EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

library.eawag.empa.ch

EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

69

- Beide Markiersubstanzen, d.h. die Kochsalzlösung sowie die

eingeschwemmten (hygienisch unbedenklichen) Bakterien gelangten

schon nach sehr kurzer Zeit (10-20 Minuten) in den

Filterbrunnen.

- Die geschilderte Entfernung des auf der Kellertreppe zwangsläufig

mehr oder weniger stark bakteriell verunreinigten Meteorwassers

führt daher eindeutig zu einer bakteriellen Verunreinigung

des aus dem Filterbrunnen gepumpten Grundwassers.

Auf Grund der Ergebnisse des Markierversuchs wurden die folgenden,

für das betreffende Wasserwerk wichtigen Beschlüsse gefasst:

- Es wird die Ursache der aufgetretenen Störungen bekämpft,

d.h. das Meteorwasser der Kellertreppe wird auf eine unschädliche

Art abgeleitet (Ableitung in den benachbarten

Bach).

- Auf die Installation einer Entkeimungsanlage im Pumpwerk wird

- mindestens einstweilen - verzichtet. Der Verzicht wird definitiv,

wenn die bakteriologischen Analysen nach Durchführung

der Sanierungsmassnahme keinen Anlass zur Beanstandung

der Wasserqualität geben.

(P. Nänny)

Grundwasserverschmutzung durch Alkylhalogenide: Entstehung von

Dialkylsulfiden unter anaeroben Bedingungen

Alkylhalogenide sind wichtige organische Reagenzien und werden

zum Teil in grosstechnischem Massstab produziert und verwendet.

Im Wasser hydrolysieren solche Substanzen zu den entsprechenden

Alkoholen, wobei die Hydrolysehalbwertszeiten je nach Art der

Verbindung zwischen Sekunden und Jahren liegen.

Bei der Untersuchung einer Grundwasserverschmutzung durch langjährige

chronische Einträge von (hauptsächlich primären) Alkylbromiden

in den Grundwasserleiter wurden im Grundwasser auch

zahlreiche Dialkylsufide gefunden (Abb. 4.19). Diese Verbindungen,

welche mit Hilfe der Gaschromatographie/Massenspektrometrie

identifiziert wurden, sind sowohl vom hygienischen wie vom toxi-

"EDUKTE" UND "PRODUKTE" EINER GRUNDWASSERVERSCHMUTZUNG

"EDUKTE" "PRODUKTE"

R-CH 2 -Br R-CH2-S-CH2-R'

Br-CH2-CH2-CH2-Br

Br-CH2-CH2-CH2-CI

Br -CH2-CH2-CH2-CH2-Br

CH2 CH2,CH 2

S -S

R- CH 2 -S- CH 2 -CH 2 -CH 2 - CI

CH 2 - CH2

CH 2CH2

(R,R'= H,CH 3 , C 2 H 5 , C 3 H 7 , etc.) S —S^ Abb. 4.19

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine