1,6 MB - Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs

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1,6 MB - Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs

WAGGGS-„Bronze Medal“ für Monika Fabjan

Der Pfadfinderinnen-Weltverband würdigte die Innsbruckerin Monika Fabjan für ihre jahrelange herausragende Arbeit

mit einer seiner höchsten Auszeichnung. Die 57-jährige Tirolerin ist wesentlich am Aufbau der osteuropäischen

Pfadfinderinnenverbände beteiligt.

REYKJAVIK/ISLAND (red.). Im Rahmen

der Europakonferenz in Island würdigte

der Weltverband der Pfadfinderinnen

Ende April die Österreicherin Monika

Fabjan mit der „Bronze Medal“. Diese

Auszeichnung der „World Association of

Girl Guides and Girl Scouts“ wird nur

sehr selten und für besonders herausragende

Leistungen vergeben. Die langjährige

Funktionärin der Pfadfinder und

Pfadfinderinnen Österreichs hat sich vor

allem im Aufbau von Pfadfinderinnenverbänden

in Osteuropa einen Namen

gemacht.

Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung

konnten in den meisten ehemaligen

Sowjetrepubliken und Staaten des einstigen

Ostblocks wieder florierende Pfadfinderinnenorganisationen

errichtet

werden. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs

war die weltweit größte unabhängige

Kinder- und Jugendbewegung in

diesen Staaten verboten.

Impulse für die Pfadfinderbewegung

im Osten

Monika Fabjans pfadfinderische Laufbahn

begann in den frühen sechziger

Jahren in einer Innsbrucker Gruppe, die

Monika Fabjan (links): „Mutter“ vieler

Pfadfinderinnenverbände in Osteuropa

Europe Youth and Globalization

Es waren nicht etwa die Minister oder Präsidenten

der Mitgliedstaaten, sondern 400

junge Menschen aus Europa und allen

Kontinenten der Erde. Eröffnet wurde die

Beratungsgespräche durch eine Rede des

Generalsekretärs des Europäischen Rates

und von zwei Gastrednern, Kumi Naidoo

(Weggefährte Nelson Mandelas) und Jean-

Francois Rischard (Vizepräsident der

Weltbank).

Neben einem umfangreichen Begleitprogramm

zum kulturellen Näherkommen

wurde zu sehr konträren Themen disku-

Foto: PPÖ

So lautete der Titel einer dreitägigen Veranstaltung des Europäischen Rates

(Council of Europe), der sich mit den Herausforderungen Europas und seiner

Rolle in der Zukunft beschäftigte.

tiert, die so unterschiedlich waren wie die

Teilnehmer selbst. Der Meinungsaustausch

fand in 25 Workshops zu sechs großen

Problemfeldern der Gegenwart und

der Zukunft statt.

• Democratic Governance and Youth

Participation

• Human Rights and Global Responsibilities

• Culture and Diversity

• Sustainability

• Peace

• Education and Employment

ppö brief 2/2004

Internationales

sie gemeinsam mit gleichaltrigen Mädchen

ins Leben gerufen hatte. Nach einigen

Jahren als Jugendleiterin in mehreren

Innsbrucker Gruppen wurde sie bereits

mit 17 stellvertretende Landesführerin

des Tiroler Pfadfinderinnenverbandes.

In den siebziger Jahren verlagerte sie

ihr Engagement auf die Bundesebene der

Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs.

Schon zu Beginn der achtziger Jahre

nahm Monika Fabjan erste Kontakte zu

Pfadfindergruppen in Ungarn und der

damaligen Tschechoslowakei auf, die im

Untergrund tätig waren. Nach dem

Zerfall der Sowjetunion wurde sie aufgrund

ihrer Erfahrungen vom Weltverband

beauftragt, den Aufbau der Pfadfinderverbände

aller osteuropäischer Staaten

zu fördern. Heute ist die Pfadfinderbewegung

in fast allen diesen Staaten

neu erblüht und erfreut sich nach wie vor

steigender Zuwachsraten.

Ziel der Konsultationen auf Einladung des

Europäischen Rates war, die Sichtweise

und Bedürfnisse von jungen Menschen zu

erörtern, um die Schwerpunkte im kommenden

Dreijahresplan 2006 – 2009 den

Anforderungen der jungen Menschen

bestmöglich anpassen zu können.

Der Weltverband und das Europabüro der

Pfadfinder war mit nicht weniger als 17

Teilnehmern vertreten. Die Aufgabengebiete

der Pfadfinder reichten von der Moderation

von Workshops, wie zum Beispiel

„Nicht Formale Erziehung“ oder „Jugendpartizipation

in Entscheidungsprozessen“

bis zur abschließenden Rede als Hauptberichterstatter.

Alexander Söllei

Vertretung WOSM bei der UNO

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