EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

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EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

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Klein- und Einzelreinigungsanlagen

Die EAWAG hat bei verschiedenen Kantonen eine Umfrage über die

Reinigungsleistung und die Betriebserfahrungen mit biologischen

Klein- und Kleinstkläranlagen gemacht. Dabei hat sich gezeigt,

dass die meisten dieser Anlagen zwar potentiell in der Lage sind,

häusliches Abwasser gemäss den in der Verordnung über Abwassereinleitungen

festgelegten Forderungen zu reinigen, dass aber in

der Praxis nur bei regelmässiger und sachgerechter Wartung mit

guten Reinigungsleistungen gerechnet werden kann. Eine solche

Wartung können z.B. mobile Unterhaltsequippen oder das Personal

einer nahe gelegenen kommunalen Anlage gewährleisten.

Die Kosten von Kleinkläranlagen

sind sehr stark von

den spezifischen Verhältnissen

abhängig (Erschliessung,

Ingenieur, Dimensionierungsunterlagen).

Abb. 3.1 zeigt

für ein einziges Reinigungsverfahren

(Tauchtropfkörper),

dass generelle Kostenfunktionen

für ganze Anlagen mit

grossen Ungenauigkeiten behaftet

sind. Die Gegenüberstellung

von verschiedenen

technischen Lösungen (z.B.

Ableitung versus Kleinkläranlage)

erfordert eine sorgfältige

und detaillierte Erhebung

der Kosten.

Zum Thema Kleinkläranlagen

(Dimensionierung, Betrieb,

Kosten) sind die Arbeiten

noch im Gange.

Kosten der Sanierungsleitungen

(D w

,i

o

2.0-

1.5-

1 .0 -

0 .5-

0


Abb. 3.1:





••

• • ••

••

•• •



0 500 1000 1500

Grösse der Kläranlage (EGWhydraul.)

Spezifische Baukosten der Tauchtropfkörper

in der Schweiz (Index 1980).

Es wurde eine Methode erarbeitet und publiziert, mit der Kosten

von Sanierungsleitungen (Transport und Verbindungsleitungen ausserhalb

des GKP [Generelles Kanalisationsprojekt]) zuverlässig

geschätzt werden können. Mit standardisierten Einheitskosten werden

die Baukosten für Strecken mit einheitlichem Grabenprofil berechnet.

Zuschläge berücksichtigen die örtlichen Verhältnisse

(Zugänglichkeit, Geländeneigung, Fels etc.). Zwischen abgerechneten

Kosten und Schätzung ergaben sich im Mittel Unterschiede von

weniger als 8 %.

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