die im Rahmen von Securities Lending-Geschäften geborgten oder als Sicherheit erhaltenen Wertschriften werden nur dann in der Bilanz

erfasst, wenn die Gruppe die Kontrolle über die vertraglichen Rechte (Risiken und Chancen aus Eigentum) erlangt, die diese Wertschriften

beinhalten. Ebenso werden die im Rahmen von Securities Borrowing-Geschäften ausgeliehenen oder von der Gruppe als Sicherheit

bereitgestellten Wertschriften nur dann aus der Bilanz ausgebucht, wenn die Gruppe die Kontrolle über die vertraglichen Rechte im

Zusammenhang mit diesen Wertschriften abtritt. Verbleiben ausgeliehene und als Sicherheit bereitgestellte Wertschriften in der Bilanz, werden

Wertschwankungen entsprechend der Verbuchung der Wertschriften behandelt. Die Fair Values der geborgten und ausgeliehenen Wertschriften

werden täglich überwacht, um gegebenenfalls zusätzliche Sicherheiten gemäss den vertraglichen Vereinbarungen bereitzustellen oder

einzufordern.

Werden Wertpapiere auf Grund einer Securities Lending- oder Borrowing-Transaktion transferiert, so wird der Wert der erhaltenen

Barhinterlegung als Verbindlichkeit oder der gegebenen Barhinterlegung als Forderung erfasst.

Erhaltene oder bezahlte Gebühren aus dem Darlehensgeschäft mit Wertschriften werden als Kommissionsertrag bzw. Kommissionsaufwand

periodengerecht abgegrenzt.

Pensionsgeschäfte mit Wertschriften (Repurchase- und Reverse Repurchase-Geschäfte)

Mit einer Verkaufsverpflichtung erworbene Wertschriften (Reverse Repurchase-Geschäfte) und Wertschriften, die mit einer

Rückkaufsverpflichtung verkauft wurden (Repurchase-Geschäfte), werden als gesicherte Finanzierungsgeschäfte betrachtet und zum Wert der

gegebenen oder erhaltenen Barhinterlegung erfasst.

Erhaltene und gelieferte Wertschriften werden nur dann bilanzwirksam erfasst bzw. ausgebucht, wenn die Kontrolle über die vertraglichen

Rechte (Risiken und Chancen aus Eigentum) abgetreten wird, die diese Wertschriften beinhalten. Die Fair Values der erhaltenen oder gelieferten

Wertschriften werden täglich überwacht, um gegebenenfalls zusätzliche Sicherheiten gemäss den vertraglichen Vereinbarungen bereitzustellen

oder einzufordern.

Der Zinsertrag aus Reverse Repurchase-Geschäften und der Zinsaufwand für Repurchase-Geschäfte werden über die Laufzeit der zugrunde

liegenden Transaktionen periodengerecht in den entsprechenden Zinspositionen abgegrenzt.

38 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar

Nicht zu Handelszwecken gehaltene Wertschriftenbestände, einschliesslich der darin enthaltenen Geldmarktpapiere, werden als zur

Veräusserung verfügbare Schuld- und Beteiligungstitel ausgewiesen und zum Fair Value bewertet. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden

im Sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital ausgewiesen, bis der finanzielle Vermögenswert verkauft oder bis eine Wertminderung

festgestellt wird, wobei zu diesem Zeitpunkt der zuvor im Eigenkapital erfasste, kumulative Gewinn oder Verlust erfolgswirksam im Übrigen

ordentlichen Erfolg verbucht wird.

Beteiligungstitel werden im Wert gemindert, wenn der Marktwert signifikant oder länger anhaltend unter den Anschaffungskosten liegt. Bei

einem Schuldtitel erfolgt eine Wertminderung bei einer wesentlichen Bonitätsverschlechterung des Schuldners oder bei anderen Anzeichen von

Ereignissen, die einen negativen Einfluss auf die zukünftigen Zahlungen im Zusammenhang mit dem Schuldtitel haben, d. h. wenn es

wahrscheinlich ist, dass die Gruppe nicht mehr alle gemäss den vertraglichen Bestimmungen ausstehenden Zahlungen erhalten wird.

Zinsen von Schuldtiteln werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und zusammen mit den

Dividendenerträgen aus Beteiligungstiteln im Erfolg aus dem Zinsengeschäft erfasst.

Andere Finanzanlagen/Andere finanzielle Verbindlichkeiten

Sämtliche Handelsbestände werden zum Fair Value bewertet. Die aus Verkäufen oder Rückzahlungen realisierten und aus Wertschwankungen

entstehenden nicht realisierten Gewinne und Verluste werden im Übrigen ordentlichen Erfolg ausgewiesen. Die Zins- und Dividendenerträge bzw.

Zinsaufwendungen aus den Handelsbeständen werden im Erfolg aus dem Zinsengeschäft verbucht.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten können bei ihrer erstmaligen Erfassung erfolgswirksam zum Fair Value erfasst

werden (sogenannte Fair Value-Option), sofern eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

a) Es handelt sich um hybride Instrumente, die aus einem Basisschuldtitel und einem eingebetteten Derivat bestehen.

b) Sie sind Bestandteil eines Portfolios, dessen Risiko auf Basis des Fair Value gesteuert wird.

c) Die Anwendung der Fair Value-Option verringert oder beseitigt eine Inkongruenz in der Rechnungslegung, die sonst entstehen würde.

Die Gruppe bewertet ihre ausgegebenen Finanzinstrumente, d. h. ihre strukturierten Produkte, die aus einem Basisschuldtitel und einem

eingebetteten Derivat bestehen, zum Fair Value und verbucht die entstehenden Wertschwankungen im Übrigen ordentlichen Erfolg. Dadurch

entfällt die Pflicht zur separaten Rechnungslegung für den Basisschuldtitel und die eingebetteten Derivate.

Zusätzlich verbucht die Gruppe Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Kapitalanlageverträgen, bei denen der Begünstigte alle Risiken und

Chancen aus dem Vermögenswert trägt, gemäss der Fair Value-Option.

Zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzinstrumente, einschliesslich Devisenprodukte, Zinssatzfutures, Forward Rate Agreements,

Währungs- und Zinsswaps, Währungs- und Zinsoptionen (sowohl geschriebene als auch gekaufte), werden zum Fair Value bewertet. Zur

Berechnung des Fair Value werden entsprechende Börsenkurse, Discounted Cashflow- und Optionsbewertungsmodelle verwendet. Bei einem

positiven Fair Value werden die Derivate als Aktivposition, bei einem negativen als Passivposition verbucht. Veränderungen des Fair Value auf

Positionen im Handelsbestand werden im Übrigen ordentlichen Erfolg ausgewiesen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft für das Berichtsjahr

2008 ist grösstenteils unter nicht weitergeführten Geschäftsbereichen dargestellt.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

39

FINANZBERICHT KONZERN


Die Gruppe benutzt derivative Finanzinstrumente für die Absicherung des Geldflusses (Cashflow Hedge) oder des Fair Value (Fair Value Hedge)

für Transaktionen, die den spezifischen Kriterien für Absicherungsinstrumente entsprechen. Derivate, die an ihrem Erfüllungstag zu diesem

Zweck bestimmt sind, werden nur als Absicherungsinstrumente in der Konzernrechnung behandelt, wenn sie die nachstehenden Kriterien

erfüllen:

a) Vorliegen einer Dokumentation, die das Grundgeschäft (Bilanzposition oder Geldfluss), das Absicherungsinstrument sowie die

Absicherungsstrategie und -beziehung festlegt.

b) Effektive und zuverlässig messbare Eliminierung der abgesicherten Risiken durch das Absicherungsgeschäft während der gesamten

Berichtsperiode.

c) Andauernde, hohe Wirksamkeit des Absicherungsgeschäfts. Hohe Wirksamkeit ist gegeben, wenn die tatsächlichen Resultate innerhalb einer

Bandbreite von 80% bis 125% liegen.

d) Hohe Wahrscheinlichkeit, dass die erwartete künftige Transaktion erfolgen wird.

Veränderungen des Fair Value von Derivaten, die als Cashflow Hedges gelten und als solche verbucht wurden, werden im Sonstigen Ergebnis

erfasst und als Hedging-Reserve im Eigenkapital ausgewiesen. Führt die erwartete künftige Transaktion zur Erfassung eines nicht finanziellen

Vermögenswerts oder einer nicht finanziellen Verbindlichkeit, werden die vorher im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste mit dem

Anschaffungswert dieser Bilanzposition verrechnet. Resultiert aus der Absicherung einer erwarteten künftigen Transaktion die Erfassung eines

finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit, so werden die in den Vorperioden im Eigenkapital verbuchten Gewinne oder

Verluste des Absicherungsinstruments in derselben Periode erfolgswirksam erfasst, in der der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle

Verbindlichkeit das Ergebnis beeinflusst. Führt die abgesicherte künftige Transaktion zu einer direkten Erfassung in der Erfolgsrechnung, werden

die in den Vorperioden im Eigenkapital aufgelaufenen Gewinne oder Verluste des Absicherungsinstruments in derselben Periode wie die

abgesicherte Transaktion erfolgswirksam erfasst.

Veränderungen des Fair Value von Derivaten, die als Fair Value Hedges gelten und als solche verbucht wurden, werden in der Erfolgsrechnung

erfasst. Der Teil der Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäfts, der dem durch das Derivat abgesicherten Risiko entspricht,

wird als Wertveränderung des Grundgeschäfts erfasst und ebenfalls in der Erfolgsrechnung verbucht.

Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlich gesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklang mit den Risikomanagement-

Grundsätzen der Gruppe. Auf Grund der strengen und spezifischen Richtlinien von IFRS erfüllen sie aber die Kriterien nicht, um buchhalterisch

als Absicherungsgeschäfte behandelt zu werden. Sie werden daher als Andere Finanzanlagen bilanziert und die Veränderung des Fair Value wird

direkt in der Erfolgsrechnung der entsprechenden Berichtsperiode verbucht.

Sachanlagen

In den Sachanlagen sind Gebäude, IT, Kommunikationsanlagen, Einbauten in gemieteten Liegenschaften sowie andere Anlagen und

Ausstattungen enthalten. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungswerten abzüglich kumulierter Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen.

Sachanlagen werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei den Gebäuden beträgt die Nutzungsdauer 66 Jahre. Einbauten in gemieteten Liegenschaften werden über die Nutzungsdauer oder die

verbleibende Leasingvertragsdauer abgeschrieben, wobei die kürzere der beiden Perioden massgebend ist. Anlagen und Ausstattungen werden

über maximal zehn Jahre, IT-Hardware über drei Jahre und die Übrigen Sachanlagen über fünf Jahre abgeschrieben.

Einbauten in gemieteten Liegenschaften sind Investitionen, um die im Operating Leasing gemieteten Gebäude und Büros so anzupassen, dass

sie für den vorgesehenen Zweck genutzt werden können. Falls bei Ablauf der Leasingdauer die Liegenschaft wieder in ihren ursprünglichen

Zustand gebracht werden muss, wird der Barwert der geschätzten Rückbaukosten als Teil der Gesamtkosten für Einbauten in gemieteten

Liegenschaften aktiviert. Gleichzeitig wird eine Rückstellung für Rückbaukosten erfasst, um die eingegangene Verbindlichkeit abzubilden. Die

Rückbaukosten werden mittels Abschreibungen auf den aktivierten Einbauten in gemieteten Liegenschaften über deren geschätzte

Nutzungsdauer erfolgswirksam erfasst.

40 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Folgeinvestitionen werden im Buchwert einer Sachanlage erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gruppe daraus zukünftiger

wirtschaftlicher Nutzen entsteht. Laufende Unterhalts- und Reparaturarbeiten werden der Erfolgsrechnung belastet.

An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob bei den Sachanlagen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bestehen solche

Anhaltspunkte, wird ermittelt, ob der Buchwert der Sachanlagen vollständig einbringbar ist. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag,

wird eine Wertminderung vorgenommen.

Leasing: Beim Operating Leasing werden die geleasten Aktiven nicht in der Bilanz erfasst, da die Eigentumsrisiken und -rechte aus dem

Gegenstand des Leasingvertrags beim Leasinggeber verbleiben. Die Aufwendungen für Operating Leasing werden linear über die Vertragsdauer

der Position Sachaufwand in der Erfolgsrechnung belastet.

Goodwill und andere Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien gegliedert:

Goodwill: Bei Unternehmenszusammenschlüssen werden die identifizierbaren Aktiven und Passiven des erworbenen Unternehmens mit ihrem

jeweiligen Fair Value zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Goodwill ist die Differenz zwischen der Summe des Fair Value der übertragenen

Gegenleistungen plus dem verbuchten Betrag für allfällige Minderheitsanteile am erworbenen Unternehmen und dem verbuchten Betrag für die

identifizierbaren erworbenen Aktiven und übernommenen Passiven. Goodwill wird nicht abgeschrieben, sondern jährlich auf seine Werthaltigkeit

auf Stufe der Cash Generating Unit überprüft und eine entsprechende Wertminderung vorgenommen, falls der erzielbare Betrag unter dem

Buchwert liegt.

Kundenbeziehungen: Diese Position beinhaltet Immaterielle Vermögenswerte in Form von langfristigen Kundenbeziehungen aus kürzlich

erfolgten Unternehmenszusammenschlüssen. Kundenbeziehungen werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer von maximal zehn Jahren

abgeschrieben.

Markenwert: Die Gruppe erwartet, dass der aktivierte Markenwert eine unbestimmte Nutzungsdauer hat. Er wird deshalb nicht abgeschrieben,

sondern jährlich auf seine Werthaltigkeit und seine unbestimmte Nutzungsdauer überprüft.

Software: Die Gruppe aktiviert Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf, der Installation und der Entwicklung von Software, falls es

wahrscheinlich ist, dass der Gruppe der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufliessen wird und die Kosten des

Vermögenswerts sowohl identifiziert als auch zuverlässig bemessen werden können. Die aktivierte Software wird linear über die geschätzte

Nutzungsdauer abgeschrieben, die in der Regel drei bis fünf Jahre nicht übersteigt.

An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob bei den Immateriellen Vermögenswerten Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bestehen

solche Anhaltspunkte, wird ermittelt, ob der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbar ist. Übersteigt der Buchwert

den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Ertragssteuern

Die Position Ertragssteuern enthält sowohl laufende als auch latente Steuern. Die laufenden Ertragssteuern werden auf Grund der anwendbaren

Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und als Aufwand des Berichtsjahres erfasst, in dem die entsprechenden steuerbaren Ereignisse

anfallen. Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragssteuern werden in der Bilanz als Laufende Steuerverbindlichkeiten in den Passiven

ausgewiesen.

Latente Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden gemäss der Balance Sheet Liability-Methode für die künftig erwarteten

Steuerfolgen auf allen temporären Differenzen zwischen den für den Konzernabschluss bilanzierten Werten von Aktiven und Passiven und den

entsprechenden Steuerwerten berücksichtigt.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

41

FINANZBERICHT KONZERN


Die latenten Steuerforderungen aus temporären Differenzen oder aus steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert, wenn es

wahrscheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne anfallen, gegen die diese Unterschiede bzw. die betreffenden Verlustvorträge

verrechnet werden können.

Latente Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden gemäss den Steuersätzen berechnet, die voraussichtlich in der

Rechnungsperiode gelten, in der diese Steuerforderungen realisiert oder diese Steuerverbindlichkeiten beglichen werden, basierend auf den am

Bilanzstichtag erwarteten Steuersätzen.

Laufende Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden dann miteinander verrechnet, wenn sie sich auf dasselbe Steuersubjekt

beziehen, dieselbe Steuerhoheit betreffen und ein durchsetzbares Recht zu ihrer Verrechnung besteht. Diese Regel gilt auch für latente

Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten.

Laufende und latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die

unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden

Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden werden bei erstmaliger Erfassung zum Fair Value abzüglich direkt zurechenbarer

Transaktionskosten verbucht und anschliessend zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zinsen und Diskont werden basierend auf der

Effektivzinsmethode zeitlich abgegrenzt dem Zinsaufwand belastet.

Ausgegebene Schuldtitel

Ausgegebene Anleihen werden bei erstmaliger Erfassung zum Fair Value der erhaltenen Gegenleistung abzüglich direkt zurechenbarer

Transaktionskosten verbucht. Anschliessend erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der

Effektivzinsmethode.

Eigene Schuldtitel, die die Gruppe wegen Market Making-Aktivitäten oder für den kurzfristigen Wiederverkauf hält, werden als Schuldentilgung

behandelt.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Gruppe unterhält in der Schweiz und im Ausland mehrere beitrags- und leistungsorientierte Vorsorgepläne. Da die Vorsorgepläne in der

Schweiz nicht alle Kriterien eines beitragsorientierten Vorsorgeplans gemäss IAS 19 erfüllen, werden Schweizer Vorsorgepläne als

leistungsorientierte Vorsorgepläne behandelt.

Die Vorsorgeverpflichtungen werden weitgehend durch Vorsorgevermögen von Vorsorgeeinrichtungen gedeckt, die von der Gruppe rechtlich

getrennt und unabhängig sind.

Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die Vorsorgeaufwendungen und -verpflichtungen nach dem Verfahren der laufenden

Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) bewertet. Die entsprechende Berechnung wird durch unabhängige qualifizierte Aktuare

durchgeführt.

Der in der Erfolgsrechnung erfasste Vorsorgeaufwand für die leistungsorientierten Vorsorgepläne entspricht den versicherungsmathematisch

ermittelten Kosten abzüglich der Arbeitnehmerbeiträge. Die Summe dieser Kosten wird als Personalaufwand verbucht.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die ausserhalb einer Bandbreite von 10% des höheren Werts von dynamisch berechnetem

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen und Vorsorgevermögen zum Fair Value liegen, werden systematisch über die erwarteten durchschnittlich

noch zu leistenden Dienstjahre der im Plan erfassten Mitarbeiter erfolgswirksam verbucht.

42 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Bei beitragsorientierten Vorsorgeplänen werden die Beiträge dann aufwandswirksam verbucht, wenn die Mitarbeiter die entsprechenden

Leistungen für die Gruppe erbringen.

Überschüsse werden nur aktiviert, wenn sie der Gruppe in Form von zukünftigen Beitragsrückzahlungen oder -reduktionen tatsächlich zur

Verfügung stehen.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird gebildet, wenn infolge eines vergangenen Ereignisses zum Bilanzstichtag eine rechtliche oder faktische Verpflichtung

besteht, die wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird, und wenn die Höhe des Betrags zuverlässig geschätzt werden kann. Als

Rückstellung wird der Betrag bilanziert, der als bestmögliche Schätzung der erforderlichen Gegenleistung zur Erfüllung der Verpflichtung zum

Bilanzstichtag ermittelt werden kann, wobei Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. Die

Bildung und Auflösung von Rückstellungen erfolgt in der Erfolgsrechnung über die Position Sachaufwand.

Rückstellungen für Restrukturierungsmassnahmen werden bilanziert, wenn zusätzlich zu den allgemeinen Bilanzierungskriterien bei Verkauf oder

Schliessung eines Geschäftsbereichs, bei Stilllegung oder Verlegung eines Standorts, bei Änderungen in der Managementstruktur oder bei

wesentlichen anderen Reorganisationen eine faktische Verpflichtung eingegangen wird und ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan

besteht. Zudem muss der Beginn der Umsetzung oder die Ankündigung der wesentlichen Bestandteile gegenüber den betroffenen Mitarbeitern

vor dem Bilanzstichtag stattgefunden haben. Die Restrukturierungsrückstellung beinhaltet nur die direkt aus der Restrukturierung resultierenden

Kosten, die notwendig sind und nicht mit den laufenden Geschäftsaktivitäten zusammenhängen.

Aktienkapital

Das Aktienkapital umfasst alle ausgegebenen, voll liberierten Namenaktien der GAM Holding AG. Weitere Angaben zur Aufteilung der

ehemaligen Julius Bär Gruppe finden Sie auf Seite 48 und in Erläuterung 18.

Kapitalreserven

Kapitalreserven bestehen aus bei Kapitalerhöhungen von den Aktionären der GAM Holding AG einbezahlten Agios.

Eigene Aktien

Von der Gruppe gehaltene Aktien der GAM Holding AG werden im Eigenkapital als Eigene Aktien ausgewiesen und zum gewichteten

Durchschnitt des Anschaffungswerts verbucht. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös der eigenen Aktien und dem entsprechenden

Anschaffungswert (nach Abzug der Steuern, falls steuerpflichtig) wird unter den Gewinnreserven ausgewiesen.

Kontrakte auf Aktien der GAM Holding AG, die in einer bestimmten Anzahl Aktien zu einem festen Kurs erfüllt werden müssen, werden im

Eigenkapital unter den Gewinnreserven ausgewiesen. Die bei der Erfüllung der Kontrakte anfallenden Erlöse (nach Abzug der Kosten und

allfälliger Steuern) werden ebenfalls in den Gewinnreserven verbucht.

Kontrakte auf Aktien der GAM Holding AG, die in bar erfüllt werden müssen oder bei denen verschiedene Erfüllungsarten zur Auswahl stehen,

werden als derivative Instrumente verbucht und die Veränderungen des Fair Value im Übrigen ordentlichen Erfolg erfasst.

Für physisch zu erfüllende verkaufte Put-Optionen wird beim Abschluss des Kontrakts der Barwert des Ausübungspreises aus dem Eigenkapital

ausgebucht und als Verbindlichkeit erfasst. Die Verbindlichkeit wird anschliessend mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Kontrakts

durch Verbuchung von Zinsaufwand bis zum Ausübungspreis erhöht. Bei Erfüllung des Kontrakts wird die Verbindlichkeit ausgebucht.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

43

FINANZBERICHT KONZERN


Anteilsbasierte Vergütungen

Die Gruppe unterhält mehrere aktienbasierte Beteiligungspläne in Form von Aktien- oder Optionsplänen für ihre Mitarbeiter. Wenn solche

Vergütungen an Mitarbeiter vergeben werden, gilt der Fair Value dieser Vergütungen am Zuteilungsdatum als Grundlage für die Berechnung des

Personalaufwands. Anteilsbasierte Vergütungen, die an keine weiteren Bedingungen geknüpft sind, werden am Zuteilungsdatum sogleich als

Aufwand verbucht. Anteilsbasierte Vergütungen, die von der Erfüllung einer bestimmten Dienstzeit (Service Period) abhängig sind, werden über

diese Dienstzeit als Aufwand verbucht.

Bei aktienbasierten Beteiligungsplänen, die auf eigene Eigenkapitalinstrumente lauten (Aktien oder Optionen), wird das Eigenkapital am

Zuteilungsdatum entsprechend erhöht. Sie werden danach nicht mehr an Veränderungen des Fair Value der zugrunde liegenden

Eigenkapitalinstrumente angepasst. In bar abgegoltene Beteiligungspläne werden als Verbindlichkeit verbucht und bis zu deren Erfüllung an den

Fair Value der zugrunde liegenden Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam angepasst.

Ergebnis pro Aktie

Der unverwässerte Konzerngewinn pro Aktie wird ermittelt, indem der den Aktionären der GAM Holding AG zurechenbare Konzerngewinn für die

Berichtsperiode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in dieser Periode ausstehenden Aktien dividiert wird.

Der verwässerte Konzerngewinn pro Aktie wird mittels der gleichen Methode berechnet, doch werden die Bestimmungsgrössen angepasst, um

die potenzielle Verwässerung zu reflektieren, die durch eine Umwandlung in Aktien oder eine Ausübung von ausstehenden Optionen, Warrants,

wandelbaren Schuldtiteln oder anderen auf Aktien lautenden Kontrakten entstehen würde.

Geschäftssegmente

Die Gruppe besteht aus den zwei Segmenten GAM und Swiss & Global Asset Management, die die Organisation, das Management und die

interne Berichterstattung der Gruppe widerspiegeln und sich primär an den für die Kunden bereitgestellten Produkten und erbrachten

Dienstleistungen orientieren. Daneben ist Group Functions für die typischen Corporate-Funktionen wie Corporate Governance, Finanzen und

Controlling zuständig. Die direkten Erträge und Aufwendungen werden nach dem Verantwortungsprinzip den Segmenten zugeordnet. Aktiven,

Passiven, Erträge und Aufwendungen, für die kein direkter Bezug zu den Segmenten besteht, werden in Group Functions ausgewiesen. Indirekte

Kosten für interne Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich nach dem Verursacherprinzip beim Leistungserbringer

als Kostenreduktion und beim Leistungsempfänger als Kostenzunahme berücksichtigt. Diese internen Leistungsverrechnungen basieren auf

einem Verrechnungspreissystem und erfolgen zu Ist-Kosten.

ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2009 die folgenden neuen oder überarbeiteten Rechnungslegungsgrundsätze erstmals angewendet:

IFRS 2 – Share-based Payment: Vesting Conditions and Cancellations

Dieser überarbeitete Standard ergänzt die Definitionen von Dienst- und Leistungsbedingungen bei anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen.

Daneben werden zusätzliche Anweisungen bezüglich der Berücksichtigung von Ausübungs- und Nicht-Ausübungsbedingungen bei der

Bestimmung des Fair Value der gewährten Eigenkapitalinstrumente gegeben. Schliesslich wird auch die Behandlung von Annullierungen solcher

anteilsbasierter Vergütungsvereinbarungen klar geregelt. Die überarbeitete Fassung des Standards bedeutet für die Konzernrechnung, dass Artio

Global Investors Inc., das mittlerweile at Equity bilanziert wird, am Tag der Kontrollabgabe durch die Gruppe zum Fair Value neubewertet wurde.

IFRS 3 – Business Combinations; und IAS 27 – Consolidated and Separate Financial Statements

Diese überarbeiteten Standards, die von der Gruppe bereits frühzeitig übernommen wurden, verbessern die Bedeutung, Verlässlichkeit und

Vergleichbarkeit der Informationen bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen und deren Auswirkungen auf die Konzernrechnung sowie die

Informationen im Einzelabschluss der Muttergesellschaft und in der Konzernrechnung für eine Unternehmensgruppe, die von ihr kontrolliert

wird. Die Änderungen betreffen hauptsächlich die vermehrte Anwendung von Fair Values, die Betrachtung von Änderungen der

Kontrollverhältnisse in einer Unternehmensgruppe als signifikantes Ereignis oder die stärkere Gewichtung der Gegenleistung an den Verkäufer

44 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


der Gesellschaft anstelle der Ausgaben für die Akquisition. Die frühzeitige Übernahme der überarbeiteten Standards hatte zur Folge, dass im

Falle einer Kontrollabgabe eine einbehaltene Minderheitsbeteiligung an einer ehemaligen Tochtergesellschaft zum Stichtag der Kontrollabgabe

zu ihrem Fair Value neubewertet wurde. Der Gewinn wird erfolgswirksam verbucht.

IFRS 5 – Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations

Diese Änderung stellt klar, dass die Vorgaben in IFRS 5 bezüglich zur Veräusserung gehaltener langfristiger Vermögenswerte auch gelten, wenn

langfristige Vermögenswerte zur Ausschüttung an die Aktionäre gehalten werden. Der überarbeitete Standard hatte keinen Einfluss auf die

Konzernrechnung der Gruppe.

IFRS 7 – Improving Disclosures about Financial Instruments

Diese Änderung verlangt eine bessere Offenlegung bezüglich Finanzinstrumenten, insbesondere im Hinblick auf Fair Value-Bewertungen und die

Einführung einer dreistufigen Fair Value-Hierarchie, sowie zusätzliche Anhangsangaben zu Liquiditätsrisiken. Auf Grund der Änderung wurden

zusätzliche Angaben in der Konzernrechnung der Gruppe erforderlich.

IAS 32 – Financial Instruments: Presentation; und IAS 1 – Presentation of Financial Statements

Diese Überarbeitung des IAS 32 stellt klar, unter welchen Umständen kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende

Verbindlichkeiten als Eigenkapitalinstrumente behandelt werden müssen. Die Überarbeitung des IAS 1 verlangt zusätzliche Angaben bezüglich

kündbarer Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehender Verbindlichkeiten, die als Eigenkapitalinstrumente zu behandeln sind. Im

Einklang mit den Änderungen werden bestimmte Finanzinstrumente, die momentan als finanzielle Verbindlichkeiten betrachtet werden, als

Eigenkapitalinstrumente klassiert, weil sie einen Residualanspruch auf die Aktiven des Unternehmens darstellen. Die überarbeiteten Standards

hatten keinen Einfluss auf die Konzernrechnung der Gruppe.

Eingebettete Derivate (Änderungen an IFRIC 9 und IAS 39)

Die Änderung an IFRIC 9 verlangt die nachfolgende Neubewertung eines eingebetteten Derivats, wenn ein hybrides Instrument aus der

Kategorie der erfolgswirksamen Fair Value-Bewertung umklassiert wird. Gemäss der Änderung an IAS 39 ist die Umklassierung eines hybriden

Instruments aus der Kategorie der erfolgswirksamen Fair Value-Bewertung nicht zulässig, wenn das eingebettete Derivat nicht separat bewertet

werden kann. Diese Änderungen hatten keinen Einfluss auf die Konzernrechnung der Gruppe.

IFRIC 16 – Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation

Diese Interpretation bietet Anleitung, welche Fremdwährungsrisiken als Absicherung qualifizieren und welche Beträge als Absicherung bestimmt

werden können; wo solche Absicherungsinstrumente innerhalb einer Gruppe gehalten werden können; und welcher Betrag bei einer allfälligen

Veräusserung der ausländischen Geschäftseinheit in die Erfolgsrechnung umklassiert wird. Die neue Interpretation hatte keinen Einfluss auf die

Konzernrechnung der Gruppe.

IFRIC 17 – Distribution of Non-cash Assets to Owners

Diese neue Interpretation, die von der Gruppe bereits frühzeitig übernommen wurde, bietet Anleitung, wie ein Unternehmen die Ausschüttung

von Sachdividenden, wie Sachanlagen oder Anteilen an einem anderen Unternehmen, an seine Eigentümer bewerten soll und zu welchem

Zeitpunkt eine solche Dividendenverbindlichkeit zu erfassen ist. Weitere Informationen zu den Auswirkungen auf die Konzernrechnung der

Gruppe finden Sie in Erläuterung 18.

Verbesserungen der IFRS

Das International Accounting Standards Board (IASB) listet im Annual Improvements-Projekt eine Anzahl von Änderungen zu verschiedenen

Standards auf. Diese Änderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung der Gruppe.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

45

FINANZBERICHT KONZERN


NEUE, NOCH NICHT UMGESETZTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Es wurden gewisse neue Standards, Überarbeitungen und Interpretationen bestehender Standards publiziert, die in zukünftigen

Bilanzierungsperioden angewendet werden müssen. Die Gruppe wendet diese nicht frühzeitig an. Mit Ausnahme des neuen Standards IFRS 9

werden diese Änderungen voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung der Gruppe haben.

Die folgenden Standards, Überarbeitungen und Interpretationen sind für die Gruppe relevant:

IFRS 9 – Financial Instruments

Der neue Standard, der die erste Phase der Ablösung von IAS 39 darstellt, umfasst folgende Änderungen der aktuellen Rechnungslegungsvorschriften

für Finanzinstrumente:

Alle erfassten finanziellen Vermögenswerte werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet.

Einzig ein Schuldinstrument, das (a) im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Ziel darin besteht, vertragliche Geldflüsse zu

erzielen, und das (b) vertraglich vereinbarte Geldflüsse einbringt, die ausschliesslich aus Kapitalrückzahlungen und Zinszahlungen bestehen,

kann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Wird ein zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetes Schuldinstrument schon vor seiner Endfälligkeit ausgebucht, ist der entsprechende

Gewinn oder Verlust separat in der Erfolgsrechnung auszuweisen, zusammen mit einer Analyse dieses Gewinns bzw. Verlusts und den Gründen

für die Veräusserung.

Für Schuldinstrumente ist eine Klassierung als Handelsbestand (d. h. zum Fair Value) oder gemäss der Fair Value-Option möglich.

Eigenkapitalinstrumente sind zum Fair Value zu bewerten und entsprechende Gewinne und Verluste in der Erfolgsrechnung zu verbuchen.

Eigenkapitalinstrumente, die zum Fair Value im Sonstigen Gesamtergebnis (FVTOCI) zu erfassen sind: Nur bei nicht zu Handelszwecken

gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten kann bei der Ersterfassung unwiderruflich festgelegt werden, dass das Instrument zum Fair Value im

Sonstigen Gesamtergebnis (Eigenkapital) bewertet und eine nachfolgende Umklassierung in die Erfolgsrechnung ausgeschlossen wird (damit

entfällt die Pflicht, regelmässig eine Überprüfung auf Werthaltigkeit durchzuführen und kumulative Gewinne und Verluste bei Veräusserung

umzuklassieren).

Der neue Standard tritt am 1. Januar 2013 in Kraft, darf aber schon früher angewendet werden. Welche Auswirkungen der neue Standard auf

die Konzernrechnung der Gruppe hat, wurde noch nicht geklärt.

IAS 24 – Related Party Disclosure

Der überarbeitete Standard wird eine vereinfachte Definition des Begriffs der «nahe stehenden Unternehmen und Personen» (Related Parties)

liefern, indem er dessen beabsichtigte Bedeutung klarstellt und Unstimmigkeiten auf Grund der Definition beseitigt. Der überarbeitete Standard

wird am 1. Januar 2011 in Kraft treten.

Klassifizierung von Bezugsrechtsemissionen (Änderung an IAS 32)

Die vorgeschlagene Änderung sieht vor, dass eine Bezugsrechtsemission, die anteilig allen bestehenden Aktionären eines Unternehmens

angeboten wird, bei deren Ausübung das Unternehmen für eine festgelegte Anzahl eigener Eigenkapitalinstrumente einen festgelegten Barbetrag

erhält, unabhängig von der Währung, in der der Ausübungspreis festegesetzt ist, als Eigenkapitalinstrument zu klassieren ist. Die Änderung wird

am 1. Januar 2011 in Kraft treten.

46 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen (Änderung an IAS 39 – Financial Instruments: Recognition and

Measurement)

Die Überarbeitung stellt zwei Sachverhalte in Bezug auf Sicherungsbeziehungen klar: a) Inflation kann nur als abgesichertes Risiko oder als Teil

davon bestimmt werden, wenn sie eine vertraglich vereinbarte Komponente des Geldflusses darstellt (zum Beispiel bei einer inflationsindexierten

Anleihe, bei der die Komponente zum Schutz vor Inflation kein eingebettetes Derivat ist, das abgetrennt werden kann); und b) der Zeitwert einer

als Absicherungsinstrument gekauften Option ist kein im abgesicherten Grundgeschäft enthaltenes Risiko oder eines Teils davon und würde

Ineffektivität verursachen, wäre die ganze Option als Sicherungsinstrument bestimmt. Die Änderungen gelten für alle jährlichen

Berichtsperioden ab dem 1. Juli 2009.

Vorausgezahlte Beiträge unter einer Mindestfinanzierungsvereinbarung (Änderungen an IFRIC 14)

Die angepasste Interpretation bietet Anleitung, wie ein Überschuss zu bewerten ist, der im Falle einer durch den Arbeitgeber geleisteten

Vorauszahlung als Vermögenswert berücksichtigt werden kann. Solche Überschüsse reduzieren die künftigen Mindestfinanzierungsanforderungen

für künftige Dienstleistungen. Die Änderungen treten für alle jährlichen Berichtsperioden in Kraft, die am 1. Januar 2011 oder später beginnen.

IFRIC 19 – Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments

Die Interpretation stellt klar, dass die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten eines Unternehmens an einen Gläubiger zur vollständigen oder

teilweisen Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit als gezahlte Gegenleistung und damit als Tilgung der Verbindlichkeit zu betrachten ist. Das

Unternehmen hat das ausgegebene Eigenkapitalinstrument zu dessen Fair Value oder zum Fair Value der getilgten Verbindlichkeit zu bewerten,

je nachdem welcher Wert verlässlicher bestimmt werden kann. Allfällige Gewinne oder Verluste sind separat auszuweisen. Die Interpretation wird

für alle jährlichen Berichtsperioden in Kraft treten, die am 1. Juli 2010 oder später beginnen.

Verbesserungen der IFRS

Das International Accounting Standards Board (IASB) listet im Annual Improvements-Projekt eine Anzahl von Änderungen zu verschiedenen

Standards auf. Die Änderungen treten am 1. Januar 2010 in Kraft.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

47

FINANZBERICHT KONZERN


INFORMATION ZUR AUFTEILUNG DES PRIVATE BANKING- UND ASSET MANAGEMENT-GESCHÄFTS UND ZUM BÖRSENGANG

VON ARTIO GLOBAL INVESTORS INC.

An der Ausserordentlichen Generalversammlung der Julius Bär Holding AG vom 30. Juni 2009 stimmten die Aktionäre der Aufteilung des Asset

Management- und des Private Banking-Geschäfts von Julius Bär in zwei vollkommen unabhängige Gruppen mit getrennter Kotierung der

Muttergesellschaften der zwei neuen Gruppen an der SIX Swiss Exchange zu («die Transaktion»). Muttergesellschaft des Asset Management-

Geschäfts wurde die GAM Holding AG und des Private Banking-Geschäfts die Julius Bär Gruppe AG. Die Trennung wurde am 30. September

2009 abgeschlossen, und am 1. Oktober 2009 wurden die GAM Holding AG und die Julius Bär Gruppe AG erstmals als getrennt kotierte

Unternehmen gehandelt. Nach dem Vollzug wurde jeder Inhaber einer ursprünglichen Julius Bär Holding AG-Aktie automatisch Inhaber sowohl

einer Aktie der GAM Holding AG (Tickersymbol: GAM) als auch einer Aktie der Julius Bär Gruppe AG (Tickersymbol: BAER).

Die Transaktion beinhaltete die Abspaltung der neu gegründeten Julius Bär Gruppe AG, einschliesslich ihrer wichtigsten operativen Einheiten,

die Bank Julius Bär & Co. AG sowie bestimmte ergänzende Geschäftsbereiche, von der Julius Bär Holding AG mittels Ausschüttung einer

Sachdividende. Die Julius Bär Holding AG wurde anschliessend in GAM Holding AG umbenannt und umfasst seit Abschluss der Transaktion die

aktiven Asset Manager GAM und Swiss & Global Asset Management (ehemaliges Asset Management-Geschäft unter der Marke Julius Bär). Die

Transaktion wurde gemäss «IFRIC 17 – Sachdividenden an Eigentümer» ausgewiesen und verbucht. Auf Grund dieser bilanziellen Behandlung

resultiert ein substanzieller Gewinn aus der Ausschüttung der Sachdividende an die Aktionäre. Dieser Gewinn ist hauptsächlich auf die Differenz

zwischen dem Marktwert der verteilten Aktien der Julius Bär Gruppe AG und den Buchwerten des ausgegliederten Nettovermögens

zurückzuführen (siehe auch Erläuterung 18).

Die Erfolgsrechnung der GAM Holding AG beinhaltet folglich (a) für die ersten neun Monate bis zum 30. September 2009 das operative

Ergebnis des ehemaligen Private Banking-Geschäfts (dargestellt als nicht weitergeführter Geschäftsbereich) sowie der Asset Management-

Geschäfte von GAM und Swiss & Global Asset Management und (b) für den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2009 das

eigenständige operative Ergebnis der GAM Holding AG. Die Bilanz per 31. Dezember 2009 gibt somit die Finanzsituation des aktuellen

Geschäfts der GAM Holding AG wieder.

Am 24. September 2009 (vor dem Abschluss der Transaktion) fand der erfolgreiche Börsengang des US-amerikanischen Asset Management-

Geschäfts Artio Global Investors Inc. an der New York Stock Exchange statt. Die GAM Holding AG hält weiterhin eine Beteiligung von 27.9% an

Artio Global Investors Inc. (siehe auch Erläuterung 19 – Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften).

Weitere Informationen zu den nicht weitergeführten Geschäftsbereichen sind in Erläuterung 25 enthalten.

48 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ERLÄUTERUNGEN ZUM RISIKO- UND KAPITALMANAGEMENT

Infolge der Aufteilung der früheren Julius Bär Gruppe haben sich das Risikoprofil und -engagement der Gruppe, die inzwischen nur noch das

Asset Management-Geschäft umfasst, seit dem 1. Oktober 2009 erheblich verändert. Entsprechend ist ein Vergleich der im nachfolgenden

Abschnitt aufgeführten Risiken per Ende 2008 mit jenen per Ende 2009 nur bedingt aussagekräftig.

Die Angaben zum Jahr 2009 in diesem Abschnitt geben die aktuellen Ziele, Vorschriften und Prozesse zur Bewirtschaftung der Risiken wieder.

Die Zahlen und Angaben zum Jahr 2008 beziehen sich auf die Risikoengagements, -vorschriften und -prozesse der früheren Julius Bär Gruppe,

einschliesslich des Private Banking-Geschäfts.

1. STRUKTUR UND PROZESS DES RISIKOMANAGEMENTS

Der Verwaltungsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass es am effektivsten ist, wenn das Risikomanagement der Gruppe innerhalb der operativen

Geschäftsbereiche selbst ausgeführt wird. Die Festlegung der Gesamtrisikostrategie sowie deren Überprüfung und Überwachung erfolgen

dagegen auf Gruppenebene. Das Risikomanagement auf Gruppenebene liegt in der Verantwortung des Group Chief Financial Officer. In den

einzelnen Geschäftsbereichen werden sämtliche Risiken in einer sogenannten Risikolandschaft («Risk Landscape») erfasst, mit der die

Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos sowie die potenziellen finanziellen Auswirkungen der im Einzelnen identifizierten Risiken eingeschätzt

werden. Diese potenziellen Risiken werden anschliessend bewirtschaftet und sofern möglich vermindert. Dies geschieht innerhalb eines

Risikokontrollsystems, das sich sowohl aus quantitativen Elementen wie Risikolimiten als auch aus qualitativen Elementen wie Vorschriften und

Weisungen zusammensetzt. Die Risikolandschaft ist dynamisch und entwickelt und verändert sich kontinuierlich entsprechend dem variierenden

Geschäftsmix der Gruppe sowie dem sich wandelnden Marktumfeld. Die Risikolandschaft wird auch für die jährliche strategische Planung der

Geschäftsbereiche, der Geschäftsleitung, des Verwaltungsrats und der internen Revision eingesetzt.

Ein effektives Risikomanagement ist von grundlegender Bedeutung für alle Anspruchsgruppen der Gruppe, darunter Aktionäre, Kunden und

Mitarbeiter, und ein Anliegen der Finanzdienstleistungsbranche im Allgemeinen. Die Aufsichtsbehörden beurteilen unsere Risikohaltung laufend

und erwarten von uns, dass wir in Bezug auf Risikomanagement und -kontrolle hohe Standards einhalten.

Ein effektives Risikomanagement und eine effektive Risikokontrolle bilden daher die Grundlage für die operative und finanzielle Stabilität sowie

den guten Ruf unserer Gruppe.

Jede Funktion innerhalb unserer operativen Geschäftsbereiche – ob Frontgeschäftseinheit, Kontrolleinheit oder Dienstleistungseinheit – ist für

das Risikomanagement zuständig, und jeder Mitarbeiter trägt, unabhängig von seiner Rolle oder Position, auch eine gewisse Verantwortung für

die Risikokontrolle. Somit ist in der gesamten Gruppe das Risikobewusstsein sehr ausgeprägt und die Motivation zur Risikokontrolle und

-minderung hoch.

2. RISIKOARTEN

Risiko ist definiert als negative Abweichung von einem erwarteten Ergebnis. Das Risikomanagement wird als geschäftsunterstützende Funktion

(«Business Enabler») verstanden und bildet als solches einen Eckpfeiler des Managementprozesses der Gruppe. Die Gruppe ist in vielen

Bereichen, in denen sie tätig ist, verschiedenen Risiken ausgesetzt:

– Strategisches und geschäftliches Risiko

– Operationelles Risiko

– Reputationsrisiko

– Kreditrisiko

– Marktrisiko

– Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

49

FINANZBERICHT KONZERN


Strategisches und geschäftliches Risiko

In Anwendung der Grundsätze eines wert- und risikoorientierten Managements und Controllings wird einmal jährlich eine strategische Analyse

durchgeführt, deren Ergebnisse in einer Risikolandschaft konsolidiert dargestellt werden. Mittels dieser Analyse werden unter anderem die

Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Auswirkungen potenzieller strategischer und geschäftlicher Risiken beurteilt sowie entsprechende

Massnahmen zur Minderung und Kontrolle dieser Risiken definiert. Die Ergebnisse dienen auch als wichtige Grundlage für den strategischen

Planungsprozess, fliessen in die rollende Dreijahresplanung ein und werden somit auch in den jährlichen Budgets berücksichtigt.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko wird definiert als der potenzielle Eintritt von Verlusten, die sich auf Grund der Unangemessenheit oder des Versagens

von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen ergeben. Zusätzlich wird innerhalb des operationellen

Risikosystems der Gruppe auch das regulatorische und aufsichtsrechtliche Risiko erfasst. Die Gruppe entwickelt und verbessert ihre internen

operationellen Prozesse und Verfahren laufend, um die Geschäftsentwicklung und ihr breit gefasstes Tätigkeitsfeld zu unterstützen. Diese

Verbesserungen werden unter Berücksichtigung eines dynamischen Risikokontrollsystems entwickelt, das darauf abzielt, potenzielle operationelle

Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen. Dadurch soll ein aktiver Ansatz bei der Bewirtschaftung dieser Risiken gewährleistet werden.

Die Ziele des operationellen Risikomanagements sind:

– die Vermeidung potenziell hoher Verluste für die Gruppe

– die Förderung eines hohen Risikobewusstseins auf allen Ebenen

– die Schaffung der Voraussetzungen, damit die Geschäftsbereiche Risiken bewusst und effektiv eingehen und bewirtschaften können

– die Einrichtung eines effizienten Frühwarnsystems mittels eines strukturierten und einheitlichen Risikomanagements

– die Beurteilung aller auf das operationelle Risiko bezogener Aspekte vor der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen

– die Gewährleistung eines reibungslosen Geschäftsbetriebs im Falle von Infrastrukturausfällen und Katastrophen (Business Continuity

Management)

Reputationsrisiko

Die Fähigkeit der Gruppe zur Abwicklung von Geschäften hängt massgeblich von der Reputation ab, die sie sich aufgebaut hat. Entsprechend ist

die Wahrung des guten Rufs für die Gruppe und jeden Mitarbeiter von elementarer Bedeutung und hat oberste Priorität. Das gilt insbesondere

für jene Mitarbeiter, die an Risikoentscheidungen beteiligt sind. Die Verantwortung für das Reputationsrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist,

darf bzw. kann nicht delegiert oder übertragen werden.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Gegenparteien der Gruppe ihre Zinsen nicht bezahlen oder den Kredit nicht tilgen können oder

wollen, oder dass sie ihren vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen von Kreditverträgen, sonstigen Kreditfazilitäten oder in Bezug auf andere

Finanzinstrumente und Vermögenswerte nicht nachkommen.

Die Gruppe steuert und kontrolliert das Kredit- und Gegenparteirisiko, indem sie mit unterschiedlichen kreditwürdigen Gegenparteien

Finanztransaktionen eingeht, um so hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, und indem sie die Risiken im Verhältnis zur Laufzeit der

eingegangenen Engagements überwacht. Die Gruppe rechnet daher nicht mit wesentlichen kredit- oder gegenparteibedingten Verlusten im

Zusammenhang mit ihren Vermögenswerten.

Per Bilanzstichtag waren keine finanziellen Vermögenswerte als notleidend oder überfällig eingestuft, und es bestehen keinerlei Hinweise auf

negative Auswirkungen auf die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten. Die maximal eingegangenen Risikopositionen der Gruppe

beschränken sich auf den Buchwert der finanziellen Vermögenswerte, wie in der Bilanz angegeben.

Das Kreditrisiko im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich jederzeit auf deren positiven Fair Value, wie in der

Bilanz unter Andere Finanzanlagen ausgewiesen.

50 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisiko nach Domizil und Sektor der Gegenpartei dargestellt. Die zur Deckung gestellten Sicherheiten sind

in diesen Tabellen nicht berücksichtigt.

Kreditrisiken nach Domizil der Gegenpartei

31.12.2009

SCHWEIZ EUROPA AMERIKA ASIEN/PAZIFIK ANDERE TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken 712 234 12 16 - 974

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 1 10 1 - - 12

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - 11 8 - - 19

Andere Finanzanlagen 1 3 - - - 4

Total 714 258 21 16 - 1 009

31.12.2008

SCHWEIZ EUROPA AMERIKA ASIEN/PAZIFIK ANDERE TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken 1 680 5 933 599 650 1 8 863

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 3 071 2 205 3 020 1 213 194 9 703

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 131 10 252 1 307 488 12 12 190

Andere Finanzanlagen 1 346 3 679 675 242 9 5 951

Total 6 228 22 069 5 601 2 593 216 36 707

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

51

FINANZBERICHT KONZERN


Kreditrisiken nach Sektoren

31.12.2009

STAATEN UND

ÖFFENTLICH-

RECHTLICHE

KÖRPER- FINANZ-

SCHAFTEN INSTITUTE PRIVATKUNDEN ÜBRIGE TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken - 974 - - 974

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen - 1 - 11 12

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - 19 - - 19

Andere Finanzanlagen - 1 - 3 4

Total - 995 - 14 1 009

31.12.2008

STAATEN UND

ÖFFENTLICH-

RECHTLICHE

KÖRPER- FINANZ-

SCHAFTEN INSTITUTE PRIVATKUNDEN ÜBRIGE TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken 46 8 817 - - 8 863

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen - 2 9 701 - 9 703

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 899 9 573 - 1 718 12 190

Andere Finanzanlagen - 5 020 931 - 5 951

Total 945 23 412 10 632 1 718 36 707

52 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der von der Gruppe eingegangenen Kreditrisikopositionen nach Kreditqualität.

Kreditrisiken nach Kreditqualität

31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008

MIT DECKUNG MIT DECKUNG OHNE DECKUNG OHNE DECKUNG

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Weder überfällig noch notleidend - 12 182.1 1 008.1 20 306.2

Überfällig, aber nicht notleidend - 1.3 0.9 -

Notleidend - 65.6 - 3.5

Bilanzwert - 12 249.0 1 009.0 20 309.7

Weder überfällig noch notleidend

R1 bis R3 - 9 091.8 - 19 920.1

R4 bis R6 (inklusive momentan nicht klassifizierte) - 3 090.3 - 386.1

Total - 12 182.1 - 20 306.2

Überfällig, aber nicht notleidend

R7 - 1.3 - -

Total - 1.3 - -

Verfügbare Deckungen oder andere Kreditsicherheiten - 1.3 - -

Notleidend

R8 - 55.5 - -

R9 bis R10 - 10.1 - 3.5

Total - 65.6 - 3.5

Verfügbare Deckungen oder andere Kreditsicherheiten - 30.3 - -

Wertberichtigungen

Einzelwertberichtigungen - 37.3 - 3.5

Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - 17.1 - 2.7

Total - 54.4 - 6.2

Ab dem 31. Dezember 2009 werden die internen Kreditratings R1–R10 nicht mehr verwendet, da die Gruppe keine Vermögen, die ein solches

Rating benötigen, mehr besitzt oder zu besitzen gedenkt. Im Jahr 2008 bildeten die internen Kreditratings R1–R10 die Basis zur Berechnung

der Wertberichtungen für Kreditrisiken. Ausleihungen, Forderungen und sonstige Engagements wurden einer dieser zehn Ratingklassen

zugewiesen. Im Falle von Guthaben der Ratingklassen R1–R6 wurden die Ausleihungen, Forderungen und sonstigen Engagements bedient; die

gestellten Sicherheiten waren ausreichend, und die Rückzahlung der Guthaben war nicht gefährdet. Für diese Ausleihungen, Forderungen und

sonstigen Engagements wurden keine spezifischen Wertberichtigungen für Kreditrisiken gebildet. Guthaben der Ratingklasse R7 waren

überfällig; sie waren jedoch nach wie vor durch die gestellten Sicherheiten gedeckt, und Wertberichtigungen wurden nur für die überfälligen

Zinsen gebildet. Für Guthaben der Ratingklasse R8 wurden spezifische Wertberichtigungen für Kreditrisiken gebildet, falls die

Eintrittswahrscheinlichkeit eines Verlustes mehr als 50% betrug. Die Kreditrisiken der Ratingklassen R9 und R10 waren sehr hoch; für

Ausleihungen, Forderungen und sonstige Engagements dieser Ratingklassen wurden daher spezifische Wertberichtigungen für Kreditrisiken

gebildet.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

53

FINANZBERICHT KONZERN


Die folgende Tabelle zeigt die maximalen Kreditrisikopositionen der Gruppe per Bilanzstichtag. Diese Positionen entsprechen dem Betrag, der

bei einem Ausfall der Gegenpartei gefährdet ist, ohne Einbezug der Pfandsicherheiten oder von anderen Kreditsicherheiten. Für finanzielle

Vermögenswerte entspricht dieser Wert in der Regel dem Bruttobuchwert abzüglich in der Bilanz bereits verrechneter Gegenpositionen oder

allfälliger Wertberichtigungen.

Maximal eingegangene Kreditrisikopositionen

31.12.2009 31.12.2008

MAXIMALES MAXIMALES

KREDITRISIKO KREDITRISIKO

MIO. CHF MIO. CHF

Flüssige Mittel (ohne Bargeld) 974 10 815

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 12 9 703

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 19 12 190

Andere Finanzanlagen 4 6 228

Sonstige Aktiven - 375

Total maximal eingegangene Kreditrisikopositionen 1 009 39 310

Marktrisiko

Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlusts auf Grund von Schwankungen von Marktvariablen wie Zinssätzen, Wechsel- und

Aktienkursen. Die Gruppe unterteilt das Marktrisiko in Zinsänderungsrisiko, Fremdwährungsrisiko und Aktienkursrisiko. Es bestehen keine

bedeutenden Konzentrationen von Marktrisiken, die über die mit Finanzanlagen verbundenen Risiken hinausgehen, wobei mit Letzteren in erster

Linie Anlagen in Fonds gemeint sind.

Das Fremdwährungsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass der Wert eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursveränderungen schwankt. Da

die Gruppe weltweit tätig ist, ist sie im Zusammenhang mit den in den Bilanzen der einzelnen Einheiten ausgewiesenen Vermögenswerten

Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Die Risikopolitik der Gruppe sieht vor, dass jede Einheit innerhalb der Gruppe ihr eigenes

Fremdwährungsrisiko kontinuierlich überwacht. Ferner hat jede Einheit dafür zu sorgen, dass kein Netto-Engagement in auf Fremdwährungen

lautende Positionen, ausgenommen solche gegenüber anderen Einheiten der Gruppe, zulasten ihrer funktionalen Währung besteht. Im Falle

solcher Netto-Engagements in auf Fremdwährungen lautenden Positionen dürfen Absicherungsstrategien herangezogen werden. Dadurch soll

verhindert werden, dass zukünftige Währungsschwankungen den Geldfluss aus künftigen Transaktionen und folglich zukünftige Gewinne

wesentlich negativ beeinträchtigen. Ausleihungen, die auf Fremdwährungen lauten, werden im Zusammenhang mit spezifischen Netto-Anlagen

nicht als Absicherungstransaktionen erfasst. Demzufolge bestehen somit gegenüber der funktionalen Währung keine bedeutenden Engagements

in auf Fremdwährungen lautenden Positionen.

Das Aktienkursrisiko bezeichnet die Gefahr, dass der Fair Value einer Aktienanlage auf Grund von Kursveränderungen schwankt. Solche

Veränderungen können entweder auf anlagen- oder emittentenspezifische Faktoren oder auf andere Faktoren zurückzuführen sein, die sich auf

am Markt gehandelte Finanzinstrumente auswirken. Da die Gruppe Anlagen hält, die in der konsolidierten Bilanz als «zur Veräusserung

verfügbar» ausgewiesen sind, ist sie einem Aktienkursrisiko ausgesetzt. Den Grossteil dieser Anlagen machen Investitionen in Fonds aus. Die

Geschäftsleitung der Gruppe genehmigt alle Entscheidungen in Bezug auf Aktienanlagen und überwacht diese laufend.

54 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Ein Zinsänderungsrisiko ergibt sich daraus, dass sich Änderungen bei Zinssätzen auf künftige Geldflüsse oder den Fair Value von

Finanzinstrumenten auswirken können. Der Ertrag und der Geldfluss aus operativer Tätigkeit sind kaum von Zinssatzänderungen betroffen,

weshalb das entsprechende Risiko für die Gruppe minimal ist.

Die folgenden Tabellen zeigen die aktuellen Ziele, Vorschriften und Prozesse des Managements zur Bewirtschaftung des Zinsänderungsrisikos.

Zinssatzprofil

Variabel verzinsliche Instrumente

31.12.2009

MIO. CHF

Finanzielle Vermögenswerte 987.7

Finanzielle Verbindlichkeiten -97.2

Festverzinsliche Instrumente

Finanzielle Vermögenswerte 19.1

Finanzielle Verbindlichkeiten -149.9

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Forderungen gegenüber Banken, für die kein wesentliches Zinsänderungsrisiko

erwartet wird. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Auswirkung einer realistischen Erhöhung bzw. Senkung der Zinsen auf die finanziellen

Verbindlichkeiten.

Analyse der Cashflow-Sensitivität variabel verzinslicher Instrumente

890.5

-130.8

ERFOLGSWIRKSAM EIGENKAPITAL

VERÄNDERUNG VERÄNDERUNG VERÄNDERUNG VERÄNDERUNG

VON +100 VON -50 VON +100 VON -50

BASISPUNKTEN BASISPUNKTEN BASISPUNKTEN BASISPUNKTEN

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

31. Dezember 2009

Variabel verzinsliche Instrumente 1.0 -0.5 - -

Cashflow-Sensitivität (netto) 1.0 -0.5 - -

Als ein Mass für das Zinsänderungsrisiko kann die Auswirkung einer positiven 1%igen (+100 Basispunkte) Verschiebung der gesamten Zinskurve

in der jeweiligen Währung dienen. Die nachstehende Tabelle zeigt – aufgeteilt nach Zeitbändern und Währungen – die Ergebnisse eines solchen

Szenarios per 31. Dezember 2008.

Zinssensitive Risikopositionen 2008

INNERHALB 1 BIS 3 3 BIS 12 1 BIS 5 ÜBER 5 TOTAL

1 MONATS MONATE MONATE JAHRE JAHRE 2008

1000 CHF

Zinssensitivität nach Zeitperioden und Veränderung von +100 Basispunkten

CHF -521 1 494 24 571 -32 469 3 -6 922

USD -534 -1 178 12 350 -891 -208 9 539

EUR 674 -3 264 9 208 -5 303 -640 675

Andere -55 -1 245 4 261 1 561 -3 4 519

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

55

FINANZBERICHT KONZERN


Value at Risk-Methode und regulatorisches Kapital

Im Jahr 2008 zog die Gruppe zur Bewirtschaftung des Marktrisikos die Berechnung des Value at Risk (VaR) heran. Per Ende 2009 wurde kein

VaR für das Management von Handelsbeständen ermittelt, da keine Handelsbestände mehr geführt wurden. Zur Absicherung des

Fremdwährungsrisikos, dem Geschäftsertrag und -aufwand ausgesetzt sind, werden aber bestimmte Derivate eingesetzt. Diese Derivate werden

kontinuierlich überwacht, um ihre Effektivität zu beurteilen.

Für die Berechnung des VaR verwendete die Gruppe die Methode der historischen Simulation, bei der alle Handelspositionen jeweils vollständig

neu bewertet wurden. Grundlage für die historische Simulation waren empirisch beobachtete Veränderungen der Marktparameter (Kurse,

Zinskurven, Volatilitäten) über die letzten 300 Handelstage. Korrelationen wurden bei dieser Methode implizit berücksichtigt, ohne dass

Berechnungen und Annahmen auf der Grundlage einer Korrelationsmatrix heranzogen werden mussten.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die VaR-Positionen in den Handelsbeständen der Gruppe per 31. Dezember 2008:

Marktrisiko – VaR-Positionen nach Risikokategorien

31. DEZEMBER 2008 DURCHSCHNITT MAXIMUM MINIMUM

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Aktien -625 -1 767 -3 229 -482

Zinssätze -785 -607 -1 072 -358

Fremde Währungen/Edelmetalle -250 -831 -2 229 -131

Korrelationseffekt 784 - - -

Total 2008 -876 -1 931 -2 987 -668

56 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Gruppe nicht in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen bei deren Fälligkeit

nachzukommen. Die Liquidität der Gesellschaften der Gruppe wird täglich überwacht und bewirtschaftet und übertrifft die regulatorischen

Mindestanforderungen. Die Gruppe versucht bei der Liquiditätsbewirtschaftung grundsätzlich sicherzustellen, dass ihr jederzeit ausreichend

Liquidität zur Verfügung steht, um ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, ohne dabei inakzeptable Verluste erleiden oder eine

Beeinträchtigung des guten Rufs der Gruppe befürchten zu müssen.

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe nach verbleibenden vertraglichen

Fälligkeiten per Bilanzstichtag. Im Gegensatz zu den in der Bilanz dargestellten Werten enthalten diese Positionen sämtliche künftigen,

vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zinszahlungen im Zusammenhang mit diesen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Verbleibende vertragliche Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte 1

FÄLLIG INNERT FÄLLIG INNERT FÄLLIG INNERT FÄLLIG NACH

AUF SICHT 3 MONATEN 3–12 MONATEN 1–5 JAHREN 5 JAHREN TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Flüssige Mittel 788.3 185.8 0.1 - - 974.2

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 1.3 10.9 - - - 12.2

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 61.6 8.1 15.8 1.2 0.2 86.9

Andere Finanzanlagen - 3.1 0.7 - - 3.8

Total 31.12.2009 851.2 207.9 16.6 1.2 0.2 1 077.1

Flüssige Mittel 1 987.6 8 705.9 142.4 14.3 - 10 850.2

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen - 7 255.3 1 411.1 1 017.0 19.4 9 702.8

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 338.0 6 768.4 4 049.0 1 359.2 13.9 12 528.5

Andere Finanzanlagen 7 598.1 - - - - 7 598.1

Total 31.12.2008 9 923.7 22 729.6 5 602.5 2 390.5 33.3 40 679.6

Finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 0.2 0.4 33.4 64.1 - 98.1

Ausgegebene Schuldtitel - 150.7 - - - 150.7

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.2 4.1 - - - 5.3

Total 31.12.2009 1.4 155.2 33.4 64.1 - 254.1

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 2 968.8 347.8 200.5 0.9 - 3 518.0

Ausgegebene Schuldtitel - 6.4 8.3 190.0 241.6 446.3

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27 144.2 5 553.3 1 142.7 326.4 178.0 34 344.6

Total 31.12.2008 30 113.0 5 907.5 1 351.5 517.3 419.6 38 308.9

1 Die Angaben für die finanziellen Vermögenswerte 2008 spiegeln verbleibende erwartete Fälligkeiten wider.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

57

FINANZBERICHT KONZERN


Bewirtschaftung des Kapitalrisikos

Die Gruppe berücksichtigt im Rahmen ihrer Kapitalbewirtschaftung eine Vielzahl von Anforderungen und Erwartungen. Genügend Kapital wird

für die aktuellen, aber auch für geplante Geschäftsaktivitäten benötigt. Die Höhe dieses Kapitals basiert sowohl auf gruppeninternen

Einschätzungen als auch auf den Eigenmittelanforderungen lokaler Aufsichtsbehörden.

Die Gruppe stellt bei der Bewirtschaftung ihres Kapitals sicher, dass alle Gruppeneinheiten den laufenden Geschäftsbetrieb bei gleichzeitiger

Maximierung der Aktionärsrendite aufrechterhalten können.

Die nachfolgenden Tabellen dienen ausschliesslich zu Informationszwecken. Infolge der Abspaltung des Private Banking-Geschäfts unterliegt das

Unternehmen nicht mehr den Eigenkapitalrichtlinien des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (genannt Basel II) der Bank für Internationalen

Zahlungsausgleich (BIZ). Einzelne operative Gesellschaften innerhalb der Gruppe sind jedoch verpflichtet, regulatorisches Kapital entsprechend

den lokalen Gesetzesvorschriften zu halten. Die Gruppe muss im Rahmen der konsolidierten Aufsicht durch die Eidgenössische

Finanzmarktaufsicht (FINMA) zur Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit über regulatorisches Kapital in angemessenem Umfang verfügen.

Eigenmittelunterlegung

Risikogewichtete Positionen

31.12.2008

BASEL II

MIO. CHF

Kreditrisiko 9 473.1

Nicht gegenparteibezogenes Risiko 497.5

Marktrisiko 1 781.3

Operationelles Risiko 1 4 791.3

Total 15 543.2

Anrechenbare Eigenmittel

Anrechenbare Eigenmittel Tier 1 2 121.4

davon hybrides Tier-1-Kapital 225.0

Anrechenbare Eigenmittel Tier 1 und 2 2 197.7

BIZ Quote Tier 1 13.6%

BIZ Quote Tier 1 und 2 14.1%

1 Risikogewichtete Position ergibt sich aus 12.5-mal Eigenmittelerfordernis entsprechend dem angewandten Berechnungsansatz.

58 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Eigenmittelkomponenten

31.12.2008

BASEL II

MIO. CHF

Anrechenbare Eigenmittel Tier 1 nach Abzug eigener Aktien 6 690.5

davon Minderheitsanteile 1.4

davon innovative Kapitalinstrumente 225.0

Goodwill und andere Immaterielle Vermögenswerte -4 445.5

Andere Abzüge -123.6

Anrechenbare Eigenmittel Tier 1 2 121.4

Anrechenbare Eigenmittel Tier 2 76.3

Anrechenbare Eigenmittel 2 197.7

Erforderliche Eigenmittel

31.12.2008

BASEL II

MIO. CHF

Kreditrisiko (Standardansatz in 2008 gemäss Basel II) 757.9

davon Kursrisiko bezüglich der Beteiligungstitel im Bankenbuch 19.9

Nicht gegenparteibezogenes Risiko 39.8

Marktrisiko (Modellansatz) 62.5

Operationelles Risiko (Standardansatz) 383.3

Total 1 243.5

Kreditrisiko aufgeteilt nach Risikogewichtung

31.12.2008

0% 20% 35% 50% 75% 100% 150% TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken

und Kundenausleihungen1 Finanzanlagen -

11 546.7 3 198.3 1 430.5 450.1 124.8 1 791.2 43.6 18 585.2

zur Veräusserung verfügbar2 1 796.3 5 104.3 - 5 122.0 - 158.5 134.9 12 316.0

Andere Finanzanlagen3 1 026.2 500.2 - 839.8 4.9 278.4 - 2 649.5

Total 14 369.2 8 802.8 1 430.5 6 411.9 129.7 2 228.1 178.5 33 550.7

1 Wertberichtigungen auf Portfoliobasis für Kreditrisiken von CHF 19.8 Mio. werden unter dem Tier-2-Kapital ausgewiesen.

2 Netto-Longpositionen in Wertschriften und Geldmarktpapieren im Bankenbuch.

3 Positiver aktueller Wiederbeschaffungswert plus Sicherheitszuschlag (Add-on) unter Berücksichtigung bestehender Netting-Vereinbarungen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

59

FINANZBERICHT KONZERN


ERLÄUTERUNGEN ZUR KONSOLIDIERTEN ERFOLGSRECHNUNG

1 ERFOLG AUS DIENSTLEISTUNGS- UND KOMMISSIONSGESCHÄFT

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Ertrag aus Investmentfonds 935 987 1 404 483 -33.4

Total aus Dienstleistungs- und Kommissionsertrag aus dem Asset Management-Geschäft 935 987 1 404 483 -33.4

(Aufwand)/Ertrag aus Wertschriftenemissionen -6 722 7 844 -

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft 7 994 5 037 58.7

Total Ertrag aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 937 259 1 417 364 -33.9

Kommissionsaufwand 428 630 587 640 -27.1

Total 508 629 829 724 -38.7

2 ERFOLG AUS ZINSENGESCHÄFT

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Kunden und Banken 16 047 50 246 -68.1

Zinsertrag aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 563 735 -23.4

Dividendenertrag aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 111 10 -

Total Zinsertrag 16 721 50 991 -67.2

Total Zinsaufwand 10 525 33 156 -68.3

Total 6 196 17 835 -65.3

60 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


3 ÜBRIGER ORDENTLICHER ERFOLG

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Devisen 19 234 11 360 69.3

Netto realisierte Gewinne/(Verluste) aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar -4 631 785 -

Liegenschaftenerfolg 1 385 1 578 -12.2

Anderer ordentlicher Erfolg 50 336 80 172 -37.2

Total 66 324 93 895 -29.4

4 PERSONALAUFWAND

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Saläre und Gratifikationen 182 677 221 847 -17.7

Beiträge an Personalvorsorgeeinrichtungen/Leistungsprimat 9 711 9 360 3.8

Beiträge an Personalvorsorgeeinrichtungen/Beitragsprimat 5 614 5 577 0.7

Aktienbasierte Vergütungen 14 633 18 388 -20.4

Übrige Sozialleistungen 18 539 19 875 -6.7

Übriger Personalaufwand 8 322 25 948 -67.9

Total 239 496 300 995 -20.4

5 SACHAUFWAND

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Raumaufwand 28 164 54 206 -48.0

Aufwand für IT und andere Betriebseinrichtungen 14 188 12 514 13.4

Informations-, Kommunikations- und Werbeaufwand 27 094 35 863 -24.5

Dienstleistungsaufwand, Gebühren und Abgaben 47 437 122 859 -61.4

Übriger Sachaufwand 2 340 1 382 69.3

Total 119 223 226 824 -47.4

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

61

FINANZBERICHT KONZERN


6 ERTRAGSSTEUERN

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Gewinnsteuer auf dem Gewinn vor Steuern aus weitergeführten Geschäftsbereichen

(erwarteter Steueraufwand) 605 985 66 305 -

Steuersatzdifferenz auf Ergebnisbestandteilen,

die im Ausland der Besteuerung unterliegen -12 890 -14 973 13.9

Steuersatzdifferenz aus lokal unterschiedlichen

Steuersätzen im Inland -16 105 -3 529 -

Effekt aus dem Gewinn aus Ausschüttung einer Sachdividende (nicht steuerpflichtig) -867 434 - -

Tiefer besteuerte Erträge -22 -135 83.7

Effekt aus Berücksichtigung steuerlicher Verluste der Vorjahre -1 004 -222 -

Effekt aus nicht aktivierten Verlustvorträgen 1 459 -183 -

Korrekturen in Bezug auf Vorjahre -289 -1 946 85.1

Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen 313 035 23 281 -

Andere Einflüsse 15 473 -297 -

Effektiver Steueraufwand (aus weitergeführten Geschäftsbereichen) 38 208 68 301 -44.1

Für die Berechnung der Gewinnsteuer in der Schweiz wurde ein Steuersatz von 22% (2008: 22%) angewendet. In der Gruppe bestehen

aktivierte Verlustvorträge von CHF 44.4 Millionen (2008: CHF 41.9 Millionen), welche nicht verfallen, abgesehen von CHF 1.5 Millionen, die

innerhalb von fünf Jahren verfallen.

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

angepasst

Inländische Gewinnsteuern 14 595 53 455 -72.7

Ausländische Gewinnsteuern 23 613 14 845 59.1

Total 38 208 68 301 -44.1

Laufende Gewinnsteuern 37 532 56 899 -34.0

Latente Gewinnsteuern 676 11 402 -94.1

Total 38 208 68 301 -44.1

62 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Steuereffekte auf Komponenten des Sonstigen Ergebnisses

2009

BETRAG

STEUER-

(AUFWAND)/ BETRAG

VOR STEUERN ERTRAG NACH STEUERN

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 78 991 -8 337 70 654

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 112 459 -9 976 102 483

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

2 423 -533 1 890

aus Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges 2 946 -648 2 298

Umrechnungsdifferenzen 2 907 - 2 907

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste aus Umrechnungsdifferenzen 43 470 - 43 470

Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfasst 243 196 -19 494 223 702

2008

BETRAG

STEUER-

(AUFWAND)/ BETRAG

VOR STEUERN ERTRAG NACH STEUERN

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Netto nicht realisierte Gewinne/(Verluste) aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar -179 958 9 534 -170 424

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte (Gewinne)/Verluste

aus Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 31 409 -1 202 30 207

Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges -5 862 1 290 -4 572

Umrechnungsdifferenzen -87 410 - -87 410

Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfasst -241 821 9 622 -232 199

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

63

FINANZBERICHT KONZERN


7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

TOTAL

KONSOLIDIERT

VOR NICHT NICHT

WEITERGEFÜHRTEN WEITERGEFÜHRTE

GESCHÄFTS- GESCHÄFTS-

GAM SWISS & GLOBAL GROUP FUNCTIONS BEREICHEN BEREICHE TOTAL KONZERN

2009 2008 1 2009 2008 1 2009 2008 1 2009 2008 1 2009 2008 1 2009 2008

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

angepasst angepasst angepasst angepasst angepasst

Geschäftsertrag 395.3 632.6 166.4 228.4 30.7 80.5 592.4 941.5 1 456.4 1 997.1 2 048.8 2 938.6

Personalaufwand 195.9 213.2 61.2 63.3 -17.6 24.5 239.5 301.0 1 038.1 991.1 1 277.6 1 292.1

Sachaufwand 66.2 89.3 47.3 63.3 5.7 74.2 119.2 226.8 303.6 300.4 422.8 527.2

Abschreibungen auf

Liegenschaften und

übrigen Sachanlagen 6.3 8.0 0.7 0.8 - - 7.0 8.8 18.8 27.3 25.8 36.1

Abschreibungen und

Wertminderung auf

Kundenbeziehungen 649.9 100.7 - - - - 649.9 100.7 57.0 75.7 706.9 176.4

Abschreibungen und Wertminderung

auf Goodwill und

anderen Immateriellen Werten 765.2 1.0 4.0 4.2 -4.0 0.1 765.2 5.3 20.4 15.5 785.6 20.8

Geschäftsaufwand 1 683.5 412.2 113.2 131.6 -15.9 98.8 1 780.8 642.6 1 437.9 1 410.0 3 218.7 2 052.6

Geschäftsgewinn/(-verlust) -1 288.2 220.4 53.2 96.8 46.6 -18.3 -1 188.4 298.9 18.5 587.1 -1 169.9 886.0

Gewinn aus ausgeschütteter

Sachdividende, netto - - - - 3 942.9 - 3 942.9 - - - 3 942.9 -

Ertragssteuern - - - - -38.2 -68.3 -38.2 -68.3 -182.1 -156.2 -220.3 -224.5

Gewinn aus dem Verkauf nicht

weitergeführter Geschäftsbereiche - - - - - - - - 862.2 - 862.2 -

Fair Value-Neubewertung von

Beteiligungen an

assoziierten Gesellschaften - - - - - - - - 445.3 - 445.3 -

Abzüglich Eliminierung

von Dividenden - - - - - - - - -223.0 - -223.0 -

Konzerngewinn/(-verlust) -1 288.2 220.4 53.2 96.8 3 951.3 -86.6 2 716.3 230.6 920.9 430.9 3 637.2 661.5

Verwaltete Vermögen 51 037 41 731 73 017 57 094 -10 407 2 - 113 647 98 825

Aktiven 1 771 3 173 288 104 1 102 171 3 161 3 448

Verbindlichkeiten 249 144 123 74 170 509 542 727

Beteiligungen an

assoziierten Gesellschaften - - - - 463 - 463 -

1 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, um die Segmente nach der Abspaltung der Julius Bär Gruppe AG und von Artio Global Investors Inc. darzustellen.

2

Auf Grund der Doppelzählung der unter dem Namen «Julius Bär» durch Swiss & Global Asset Management vertriebenen Fonds der Augustus Asset Managers Ltd., welche in den Bereich GAM

integriert ist und diese Fondsvermögen aktiv verwaltet.

Weitere Einzelheiten zu Erträgen und Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht weitergeführten Geschäftsbereichen sind Erläuterung 25 zu

entnehmen.

64 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


GEOGRAFISCHE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

31.12.2009 31.12.2008 2009 2008

ANLAGE- ANLAGE- GESCHÄFTS- GESCHÄFTS-

VERMÖGEN VERMÖGEN ERTRAG ERTRAG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

angepasst

Schweiz 1 954 228 5 026 376 124 282 274 922

Europa (ohne Schweiz) 6 666 17 903 316 103 568 670

Amerika 6 700 16 393 143 393 73 907

Übrige Länder 152 11 142 8 690 23 955

Nicht weitergeführte Geschäftsbereiche - - 1 456 381 1 997 115

Abzüglich Konsolidierungsposten -87 226 -128 435 - -

Total 1 880 520 4 943 379 2 048 849 2 938 569

Die geografische Segmentberichterstattung für Anlagevermögen basiert auf dem Domizil der Gegenpartei.

Grundsätze der Managementrechnung

Durch die Aufspaltung des Private Banking- und des Asset Management-Geschäfts hat sich die Zusammensetzung der Geschäftssegmente

geändert.

Diese Berichterstattung umfasst neu die zwei Geschäftssegmente GAM und Swiss & Global Asset Management. Erträge und Aufwendungen, für

die kein direkter Bezug zu den Segmenten GAM und Swiss & Global Asset Management besteht, werden den Group Functions zugewiesen. Die

Zuteilungen von Goodwill, Kundenbeziehungen und Markenwert wurden überprüft, und es wurde entschieden, diese dem Segment GAM

zuzuordnen.

Die externe Segmentberichterstattung widerspiegelt die interne Organisationsstruktur und die Managementrechnung. Die Erträge und

Aufwendungen werden den Geschäftssegmenten nach dem Verantwortungsprinzip basierend auf den Kundenbeziehungen zugeordnet. Indirekte

Kosten für interne Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich nach dem Verursacherprinzip beim Leistungserbringer

als Kostenreduktion und beim Leistungsempfänger als Kostenzunahme berücksichtigt. Die im Geschäftsaufwand berücksichtigten

Abschreibungen, Rückstellungen und Verluste betreffen effektive Kosten.

Die Aktiven und Passiven werden den einzelnen Segmenten auf Grund der Geschäftstätigkeiten zugeordnet.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

65

FINANZBERICHT KONZERN


8 KONZERNGEWINN PRO NAMENAKTIE UND AUSSTEHENDE NAMENAKTIEN

Unverwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie

31.12.2009 31.12.2008

Konzerngewinn aus weitergeführten Geschäftsbereichen (1000 CHF) 2 716 271 230 588

Konzerngewinn aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen (1000 CHF) 920 650 430 658

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Namenaktien 206 504 874 206 993 552

Unverwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie (CHF):

- aus weitergeführten Geschäftsbereichen 13.15 1.11

- aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 4.46 2.08

Verwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie

Konzerngewinn aus weitergeführten Geschäftsbereichen (1000 CHF) 2 716 271 230 588

Abzüglich (Gewinn)/Verlust aus Derivaten auf eigene Aktien (1000 CHF) - -

Konzerngewinn aus weitergeführten Geschäftsbereichen für das verwässerte Ergebnis pro Aktie (1000 CHF) 2 716 271 230 588

Konzerngewinn aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen (1000 CHF) 920 650 430 658

Abzüglich (Gewinn)/Verlust aus Derivaten auf eigene Aktien (1000 CHF) 497 -7 901

Konzerngewinn aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen für das verwässerte Ergebnis pro Aktie (1000 CHF) 921 147 422 757

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Namenaktien 206 504 874 206 993 552

Verwässerungseffekt aus weitergeführten Geschäftsbereichen - -

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Namenaktien 206 504 874 206 993 552

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Namenaktien 206 504 874 206 993 552

Verwässerungseffekt aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 270 610 343 592

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Namenaktien für das verwässerte Ergebnis pro Aktie

aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 206 775 484 207 337 144

Verwässerter Konzerngewinn pro Namenaktie (CHF):

- aus weitergeführten Geschäftsbereichen 13.15 1.11

- aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 4.45 2.04

Ausstehende Namenaktien

31.12.2009 31.12.2008

Total ausgegebene Namenaktien 211 034 256 223 256 478

Vernichtung 4 403 500 12 222 222

Aktienrückkaufprogramm - 4 403 500

Eigene Aktien 5 498 412 17 935

Total 201 132 344 206 612 821

66 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ERLÄUTERUNGEN ZUR KONSOLIDIERTEN BILANZ

9A FLÜSSIGE MITTEL

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Kassenbestand 18 1 987 643 -1 987 625

Forderungen gegenüber Banken 974 183 8 869 028 -7 894 845

Wertberichtigungen für Kreditrisiken - -6 420 6 420

Total flüssige Mittel 974 201 10 850 251 -9 876 050

Davon Forderungen gegenüber Banken, gegliedert nach Deckungsarten:

Wertschriftendeckung - 3 632 729 -3 632 729

Ohne Deckung 974 183 5 229 879 -4 255 696

Total Forderungen gegenüber Banken 974 183 8 862 608 -7 888 425

9B FORDERUNGEN GEGENÜBER KUNDEN UND KUNDENAUSLEIHUNGEN

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 12 210 7 924 111 -7 911 901

Hypothekarforderungen - 1 832 767 -1 832 767

Subtotal 12 210 9 756 878 -9 744 668

Wertberichtigungen für Kreditrisiken - -54 111 54 111

Total Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 12 210 9 702 767 -9 690 557

Forderungen gegenüber Kunden und Ausleihungen gegliedert nach Deckungsarten:

Wertschriftendeckung - 4 831 577 -4 831 577

Hypothekarische Deckung - 1 820 665 -1 820 665

Andere Deckung - 2 744 730 -2 744 730

Ohne Deckung 12 210 305 795 -293 585

Total Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 12 210 9 702 767 -9 690 557

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

67

FINANZBERICHT KONZERN


9C WERTBERICHTIGUNGEN FÜR KREDITRISIKEN

2009 2009 2008 2008

WERT- WERT-

BERICHTIGUNG BERICHTIGUNG

EINZELWERT- AUF PORTFOLIO- EINZELWERT- AUF PORTFOLIO-

BERICHTIGUNG BASIS BERICHTIGUNG BASIS

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 40 753 19 778 24 306 15 706

Neubildung zu Lasten Erfolgsrechnung 3 243 - 18 156 4 072

Auflösung zu Gunsten Erfolgsrechnung -174 - -175 -

Währungsumrechnung und übrige Anpassungen -1 389 - -1 534 -

Veräusserung von Tochtergesellschaften -42 433 -19 778 - -

Stand am Ende des Geschäftsjahres - - 40 753 19 778

Sämtliche Wertberichtigungen für Kreditrisiken betreffen nicht weitergeführte Geschäftsbereiche. Daher weisen die Wertberichtigungen am

Geschäftsjahresende 2009 einen Stand von Null auf. Im Jahr 2008 entfielen von den oben ausgewiesenen Beträgen CHF 54.1 Millionen auf

Ausleihungen und CHF 6.4 Millionen auf Forderungen gegenüber Banken.

9D NOTLEIDENDE AUSLEIHUNGEN

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Bruttoforderungen - 70 561 -70 561

Einzelwertberichtigungen - -40 753 40 753

Nettoforderungen - 29 808 -29 808

Der nicht wertberichtigte Teil dieser Ausleihungen wurde im Wesentlichen durch Sicherheiten gedeckt.

9E AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGEN

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Vorauszahlungen 9 553 16 010 -6 457

Abgegrenzter Ertrag aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 104 919 119 900 -14 981

Andere abgegrenzte Erträge 3 405 249 022 -245 617

Total 117 877 384 932 -267 055

68 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


9F PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGEN

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Abgegrenzter Aufwand aus Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 105 228 116 401 -11 173

Abgegrenzter Geschäftsaufwand 140 335 876 961 -736 626

Total 245 563 993 362 -747 799

10A FINANZANLAGEN – ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBAR

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Forderungen aus Geldmarktpapieren - 8 137 989 -8 137 989

Schuldtitel von Staaten und öffentlich-rechtlichen Körperschaften - 282 123 -282 123

Schuldtitel von Finanzinstituten 19 237 2 138 156 -2 118 919

Schuldtitel von Unternehmen - 1 631 715 -1 631 715

Schuldtitel 19 237 4 051 994 -4 032 757

davon börsenkotiert 19 237 3 568 815 -3 549 578

davon nicht börsenkotiert - 483 179 -483 179

Beteiligungstitel 67 698 338 514 -270 816

davon börsenkotiert 38 693 16 905 21 788

davon nicht börsenkotiert 29 005 321 609 -292 604

Total Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 86 935 12 528 497 -12 441 562

10B KREDITRATINGS

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Schuldtitel nach Kreditratingklassen

(ohne Geldmarktpapiere) Fitch, S&P Moody’s

1–2 AAA – AA- Aaa – Aa3 16 548 2 634 091 -2 617 543

3 A+ – A- A1 – A3 2 689 1 270 465 -1 267 776

4 BBB+ – BBB- Baa1 – Baa3 - 96 229 -96 229

5–7 BB+ – CCC- Ba1 – Caa3 - 3 537 -3 537

Ohne Rating - 47 672 -47 672

Total 19 237 4 051 994 -4 032 757

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

69

FINANZBERICHT KONZERN


11 ANDERE FINANZANLAGEN UND FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

11A ANDERE FINANZANLAGEN

Handelsbestände

ERLÄUTERUNG 31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Schuldtitel - 276 851 -276 851

davon börsenkotiert - 220 950 -220 950

davon nicht börsenkotiert - 55 901 -55 901

Beteiligungstitel - 991 767 -991 767

davon börsenkotiert - 577 428 -577 428

davon nicht börsenkotiert - 414 339 -414 339

Andere - 526 -526

Total Handelsbestände - 1 269 144 -1 269 144

Derivative Finanzinstrumente 22 1 342 5 950 564 -5 949 222

Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum Fair Value erfasst 2 453 378 399 -375 946

Total Andere finanzielle Vermögenswerte 3 795 7 598 107 -7 594 312

70 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


11B UMKLASSIERUNGEN IM JAHR 2008

Basierend auf der Überarbeitung von IAS 39 und IFRS 7 «Umklassierung von finanziellen Vermögenswerten» hat die Gruppe gewisse Aktiven

aus den Handelsbeständen in die «Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar» umklassiert, da bei diesen Aktiven keine Absicht zur

kurzfristigen Veräusserung mehr bestand. Wie von der Überarbeitung erlaubt, wurden diese Umklassierungen per 1. Juli 2008 zu den dann

bestehenden Fair Values vorgenommen. Im Jahr 2009 erfolgten keine Umklassierungen.

Umklassierte finanzielle Vermögenswerte

31.12.2009 31.12.2008

BUCHWERT BUCHWERT

MIO. CHF MIO. CHF

Handelsbestände umklassiert in Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - 58.0

Die Fair Values entsprechen den Buchwerten an den jeweiligen Daten.

Hätte die Gruppe die Umklassierungen nicht per 1. Juli 2008 vorgenommen, wären in der Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr 2008

unrealisierte Verluste in Höhe von CHF 5.0 Millionen auf den entsprechenden Positionen verbucht worden. Infolge der Umklassierung wurde

dieser Betrag im Sonstigen Ergebnis für die Periode und somit direkt im Eigenkapital erfasst.

Vor der Umklassierung wurden für diese finanziellen Vermögenswerte Zinserträge in Höhe von CHF 1.1 Millionen und Fair Value-Veränderungen

in der Höhe von netto CHF 0.1 Millionen für das Geschäftsjahr 2008 erfasst. Nach der Umklassierung wurden Zinserträge (einschliesslich

Amortisation) in der Höhe von CHF 0.7 Millionen in der Erfolgsrechnung verbucht.

Am 1. Juli 2008 lagen die Effektivzinssätze für die umklassierten finanziellen Vermögenswerte zwischen 3% und 11%.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

71

FINANZBERICHT KONZERN


11C ANDERE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Handelsverbindlichkeiten

ERLÄUTERUNG 31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Short-Positionen – Schuldtitel - 158 851 -158 851

davon börsenkotiert - 8 992 -8 992

davon nicht börsenkotiert - 149 859 -149 859

Short-Positionen – Beteiligungstitel - 177 929 -177 929

davon börsenkotiert - 107 841 -107 841

davon nicht börsenkotiert - 70 088 -70 088

Total Handelsverbindlichkeiten - 336 780 -336 780

Derivative Finanzinstrumente 22 - 6 114 496 -6 114 496

Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value - 2 510 038 -2 510 038

Total Andere finanzielle Verbindlichkeiten - 8 961 314 -8 961 314

11D FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN ZUM FAIR VALUE

Vorrangige Verbindlichkeiten

2010 2011 2012 2013 2014 2015-2019 31.12.2009 31.12.2008

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Fixer Zinssatz - - - - - - - 971.0

Variabler Zinssatz - - - - - - - 1 160.6

Total - - - - - - - 2 131.6

Im Geschäftsjahr 2008 bestanden weitere zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten in Verbindung mit der Julius Baer Life

(Bahamas) Ltd. in der Höhe von CHF 378.4 Millionen, die durch finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value in der gleichen Höhe kompensiert

wurden.

Die oben stehende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der ausgegebenen strukturierten Schuldtitel der Bank Julius Bär & Co. AG per 31. Dezember

2008, die einen fixen Zinssatz von 0% bis 32.4% aufweisen. Diese Schuldtitel wurden im Zuge der Aufteilung der ehemaligen Julius Bär

Gruppe auf die Julius Bär Gruppe AG übertragen. Die hohen und die tiefen Zinssätze resultieren im Allgemeinen aus den ausgegebenen

strukturierten Schuldtiteln vor der Abtrennung des eingebetteten Derivats. Als Folge davon entsprechen die angegebenen Zinssätze auf diese

Schuldtitel in der Regel nicht den Effektivzinssätzen, welche für die Anleihen nach Abtrennung des eingebetteten Derivats und – falls

zutreffend – nach Anwendung von Hedge Accounting bezahlt wurden.

72 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


12 SACHANLAGEN, GOODWILL UND ANDERE IMMATERIELLE WERTE

Anschaffungswerte

TOTAL

KUNDEN- IMMATERIELLE ÜBRIGE TOTAL

GOODWILL BEZIEHUNGEN MARKENWERT SOFTWARE WERTE GEBÄUDE SACHANLAGEN SACHANLAGEN

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Stand 01.01.2008 2 954.7 1 752.7 273.0 171.6 5 152.0 326.6 133.0 459.5

Umrechnungsdifferenzen - - - -2.2 -2.2 - -7.5 -7.5

Zugänge - 5.2 - 68.2 73.4 4.5 43.8 48.3

Abgänge/Überträge 1 - - - 0.2 0.2 - 10.8 10.8

Stand 31.12.2008 2 954.7 1 757.9 273.0 237.4 5 223.0 331.0 158.5 489.5

Umrechnungsdifferenzen - - - 0.4 0.4 - 0.8 0.8

Zugänge - 3.6 - 49.0 52.6 7.5 14.4 21.9

Abgänge/Überträge 1 - 3.6 - - 3.6 - - -

Veräusserung von

Tochtergesellschaften 1 113.4 762.3 - 273.2 2 148.9 338.5 128.3 466.8

Stand 31.12.2009 1 841.3 995.6 273.0 13.6 3 123.5 - 45.4 45.4

Abschreibungen

Stand 01.01.2008 - 365.1 - 82.6 447.7 36.6 67.3 103.9

Umrechnungsdifferenzen

Zugänge aus weitergeführten

- - - -1.4 -1.4 - -3.3 -3.3

Geschäftsbereichen

Zugänge aus nicht weiter-

- 100.7 - 5.3 106.0 - 8.8 8.8

geführten Geschäftsbereichen - 75.7 - 15.6 91.2 4.4 22.9 27.3

Abgänge/Überträge1 - - - 0.2 0.2 - 10.8 10.8

Stand 31.12.2008 - 541.4 - 101.8 643.2 41.0 85.0 126.0

Umrechnungsdifferenzen

Zugänge aus weitergeführten

- - - 0.3 0.3 - 0.3 0.3

Geschäftsbereichen

Zugänge aus nicht weiter-

764.4 649.9 - 0.8 1 415.1 - 7.0 7.0

geführten Geschäftsbereichen - 57.0 - 20.4 77.4 3.6 15.2 18.8

Abgänge/Überträge1 Veräusserung von

- - - - - - - -

Tochtergesellschaften - 299.3 - 111.1 410.4 44.6 81.3 125.9

Stand 31.12.2009 764.4 949.0 - 12.2 1 725.6 - 26.2 26.2

Buchwert

Stand 31.12.2008 2 954.7 1 216.5 273.0 135.6 4 579.8 290.1 73.5 363.6

Stand 31.12.2009 1 076.9 46.6 273.0 1.4 1 397.9 - 19.2 19.2

1 Beinhaltet Ausbuchungen von vollständig abgeschriebenen Anlagen

Es bestehen keine aktivierten Sachanlagen aus Finanzierungsleasing.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

73

FINANZBERICHT KONZERN


Goodwill

VERÄUSSERUNG

VON TOCHTER-

STAND ZUGÄNGE/ GESELL- ABSCHREI- WERT- STAND

01.01.2009 ABGÄNGE SCHAFTEN BUNGEN MINDERUNG 31.12.2009

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Bank Julius Bär 1 113.4 - 1 113.4 - - -

GAM 1 841.3 - - - 764.4 1 076.9

Total 2 954.7 - 1 113.4 - 764.4 1 076.9

Kundenbeziehungen

Bank Julius Bär 520.0 - 463.0 57.0 - -

GAM 696.5 - - 100.7 549.2 46.6

Total 1 216.5 - 463.0 157.7 549.2 46.6

Markenwert

GAM 273.0 - - - - 273.0

Total 273.0 - - - - 273.0

In Übereinstimmung mit dem neuen eigenständigen Status der GAM Holding AG als unabhängig kotierter Vermögensverwalter hat der neue

Verwaltungsrat gemeinsam mit der Geschäftsleitung eine gewissenhafte Überprüfung des Buchwerts der Immateriellen Werte vorgenommen, die

aus dem Erwerb von GAM im Jahr 2005 resultieren. Zudem wurde die grössere Transparenz des Marktwerts des GAM-Segments im Aktienkurs

der GAM Holding AG als Vergleichswert herangezogen. Somit ist gewährleistet, dass die Discounted Cashflow-Methode einen angemessenen

Wertansatz für den erzielbaren Betrag ergibt.

Bei der Überprüfung des Buchwerts der Immateriellen Werte berücksichtigte der Verwaltungsrat neben dem eigenständigen Status der GAM

Holding AG auch das aktuelle Geschäftsumfeld, in dem Asset Manager tätig sind.

Aus dem Erwerb des als Cash Generating Unit einzustufenden Geschäftssegments GAM weist die Gruppe einen Goodwill aus. Auch die

Kundenbeziehungen und der Markenwert betreffen diesen Erwerb. Da der Markenwert direkt mit dem laufenden Geschäft der Gruppe verbunden

ist, wird ihm eine unbestimmte Nutzungsdauer beigemessen. Diese Immateriellen Werte wurden in der Vergangenheit im Segment Asset

Management ausgewiesen.

74 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Überprüfung auf Werthaltigkeit des Goodwills

Gibt es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Goodwill, wird der erzielbare Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts für die jeweiligen Cash

Generating Units (diese entsprechen den kleinstmöglichen Gruppen von Vermögenswerten, die unabhängig von anderen Vermögenswerten

Geldzuflüsse generieren) innerhalb dieser Segmente bestimmt und anschliessend dem Buchwert dieser Units gegenübergestellt.

Die Gruppe verwendet für die Berechnung des erzielbaren Betrags ein Modell, das auf der Discounted Cashflow-Methode basiert. Anhand der

eigenen vierjährigen Finanzplanung schätzt die Gruppe die erwarteten frei verfügbaren Geldflüsse (Free Cash Flows) für die fortgesetzte Nutzung

der jeweiligen Cash Generating Unit. Dabei werden folgende Haupteinflussgrössen und ihre einzelnen Komponenten berücksichtigt:

– Verwaltete Vermögen

– Anlagerendite auf den durchschnittlichen verwalteten Vermögen

– Geschäftsertrag und -aufwand sowie

– anwendbarer Steuersatz

Für die Berechnung der prognostizierten Cashflows werden für jede dieser Haupteinflussgrössen angemessene zu erwartende Wachstumsraten

angewendet. Für das Finanzjahr 2010 sind die zugrunde liegenden Annahmen zurückhaltend. Die Gruppe erwartet aber, dass sich die

Finanzmärkte im Jahr 2010 wieder normalisieren, was sich im Wachstum der entsprechenden Haupteinflussgrössen niederschlägt. Bei der

Einschätzung des Wachstumspotenzials wird auch die relative Stärke der Gruppe gegenüber ihren Mitbewerbern berücksichtigt. Die daraus

resultierenden Free Cash Flows werden mit Hilfe eines Vorsteuer-Diskontierungssatzes von 9.0% für die Bank Julius Bär (2008) und 16.3%

(2008: 8.8%) für GAM auf den Barwert diskontiert. Die Erhöhung des Diskontierungszinssatzes für GAM gegenüber 2008 ist vornehmlich auf

das höhere Beta zurückzuführen, das der GAM Holding AG in ihrer neuen Rolle als reiner Vermögensverwalter zukommt. Zur Berechnung des

Diskontierungszinssatzes werden Daten von Finanzinformationsdiensten und professionellen externen Dienstleistern der Finanzbranche

herangezogen.

Der Ansatz, den die Gruppe für die Bestimmung der wesentlichen Annahmen und der damit verbundenen Wachstumsraten anwendet, basiert

auf Kenntnissen und angemessenen Erwartungen des Managements bezüglich des zukünftigen Geschäfts. Dazu gehören interne und externe

Marktinformationen, geplante Geschäftsinitiativen und andere angemessene Absichten des Managements. Zu diesem Zweck verwendet die

Gruppe historische Informationen unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Marktsituation sowie die jetzige und erwartete

zukünftige relative Marktposition von GAM und Swiss & Global Asset Management gegenüber den unmittelbaren Mitbewerbern und in der

Finanzindustrie als Ganzes.

Die Wachstumsrate von 1.5% (2008: 2.0%) für verwaltete Vermögen, die zur Berechnung des erzielbaren Betrags für den GAM zuzuordnenden

Goodwill zugrunde gelegt wird, liegt im Rahmen der von der Gruppe angenommenen Wachstumsrate der massgeblichen langfristigen

Bruttoinlandprodukte. Die für die Berechnung angewandten Diskontierungszinssätze entsprechen den gruppeneigenen risikogewichteten

Zinssätzen.

Auf Grundlage der oben stehenden Annahmen ergibt sich eine Wertminderung von CHF 764.4 Millionen (2008: keine).

Überprüfung auf Werthaltigkeit der Kundenbeziehungen

Diese Position beinhaltet Immaterielle Werte in Form von langfristigen Kundenbeziehungen aus kürzlich erfolgten

Unternehmenszusammenschlüssen. Kundenbeziehungen werden über ihre erwartete Lebensdauer, die 10 Jahre nicht übersteigt, linear

abgeschrieben.

Gibt es Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Kundenbeziehungen, verwendet die Gruppe zur Bestimmung des erzielbaren Betrags ein

Discounted Cashflow-Methode, das auf den künftigen Cashflows basiert, die den betreffenden Kundenbeziehungen zuzuordnen sind.

Der zur Berechnung des erzielbaren Betrags angewandte Vorsteuer-Diskontierungszinssatz beträgt 16.3%.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

75

FINANZBERICHT KONZERN


Auf Grundlage der oben stehenden Annahmen ergibt sich eine Wertminderung von CHF 549.2 Millionen (2008: keine).

Überprüfung auf Werthaltigkeit des Markenwerts

Gibt es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Markenwerts von GAM, verwendet die Gruppe zur Bestimmung des erzielbaren Betrags ein

Modell, das auf der Discounted Cashflow-Methode gründet. Dieser erzielbare Betrag basiert auf den erwarteten Royalty Savings (d.h. eine

interne Lizenzgebühr für die Verwendung der Marke), die auf den Barwert diskontiert werden. Der zur Berechnung des erzielbaren Betrags

angewandte Vorsteuer-Diskontierungszinssatz beträgt 13.4% (2008: 8.3%), der für die Royalty Savings verwendete Satz 3.9% (2008: 3.9%). Es

wurde keine Wertminderung verbucht.

Änderungen in den wesentlichen Annahmen

Abweichungen zwischen zukünftig erreichten tatsächlichen Resultaten und den geplanten wesentlichen Annahmen, wie auch künftige

Änderungen in den Annahmen auf Grund einer unterschiedlichen Beurteilung der Entwicklung der relevanten Märkte und/oder des Geschäfts zu

einem zukünftigen Zeitpunkt sind möglich. Solche Abweichungen können von Änderungen in den folgenden Einflussgrössen herrühren: Produkte

und Kundensegmente, Ertragslage, benötigte Arten und Beanspruchung von personellen Ressourcen, generelle und unternehmensspezifische

Entwicklung der Mitarbeiterentschädigungen, Umsetzung von bestehenden oder neuen Geschäftsinitiativen sowie andere interne oder externe

Faktoren. Diese Änderungen können den Wert der Geschäftseinheiten beeinflussen und deshalb die Differenz zwischen dem Buchwert und dem

erzielbaren Betrag erhöhen oder reduzieren, oder sogar zu einer teilweisen Wertminderung auf dem Goodwill oder auf anderen Immateriellen

Werten führen.

Das Management hat Sensitivitätsanalysen bezüglich der für die vierjährige Finanzplanung angewandten Diskontierungszinssätze und

Wachstumsraten durchgeführt. Aus diesen Analysen geht hervor, dass bei Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0.25% der Goodwill den

erzielbaren Betrag um CHF 37 Millionen übersteigen würde. Allerdings bestehen in der gegenwärtigen Marktsituation erhebliche Unsicherheiten

in der Bestimmung der verwendeten Annahmen.

13 ZUKÜNFTIGE JÄHRLICHE VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATING LEASING

31.12.2009

1000 CHF

Restlaufzeit bis 1 Jahr 15 534

Restlaufzeit bis 5 Jahre 57 591

Restlaufzeit bis 10 Jahre 50 769

Restlaufzeit bis 15 Jahre 13 902

Restlaufzeit über 15 Jahre 17 718

Total 155 514

Per 31. Dezember 2009 sind Aufwendungen von brutto CHF 17.8 Millionen (2008: CHF 15.4 Millionen) aus Operating Leasing im

Geschäftsaufwand enthalten.

76 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


14 ZUR SICHERUNG EIGENER VERBINDLICHKEITEN VERPFÄNDETE ODER ABGETRETENE AKTIVEN

UND AKTIVEN UNTER EIGENTUMSVORBEHALT

31.12.2009 31.12.2008

EFFEKTIVE EFFEKTIVE

BUCHWERT VERPFLICHTUNG BUCHWERT VERPFLICHTUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Wertschriften - - 814 501 814 501

Übrige - - 9 606 9 600

Total - - 824 107 824 101

Diese Aktiven sind im Jahr 2008 für Lombardlimiten bei Zentralbanken und für Kautionen bei Börsen verpfändet oder abgetreten.

15 AUSGEGEBENE SCHULDTITEL

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Geldmarktpapiere - 6 167

Obligationenanleihen 149 926 149 486

Preferred Securities - 225 000

Total 149 926 380 653

Obligationenanleihen und Preferred Securities

31.12.2009 31.12.2008

AUSGABEJAHR ZINSSATZ FÄLLIGKEIT

AUSSTEHENDER

BETRAG TOTAL TOTAL

IN % 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

angepasst

Julius Bär Holding AG

2004 1 2.50 Anleihe CHF 2010 150 000 149 926 149 486

Julius Baer Capital (Guernsey) Ltd.

2005 3.63 Preferred Securities 225 000 - 225 000

Total 149 926 374 486

1 Die Effektivverzinsung beträgt 3.26%.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

77

FINANZBERICHT KONZERN


16A LATENTE STEUERFORDERUNGEN

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 106 337 102 756

Neubildungen zu Gunsten Erfolgsrechnung 1 385 25 211

Auflösungen zu Lasten Erfolgsrechnung -61 -6 741

Direkt im Eigenkapital erfasst -1 086 -4 590

Währungsumrechnung und übrige Anpassungen 3 322 -10 299

Veräusserung von Tochtergesellschaften -100 132 -

Stand am Ende des Geschäftsjahres 9 765 106 337

Die latenten Steuerforderungen setzen sich wie folgt zusammen:

Leistungen an Mitarbeiter 4 957 97 479

Sachanlagen 2 103 2 506

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - 1 086

Steuerliche Verlustvorträge 2 575 1 922

Übrige 130 3 344

Total latente Steuerforderungen 9 765 106 337

78 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


16B LATENTE STEUERVERBINDLICHKEITEN

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 87 667 79 049

Neubildungen zu Lasten Erfolgsrechnung 2 072 18 900

Auflösungen zu Gunsten Erfolgsrechnung -72 -147

Direkt im Eigenkapital erfasst -20 580 -8 466

Währungsumrechnung und übrige Anpassungen -128 -1 669

Veräusserung von Tochtergesellschaften -67 019 -

Stand am Ende des Geschäftsjahres 1 940 87 667

Die latenten Steuerverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Leistungen an Mitarbeiter 854 4 988

Sachanlagen 1 086 10 285

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar - 19 399

Rückstellungen - 52 059

Übrige - 936

Total latente Steuerverbindlichkeiten 1 940 87 667

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

79

FINANZBERICHT KONZERN


17 RÜCKSTELLUNGEN

2009 2008

RECHTLICHE ÜBRIGE VER-

RESTRUKTURIERUNG RISIKEN BINDLICHKEITEN TOTAL TOTAL

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 17 688 17 970 1 401 37 059 64 989

Verwendung -15 133 -3 934 -255 -19 322 -26 129

Neubildungen zu Lasten Erfolgsrechnung - 6 050 115 6 165 1 634

Auflösungen zu Gunsten Erfolgsrechnung - -1 756 -18 -1 774 -1 873

Übrige Anpassungen -6 -277 31 -252 -1 562

Veräusserung von Tochtergesellschaften -2 346 -18 053 -789 -21 188 -

Stand am Ende des Geschäftsjahres 203 - 485 688 37 059

Fälligkeit der Rückstellungen

Innerhalb eines Jahres 203 - 485 688 12 830

Über ein Jahr - - - - 24 229

Details Restrukturierungsrückstellungen

Stand am Anfang des Geschäftsjahres 17 688 29 416

Übrige Anpassungen -6 -13

Verwendung für:

- Personal -15 133 -11 571

Auflösungen zu Gunsten Erfolgsrechnung - -144

Veräusserung von Tochtergesellschaften -2 346 -

Stand am Ende des Geschäftsjahres 203 17 688

Die Gruppe kann im Rahmen des normalen Geschäftsgangs gelegentlich in rechtliche Verfahren involviert werden. Die Gruppe nimmt für

laufende und drohende Verfahren Rückstellungen vor, wenn nach Meinung des Managements die Wahrscheinlichkeit, dass Zahlungen bzw.

Verluste eintreten, grösser ist als die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht eintreten, und wenn deren Betrag verlässlich abgeschätzt werden kann.

80 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


18 EIGENKAPITAL

NAMENAKTIEN (CHF 0.05 NOM.)

ANZAHL 1000 CHF

Stand 01.01.2008 223 256 478 11 163

Veränderungen -12 222 222 -611

Stand 31.12.2008 211 034 256 10 552

Veränderungen -4 403 500 -220

Stand 31.12.2009 206 630 756 10 332

davon eigene Aktien 5 498 412

Sämtliche Namenaktien sind voll liberiert.

Bedingtes Kapital

Für Options- und Wandelanleihen

Beschluss der Ordentlichen Generalversammlung vom 24.06.1993 10 000 000 500

Es besteht kein genehmigtes Kapital.

Der Betrag für die bezahlten Dividenden im Geschäftsjahr ist in der Konsolidierten Eigenkapitalentwicklung ersichtlich. Betreffend ausstehende

Namenaktien siehe Erläuterung 8.

Hedging-Reserve für Cash Flow Hedges, nach Steuern

Die Hedging-Reserve (keine per 31. Dezember 2009) umfasste per 31. Dezember 2008 den effektiven Teil der kumulativen Nettoveränderung

des Fair Value der als Cashflow-Absicherung qualifizierenden Instrumente für noch nicht realisierte Geschäfte.

Währungsumrechnungsreserve

Die Umrechnungsreserve umfasst sämtliche Währungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer

Geschäftseinheiten ergeben.

Eigene Aktien

Die Reserve für eigene Aktien der GAM Holding AG umfasst die Kosten der von der Gruppe gehaltenen Aktien der GAM Holding AG.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

81

FINANZBERICHT KONZERN


Dividendenausschüttung

Im Jahr 2009 wurde eine ordentliche Dividende von CHF 103 315 378 ausgezahlt (Dividende pro Aktie: CHF 0.50). Für 2009 wird ein Verzicht

auf eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen.

Ausschüttung einer Sonderdividende

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 wurde beschlossen, die folgenden Dividenden an die Aktionäre

auszuschütten:

(a) eine Sachdividende von einer Namenaktie der Julius Bär Gruppe AG mit einem Nennwert von CHF 0.02 pro dividendenberechtigter

Namenaktie der Julius Bär Holding AG (insgesamt 206 630 756 Namenaktien der Julius Bär Gruppe AG); zuzüglich

(b) einer Bardividende von CHF 0.01076923 pro dividendenberechtigter Namenaktie der Julius Bär Holding AG (insgesamt CHF 2 225 254),

wobei die Bardividende nicht an die Aktionäre ausbezahlt, sondern von der Julius Bär Holding AG der Eidgenössischen Steuerverwaltung

zwecks Bezahlung der schweizerischen Verrechnungssteuer überwiesen wird.

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 wurde beschlossen, die «Gesetzlichen Reserven» der GAM Holding AG

(vormals Julius Bär Holding AG), im Umfang von CHF 4 847 232 563 in freie Reserven umzuwandeln und somit das Konto «Gesetzliche

Reserve» (Kapitalreserven) um CHF 4 847 232 563 zu reduzieren und dem neuen Konto «Weitere andere Reserven» (Gewinnreserven) diesen

Betrag von CHF 4 847 232 563 zuzuweisen.

Die Sachdividende wurde zum Fair Value wie folgt verbucht:

Ausschüttung einer Sachdividende an die Julius Bär Gruppe

31.12.2009

1000 CHF

Fair Value der ausgeschütteten Sachdividende 8 290 026

Buchwert der ausgeschütteten Vermögenswerte -4 163 769

Netto in die Erfolgsrechnung transferierte realisierte Verluste aus dem Sonstigen Ergebnis -130 275

Vom Gewinn aus ausgeschütteter Sachdividende abgezogene Transaktionskosten, nach Steuern -53 100

Gewinn aus ausgeschütteter Sachdividende, netto 3 942 882

Die Transaktion wurde im Einklang mit «IFRIC 17 – Sachdividenden an Eigentümer» ausgewiesen und verbucht. Diese bilanzielle Behandlung

führt zu einem substanziellen Gewinn aus der Ausschüttung der Sachdividende an die Aktionäre, der hauptsächlich auf die Differenz zwischen

dem Marktwert der neuen Aktien der Julius Bär Gruppe AG und dem zugrunde liegenden ausgegliederten Nettovermögen zurückzuführen ist.

Direkt zurechenbare und zusätzliche Transaktionskosten wurden abgezogen. Diese Transaktionskosten setzen sich aus Anwalts-, Investment

Banking-, Revisions- und Beratungshonoraren, sowie CHF 4.9 Millionen an Personalaufwand, CHF 18.6 Millionen an Kosten für den Long-Term

Incentive Plan, und den entsprechenden Steuern und Abgaben zusammen.

Weitere Angaben zur Trennung des Private Banking- und Asset Management-Geschäfts finden sich auf Seite 48.

82 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ZUSÄTZLICHE ERLÄUTERUNGEN

19 TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN

Entschädigungen an die Organmitglieder 1

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Laufende Entschädigungen 6 602 12 938

Beiträge an Personal-Vorsorgeeinrichtungen 299 401

Aktienbasierte Vergütungen 14 161 7 435

Total 21 062 20 774

Forderungen gegenüber

Assoziierten Gesellschaften 40 867 1 480

Organmitgliedern 1 - 34 376

Personalvorsorgeeinrichtungen - 1 165

Total 40 867 37 021

Verbindlichkeiten gegenüber

Organmitgliedern 1 - 20 612

Personalvorsorgeeinrichtungen 84 5 482

Total 84 26 094

Ertrag aus Dienstleistungen für

Organmitglieder 1 - 1 169

Personalvorsorgeeinrichtungen - 34

Total - 1 203

1

Die Organmitglieder umfassen den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung.

Seit Oktober 2009: Die Geschäftsleitung besteht aus dem Chief Executive Officer, dem Group Chief Financial Officer und dem Group General Counsel der GAM Holding AG.

2008 bis September 2009: Die Geschäftsleitung bestand aus dem Group Chief Executive Officer (bis 30. August 2008), dem Group Chief Financial Officer, dem Group Chief Risk Officer und

dem Group General Counsel der Julius Bär Holding AG.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

83

FINANZBERICHT KONZERN


Informationen zu Entschädigung, Darlehen sowie Aktien- und Optionsbeteiligungen der Mitglieder des Verwaltungsrats und der

Geschäftsleitungsmitglieder sind den Seiten 116–121 zu entnehmen.

Die den Geschäftsleitungsmitgliedern gewährten Organdarlehen umfassten Lombardkredite auf gesicherter Basis (Verpfändung von

Wertschriftenportfolios) und Hypothekarkredite auf fixer und variabler Zinsbasis.

Sämtliche Darlehen wurden von der Bank Julius Bär & Co. AG bis zum 1. Oktober 2009 gewährt. Nach der Aufspaltung der ehemaligen Julius

Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 wurden weder von der GAM Holding AG noch von deren Tochtergesellschaften derartige Darlehen gewährt.

Andere Finanzdienstleistungen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Per 31. Dezember 2009 verfügte die Gruppe über eine Beteiligung von 27.9% an der Artio Global Investors Inc., die Investment Management

Services für institutionelle Investoren und Investmentfonds erbringt. 2008 wurde die Artio Global Investors Inc. nach der Methode der

Vollkonsolidierung in der Konzernrechnung erfasst.

Der Fair Value der Beteiligung an Artio Global Investors Inc., die seit dem 24. September 2009 an der New Yorker Börse kotiert ist, betrug per

31. Dezember 2009 CHF 441.5 Millionen.

Bilanzstichtag der Artio Global Investors Inc. ist der 31. Dezember.

Die folgende Tabelle gibt eine Zusammenfassung der Finanzinformationen bezüglich der Beteiligung an Artio Global Investors Inc.:

31.12.2009

1000 CHF

Buchwert der Beteiligung 463 373

Zusammenfassende Finanzinformationen zu Beteiligungen in assoziierten Gesellschaften

Total Aktiven 204 716

Total Verbindlichkeiten 200 600

Eigenkapital 4 116

01.01.-31.12.2009

1000 CHF

Ertrag 332 752

Periodenergebnis -394 257

84 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


20 VORSORGEEINRICHTUNGEN UND ANDERE LEISTUNGEN AN MITARBEITER

Versicherungsmathematische Berechnung der Vorsorgeverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 1

1. Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen und des Vorsorgevermögens

2009 2008

1000 CHF 1000 CHF

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen am Anfang des Geschäftsjahres -1 573 907 -1 581 396

Dienstzeitaufwand -64 154 -83 193

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -10

Zinskosten -45 986 -56 347

Planabgeltungen -1 389 -1 595

Ausgezahlte Leistungen 68 263 28 047

Versicherungsmathematischer Gewinn/(Verlust) 24 364 37 468

Veräusserung von Tochtergesellschaften 1 291 078 -

Umrechnungsdifferenzen 36 994 83 119

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen am Ende des Geschäftsjahres -264 737 -1 573 907

Vorsorgevermögen zu Marktwerten am Anfang des Geschäftsjahres 1 406 927 1 644 267

Erwarteter Vermögensertrag 52 627 78 713

Arbeitgeberbeiträge 82 392 67 570

Arbeitnehmerbeiträge 20 395 25 506

Planabgeltungen -75 -583

Ausgezahlte Leistungen -68 263 -28 047

Versicherungsmathematischer Gewinn/(Verlust) 46 395 -298 322

Veräusserung von Tochtergesellschaften -1 270 644 -

Umrechnungsdifferenzen -32 029 -82 177

Vorsorgevermögen zu Marktwerten am Ende des Geschäftsjahres 237 725 1 406 927

2. Konzernbilanz

31.12.2009 31.12.2008

1000 CHF 1000 CHF

Vorsorgevermögen zu Marktwerten 237 725 1 406 927

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen -264 737 -1 573 907

(Unterdeckung)/Überdeckung -27 012 -166 980

Nicht erfasste Vermögenswerte -2 803 -

Nicht erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 21 154 186 561

Umrechnungsdifferenzen 5 267 4 716

Aktive/(Passive) Abgrenzung des Vorsorgeaufwands -3 394 24 297

Latente Steuern 906 -6 527

In der Bilanz verbuchte Beträge (in den Sonstigen Aktiven/Sonstigen Passiven enthalten) -2 488 17 770

1 Vorsorgeverpflichtungen und Vorsorgeaufwendungen erscheinen mit Minuszeichen.

Das in Vorsorgeeinrichtungen ausgeschiedene Vermögen wird gemäss lokaler Gesetzgebung angelegt und enthält keine Aktien der

GAM Holding AG.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

85

FINANZBERICHT KONZERN


3. Konsolidierte Erfolgsrechnung

2009 2008

1000 CHF 1000 CHF

angepasst

Dienstzeitaufwand -64 154 -83 193

Zinskosten -45 986 -56 347

Erwarteter Vermögensertrag 52 627 78 713

Abschreibungen auf versicherungsmathematischem Gewinn/(Verlust) -504 2 268

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -10

Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 1 295 -60 340

Zunahme/(Abnahme) der nicht erfassten Vermögenswerte -2 803 37 204

Planabgeltungen -2 708 -2 644

Netto-Personalvorsorgeaufwand der Periode -62 233 -84 349

Arbeitnehmerbeiträge 20 395 25 506

Nicht weitergeführte Geschäftsbereiche 32 127 49 483

Insgesamt erfolgswirksam erfasster Betrag -9 711 -9 360

4. Veränderung Nettoforderung/(-verpflichtung)

2009 2008

1000 CHF 1000 CHF

Passive Abgrenzung des Vorsorgeaufwands am Anfang des Geschäftsjahres 24 297 9 806

Veräusserung von Tochtergesellschaften -67 368 -

Umrechnungsdifferenzen -877 5 764

Insgesamt erfolgswirksam erfasster Betrag -9 711 -9 360

Nicht weitergeführte Geschäftsbereiche -32 127 -49 483

Arbeitgeberbeiträge 82 392 67 570

Vorausbezahlter Vorsorgeaufwand 40 554 8 727

In der Bilanz verbuchte Beträge -3 394 24 297

Vorausbezahlter Vorsorgeaufwand 734 36 730

Abgegrenzte Personalvorsorgeverpflichtungen -4 128 -12 433

Aktive/(Passive) Abgrenzung des Vorsorgeaufwands -3 394 24 297

Effektiver Nettovermögensertrag 99 022 -219 608

86 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


5. Allokation des Vorsorgevermögens

2009 2008

IN % IN %

Flüssige Mittel 5.84 3.55

Schuldtitel 18.61 37.36

Beteiligungstitel 61.48 26.99

Immobilien 4.49 13.19

Übrige 9.58 18.91

Total 100.00 100.00

6. Leistungsprimatpläne

31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Vorsorgevermögen zu Marktwerten 237 725 1 406 927 1 644 267 1 647 810

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen -264 737 -1 573 907 -1 581 396 -1 680 818

(Unterdeckung)/Überdeckung -27 012 -166 980 62 871 -33 008

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planverbindlichkeiten 66 942 -9 730 -8 799 -20 946

Anpassungen der Planverbindlichkeiten durch Veränderung

der Annahmen -28 355 47 198 115 263 5 167

Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 46 395 -298 322 -36 771 34 528

Total versicherungsmathematischer Gewinn/(Verlust) 84 982 -260 854 69 693 18 749

Beitragsprimatspläne

Die Gruppe unterhält eine Anzahl Beitragsprimatspläne, welche sich hauptsächlich im Ausland befinden. Bei beitragsorientierten Vorsorgeplänen

werden die Vorsorgekosten der Erfolgsrechnung im entsprechenden Geschäftsjahr belastet. Der verbuchte Aufwand für Beiträge an diese

Vorsorgepläne belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf CHF 5.6 Millionen (2008: CHF 5.6 Millionen).

Versicherungsmathematische Berechnung der Vorsorgevermögen und -verpflichtungen

Die letzte versicherungsmathematische Berechnung wurde per 31. Dezember 2009 durchgeführt. Die versicherungsmathematischen Annahmen

basieren auf den lokalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

GROSSBRITANNIEN SCHWEIZ

2009 2008 2009 2008

Diskontierungssatz 5.80% 6.30% 3.25% 3.25%

Erwartete Rendite auf dem Vorsorgevermögen 6.00% 5.60% 4.50% 4.50%

Erwartete durchschnittliche Lohnentwicklung 0%-3.6% 0%-2.8% 1.50% 1.50%

Erwartete Rentenentwicklung 3.4%-4.2% 3%-4.1% 0.00% 0.00%

Die erwarteten Renditen auf dem ausgeschiedenen Vermögen basieren sowohl auf der langfristigen historischen Wertentwicklung der jeweiligen

Anlagekategorie als auch auf den Erwartungen hinsichtlich der künftigen Marktentwicklung.

Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für das Geschäftsjahr 2010 werden auf CHF 13.5 Millionen geschätzt.

Die Gruppe hatte per Dezember 2009 keine ausstehenden Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen (2008: CHF 5.5 Millionen).

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

87

FINANZBERICHT KONZERN


21 WERTSCHRIFTENTRANSAKTIONEN

Darlehens- und Pensionsgeschäfte mit Wertschriften

31.12.2009 31.12.2008

MIO. CHF MIO. CHF

Buchwert der Forderungen aus Barhinterlegungen in Securities

Borrowing- und Reverse Repurchase-Geschäften - 3 461.4

Buchwert der Verbindlichkeiten aus Barhinterlegungen in Securities

Lending- und Repurchase-Geschäften - 257.4

Buchwert der in Securities Lending ausgeliehenen oder in

Securities Borrowing als Sicherheiten gelieferten sowie in

Repurchase-Geschäften transferierten Wertschriften im eigenen Besitz - 726.2

davon Wertschriften, bei denen das Recht zur Wiederveräusserung

oder Verpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde - 726.2

Fair Value der in Securities Lending als Sicherheiten oder durch

Securities Borrowing geborgten oder durch Reverse Repurchase-

Geschäfte erhaltenen Wertschriften, bei denen das Recht zur

Weiterveräusserung oder Weiterverpfändung uneingeschränkt

eingeräumt wurde - 9 965.7

Fair Value der davon wieder verkauften oder verpfändeten Wertschriften - 4 207.5

88 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


22 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

2009

POSITIVER NEGATIVER

WIEDERBE- WIEDERBE-

KONTRAKT/ SCHAFFUNGS- SCHAFFUNGS-

NOMINALBETRAG WERT WERT

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Devisen 67.7 0.6 -

Total Derivative Handelsbestände 67.7 0.6 -

Derivative Finanzinstrumente der Kategorie Fair Value Hedges (Zinsswap) 150.0 0.7 -

Total Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung 150.0 0.7 -

Total Derivative Finanzinstrumente 217.7 1.3 -

2008

POSITIVER NEGATIVER

WIEDERBE- WIEDERBE-

KONTRAKT/ SCHAFFUNGS- SCHAFFUNGS-

NOMINALBETRAG WERT WERT

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Devisen 229 628.3 5 383.7 5 499.6

Zinsinstrumente 2 328.3 28.0 32.8

Edelmetalle 3 356.1 74.4 86.5

Beteiligungstitel/Indizes 20 152.3 445.0 483.3

Übrige 108.3 16.1 1.8

Total Derivative Handelsbestände 255 573.3 5 947.2 6 104.0

Derivative Finanzinstrumente der Kategorie Cash Flow Hedges 351.5 0.2 10.5

Derivative Finanzinstrumente der Kategorie Fair Value Hedges 150.0 3.2 -

Total Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung 501.5 3.4 10.5

Total Derivative Finanzinstrumente 256 074.8 5 950.6 6 114.5

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

89

FINANZBERICHT KONZERN


23A FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIE

Finanzielle Vermögenswerte

Flüssige Mittel, Ausleihungen und Forderungen

31.12.2009 31.12.2008

BUCHWERT FAIR VALUE BUCHWERT FAIR VALUE

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Flüssige Mittel 974.2 974.2 10 850.2 10 855.0

Forderungen gegenüber Kunden und Kundenausleihungen 12.2 12.2 9 702.8 9 894.1

Total 986.4 986.4 20 553.0 20 749.1

Zu Handelszwecken gehalten und erfolgswirksam zum Fair Value erfasst

Handelsbestände - - 1 269.1 1 269.1

Derivative Finanzinstrumente 0.6 0.6 5 947.2 5 947.2

Total 0.6 0.6 7 216.3 7 216.3

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung

Derivative Finanzinstrumente 0.7 0.7 3.4 3.4

Total 0.7 0.7 3.4 3.4

Erfolgswirksam zum Fair Value erfasst

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value 2.5 2.5 378.4 378.4

Total 2.5 2.5 378.4 378.4

Zur Veräusserung verfügbar

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 86.9 86.9 12 528.5 12 528.5

Total 86.9 86.9 12 528.5 12 528.5

Total Finanzielle Vermögenswerte 1 077.1 1 077.1 40 679.5 40 875.6

90 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

31.12.2009 31.12.2008

BUCHWERT FAIR VALUE BUCHWERT FAIR VALUE

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 95.7 95.7 3 517.3 3 517.3

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und sonstige Passiven 5.3 5.3 25 301.1 25 308.6

Ausgegebene Schuldtitel 149.9 149.9 380.7 418.8

Total 250.9 250.9 29 199.1 29 244.7

Zu Handelszwecken gehalten und erfolgswirksam zum Fair Value erfasst

Handelsverbindlichkeiten - - 336.8 336.8

Derivative Finanzinstrumente - - 6 104.0 6 104.0

Total - - 6 440.8 6 440.8

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung

Derivative Finanzinstrumente - - 10.5 10.5

Total - - 10.5 10.5

Fair Value

Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value - - 2 510.0 2 510.0

Total - - 2 510.0 2 510.0

Total Finanzielle Verbindlichkeiten 250.9 250.9 38 160.4 38 206.0

Total Differenz zwischen Fair Value und Buchwert,

ohne Berücksichtigung der latenten Steuern - 150.4

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

91

FINANZBERICHT KONZERN


23B FINANZINSTRUMENTE – BESTIMMUNG DES FAIR VALUE

Der Fair Value für kotierte Finanzanlagen der Kategorie «zur Veräusserung verfügbar» sowie für börsengehandelte Derivate und andere

Finanzinstrumente mit Kursnotierungen aus einem aktiven Markt wird anhand der Marktnotierungen bestimmt.

Der Fair Value von Finanzinstrumenten, für die keine direkten Marktnotierungen verfügbar sind, wird anhand von Bewertungsmethoden oder

-modellen ermittelt. Nach Möglichkeit werden die zugrunde liegenden Annahmen durch am Bilanzstichtag beobachtete Marktpreise oder andere

Marktnotierungen gestützt. Dies gilt für die Mehrheit der ausserbörslich gehandelten Derivate, die meisten nicht börsenkotierten

Finanzinstrumente sowie andere Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Zu den hauptsächlich angewendeten

Bewertungsmethoden und -modellen zählen barwertgestützte Forward Pricing- und Swapmodelle sowie Optionspreismodelle, wie zum Beispiel

das Black-Scholes-Modell oder Abwandlungen davon. Die anhand dieser Modelle und Methoden berechneten Fair Values sind massgeblich durch

die Wahl des Bewertungsmodells und die zugrunde liegenden Annahmen beeinflusst, wie zum Beispiel die Beträge und Zeitfolge der

zukünftigen Cashflows, die Diskontierungszinssätze, die Volatilitäten oder die Kreditrisiken.

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der Finanzinstrumente, die nach der erstmaligen Erfassung zum Fair Value verbucht wurden,

aufgeschlüsselt in 3 Stufen (Level 1 bis 3), je nach Verfügbarkeit von Marktdaten für die Fair Value-Bestimmung.

- Level 1: Diese Fair Value-Bewertungen werden aus (unbereinigten) Notierungen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder

Verbindlichkeiten ermittelt.

- Level 2: Diese Fair Value-Bewertungen werden aus Eingangsgrössen ermittelt, die entweder direkt (d.h. als Preise) oder indirekt (d.h. aus

Preisen abgeleitet) für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit zu beobachten sind und bei denen es sich nicht um Marktnotierungen

handelt, die Level 1 zuzurechnen sind.

- Level 3: Diese Fair Value-Bewertungen werden anhand von Bewertungsmethoden ermittelt, die Eingangsgrössen für den Vermögenswert oder

die Verbindlichkeit umfassen, die nicht auf beobachteten Marktdaten basieren (nicht beobachtete Eingangsgrössen).

Basiert eine oder mehrere der wesentlichen Eingangsgrössen nicht auf beobachteten Marktdaten, wird das Instrument Level 3 zugeordnet.

Zu den besonderen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten zählen:

- Marktnotierungen oder Händlernotierungen für ähnliche Instrumente.

- Der Fair Value von Zinsswaps wird als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows basierend auf den beobachteten Renditekurven berechnet.

- Der Fair Value von Devisenterminkontrakten wird anhand der Devisenterminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt und anschliessend auf den

Barwert abgezinst.

- Zur Ermittlung des Fair Value der übrigen Finanzinstrumente werden andere Methoden wie die Discounted Cash Flow-Analyse verwendet.

Für einige wenige Finanzinstrumente stehen für die Bestimmung des Fair Value weder Marktnotierungen noch Bewertungsmethoden oder

-modelle zur Verfügung, welche auf beobachteten Marktpreisen basieren. In diesen Fällen wird der Fair Value mit Hilfe von

Bewertungsmethoden oder -modellen geschätzt, denen realistische, auf Marktkonditionen basierende Annahmen zugrunde liegen.

92 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Zur Bestimmung des Fair Value der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente werden folgende Bewertungsmethoden verwendet:

Bestimmung des Fair Value

31.12.2009

LEVEL 2 LEVEL 3

BEWERTUNGS- BEWERTUNGS-

LEVEL 1 METHODE AUF METHODE NICHT

NOTIERTE MARKTDATEN AUF MARKTDATEN

MARKTPREISE BASIEREND BASIEREND TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Handelsbestände - - - -

Derivative Finanzinstrumente - 1.3 - 1.3

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value - - 2.5 2.5

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 38.7 20.6 27.6 86.9

Total Aktiven zum Fair Value 38.7 21.9 30.1 90.7

Handelsverbindlichkeiten - - - -

Derivative Finanzinstrumente - - - -

Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value - - - -

Total Passiven zum Fair Value - - - -

Bestimmung des Fair Value

31.12.2008

LEVEL 2 LEVEL 3

BEWERTUNGS- BEWERTUNGS-

LEVEL 1 METHODE AUF METHODE NICHT

NOTIERTE MARKTDATEN AUF MARKTDATEN

MARKTPREISE BASIEREND BASIEREND TOTAL

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Handelsbestände 1 051.8 217.3 - 1 269.1

Derivative Finanzinstrumente 74.9 5 875.7 - 5 950.6

Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value 378.4 - - 378.4

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 834.2 11 545.9 148.4 12 528.5

Total Aktiven zum Fair Value 2 339.3 17 638.9 148.4 20 126.6

Handelsverbindlichkeiten 179.2 157.6 - 336.8

Derivative Finanzinstrumente 128.7 5 985.8 - 6 114.5

Finanzielle Verbindlichkeiten zum Fair Value 1 662.2 847.8 - 2 510.0

Total Passiven zum Fair Value 1 970.1 6 991.2 - 8 961.3

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

93

FINANZBERICHT KONZERN


In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen der Level 3-Finanzinstrumente dargestellt, die in dem am 31. Dezember 2009 endenden Jahr

stattgefunden haben:

ERFOLGSWIRKSAM

ZUM FAIR VALUE

ERFASST ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBAR

ANLAGEN IN DIREKT- ANLAGEN IN

GAM FONDS ANLAGEN GAM FONDS ANDERE TOTAL

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Eröffnungsbestand - - - 149 011 149 011

Käufe 2 510 11 472 16 304 46 30 332

Abgänge - - - -12 -12

Total Gewinne oder Verluste:

- erfolgswirksam -58 - - - -58

- als Sonstiges Ergebnis - 90 -923 9 -824

Veräusserung von Tochtergesellschaften - - - -148 400 -148 400

Endbestand 2 452 11 562 15 381 654 30 049

Sämtliche erfolgswirksam verbuchten Periodengewinne oder -verluste betreffen am Ende der Berichtsperiode gehaltene Finanzinstrumente.

Sämtliche in der Erfolgsrechnung enthaltenen Gewinne und Verluste betreffen am Ende der Berichtsperiode gehaltene Finanzanlagen und

werden als Veränderungen im Übrigen ordentlichen Erfolg ausgewiesen.

Sensitivität der Fair Value-Bewertung von GAM-Fonds

Es ergeben sich keine wesentlichen Fair Value-Veränderungen der Beteiligungen an GAM-Fonds, wenn sich einer oder mehrere Input-Faktoren

der realistischen alternativen Annahmen ändern, die der Bewertung zugrunde liegen.

Sensitivität der Fair Value-Bewertung von direkten Beteiligungen

Der Fair Value basiert auf Annahmen, welche nicht durch beobachtete Marktpreise oder andere Marktnotierungen gestützt werden. Die

Sensitivitätsanalyse der folgenden Tabelle ist hypothetisch. Fair Value-Änderungen, die sich durch eine Modifizierung der Annahmen um 10%

oder 20% ergeben, lassen sich in der Regel nicht ohne Weiteres extrapolieren, weil die Beziehung zwischen der Veränderung der Annahme und

der Fair Value-Veränderung möglicherweise nicht linear ist. Wie sich die Änderung einer bestimmten Annahme auf den Fair Value auswirkt, wird

in der Tabelle zudem ohne Änderung der weiteren Annahmen berechnet. In der Realität können Änderungen eines Faktors zu einer Veränderung

eines anderen führen, wodurch sich die Sensitivitäten verringern oder vergrössern können.

31.12.2009

1000 CHF IN %

Geschätzter Fair Value der Direktanlagen 11 562 -

Gewichtete durchschnittliche Kreditrisiken:

Auswirkung einer ungünstigen Veränderung um 10% 1 486 12.85

Auswirkung einer ungünstigen Veränderung um 20% 2 838 24.55

Gewichteter durchschnittlicher Diskontierungszinssatz (Basissatz 20.5%):

Auswirkung einer ungünstigen Veränderung um 10% 564 4.88

Auswirkung einer ungünstigen Veränderung um 20% 1 056 9.13

94 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


24 KONSOLIDIERUNGSKREIS PER 31. DEZEMBER 2009

Kotierte Gesellschaft, die zum Konsolidierungskreis gehört

BÖRSEN-

ORT DER KAPITALISIERUNG SITZ WÄHRUNG AKTIENKAPITAL

KOTIERUNG PER 31.12.09

MIO. MIO.

GAM Holding AG SIX Swiss Exchange 2 601 Zürich CHF 10.332

Valorennummer: 10 265 962, Reuters: GAMH.VX, Bloomberg: GAM VX

Nicht kotierte Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis gehören

BETEILIGUNGS-

DOMIZIL WÄHRUNG AKTIENKAPITAL QUOTE

MIO. IN %

Swiss & Global Asset Management Kapital AG Frankfurt EUR 2.600 100

Swiss & Global Asset Management Holding AG Zürich CHF 10.250 100

Swiss & Global Asset Management AG Zürich CHF 1.200 100

Swiss & Global Asset Management (Cayman) Ltd. Grand Cayman USD 0.0305 100

Swiss & Global Funds Administration (Cayman) Ltd. Grand Cayman USD 0.0005 100

Directorate Inc. BVI USD 0.020 100

Swiss & Global Services (Italia) S.r.l. Mailand EUR 0.050 100

Swiss & Global Multibond Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multicash Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multicooperation Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multifund Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multiinvest Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multiopportunities Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multipartner Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multiselect Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Multistock Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Asset Management (Italia) SGR S.p.A. Mailand EUR 2.000 100

Swiss & Global SICAV II Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Strategy Fund Advisory Ltd. Luxemburg EUR 0.075 100

Swiss & Global Asset Management (Luxemburg) SA Luxemburg EUR 4.125 100

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

95

FINANZBERICHT KONZERN


BETEILIGUNGS-

DOMIZIL WÄHRUNG AKTIENKAPITAL QUOTE

MIO. IN %

GAM Group AG Zürich CHF 225.000 100

GAM (Schweiz) AG Zürich CHF 1.000 100

GAM Anlagefonds AG Zürich CHF 1.000 100

GAM Ltd. Bermuda USD 2.020 100

GAM Dubai Ltd. Dubai USD 1.000 100

GAM (UK) Ltd. London GBP 1.000 100

Augustus Asset Managers Ltd. London GBP 0.200 100

GAM International Management Ltd. London GBP 2.250 100

GAM London Ltd. London GBP 2.025 100

GAM Sterling Management Ltd. London GBP 0.050 100

GAM Administration Ltd. Isle of Man GBP 0.100 100

GAM Fonds Marketing GmbH Berlin EUR 0.026 100

GAM Fund Management Ltd. Dublin EUR 0.127 100

GAM Singapore Pte Ltd. Singapur SGD 4.600 100

GAM Hong Kong Ltd. Hongkong HKD 5.000 100

GAM Japan Limited Tokio JPY 300.000 100

GAM USA Inc. Wilmington/USA USD 6.817 100

GAM Services Inc. Wilmington/USA USD 0.660 100

GAM Funding Inc. Wilmington/USA USD 0.010 100

Änderungen im Konsolidierungskreis:

Augustus Asset Managers Ltd., London, neu

Swiss & Global Fund Administration (Cayman) Ltd., neu

Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich, ausgeschüttet

Bank Julius Baer Nominees (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, ausgeschüttet

Arpese SA, Lugano, ausgeschüttet

Julius Baer Wealth Management (Europe) SA, Luxemburg, ausgeschüttet

Julius Baer Patrimoine Conseil Sàrl, Paris, ausgeschüttet

Ferrier Lullin Trust Management SA, Genf, ausgeschüttet

Bank Julis Bär Europe AG, Frankfurt, Namensänderung von Bank Julius Bär (Deutschland) AG, ausgeschüttet

Julius Bär Capital GmbH, Frankfurt, ausgeschüttet

Julius Baer Bank and Trust Company Ltd., Grand Cayman, ausgeschüttet

Julius Baer Trust Company (Cayman) Ltd., Grand Cayman, ausgeschüttet

C.I. Directors Ltd., Grand Cayman, ausgeschüttet

Julius Baer Advisory S.A.E. Ltd., Kairo, ausgeschüttet

Julius Baer Life (Bahamas) Ltd., Nassau, ausgeschüttet

Artio Global Investors Inc., New York, verkauft

Artio Global Management LLC, New York, verkauft

BCT Services AG, Zug, ausgeschüttet

Julius Baer Trust Company (New Zealand) Limited, Auckland, ausgeschüttet

Bronte International SA, BVI, ausgeschüttet

Cantrade Corporate Directors Ltd., BVI, ausgeschüttet

96 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Cantrade Trust Company (Cayman) Ltd., Grand Cayman, liquidiert am 17. Juni 2009

Infidar Vermögensberatung AG, Zürich, ausgeschüttet

Infidar (Liechtenstein) AG, Vaduz, ausgeschüttet

JB Private Equity Holding AG, Zürich, ausgeschüttet

JB Swiss Capital Market Research AG, Zürich, ausgeschüttet

Julius Baer (Hong Kong) Limited, Hongkong, ausgeschüttet

Julius Baer (Middle East) Ltd., Dubai, ausgeschüttet

Julius Baer (Monaco) S.A.M., Monaco, ausgeschüttet

Julius Baer (Uruguay) S.A., Montevideo, ausgeschüttet

Julius Baer Capital (Guernsey) I Limited, Guernsey, ausgeschüttet

Julius Baer Consultores, Mexico City, ausgeschüttet

Julius Baer Consultores S.A., Caracas, ausgeschüttet

Julius Baer Fiduciaria S.r.l., Mailand, ausgeschüttet

Julius Baer Financial Consultancy S.A., Buenos Aires, ausgeschüttet

Julius Baer Financial Markets LLC, New York, ausgeschüttet

Julius Baer International Ltd., London, ausgeschüttet

Julius Baer International (Panama) Inc., Panama City, ausgeschüttet

Julius Baer Bank & Trust (Bahamas) Ltd., Bahamas, ausgeschüttet

Julius Baer Trust Company (Bahamas) Ltd., Bahamas, ausgeschüttet

Julius Baer Investment Advisory GesmbH, Wien, ausgeschüttet

Julius Baer Trust Company (Channel Islands) Ltd., Guernsey, ausgeschüttet

PT. Julius Baer Advisors (Indonesia), Jakarta, ausgeschüttet

SIM (Società die intermediazione mobiliare) S.p.A., Mailand, ausgeschüttet

Ursa Company Ltd., Grand Cayman, ausgeschüttet

Aktiengesellschaft, vormals Waser Söhne & Cie., Werdmühle, Altstetten, Zürich, ausgeschüttet

Loteco Stiftung, Zürich, ausgeschüttet

Baer Alternative Solutions Ltd., Guernsey, Namensänderung von GAM Structured Investments Ltd., ausgeschüttet

Julius Bär Gruppe AG, Zürich, neu, ausgeschüttet

Julius Bär Investment AG, Zürich, neu, ausgeschüttet

Alpha SIM S.p.A., Mailand, neu, ausgeschüttet

Julius Bär Lizenzverwertungsgesellschaft AG, Zug, neu, ausgeschüttet

Julius Baer Consultores (Peru) S.A.C., Lima, neu, ausgeschüttet

Julius Bär Family Office AG und Cantrade Trustee AG, Fusion zu Julius Bär Family Office & Trust AG, Zürich, ausgeschüttet

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

97

FINANZBERICHT KONZERN


Namensänderungen im Konsolidierungskreis:

GAM Holding AG, Namensänderung von Julius Bär Holding AG

GAM Group AG, Namensänderung von GAM Holding AG

Swiss & Global Asset Management Holding AG, Namensänderung von Julius Baer Invest Ltd.

Swiss & Global Asset Management AG, Namensänderung von Julius Baer Investment Funds Services Ltd.

Swiss & Global Asset Management (Luxembourg) SA, Namensänderung von Julius Baer (Luxembourg) SA

Swiss & Global Services (Italia) S.r.l., Namensänderung von Julius Baer Italia Investment Funds Services S.r.l.

Swiss & Global Multibond Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multibond Advisory Ltd.

Swiss & Global Multicash Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multicash Advisory Ltd.

Swiss & Global Multicooperation Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multicooperation Advisory Ltd.

Swiss & Global Multifund Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multifund Advisory Ltd.

Swiss & Global Multiinvest Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multiinvest Advisory Ltd.

Swiss & Global Multiopportunities Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multiopportunities Advisory Ltd.

Swiss & Global Multipartner Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multipartner Advisory Ltd.

Swiss & Global Multiselect Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multiselect Advisory Ltd.

Swiss & Global Multistock Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Multistock Advisory Ltd.

Swiss & Global SICAV II Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer SICAV II Advisory Ltd.

Swiss & Global Asset Management (Italia) SGR S.p.A., Namensänderung von Julius Baer SGR S.p.A.

Swiss & Global Strategy Fund Advisory Ltd., Namensänderung von Julius Baer Strategy Fund Advisory Ltd.

Swiss & Global Asset Management (Cayman) Ltd., Namensänderung von Baer Select Management Ltd.

Swiss & Global Asset Management Kapital AG, Namensänderung von Julius Bär Kapital AG

98 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


25 NICHT WEITERGEFÜHRTE GESCHÄFTSBEREICHE

JULIUS BÄR GRUPPE ARTIO GLOBAL INVESTORS TOTAL

IN 1 000 CHF 2009 1 2008 2009 1 2008 2009 1 2008

Geschäftsertrag 1 230 189 1 662 321 226 192 334 794 1 456 381 1 997 115

Geschäftsaufwand 898 734 1 208 063 539 136 201 917 1 437 870 1 409 980

Gewinn/(Verlust) vor Steuern

aus operativer Geschäftstätigkeit 331 455 454 258 -312 944 132 877 18 511 587 135

Ertragssteuern 48 047 97 031 133 999 59 154 182 046 156 185

Gewinn/(Verlust) aus

operativer Geschäftstätigkeit, nach Steuern 283 408 357 227 -446 943 73 723 -163 535 430 950

Gewinn aus dem Verkauf nicht weitergeführter Geschäftsbereiche - - 862 181 - 862 181 -

Fair Value-Neubewertung von Beteiligungen

an assoziierten Gesellschaften - - 445 294 - 445 294 -

Konzerngewinn – vor Eliminierungen 283 408 357 227 860 532 73 723 1 143 940 430 950

Abzüglich Eliminierung von Dividenden - - -223 003 - -223 003 -

Konzerngewinn aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 283 408 357 227 637 529 73 723 920 937 430 950

Netto-Geldfluss aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen:

Netto-Geldzufluss/(-abfluss)

aus operativer Geschäftstätigkeit 1 706 198 7 337 616 32 368 107 918 1 738 566 7 445 534

Netto-Geldzufluss/(-abfluss) aus Investitionstätigkeit -2 018 840 -277 548 69 779 -32 224 -1 949 061 -309 772

Netto-Geldzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 1 441 633 -1 993 521 -15 422 -126 126 1 426 211 -2 119 647

Total Netto-Geldzufluss/(-abfluss) aus

nicht weitergeführten Geschäftsbereichen 1 128 991 5 066 547 86 725 -50 432 1 215 716 5 016 115

1 1. Januar 2009–30. September 2009

An der Ausserordentlichen Generalversammlung der Julius Bär Holding AG am 30. Juni 2009 in Zürich genehmigten die Aktionäre die

Aufteilung der Geschäftsbereiche Private Banking und Asset Management von Julius Bär in zwei eigenständige und unabhängige, an der SIX

Swiss Exchange kotierte Unternehmen. Einzelheiten zu dieser Transaktion sind den Angaben auf Seite 48 zu entnehmen.

Nach dem Börsengang der Artio Global Investors Inc. an der New York Stock Exchange am 24. September 2009 verblieb eine Beteiligung von

27.9% an der GAM Holding AG, die als Beteiligung an assoziierten Unternehmen ausgewiesen ist (siehe Erläuterung 19).

Es gab keine Einkommenssteuerbelastung auf dem Gewinn aus dem Verkauf der nicht weitergeführten Geschäftsbereiche auf Grund eines

Ausgleichs mit Verlustvorträgen in der Holdinggesellschaft.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

99

FINANZBERICHT KONZERN


26 AKQUISITIONEN

Erwerb von Creinvest AG

Am 3. August 2009 übernahm die Swiss & Global Asset Management Holding AG, die damals noch unter JB Invest firmierte, durch den Erwerb

von 60% der Aktien und Stimmrechte die Kontrolle über die Creinvest AG. Dadurch erhöhte sich die Beteiligung der Gruppe an der Creinvest

AG von 40% auf 100%.

Die Creinvest AG wurde unmittelbar nach der Akquisition mit ihrer Muttergesellschaft verschmolzen. Der Erwerbspreis belief sich auf CHF 125

Millionen.

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Klassen der übertragenen Gegenleistungen nebst dem Buchwert aufgeführt, der zum

Akquisitionszeitpunkt für die erworbenen Aktiven und übernommenen Passiven ausgewiesen wurde.

Aktiven

STEP-UP

BUCHWERT ZUM FAIR VALUE FAIR VALUE

MIO. CHF MIO. CHF MIO. CHF

Forderungen gegenüber Banken 54 - 54

Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar 24 47 71

Total 78 47 125

Passiven

Eigenkapital 78 47 125

Total 78 47 125

Erwerb von Augustus Asset Managers Ltd.

Am 29. Mai 2009 kaufte die Julius Bär Holding AG die Aktien der Augustus Asset Managers Ltd. zurück. Die Aktien der Augustus Asset

Managers Ltd. wurden zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veräusserung, die im Januar 2007 im Zuge eines Management-Buyout erfolgte, nicht

aus der Bilanz der Julius Bär Holding AG ausgebucht, sondern in «Finanzanlagen – zur Veräusserung verfügbar» umklassiert. Auf Grund des

Rückkaufs wurde Augustus Asset Managers Ltd. wieder in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

100 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


27 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN

Die Festsetzung und Änderung aller Beteiligungsprogramme liegt in der Kompetenz des Compensation Committee des Verwaltungsrats. Die

nachfolgend im Einzelnen beschriebenen Programme widerspiegeln den Stand per 31. Dezember 2009. Die Beschreibung umfasst Programme,

die vor der Aufspaltung der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 aufgesetzt wurden, sowie Pläne, die nach diesem Datum von der

Gesellschaft aufgesetzt wurden. Die für die Mitarbeiterprogramme benötigten Namenaktien der Julius Bär Holding AG und der GAM Holding AG

werden entweder am Markt beschafft oder durch zusätzliches Aktienkapital zur Verfügung gestellt.

Mitarbeiterbeteiligungsplan

Der Mitarbeiterbeteiligungsplan trat am 1. Januar 2007 in Kraft und gewährte den Mitarbeitern in Abhängigkeit von der jeweiligen

Funktionsstufe den Bezug von Namenaktien der Julius Bär Holding AG mit einem durch das Unternehmen jährlich festgelegten Diskont. Der

Bezugspreis für den Mitarbeiterbeteiligungsplan 2009 lag 25% unter dem durchschnittlichen gewichteten Marktwert der Namenaktie in der

Periode vom 2. bis 11. März 2009. Dieser Plan soll 2010 nicht mehr angeboten werden.

Equity Bonus Plan

Bis zum Jahr 2006 bestand für das höhere Kader der ehemaligen Julius Bär Gruppe die Möglichkeit, den Bonus teilweise oder vollumfänglich in

Namenaktien der Julius Bär Holding AG und/oder Optionen auf diese Namenaktien zu Marktpreisen zu beziehen. Die so erworbenen Aktien und

Optionen waren einer zeitlichen Verkaufsbeschränkung unterworfen. Dieser Plan wurde lediglich bis zum 30. September 2009 bilanziell erfasst,

da der GAM Holding AG nach der Abspaltung der ehemaligen Julius Bär Gruppe keine Planbegünstigten mehr angehören.

2005/2007 Long-Term Incentive Plans (Julius Bär Holding AG)

Die Long-Term Incentive Plans richteten sich an Mitarbeiter, deren Einfluss auf die langfristige Unternehmensentwicklung und den

Geschäftserfolg der damaligen Julius Bär Gruppe als wesentlich galt, sowie an die Mitglieder des Verwaltungsrats. Zweck dieser Pläne war es,

durch die Ausgabe von Optionen auf Namenaktien der Julius Bär Holding AG, die langfristige Bindung an die damalige Gruppe zu fördern und

die Interessen von Planbegünstigten und Aktionären in Einklang zu bringen.

Im Sinne der Zielsetzung der Pläne sind die Optionen mit einer Vesting- bzw. Forfeiture-Klausel verbunden. Erst nach Ablauf der Sperrfrist

(Vesting-Periode) haben die Begünstigten Anspruch auf diese Optionen, dies unter der Voraussetzung, dass sie in ungekündigtem

Arbeitsverhältnis mit der Gruppe stehen und alle weiteren Planauflagen erfüllt haben. Die Optionen, die den Begünstigten zugeteilt wurden,

werden von der Loteco Stiftung (derzeit zur Julius Bär Gruppe gehörig) und dem GAM Employee Benefit Trust bis zum Ablauf der Sperrfristen

verwaltet. Die Loteco Stiftung und der GAM Employee Benefit Trust sichern ihre Verbindlichkeiten aus dem Plan am Zuteilungstag durch den

Kauf der entsprechenden Aktien ab. Die Finanzierung dieser Aktien erfolgt durch die entsprechenden Arbeitgebergesellschaften.

Im Rahmen der Abspaltung der ehemaligen Julius Bär Gruppe wurden die Konditionen der damals auf Namenaktien der Julius Bär Holding AG

bestehenden Optionen vom Compensation Commitee des Verwaltungsrats der Julius Bär Holding AG dahingehend geändert, dass die Optionen

der Begünstigten in Optionen auf einen EUREX-Korb aus Aktien der Julius Bär Gruppe AG und der GAM Holding AG getauscht wurden. Per

1. Oktober 2009 waren die Begünstigten daher Inhaber einer Option auf einen zu gleichen Teilen aus Aktien der Julius Bär Gruppe AG und

Aktien der GAM Holding AG bestehenden Korb.

2009 Long-Term Incentive Plan (GAM Holding AG)

Am 28. Oktober 2009 genehmigte der Verwaltungsrat die Einräumung (granting) von Optionen auf Aktien der Gesellschaft an jeden leitenden

Angestellten und Mitarbeiter der Gruppe. Diese Optionen wurden allesamt mit einem Ausübungspreis von CHF 12.28 eingeräumt (granted). Von

den total eingeräumten (granted) Optionen im Zusammenhang mit der unabhängigen Kotierung der GAM Holding AG wurden Optionen auf

7.568 Millionen Aktien eingeräumt (granted), mit welchen die Leistungen der Mitarbeiter, die zum reibungslosen Ablauf der Transaktion

beigetragen hatten, speziell gewürdigt wurden; diese Optionen wurden nach Einräumung (granting) sofort erworben (vested). Die eingeräumten

(granted) Optionen auf die übrigen 22.704 Millionen Aktien werden in drei gleich grossen Tranchen an den folgenden drei Jahrestagen des

Einräumungszeitpunkts (grant date) erworben (vested). Abgesehen von einigen wenigen Umständen (zu denen eine Veränderung der

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

101

FINANZBERICHT KONZERN


Kontrollverhältnisse nicht gehört) können sämtliche eingeräumte (granted) Optionen erst am Ende dieser dreijährigen Sperrfrist (Vesting-Periode)

ausgeübt werden. Ende der Ausübungsperiode und mithin Verfalltag der Optionen ist der 26. Januar 2013. Jede Tranche wird als gesonderte

«anteilsbasierte Beteiligungsvereinbarung» verbucht. Deshalb werden die Aufwendungen über die entsprechenden Sperrfristen (Vesting-

Perioden) von einem, zwei oder drei Jahren verteilt.

Die Bewegungen der unter den verschiedenen Beteiligungsprogrammen eingeräumten (granted) Aktien sind wie folgt:

Mitarbeiterbeteiligungsplan

31.12.2009 31.12.2008

Anzahl bezogener Aktien 91 480 55 298

Vorzugspreis pro Aktie (in CHF) 17.20 1 59.66 2

Verbuchter Kompensationsaufwand (in 1000 CHF) 524 1 100

1 Der Vorzugspreis lag 25% unter dem durchschnittlichen gewichteten Marktwert des Zeitraums vom 2. März 2009 bis 11. März 2009.

2 Der Vorzugspreis lag 25% unter dem durchschnittlichen gewichteten Marktwert des Zeitraums vom 25. Februar 2008 bis 27. Februar 2008.

Equity Bonus Plan

Der in Aktien bezogene Bonus wird in dem Jahr verbucht, in dem die entsprechende Leistung erbracht wurde. Boni, die in Form von Optionen

gezahlt werden, die einen Barausgleich zulassen, werden ebenfalls in dem Jahr erfasst, in dem die entsprechende Leistung erbracht wurde, und

bis zur Realisierung (Verkauf oder Ausübung) dieser Optionen in der Bilanz als Verbindlichkeit zum Fair Value verbucht. Auf Grund der

günstigen Fair Value-Veränderungen der Verbindlichkeiten ergab sich bei dem für das Geschäftsjahr erfassten Entschädigungsaufwand erneut ein

Ertrag.

31.12.2009 31.12.2008

Aktien Long-Term Incentive Plan

Noch nicht erworbene (unvested) Aktien am Anfang des Geschäftsjahres 145 877 1 022 823

Eingeräumte (granted) Aktien während des Geschäftsjahres 71 707 39 837

Erworben (vested) während des Geschäftsjahres -58 209 -904 053

Verwirkt während des Geschäftsjahres -5 489 -12 730

Veräusserung von Tochtergesellschaften -149 744 -

Noch nicht erworbene (unvested) Aktien am Ende des Geschäftsjahres 4 142 145 877

Durchschnittlicher gewichteter Fair Value je eingeräumter (granted) Aktie (in CHF) 12.63 67.89

Fair Value der ausstehenden Aktien am Ende des Geschäftsjahres (in 1000 CHF) 52 5 832

102 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Die Bewegungen der unter den verschiedenen Beteiligungsprogrammen eingeräumten (granted) Optionen sind wie folgt:

Equity Bonus Plan

31.12.2009 31.12.2008

GEWICHTETER GEWICHTETER

DURCH- DURCH-

ANZAHL SCHNITTLICHER ANZAHL SCHNITTLICHER

OPTIONEN AUSÜBUNGSPREIS OPTIONEN AUSÜBUNGSPREIS

CHF CHF

Ausstehend am Anfang des Geschäftsjahres 424 090 43.93 428 910 43.83

Ausgeübt während des Geschäftsjahres -145 550 34.61 -4 820 36.30

Veräusserung von Tochtergesellschaften -277 380 48.80 - -

Ausstehend am Ende des Geschäftsjahres 1 160 49.65 424 090 43.93

Fair Value/Option

AUSSTEHENDE OPTIONEN AUSÜBBARE OPTIONEN

ANZAHL ANZAHL

AUSSTEHENDER AUSÜBUNGS- AUSÜBBARER AUSÜBUNGS-

OPTIONEN PREIS RESTLAUFZEIT OPTIONEN PREIS

CHF JAHRE CHF

CHF 16.55 310 34.99 0.3 310 34.99

CHF 3.62 850 55.00 1.3 850 55.00

2005/2007 Long-Term Incentive Plan

31.12.2009 31.12.2008

GEWICHTETER GEWICHTETER

DURCH- DURCH-

ANZAHL SCHNITTLICHER ANZAHL SCHNITTLICHER

OPTIONEN AUSÜBUNGSPREIS OPTIONEN AUSÜBUNGSPREIS

CHF CHF

Ausstehend am Anfang des Geschäftsjahres 1 759 697 86.60 1 801 058 84.04

Eingeräumt (granted) während des Geschäftsjahres - - 219 299 91.20

Ausgeübt während des Geschäftsjahres -1 054 340 83.51 -75 670 27.90

Verwirkt während des Geschäftsjahres -33 746 91.20 -184 990 91.20

Veräusserung von Tochtergesellschaften -479 196 91.20 - -

Ausstehend am Ende des Geschäftsjahres 192 415 91.20 1 759 697 86.60

davon ausübbare Optionen am Ende des Geschäftsjahres - - 129 653 28.72

Fair Value/Option

AUSSTEHENDE OPTIONEN AUSÜBBARE OPTIONEN

ANZAHL ANZAHL

AUSSTEHENDER AUSÜBUNGS- AUSÜBBARER AUSÜBUNGS-

OPTIONEN PREIS RESTLAUFZEIT OPTIONEN PREIS

CHF JAHRE CHF

CHF 0.03 192 415 91.20 1.0 - -

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

103

FINANZBERICHT KONZERN


2009 Long-Term Incentive Plan (GAM Holding AG)

31.12.2009

GEWICHTETER

DURCH-

ANZAHL SCHNITTLICHER

OPTIONEN AUSÜBUNGSPREIS

CHF

Ausstehend am Anfang des Geschäftsjahres - -

Eingeräumt (granted) während des Geschäftsjahres 30 271 544 12.28

Ausgeübt während des Geschäftsjahres - -

Verwirkt/Annulliert während des Geschäftsjahres -155 333 12.28

Ausstehend am Ende des Geschäftsjahres 30 116 211 12.28

davon ausübbare Optionen am Ende des Geschäftsjahres - -

OPTIONEN, OPTIONEN, OPTIONEN,

ERWORBENE DIE AM DIE AM DIE AM

(VESTED) 28. OKTOBER 2010 28. OKTOBER 2011 28. OKTOBER 2012

OPTIONEN AM ERWORBEN ERWORBEN ERWORBEN

GAM HOLDING AG – EINGERÄUMTE AKTIENOPTIONEN 28. OKTOBER 2009 WERDEN (VESTED) WERDEN (VESTED) WERDEN (VESTED)

Fair Value der Aktienoptionen und Annahmen

Fair Value der Option am Einräumungsdatum (grant date) 2.48 2.62 2.63 2.55

Durchschnittliche Restlaufzeit (in Monaten) 37 37 37 37

Aktienkurs am Einräumungsdatum (grant date) 12.28 12.28 12.28 12.28

Ausübungspreis 12.28 12.28 12.28 12.28

Erwartete Volatilität 40.75% 40.75% 40.75% 40.75%

Erwartete Dividendenrendite 5.00% 5.00% 5.00% 5.00%

Risikoloser Zinssatz 0.98% 0.98% 0.98% 0.98%

Verbuchter Aufwand im Berichtszeitraum 18 760 437 3 471 501 1 745 662 1 126 902

104 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


28 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine für das Geschäftsjahr 2009 bilanz- oder erfolgswirksamen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu verzeichnen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

105

FINANZBERICHT KONZERN


106 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

107

FINANZBERICHT KONZERN


108 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


GAM Holding AG

Erfolgsrechnung 111

Bilanz 112

Eigenkapitalentwicklung 113

Erläuterungen 114

Entschädigung, Darlehen sowie Aktien- und

Optionsbeteiligungen der Mitglieder des Verwaltungsrats

und der Geschäftsleitung 116

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinn/(-verlust) 122

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

109

GAM HOLDING AG


110 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ERFOLGSRECHNUNG

Ertrag

2009 2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF IN %

Beteiligungsertrag 342 599 1 006 960 -66.0

Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen 628 170 - -

Übriger ordentlicher Erfolg 54 520 61 420 -11.2

Zinsertrag 14 221 19 490 -27.0

Zinsaufwand 8 067 18 847 -57.2

Erfolg aus Zinsengeschäft 6 154 643 857.1

Kommissionsertrag aus Dienstleistungsgeschäft 632 2 649 -76.1

Kommissionsaufwand 120 121 -0.8

Erfolg aus Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft 512 2 528 -79.7

Geschäftsertrag 1 031 955 1 071 551 -3.7

Aufwand

Personalaufwand 11 804 29 843 -60.4

Sachaufwand 49 536 24 916 98.8

Geschäftsaufwand 61 340 54 759 12.0

Bruttogewinn 970 615 1 016 792 -4.5

Abschreibungen 1 576 962 582 -

Steuern 1 305 3 228 -59.6

Jahresgewinn/(-verlust) -607 652 1 012 982 -160.0

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

111

GAM HOLDING AG


BILANZ

Aktiven

Umlaufvermögen

112 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Flüssige Mittel 543 129 112 868 430 261

Wertschriften 46 813 1 649 45 164

Aktive Rechnungsabgrenzungen 182 442 435 926 -253 484

Sonstige Aktiven 4 964 19 402 -14 438

Total Umlaufvermögen 777 348 569 845 207 503

Anlagevermögen

Beteiligungen 1 729 171 6 064 011 -4 334 840

Andere Finanzanlagen - 315 525 -315 525

Eigene Aktien 66 146 298 644 -232 498

Immaterielle Vermögenswerte 135 34 101

Total Anlagevermögen 1 795 452 6 678 214 -4 882 762

Total Aktiven 2 572 800 7 248 059 -4 675 259

Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften 138 375 413 678 -275 303

Passiven

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 492 200 042 -199 550

Ausgegebene Schuldtitel 150 000 375 000 -225 000

Passive Rechnungsabgrenzungen 18 572 22 155 -3 583

Sonstige Passiven 7 941 19 658 -11 717

Total Verbindlichkeiten 177 005 616 855 -439 850

Eigenkapital

Aktienkapital 10 332 10 552 -220

Gesetzliche Reserve 5 276 4 852 508 -4 847 232

Reserve für eigene Aktien 66 146 298 644 -232 498

Andere Reserven 2 913 558 448 050 2 465 508

Bilanzgewinn/(-verlust) -599 517 1 021 450 -1 620 967

davon Vortrag auf neue Rechnung 8 135 8 468 -333

davon Gewinn/(Verlust) für das Geschäftsjahr -607 652 1 012 982 -1 620 634

Total Eigenkapital 2 395 795 6 631 204 -4 235 409

Total Passiven 2 572 800 7 248 059 -4 675 259

Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften 339 227 910 -227 571


EIGENKAPITALENTWICKLUNG

RESERVE BILANZ-

GESETZLICHE FÜR EIGENE ANDERE GEWINN/

AKTIENKAPITAL RESERVE AKTIEN RESERVEN (-VERLUST) TOTAL

Per 1. Januar 2009 10 552 4 852 508 298 644 448 050 1 021 450 6 631 204

Ordentliche Generalversammlung vom 8. April 2009

Ausgeschüttete Dividende - - - - -103 315 -103 315

Zuweisung an Andere Reserven - - - 910 000 -910 000 -

Herabsetzung des Aktienkapitals -220 - -298 644 220 - -298 644

Zwischensumme 10 332 4 852 508 - 1 358 269 8 136 6 229 245

Ausserordentliche Generalversammlung vom 30. Juni 2009

Umwandlung Gesetzlicher Reserven in Andere Reserven 1 - -4 847 233 - 4 847 233 - -

Sachdividende 2 - - - -3 223 572 - -3 223 572

Ausgeschüttete Dividende 3 - - - -2 225 - -2 225

Zwischensumme 10 332 5 276 - 2 979 704 8 136 3 003 447

Kauf eigener Aktien 4 - - 66 146 -66 146 - -

Gewinn/(Verlust) für das Geschäftsjahr - - - - -607 652 -607 652

Per 31. Dezember 2009 10 332 5 276 66 146 2 913 558 -599 517 2 395 795

1

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 wurde beschlossen, die Gesetzlichen Reserven der GAM Holding AG (vormals Julius Bär Holding AG), im Umfang von

CHF 4 847 232 563 in Freie Reserven umzuwandeln und somit das Konto «Gesetzliche Reserve» um CHF 4 847 232 563 zu reduzieren und dem neuen Konto «Andere Reserven» diesen

Betrag von CHF 4 847 232 563 zuzuweisen.

2

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 stimmten die Aktionäre der Julius Bär Holding AG für eine Aufteilung des Private Banking- und des Asset Management-

Geschäfts der Gruppe in zwei unabhängig kotierte Gesellschaften. Diese Aufteilung sollte durch eine Sachdividende des Private Banking-Geschäfts unter dem Dach einer neuen

Muttergesellschaft, der Julius Bär Gruppe AG, erfolgen. Die Aktionäre ermittelten einen zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Gesamtbetrag der Freien Reserven von etwa

CHF 6 205 281 927, aus dem 206 630 756 Namenaktien der Julius Bär Gruppe AG mit einem Nennwert von jeweils CHF 0.02 und einem errechneten Wert (auf Basis des Buchwerts zum

31. Dezember 2008) von etwa CHF 2 974 038 360 auszuschütten waren. Wie in der Informationsbroschüre für die Aktionäre für die Ausserordentliche Generalversammlung und in dem

anschliessenden Börsenzulassungsprospekt der Julius Bär Gruppe AG festgelegt, sollte die Verteilung der Aktiven und Passiven, um eine angemessene Trennung des Private Banking- und des

Asset Management-Geschäfts sicherzustellen, zum Zeitpunkt der Aufteilung abgeschlossen werden. Die Aufteilung erfolgte am 30. September 2009. An diesem Tag belief sich der Buchwert

des Private Banking-Geschäfts auf CHF 3 223 572 007.

3

An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 wurde beschlossen, eine Bardividende von CHF 0.01076923 pro dividendenberechtigte Namenaktie der Julius Bär

Holding AG an die Aktionäre der Julius Bär Holding AG auszuschütten (insgesamt CHF 2 225 254), wobei die Bardividende nicht an die Aktionäre ausgezahlt, sondern von der Julius Bär

Holding AG der Eidgenössischen Steuerverwaltung zwecks Bezahlung der Schweizerischen Verrechnungssteuer überwiesen wird.

4

Siehe Erläuterung «Eigene Aktien» auf Seite 115.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

113

GAM HOLDING AG


ERLÄUTERUNGEN

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

31.12.2009 31.12.2008 VERÄNDERUNG

1000 CHF 1000 CHF 1000 CHF

Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter - 226 244 -226 244

WERTSCHRIFTEN

Wertschriften werden zum Fair Value bewertet. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden im Übrigen ordentlichen Erfolg verbucht.

BETEILIGUNGEN

Wir verweisen auf die Konzernrechnung, Erläuterung 24. Beteiligungserträge von Tochtergesellschaften werden nach der wirtschaftlichen

Betrachtung zeitgleich mit dem entsprechenden Gewinnausweis bei der Tochtergesellschaft erfasst.

Im Anschluss an die Werthaltigkeitsprüfung unter IFRS erfolgte eine entsprechende Wertberichtigung der Beteiligungen.

AUSSTEHENDE ANLEIHEN

Wir verweisen auf die Konzernrechnung, Erläuterung 15.

BRANDVERSICHERUNGSWERT VON LIEGENSCHAFTEN UND ANDEREN SACHANLAGEN

GAM (Schweiz) AG ist Versicherungsnehmerin für sämtliche Einheiten in der Schweiz, für welche die GAM Holding AG als oberste

Holdinggesellschaft dient und an denen diese eine Beteiligung von über 50% hält. Per 31. Dezember 2009 werden folgende Einheiten durch

solche Policen gedeckt:

GAM Holding AG, Zürich

GAM Group AG, Zürich

GAM (Schweiz) AG, Zürich

GAM Anlagefonds AG, Zürich

Swiss & Global Asset Management Holding AG, Zürich

Swiss & Global Asset Management AG, Zürich

Die gesamte Versicherungssumme beläuft sich auf CHF 26 003 569 und wird in der Versicherungspolice nicht den einzelnen Gesellschaften

zugewiesen.

114 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


EIGENE AKTIEN

Im Einzelabschluss der GAM Holding AG wird im Einklang mit Art. 663b Ziffer 10 des Schweizerischen Obligationenrechts für alle im

Finanzanlagebestand der GAM Holding AG per 31. Dezember 2009 gehaltenen eigenen Aktien eine Reserve für eigene Aktien im Eigenkapital

ausgewiesen.

Um den Long-Term Incentive Plan 2009 der Gruppe abzusichern, hat die GAM Holding AG 5 498 412 Aktien im Jahr 2009 erworben. Die

Angaben entsprechen auch dem Endbestand.

BEDINGTES KAPITAL

NAMENAKTIEN (CHF 0.05 NOM.)

ANZAHL 1000 CHF

Für Options- und Wandelanleihen

Beschluss der Ordentlichen Generalversammlung vom 24.06.1993 10 000 000 500

RISIKOMANAGEMENT

Wir verweisen auf die Konzernrechnung, Seite 49 ff.

BEDEUTENDE AKTIONÄRE/BETEILIGTE

Gemäss bei der GAM Holding AG eingegangener Meldungen hielt per 31. Dezember 2009 jeder der nachfolgend aufgeführten

Aktionäre/Beteiligten mehr als 3% der Stimmrechte an der GAM Holding AG1 :

STIMMRECHTE VERBUNDEN MIT ERWERBS- RESULTIERENDER GESAMTSTIMM-

STIMMRECHTE VERBUNDEN MIT UND WANDELRECHTEN SOWIE EINGERÄUMTEN RECHTSANTEIL IM ZEITPUNKT DER

AKTIEN/BETEILIGUNGSPAPIEREN VERÄUSSERUNGSRECHTEN MELDUNG

Aktionär/Beteiligter

Davis Selected Advisers L.P. 2 8.46% - 8.46%

BlackRock Inc. 3 4.21% 0.06% 4.27%

Credit Suisse Asset Management Funds AG4 3.25% - 3.25%

Harris Associates L.P. 5 3.02% - 3.02%

1 Die Stimmrechtsbeteiligung sowie die übrigen in Abschnitt 1.3 verwendeten Begriffe verstehen sich im Sinne der anwendbaren börsenrechtlichen Regelungen.

2

Davis Selected Advisers L.P., Tucson, USA.

3

BlackRock Inc., New York, USA.

4

Credit Suisse Asset Management Funds AG, Zürich, Schweiz, als Manager kollektiver Kapitalanlagen.

5 Harris Associates L.P., Chicago, USA.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

115

GAM HOLDING AG


ENTSCHÄDIGUNG, DARLEHEN SOWIE AKTIEN- UND OPTIONSBETEILIGUNGEN DER MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATS UND DER

GESCHÄFTSLEITUNG

Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates

PENSIONS-

LEISTUNGS- AKTIEN- KASSEN- UND

ABHÄNGIGE BASIERTE ANDERE

BASISSALÄR ZAHLUNGEN VERGÜTUNGEN 6,7,8 BEITRÄGE TOTAL

CHF CHF CHF CHF CHF

Johannes A. de Gier, Präsident (ab 1. Oktober 2009) 1,9 2009 66 750 - 805 515 - 872 265

2008 n/a n/a n/a n/a -

Raymond J. Bär, Präsident (bis 30. September 2009) 4,5 2009 1 107 000 637 500 423 360 81 912 2 249 772

2008 1 476 000 850 000 867 780 111 858 3 305 638

Dieter A. Enkelmann 1 2009 31 375 - 805 515 - 836 890

2008 n/a n/a n/a n/a -

Leonhard H. Fischer 2,4 2009 127 500 - 305 760 7 226 440 486

2008 n/a n/a n/a n/a -

Dr. Rolf P. Jetzer 4 2009 112 500 - - 5 905 118 405

2008 130 000 - - 6 565 136 565

Peter Küpfer, Independent Lead Director

(bis 30. September 2009) 4 2009 127 500 - - 6 439 133 939

2008 170 000 - 626 730 8 585 805 315

Gareth Penny 4 2009 90 000 - - 4 769 94 769

2008 120 000 - - 6 060 126 060

Monika Ribar Baumann 4 2009 90 000 - - 4 769 94 769

2008 120 000 - - 6 060 126 060

Daniel J. Sauter 4 2009 127 500 - - 6 663 134 163

2008 170 000 - - 8 585 178 585

Hugh Scott-Barrett 1 2009 31 375 - 805 515 - 836 890

2008 n/a n/a n/a n/a -

Dr. Béatrice Speiser 3 2009 n/a n/a n/a n/a -

2008 120 000 - - 6 060 126 060

Charles G.T. Stonehill 4 2009 112 500 - - 5 945 118 445

2008 150 000 - 626 730 7 575 784 305

Total 2009 2 024 000 637 500 3 145 665 123 628 5 930 793

Total 2008 2 456 000 850 000 2 121 240 161 348 5 588 588

1

Diese Mitglieder bilden nach ihrer Wahl an der Ausserordentlichen Generalversammlung vom 30. Juni 2009 den Verwaltungsrat der GAM Holding AG seit 1. Oktober 2009. Für diese

Mitglieder umfasst die für 2009 angegebene Entschädigung daher nur Zahlungen für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2009. Das Basissalär beinhaltet CHF 8 500 pro

Jahr je Verwaltungsrat-Committee, in dem der Empfänger Mitglied ist.

2

An der Ordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 in den Verwaltungsrat gewählt.

3

Dieses Mitglied des Verwaltungsrats stellte sich an der Ordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 nicht zur Wiederwahl.

4

Diese Mitglieder traten im Zuge der Aufteilung der Geschäftsbereiche der früheren Julius Bär Gruppe per 30. September 2009 zurück. Deshalb umfassen die für 2009 ausgewiesenen

Entschädigungen für diese Mitglieder nur die Zahlungen für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2009.

5

Dieses Mitglied des Verwaltungsrats stand bis Ende September 2009 in einem Vollzeit-Beschäftigungsverhältnis mit der Julius Bär Holding AG.

6

Der Wert der aktienbasierten Vergütungen kann nicht mit Erläuterung 27, Aktienbasierte Vergütungen, im Finanzbericht des Konzerns für 2009 verglichen werden, da Letztere die

Entschädigungsausgaben für Aktien und/oder Optionen offenlegt, die während der Berichtsperiode verbucht wurden.

7

Aktienbasierte Vergütungen für Mitglieder des Verwaltungsrat der Julius Bär Holding AG (ausgenommen der Präsident) wurden im Jahr der Wahl bzw. der Wiederwahl vorgenommen und gelten

für die gesamte Amtsdauer (in der Regel drei Jahre). Die aktienbasierten Vergütungen wurden am Einräumungszeitpunkt (grant date) zum Fair Value bewertet (CHF 80.35 je Aktie der Julius

Bär Holding AG per 30. April 2008; CHF 39.20 je Aktie der Julius Bär Holding AG per 1. Mai 2009).

8

Die aktienbasierten Vergütungen für Mitglieder des Verwaltungsrates der GAM Holding AG bestehen aus Optionen, die am 28. Oktober 2009 im Rahmen des 2009 Long Term Incentive Plan

der Gruppe eingeräumt (granted) wurden. Die Optionen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erworben (vested) und können nach Ablauf dieses Zeitraums ab dem 28. Oktober 2012

ausgeübt werden. Die Optionen wurden zum Fair Value unter Berücksichtigung des jeweiligen Erwerbszeitpunktes (vesting date) berechnet (CHF 2.48/2.62/2.63/2.55).

9

Dieses Mitglied erhielt in seiner Eigenschaft als Chief Executive Officer der GAM Holding AG zusätzliche Entschädigungen. Diese Entschädigungen sind im Einzelnen auf Seite 119 dargestellt.

116 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Im Jahr 2009 wurde Mitgliedern des Verwaltungsrats, die das Gremium 2008 oder früher verlassen haben, keine Entschädigung zugesprochen.

Den Mitgliedern des Verwaltungsrats nahe stehenden Personen wurde keine Entschädigung zugesprochen.

Mitglieder des Verwaltungsrats, die das Gremium verlassen haben, erhielten keine Abgangsentschädigung.

Es erfolgten keine zusätzlichen Zahlungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats.

Darlehen für Mitglieder des Verwaltungsrates

31.12.2009 31.12.2008

DARLEHEN AN DARLEHEN AN

NAHE STEHENDE NAHE STEHENDE

DARLEHEN PERSONEN DARLEHEN PERSONEN

CHF CHF CHF CHF

Johannes A. de Gier, Präsident (ab 1. Oktober 2009) 3 - - n/a n/a

Raymond J. Bär, Präsident (bis 30. September 2009) 4 n/a n/a 12 518 889 -

Dieter A. Enkelmann 3 - - n/a n/a

Leonhard H. Fischer 2,4 n/a n/a n/a n/a

Dr. Rolf P. Jetzer 4 n/a n/a - -

Peter Küpfer, Independent Lead Director (bis 30. September 2009) 4 n/a n/a - -

Gareth Penny 4 n/a n/a - -

Monika Ribar Baumann 4 n/a n/a 2 212 838 -

Daniel J. Sauter 4 n/a n/a 351 742 12 518 292

Hugh Scott-Barrett 3 - - n/a n/a

Dr. Béatrice Speiser 1 n/a n/a 4 546 831 -

Charles G.T. Stonehill 4 n/a n/a 14 796

Total - - 19 630 300 12 533 088

1 Dieses Mitglied des Verwaltungsrats stellte sich an der Ordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 nicht zur Wiederwahl.

2

An der Ordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 in den Verwaltungsrat gewählt.

3

Es wurden keine Darlehen an Mitglieder des Verwaltungsrats der GAM Holding AG oder nahe stehende Personen vergeben.

4

Diese Mitglieder traten im Zuge der Aufteilung der früheren Julius Bär Gruppe per 30. September 2009 zurück. Die obige Abbildung ist erforderlich, um die ausstehenden Darlehen in den

Büchern der GAM Holding AG per 31. Dezember 2009 aufzuzeigen. Die an diese Mitglieder vergebenen Darlehen wurden auf die Julius Bär Gruppe AG übertragen. Deshalb stellen sie keine

ausstehenden Darlehen der GAM Holding AG per 31. Dezember 2009 mehr dar und sind folglich in der Abbildung nicht mehr enthalten.

Die den Mitgliedern des Verwaltungsrats gewährten Organdarlehen umfassten Lombardkredite auf gesicherter Basis (Verpfändung von

Wertschriften) und Hypothekarkredite auf fixer und variabler Zinsbasis.

Die Zinssätze der Lombard- und Hypothekarkredite richteten sich nach marktüblichen Sätzen zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, wobei

Mitglieder des Verwaltungsrats auf variablen Hypotheken eine Reduktion von 1% erhielten und ihnen Festhypotheken zum Refinanzierungssatz

plus 0.5% gewährt wurden. Sämtliche Darlehen wurden von der Bank Julius Bär & Co. AG eingeräumt. Seit der Aufteilung der ehemaligen

Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 wurden durch die GAM Holding AG oder deren Tochtergesellschaften keine entsprechenden Darlehen

vergeben.

Bis zur Aufteilung der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 30. September 2009 profitierten die Mitglieder des Verwaltungsrats von Mitarbeiter-

Vorzugskonditionen bei Transaktionen (z.B. für Wertschriften), die durch interne Stellen abgewickelt wurden.

Es bestanden per Jahresende 2009 weder Forderungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Verwaltungsrats (bzw. diesen nahe stehenden

Personen) noch wurden 2009 Darlehen gewährt, deren Konditionen nicht den marktüblichen Sätzen entsprachen.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

117

GAM HOLDING AG


ANZAHL AKTIEN

ANZAHL ERWORBENE (VESTED) OPTIONEN

(ALLE OPTIONEN SIND KAUFOPTIONEN)

AUSÜBUNGSPREISE CHF FÄLLIGKEIT

12.28 20-30 30-40 91.20

Aktien- und Optionsbeteiligungen

der Mitglieder des Verwaltungsrates1 Johannes A. de Gier, Präsident

(ab 1. Oktober 2009) 2, 5 2009 - 783 796 - - - 28.10.12

Raymond J. Bär, Präsident

2008 n/a n/a n/a n/a n/a -

(bis 30. September 2009) 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

31.08.09/

31.03.09/

2008 1 421 910 14 560 45 860 - 31.03.10

28.10.12/

Dieter A. Enkelmann2,4 2009 68 600 78 380 - - 27 412 15.12.10

2008 n/a n/a n/a n/a n/a -

Leonhard H. Fischer3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 n/a n/a n/a n/a n/a -

Dr. Rolf P. Jetzer3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 16 268 - - - - -

Peter Küpfer, Independent Lead Director

(bis 30. September 2009) 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 148 211 - - - - -

Gareth Penny 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 2 600 - - - - -

Monika Ribar Baumann 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 11 132 - 17 470 - - 31.08.09

Daniel J. Sauter 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 26 320 - - - - -

Hugh Scott-Barrett 2 2009 5 000 78 380 - - - 28.10.12

2008 n/a n/a n/a n/a n/a -

Dr. Béatrice Speiser 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 251 200 - - - - -

Charles G. T. Stonehill 3 2009 n/a n/a n/a n/a n/a -

2008 5 200 - - - - -

Total 2009 73 600 940 556 - - 27 412 -

Total 2008 1 882 841 - 32 030 45 860 - -

1

Einschliesslich Aktien- und Optionsbeteiligungen von nahe stehenden Personen. Die für 2008 ausgewiesenen Aktien- und Optionsbeteiligungen beziehen sich auf Aktien bzw. Optionen der

Julius Bär Holding AG.

2

Die Mitglieder des Verwaltungsrats der GAM Holding AG halten erworbene (vested) Optionen, die im Rahmen des 2009 Long Term Incentive Plan der Gruppe eingeräumt (granted) wurden. Die

Optionen können erst ab dem 28. Oktober 2012 ausgeübt werden.

3

Diese Mitglieder des Verwaltungsrats traten per 30. September 2009 im Zuge der Aufteilung der früheren Julius Bär Gruppe zurück. Die obige Abbildung ist erforderlich, um die Aktien- und

Optionsbeteiligungen der Mitglieder des Verwaltungsrats der GAM Holding AG per 31. Dezember 2009 aufzuzeigen. Die Aktien- und Optionsbeteiligungen dieser zurück getretenen Personen

per 31. Dezember 2009 sind daher in dieser Abbildung nicht enthalten.

4

Diese Optionen wurden vor der Aufteilung der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 übertragen. Der Wert dieser Optionen wird anhand des aggregierten Aktienkurses der

GAM Holding AG und der Julius Bär Gruppe AG am Ausübungsdatum bestimmt. Siehe Erläuterung 27.

5

Die Optionen dieses Mitglieds umfassen auch erworbene (vested) Optionen, die ihm in seiner Eigenschaft als Chief Executive Officer der GAM Holding AG eingeräumt (granted) wurden.

118 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


Entschädigung der Geschäftsleitungsmitglieder

PENSIONS-

LEISTUNGS- AKTIEN- KASSEN-

ABHÄNGIGE BASIERTE UND ANDERE

BASISSALÄR ZAHLUNGEN VERGÜTUNGEN 3, 4 BEITRÄGE TOTAL

CHF CHF CHF CHF CHF

Total 1 2009 1 717 873 2 130 358 11 015 715 267 731 15 131 677

Total 2 2008 2 640 579 5 603 000 - 307 847 8 551 426

1

Die ausgewiesenen Entschädigungen für die Mitglieder der Geschäftsleitung für 2009 beinhalten die Entschädigungen aller Mitglieder, die ihr Amt im Jahr 2009 bekleideten. Dies umfasst

die gezahlten oder aufgelaufenen Entschädigungen für die drei Mitglieder der Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG vom 1. Januar 2009 bis zum 30. September 2009 sowie die

Entschädigungen für die drei Mitglieder der Geschäftsleitung der GAM Holding AG vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2009. Sie beinhalten keine Entschädigungen, die der Chief

Executive Officer der GAM Holding AG in seiner Funktion als Präsident der GAM Holding AG erhalten hat; diese sind gesondert auf Seite 116 ausgewiesen.

2

Die ausgewiesenen Entschädigungen für die Mitglieder der Geschäftsleitung für 2008 beinhalten die Entschädigungen für die Mitglieder der Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG. Die

Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG bestand 2008 aus drei Mitgliedern.

3

Der Wert der aktienbasierten Vergütungen kann nicht mit Erläuterung 27, Aktienbasierte Vergütungen, im Finanzbericht des Konzerns für 2009 verglichen werden, da Letzterer die

Entschädigungsausgaben für Aktien und/oder Optionen offenlegt, die während der Berichtsperiode verbucht wurden.

4

Die aktienbasierten Vergütungen für Mitglieder der Geschäftsleitung der GAM Holding AG bestehen aus Optionen, die am 28. Oktober 2009 im Rahmen des 2009 Long Term Incentive Plan

der Gruppe eingeräumt (granted) wurden. Die Optionen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erworben (vested) und können nach Ablauf dieses Zeitraums ab dem

28. Oktober 2012 ausgeübt werden. Die Optionen wurden zum Fair Value unter Berücksichtigung des jeweiligen Erwebszeitpunktes (vesting date) berechnet (CHF 2.48/2.62/2.63/2.55).

PENSIONS-

LEISTUNGS- AKTIEN- KASSEN-

ABHÄNGIGE BASIERTE UND ANDERE

BASISSALÄR ZAHLUNGEN VERGÜTUNGEN 2 BEITRÄGE TOTAL

CHF CHF CHF CHF CHF

Einzelheiten zur Entschädigung des am höchsten bezahlten Mitglieds der Geschäftsleitung

Johannes A. de Gier 1 2009 583 250 - 7 249 659 7 710 7 840 619

Johannes A. de Gier 2008 1 317 333 3 600 000 - 92 627 5 009 960

1

Die ausgewiesene Entschädigung beinhaltet Zahlungen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2009. Sie beinhaltet nicht die zusätzliche Entschädigung, die dieses

Mitglied der Geschäftsleitung in seiner Funktion als Verwaltungsratpräsident der GAM Holding AG erhalten hat. Diese wird gesondert auf Seite 116 ausgewiesen. Die Gesamtentschädigung

beträgt

CHF 8 712 884.

2

Die ausgewiesene aktienbasierte Vergütung besteht aus Optionen, die am 28. Oktober 2009 im Rahmen des 2009 Long Term Incentive Plan der Gruppe eingeräumt (granted) wurden. Die

Optionen werden über einen Zeitraum von drei Jahren erworben (vested) und können erst nach Ablauf dieses Zeitraums ab dem 28. Oktober 2012 ausgeübt werden. Die Optionen wurden zum

Fair Value unter Berücksichtigung des jeweiligen Erwerbszeitpunktes (vesting date) berechnet (CHF 2.48/2.62/2.63/2.55).

Im Jahr 2009 wurde ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung, die das Gremium 2008 oder früher verlassen haben, keine Entschädigung

zugesprochen.

Den Mitgliedern der Geschäftsleitung oder ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung nahe stehenden Personen wurden keine

Entschädigungen zugesprochen.

Mitglieder der Geschäftsleitung, die das Gremium 2009 verlassen haben, erhielten keine Abgangsentschädigung.

Es erfolgten keine zusätzlichen Entschädigungszahlungen an Mitglieder der Geschäftsleitung.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

119

GAM HOLDING AG


Darlehen an Geschäftsleitungsmitglieder 1

31.12.2009 31.12.2008

DARLEHEN AN DARLEHEN AN

NAHE STEHENDE NAHE STEHENDE

DARLEHEN PERSONEN DARLEHEN PERSONEN

CHF CHF CHF CHF

Total - - 1 206 674 -

davon Bernhard Hodler 2 - - 1 200 000 -

1

Im 2009 wurden keine Darlehen an die Mitglieder der Geschäftsleitung der GAM Holding AG vergeben.

2

Bernhard Hodler war bis zur Aufteilung der Geschäftsbereiche der früheren Julius Bär Gruppe am 30. September 2009 Mitglied der Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG. Das

ausstehende Darlehen aus dem Jahr 2008 wurde von der Bank Julius Bär & Co. AG gewährt und deshalb auf die Julius Bär Gruppe AG übertragen. Somit stellt es kein ausstehendes Darlehen

der GAM Holding AG per 31. Dezember 2009 mehr dar.

Die den Geschäftsleitungsmitgliedern gewährten Organdarlehen umfassten Lombardkredite auf gesicherter Basis (Verpfändung von

Wertschriften) und Hypothekarkredite auf fixer und variabler Zinsbasis.

Die Zinssätze der Lombard- und Hypothekarkredite richteten sich nach marktüblichen Sätzen zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses, wobei

Mitarbeiter der ehemaligen Julius Bär Gruppe auf variablen Hypotheken eine Reduktion von 1% erhielten und ihnen Festhypotheken zum

Refinanzierungssatz plus 0.5% gewährt wurden. Sämtliche Darlehen wurden von der Bank Julius Bär & Co. AG bis 30. September 2009

eingeräumt. Seit der Aufteilung der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 wurden durch die GAM Holding AG oder deren

Tochtergesellschaften keine entsprechenden Darlehen bewilligt.

Es bestanden per Jahresende 2009 weder Forderungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung (bzw. diesen nahe stehenden

Personen) noch wurden 2009 Darlehen gewährt, deren Konditionen nicht den marktüblichen Sätzen entsprachen.

Vor dem 1. Oktober 2009 profitierten Mitglieder der Geschäftsleitung von Mitarbeiter-Vorzugskonditionen bei Transaktionen (z.B. für

Wertschriften), die durch interne Stellen abgewickelt wurden.

120 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


ANZAHL AKTIEN

ANZAHL ERWORBENE (VESTED) OPTIONEN

(ALLE OPTIONEN SIND KAUFOPTIONEN)

AUSÜBUNGSPREISE CHF FÄLLIGKEIT

12.28 3 91.20 4

Aktien- und Optionsbeteiligungen

der Geschäftsleitungsmitglieder1,2 Johannes A. de Gier (Chief Executive Officer ab 1. Oktober 2009) 2009 - 783 796 - 28.10.12

2008 n/a n/a n/a -

Dieter Enkelmann

(Group Chief Financial Officer bis 30. September 2009) 2009 n/a n/a n/a -

2008 38 110 - - -

Bernhard Hodler (Group Chief Risk Officer bis 30. September 2009) 2009 n/a n/a n/a -

2008 29 968 - - -

28.10.12/

Scott Sullivan (Group General Counsel) 2009 - 183 225 8 845 15.12.10

2008 8 073 - - -

Andrew Wills (Chief Financial Officer ab 1. Oktober 2009) 2009 - 183 225 - -

2008 n/a n/a n/a -

Total 2009 - 1 150 246 8 845 -

Total 2008 76 151 - - -

1

Die Abbildung enthält die Mitglieder der Geschäftsleitung der Julius Bär Holding AG vom 1. Januar 2009 bis zum 30. September 2009 sowie die Mitglieder der Geschäftsleitung der

GAM Holding AG vom 1. Oktober 2009 bis 31. Dezember 2009.

2

Einschliesslich Aktien- und Optionsbeteiligungen von nahe stehenden Personen. Die für 2008 ausgewiesenen Aktien- und Optionsbeteiligungen beziehen sich auf Namenaktien bzw. Optionen

auf Namenaktien der Julius Bär Holding AG.

3

Die Mitglieder der Geschäftsleitung der GAM Holding AG halten erworbene (vested) Optionen, die am 28. Oktober 2009 im Rahmen des 2009 Long Term Incentive Plan der Gruppe

eingeräumt (granted) wurden. Die Optionen können erst ab dem 28. Oktober 2012 ausgeübt werden. Die Optionen von Johannes A. de Gier umfassen auch erworbene (vested) Optionen, die

ihm in seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident der GAM Holding AG eingeräumt (granted) wurden, zusätzlich zu jenen, die ihm in seiner Funktion als Chief Executive Officer der

GAM Holding AG eingeräumt (granted) wurden.

4

Diese Optionen wurden vor der Aufteilung der ehemaligen Julius Bär Gruppe am 1. Oktober 2009 erworben (vested). Der Wert dieser Optionen wird anhand des aggregierten Aktienkurses

der GAM Holding AG und der Julius Bär Gruppe AG am Ausübungsdatum bestimmt. Siehe Erläuterung 27.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

121

GAM HOLDING AG


ANTRAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINN/(-VERLUST)

Bilanzgewinn/(-verlust)

122 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

2009

1000 CHF

Vortrag des Vorjahres 8 135

Gewinn/(Verlust) für das Geschäftsjahr -607 652

Total Bilanzgewinn/(-verlust) -599 517

Zuweisung von Andere Reserven 599 517

Vortrag auf neue Rechnung -

Der Verwaltungsrat beantragt der Ordentlichen Generalversammlung, den Bilanzverlust in der Höhe von CHF 599 516 799 mit Andere Reserven

zu verrechnen.

Der Verwaltungsrat

Zürich, 26. Februar 2010


GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

123

GAM HOLDING AG


124 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


«Zukunftsbezogene Erklärungen»

Der vorliegende Geschäftsbericht kann Aussagen enthalten, die

sogenannte «zukunftsbezogene Erklärungen» darstellen. Hierzu zählen

beispielsweise Aussagen über den Ausblick des finanziellen Erfolgs

der Gesellschaft, die zukünftigen Pläne und Ziele sowie deren

voraussichtliche Auswirkung auf das Geschäft der Gesellschaft und

ihre zukünftige Entwicklung. Die Gesellschaft hat sich bemüht, diese

zukunftsgerichteten Erklärungen durch die Verwendung von Begriffen

wie «kann», «sollte», «erwartet», «beabsichtigt», «geht davon aus»,

«antizipiert», «prognostiziert», «meint», «sagt voraus» und ähnliche

Ausdrücke hervorzuheben. Solche Erklärungen werden auf der

Basis von Annahmen und Erwartungen getroffen, die sich, obwohl

die Gesellschaft sie zum gegebenen Zeitpunkt für vernünftig hält,

als falsch erweisen können, da zukunftsgerichtete Erklärungen

notgedrungen Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die dazu

führen können, dass sich die tatsächlichen Entwicklungen und

Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen unterscheiden. Zu

diesen Risiken und unsicheren Faktoren zählen unter anderem die

Auswirkungen und die Veränderungen der Fiskal- und Geldpolitik,

sowie von steuerrechtlichen Vorschriften, Währungsschwankungen; die

Auswirkungen des derzeitigen Wirtschaftsumfelds auf die Finanzlage

oder Bonität der Kunden und der Vertragspartner der Gesellschaft; die

Fähigkeit der Gesellschaft, Mitarbeiter anzuwerben und zu binden, die

erforderlich sind, um Einkünfte zu erzielen und das Geschäft effizient

zu führen; mögliche politische, rechtliche und regulatorische

Entwicklungen, wie z.B. die Auswirkungen strikterer Kapital- und

Liquiditätsvorschriften; Änderungen bei Rechnungslegungsstandards

oder -grundsätzen; Begrenzungen der Effektivität der internen

Risikomanagementprozesse der Gesellschaft, wie z.B. durch das

Auftreten betrieblichen Versagens; politische und soziale

Entwicklungen, wie z.B. Krieg, Unruhen oder Terroranschläge; ein

ungünstiger Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und sonstige

Schadensmöglichkeiten; Veränderungen der Grösse, Ressourcen und

der Effektivität von Konkurrenten der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist

nicht verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Erklärungen aus

irgendeinem Grund zu aktualisieren oder zu ändern und schliesst

eine solche Verpflichtung explizit aus.

GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009

125


GAM HOLDING AG

Klausstrasse 10

Postfach

CH-8034 Zürich

Schweiz

T +41 (0) 58 426 37 00

F +41 (0) 58 426 30 31

gamholding@gam.com

INVESTOR RELATIONS

Thomas Schneckenburger

T +41 (0) 44 256 88 33

gam@bluechip-financial.ch

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Die englische Version ist rechtlich bindend.

126 GAM Holding AG Geschäftsbericht 2009


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