Autonomieverständnis und das neue Erwachsenenschutzrecht

fortbildung.usz.ch

Autonomieverständnis und das neue Erwachsenenschutzrecht

Symposium

Autonomieverständnis und

das neue Erwachsenenschutzrecht

Dienstag 18. September 2012

15.00 – 18.30 Uhr

Grosser Hörsaal Ost USZ


Einladung

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Ab Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzrecht in Kraft, welches

das Selbstbestimmungsrecht einer Person fördern soll. Mittels einer

Patientenverfügung kann festgelegt werden, welche medizinischen

Massnahmen eine Person befürwortet, respektive ablehnt. In der Verfügung

kann eine Vertretungsperson bestimmt werden, welche im Falle einer

Urteilsunfähigkeit entscheidungsbefugt ist. Doch auch ohne schriftlich

festgelegte Vertretungsperson kommt den Angehörigen mit dem neuen

Gesetz eine höhere Entscheidungsbefugnis in medizinischen Belangen zu.

Das wirft verschiedene Fragen auf: Droht mit dem neuen Recht eine

Bevormundung der Ärzteschaft? Ist die grosse Verantwortung den

Patientenstellvertretern zumutbar? Können Vertretungspersonen

medizinische Massnahmen und Therapien genügend beurteilen? Ist die

Autonomie nicht nur als Abwehrrecht gegen medizinische Massnahmen,

sondern auch als Einforderungsrecht zu verstehen?

Antworten auf diese und weitere spannende ethische Fragen zum neuen

Gesetz möchten wir im Symposium erörtern. Die Auswirkungen des neuen

Erwachsenenschutzrechts auf die Behandelnden, die Patientinnen und

Patienten sowie auf deren Angehörige werden wir diskutieren.

Dr. med. Beat Knecht Prof. Dr. med. Marco Maggiorini

Präsident Abteilungsleiter

Förderverein Dialog Ethik Medizinische Intensivstation USZ


Programm

15.00 Begrüssung

Beat Knecht, Präsident Förderverein Dialog Ethik, Zürich

15.05 Das neue Gesetz

Andrea Büchler, Rechtswissenschaftliches Institut, Universität Zürich

15.25 Autonomieverständnis aus der Sicht der Akademie

Ruth Baumann-Hölzle, Institut Dialog Ethik, Zürich

15.55 Die Autonomie des psychisch-kranken Patienten

Jürg Gassmann, Rechtsanwalt, Winterthur

16.15 Pause

16.45 Die Autonomie des kritisch-kranken Kindes

Bernhard Frey, Universitäts-Kinderspital Zürich

17.05 Die Autonomie des kritisch-kranken Erwachsenen

Hans Pargger, Universitätsklinik beider Basel

17.25 Der Autonomieanspruch der betroff enen Patienten und Angehörigen

Erika Ziltener, Patientenstelle Zürich

17.45 Rundtischgespräch mit den Referenten

Moderation: Nadja Schweizer, Marco Maggiorini

18.30 Abschluss und anschliessender Apéro


Informationen

Veranstaltungsort

UniversitätsSpital Zürich

Grosser Hörsaal Ost

Gloriastrasse 29

8091 Zürich

Tram Nr. 5 oder Nr. 6 bis Haltestelle

Platte; von dort direkter Zugang zum

Grossen Hörsaal Ost über Eingang

Gloriastrasse 29.

Tram Nr. 9 oder Nr. 10 bis Haltestelle

ETH/Universitätsspital; Zugang zum

Grossen Hörsaal Ost über Haupteingang

Rämistrasse 100.

Organisation

Förderverein Dialog Ethik:

Nadja Schweizer, Andrea Moser,

Patrizia Kalbermatten, Patrick Lenzin

www.fv.dialog-ethik.ch

Medizinische Intensivstation USZ:

Prof. Dr. med. Marco Maggiorini

www.intensivmedizin.usz.ch

Tel. 044 255 30 92

Credits

3 SGIM;

beantragt bei: SGAR, SGH, SGMO, SSP

Anmeldung

Erwünscht unter:

UniversitätsSpital Zürich

Medizinische Intensivstation

Rämistrassse 100

8091 Zürich

Fax 044 255 5716

medizinische.ips@usz.ch

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