GRANITMUSEUM HAUZENBERG

freilichtmuseum.de

GRANITMUSEUM HAUZENBERG

GRANIT INNOVATIV

Pflaster- und Randsteine aus Granit sind Massenware des neunzehnten

Jahrhunderts. Fußboden- und Arbeitsplatten, Wandpaneele und Grabtafeln

schneiden die Sägen des zwanzigsten Jahrhunderts in allen Ländern der

Erde. Werksteine für Denkmäler und Haus- und Brückenbauten sind aus der

Mode gekommen.

Wie vielfältig Granit im einundzwanzigsten Jahrhundert eingesetzt werden

kann, weiß nur die Elite der Bauherrn und Architekten. Die Granitindustrie

braucht ein Forum.

Für schwierige Bauzwecke mit dreidimensionalen Verläufen werden auf computergesteuerten Maschinen

Bodenplatten, Treppenstufen und Werksteine maßgenau und termintreu hergestellt und baufertig

geliefert.

Die hohe Druckfestigkeit des Granits wird durch Vorspannen oder Armieren mit Stahl für Zug-, Biegeund

Drehbelastungen konditioniert.

Kaschieren auf Aluminiumhohlpaneele ermöglicht große homogene Steinflächen mit geringem Gewicht.

Dünnschliffe auf Verbundglas machen dichten Granit lichtdurchlässig wie die berühmte Onyxwand der

Villa Tugendhat (1930) in Brünn.

Mit gewaltigen schwimmenden Kugeln und Scheiben aus Granit setzt die Granitindustrie des Bayerischen

Waldes neue Maßstäbe für die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Bildhauer wie Herbert Peters, Gabi Berger, Ulrich Rückriem, Hansjörg Voth oder Alfred Görig verlangt

es nicht nach exotischen Steinen, sie suchen authentisches Material, wie sie es im Bayerischen und

Oberpfälzer Wald, im Fichtelgebirge, im Mühlviertel oder in der Bretagne finden. Die Künstler brauchen

Natursteinbetriebe, die Material bereithalten und nach Bedarf abbauen. Sie brauchen Partner in der

Industrie, die Bearbeitungstechnik, Ingenieurleistung und Logistik zuverlässig und Neuem aufgeschlossen

erbringen.

Welche technischen und ästhetischen Möglichkeiten Granit als Zuschlagstoff

zu Stahlbeton bietet, wird von der Wissenschaft geprüft.

Verbunde mit Keramik, Glas-, Natur- und Polymerfaser

stecken noch ganz in den Anfängen. Wann werden wir Granit rollen,

falten und knüllen können?

In Portugal wird aktuell mit Förderung der Europäischen Union ein

Forschungs- und Bildungszentrum für Naturstein aufgebaut. Landkreis

Passau und Stadt Hauzenberg beginnen 2003 mit der Errichtung

eines Granitzentrums.

Ein internationaler Ideenwettbewerb »Granit im öffentlichen

Raum« hat 2001 zeitgemäße Modelle für serienmäßig herzustellende

Gestaltungselemente erbracht: Hans Polterauer, Hubert

Maier, Stephen Richards und Christian Zeitler zählen zu den Preisträgern.

Für die Ausstellung »Bauen mit Stein« hat die Josef Kusser GmbH

& Co. KG Beispiele innovativer Granitverwendung bereitgestellt.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine