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Zur Entwicklung einer

analytischen l ti h

Bewertungsskala für

mündliche Prüfungen


Bewertungsbögen für unsere

Abschlussprüfungen

(hochschulspezifisch, Bezug

auf fC Curriculum), i l )

gültig für alle Sprachen Sprachen, die

im FZHB unterrichtet werden

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Wichtige g Vortragspunkte: g p

• Faktoren, die die Leistungsbeurteilung

bestimmen

• Gütekriterien

• Prüfungsbeispiele

• Kriterien und Struktur unserer analytischen

Skala

• Ergebnisse der Erprobung

• Ausblick

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Hauptgütekriterien der

TTesttheorie tth i

Objektivität: Durchführungsobjektivität,

Auswertungsobjektivität, g j , Objektivität j der Interpretation p

Reliabilität: Messgenauigkeit g g oder Zuverlässigkeit g

eines Tests

Validität: inhaltliche Validität, Konstruktvalidität,

kriterienbezogene

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


• Ökonomie

kurze Durchführungszeit

wenig i MMaterialbedarf t i lb d f

einfache Handhabung

schnelle h ll AAuswertung t

• Transparenz (Fairness und Vergleichbarkeit)

• Auswirkungen (Dlaska und Krekeler 2009)

( („impact“ i “ BBachmann h und d PPalmer l 1996)

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Grundlage für unseren

kompetenzorientierten Unterricht:

der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen

• die Kann-Beschreibungen für die mündliche

Interaktion

• di die Sprachhandlungen

S hh dl

• die Deskriptoren

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Finnisch – A2.1 - Planung g einer Reise

Woher? Wohin? Womit? Mit wem?

Henkilöt: Anna, Maria ja Petri

(P (Personen) )

He tekevät kiertomatkan:

(S (Sie machen eine Rundreise) )

Bremen – Lontoo – Skotlanti – Irlanti – Dublin – Lontoo –

Amsterdam – Belgia – Luxemburg – München – Berliini

Bremen

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Bewertungsskala:

holistisch oder analytisch?

Globaleindruck

punktuelle p Analyse y

der qualitativen

Aspekte des

Sprachgebrauchs

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Wahl der Deskriptoren und

Gewichtung

• Inhaltliche Bewältigung der Aufgabe (Vollständigkeit, Relevanz,

Originalität): 5 Punkte

• Pragmatische Kompetenz (Textsortenadäquate Realisierung von

Sprachhandlungen und Strategien; Flüssigkeit; Interaktion): 20

Punkte

• Sprachliche Kompetenz (Korrektheit in Grammatik und Wortschatz;

Angemessenheit und Komplexität in Grammatik, Grammatik Wortschatz, Wortschatz Stil):

20 Punkte

• Sprachliche Kompetenz (Aussprache und Intonation): 5 Punkte

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Abstufung

In den meisten Bögen:

• Punkte

oder knappe Bemerkungen:

• angemessen – nicht angemessen

• ja / teilweise nein/ mehr oder weniger / fehlerhaft

/unverständlich

Für eine fundierte Begründung:

Spezifizierung der Deskriptoren des GERs

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Beherrschung der Aussprache und

Intonation - Niveau A2

5 spricht i ht kl klar und d gut t verständlich; tä dli h

fremder Akzent stört nicht; die

Betonung wird meist korrekt

GER: Die Aussprache ist im

Allgemeinen klar genug, um trotz

eingesetzt

eines e es merklichen e c e Akzents e s

4 spricht meist klar und verständlich; der

fremde Akzent stört kaum;

verstanden zu werden; manchmal

wird aber der Gesprächspartner

gelegentliche g g Fehler in der

Betonung

um Wiederholung g bitten müssen

3 Aussprache- und Betonungsfehler, die

zum Teil die Kommunikation

beeinträchtigen

2 Viele Aussprachefehler, die die

Kommunikation beeinträchtigen

1 wegen der vielen Aussprache- und

Betonungsfehler ist die

Kommunikation nicht wirklich

möglich

WIR:

• Verständlichkeit

• Akzent

• Betonung

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Sprachliche Kompetenz (Korrektheit in Grammatik und Wortschatz;

Angemessenheit und Komplexität in Grammatik, Grammatik Wortschatz, Wortschatz Stil) -

Niveau A2

17 -

20

13 -

16

beherrscht begrenzten grundlegenden Wortschatz und elementare

grammatikalische Mittel, meist fehlerfrei und angemessen

verfügt über begrenzten grundlegenden Wortschatz und elementare

grammatikalische g Mittel, Fehler treten ggelegentlich g auf

9 - verwendet erlernten Wortschatz in noch ausreichendem Maße und einfache, ,

12 grammatikalisch nicht immer korrekte Strukturen; das Verständnis ist noch

gewährleistet

5 - 8 Wortschatz und Grammatik weisen Lücken auf; häufig gravierende Fehler

1 - 4

kann sich nicht verständlich äußern; erhebliche Lücken im Wortschatz und

Grammatik

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Pragmatische Kompetenz (Textsortenadäquate Realisierung von

Sprachhandlungen und Strategien; Flüssigkeit; Interaktion)

Niveau B1 Niveau B2

iinteragiert i iin gleichmäßigem

l i h äßi kkann spontan interagieren, i i mit i

Tempo und kann sich -

Sicherheit, angemessen und

überwiegend ohne Hilfe oder

flüssig am Gespräch sich

lange Pausen - frei am Gespräch

beteiligen

beteiligen

nimmt aktiv und in recht

nimmt spontan und flüssig am

gleichmäßigem Tempo am

Gespräch teil, zeigt eine gewisse

Sicherheit, auch wenn er / sie

manchmal a c a Pausen ause bbraucht, auc t, ssich c

verbessert oder einen Satz neu

anfängt

Gespräch teil, zeigt eine gewisse

Sicherheit, kann seine / ihre

Aussagen gezielt erläutern,

braucht kaum Hilfe

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Inhaltliche Bewältigung der Aufgabe

(Vollständigkeit, Relevanz, Originalität) - Niveau B2 - C1

5 erfüllt füll umfassend f d und d anschaulich h li h di die gestellte ll AAufgabe; f b

strukturiert Gedanken klar und nachvollziehbar

4 kann die Aufgabe angemessen bewältigen; stellt überwiegend

klare Zusammenhänge her

3 erfüllt die gestellte Aufgabe; manchmal sind die Gedanken unklar

und die Ideen nicht immer relevant

2 erfüllt die gestellte Aufgabe nur teilweise; liefert kaum Argumente

1 erfüllt die gestellte Aufgabe sehr eingeschränkt; kann keine

zusammenhängende Gedanken äußern

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Wie bereite ich mich auf die

mündliche Prüfung vor?

Wie setze ich die Aufgabe inhaltlich um?

• Gehe ich auf alle Punkte umfassend oder teilweise etwas zu knapp ein?

Wie gelingt die Interaktion?

• Gelingt es mir, auf meinen Gesprächspartner einzugehen?

Mit welchen sprachlichen Mitteln wird die Aufgabe gelöst?

• Setze ich den Wortschatz angemessen und sicher ein, muss ich einige

Wörter umschreiben oder fällt es mir schwer die richtigen Ausdrücke zu

verwenden?

Sind die Äußerungen von der Aussprache und Betonung her gut

verständlich? tä dli h?

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen


Ergebnisse unserer Erprobung

Engg

Fin

A1 A1.1 1 A1 A1.2 2 A1 A2 A2.1 1 A2 A2.2 2 A2 B1 B1.1 1 B1 B1.2 2 C1 C1.1 1

Ita 21 8 9

NL

Pol 6 4 9 7 2 2

Sch

(48) 11 10 9

Zur Entwicklung einer analytischen Bewertungsskala für mündliche Prüfungen

9

6

4


Positive Rückmeldung

• Unsere Kollegin für Niederländisch sagte:

“Während der Prüfung brauchte ich die Kriterien

nicht kontinuierlich im Auge zu halten, sondern

konnte mich sehr gut auf die

Prüfungskandidaten und deren mündliche

Äußerungen konzentrieren. Ich hatte genug Zeit,

mir zu jedem Studierenden Notizen zu machen,

die ich im Anschluss an der Prüfung für die

Bewertung benutzen konnte.“

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Positive Rückmeldung

schnell h ll und d lleicht i ht zu dder BBeurteilung t il

Ökonomisch weil: eil

• kurze Durchführungszeit

• wenig Materialbedarf

• einfache Handhabung

• schnelle Auswertung (Spielraum in der

Punktvergabe: man kann im Detail

differenzieren)

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Positive Rückmeldung

• Globalurteil und analytische Skala

stimmen überein

• DDurch h di die PPunktevergabe kt b kkann man di die

Gewichtung verschieben, wenn das für

eine Sprache oder ein Niveau nötig ist (am

Beispiel Finnisch)

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Positive Rückmeldung

den Studenten gegenüber:

Transparenz, Objektivität und Fairness:

• sie i waren mit it dden BBewertungskriterien t k it i vertraut t t

• die Gewichtung war eindeutig

• wir haben ihnen eine Rückmeldung gegeben

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Negative Aspekte

1. für das Niveau A1.1 ist der Bogen zu vielfältig

2. Wortschatz und Grammatik passten nicht

immer zusammen

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Ausblick

1. Weitere Erprobung und Evaluierung (eventuell

sprach- und niveauspezifische ÄÄnderungen)

2. Schriftliche Rückmeldung

3. Schulung (Bezug auf den GER, Fehleranalyse…)

4. Austausch mit den Kollegen aus anderen

Sprachenzentren

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Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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Bibliographische Hinweise:

Bach, G. & Timm, Johannes-Peter (Hrsg.) (20094 ). Englischunterricht. Grundlagen und

Methoden einer handlungsorientierten Unterrichtspraxis. Narr Francke: Tübungen.

Bachmann, L.F. & Palmer, A.S. (1996). Language testing in practise. Designing and

developing useful language tests. Oxford: Oxford University Press.

Caspari, D., Grotjahn R. & Kleppin, K. (2010). Testaufgaben und Lernaufgaben. In

Porsch, R., Tesch, B. & Köller, O. (Hrsg.) Standardbasierte Testentwicklung und

Leistunsgmessung Leistunsgmessung. Französisch in der Sekundarstufe II. Münster Münster, New York, York

München, Berlin: Waxmann, 46 - 68.

Dlaska, A. & Krekeler, C. (2009). Sprachtests: Leistungsbeurteilungen im

Fremdsprachenunterricht evaluieren und verbessern. Baltmannsweiler: Schneider

Verlag Hohengehren.

Eckes, T. (2005). Evaluation von Beurteilungen. Psychometrische Qualitätssicherung mit

dem Multifacetten-Rasch-Modell. Zeitschrift für Psychologie, 213 (2), 77-96.

Europarat (Hrsg.) (2001). Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen:

lernen, lehren, beurteilen. Berlin: Langenscheidt.

Grunder, H.U. & Bohl, T. (Hrsg.) (20083 ). Neue Formen der Leistungsbeurteilung in den

SSekundarstufen k d t f I und d II. II Baltmannsweiler: B lt il Schneider S h id VVerlag l HHohengehren. h h

Lienert, G.A. & Raatz, U. (19986 ). Testaufbau und Testanalyse. Frankfurt am Main:

Athenäum Verlag.

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