EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

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Zudem sind die Fahrzeuge hauptsächlich zum Pumpen von Wasser und

dünnen Schlämmen konstruiert worden, während der Inhalt von Latrinen-Gruben

in Entwicklungsländern meist aus dickem Schlamm besteht.

Zusammen mit der TAG von der Weltbank und dem "Building Research

Establishment" (BRE) arbeitet das IRC an der Entwicklung einfacher

Methoden für die Beseitigung des Inhalts von Abortgruben. Das Projekt

wird von der englischen "Overseas Development Administration"

(ODA) und dem "United Nation Development Program" (UNDP) mitfinanziert.

Der Beitrag des IRC liegt vor allem in der Analyse der physikalischen

und chemischen Eigenschaften des Inhalts solcher Abfallgruben,

in der Bestandesaufnahme von bereits existierenden und

in Entwicklungsländern verwendeten Methoden sowie in der Erstellung

eines genauen Pflichtenheftes für den Verhältnissen in Entwicklungsländern

angepasste Geräte und Fahrzeuge.

Beratungstätigkeit

Das IRC berät einerseits multilaterale, vor allem aber auch bilaterale

Hilfsorganisationen auf dem Gebiet der Beseitigung bzw.

Verwertung flüssiger und fester Abfallstoffe in Entwicklungsländern.

Andererseits werden Regierungen von kleinen Entwicklungsländern

direkt beraten bei der Ausarbeitung von nationalen Gewässerschutz-Konzepten.

Die Beratungstätigkeit im vergangenen Jahr umfasste:

- Beratung für die Sanierung der Abfallbeseitigung in den

Spitälern von Conakry (Republik Guinea) im Auftrag der WHO

(10 Tage).

- Mitarbeit bei Projektstudien für die Sanierung der Entsorgungsprobleme

in Dar-es-Salaam (1 Monat).

- Beantwortung von Anfragen aus Entwicklungsländern auf dem

Gebiet der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung mit angepassten

Technologien (z.T. in Zusammenarbeit mit der

Schweiz. Kontaktstelle für angepasste Technologie, SKAT).

Ausbildung

Das IRC wirkt einerseits mit bei der Ausbildung von Schweizern,

die in Entwicklungsländern tätig sein werden (im Rahmen des Nachdiplomstudiums

für Entwicklungsländer an der ETH). Andererseits

betreut es WHO-Stipendiaten aus Entwicklungsländern, die an der

EAWAG ein Praktikum absolvieren. In Zukunft sollte die Ausbildung

von Fachleuten aus Entwicklungsländern allerdings immer mehr in

Länder der dritten Welt verlagert werden, wo das IRC beim Aufbau

von Ausbildungszentren mitwirkt.

(R. Schertenleib)

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