FRÄNZI – FORUM - Franziskanergymnasium Bozen

franziskanergymnasium.it

FRÄNZI – FORUM - Franziskanergymnasium Bozen

Projekt

Zeitunglesen

im

Unterricht

Seite 3

Ex-Fränzi

Schriftsteller

J. Fragner-

Unterpertinger

Seite 4

Gratulation

Gute Ergebnisse

bei Schul-

Wettbewerben

Seite 6

Vortrag

Johannes

Schneebacher

über den Euro

Seite 7

Fränzi-Ball

Die Beobachtungen

einer

Helferin

Seite 11

Impressum

Seite 9

Spedizione in A.P. - 70% DCI BZ - quadrimestrale - in caso di mancato recapito, restituiere al CPO - Bolzano I.R.

„Gut reden zu können, in der Öffentlichkeit aufzutreten

und über etwas zu sprechen, aber auch

die Zuhörer zu überzeugen oder zu überreden

gehört schon im antiken Griechenland zu den

wesentlichen Zielen, die die Jugendlichen der

gebildeten und sozial hoch stehenden Schichten

anstreben. Wer in einem politischen Gremium

oder vor Gericht eine Mehrheit für etwas

überzeugen und eine Entscheidung nach seinen

Vorstellungen herbeiführen will, muss mit den

Mitteln der Sprache seine Sache vertreten und

auf die Zuhörer einwirken können“, erklärt Prof.

Reinhard Pichler, Lehrer für Latein und Griechisch

am Franziskanergymnasium.

Genau dasselbe wie vor über 2000 Jahren gilt

noch heute. Vom richtigen Auftreten und von

der richtigen Wortwahl kann später einmal viel

abhängen. Prof. Harald Niederseer, Mathematikprofessor

an unserer Schule: „Bei Abschlussprü-

Ausgabe 1/2012

FRÄNZI FORUM

Franziskaner Gymnasium

Reden wie die alten Griechen

Rhetorikunterricht am Franziskanergymnasium

Um ein guter Redner zu werden, braucht es

vor allem viel Übung

fungen und im Schulalltag wurde immer wieder

festgestellt, dass viele unserer Schüler und Schülerinnen

viel wüssten, sich aber nicht optimal

präsentieren würden. Das möchten wir ändern,

da das Präsentieren von Informationen genauso

wichtig ist wie die Informationen selbst.“

Zwar wurden schon in den letzten Jahren Nachmittagskurse

über Rhetorik für die Schüler des

Lyzeums angeboten, aber seit diesem Schuljahr

hat der Rhetorikunterricht einen besonderen

Stellenwert am Franziskanergymnasium. Heuer

wurde der Rhetorikunterricht in viele Fächer

miteinbezogen.

Vor Beginn dieses Schuljahres wurden von den

Professoren gemeinsam Kriterien beschlossen,

nach denen die Kurzvorträge und Präsentationen

der Schüler bewertet werden sollten. In

einem eigenen Kurs erarbeiteten sie mit einem

Rhetoriktrainer Methoden, wie sie den Schülern

helfen können, ihre rhetorischen Fertigkeiten zu

verbessern.

Übung macht den Meister. Das gilt vor allem für

das Reden. Deshalb musste heuer jeder Schüler

jährlich mindestens fünf Vorträge vor der Klasse

halten, die dann von den Professoren mit einem

Feedbackbogen analysiert und benotet wurden.

Dieser Feedbackbogen, der im Klassenregister

aufliegt, hat pro rhetorischen Aspekt drei

Ankreuzfelder. Insgesamt kann der Lehrer zehn

Kreuzchen vergeben und zwar zu den Punkten

Sprachgebrauch, Wortwahl, Ausdruck, Satzbau;

Tempo, Modulation; Prägnanz; Stand, Gestik;

Stimulanz, Ich-Bezug, Zuhörerorientierung und

Medieneinsatz. Besonders bewertet wird auch,

ob die Schüler einen originellen Einstieg finden,

den Inhalt vertiefen und strukturieren und

die Rede mit einem Schluss beenden, der den

Zuhörern in Erinnerung bleibt. Zu jedem Punkt

gibt es drei mögliche Bewertungsstufen: Beim

Aspekt Stand und Gestik zum Beispiel kann der

Professor zwischen drei Möglichkeiten wählen:

War die Gestik „unterstützend“, „neutral“ oder

„gehemmt“?

Fränzi - Forum 1


Die „institutio oratoria“

Quintilians ist

die ausführlichste

erhaltene Darstellung

der antiken Theorie

der Redekunst. Sie

diente vom 16. bis 18.

Jh. als Grundlage des

Rhetorikunterrichts.

Quintilian (35-100)

war Lehrer in Spanien

und Rom.

Er war der Meinung,

dass nur ein „vir bonus“

ein „orator perfectus“

sein kann, d.h. er sah

die sittliche Bildung als

Voraussetzung für die

Redekunst an.

Fränzi - Forum 2

„Ich glaube, die Schüler lernen viel, indem sie die

Präsentationen der Mitschüler beobachten und

die Rückmeldungen von Schülern und Lehrern

mit ihrer eigenen Wahrnehmung vergleichen“,

berichtet Prof. Niederseer von seinen Erfahrungen

als „Rhetoriktrainer“. Er selbst bewertet

Vorträge meist zusammen mit der ganzen

Klasse und gibt gemeinsam mit der Klasse Verbesserungstipps,

weil die ganze Klasse in den

Lernprozess einbezogen werden soll. Bei seiner

Kritik des Vortrags sollte der Lehrer die Feedbackregeln

beachten: Positives kommt zuerst; es

dürfen höchstens drei Kritikpunkte - und zwar

als Tipp verpackt genannt werden; die Kritik

soll mit einer Zusammenfassung der wichtigsten

Punkte enden.

Auch die Schüler und Schülerinnen haben die

Möglichkeit ihre Mitschüler zu kritisieren. Allerdings

finden das nicht alle richtig. Eine Schülerin

aus der 2. Klasse Gymnasium meint etwa: „Ich

finde, nur der Professor darf den Vortrag kritisieren,

denn den Schülern fällt es schwer eine

unparteiische Meinung zu vertreten. Ein Freund

wird den Vortrag natürlich loben, ein anderer,

der vielleicht den Vortragenden nicht mag, wird

den Vortrag natürlich schlechter bewerten.“

Seit diesem Schuljahr ist auch neu, dass die Schüler/innen

nicht nur mehr Vorträge halten müssen,

sondern auch Theorie zur Rhetorik lernen. Während

der regulären Schulzeit finden Theoriestunden

statt, in denen die Schüler die wichtigen

Aspekte einer guten Rede kennen lernen und

Verbesserungstipps von den Professoren bekommen.

Dabei geht es darum, die eigenen Stärken

zu erkennen und seine Schwachpunkte zu verbessern.

Die Bewertungsbögen zeigen, dass viele

Schüler im Laufe des Jahres Fortschritte in ihrer

Art sich zu präsentieren gemacht haben. „Den

Rhetorikunterricht als Ganzes finde ich einen

sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung“,

sagt Prof. Niederseer.

Heute hat die Rhetorik einen hohen Stellenwert

in unserer Gesellschaft erlangt, ein guter

Redner kann sich gut „verkaufen“. Auch wenn

der Inhalt primär ist, ist auch die Art und Weise,

wie der Inhalt präsentiert wird, wichtig. „Der

Vortragende muss“, betont Prof. Reinhard Pichler,

„auch seine physische Person, seine Stimme,

seine Gestik, seine ganze Körperhaltung mit in

die Darbietung einbringen. Für einen Schüler gibt

es dafür wohl keinen besseren Rahmen als die

Schulklasse. Man sollte nie vergessen, dass man

als Lernender vor die Klasse tritt und dass selbst

größte Verstöße gegen die Regeln eines gelungenen

Vortrages keine weitere Folgen haben

als vielleicht die, dass man daraus etwas lernen

kann.“

So kann vom richtigen Auftreten und der richtigen

Wortwahl später einmal viel abhängen:

die Punktezahl bei der Maturaprüfung, der

gewünschte Studienplatz, der angestrebte Beruf

oder eine Stufe auf der Karriereleiter.

Martin de le Roi (1. Klasse Gymnasium)


Zeitungen längst out?

Ein Projekt beweist das Gegenteil…

Auch heuer beteiligte sich die 2. Klasse Gymnasium

wieder an einem italienweiten Projekt,

das sich „Il Quotidiano in classe“ nennt, bei dem

Schüler die Möglichkeit haben, während des

Unterrichtes je nach Gebiet verschiedene Tageszeitungen

zu lesen und zu kommentieren. Das

Projekt, das es nun schon seit mehreren Jahren

gibt und an dem sich italienweit knappe zwei

Millionen Schüler unter der Leitung von 44.000

Lehrern beteiligen, wird am Franziskanergymnasium

von Prof. Mezzalira, Lehrer für Italienisch,

koordiniert.

Jeden Samstag erhalten die Schüler der 2. Klasse

Gymnasium Exemplare des „Corriere della

Sera“ und des „Gazzettino“, einer norditalie-

nischen Zeitung. Es ist den Schülern dann freigestellt,

für welche Art von Zeitungsartikel sie

sich entscheiden. Nachdem jeder seinen Artikel

gelesen und die wichtigen Stellen markiert hat,

folgt eine Besprechung in der Klasse, bei der in

der Regel fünf Artikel vorgestellt werden und

anschließend über die behandelten Themen diskutiert

wird. „Ich muss sagen, dass die Schüler

sehr gut mitarbeiten, was sich möglicherweise

damit erklären lässt, dass es häufig aktuelle Themen

sind, welche die Schüler interessieren. So

haben wir letzthin beispielsweise über Schulreformen

oder über Politik und die Wirtschaftskrise

gesprochen. Anschließend erhält jeder den

Auftrag, eine Inhaltsangabe zum gelesenen Artikel

zu schreiben mit einem dazugehörigen Kommentar“,

erzählt Prof. Mezzalira. Die Schüler

bestätigen, dass dieses Projekt eine gute Kombination

aus Verbessern sprachlicher Kompetenzen

und dem Bilden einer eigenen Meinung

sei. Ein Schüler meint: „Ich bin kein begeisterter

Zeitungsleser, weil ich meistens zu faul bin,

mich überhaupt mit einem Thema zu befassen.

Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass Zeitungen

völlig überflüssig seien und längst schon von den

modernen Medien wie Internet eingeholt. Jetzt

habe ich verstanden, dass Zeitungen ein wichtiges

Kommunikationsmittel sind.“ Genau das

haben Prof. Mezzalira und die Initiatoren dieses

Projektes beabsichtigt: Man will den Jugendlichen

das Zeitung-Lesen näher bringen ein gelungenes

Projekt.

Florian Felder (2. Klasse Gymnasium)

„Il Quotidiano

in classe“

Das italienweite Zeitungsprojekt

wird vom

„Osservatorio Permanente

Giovani Editori“

gefördert und finanziert.

„Wir wollen die

Jugendlichen dazu animieren,

gewissenhafte

Bürger zu werden, die

bereit sind, die Realität

zu hinterfragen. Dabei

möchten wir vor allem

auf die Wichtigkeit der

Meinungsfreiheit und

der damit zusammenhängendenPersönlichkeitsbildung

hinweisen.

Kritik soll erlaubt sein,

denn nur ein kritischer

Mensch kann auch

von sich sagen, dass er

frei ist“, so der Präsident

der Organisation

Andrea Ceccherini.

Fränzi - Forum 3


Johannes Fragner-

Unterpertinger hat

seit 1993 mehr als 20

Bücher geschrieben.

Die bekanntesten sind

„Drei Schulen und eine

Brigade“, „Ölbaum

und Zypresse“, „Der

Dreipass“, „Der Feuerbusch“,

„Des Purpurhutes“,

„Im Himmel

über Sulden“ „Die

Gerichts-Apotheke in

Mals“, „Von Aleph bis

Taw“ und „Gläserner

Hofnarr“.

Fränzi - Forum 4

Der schreibende Apotheker

Der Schriftsteller Johannes Fragner-Unterpertinger

Wenige Absolventen des Franziskanergymnasiums

haben beschlossen dem Beispiel der vielen

Schriftsteller, die sie im Unterricht kennengelernt

haben, zu folgen und selbst diesen Beruf

auszuwählen. Einer davon ist Johannes Fragner-

Unterpertinger. Hans Perting, wie er in Arte

heißt, wurde 1963 in Mals geboren. Er maturierte

am Franziskanergymnasium in Bozen, studierte

Pharmazie in Florenz und besitzt Fachausbildungen

in Homöopathie und Bachblüten-Therapie.

Heute ist er Inhaber der Gerichts-Apotheke

in Mals. Er schreibt Romane, Erzählungen,

Novellen und Lyrik. Johannes Fragner-Unterpertinger

ist Gründungsmitglied des Provinz-Verlags

und des Kulturvereins „Der Blaue Kreis“, von

dem er zur Zeit auch Vorsitzender ist.

Fränzi Forum: Wieso haben Sie unsere Schule

besucht?

J. Fragner-Unterpertinger: Ich wurde im

Alter von zehn Jahren ins Heim und ins Franziskanergymnasium

gesteckt, die Entscheidung hatten

also damals meine Eltern getroffen. Die Familientradition

spielte dabei eine gewisse Rolle:

Großvater Joseph Unterpertinger hatte 1917

am Franziskanergymnasium maturiert, überdies

haben noch zwei Onkel und zwei Vettern das

Franziskanergymnasium besucht.

Fränzi Forum: Was hat Sie an unserer Schule

beeindruckt?

J. Fragner-Unterpertinger: Das selbstlose

Engagement der Professoren - ich erinnere

Sie: zu Beginn meiner Mittelschule-Fränzikarriere

unterrichteten, außer in Turnen, nur Patres.

Beeindruckt hat mich auch der Versuch, Schülern

aus allen sozialen Klassen die Chance auf

bestmögliche Ausbildung zu geben, der konstante

Druck zu Leistung und dennoch das Gefühl,

irgendwie eine Familie zu sein. Noch heute gilt:

Wo zwei oder mehr Ex-Fränzis beisammen sind,

wird gewiss über die Schule gesprochen.

Fränzi Forum: Welchen Unterschied sehen Sie,

wenn Sie Ihre Schulzeit am Franziskanergymnasium

mit der heutigen Schule vergleichen?

J. Fragner-Unterpertinger: Die moderne

Pädagogik und die moderne Psychologie haben

in allen Fächern Einzug gehalten. Von einigen

Professoren, wie z.B. P. Bruno Klammer, abgesehen,

war zu meinen Studienzeiten (ich habe 1982

maturiert) davon wenig zu spüren. Das Fächerangebot

ist heute breiter, gottlob sind Englisch

und Informatik Pflichtfach, und besonders in der

mathematisch-naturwissenschaftlichen Richtung

wurde sehr viel nach vorne bewegt.

Fränzi Forum: Inwiefern bietet unsere Schule eine

Ausbildung für den Beruf Schriftsteller?

J. Fragner-Unterpertinger: Das Franziskanergymnasium

ist die ideale Schule! Denn sie

ist die beste und breitgefächertste aller Schulen,

und ein/e (angehende/r) Schriftsteller/in

sollte ja den größtmöglichen Horizont haben.

Allerdings würde ich jeder/jedem raten zuerst

einen „ordentlichen“ Beruf zu erlernen und die

Schriftstellerei als seriöses Hobby zu betreiben.

Sollte sich dann ein so großer Erfolg einstellen,

dass man, wider Erwarten, von der Schriftstellerei

leben kann, kann man den Brotberuf immer

noch an den Nagel hängen.

Fränzi Forum: Würden Sie heute unsere Schule

besuchen?

J. Fragner-Unterpertinger: Ja, heute mehr

denn je! Nachdem ich vor einigen Jahren die

erneuerte Schule, das jetzige Professorenkollegium

und die heutigen Unterrichtsweisen kennen

gelernt habe, bekam ich regelrecht „Lust

auf Schule.“ Das Franziskanergymnasium ist zur

Zeit sicherlich die beste Schule Südtirols. Dafür

gebührt dem Franziskanerkonvent für sein Engagement

und für seine Weitsicht und dem engagierten

Professorenkollegium großer Dank und

große Anerkennung. Und wichtig bleibt für mich

auch die Grundabsicht, allen engagierten Schülern

aus allen sozialen Klassen eine Chance zu

geben, und nicht zur Eliteschule der Reichen

herabzusinken.

Für Johannes Fragner- Unterpertinger bedeutet

humanistische Bildung Horizont-Erweiterung


Fränzi Forum: Sie haben Pharmazie studiert, war

ein solches Studium geeignet für eine humanistische

Bildung?

J. Fragner-Unterpertinger: Ja, durchaus, denn,

erstens, ist sie die breitgefächertste Oberschule,

die den jungen Menschen fast zwingend anregt,

den Horizont zu erweitern, und, zweitens, sind

Latein und Griechisch durchaus nützlich fürs

Studium, da die wissenschaftlichen Fachausdrücke

meist aus dem Lateinischen oder Griechischen

stammen.

Zu meiner Fränzi-Zeit kam das Naturwissenschaftliche

etwas zu kurz, aber am heutigen

Franziskanergymnasium wurde -unter Beibehaltung

des Niveaus im humanistischen Sektor-

besonders in der mathematisch-naturwissenschaftlichen

Richtung sehr, sehr viel nach

vorne bewegt, sodass heute -gerade für angehende

Naturwissenschaftler- mehr denn je gelten

sollte: Seid dankbar für die humanistische

Bildung, macht sie euch so gut als möglich zu

eigen, schaut, bitte, euer Leben lang über den

Rand der Medizin, der Pharmazie, der Chemie…

hinaus, grade wenn es um das Menschliche geht,

um die conditio humana, und denkt später im

(naturwissenschaftlichen) Berufsleben bitte nicht

nur an die Physik und an den Mammon, sondern

erinnert euch auch der Meta-Physik, die euch am

humanistischen Franziskanergymnasium gelehrt

worden ist.

Fränzi Forum: Was hat Ihnen der Griechisch- und

Lateinunterricht für Ihre Tätigkeit als Schriftsteller

„gebracht“?

J. Fragner-Unterpertinger: Die griechischrömische

Antike, gepaart mit den jüdisch-christlichen

Wurzeln, bildet ja das Fundament Europas.

Ohne dieses Fundament und seine Vermittlung

am Franziskanergymnasium hätte ich

wahrscheinlich nie die Fähigkeit erlangt, Bücher

zu schreiben.

Fränzi Forum: Haben Sie im Deutschunterricht

„zu dichten“ gelernt?

J. Fragner-Unterpertinger: Nein, „dichten

an sich“, also im Sinne von Schulung oder Studium,

habe ich nie „gelernt“. Weder in der Schule,

noch an einer Hochschule, noch im Leben.

Wenngleich ich bis heute mehr als zehn Werke

verfasst habe, bezeichne mich auch ungern als

„Dichter & Schriftsteller“. Eher als ein Mann, der

in einem Akt des legitimen Mutes - Hoch-Mutes?

- Bücher schreibt.

Natürlich wurden uns alle wichtigen deutschen

Autoren während des Unterrichts nahe gebracht.

Und immer eingebettet im Kontext der Weltliteratur,

im Kontext von Wirtschaft und Politik der

jeweiligen Epoche.

Fränzi Forum: Was genau haben Sie an unserer

Schule für die Schriftstellerei gelernt?

J. Fragner-Unterpertinger: Direkt wenig,

indirekt unbeschreiblich viel! Aber nochmals: Ich

bin von Beruf Apotheker. Die Schriftstellerei und

das Buchverlegen können nur nebenher laufen.

Philipp Rossi (1. Klasse Gymnasium)

Toronto Meets Fränzi

Kanadische Studentengruppe besucht das Franziskanergymnasium

42 Geographie-Studenten der Ryerson University

in Toronto besuchten im Herbst Südtirol und

die Schüler der 3. Klasse Lyzeum des Franziskanergymnasiums.

Diese stellten den Geographiestudenten

bei einem Treffen im Cajus-d´Andrea-

Saal Südtirol etwas genauer vor. In Kleingruppen

zu drei Personen hielten die Schüler auf Englisch

Vorträge über Themen wie das Schulsystem,

Sehenswürdigkeiten oder Politik in Südtirol.

Nachdem der theoretische Teil beendet war,

konnten die Schüler den Studenten aus Kanada

selbst einige Sehenswürdigkeiten der Bozner

Altstadt zeigen. Ivo Drescher aus der 3. Klasse

Lyzeum zeigte sich begeistert: „Ich bin mit meiner

Gruppe ins Ötzimuseum und auf den Bozner

Obstmarkt gegangen. Weil wir uns sehr gut mit

den Kanadiern verstanden haben, sind wir am

selben und folgenden Abend mit ihnen ausge-

gangen und haben ihnen dadurch auch das Südtiroler

Nachtleben etwas schmackhaft gemacht.

Dabei haben wir ständig Englisch gesprochen.

Ich persönlich finde, dass das eine tolle Englischübung

war.“

Ex-FränZi

Fränzi - Forum 5


Auch im heurigen

Schuljahr haben sich

Franziskanerschüler

bei Schulwettbewerben

stark gemacht.

Sehr gut haben die

Schüler unseres Gymnasiums

beim „9.

Gesamttiroler Landeswettbewerb

Politische

Bildung“, beim „SüdtirolerJugendredewettbewerb“

und beim „26.

Gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerb“

abgeschnitten.

Fränzi - Forum 6

Rhetorik, Politik & Fremdsprachen

Fränzi-Schüler schneiden bei Schulwettbewerben gut ab

Louis Schropp aus der 7. Klasse wurde am 9.

März beim „Südtiroler Jugendwettbewerb“ in

der Kategorie Spontanrede Zweiter. Er musste

in zwei bis vier Minuten spontan über das Thema

„Identität und Konflikte“ eine Rede halten. „Ich

habe mich zu Hause viel auf den Wettbewerb

vorbereitet und freue mich über den zweiten

Platz.“, sagt der Zweitplatzierte, der sich über

einen Geldpreis im Wert von 200 Euro freut. Am

Wettbewerb nahmen insgesamt 35 Oberschüler

aus dem Triennium Teil.

Jakob Thurner (3A), Im Dong Kung (3A) und

Philipp Rossi (4. Klasse) haben am 28. März am

„9. Gesamttiroler Landeswettbewerb Politische

Bildung“ teilgenommen. Es gab vier Teams aus

je sechs Schülern: drei aus Südtirol und drei aus

dem Bundesland Tirol. Als Sieger ging das Team

blau heraus, zu dem Im Dong Kung und Philipp

Rossi gehörten. Die beiden Franziskanerschüler

freuen sich über eine Reise in die slowakische

Hauptstadt Pressburg. Außerdem hatten sich

Jakob Thurner, Im Dong Kung und Philipp Rossi

bereits am „Südtiroler Landeswettbewerb Politische

Bildung“ gut platziert und gewannen Gutscheine

von der Buchhandlung „Athesia“.

Am 26. März haben Im Yu Ri aus der 8. Klasse

und Felix Maier aus der 7. Klasse am „26.

Gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerb“ in

Brixen teilgenommen. Im Yu Ri wurde gegen 39

weitere Teilnehmer im Latein-Wettbewerb Drit-

Louis Schropp wurde in der Kategorie

„Spontanrede“ Zweiter.

te. Felix Maier nahm am Griechisch-Wettbewerb

teil und wurde ebenfalls Dritter.

Die Schulgemeinschaft gratuliert allen Teilnehmern

für ihr erfolgreiches Abschneiden bei den

Schulwettbewerben!

Philipp Rossi (1. Klasse Gymnasium)

Zum Siegerteam beim Gesamttiroler Landeswettbewerb Politische Bildung gehörten die

Franziskanerschüler Im Dong Kung (vierter von links) und Philipp Rossi (sechster von links)


„Dann hätte ich bessere Noten“

Eine Fahrschülerin berichtet

Anna tritt aus der Haustür und ein kalter Wind

schlägt ihr entgegen. Schnell holt sie ihr Moped

aus der Garage und macht sich auf den Weg zur

Schule. Ein kurzer Blick auf die Uhr: 6.10 Uhr.

Bringt das Pendeln eigentlich viele Nachteile?

Diese Frage bejaht Anna sofort. Das beginne

schon mit dem frühen Aufstehen, meint sie, denn

schließlich startet sie jeden Tag um kurz nach

sechs. Mit dem Moped fährt sie dann durch das

kleine Dorf zum Hauptplatz, wo sie in der kalten

Morgenluft auf den City-Bus wartet, der Schüler

und Arbeiter nach Kurtatsch bringt. Doch das

Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel beeinträchtigt

vor allem ihre schulischen Leistungen,

findet Anna: „Dadurch, dass ich täglich zwei Stunden

im Bus oder Zug verbringe, habe ich viel

weniger Zeit zum Lernen als meine Mitschüler,

die in Bozen wohnen, auch wenn viele behaupten,

sie könnten dabei gut die Hausaufgaben erledigen.

Ich jedenfalls kann mich nur zu Hause auf

den Schulstoff konzentrieren und glaube sogar,

dass ich bessere Noten schreiben könnte, wenn

ich einen kürzeren Schulweg hätte.“ Diese Aussage

teilt sie mit vielen anderen Pendlern, die

nachmittags müde zu Hause ankommen und

noch für die Schule lernen müssen.

In Kurtatsch angekommen, muss Anna dann

umsteigen und mit dem Bus oder Zug geht es

weiter nach Bozen. „Hier kommt ein weiteres

Problem dazu: Busse und Züge kommen häufig

zu spät und sind um diese Uhrzeit oft überfüllt.

Es ist mir schon einige Male passiert, dass ich

Anna Elisabeth Cassar hat einen weiten

Schulweg

deshalb verspätet zur Schule gekommen bin.

Außerdem muss man immer das ABO+ dabeihaben

und sich die Fahrzeiten merken.“ Nach

der Schule schließlich muss sich Anna beeilen:

Der Bus, der sie wieder nach Hause bringen soll,

kommt pünktlich am Dominikanerplatz an.

Nachmittags macht sie die Hausaufgaben und

lernt. Doch würde sie in Bozen wohnen, sagt sie,

könnte sie die Hausaufgaben früher abschließen

und hätte einen kurzen Weg in die Stadt, um einkaufen

zu gehen oder sich mit Freunden zu treffen.

Nach einem langen Tag sinkt Anna am Abend

schließlich müde in ins Bett und greift nach

ihrem kleinen Wecker auf dem Nachttisch um

ihn für den nächsten Tag einzustellen: 5.40 Uhr.

Nora Gasser (2. Klasse Gymnasium)

Euro und Europa

Vortrag von Johannes Schneebacher

Am 24. März hielt Johannes Schneebacher, Generaldirektor

der Südtiroler Volksbank, einen Vortrag

im Cajus d´Andrea-Saal zum Thema „Euro

und Europa Chancen und Risiken“. Dabei war

dem ehemaligen Theologiestudenten aus Österreich

besonders wichtig den Schülern zu vermitteln,

dass auch in der Finanzwelt eine humanistische

Bildung wichtig ist. Sie sei eine ethische

Grundlage für die Lösung von wirtschaftlichen

Problemen. Er betonte, dass der Euro eine

politische Entscheidung gewesen sei und das

Problem der Wirtschaftskrise daher eine politische

Lösung erfordere, dass der Euro gar kein

„Teuro“ sei und dass Italien wirtschaftlich nicht

so schlecht dastehe. Das Image eines Landes

hänge nämlich in großem Maße von Rating-Agenturen

und öffentlicher Meinung ab. Schneebacher

appellierte an die Schüler, verantwortlich

zu handeln und zu sparen. Auch Politiker sollten

in Zukunft für ihre Handlungen haften. Banken

müssten erkennen, dass sie im Dienste der Realwirtschaft

stehen. Die Südtiroler Banken hätten

viel Eigenkapital und stünden im Vergleich zu

anderen Banken sehr gut da, betonte Schneebacher,

der im Anschluss an seinen Vortrag noch

auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum einging.

Hannah Facchinelli (1. Klasse Lyzeum)

Anna Elisabeth Cassar

aus der 2. Klasse Gymnasium

kommt aus

Penon, einem kleinen

Ort oberhalb Kurtatsch,

und muss jeden Tag

insgesamt zwei Stunden

in Bus, Zug und

auf dem Moped verbringen,

um die Schule

in Bozen besuchen zu

können. Und damit ist

sie nicht allein: etwa

ein Drittel der Mittelschüler

und die Hälfte

der Oberschüler des

Franziskanergymnasiums

sind Pendler und

wohnen außerhalb von

Bozen.

Fränzi - Forum 7


Vielen Schülern fällt

die Umstellung von der

Grundschule auf die

Mittelschule schwer,

so auch Schülern des

Franziskanergymnasiums.

Für viele bedeutet

die Mittelschule

eine neue Herausforderung,

weil mehr

Leistung verlangt wird.

Zahlreiche Mittelschüler

glauben, dass die

Bewertung der Professoren

der Mittelschule

anspruchsvoller ist

und dass damit damit

Noten niedriger sind

als in der Grundschule.

Fränzi - Forum 8

Der große Sprung

Die Umstellung Grundschule-Mittelschule

Wir haben dazu die Schüler der 2 B befragt. Der

Notendurchschnitt der Schüler der 2B ist etwa

von knapp neun in der Grundschule auf etwas

mehr als sieben in der Mittelschule gesunken.

Einem Schüler ist die Note im Schnitt von „ausgezeichnet“

auf „befriedigend“ gefallen. Keiner

konnte seinen Notendurchschnitt beibehalten

oder sich gar verbessern, nur ein Schüler hat es

geschafft, dass sich seine Noten im Durchschnitt

um bloß eine halbe Zahl verschlechtert. Trotzdem

haben die meisten Schüler keine Schwierigkeiten,

dem Unterricht zu folgen; nicht einmal

10 % der Mittelschüler benötigt Nachhilfestunden.

Die meisten nehmen das Kursangebot der

Schule wahr.

Der durchschnittliche Schüler lernt für Tests und

Prüfungen fünf Stunden die Woche. Interessant

ist, dass zwei Schüler, dessen Notendurchschnitt

acht beträgt, sehr unterschiedliche Lernzeiten

benötigen. Der eine muss zehn Stunden pro

Woche vor dem Schreibtisch sitzen, der andere

nur 90 Minuten.

Eine besondere Herausforderung im Vergleich

zur Mittelschule sind die Hausaufgaben. „Es gibt

mehr Hausaufgaben und manchmal häufen sie

sich!“, meinen viele Schüler. Wegen der vielen

Bücher, Hefte und Mappen ist auch die schwere

Schultasche zum alltäglichen Problem für

viele Mittelschüler geworden, obwohl die Schule

Die Umstellung von der Grundschule auf die

Mittelschule meistern die Schüler gut, auch

wenn es eine große Herausforderung ist

Bücher angekauft hat, sodass die Schüler viele

Bücher zuhause lassen könnten.

Doch die größte Sorge der Schüler bleibt das

Lernen und der damit verbundene Lernstoff. „In

der Grundschule musste man nur während der

Stunde aufmerksam sein, sich den Stoff noch einmal

durchlesen und schon hatte man beim Test

eine gute Note“, meint ein Mittelschüler. An der

Mittelschule sei dies nicht mehr möglich. Darauf

ist die Enttäuschung vieler Erstklässler über ihre

ersten Noten zurückzuführen. Der Lernstoff ist

schwerer und detaillierter, z.B. lernt man im Fach

Kunsterziehung auch Kunstgeschichte und malt

nicht nur wie in der Volksschule. Die Anzahl der

Fächer nimmt in der Mittelschule zu, Fächer wie

Werken oder Musikerziehung sind für die Erstklässler

neu. Ein Mittelschüler erinnert sich an

den Musikunterricht der Grundschule: „In der

Volksschule sang man nur einfache Lieder im

Unterricht, jetzt lernen wir auch Musikgeschichte

und Notenlehre und müssen oft Liedertexte

auswendig können. Gesungen hat man nicht

nur im Fach Musikerziehung, sondern auch im

Sprachunterricht, um den Spracherwerb zu fördern.“

Naturkunde, Geographie und Geschichte

sind, anders als in der Grundschule, getrennt

unterrichtete Fächer. Die Unterrichtsmethoden

der Mittelschule weisen im Vergleich zu denen

der Grundschule markante Unterschiede auf.

Man muss z.B. in vielen Fächern mitschreiben,

was oft zur Schwierigkeit wegen des Sprechtempos

der Lehrer wird. Außerdem werden, anders

als in der Grundschule, weniger Gruppenarbeiten

durchgeführt. Ein großer Teil der Schüler

ist der Meinung, in der Mittelschule setze man

sehr viel Wert auf die Leistung des Einzelnen.

Die Unterrichtsstunden sind in der Mittelschule

wesentlich kürzer als in der Grundschule. Nur

selten trägt man in der Mittelschule im Stundenplan

Doppelstunden ein, in der Grundschule ist

dies sehr häufig der Fall. Dies hat auch damit zu

tun, dass es in der Mittelschule für jedes Fach

eine eigene Lehrkraft gibt. Außerdem planen die

Lehrkräfte in der Mittelschule seltener einen

Lehrausgang als in der Grundschule, wo monatlich

ein Ausflug stattfindet. Trotz dieser vielen

Hürden meistern fast alle Schüler den großen

Sprung von der Grundschule auf die Mittelschule

mit viel Erfolg und haben auch Spaß an der

neuen Herausforderung.

Matthäus Berger (2 B),

und Philipp Rossi (1. Klasse Gymnasium)


Besuch aus Brüssel

Ex-Fränzi Markus Warasin spricht über die EU

Auf Einladung von Professor Elfriede Eder

besuchte am 21. Dezember Markus Warasin,

ehemaliger Schüler am Franziskanergymnasium,

unsere Schule. Warasin ist im EU-Parlament

als Generaldirektor für Kommunikation tätig.

Nach seinem Philosophiestudium war er Wirtschaftsprofessor

am Franziskanergymnasium, hat

dann aber die Ausschreibung eines Wettbewerbs

für eine Arbeitsstelle in Brüssel gewonnen. Er

spricht neben Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch

und Spanisch auch noch Portugiesisch

und „a beitje Netherlands“. Warasin: „Sprachen

sind alles, sie haben meinen heutigen Job erst

möglich gemacht und ich bereue es auf keinen

Fall so viele Sprachen gelernt zu haben.“ Im

Cajus d’Andrea Saal hielt er einen Vortag für

die 2. Klasse Gymnasium, bei dem es hauptsächlich

um seine Tätigkeit als Generaldirektor ging.

Warasin berichtete über die aktuelle Lage in

Europa, den Euro, das Zusammenwachsen der

europäischen Staaten und über die Notwendigkeit

der nationalen Regierungen, Kompetenzen

an Brüssel weiterzugeben. Die EU sei überaus

wichtig, weil sie für internationalen Frieden und

einen besseren Austausch unter den Staaten

sorge, betonte Warasin. Anschließend fand eine

Diskussionsrunde statt, bei der die Schüler die

Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen.

Florian Felder (2. Klasse Gymnasium)

Unterstützung für die Schule

Fünf Promille für den Gymnasialverein

Auch heuer können wieder, neben den acht Promille

für die katholische Kirche, weitere fünf

Promille der Einkommenssteuer ehrenamtlich

tätigen Vereinen zugesprochen werden. Auch

der Gymnasialverein darf damit bedacht werden,

der mit diesem Geld die Schule unterstützen

kann. Wir bitten deshalb darum, auf der nächsten

Einkommenssteuererklärung (außer den

acht Promille für die katholische Kirche) mit

einer zweiten Unterschrift in das dafür vorgesehene

Feld („Unterstützung des Freiwilligendienstes,

der nicht gewinnbringenden Organisationen…“)

weitere 5 Promille für den Gymnasialverein zu

bestimmen. Dazu muss auch die Steuernummer

des Gymnasialvereins angegeben werden:

94030900214!

Wer keine Steuererklärung (Modell 730 oder

Unico) macht, kann das vom Arbeitgeber abge-

Impressum: Fränzi - Forum

Eigentümer und Herausgeber: Wolfgang Malsiner,

Franziskanergymnasium Bozen

Eintragung beim Landesgericht Bozen: Nr. 2/2003

R.ST. am 20/3/2003

fasste Modell CUD 2011 mit den entsprechenden

Unterschriften innerhalb Juni 2011 in einem

Umschlag an einem Post- oder Bankschalter

abgeben.

Auf dem Umschlag müssen folgende Angaben

gemacht werden:

„Wahl für die Zweckbestimmung von (acht

und) fünf Promille der IRPEF“

Steuernummer des Steuerpflichtigen

Vor- und Zuname des Steuerpflichtigen

Jahr 2011

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass

damit keine zusätzlichen Abgaben verbunden

sind, weil sowohl die acht Promille für die

katholische Kirche als auch die fünf Promille für

den Gymnasialverein von der ohnehin entrichteten

Steuer abgezogen werden.

Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Walther Werth

Redaktion: Paul Bertagnolli, Hannah Facchinelli, Nora

Gasser, Florian Felder, Martin de le Roi, Philipp Rossi,

Matthäus Berger - Gestaltung: Thomas Tschager

Druck: Ferrari Auer Bozen

Fünf-Tage-

Woche

Im nächsten Jahr wird

am Franziskanergymnasium

der Unterricht

weiterhin an sechs

Tagen abgehalten.

Der Schulrat hat auf

Antrag des Direktors

nämlich beschlossen,

mit der Entscheidung,

wann und wie die

Fünf-Tage-Woche eingeführt

werden soll,

zu warten. Durch die

gewonnene Zeit könne

man Informationen

bei anderen Schulen

einholen, die Erfahrungen

mit der Fünf-

Tage-Woche haben,

und so über geeignete

Modelle nachdenken.

Im nächsten Jahr wird

es auch eine Umfrage

zum Thema Fünf-Tage-

Woche geben.

Fränzi - Forum 9


Den Unsinnigen Donnerstag

feierte das

Franziskanergymnasium

mit einer

Faschingsfeier in der

Turnhalle. Es wurden

Sketchs gezeigt und

Spiele organisiert, bei

denen verschiedene

Klassen gegeneinander

antraten.

Fränzi - Forum 10

Hippies und sportliche Lehrer

Faschingsfeier am Unsinnigen Donnerstag

Die Klasse 3 A überzeugte mit ihrer Hippie-

Verkleidung die Jury...

Wie gestaltet man den Unsinnigen Donnerstag

so, dass er sowohl für Ober- als auch Mittelschüler

ein Erfolg wird? Ein schwieriges Unterfangen.

Prof. Thomaser und seinem Team, einigen

Schülern verschiedener Schulstufen, ist es gelungen!

Mit Sketchen und Spielen, in die das Publikum

eingebunden wurde, gestalteten sie eine

abwechslungsreiche Feier, die von der Fränzi

Rockband musikalisch umrahmt wurde.

Am 16. Februar um 8:30 Uhr finden sich alle

Schüler in der Turnhalle ein, natürlich verkleidet!

Jede Klasse hat ein Thema zugeteilt bekommen:

Die 1. Mittelschule beginnt mit den 30er Jahren

- über Hippies, Rocker und Skater kann man

die Moden der Zeit verfolgen. Die Maturanten

schließlich tauchen in futuristischen Kostümen

auf, ihr Motto ist die „Zukunft“. Prof. Thomaser

und Peter Bettin von der Maturaklasse führen als

Talkmaster durch den Vormittag.

Zu Beginn schlüpfen einige Schüler in die Rollen

von Professoren und spielen auf satirische

Weise eine Schulratssitzung nach. Zur Sprache

kommt vor allem die „Finanzkrise“ der Schule.

Es werden Vorschläge zur Lösung des Problems

gesammelt. Nichtsdestotrotz endet die Sitzung

mit der notgedrungenen Schließung des Franziskanergymnasiums.

Den meisten Schülern gefällt besonders der

Parcours, der von Maturanten und Professoren

überwunden werden muss. Jeweils vier Vertreter

müssen sich in sportlichen Disziplinen beweisen

und zum Beispiel über eine Bank robben. Auch

die Schüler aus der 2. Klasse Mittelschule und

der 2. Klasse Lyzeum betätigen sich sportlich

und nehmen an einem Tanzwettbewerb teil.

Am Ende wird durch die Punkte, die bei Spielen

erlangt worden sind und die Bewertung der

Kostüme durch eine Jury die 3A als beste Klasse

ermittelt und mit einer Woche, in der nicht

geprüft werden darf, prämiert. Die Faschingskrapfen

für den 2. Platz erhält die 1. Klasse Gymnasium.

Nora Gasser (2. Klasse Gymnasium)

Die Fränzi-Rockband begeisterte mit Rock-Klassikern wie z.B. "I love Rock and Roll" das

Publikum.


Alljährlich, aber nicht alltäglich

Der Fränziball: Beobachtungen einer Helferin

Pater Willibald unterhält sich mit seinem

ehemaligen Schüler Johannes Oberkofler.

Auch dieses Jahr wurde wieder gefeiert! Die

Maturanten des Franziskanergymnasiums luden

zum Abschlussball in den Kursaal von Meran.

Wochen zuvor gab es in der Schule kein anderes

Thema mehr, als den „Ball der Bälle“. In meiner

Klasse wurde viel diskutiert, z.B. über Frisuren,

Kleider und Farben von Krawatten. Stress pur,

besonders für die Mädchen.

Wie jedes Jahr wurden Helfer für die Ballnacht

gesucht. Ansprechpartner für diese helfenden

Hände waren natürlich die Schüler der eigenen

Schule, also wir. Besonders zuvorkommend und

nett fand ich, dass man Arbeit und Arbeitszeit als

Wunsch angeben konnte. Den meisten wurde

dieser Wunsch dann auch erfüllt.

Gemeinsam mit meinen Klassenkameradinnen

fuhr ich nach Meran, um dort, wegen der

notwendigen Einführungslektion für alle Helfer

schon um 19.00 Uhr mit einem Namensschild

auf dem Kleid voller Erwartung die eintrudelnden

Gäste zu empfangen.

Zuvor hatten wir uns natürlich im Kurhaus

umgesehen. Tolle Dekorationen und eine perfekt

organisierte Truppe aus Maturanten, Eltern und

anderen Schülern beherrschten das Bild.

Damen in eleganten, langen Kleidern und Herren

im dunklen Frack traten neben jungen Mädchen

in langen T-Shirts und mehr oder weniger

ordentlich gekleideten Jungen in den Kursaal.

Die vorgegebene Altersgrenze von 16 Jahren

wurde mit einigen Ausnahmen eingehalten. Dass

so viele Jugendliche kamen, machte diesen Ball

zu einem besonderen Fränzi-Ball. Die Mischung

aus der vor Energie sprühenden Jugend und der

mindestens genau so aufgeweckten älteren Kategorie

war ausgeglichener als in anderen Jahren.

Um 21.30 Uhr trat ich meinem Helferdienst am

Empfang an. Die zwei Stunden meiner Arbeitszeit

vergingen im Nu, weil ich nette „Mitarbeiter“

hatte und weil laufend Menschen kamen,

die noch eine Karte ergattern wollten. An Besuchern

fehlte es dem Ball nicht!

Nach meinem Arbeitsdienst ging ich mit meinen

Freundinnen in den großen Saal. Gemütlich verbrachten

dort jene den Abend, die keine Lust auf

Direktor Wolfgang Malsiner und die Maturanten freuen sich über die vielen Gäste und die

gelebte Schulgemeinschaft

FränZi-BAll

Fränzi - Forum 11


Die Redaktion des

Fränzi-Forums wünscht

allen Lesern und Leserinnen

erholsame

Ferien und allen

Schülern viel Erfolg

bei den anstehenden

Abschlussprüfungen!

Fränzi - Forum 12

Bei der Mitternachtseinlage wurde auf das tänzerische Potential der eigenen Mitschüler gesetzt.

Mit großem Erfolg!

den Rummel der Jugend in der Diskothek hatten.

Nachdem wir uns davon überzeugt hatten,

dass wir nichts Spannendes verpassen, begaben

wir uns in die Diskothek. Dort heizte DJ Scotty

der Menge ordentlich ein. Es wurde getanzt,

geflirtet, gelacht; so wie es in jeder Disco üblich

ist. DJ Scotty gab sein Bestes und lieferte einen

Hit nach dem anderen. Dazwischen lobte er

die Menge für das „Mitgrölen“ und warf nur so

mit Komplimenten um sich. Glaubwürdig? Naja!

Wichtiger war aber natürlich die Musik, die

wahrscheinlich auch mit Grund dafür war, wieso

dieser Abend so erfolgreich war.

Die Mitternachtsshow des Fränziballs ist zwar

mittlerweile alljährlich, dieses Jahr jedoch war

sie nicht alltäglich. Denn einige Jungs der Maturaklasse

tanzten in einer aufregenden Choreo-

Nicht nur in der Disco, auch im Saal wurde

ausgelassen getanzt!

graphie Hip-Hop, etwas holprigen Break-Dance

und Shuffle, außerdem Schwanensee im rosaroten

Tutu. Amüsiert hat sich bei dieser einfallsreichen

und witzigen Show wirklich jeder.

Zwei Stunden nach Mitternacht leerte sich der

Saal langsam, so mancher war erschöpft vom

vielen Tanzen. Nach und nach sah ich immer

öfter Abschlussklässler mit Müllsäcken oder

leeren Gläsern durch die Hallen huschen. Auch

einige Eltern sah ich eifrig beim Aufräumen helfen.

Bereits den ganzen Abend über hatten viele

Eltern geholfen und einige hatten sogar darauf

verzichtet, die Vorstellung ihrer eigenen Söhne

und Töchter auf der Bühne im großen Saal mitzuerleben.

Um 3.30 Uhr fuhr ich nach Hause.

Resümee? Tolle Organisation und fleißige Helfer.

Und auch wenn es einen anderen so großen und

edlen Ball in Südtirol gäbe, wäre der Fränziball

für uns Fränzischüler doch immer der Ball der

Bälle.

Hannah Facchinelli (1. Klasse Lyzeum)

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