Hinweise für die Jagd in den Schleswig-Holsteinischen ...

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Hinweise für die Jagd in den Schleswig-Holsteinischen ...

Hinweise für die Jagd in den

Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF)

Herzlich willkommen in den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten!

Bitte beachten Sie als Jagdgast die folgenden Hinweise:

1_ Mit den Grundentgelten für Jahresjagderlaubnisscheine (mit/ohne Pirschbezirk),

Kurzjagderlaubnisscheine und Tagesjagderlaubnisscheine sowie den Standgeldern für die

Teilnahme an Gemeinschaftsjagden ist die Erlegung von Nieder- und Raubwild, Kitzen,

Schmalrehen, Ricken, Rehböcken der Klasse I, Kälbern, Schmal- und Alttieren sowie

Schmalspießern von Rot-, Dam- und Sikawild sowie von Frischlingen und Überläufern

abgegolten. Den Inhaberinnen und Inhabern von Jahresjagderlaubnissen wird zusätzlich die

kostenfreie Erlegung eines Rehbocks der Klasse II eingeräumt.

Für die Erlegung von Trophäenträgern werden durch die SHLF zusätzliche Erlegungsentgelte

nach den jeweils gültigen Sätzen zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer in Rechnung

gestellt.

Die Trophäen mit Unterkiefer zeigen Sie bitte der zuständigen Revierleitung innerhalb einer

Woche vor und stellen sie nach Aufforderung für Hegeschauen zur Verfügung. Das Grundentgelt

für die Erlegung von Trophäenträgern des Hochwildes wird auf die endgültigen Kosten

angerechnet, bei Erfolglosigkeit jedoch nicht erstattet.

Die Jagd darf nur durch den Berechtigten selbst ausgeübt werden. Der Erlaubnisschein ist nicht

übertragbar, es dürfen keine weiteren Personen zur Jagdausübung mitgenommen oder

hinzugezogen werden. Nicht jagende Begleitpersonen sind – auf eigene Gefahr und unter

Ausschluss jeglicher Haftung – von dieser Regelung ausgenommen.

2_ Erlegtes Schalenwild ist vor der weiteren Verwertung unverzüglich unter Vorlage der

Wildbegleitscheine bei der zuständigen Revierleitung zu melden, vorzuzeigen bzw. abzuliefern.

Die aktuellen Wildbrethygienevorschriften sind zu beachten. Bitte weisen Sie sich gegenüber der

Revierleitung als „kundige Person“ in der Wildbrethygiene nach der EU-Verordnung 853/2004

aus. Die Verwendung bleifreier Büchsenmunition wird begrüßt. Aufbrüche sind für Greifvögel

unzugänglich zu machen, soweit Sie nicht bleifreie Geschosse verwenden..

3_ Auf der Einzeljagd erlegtes Schalenwild kann durch den/die Erleger(in) erworben werden. Die

Bezahlung erfolgt innerhalb von 5 Tagen nach Erlegung bei der Revierleitung in Bar oder per

Rechnung.

4_ Der Abschuss wildernder Hunde und Katzen ist nicht gestattet. Deren Vorkommen ist der

Revierleitung unverzüglich anzuzeigen.

5_ Auf die Erfüllung des vorgegebenen Abschusses für Schalenwild ist besonderer Wert zu legen.

Die Erfüllung von mindestens 80 % des übertragenen Abschusses in zwei aufeinanderfolgenden

Jahren wird erwartet. Mit der Erlegung ist frühzeitig nach Beginn der jeweiligen Jagdzeit zu

beginnen. Hiervon abweichende Vorgaben (z.B. Jagdintervalle) der zuständigen Försterei sind

aber in jedem Falle zu beachten. Während der Intervalle herrscht eine strikte Jagdruhe.

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6_ Wird beschossenes Wild nicht in Anschussnähe gefunden, so ist dies unverzüglich der

Revierleitung zum Zwecke der Kontroll- bzw. Nachsuche zu melden. Im Falle des Einsatzes

eines Nachsuchengespannes sind evtl. anfallende Kosten durch die Inhaberinnen und Inhaber

von Jagderlaubnissen zu tragen. Jeder abgegebene Schuss ist zu melden

7_ Die Unterhaltung und Überprüfung der jagdlichen Einrichtungen obliegt den Förstereien. Die

Inhaberinnen und Inhaber von Jagderlaubnissen melden etwaige Mängel umgehend. Neue

jagdliche Einrichtungen können in Abstimmung mit der Revierleitung erstellt werden. Eine

Beteiligung bei der Überprüfung und Mängelbeseitigung ist ausdrücklich erwünscht.

8_ Fütterungen sind verboten. Ausnahmen in Notzeiten unterliegen der gesetzlichen

Einzelfallregelung. Ausgenommen ist das fachgerechte Ankirren von Schwarzwild:

Die Anlage und der Zeitraum, in dem Kirrungen betrieben werden, erfolgen in Abstimmung mit

der Revierleitung. Je Begehungsrecht kann eine Kirrung mit max. 1 Liter verdeckt

ausgebrachtem Kirrmittel pro Tag angelegt werden. Das Kirrmittel ist so auszubringen, dass es

für anderes Schalenwild unzugänglich ist. Es darf erst dann neu gekirrt werden, wenn die zuvor

ausgebrachte Menge verbraucht ist.

9_ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SHLF werden sich, soweit dies zur Verhinderung von

Wildschäden, zur Erlegung kranken Wildes oder von Wild in gegatterten Forstkulturen, aus

Gründen des Jagdschutzes sowie zur Erfüllung des festgesetzten Abschusses erforderlich ist,

grundsätzlich an der Jagdausübung beteiligen.

10_ Zur Erfüllung des Abschusses von Schalenwild behalten sich die SHLF die Durchführung von

Gemeinschaftsjagden in den Pirschbezirken vor. Die jeweiligen Jagderlaubnisscheininhaber

werden darüber vorab informiert und an einer Gemeinschaftsjagd kostenfrei beteiligt, wenn der

zugewiesene Pirschbezirk mit bejagt wird.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche und interessante Jagd in den Schleswig-Holsteinischen

Landesforsten.

Stand: 01.04.2012

Kontakt

Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)

Memellandstraße 15

24537 Neumünster

T_+49 (0) 4321/5592-132/-133

F_+49 (0) 4321/5592-190

www.forst-sh.de

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