Jahresbericht 2012 - FUK-Mitte

fuk.mitte.de

Jahresbericht 2012 - FUK-Mitte

DER LÄNDER SACHSEN-ANHALT UND THÜRINGEN

JahresBericht

2012

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Gesetzliche Unfallversicherung


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

I M P R E S S U M

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Gesetzliche Unfallversicherung

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Geschäftsstelle Sachsen-Anhalt

Carl-Miller-Straße 7

39112 Magdeburg

Telefon:

Telefax:

E-mail:

Seite 2

0391 544590

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sachsen-anhalt@fuk-mitte.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Iris Petzoldt

Komm. Geschäftsführerin der FUK Mitte

Redaktion, Konzept:

Kerstin Lämmerhirt

Druck:

City Druck Erfurt GmbH

Auflage: 200

Rechtliche Hinweise:

Geschäftsstelle Thüringen

Magdeburger Allee 4

99086 Erfurt

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Texte, Fotos und Gestaltung sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck und Verbreitung sind nur nach

Rücksprache und bei Nennung der Quelle gestattet.

© 2013 Feuerwehr-Unfallkasse Mitte. Alle Rechte vorbehalten.


V O R W O R T

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Jahresbericht 2012

als spezieller Unfallversicherungsträger für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren steht die

Feuerwehr-Unfallkasse seit nunmehr zwanzig Jahren in den Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt für

eine fachspezifische, maßgeschneiderte Prävention und eine individuelle, qualifizierte und zeitnahe

Betreuung ihrer Versicherten.

Die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen tragen damit dem

ehrenamtlichen Engagement der über 125 Tausend Angehörigen der

Freiwilligen Feuerwehren, die in ganz besonderem Maße für die

Gesellschaft tätig werden, Rechnung. Sie würdigen mit diesem speziellen

Träger der gesetzlichen Unfallversicherung das Risiko, das die

Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren bei ihren Einsätzen für ihr

eigenes Leben und ihre Gesundheit eingehen.

Im Jahr 2012 konnten wir ein neues, differenziertes Mehrleistungssystem

beschließen, das den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren

zusätzlich zu den gesetzlichen Leistungen ein hohes Maß an finanzieller

Sicherheit nach einem Unfall im Feuerwehrdienst, insbesondere nach

einem Unfall im Einsatzdienst, bietet. Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

nimmt damit gemeinsam mit den anderen Feuerwehr-Unfallkassen in

Deutschland eine Spitzenposition ein.

Gemeinsam mit unseren Partnern in der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehr-Unfallkassen und unserem

Kooperationspartner, der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord, haben wir große Anstrengungen in

der Prävention unternommen, um die Zahl der Unfälle zu senken, zumindest aber ihre Art und Schwere zu

beeinflussen und damit für einen sichereren Feuerwehrdienst zu sorgen.

Unser Dank gilt allen, die sich seit 1992 für die Eigenständigkeit der Feuerwehr-Unfallversicherung in

Sachsen-Anhalt und Thüringen eingesetzt und mit dafür gesorgt haben, dass eine leistungsfähige

Einrichtung mit einer soliden wirtschaftlichen Basis und angemessenen, stabilen Beiträgen gewachsen ist,

die die Mitbestimmung der Feuerwehrangehörigen in den Selbstverwaltungsorganen garantiert und

daher große Akzeptanz bei ihren Versicherten und Mitgliedern genießt.

Wir danken Ihnen für die Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit ebenso wie den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FUK Mitte, die wesentlich zur breiten Anerkennung der Feuerwehr-

Unfallkasse Mitte durch ihre kompetente und engagierte Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr

beigetragen haben.

Peter Ahlgrim

Vorsitzender des Vorstandes

Erfurt, im April 2013

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

A L L G E M E I N E S

Kurzdarstellung

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte ist der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für alle Angehörigen

der Freiwilligen Feuerwehren der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Bei ihr sind nicht nur die aktiven Einsatzkräfte, sondern auch die Angehörigen der Jugendfeuerwehr und

Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehren versichert.

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte leistet eine zielgenaue feuerwehrspezifische Präventionsarbeit, schnelle

und umfassende Aktenbearbeitung und kann dem bei ihr versicherten Personenkreis zusätzlich ein sehr gut

ausgebautes Mehrleistungssystem bieten.

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte ist bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten für die

Durchführung des gesamten Rehabilitationsverfahrens des bei ihr versicherten Personenkreises zuständig.

So steuert, koordiniert und überwacht sie die Heilbehandlung, erbringt Leistungen zur Teilhabe am

Arbeitsleben, am Leben in der Gemeinschaft und sich darauf ergänzende Leistungen sowie Leistungen bei

Pflegebedürftigkeit. Darüber hinaus zahlt sie beim Eintritt eines Versicherungsfalles Geldleistungen zur

Sicherung des Lebensunterhaltes, wie Verletztengeld oder Verletztenrente.

Sitz der Kasse

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte hat ihren Hauptsitz in

Magdeburg/Sachsen-Anhalt. Sie unterhält eine Geschäftsstelle in

Erfurt/Thüringen. Durch diese Regionalisierung kann die individuelle

Betreuung der Versicherten und der Mitgliedsunternehmen besser und

„kundenorientierter“ wahrgenommen werden.

Aufsichtsbehörde

Die Aufsicht über die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte führt das

Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

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S E R V I C E

Öffentlichkeitsarbeit

Jahresbericht 2012

Zur Darstellung der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte in der Öffentlichkeit wird unter anderem die

gemeinsame Informationsschrift der Feuerwehr-Unfallkassen „FUK-Dialog“ genutzt. Diese

Informationsschrift erscheint quartalsweise und wird allen Gemeindeverwaltungen und Feuerwehren

kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Der FUK-Dialog enthält Beiträge über die Arbeit der Feuerwehr-Unfallkassen, erläutert Neuerungen bzw.

Änderungen im Rahmen der Prävention, stellt deren Leistungsumfang dar und informiert über den

gesetzlichen Unfallversicherungsschutz.

In Kooperation mit der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse

Nord wird zweimal im Jahr „Der Sicherheitsbrief“

herausgegeben und an die Feuerwehren im

Zuständigkeitsbereich verteilt. In dieser Präventionsschrift für

den Feuerwehrdienst wurden 2012 unter anderem die Themen

„Aussondern statt Aufheben – wenn veraltete und ausgesonderte

Ausrüstungsgegenstände zur Gefahr werden“ oder „Einsätze

und Unfälle durch extreme Wetterlagen“ behandelt.

Aktuelle Informationen werden weiterhin auf der Internetseite der

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte unter www.fuk-mitte.de veröffentlicht.

In frischem Design und verbessertem Aufbau kann hier

in dem Informationsangebot zu den Themen Versicherungsschutz,

Prävention und Leistungen gestöbert werden.

Beratung der Versicherten

Am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge (ehemals Brand- und

Katastrophenschutzschule) in Sachsen-Anhalt sowie an der Thüringer Landesfeuerwehr- und

Katastrophenschutzschule Bad Köstritz informieren die Mitarbeiter der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

anlässlich von Fortbildungsveranstaltungen regelmäßig Seminarteilnehmer zum gesetzlichen

Unfallversicherungsschutz, zur Unfallverhütung im Feuerwehrdienst und zum Leistungsumfang der

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte.

Außerhalb dieser Seminare werden von den Mitarbeitern der Präventions- und Leistungsabteilung

regelmäßig zusätzliche Informationsveranstaltungen für Feuerwehrangehörige und Bürgermeister direkt

vor Ort durchgeführt.

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

S E L B S T V E R W A L T U N G

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Die

Organe der Selbstverwaltung sind die Vertreterversammlung und der Vorstand. Die

Selbstverwaltungsorgane sind paritätisch besetzt, d. h. sowohl Vertreterversammlung als auch Vorstand

setzen sich aus der gleichen Anzahl von Vertretern der Versicherten und Vertretern der Träger des

Brandschutzes zusammen. Die Mitglieder werden in den alle sechs Jahre stattfindenden

Sozialversicherungswahlen gewählt. Sie üben ihr Amt ehrenamtlich, d. h. neben ihrer eigentlichen

beruflichen Tätigkeit, aus. Listenträger sind die kommunalen Arbeitgeberverbände und die

Landesfeuerwehrverbände. Die Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane und deren Ausschüsse sind an

den Entscheidungen der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte maßgeblich beteiligt.

Vertreterversammlung

Die Vertreterversammlung, als oberstes Organ, beschließt u. a. Änderungen der Satzung oder von

Unfallverhütungsvorschriften. Weiterhin stellt sie den Haushaltsplan und die Höhe der jährlichen Umlage

fest. Im Jahr 2012 wurden diese und weitere Themen in zwei Sitzungen behandelt.

Vorstand

Der Vorstand verwaltet die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte. Als Exekutivorgan vertritt er die Feuerwehr-

Unfallkasse Mitte gerichtlich und außergerichtlich. Er trifft besondere Verwaltungsentscheidungen. Im

Berichtsjahr befasste sich der Vorstand in zwei Sitzungen u. a. mit Themen wie der Jahresrechnung, dem

Jahresbericht, der Anlage und Verwaltung des Vermögens, Personalangelegenheiten, dem Haushalts-

und Stellenplan und der Höhe des Umlagebeitrages. Eine weitere Sitzung, gemeinsam mit dem Vorstand

der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord, beschäftigte sich mit realisierten und neuen

gemeinsamen Präventionsprojekten.

Besondere Ausschüsse

Zur Erledigung bestimmter Aufgaben haben Vertreterversammlung und Vorstand Ausschüsse gebildet. Sie

treffen für die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte in bestimmten Angelegenheiten Entscheidungen, die

verbindlichen Charakter haben. Hierzu zählen der Rentenausschuss, der Widerspruchsausschuss und der

Vermögensanlageausschuss. Auch diese Ausschüsse sind paritätisch besetzt. Im Jahr 2012 fanden in

regelmäßigen Abständen Sitzungen des Renten-, des Widerspruchs- und des

Vermögensanlageausschusses statt.

Über die Zusammensetzung der Selbstverwaltungsorgane und deren Ausschüsse informieren die

Übersichten ab Seite 8.

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Forum Selbstverwaltung

Jahresbericht 2012

Nach der Sozialwahl 2011 und den konstituierenden Sitzungen ihrer Vertreterversammlungen und

Vorstände hatten die Feuerwehr-Unfallkassen vom 28.02. bis 01.03.2012 nach Potsdam geladen, um die

ehrenamtlichen Mitglieder der Gremien in die „Geheimnisse der Selbstverwaltung“ bei den

Unfallversicherungsträgern einzuweihen. Neben dem Thema „Die Feuerwehr-Unfallkassen im System der

Sozialversicherung“ wurden auch die Bereiche Präventionssteuerung sowie Rehabilitation und

Entschädigung behandelt.

Mit einem „Markt der Möglichkeiten“ wurde den Teilnehmern ein Ausschnitt aus den Aktivitäten und

Projekten der Feuerwehr-Unfallkassen auf dem Gebiet der Prävention gezeigt.

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Sachsen-Anhalt

Thüringen

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

V E R T R E T E R V E R S A M M L U N G

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Gruppe der Versicherten Gruppe der Träger des Brandschutzes

Ordentliche Mitglieder

Achim Schmechtig, Genthin

Karl-Heinz Krafzek, Nebra

Lothar Lindecke, Schermcke

(Vorsitzender)

Jochen Müller, Harzgerode

Joachim Jaretzki, Seebach

Holger Münch, Arnstadt

André Wagner, Alkersleben

Andreas Beck, Plaue

Stellvertreter

Hilmar Altenstein, Nienburg

Armin Vinzelberg, Bretsch

Olaf Nitzke, Klein Wanzleben

Hans-Jürgen Langrock, Wittenberg

Hans Schubert, Lützen

Ines Ratajek, Halle

Heidi Krug, Erfurt

Michael Schwabe, Plaue

Andreas Keller, Gera

Jörg Deubert, Kranichfeld

Uwe Schulze, Köthen

Helge Langenhan, Magdeburg

Torsten Seelig, Kemberg

Heiko Liebenehm, Magdeburg

Richard Rossel, Zella-Mehlis

Berthold Steffen, Triptis

Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Stuttgart

(stellv. Vorsitzender)

Klaus Thielemann, Meinigen

Michael Ziche, Salzwedel

Gerd Ludwig, Oschersleben

Hans-Joachim Schneider, Jessen

Konrad Fuchs, Gardelegen

Klaus Hempel, Stadtroda

Klaus Lamprecht, Suhl

Arno Vetter, Wiesbaden

Dagmar Dittmer, Wiehe

Stand: Dezember 2012


Sachsen-Anhalt

Thüringen

V O R S T A N D

Gruppe der Versicherten Gruppe der Träger des Brandschutzes

Ingo Kaufhold, Breitenfeld

1. Stellv.: Karin Wunderlich, Salzwedel

2. Stellv.: N.N.

Matthias Winter, Zörbig

1. Stellv.: Janek Rieche, Benneckenstein

2. Stellv.: N.N.

Lars Oschmann, Plaue

(stellvertretender Vorsitzender)

1. Stellv.: Jens Stubenrauch, Jena

2. Stellv.: Andreas Clemen, Schmalkalden

Steffen Höntsch, Gera

1. Stellv.: Stefan Heine, Frienstedt

2. Stellv.: Harald Hilpert, Erfurt

Peter Ahlgrim, Magdeburg

(Vorsitzender)

1. Stellv.: Manfred Steffen, Magdeburg

2. Stellv.: Dietmar Brettschneider, Jessen

Klaus Schmotz, Stendal

1. Stellv.: Klemens Koschig, Dessau-Roßlau

2. Stellv.: Michael Stöhr, Egeln

Uwe Möller, Ichtershausen

Jahresbericht 2012

1. Stellv.: Gabriele Klotz, Bad Klosterlausnitz

2. Stellv.: Martin Bierbrauer, Crossen

Klaus Brodführer, Schleusingen

1. Stellv.: Werner Schmidt, Wipfratal

2. Stellv.: Wilfried Machold, Katzhütte

Stand: Dezember 2012

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

A U S S C H Ü S S E

Mitglieder des Rentenausschusses

Sachsen-Anhalt Achim Schmechtig

Thüringen Harald Hilpert

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Vertreter der Versicherten Vertreter der Träger des Brandschutzes

Hilmar Altenstein (Stellvertreter)

Andreas Beck (Stellvertreter)

Mitglieder des Widerspruchsausschusses

Sachsen-Anhalt Ingo Kaufhold

Thüringen Holger Münch

Karl-Heinz Krafzek (Stellvertreter)

André Wagner (Stellvertreter)

Mitglieder des Vermögensanlageausschusses

Steffen Höntsch (TH)

Matthias Winter (ST) (Stellvertreter)

Delegierte für die Mitgliederversammlung der DGUV

Harald Hilpert (TH)

Lars Oschmann (TH) (Stellvertreter)

Klemens Koschig

Gerd Ludwig (Stellvertreter)

Klaus Brodführer

Martin Bierbrauer (Stellvertreter)

Manfred Steffen

Klemens Koschig (Stellvertreter)

Klaus Thielemann

Richard Rossel (Stellvertreter)

Peter Ahlgrim (ST)

Uwe Möller (TH) (Stellvertreter)

Helge Langenhan (ST)

Peter Ahlgrim (ST) (Stellvertreter)

Stand: Dezember 2012


P R Ä V E N T I O N

Jahresbericht 2012

Als zuständiger Unfallversicherungsträger für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren hat die

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte die gesetzliche Verpflichtung, mit allen geeigneten Mitteln für die Verhütung

von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und für eine wirksame

Erste Hilfe zu sorgen (§ 14 SGB VII).

Dieser Verpflichtung kommen die Aufsichtspersonen durch Beratungen der Städte und Gemeinden als

Träger des Brandschutzes, aber auch durch Ausbildung, Aufklärung und Überwachung von Maßnahmen

zur Unfallverhütung und Gewährleistung des Gesundheitsschutzes in den Feuerwehren beider

Bundesländer nach.

Die Präventionsabteilung der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte hat sich auch im letzten Jahr noch verstärkter

als Partner der Freiwilligen Feuerwehren und deren Träger verstanden und damit einen weiteren Schritt

vom Überwacher zum Berater vollzogen.

Die im Zusammenhang mit der Planung von Baumaßnahmen oder aber auch aufgrund von Unfällen in

Feuerwehrhäusern erforderlichen sicherheitstechnischen Überprüfungen von Feuerwehreinrichtungen

stellen ein wesentliches Tätigkeitsfeld in der Prävention dar.

Des Weiteren haben Beratungen und kritische Beurteilungen von geplanten Neu-, Um- und

Ausbaumaßnahmen einen sehr hohen Stellenwert, da hier die technischen Voraussetzungen für die

Unfallverhütung im Feuerwehrhaus für die Zukunft beeinflusst werden können. In diesem Sinne standen

neben dem Gedankenaustausch bei Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen die Beurteilung von

gegenwärtigen Zuständen in den Feuerwehren sowie die Schulung und Weiterbildung der

Feuerwehrangehörigen im Vordergrund der Bestrebungen aller Mitarbeiter der Abteilung Prävention.

Alle Maßnahmen wurden mit dem klaren Ziel der Förderung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes initiiert

und umgesetzt. Bei allen Tätigkeiten - sowohl mit den Trägern des Brandschutzes als auch den

Mitgliedern der Feuerwehren selbst - wurde stets Wert auf eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit bzw.

Aufarbeitung und Lösungsfindung gelegt.

Im Jahr 2012 wurden die Aufsichtspersonen der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte ihren Verpflichtungen und

gesetzlichen Aufgaben u. a. durch nachfolgend aufgeführte Maßnahmen gerecht:

Besichtigungen

Im Aufsichtsgebiet Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden im Berichtsjahr 2012 insgesamt 79

Besichtigungen durch die Aufsichtspersonen durchgeführt. Die durchgeführten sicherheitstechnischen

Überprüfungen wurden einerseits im Zuge des gesetzlichen Auftrages durch eigene Einladung,

andererseits aber auch im Zusammenhang mit geplanten Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen und auf

Anforderung der Trägergemeinde der jeweiligen Feuerwehr durchgeführt. Zu geringe Stellplatz- und

Torgrößen, keine bzw. nicht ausreichende Sanitäreinrichtungen, Mängel an elektrischen Anlagen und

Betriebsmitteln, beim Betrieb von „Schlauchtürmen“ und die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten waren

auch im Jahr 2012 einige der häufigsten Gründe für Beanstandungen.

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Bauberatungen und Stellungnahmen zu Bauplanungen

Insgesamt wurden 41 schriftliche Stellungnahmen

zu geplanten Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen

abgegeben, die den Trägern der Feuerwehr

hilfreiche Grundlage waren, um ihre Bauvorhaben

zu verwirklichen. Gegebenenfalls wurde durch die

Aufsichtspersonen auf Mängel in den

Bauplanungen hingewiesen.

Außerdem wurden 52

Bauberatungen zu geplanten

Neubauvorhaben, Um- und

Ausbaumaßnahmen sowohl in

den Geschäftsstellen als auch

vorwiegend vor Ort mit

Vertretern der zuständigen

Städte, Gemeinden und

Verwaltungsgemeinschaften,

Architekten und Bauingenieuren

sowie mit Feuerwehrangehörigen durchgeführt.

Ergänzend hierzu wurden durch die Mitarbeiter der

Präventionsabteilung schriftliche und telefonische Beratungen zu

sicherheitstechnischen Maßnahmen durchgeführt, z. B. zu Fragen der persönlichen Schutzkleidung, zur

Fahrzeugsicherheit, zum Umgang mit Feuerwehrtechnik und zur Prüfung von elektrischen Anlagen und

Geräten. Bei Bedarf und Anforderung wurden die entsprechenden Schriften und Broschüren versandt.

Unfalluntersuchungen und BK-Ermittlungen

Schwere Unfälle bzw. nicht eindeutig nachvollziehbare Ereignisse wurden, neben der allgemeinen

Auswertung des Unfallgeschehens und der Unfallschwerpunkte des Jahres 2012, vor Ort genauer

untersucht, um daraus Rückschlüsse zur zukünftigen Vermeidung bestimmter Gefahren zu ziehen bzw.

diese Unfälle generell zu verhindern. Ursachen für Unfälle bzw. die damit verbundenen Verletzungen

waren auch in diesem Jahr u. a. Atemwegsvergiftungen, Umgang mit der Motorkettensäge, Osterfeuer,

Unfälle rund um das Feuerwehrfahrzeug sowie Unfälle im und um das Feuerwehrhaus.

Im Rahmen der Amtshilfe für andere Unfallversicherungsträger wurden zwei Berufskrankheiten-

Ermittlungen durchgeführt.

Untersagungen/Anordnungen

Im Berichtsjahr 2012 wurden im Ergebnis der Besichtigungs- und Überwachungstätigkeit durch die

Aufsichtspersonen auch 6 Untersagungen bzw. Anordnungen zu Schlauchaufzugseinrichtungen, einem

defekten Verlängerungskabel und der Nutzung veralteter Feuerwehr-Hakengurte ausgesprochen.

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Schulungs- und Informationsmaterialien

Jahresbericht 2012

Für die Landkreise, Städte und Gemeinden sowie für alle Feuerwehren wurde durch die Feuerwehr-

Unfallkasse Mitte eine Vielzahl an Schulungs- und Informationsmaterialien bereitgestellt und versandt.

Zu den 2012 veröffentlichten Schulungs- und Informationsmaterialien für alle Feuerwehren zählen u. a.

das Medienpaket „Die sichere Einsatzstelle“, dazugehörig die gleichlautende Wandzeitung (Plakat), der

Wandkalender 2013, der Flyer „FUK-CIRS“ (Erfassungssystem für Beinahe-Unfälle) sowie die

GUV-Informationen „Sicherheit im Feuerwehrdienst“ (GUV-I 8651), „Anleitung zur Ersten Hilfe“ (GUV-I

503) und „Einsatz an Photovoltaikanlagen“ (GUV-I 8657).

Zu den 2012 veröffentlichten Schulungs- und Informationsmaterialien für die Landkreise zählt die

GUV-Information „GHS - Global Harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von

Gefahrstoffen“ (GUV-I 8658) mit den dazugehörigen Plakaten „Brand- und Explosionsgefahren“,

„Physikalisch-chemische Gefahren und Umweltgefahren“ und

„Gesundheitsgefahren“.

Seminare und Schulungen

Weitere erstellte und an alle Feuerwehren beider Bundesländer versandte

Präventionsmaterialien, die im Rahmen der Kooperationsvereinbahrung

zwischen der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) und

der FUK Mitte entstanden, sind „Der Sicherheitsbrief Nr. 31“, „Der

Sicherheitsbrief Nr. 32“, das Plakat „Vorwärts nimmer, Rückwärts immer!“,

die Taschenkarte „Gefährliche Stoffe und Güter“, ein Aufkleberbogen

„Das Wichtigste an Bord sind Sie!“ und für die Jugendfeuerwehr das

Informationsheft „Gefahr erkannt - Gefahr gebannt!“.

Im Berichtszeitraum 2012 wurden insgesamt 14 Seminare und Schulungen zur Aus- und Weiterbildung

von Führungskräften, Wehrleitern/Wehrführern, Kreisbrandinspektoren/Kreissicherheitsbeauftragten und

Sicherheitsbeauftragten der Freiwilligen Feuerwehren von den Mitarbeitern der Präventionsabteilung der

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte durchgeführt. An den Landesfeuerwehrschulen Heyrothsberge und Bad

Köstritz nahmen im Jahr 2012 an diesen Veranstaltungen insgesamt 637 Feuerwehrangehörige teil.

Weiterhin wurden mehrere Vorträge zum Thema „Unfallverhütung in den Feuerwehren“ in verschiedenen

Landkreisen und Verwaltungsgemeinschaften durchgeführt.

Mitarbeit in anderen Institutionen

Ein Mitarbeiter der Geschäftsstelle Sachsen-Anhalt war 2012 als stellvertretender Leiter des

Fachbereiches „Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ (FB FHB) und als Leiter des Sachgebietes

„Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung tätig.

Der Fachbereich befasst sich mit Fragen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Bereiche

Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfeleistungsorganisationen, Katastrophenschutz und Technisches Hilfswerk.

Darüber hinaus werden hier alle Belange des betrieblichen Brandschutzes behandelt.

Das Sachgebiet berät und informiert u. a. mit Fachrundschreiben, Publikationen über neue Erkenntnisse,

Unfallereignisse und aktuelle Schwerpunkte der Präventionsarbeit.

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Präventi on

Auch 2012 nahmen alle Mitarbeiter der Abteilung Prävention an Fortbildungslehrgängen teil, wie z. B. an

den DGUV-Akademien in Bad Hersfeld, Hennef und Dresden, an der Landesfeuerwehrschule Thüringen

und am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge (IBK).

Informationsveranstaltung für Sachbearbeiter Brandschutz

Am 15.11.2012 fand eine erste Informationsveranstaltung für die Sachbearbeiter Brandschutz der

Städte und Gemeinden aus Sachsen-Anhalt am Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge

(IBK) statt. Damit kam die FUK Mitte einer Anregung der Vertreterversammlung nach, diese

Sachbearbeiter als Bindeglied zwischen der FUK Mitte und den Sicherheitsbeauftragten der Feuerwehren

mit den Belangen der FUK vertraut zu machen und ihnen u. a. zu aufzuzeigen, welche Aufgaben die

Sicherheitsbeauftragten haben. Diese Veranstaltung wurde sehr gut angenommen.

Neben den Zusammenhängen der gesetzlichen Unfallversicherung, dem Versicherungsschutz und den

Leistungen/Mehrleistungen der FUK Mitte wurde den 59 Teilnehmern anhand von Präsentationen,

Materialien, Videoclips und Filmen durch die Mitarbeiter der Präventionsabteilung die Bedeutung der

Unfallverhütung und die Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten in den Feuerwehren näher erläutert.

Weitere Themen waren u. a. die Rechte, Aufgaben und Pflichten der Träger des Brandschutzes, die sich

für sie gemäß Brandschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, Vorschriften des Sozialgesetzbuches VII,

Satzung und Unfallverhütungsvorschriften der FUK Mitte ergeben sowie weitere gemeinsam mit anderen

Feuerwehr-Unfallkassen durchgeführte Präventionsprojekte, Präventionskampagnen und

Kooperationsprojekte.

Von den Teilnehmern wurde angeregt, Schulungsveranstaltungen zu aktuellen Themen in regelmäßigen

Abständen durchzuführen.

Informationsseminar für die Kreisbrandmeister für Sicherheit und

Stadtsicherheitsbeauftragten

Anfang November fand das zweitägige Seminar der „Kreisbrandmeister für Sicherheit“ der FUK Mitte in

Finsterbergen statt. Die jährliche Weiterbildungsveranstaltung wurde bereits zum 17. Mal durchgeführt.

Teilnehmer waren die Kreissicherheitsbeauftragten aus Sachsen-Anhalt sowie die Kreisbrandmeister für

Sicherheit und Stadtsicherheitsbeauftragten aus Thüringen.

Im Seminar wurden den Teilnehmern Rettungstechniken im Wandel der Zeit und die Rettungskette im

Thüringer Wald vorgestellt. Neben den allgemeinen Informationen der FUK Mitte erhielten die

Teilnehmer auch Informationen zur Unfallverhütung beim Gerätehausbau und zur Verkehrsregelung durch

die Feuerwehr. Ein weiteres Thema war die sportwissenschaftliche Betreuung der Feuerwehren im Bereich

der FUK Mitte. Hierbei wurden die neuesten Ergebnisse des betreuten Feuerwehrtrainings ausgewertet

und den Teilnehmern die praktische Möglichkeit geboten, ihr eigenen Energieverbrauch bestimmen zu

lassen.

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Sportwissenschaftliche Beratung, FUK-Fitnesstest und betreutes

Training

Jahresbericht 2012

Mit Hilfe einer fachkundigen sportwissenschaftlichen Beratung und eines betreuten Trainings konnte durch

die FUK Mitte auch im Jahr 2012 der für die Feuerwehren kostenlose „FUK-Fitnesstest“ angeboten

werden. Ziel dieser Präventionsleistungen war es, aufbauend auf einer sportwissenschaftlichen Betreuung

vor Ort die körperliche Leistungsfähigkeit der teilnehmenden Feuerwehrangehörigen, insbesondere von

Atemschutzgeräteträgern, unter Beachtung der Anforderungen des arbeitsmedizinischen Dienstes und zur

Vermeidung von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu erhöhen.

Die sportwissenschaftlichen Beratungen fanden im Frühjahr und Herbst statt und wurden in den

Räumlichkeiten der Feuerwehren durchgeführt. Für die teilnehmenden 233 aktiven Mitglieder aus 8

Feuerwehren der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden u. a. die leistungsdiagnostischen

Untersuchungen des Herz-Kreislauf-Systems und die dazugehörigen Auswertungsgespräche durchgeführt

und darauf aufbauende, individuell abgestimmte Trainingsempfehlungen zur Verbesserung der

Leistungsfähigkeit erstellt. Zu den hieran teilnehmenden Feuerwehren gehörten Eisleben (ST), Hörselgau

(TH), Jessen (ST), Jüchsen (TH), Melchendorf (TH), Saalfeld (TH), Stendal (ST) und Weimar (TH).

Neben einer individuellen Auswertung des Leistungsstandes jedes einzelnen Feuerwehrangehörigen

erhielten auch die Feuerwehren eine Gesamtauswertung ihrer Teilnehmer.

Das betreute Training fand wöchentlich mit ca. 100 Feuerwehrangehörigen in Hörselgau, Jessen, Plaue

(TH), Saalfeld und Weimar statt. Es herrschte seitens der Teilnehmer die einhellige Meinung, dass Spaß,

eine fachspezifische Betreuung und gruppenorientiertes Training die Motivation zur regelmäßigen

Durchführung von Sportmaßnahmen deutlich erhöht und die Grundlage für weitere organisierte sportliche

Aktivitäten in den Feuerwehren ist.

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

R E H A B I L I T A T I O N U N D L E I S T U N G E N

Die Prävention bzw. Unfallverhütung steht bei der der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte an erster Stelle. Trotz

aller Erfolge bei ihrer Präventionsarbeit treten immer wieder Versicherungsfälle, d. h. Arbeitsunfälle,

Wegeunfälle und Berufskrankheiten ein.

In diesen Fällen ist der bei der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte Versicherte durch ein komplettes

Betreuungssystem abgesichert. Er hat einen gesetzlichen Anspruch auf Leistungen zur Heilbehandlung und

medizinischen Rehabilitation, weiterhin auf Leistungen zur beruflichen und sozialen Teilhabe sowie auf

Geldleistungen, einschließlich satzungsmäßiger Mehrleistungen.

Das Reha-Management der FUK Mitte

Wir haben im Jahr 2012 begonnen, das Reha-Management bei der FUK Mitte einzuführen. Ziel des

Reha-Managements ist es, bei schwierigen Fallkonstellationen durch Koordination und Vernetzung aller

notwendigen Maßnahmen die Gesundheitsschäden, die Versicherte durch einen Arbeits- oder

Wegeunfall erlitten haben, zu beseitigen oder zu bessern, eine Verschlimmerung zu verhüten oder deren

Folgen zu mildern und eine zeitnahe und dauerhafte berufliche und soziale Wiedereingliederung sowie

eine selbstbestimmte Lebensführung zu erreichen. Auf der Grundlage eines gemeinsam erstellten Reha-

Plans unter partnerschaftlicher Einbindung aller am Verfahren

Beteiligten koordinieren und begleiten Reha-Manager die

medizinische Rehabilitation und die Teilhabeleistungen.

Um in dem Prozess des Reha-Managements erfolgreich agieren

und das damit verbundene hohe Maß an Kommunikation,

Planung und Prozesssteuerung bewältigen zu können, nehmen

seit März 2012 zwei Mitarbeiter der FUK Mitte am

berufsbegleitenden Zertifikatsstudiengang „Rehabilitationsmanagement

in der gesetzlichen Unfallversicherung“ teil, den

sie voraussichtlich im April 2013 erfolgreich beenden werden.

Durch diese innerbetriebliche Weiterbildung sollen die

Versicherten der FUK Mitte durch die zukünftigen Reha-

Manager noch aktiver bei ihrer medizinischen, beruflichen

und sozialen Rehabilitation unterstützt und begleitet werden.

Seite 16


Jahresbericht 2012

Inklusion – Der Beitrag der FUK Mitte für eine inklusive Feuerwehr

Nachdem der Vorstand des Spitzenverbandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) am

29.11.2011 in Berlin einstimmig einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

beschlossen hatte, waren die gesetzlichen Unfallversicherungsträger aufgefordert, einen nachhaltigen

Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft zu leisten.

Die FUK Mitte erbringt nach einem Unfall – entsprechend ihres gesetzlichen Auftrags – aktiv alle

medizinischen und außermedizinischen Leistungen zur Rehabilitation einschließlich der Leistungen zur

Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft sowie ergänzende Leistungen aus einer

Hand. Sie stellt die betroffenen Menschen mit dem Ziel der Förderung ihrer Selbstbestimmung im Sinne

des Sozialgesetzbuches (SGB) IX in den Mittelpunkt und orientiert sich an der Behindertenrechtskonvention

der Vereinten Nationen. Dazu zählt auch, dass bei Bedarf Hilfen zur Bewältigung der Anforderungen des

täglichen Lebens und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie zur Führung eines möglichst

selbständigen Lebens bereitgestellt werden.

Auch in den Feuerwehren ist der Begriff Inklusion schon längst kein Fremdwort mehr, sondern bereits

gelebte Praxis. Menschen mit Behinderungen können eher selten in der aktiven Einsatzabteilung der

Feuerwehr tätig werden. Der Träger des Brandschutzes hat bei der Übertragung von Aufgaben auf die

Feuerwehrangehörigen je nach Art der Tätigkeiten zu berücksichtigen, ob sie befähigt sind, die für die

Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Aufgabenerfüllung zu beachtenden Bestimmungen und

Maßnahmen einzuhalten. Er darf also diejenigen, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine Arbeit ohne

Gefahr für sich oder andere auszuführen, nicht mit einer gefahrbringenden Arbeit beschäftigen.

Dennoch steht einer Aufnahme von Menschen mit Behinderungen in das Hilfeleistungsunternehmen

Freiwillige Feuerwehr nichts im Weg. Beim Ansatz der Inklusion geht es dabei nicht um die aktive

Tätigkeit im Feuerwehr-Einsatzdienst. In jeder Feuerwehr gibt es Aufgabenbereiche, bei denen auch

Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Kenntnisse, Begabungen und Kreativität sowie ihre

geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen können. Die Bandbreite reicht hier von

der Übernahme von Verwaltungsarbeiten, der Prüfung und Pflege der Geräte und Ausrüstungen über die

Unterstützung der Jugendfeuerwehr, die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Aktionen im

Gemeinwesen oder beim jährlichen Feuerwehrfest.

Die FUK Mitte unterstützt den Inklusionsgedanken und die Aufnahme von Menschen mit Behinderungen in

die Feuerwehren. Sie berät die Brandschutzträger bei dienstrechtlichen Fragen, bezüglich der

Aufgabenübertragung und des Versicherungsschutzes.

Menschen mit Behinderung in der Freiwilligen Feuerwehr sind nach den gleichen Grundsätzen gesetzlich

unfallversichert wie die übrigen Angehörigen der Feuerwehr auch. Dabei ist der Umfang der versicherten

Tätigkeit nicht nur auf Einsätze und Übungen beschränkt, sondern umfasst alle Verrichtungen, die dem

Hilfeleistungsunternehmen Freiwillige Feuerwehr dienen.

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Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Die unsichtbare Verletzung – Unfälle mit Schockeinwirkung

Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr werden bei Brandeinsätzen oder Verkehrsunfällen mit schweren

Personenschäden oder gar tödlichen Verletzungen großen psychischen Belastungen ausgesetzt. Die

meisten Versicherten, die ein psychisches Trauma (Schock) erleiden, sind nach kurzer Zeit in der Lage,

dieses Trauma ohne eine besondere Behandlung zu bewältigen. In einigen Fällen sind aber

therapeutische Hilfen notwendig, um die Arbeitsfähigkeit im Zivilberuf und auch im Feuerwehrdienst

möglichst rasch wiederherzustellen.

Im Berichtsjahr 2012 war bei der FUK Mitte ein steter

Anstieg gemeldeter Fälle, die mit einem belastenden

Ereignis im Feuerwehrdienst verbunden waren, zu

verzeichnen.

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte steht ihren Versicherten

zur Seite, indem die Versicherten an ausgewählte

Spezialisten vermittelt werden, die mit gezielten

Behandlungsmethoden helfen, das Wohlbefinden der

Betroffenen wieder zu stabilisieren.

Im Juni 2012 wurde der "StiSi" - Stichpunkt Sicherheit

"Psychosoziale Notfallversorgung - PSNV" verfasst,

der auf der Internetseite der FUK Mitte im

Downloadbereich den Betroffenen, aber auch den

Feuerwehrführungskräften mit hilfreichen Informationen

zur Verfügung steht.

Das Unfallgeschehen im Jahr 2012

Die Anzahl der gemeldeten Unfälle sank im Jahr 2012 auf 1.521 Fälle. Das entspricht einem Rückgang

von fast 6 % gegenüber dem Vorjahr.

Durch die Präventionsanstrengungen der FUK Mitte konnte ein Rückgang der Unfälle im

Feuerwehreinsatz- und Übungsdienst erreicht werden. Dafür war ein Anstieg der Unfälle im Rahmen von

Feuerwehrsport und bei Feuerwehrveranstaltungen zu verzeichnen. Bemerkenswert war im Berichtsjahr

auch der Anstieg gemeldeter Unfälle im Bereich der Jugendfeuerwehr um 15 %.

Weitere Informationen und Übersichten zu Unfallschwerpunkten und Gesundheitsschäden sind in dem

Kapitel „Eckdaten“ (ab Seite 21) enthalten.

Seite 18


R E C H T U N D R E G R E S S

Rechtsmittel

Jahresbericht 2012

Die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte erlässt rechtsbehelfsfähige Bescheide, z. B. Bescheide über die

Gewährung oder Nichtgewährung von Verletztenrenten, Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder

von Mehrleistungen, aber auch über die Ablehnung eines Arbeitsunfalles aus unterschiedlichen Gründen.

Der Bescheidempfänger erhält zugleich den rechtlichen Hinweis, dass er gegen die getroffene

Entscheidung Widerspruch einlegen kann, wenn er mit dieser nicht einverstanden ist. Ist der Widerspruch

begründet, so ist diesem von der erlassenden Stelle abzuhelfen. Das können der Rentenausschuss oder

auch die Verwaltung sein und bedeutet, dass der rechtswidrige Bescheid ganz oder teilweise

aufgehoben und ein neuer Bescheid erlassen wird. Ist der Widerspruch dagegen unbegründet, wird die

Angelegenheit an den Widerspruchsausschuss verwiesen und durch den Widerspruchsausschuss der

Feuerwehr-Unfallkasse Mitte ein Widerspruchsbescheid erlassen. Mit der dort getroffenen Entscheidung

wird der Bescheidempfänger auf seine Rechte hingewiesen, in welcher Form und bei welchem

Sozialgericht er gegen die Entscheidung im Widerspruchsverfahren Klage erheben kann.

Bei der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte konnten im Jahr 2012 insgesamt 82 Ereignisse aus unterschiedlichen

Gründen nicht als Arbeitsunfall anerkannt werden. Gegen 14 dieser Entscheidungen wurde vom

Rechtsbehelf des Widerspruchs Gebrauch gemacht. In 5 Fällen wurde gegen die im

Widerspruchsverfahren getroffene Entscheidung Klage bei einem Sozialgericht eingereicht.

Widerspruchsverfahren

Anhängige Verfahren am 01.01.2012 4

Zugänge 2012 14

insgesamt anhängig 18

Erledigung im Laufe des Jahres durch

Widerspruchsbescheid 14

Abhilfe 1

Zurücknahme 1

sonstiger Art -

Noch anhängig am 31.12.2012 2

Regress

Klageverfahren

Anhängige Verfahren am 01.01.2012 17

Zugänge 2012 5

insgesamt anhängig 22

Erledigung im Laufe des Jahres durch

Zurücknahme 2

Vergleich 1

Urteil (Klageabweisung) 3

Urteil (Klagestattgebung) -

Noch anhängig am 31.12.2012 16

Werden Versicherungsfälle durch Dritte schuldhaft verursacht, kann die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte für

die ihr hierdurch entstandenen Aufwendungen Ersatz verlangen. Dies ist möglich, da die zivilrechtlichen

Schadenersatzansprüche des Versicherten im Augenblick des Unfalles auf die Feuerwehr-Unfallkasse

Mitte gesetzlich übergeleitet werden.

Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gebietet es der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte, jeden

anerkannten Arbeitsunfall auf Regressfähigkeit zu überprüfen, denn die hier eingenommenen Mittel

fließen in die Einnahmen ein und beeinflussen so indirekt die finanzielle Ausstattung der Kasse bis hin zur

Beitragsgestaltung für die Gemeinden, Städte und Landkreise.

Die Einnahmen sind auch im Jahr 2012 leicht zurück gegangen und lagen bei 50.650,00 EUR. Derzeit

stehen Entscheidungen in Zivilprozessen aus, bei denen auch über Haftungsquoten und damit über

Regresseinnahmen entschieden wird.

Seite 19


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

B E I T R A G U N D F I N A N Z E N

Beitragsentwicklung

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden bei der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

ausschließlich von den Mitgliedsunternehmen, nämlich den kreisfreien Städten, Gemeinden und

Landkreisen, finanziert. Die Aufwendungen der Kasse für die Entschädigungsleistungen,

Präventionsaufgaben und für die Kosten der Verwaltung sowie für die Ansammlung der Betriebsmittel

und der Rücklage werden jährlich auf die Mitgliedsunternehmen nach den vom Statistischen Landesamt

zum 31. Dezember des vorvergangenen Jahres veröffentlichten, amtlich festgestellten Einwohnerzahlen

umgelegt.

Mit dem Haushaltsplan 2012 wurde von der Vertreterversammlung für das Berichtsjahr ein

Umlagevorbeitrag in Höhe von insgesamt 0,75 EUR pro Kopf der Wohnbevölkerung beschlossen und im

Frühjahr 2013 bestätigt. Damit blieb der Beitrag wie die Jahre zuvor konstant.

Betriebsmittel - Rücklagen - Verwaltungsvermögen - Sondervermögen

Der Bestand der Betriebsmittel zum Stichtag 31.12.2012 beträgt 2.349.536,39 EUR, das sind 65,61 %

des zulässigen Höchstbetrages gemäß § 172 SGB VII (Sozialgesetzbuch VII) i. V. m. § 21 der Satzung.

Zum Ausgleich der Jahresrechnung wurde den Betriebsmitteln ein Betrag in Höhe von 168.199,23 EUR

entnommen.

Die Anlagen der Rücklage weisen zum 31.12.2012 einen Bestand von 1.159.466,49 EUR auf, das sind

97,13 % des zulässigen Höchstbetrages. Die gesamten umlageunwirksamen Zinseinnahmen aus der

Rücklage in Höhe von 23.389,81 EUR wurden gemäß Beschluss des Vorstandes umlageunwirksam der

Rücklage zugeschrieben.

Dem Verwaltungsvermögen konnte ein Betrag in Höhe von 40.123,79 EUR zugeführt werden, sodass ein

Bestand von 92.691,82 EUR zum 31.12.2012 erreicht wurde. Hier handelt es sich um liquide Mittel,

Gegenstände der beweglichen Einrichtung und Darlehen an Gemeinden und den Dachverband.

Für das Sondervermögen der übertragenen Aufgabe „Entgeltfortzahlung an private Arbeitgeber“ ließ

sich am 31.12.2012 ein Bestand in Höhe von 117.487,69 EUR nachweisen. Die Ausgaben beliefen sich im

Jahr 2012 auf 44.005,04 EUR, die Zinseinnahmen auf 196,89 EUR. Die Erhebung einer Sonderumlage im

Land Thüringen kann daher voraussichtlich weiter ausgesetzt werden.

Das Sondervermögen wurde zum Fusionszeitpunkt der Feuerwehr-Unfallkassen Thüringen und Sachsen-

Anhalt zur Feuerwehr-Unfallkasse Mitte im Jahr 2007 aus dem Vermögen der Feuerwehr-Unfallkasse

Thüringen herausgelöst und für die Erledigung der per Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz

übertragenen Aufgabe der Erstattung der Entgeltfortzahlung an private Arbeitgeber zur Verfügung

gestellt.

Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich das Gesamtvermögen der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte zum

Stichtag 31.12.2012 um 152.981,65 EUR auf insgesamt 3.731.201,85 EUR. Gründe hierfür sind

steigende Leistungsausgaben, der andauernde Bevölkerungsrückgang mit Auswirkungen auf die

Einnahmen aus Umlagebeiträgen und verminderte Erträge aus dem Vermögen auf Grund der Finanzkrise.

Seite 20

FUK Sachsen-Anhalt

FUK Thüringen

FUK Mitte

0,80 €

0,60 €

0,40 €

0,20 €

Fusionszeitpunkt

1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011


E C K D A T E N

Versichertenzahlen

Bei der Feuerwehr-Unfallkasse Mitte zählen zu den versicherten Personen:

Sachsen-Anhalt*

35.433

63

11.339

12.968

Thüringen*

38.728

117

11.271

13.538

40000

35000

30000

25000

20000

15000

10000

5000

0

aktive Mitglieder in 1.633 Freiwilligen Feuerwehren

Beschäftigte in Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren

Mitglieder in 1263 Jugend- und Kinderfeuerwehren

Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen

aktive Mitglieder in 1.684 Freiwilligen Feuerwehren

Beschäftigte in Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren

Mitglieder in 1.008 Jugendfeuerwehren

Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen

aktive Mitglieder Jugendfeuerwehr/

Kinderfeuerwehr

Alters- und

Ehrenabteilung

Jahresbericht 2012

Sachsen-Anhalt

Thüringen

Beschäftigte

* Quellen: „Ereignisbericht der Feuerwehr – Jahresbericht 2011“ des Ministeriums für Inneres und Sport

des Landes Sachsen-Anhalt sowie „Jahresbericht 2011 über Einsätze im Brandschutz, in der Allgemeinen

Hilfe und im Katastrophenschutz“ des Thüringer Innenministeriums.

Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2012 lagen zum Zeitpunkt der Drucklegung noch nicht vor.

Seite 21


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Unfallzahlen

Aufteilung der gemeldeten Unfälle (1521 Fälle gesamt, beide Länder, 2012)

200

150

100

50

0

Aufschlüsselung nach Zuständigkeit

Abgaben an

andere

Leistungsträger

135

Seite 22

- Thüringen -

(654 Fälle)

Abgaben an

andere

Leistungsträger

184

Ablehnungen

37

Anerkennungen

bzw. in

Bearbeitung

482

- Sachsen-Anhalt -

(867 Fälle)

Ablehnungen

45

Anerkennungen

bzw. in

Bearbeitung

638


Jahresbericht 2012

Aufteilung nach Feuerwehrdienstzugehörigkeit(anerkannte und in Bearbeitung befindliche Unfälle)

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

Einsatzabteilung Jugendfeuerwehr Alters- und Beschäftigte/

Ehrenabteilung Hauptamtliche

Sachsen-Anhalt 440 186 2 10

Thüringen 394 83 4 1

Aufteilung nach Unfallort und unfallauslösendem Gegenstand (beide Länder)

8%

0%

1%

1%

15%

35%

Fw-Haus (innen)

Fw-Haus (außen)

Einsatzstelle

10%

Ausbildungs-, Übungs-, Wettkampfort

Gewässer

Alarmfahrt

sonstige Wege

häuslicher Bereich

Sonstiges

8%

22%

29%

15%

7%

Fw-Technik

Wetter

Gebäudeteile

phys. Einwirkungen

chem. Einwirkungen

Lebewesen

6%

Sport- und Wettkampfgerät

Gelände/Straße

Sonstiges

Sachsen-Anhalt

638 Fälle

Thüringen

482 Fälle

4%

25%

4%

2%

8%

Seite 23


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Unfallschwerpunkte

Aufteilung nach Art des Feuerwehrdienstes

Seite 24

Brandbekämpfung

Technische Hilfeleistung

Abwehr sonstiger Gefahren

Rettungsdienst

Übungs- und Schulungsdienst

Wettbewerbe

Arbeits-und Werkstättendienst

Körperschulung und Sport

Feuerwehrdienstliche Veranstaltungen

Sachsen-Anhalt (638 Fälle) Thüringen (482 Fälle)

sonstiges

1

2

9

14

18

17

22

26

36

37

49

49

57

66

64

93

135

139

139

147


Aufteilung nach Art des Schädigungsereignisses (1120 Fälle gesamt, beide Länder)

Aufteilung nach verletzten Körperteilen (1120 Fälle gesamt, beide Länder)

6%

21%

8%

17%

13%

2% 2%

1%

5%

4%

1%

1%

3%

5%

7% 6%

1%

5%

3%

13%

1% 1%

4% 4%

3%

10%

1%

19%

Jahresbericht 2012

5% 4%

9%

14%

Seite 25


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Aufwendungen

Aufwendungen für Heilbehandlung und Rehabilitationsleistungen

Leistungsart Kosten 2012 in Euro

Ambulante Heilbehandlung, z. B.

- Aufwendungen für Ärzte

- Arznei-, Heil- und Hilfsmittel

- physikalische Therapien

Seite 26

337.904,14

Zahnersatz 8.881,35

stationäre Heilbehandlung, häusliche Krankenpflege 201.415,26

sonstige Heilbehandlungskosten, z. B.

- Leistungen bei Pflege

- Fahrt- und Transportkosten

- Leistungen zur Teilhabe am Gemeinschaftsleben

173.264,45

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 76.276,51

Gesamtaufwendungen 797.741,71

350.000,00

300.000,00

250.000,00

200.000,00

150.000,00

100.000,00

50.000,00

0,00

ambulante

Heilbehandlung

stationäre

Heilbehandlung,

häusliche Krankenpflege

sonstige

Heilbehandlungskosten

Leistungen zur Teilhabe

am Arbeitsleben

Zahnersatz


Aufwendungen für Geldleistungen

Jahresbericht 2012

Leistungsart Kosten 2012 in Euro

Gesetzliche Geldleistungen 752.583,17

Verletztengeld 150.079,38

Renten an Versicherte (inkl. Gesamtvergütung) 469.272,17

Renten an Hinterbliebene 129.391,62

Sterbegeld 3.840,00

Satzungsmäßige Mehrleistungen 573.241,57

Tagegeld 199.445,33

Mehrleistungen zum Verletztengeld 27.113,12

Mehrleistungen zu den Renten an Versicherte 214.204,50

Mehrleistungen zu den Renten an Hinterbliebene 33.598,62

Mehrleistungen zum Sterbegeld 2880,00

Einmalige Mehrleistungen 96.000,00

Gesamtaufwendungen 1.325.824,74

Renten an

Hinterbliebene

17%

Renten an

Versicherte

(inkl.

Gesamtvergütung)

62%

Sterbegeld

1%

Ausgaben für gesetzliche

Geldleistungen 2012

Verletztengeld

20%

Mehrleistungen

zum

Sterbegeld

0%

Mehrleistungen

zu

den Renten

an Hinterbliebene

6%

Mehrleistungen

zu

den Renten

an

Versicherte

37%

Einmalige

Mehrleistungen

17%

Tagegeld

35%

Ausgaben für satzungsmäßige

Mehrleistungen 2012

Mehrleistungen

zum

Verletztengeld

5%

Seite 27


Feuerwehr-Unfallkasse Mitte

Umlagerechnung

Aufwendungen (Ausgaben) 2012 EURO

Kontenklasse 4/5

40 Ambulante Heilbehandlung 337.904,14

45 Zahnersatz 8.881,35

46 Stationäre Behandlung 201.415,26

47 Verletztengeld bei Heilbehandlung 150.079,38

48 Sonstige Heilbehandlungskosten 173.264,45

49 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 76.276,51

50-52 Renten an Verletzte und Hinterbliebene 592.132,61

51 Beihilfen 6.531,18

56 Mehrleistungen 573.241,57

57 Sterbegeld 3.840,00

58 Leistungen bei Unfalluntersuchungen 15.948,89

59 Prävention 621.703,59

Kontenklasse 6

63 Vermögensaufwendungen 999,28

67 Zuführung zu den Betriebsmitteln 0,00

671 Zuführung zur Rücklage 0,00

672 Zuführung zum Verwaltungsvermögen 40.000,00

69 Sonstige Aufwendungen 623,05

Kontenklasse 7

70/71 Persönlicher Verwaltungsaufwand 550.641,55

72/73 Sächliche Verwaltungskosten 84.007,57

74 Aufwendungen für die Selbstverwaltung 22.735,58

75 Vergütung an andere für Verwaltungsarbeit 59.679,52

76 Kosten der Rechtsverfolgung 2.853,77

77 Kosten der Unfalluntersuchung u. Feststellung der Entschädigung 707,80

Gesamt 3.523.467,05

Erträge (Einnahmen) 2012 EURO

Kontenklasse 2

20 Umlageforderung 3.236.625,03

22 Säumniszuschläge 271,50

Kontenklasse 3

32 Zinserträge 35.678,55

35 Einnahmen aus Ersatzansprüchen 50.650,70

370 Entnahmen aus den Betriebsmitteln 168.199,23

371 Entnahmen aus der Rücklage 0,00

372 Entnahmen aus dem Verwaltungsvermögen 0,00

39 Sonstige Einnahmen 32.0420,04

Gesamt 3.523.467,05

Seite 28


Vermögensrechnung

Jahresbericht 2012

Aktiva 2012 EURO

Kontenklasse 0

00 Sofort verfügbare Zahlungsmittel 348.353,72

01 Forderungen 187.317,79

02 Kurz-,mittel-und langfristige Guthaben ohne

Rücklage

1.770.123,71

02 Guthaben für Entgeltfortzahlung Thüringen 117.487,69

04 Sonstige Aktiva 55.760,63

05 Anlagen der Rücklage 1.159.466,49

06 Mittel und Forderungen des

Verwaltungsvermögens

76.209,51

07 Bestände des Verwaltungsvermögens 16.482,31

09 Rechnungsabgrenzung

Verwaltungsvermögen

0,00

Gesamt 3.731.201,85

Passiva 2012 EURO

Kontenklasse 1

10 Betriebsmittel 2.349.536,39

1190 kurzfristige Verpflichtungen 12.019,46

1191 Entgeltfortzahlung Thüringen 117.487,69

15 Rücklage 1.159.466,49

160 Verwaltungsvermögen 92.691,82

Gesamt 3.731.201,85

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