EIDG. TECHNISCHE HOCHSCHULEN . Eidg. Anstalt für ...

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Elementkonzentrationen von Mn, Ca, Mg, Cl, K, Sr und Ba durch rein

instrumentelle Bestimmung (INAA) ermittelt. Als Ergebnis dieses

Versuches wurden für 13 Proben an 4 Probenahmestellen insgesamt

208 Informationen über die Elementgehalte im Grundwasser Tüffenwies

während des Durchlaufs durch die Rinnen erhalten. Dieses

Zahlenmaterial erlaubt u.a. die folgende wichtige Schlussfolgerung:

Zwischen den Proben, die bei den Filtrationen in situ und im "Reinen

Werkraum" gewonnen wurden, sind keine signifikanten Konzentrationsunterschiede

sichtbar, d.h. die Filtration ist ohne Kontaminationsgefahr

direkt am Probenahmeort möglich.

Die Durchschnittsgehalte für die "essentiellen" - im Rahmen dieser

Versuchsreihe bestimmten - Elemente wiesen die folgenden Werte

auf, angegeben in ug/l. Zum Vergleich sind in Klammern die in

der Praxis erreichbaren Nachweisgrenzen der von uns entwickelten

neutronenaktivierungsanalytischen Methode aufgeführt:

Mo 1.41 (0.1) Co 0.033 (0.018)

As 0.85 (0.005) Zn 2.1 (0.8)*

Cu 0.72 (0.001) Fe 7.5 (5.0)

* für 65 Zn; für die Messung des 69m Zn beträgt die Nachweisgrenze

0.05 pg/l.

(K. Farrenkothen)

Anreicherung von Metallspuren in Wasserproben durch Aufkonzentrierung

im Vakuumrotationsverdampfer

Die Metallkonzentrationen in Fluss-, Regen-'und Firnwasserproben

liegen oft unterhalb der analytischen Atomabsorptionsspektroskopie-Nachweisgrenzen.

Dadurch wird die Aussagekraft der betreffenden

Analysenresultate in bezug auf örtliche und zeitliche Aenderungen

eingeschränkt. Deshalb wurde eine Probenkonzentrierung

mit Vakuumrotationseindampfung entwickelt und an Hand von Flusswasserproben

überprüft. Die Nachweisgrenzen der AAS-Messung sind

im Vergleich zu den Originalproben rund 10 mal tiefer (z.B. beim

Cd 10 -8 g/1), wenn auf 6-10 % des Originalvolumens eingedampft

wird.

Weder die Flammen- noch die Graphitrohrmethode werden durch Zusatz

von HNO 3 als Probenkonservierungsmittel, durch Schwebstoffe

oder durch Schwermetall-Blindwerte (Pb, Cu, Cd) gestört. Durch

das Verfahren eingebrachte Blindwerte von Na, K und Mg sind bis

50 mal kleiner als bei der früher verwendeten "TECATOR"-Methode

(offenes System, Siedesteine) und haben selbst bei der Anreicherung

von Regenwasser keine Bedeutung.

Mit der aus 4 Eindampfeinheiten bestehenden Anlage können pro

Mann-Arbeitstag bis zu 16 Einzelproben angereichert und analysiert

werden. Das Verfahren wird seit dem 1. Januar 1980 für

die meisten Projekte zur Charakterisierung natürlicher Gewässer

eingesetzt.

(H. Bader, D. Ïistler)

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