EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

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und ist andererseits grösser in einem pH-Bereich, wo Oxalsäure

an Aluminium-Oxid adsorbiert ist, als in einem pH-

Bereich, wo keine Adsorption stattfindet.

(H. Hohl, Esther Werth, B. Kunz, G. Furrer, W. Stumm)

Die Auflösungskinetik von Oxiden und Aluminiumsilikaten

Für das Studium der Verwitterungsreaktionen von Silikaten ist

es unumgänglich, zunächst einfache Modellreaktionen - wie die

Auflösung schwerlöslicher Oxide - quantitativ zu verstehen. Zu

diesem Thema bietet die Literatur ein umfangreiches, aber uneinheitliches

Material über Reaktionsgeschwindigkeiten und Reaktionsordnungen.

Aus zahlreichen Arbeiten geht hervor, dass

adsorbierbare Anionen die Auflösung im sauren Bereich katalysieren.

Es liess sich nun zeigen, dass für Systeme MeO n / H+ /Anion die

Auflösungsgeschwindigkeit R mit dem generellen Ansatz

R = k.[H + ]°® A

beschrieben werden kann. (DA ist der Bedeckungsgrad der Oxidoberfläche

mit einem anionischen Oberflächenkomplex, der sich

in vielen Fällen durch eine Adsorptions-Isotherme * ) beschreiben

lässt. Damit kann der Anschluss an frühere Arbeiten (Laura Sigg,

R. Kummert) hergestellt werden, die die Anionenadsorption an

oxidischen Grenzflächen quantitativ beschreiben.

Die reaktionsbegünstigende Wirkung der Oberflächenkomplexe beruht

auf der Reduktion der positiven Oberflächenladung. Zur

Auflösung einer Formeleinheit MeO n müssen nun weniger als 2n

H+ -Ionen an die Grenzfläche herangeführt werden.

Untersuchungen an Modellsystemen (y-Al203/Oxalat, passives

Aluminium/Oxalat + Fluorid) belegen, dass Oberflächenkomplexe

auch im schwach sauren Gebiet die Auflösungsgeschwindigkeit bestimmen.

Die an diesen Systemen erarbeiteten Modellvorstellungen

lassen sich - vorläufig qualitativ - auf Mischoxide und

somit auch auf Silikate übertragen. Damit kann die Richtung

vorgegeben werden, die zur gezielten Untersuchung von Verwitterungsreaktionen

einzuschlagen ist.

(R. Grauer, Vera Zutic, G. Furrer)

Immissionsmessungen in der Umgebung einer Müllverbrennungsanlage

Die Müllverbrennung ist seit langem als wichtige Quelle von Luftverunreinigungen

bekannt. Im Vordergrund standen in der Vergangenheit

die Emissionen von Staub und Salzsäure; in jüngster Zeit

wurden in der Literatur auch Schwermetallemissionen als wichtig

erkannt.

*) Die Adsorptions -Isotherme beschreibt den Zusammenhang zwischen

Bedeckungsgrad einer Feststoffoberfläche und der

Konzentration der adsorbierten Teilchensorte in der Lösung.

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