Juni - S&D-Verlag GmbH

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Juni - S&D-Verlag GmbH

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

Diese Ausgabe wurde von Ihrer Apotheke bezahlt

Chili: Klein, scharf,

bekömmlich

Heidelbeersaft verbessert

das Gedächtnis

Die Sonne lockt

und viele vergessen

alle Vorsicht

DAS ORIGINAL

06 | 2010


inhalt www.naturheilkunde-und-gesundheit.com

09

Gedopte Arbeitnehmer

werden immer mehr

12

Orthomolekulare

Ernährungsmedizin

Pflaster gibt’s in der Apotheke.

Blut nicht!

20

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Foto: © wikipedia

Nachgefragt

04 Arthrose – Der Feind Ihres Bewegungsapparates

Themen des Monats

03 Erdbeeren – süß, rot und unwiderstehlich

06 Lavendelöl – Gegen Angst ist ein Kraut gewachsen

07 Sonnenbrand: Die Sonne lockt und viele vergessen alle Vorsicht

22 Reisezeit – Durchfallzeit

22 Ich höre gut, aber wie lange noch?

22 Zahl des Monats

23 Körnerkissen schaffen Linderung

23 Heidelbeersaft verbessert das Gedächtnis von Senioren

27 Zeckenalarm

Alternative Heilmethoden

06 Duftöl hilft Schmerzmittel sparen

12 Sieben von zehn Menschen fehlen Mikronährstoffe

20 Pflaster gibt’s in der Apotheke. Blut nicht!

26 Mit Augentrost gegen Glubschaugen

29 Tee & mehr aus der Apotheke: Der Frauenmantel

30 Heilpflanze des Monats: Der Sonnenhut

30 Naturheilkunde-Wissen

32 Neue Serie: Homöopathie

Ratgeber Gesundheit

08 Zahngesundheit: Zahnstein natürlich entfernen

09 Männergesundheit: Gedopte Arbeitnehmer

10 Chili: Klein, scharf, bekömmlich

10 Gewürze: Lecker auf der Zunge, hilfreich im Darm

11 Guter Rat aus Ihrer Apotheke: Blasenentzündung

14 Aphten, die geheime Volkskrankheit

15 Thymianöl kann Entzündungen lindern

18 Braunhirse präsentiert sich in ihrer Ganzheit

24 Sushi-Wurm aus rohem Fisch bohrt Magen an

28 Serie Vitamine: Hafer enthält Radikalfänger

Rubriken

16 Kalender mit Poster

25 Pflanzenrätsel

31 Impressum

31 Vorschau

04

Arthrose – Der Feind des

Bewegungsapparates

Foto: © Fotolia

Titelfoto: © Fotolia


Es ist wieder so weit, die Erdbeersaison ist in vollem Gange und überall sind die leckeren Früchtchen

frisch erhältlich. Gehen Sie sorgfältig mit den empfindlichen Früchten um und genießen Sie das unvergleichliche

Aroma der frischen Früchte.

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„frau & gesundheit“ das Magazin für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden Monats die

Apotheken-Kundenzeitschriften: Naturheilkunde & Gesundheit,

die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke, Unsere besten Freunde,

gesunde und spannende Infos für Tierfreunde,KOPFfit, für Gehirnjogging

und Gedächtnistraining, Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben

sowie SUDoku, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Erdbeeren – süß, rot und unwiderstehlich

Heimische Erdbeeren gibt es von Mai bis Juli

zu kaufen oder direkt auf dem Feld zu

pflücken. Je nach Sorte sind Erdbeeren hellbis

dunkelrot gefärbt und rundlich, oval bis

spitz geformt. Achten Sie beim Kauf auf

Druckstellen, die Erdbeeren sind äußerst

druckempfindlich und deshalb leicht verderblich.

Frische Früchte erkennt man an

den knackig grünen Kelchblättern und einer

glänzenden Oberfläche.

Erdbeeren sind sehr empfindlich. Waschen

Sie die Früchte nur kurz und vorsichtig in

stehendem, kaltem Wasser. Danach entfernen

Sie Stiel und Kelchblätter und verarbeiten

die Früchte je nach Rezept weiter. Am

besten schmecken Erdbeeren ganz frisch,

ihr Aroma leidet bei der Lagerung. Länger

aufbewahren lassen sich Erdbeeren durch

einfrieren. Beim Auftauen werden die

Früchte weich und matschig und sie eignen

sich dann für Fruchtpürees im Dessert,

in Kuchen oder Sorbets.

Erdbeeren können ohne schlechtes Gewissen

genascht werden, denn sie enthalten

pro 100 g nur 32 kcal. Sie bestehen zu fast

90 % aus Wasser und liefern zudem eine gan-

ze Menge an gesunden Inhaltsstoffen. Mit

200 g Erdbeeren kann der Tagesbedarf an

Vitamin C (100 mg) gedeckt werden, denn

sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen.

Weitere nennenswerte Inhaltsstoffe sind

Folsäure, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe.

Die enthaltenen organischen Säuren

und Aromastoffe haben eine positive Wirkung

auf die Verdauung.

Erdbeer-Käse-Salat (4 Personen)

Zutaten: 400 g Erdbeeren; 75 g Kochschinken;

150 g Brie; 50 g Magerquark; 100 g Joghurt;

2 EL Zitronensaft; 2 TL Salatöl; 1 TL

Honig; je 1 Prise Salz, Pfeffer

Zubereitung: Erdbeeren waschen, putzen

und halbieren. Schinken in feine Streifen

und Käse in Würfel schneiden. Obst, Schinken

und Käse auf Tellern anrichten. Aus

Quark, Joghurt, Öl, Zitronensaft, Honig, Salz

und Pfeffer eine Salatsoße rühren. Vorsichtig

löffelweise über den Salat geben.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 3

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nachgefragt

Arthrose

Der Feind Ihres Bewegungsapparates

Das menschliche Skelett

besteht aus über

200 Knochen, die meistens

durch Gelenke miteinander

verbunden sind.

Die Gelenkflächen wiederum

sind mit Knorpel und

Gelenkschmiere überzogen –

erst das macht die schmerz-

freie Bewegung möglich.

Etwa sechs Millionen

Menschen leiden in

Deutschland unter Gelenk-

verschleiß – Tendenz leider

steigend.

4 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

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Eine der Ursachen für Arthrose ist Bewegungsmangel;

Übergewicht und Haltungsschäden

beschleunigen zusätzlich den Verschleiß.

Betroffen sind häufig die Knie- und

Hüftgelenke, schließlich sind sie täglich den

größten Belastungen ausgesetzt. Sie tragen

unser Körpergewicht und sind häufig Opfer

von Sportunfällen.

Viele Orthopäden haben sich darum auf diese

Gelenke spezialisiert. Doch Vorsicht: Verdient

der Orthopäde sein Geld vornehmlich

mit Gelenkspiegelungen (Arthroskopie),

landet man bei Kniebeschwerden schnell

auf dem OP-Tisch. „Gelenktoilette“ wird

dieser Eingriff genannt, bei dem das Gelenk

inspiziert und der Knorpel geglättet wird.

Doch die Knorpelschicht ist dünn: Nach 3maligem

Glätten ist die Knorpelschicht verschwunden.

Dann folgt die Beratung über

künstliche Kniegelenke...

Fortschreitende Arthrose am

Kniegelenk

Nichts gegen die Arthroskopie und künstliche

Gelenke. Sicherlich konnte damit schon

vielen Patienten mit fortgeschrittener Gelenkerkrankung

geholfen werden. Doch Vorbeugung

ist besser. Selbst bei vorgeschädig-

Mögliche von Arthrose

betroffene Gelenke

ten Gelenken gilt der Grundsatz: Wer rastet

– der rostet. Verräterisch für eine beginnende

Arthrose ist der sogenannte „Anlaufschmerz“,

der typischerweise durch Bewegung

verschwindet. Hier kann man noch viel

retten, ohne zum Skalpell zu greifen. Tägliche

Bewegungseinheiten erhalten die Gelenkfunktion,

große Belastungen sollten dabei

aber vermieden werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Hyaluronsäure und Chondroitin sorgen in

den Gelenken für eine „reibungslose“ Funktion.

Leider kann die körpereigene Produktion

der beiden Substanzen mit zunehmendem

Alter abnehmen. Bei Arthrose kann

Hyaluronsäure, die aus Hahnenkämmen

oder aus Streptokokken-Kulturen (Bakterien)

gewonnen wird, in die Kniegelenke gespritzt

werden. Eine Behandlung mit Hyaluronsäure

wird von den gesetzlichen Krankenkassen

in der Regel nicht erstattet, da

sie als wirkungslos gilt.

Chondroitin bindet große Mengen an Flüssigkeit

und verleiht dem Knorpel seine Elastizität

und stoßdämpfenden Eigenschaften.

Es wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel

zur Unterstützung einer Arthrose-Therapie

angeboten. Verschiedene klinische Testreihen

zeigten jedoch keinerlei Wirkung von

Chondroitin bei Arthroseschmerzen.

Was wirklich hilft

Bei beginnender Knie- oder Hüftgelenksarthrose

sollte als Erstes ein evtl. vorhandenes

Übergewicht reduziert werden, um die

Gelenke zu entlasten. Eine Studie der Deutschen

Ersatzkassen zeigte, dass Akupunktur

ein wirksames Mittel ist gegen Arthroseschmerzen

im Kniegelenk. Auch Weidenrindenextrakte

(Salicylsäure) aus der Apotheke

eignen sich zur Behandlung der Arthroseschmerzen.

Auch berichten viele Patienten

Fotos: © wikimedia

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

über eine Besserung der Symptome nach

Einnahme von Braunhirse. Auszüge aus der

südafrikanischen Teufelskralle (Harpagophytum)

zeigen ebenso eine therapeutische

Wirkung wie auch Kieselerde. Auch hoch dosiertes

Vitamin E (bis zu 1000 I.E. täglich)

kann die Entzündungsprozesse im Gelenk

mildern. Bei akuten Reizzuständen der Gelenke

mit Überwärmung und Schmerzen

bringen kühlende Maßnahmen wie Quarkauflagen,

Kühlkompressen oder Pferdesalbe

kurzfristig Linderung.

Erfolgversprechend sind die Ergebnisse

zweier Studien mit Blutegeln, die von der

Karl und Veronica Carstens-Stiftung unterstützt

wurden. Es zeigte sich, dass Blutegel

wirksamere Schmerzlinderung brachten, als

eine handelsübliche Salbe mit dem

Schmerzmittel Diclophenac. Eine einmalige

Behandlung mit Blutegeln brachte bei

70 Prozent der Betroffenen eine Schmerzlinderung,

die sechs Monate anhielt. Das

erreichte keine andere Methode

Blutegel im Einsatz

Sachliche und

kompetente

Informationen zum

Thema Arthrose

erhalten Sie in

Ihrer Apotheke

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 5


themen

des

monats

Lavendelöl – Gegen Angst ist ein Kraut gewachsen

6 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Zwischen zwei und sieben Prozent der Bundesbürger leiden an einer

generalisierten Angsterkrankung. Dagegen gibt es seit Februar ein

wirksames rein pflanzliches Medikament, dass den Vergleich mit seinen

chemischen Vorläufer Lorazepam nicht zu scheuen braucht.

Angststörungen

In der Phyto- und der Aromatherapie ist die

beruhigende und krampflösende Wirkung von

Lavendelöl schon seit Jahrhunderten bekannt.

Jetzt gibt es auch ein vom Bundesinstitut

für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenes

rein pflanzliches Medikament für

diesen Zweck, das in zwei klinischen Studien

bestand. Bereits zwei Wochen nach Beginn

der Einnahme von Lavendelölkapseln verbesserten

sich die Angstzustände nachweislich.

Am Ende der Studie, nach 10 Wochen, fühlten

sich 74 % der Patienten viel besser bzw. sehr

viel besser. Auch verbessert sich die Schlafqualität

der Patienten erheblich. In einer

zweiten Studie wurde das Lavendelöl mit dem

klassischen Medikament zur Behandlung von

Angstzuständen, Lorazepam, verglichen und

es stellte sich heraus, dass sich 70 % der

Patienten unter Lavendelöl gegenüber nur 51

% unter Lorazepam viel besser oder sogar

sehr viel besser fühlten. Betrachten wir die

möglichen Nebenwirkungen von Lorazepam,

psychische oder physische Abhängigkeit mit

schwersten Entzugserscheinungen wie bei

Alkohol und Heroin, Müdigkeit, Schwindelgefühle

und niedriger Blutdruck, so finden sich

bei Lavendelöl höchstens ein Atemgeruch

nach Lavendel. „Sedierende Effekte wurden

dagegen bei Lavendelöl nicht beobachtet“,

betonte Professor Markus Th. Gastpar, Berlin.

„Ein Aspekt, der für die Bewältigung der täglichen

Aktivitäten der Patienten von großer

Bedeutung ist“, führt er weiter aus und fährt

fort mit der Aussage, dass Lavendelöl selbst

bei Langzeitgebrauch eine hohe Sicherheit

bei guter Verträglichkeit biete.

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Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Die Sonne lockt uns ins Freie und viele vergessen alle Vorsicht.

Obwohl heutzutage jeder über die krebserregende

Wirkung der Sonnenstrahlen und

somit über die Notwendigkeit von ausreichendem

Sonnenschutz bescheid wissen

sollte, sieht man leider immer noch Menschen

in Freibädern und an Baggerseen, mit

einer stark geröteten Haut, teilweise mit

Blasenbildung. Einige wollen mit Gewalt

braun werden, andere haben schlicht vergessen

wie lange sie schon in der Sonne waren.

Selbst ein Sonnenöl mit Lichtschutzfaktor

(LSF) 30 schützt nicht den ganzen Tag vor

den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne und

ein Sprung ins kühle Nass wäscht den Sonnenschutz

wieder ab.

Hinterher ist man immer klüger

Wenn, aller Warnungen zum Trotz, die Haut rot ist und brennt und

sich vielleicht sogar ein paar Blasen gebildet haben, dann müssen

die Schmerzen gemildert und die verbrannte

Haut geschützt werden. Wichtig ist vor allen

Dingen vorhandene Blasen nicht aufzustechen,

denn das öffnet Einlassstellen

für Infektionserreger. Als hervorragendes

„Kühlmittel für die brennenden Hautstellen

eignet sich ein Gel mit Aloe vera, denn es

kühlt und lindert dadurch rasch die

Schmerzen.

Eine Salbe mit Pappelknospenextrakt enthält

natürliche Salicylate, die entzündungshemmend,

antibakteriell und heilungsfördernd

sind. Auch Salben mit Kamillenblütenextrakten

können zum Einsatz kommen, denn sie

hemmen wirkungsvoll Entzündungen.

Eichenrindenextrakt als Badezusatz wirkt

durch seine Gerbstoffe zusammenziehend

und zeigt auch bei Sonnenbrand eine gute

Heilwirkung. Die homöopathische Apotheke

hält Cantharis, ein hervorragendes Mittel gegen

den schmerzenden Sonnenbrand mit

Bläschen, bereit. Auch kühlende Umschläge

oder Kompressen aus Quark wirken kühlend

und schmerzlindernd auf die verbrannte Haut. Hierzu einfach normalen

Quark etwa fingerdick auf ein Baumwolltuch auftragen und

die verbrannten Hautstellen damit bedecken. Wenn der kühlende

Effekt nachlässt, einen neuen Wickel auflegen.

Zur Vermeidung

von Sonnenbrand

hält Ihre Apotheke

Sonnenschutzmittel

und After-Sun-Pflegeprodukte

für Sie bereit.

Ihr Apothekenteam

berät Sie gerne.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 7

Fotos: © Wikipedia


atgeber gesundheit Serie: Zahngesundheit

Foto: © Wikipedia

natürlich entfernen

Gegen Zahnstein scheint bei

manchen Mitmenschen kein

Kraut gewachsen: Trotz intensivem

Putzen lagert sich der

feste, gelbliche Belag immer

wieder an den Zähnen an.

Wer dann beim Lächeln Zähne

zeigt, gerät schnell in den Verdacht,

ein „Zahnputzmuffel“

zu sein, zumal Zahnstein häufig

von Mundgeruch begleitet

wird. Dabei kann hartnäckiger

Zahnstein auch andere Ursachen

haben, wie die Zusammensetzung

des Speichels,

erbliche Veranlagung oder eine

unregelmäßige Zahnstellung.

8 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Zahnstein und die Folgen

Verantwortlich für Zahnstein sind die Milliarden

von Bakterien, Pilzen und Amöben, die

sich im Mund tummeln. Sie lagern sich in

Form von Zahnbelägen, auch Plaques genannt,

auf den Zähnen, in den Zwischenräumen

und den schlecht erreichbaren

Zahnfleischtaschen an.

Restlos kann man sie auch mit Zahnbürste

und Zahnseide nicht entfernen. Bakterien,

die im Mund verbleiben, produzieren Faulgase,

die man als Mundgeruch wahrnimmt.

Nach und nach mineralisieren die Zahnbeläge

durch den Speichel und es entsteht Zahnstein.

Wird er nicht entfernt, kann es zu

Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) bis

hin zur Parodontitis kommen.

Sanft und natürlich entfernen

Zahnstein entfernt normalerweise der

Zahnarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen.

Einmal pro Jahr wird dies in der

Regel von den Krankenkassen bezahlt. Wer

zusätzlich etwas für seine Zahngesundheit

tun möchte, findet in seiner Apotheke ein

wirksames "Hausmittel" auf Basis rein natürlicher

Inhaltsstoffe. Die ätherischen Öle

aus den Kernen von Grapefruit und Trauben

sind kombiniert mit Kräuterextrakten aus

Thymian, Rosmarin und Pfefferminze. Bei

regelmäßiger Anwendung lösen sie sanft

den Zahnstein, bekämpfen Zahnfleischentzündungen

und stoppen Mundgeruch sofort.

Und dies – das ist Zahnärzten besonders

wichtig – ohne Säuren, die den Zahnschmelz

angreifen könnten.

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Serie Männergesundheit

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Gedopte Arbeitnehmer immer mehr Normalzustand

Leistungssteigernde Mittel wie Psycho- und Neuropharmaka im Einsatz

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Der Tipp vom Apotheker: Nimmt der Arbeitsstress

überhand, dann sollte zumindest auf eine gesunde

Lebensweise mit Sport, gesunder Ernährung und

Phasen der aktiven Entspannung, z. B. durch ein

Hobby geachtet werden. Nahrungsergänzungsmittel

zum Ausgleich von Ernährungsfehlern durch Stress

hält Ihre Apotheke für Sie bereit.

Immer mehr Arbeitnehmer greifen zu leistungssteigernden

Mitteln, um den Anforderungen

des Arbeitslebens gerecht werden zu können.

Einer Untersuchung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse

(DAK) nach nehmen

bereits rund fünf Prozent der Beschäftigten dopende

Medikamente, um den Anforderungsprofilen

vieler Arbeitgeber nach Ausdauer, Stressresistenz,

Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen

und Kreativität überhaupt zu erfüllen. Arbeitspsychologen

und Mediziner warnen indes

vor enormer Suchtgefährdung.

Aufputschmittel keine Seltenheit

„Tatsache ist, und das belegen internationale

Studien, dass der Druck am Arbeitsplatz in den

vergangenen Jahren massiv zugenommen hat.

Viele Angestellte sind auch angesichts großer

Restrukturierungen in den Unternehmen aufgrund

der Angst um den Arbeitsplatz dazu bereit,

unter schwierigsten Bedingungen zu arbeiten“,

erklärt Michael Lenert, Arbeitspsychologe

bei der Arbeiterkammer Wien. Dem Fachmann

nach ist es nicht ungewöhnlich, dass Mittel genommen

werden, die in schleichende Abhängigkeit

führen.

Die Einnahme leistungssteigernder Präparate

verfehlt langfristig jedoch ihre Wirkung. So haben

Untersuchungen gezeigt, dass davon abhängige

Mitarbeiter weniger produktiv sind. „Angesichts

der Krise und damit einhergehender

Angst um den eigenen Arbeitsplatz legt dies die

Befürchtung nahe, dass es zu einem weiteren

Doping-Anstieg kommt“, schätzt Lenert. Es sei

ein Trugschluss zu glauben, dass Alltagsdoping

mit Kaffee oder Energy Drinks langfristig hilft.

Problematisch sei, dass viele bereits zu verschreibungspflichtigen

Medikamenten greifen.

Die künstlichen Leistungssteigerungen am Arbeitsplatz

haben jedoch ihren Preis, der sich vor

allem in Nebenwirkungen wie Desorientiertheit,

Schlafstörungen und sogar suizidalen Folgen

niederschlagen kann. „Gegen die Anspannung

am Arbeitsplatz helfen oft nur ausgleichende

Freizeitaktivitäten“.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 9


atgeber gesundheit

Chili –

Klein, scharf,

bekömmlich

Ein weiteres Gewürz mit Heilwirkung

ist der Chili.Bereits die

amerikanischen Ureinwohner

nutzten Paprika als Heilmittel,

unter anderem gegen Zahnschmerzen

oder Arthrose.

Scharfe Gewürze wirken verdauungsfördernd.

Besonders fettreiche Speisen können

besser verdaut werden. Außerdem

wirkt Chili antibakteriell, so dass krankmachende

Mikroorganismen im Darm keine

Chance mehr haben. Magen-Darm-Infektionen

sowie Durchfall wird vorgebeugt. Im

10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Mund wird der Speichelfluss angeregt,

wodurch Mund und Zähne besser von Nahrungsresten

gereinigt werden.

Die scharfen Anteile der Gewürze erhöhen

das Geschmacksempfinden, hierdurch werden

die eigentlichen Geschmacksrichtungen

süß, sauer, bitter, salzig oder umami

besser wahrgenommen. Der Chilischärfe

wird auch nachgesagt, dass sie glücklich

macht, denn durch den Schmerzreiz werden

Endorphine ausgeschüttet, die eine euphorische

Wirkung haben. Durch die antibakterielle

Wirkung lassen sich Speisen in wärme-

ren Ländern besser aufbewahren, denn das

Wachstum von Mikroorganismen und Krankheitserregern,

welches durch das Klima

besonders begünstigt ist, wird somit gehemmt.

Capsaicin ist appetitanregend und

aktiviert den Stoffwechsel sowie den Kreislauf.

Koreanische Wissenschaftler stellten

in einer Studie mit 100 Frauen fest, dass ein

erhöhter Konsum an scharfen Paprika das

Körperfett reduzieren kann.

Lecker auf der Zunge, hilfreich im Darm

Gewürze bringen nicht nur Abwechslung in

die Küche, sie machen unser Essen auch bekömmlicher.

Das haben Wissenschaftler der

Ludwig-Maximilians-Universität München

und der Technischen Universität München

nachgewiesen.

Die Forscher entdeckten, dass die Rezeptoren

für Thymol und Eugenol, den Aromastoffen

des Thymians und der Gewürznelken,

nicht nur in der Nase vorkommen,

sondern auch in den sogenannten Sensorzellen

der Schleimhaut im Magen-Darm-

Trakt. In ihren Experimenten konnten die

Forscher zeigen, dass die Gewürze sowohl

die Muskelbewegung des Darms als auch die

Produktion und Freisetzung von Verdauungssäften

fördern.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler ermöglichen

völlig neue Ansätze bei der Behandlung

von Verdauungsbeschwerden.

Demnach könnten Aromastoffe geeignet

sein, Verstopfung, Durchfall oder Darmentzündungen

positiv zu beeinflussen.

Gewürznelken sind zum Beispiel in den verschiedenen

Curry-Mischungen enthalten

und Thymian ist in den provenzalischen

Kräutern (Herbes de Provence) enthalten.

Mit diesen Gewürzmischungen lässt sich

auch Grillfleisch hervorragend würzen und

sie sorgen für eine gute Verdauung.

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Serie: Guter Rat aus Ihrer Apotheke

Nasser Badeanzug

kann Blasenentzündung verursachen

Ein paar Minuten zu lange im nassen Bikini, schmutzige Toiletten,

ein frisches Lüftchen - und am nächsten Tag brennt es beim Wasserlassen.

Für viele Mädchen und Frauen endet der Besuch im Freibad

mit einer Blasenentzündung. Verantwortlich für diese Infektion

sind Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase gelangen und

dort eine Entzündung verursachen. Eine Blasenentzündung passiert

besonders leicht bei Nässe und Kälte. „Durch die feuchte Badebekleidung

kann der Unterleib stark auskühlen und die Abwehrkräfte

schwächen”, erklärt Frauenärztin Dr. Christiane Kutter-Deest. Die

Bakterien haben nun leichtes Spiel. Nach dem Schwimmen sollte

man deshalb sofort die nassen Badesachen ausziehen, den Körper

gut abtrocknen und in trockene Kleidung schlüpfen.

Die Blasenentzündung ist ein weit verbreitetes Leiden. Frauen erkranken

wesentlich häufiger an einer Blasenentzündung als Männer

- jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben. Das liegt an

anatomischen Ursachen, denn die Harnröhre bei Frauen ist nur zwischen

2,5 und vier Zentimeter kurz und der Ausgang zur Harnröhre

liegt im Scheideneingangsbereich, der immer von Bakterien besiedelt

ist. Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung sind brennende

Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, obwohl

die Blase leer ist, übel riechender Urin und Schmerzen im Blasenbereich.

In den meisten Fällen ist eine Blasenentzündung ungefährlich. „Bei

leichteren Entzündungen reicht es, sich in der Apotheke einen harntreibenden

Tee zu kaufen”, empfiehlt Dr. Kutter-Deest. „Der spült

die Bakterien aus dem Körper und der Reizzustand legt sich meist

nach ein, zwei Tagen von selbst wieder.” Sobald die Beschwerden

aber stärker werden, über mehrere Tage andauern, sich Blut bzw.

Eiter im Urin befindet und Fieber hinzukommt, sollten Betroffene

schnell einen Gynäkologen oder Urologen aufsuchen. „Eine verschleppte

Harnwegsinfektion kann dramatische Folgen haben und

letztendlich sogar lebensbedrohlich werden”, warnt die Frauenärztin.

„Kritisch wird es nämlich, wenn die Entzündung auf die Nieren

übergreift. Das kann zu einer schmerzhaften Nierenbeckenentzündung

führen.”

Gegen eine Blasenentzündung

hält Ihr Apotheker wirksame

Mittel bereit, auch für

Ihre Reiseapotheke

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 11

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alternative heilmethoden

Orthomolekulare Ernährungsmedizin

ergänzt das klassische

Repertoire

Sieben von zehn Menschen

fehlen Mikronährstoffe

Ohne Vitamine, Spurenelemente

und Co. funktioniert

kein Organismus.

Besonderer Bedarf besteht bei

Krankheit oder z. B. auch bei

Stress. Dabei erscheint es

günstig, diese Stoffe je nach

Situation in unterschiedlichen

Zusammensetzungen zu

verabreichen.

Die orthomolekulare Ernährungsmedizin

geht zurück auf den zweifachen Nobelpreisträger

Professor Linus Pauling (*1901 -

†1994). Der Biochemiker stellte die Behauptung

auf, dass wir mit unserer Ernährung

kaum in der Lage sind, uns ausreichend mit

Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen

zu versorgen. Diese Mängel müssen

12 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

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folglich, so seine Behauptung, durch eine

gezielte Zufuhr der richtigen (griechisch:

orthos) Bausteine (lateinisch: molekular)

ausgeglichen werden. Linus Pauling schuf

und verwendete daher den Ausdruck orthomolekulare

Medizin. Als Pauling 1974 in den

Ruhestand ging, gründete er das „Institut

für orthomolekulare Medizin“ in Palo Alto,

Kalifornien, das heute „Linus Pauling Institue

of Science and Medicine“ heißt.

Vitalstoffmangel

durch Pommes & Co.

Heute spricht man eher von orthomolekularer

Ernährungsmedizin, kurz OEM, da es

schließlich um die richtige Ernährung geht.

Mit dieser steht es in Zeiten von Hamburger,

Pommes frites, Softdrinks und Co. bekanntlich

nicht zum Besten. Doch nicht nur Fast

Food und vorgefertigte oder vorgegarte

Nahrungsmittel sind Ursache dafür, dass

vielen Menschen wichtige Vitalstoffe fehlen

können.

Gesunde Richtwerte

für Kranke zu niedrig

Es gibt Lebenssituationen, in denen der Bedarf

an Mikronährstoffen grundsätzlich erhöht

ist. Das aber wird nach Überzeugung

von Kritikern wie dem in Hamm niedergelassenen

Allgemeinmediziner Dr. Michael Gesche

in gängigen Ernährungsrichtwerten


und Verzehrsempfehlungen nicht richtig berücksichtigt.

Denn diese Richtwerte, etwa

die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung,

gelten für Gesunde. Aus Sicht der OEM

führen Krankheiten stets zu einem biochemischen

Ungleichgewicht im Körper, daher

haben akut oder auch chronisch kranke

Menschen einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen,

der, so der Mediziner, „über die

normale Ernährung nur schwer zu decken

ist“. Hinzu kommt nach seinen Angaben,

dass viele Arzneimittel, etwa Antibiotika, Lipidsenker

und auch Diuretika, als „Vitalstoff-

und Vitaminräuber“ fungieren können.

Dieses Ungleichgewicht im Körper

kann durch Nahrungsergänzungsmittel die

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente,

essentielle Fettsäuren und Aminosäuren sowie

weitere sogenannte Vitalstoffe enthalten,

wieder ausgeglichen werden. Die Anhänger

der OEM glauben, dass diese Elemente

in ihrer chemisch reinen Form von

unserem Organismus heilsamer sind als

körperfremde Stoffe wie Pflanzenextrakte,

Heilkräuter oder synthetische Medikamente.

Genau hier setzt die orthomolekulare Ernährungsmedizin

an. Das Konzept geht davon

aus, dass der menschliche Körper eine

ausreichende Menge an Mikronährstoffen

benötigt – Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente,

Aminosäuren, essenzielle Fett-

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Exklusiv aus Ihrer Apotheke

säuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Nur

dann können die Organfunktionen und Stoffwechselprozesse

optimal ablaufen. Der tägliche

Bedarf an solchen Vitalstoffen ist dabei

unterschiedlich. Er hängt nicht nur davon ab,

ob der Betreffende gesund oder krank ist,

sondern auch davon, ob er unter Stress

steht, psychisch belastet ist oder besondere

Leistungen erbringen muss, wie es etwa in

der Schwangerschaft der Fall ist oder bei

Leistungssportlern.

Die orthomolekulare Ernährungsmedizin

verfolgt damit zwei Ziele: Sie will dafür sorgen,

dass der Körper durch eine ausreichende

Versorgung mit Mikronährstoffen gesund,

leistungsstark und widerstandsfähig

bleibt. Neben diesem vorbeugenden Ansatz

gibt es bei bestimmten Erkrankungen auch

die Möglichkeit, den Verlauf durch eine optimierte

Nährstoffzufuhr zu verbessern, wobei

sich die OEM nicht als alternative, sondern

stets als ergänzende Maßnahme zur

schulmedizinischen Therapie versteht.

Professor Linus Pauling schoss jedoch mit

seinen Ernährungsratschlägen weit über

das Ziel hinaus. Er selbst nahm täglich etwa

18 Gramm Ascorbinsäure (künstliches Vitamin

C) zu sich, da er glaubte, damit Erkältungen

und Krebs vorbeugen zu können.

Heute sind die Wissenschaftler des Linus

Pauling Institutes von diesen aberwitzig

hohen Dosierungsempfehlungen wieder

abgekommen.

Über die Grundlagen der

orthomolekularen Medizin

informiert Sie

Ihr Apothekenteam umfassend

und kompetent.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 13


atgeber gesundheit

Die geheime

Volkskrankheit

Tagelang schon hatte Erika van

B. (Name geändert) diese komischen

weißen Flecke auf der

Mundschleimhaut und diese

schrecklichen Schmerzen beim

Essen. Auch das Sprechen fiel

ihr schwerer als sonst und

selbst das Schlucken ihres eigenen

Speichels war schmerzhaft.

Ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt

brachte Klarheit

– Sie litt an Aphten (sprich:

Aften).

So wie Erika van B. erkranken jedes Jahr in

Deutschland viele Menschen an dieser ungefährlichen

aber lästigen Erkrankung. Das

Wort kommt aus dem Griechischen und ist

die Bezeichnung für Mundausschlag. Statis-

14 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

tischen Erhebungen über die Häufigkeit der

Erkrankung in Deutschland liegen nicht vor.

Für die Betroffenen ist es jedoch eine unangenehme

Sache.

Die Diagnose ist einfach und unkompliziert:

kleine rundlich-ovale, linsengroße Bläschen

mit rötlicher Umgebung im Mundraum, auf

denen ein weißlicher Belag aus Blutgerinnselfasern

(Fibrin) zu erkennen ist, sind ein

eindeutiger Hinweis auf die Erkrankung.

Über die Ursache der

Erkrankung gibt es

unterschiedliche Theorien

Einerseits wird eine Immunreaktion gegen

die Mundschleimhaut vermutet, jedoch kann

die Erkrankung durch bestimmte Nahrungsmittel,

Vitamin- bzw. Eisenmangel, Hormone

und kleine Verletzungen hervorgerufen werden.

Auch Inhaltsstoffe von Zahnpasten wie

das Natriumlaurylsulfat (SDS) stehen auf

der Anklageliste. Aphten sind zwar schmerzhaft

und lästig, sie verschwinden jedoch

meistens nach 10 bis 14 Tagen wieder. In dieser

Zeit ist die richtige Mundhygiene besonders

wichtig, um eine Infektion der offenen

Hautstellen mit Bakterien zu verhindern.

Auch sollte eine nichtschäumende Zahnpasta

verwendet werden, da diese meist frei

von Tensiden wie Natriumlaurylsulfat ist.

Hausmittel

Zur Behandlung von Aphten wird auch von einer

Reihe von Hausmitteln berichtet, deren

Wirksamkeit jedoch nicht medizinisch durch

Studien nachgewiesen wurden, die aber

trotzdem einen Versuch wert sind. Besonders

erfolgversprechend scheinen Spülungen

mit Salbeitee oder Kamillentee zu sein.

Auch von Erfolgen mit dem Schüßlersalz

Funktionsmittel 12 (Calcium sulfuricum D6)

wurde berichtet.

Foto: © Wikipedia

Ihr Apothekenteam

berät Sie gerne zu

allen Fragen rund

um die Mundhygiene


Thymian

Foto: © Klosterfrau

Thymianöl

kann Entzündungen lindern

Lange schon ist bekannt, dass

der Stoff Resveratrol, der in

Rotwein enthalten ist, Entzündungen

lindern kann. Für all jene,

die keinen Rotwein trinken

gibt es jetzt eine Alternative.

Bei Entzündungen im Körper wird das Enzym

COX-2 vermehrt ausgeschüttet und erzeugt

die typischen Entzündungsreaktionen

wie Fieber, Schmerzen oder gerötete Haut.

Wird die Produktion von COX-2 durch sogenannte

COX-2-Hemmer vermindert oder gestoppt,

lassen die Beschwerden bald nach.

Seit Merck 2004 das Schmerzmittel Vioxx®

wegen gefährlicher Nebenwirkungen vom

Markt nahm, sind die synthetischen COX-2-

Hemmer in Verruf geraten und es wird verstärkt

nach alternativen Mitteln gesucht. Als

erstes pflanzliches Produkt zeigte Resveratrol

aus Rotwein seine Wirksamkeit. Im Januar

2010 zeigte eine japanische Forschergruppe,

dass es noch weitere hochwirksame

pflanzliche Mittel zur Linderung von Entzündungen

gibt. Hiroyasu Inoue und seine Kollegen

untersuchten die Wirkung ätherischer

Öle von sechs unterschiedlichen Pflanzen:

Thymian, Nelke, Rose, Eukalyptus, Fenchel

und Bergamotte. Sie fanden heraus, dass alle

sechs Öle in der Lage sind die Begleiterscheinungen

von Entzündungen zu lindern

und zwar genau so gut wie Resveratrol aus

Rotwein.

Alle Öle konnten die Menge an COX-2 um

mindestens 25 Prozent verringern, doch Thymianöl

war mit 75 Prozent der Spitzenreiter.

Ätherische Pflanzenöle werden schon seit

langer Zeit als Hausmittel gegen verschiedene

Erkrankungen eingesetzt und finden heute

Verwendung zum Beispiel als Arzneimittel

in der Aromatherapie, in Hustentropfen

oder in anderen Produkten der Phytomedizin.

Hiroyasu Inoue und seine Kollegen sind

überzeugt, dass noch in vielen Pflanzen unentdeckte

Potentiale schlummern und sie

machen sich daran, diese zu entdecken.

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Eukalyptus

Fenchel

Bergamotte

Rose

Gewürznelken

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 15

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06 Sonntag

13 Sonntag

20 Sonntag

27 Sonntag

Siebenschläfer

04 Sonntag

05 Samstag

12 Samstag

19 Samstag

26 Samstag

03 Samstag

16 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 | 10

04 Freitag

11 Freitag

18 Freitag

25 Freitag

02 Freitag

03 Donnerstag

Fronleichnam

10 Donnerstag

17 Donnerstag

24 Donnerstag

01 Donnerstag Juni

02 Mittwoch

09 Mittwoch

16 Mittwoch

23 Mittwoch

30 Mittwoch

01 Dienstag Juni

08 Dienstag

15 Dienstag

22 Dienstag

29 Dienstag

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31 Montag Mai

07 Montag

14 Montag

21 Montag

Sommeranfang

28 Montag

JUNI 2010


Naturheilkunde & Gesundheit • Exklusiv aus Ihrer Apotheke

04 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 17


atgeber gesundheit

Braunhirse präsentiert

Das Märchen vom süßem Hirsebrei, der kochte und kochte und sich durch Türen und Straßen ergoss,

ist uns aus Kindertagen noch in Erinnerung, die Hirse als Nahrungsmittel wohl weniger.

Wer sich heute gesund und vollwertig ernährt,

hat sicher die Hirse auf seinem Speisezettel

stehen, zumal sie auf Grund ihres

hohen Kieselsäure- und Mineralstoffgehaltes

unserer Gesundheit sehr dienlich ist.

Weiterhin ist sie glutenfrei; weshalb sich

Hirse hervorragend für die Ernährung von an

Zöliakie erkrankter Menschen eignet. In den

Vollwert-Kochbüchern haben Hirserezepte,

von süß bis herzhaft, ihren festen Platz. Gemeint

ist jedoch immer die Goldhirse, mit

ihren goldgelben, rundlichen Körnern. Diese

sind von Natur aus von einer äußerst harten

Umhüllung umgeben, daher werden die

Samen der Goldhirse geschält, wodurch ein

Großteil der gesunden Inhaltsstoffe verloren

geht.

18 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Braunhirse, auch Urkorn genannt, wird seit

einigen Jahren auch bei uns angebaut und

verarbeitet. Im Gegensatz zur Goldhirse

wird die Braunhirse mit ihrer Schale verwendet.

Sie ist zu Mehl vermahlen im Handel

und sollte nicht erhitzt werden. Die empfohlene

Dosierung beträgt zwei Esslöffel am

Tag und sollte über längere Zeit beibehalten

werden. Man verwendet das Braunhirsemehl

zum Bestreuen oder Einrühren in

Speisen oder Getränke.

Das Ganze ist immer mehr als

die Summe seiner Teile.

Braunhirse enthält eine Vielzahl bioverfügbarer

Vitamine, reichlich Spurenelemente

und viele Mineralstoffe. In 100 Gramm

Braunhirse finden sich ca. 550 Milligramm

Kieselsäure, die für viele Körperfunktionen,

vor allem aber für den Aufbau und Erhalt unseres

Knochengerüstes vonnöten ist. Kieselsäure

ist ein Grundbestandteil unseres

Körpers; sie findet sich in allen Zellen und

somit auch in allen Geweben und Organen.

Um auf Dauer gesund zu bleiben, benötigt

unser Organismus ein genügendes Maß an

Kieselsäure.

In der Biochemie spricht man von der Kieselsäure

sogar von einem biochemischen

Verjüngungsmittel, weil ihre straffende Wirkung

auf das Bindegewebe bekannt ist. Dr.

Schüßler sah sogar die Altersschwerhörigkeit

als möglichen Hinweis auf einen Mangel


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

sich in ihrer Ganzheit!!

an Kieselsäure. Es ist bekannt, dass sich mit

zunehmendem Alter der Kieselsäuregehalt

im menschlichen Organismus deutlich verringert.

Wir brauchen die Kieselsäure für

optimales Wohlergehen.

Da die Betroffenen die Gesundheitsstörungen

meist als etwas „Eigenständiges“ sehen

und nicht als Symptom einer möglicherweise

ernährungsbedingten Ursache, werden

sie selten mit einem Mangel an Kieselsäure

in Verbindung gebracht, zumal viele Beschwerden

ja auch andere oder vielschichtige

Gründe haben können.

Die Bedeutung der sekundären

Pflanzenstoffe

Nicht nur der hohe Kieselsäuregehalt auch

die sekundären Pflanzenstoffe der Schale

sind von großer Bedeutung. Mit ihnen schüt-

Fotos: © Wikipedia

zen sich die Gewächse vor Insektenfraß,

Pilzbefall und UV-Strahlung. Einerlei, wofür

die Pflanze diese Stoffe benötigt, sie sind

nur in sehr geringen Mengen vorhanden!

Aufgrund dessen wurden sie seitens der Ernährungswissenschaft

jahrzehntelang kaum

beachtet; schilmmer noch: man war sogar

der Meinung, sie könnten für den Menschen

schädlich sein. Gottlob hebt sich der Schleier

der Unkenntnis und man weiß mittlerweile

mehr um die gesundheitliche Bedeutung

vieler dieser nur in kleinsten Spuren vorkommenden

Stoffe, die als Schutzfaktor

gegen Krankheiten bezeichnet werden.

Die sekundären Pflanzenstoffe sind entzündungshemmend,

wirken antioxidativ, was

heißt: sie wehren freie Radikale ab und

schützen so vor Krebs und Herzinfarkt. Auch

unser Immunsystem profitiert von diesen

Stoffen, indem sie unsere körpereigene Abwehr

stärken. Viele dieser Substanzen sind

für unsere Gesundheit von Wichtigkeit. Sie

finden sich in Gemüse, Salat, in Früchten,

Getreide, Tees und sogar im Rotwein. Fakt

ist: wer sich gesund und ausgewogen ernährt,

nimmt pro Tag im Durchschnitt mehr

als ein Gramm dieser gesunden Pflanzenstoffe

zu sich.

In der Braunhirse steckt weitaus mehr, als

man ihr zutraut. Als tägliche, wohldosierte

Nahrungsergänzung ist sie vor allem für

Menschen mit Knochen- und Gelenkproblemen

ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit.

Ihr Apotheker hält

verschiedene Produkte aus

der wertvollen Braunhirse

für Sie bereit und berät

Sie gerne zu deren

Anwendung.

von Hildegard

Willms-Beyàrd

Gesundheitsberaterin

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 19


alternative heilmethoden

Das eigene Blut ist eines der

wertvollsten Güter, das ein

Mensch einem anderen geben

kann, denn es ist bis heute noch

nicht gelungen einen Ersatz für

diesen „besonderen Saft“ zu

erschaffen.

20 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Jeder erwachsene Mensch transportiert in

seinen Adern und Venen etwa fünf bis sechs

Liter Blut. Normalerweise sieht und merkt

er davon nichts. Erst bei einer Verletzung

der Haut tritt das Blut aus und wird sichtbar.

Verliert ein Mensch etwa ein Viertel seines

Blutes besteht höchste Lebensgefahr. Der

Blutverlust kann nicht einfach durch Flüssigkeit

ersetzt werden, sondern nur durch eine

Blutspende. Experten sind überzeugt, dass

80 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben

auf eine Blutkonserve angewiesen sind.

Blut ist nicht nur eine Flüssigkeit, sondern

es ist ein fließendes Organ mit vielen Aufgaben.

Es versorgt die anderen Organe mit

Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert

die Abfallstoffe in Leber, Niere und

Lunge, wo sie recycelt oder ausgeschieden

werden. Weiter transportiert Blut auch Wärme

vom Körper in Arme und Beine und sorgt

so für eine gleichbleibende Kerntemperatur

des Körpers von etwa 37 Grad.

Blut ist unersetzbar

In Deutschland werden pro Jahr etwa 5 Millionen

Blutspenden abgegeben. Das sind leider

viel zu wenige, der Bedarf ist weit höher.

Besonders in der Ferienzeit wird viel Blut

benötigt, um Unfallopfern das Überleben

nach starken Blutverlusten zu ermöglichen.

Auch bei schwierigen Operationen im Kran-

kenhaus wird viel Blut benötigt, um etwaigen

Blutverlust der Patienten auszugleichen.

Weiterhin werden aus Blut verschiedene

Medikamente hergestellt.

Blutgruppen

Leider kann Blut nicht von jedem Spender

auf einen beliebigen Empfänger übertragen

werden, denn es gibt vier Blutgruppen (A, B,

AB, 0) sowie zwei Rhesusfaktoren (+, -) zu

unterscheiden. Die Blutgruppenmerkmale

sitzen auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen

(Erythrozyten). Bekommt ein Empfänger

das falsche Blut verabreicht, so kann

dies schwere Komplikationen nach sich ziehen.

Leider sind die Blutgruppen nicht gleichmäßig

in der Bevölkerung verteilt (siehe Diagramm

Blutgruppenverteilung). Bei den


Graphik: S & D Verlag aus Daten des DRK

Rhesusfaktoren beträgt das Verhältnis etwa

85 % positiv zu 15 % negativ. Selbst bei einem

hohen Spendenaufkommen herrscht immer

ein Mangel an Blut von Rhesus-negativen

Spendern.

Menschen mit der Blutgruppe AB können

Blut von Spendern aller Blutgruppen empfangen

und Spender der Blutgruppe 0 können

Blut an alle Menschen spenden. Die Verteilung

der Blutgruppen in der deutschen

Bevölkerung zeigt die Tortengraphik. Für die

Blutgruppe 0 besteht der größte Bedarf, da

diese an alle Empfänger, gleich welcher

Blutgruppe, übertragen werden kann.

Blut ist Leben

Blut ist eine kraftvolle Medizin und eigentlich

viel zu wertvoll, um es komplett an einen

Empfänger zu übertragen. Häufig benötigt

ein Kranker nicht alle Bestandteile einer

Blutkonserve, daher werden viele Blutspenden

in ihre Bestandteile –Erythrozyten (rote

Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen)

und Blutflüssigkeit (Plasma)–

zerlegt. Die Bestandteile lassen sich länger

lagern und von einer Spende können mehrere

Empfänger bedient werden. Die

Thrombozyten haben mit fünf Tagen die kürzeste

Haltbarkeit, es folgen die Erythrozyten

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

mit etwa 42 Tagen und das Plasma hält tief

gefroren bis zu zwei Jahren. Das Plasma ist

weiterhin eine wichtige Quelle für Medikamente

zur Blutgerinnung für Bluterkranke

(Hämophilie).

Wie spende ich Blut

Jeder Gesunde zwischen dem 18. und 68. Lebensjahr

kann Blut spenden. Termine und

Ort einer Blutspendenaktion finden sich in

der Tageszeitung oder im Internet unter

www.drk-blutspende.de/blutspendetermine.

Auf dieser Seite kann man sich auch über

den Ablauf einer Blutspende informieren.

Produkte zur

Blutbildung hält

Ihr Apotheker

für Sie bereit.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 21

Fotos: © DRK-Blutspendedienst West


Foto: © Wikipedia

themen

des

monats

Enzian

Reisezeit –

Durchfallzeit

Fremdes Essen, Klimawechsel, Reisestress:

All das kann Ursache für Magen-Darm-Störungen

sein. Abhilfe kann hier eine Gebirgspflanze

schaffen, die in den Alpen bis zu einer

Höhe von 2.500 Metern wächst. Der imposante

gelbe Enzian findet schon seit Jahrhunderten

Verwendung in der Naturheilkunde.

Sein mächtiger Wurzelstock ist Sitz der

heilsamen Droge gegen Völlegefühl und Appetitlosigkeit.

Ferner kurbelt er die Fettverdauung

an und bringt den gesamten Stoffwechsel

auf Trab.

In der Darmschleimhaut sind 80 Prozent unseres

Immunsystems angesiedelt. Das eigene

Wohlbefinden hängt also maßgeblich davon

ab, dass dort keine Störungen entstehen.

Das Fehlen der Bittermittel in immer

mehr Gemüsesorten führt aber eben bei

den meisten Menschen zu Verdauungsproblemen.

Die Bewohner der Alpen (Deutschland,

Österreich, Schweiz und Frankreich)

schwören auf die Heilkraft eines Enzian-

Schnapses nach dem Essen. Für die Reiseapotheke

empfehlen sich Enziantropfen zur

persönlichen Gesundheitsvorsorge immer

mit sich zu führen.

22 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Ich höre gut –

aber wie

lange noch?

Hörverlust-Rechner im

Internet ermittelt Risiko für

Schwerhörigkeit

Wer schon heute wissen möchte, ob er

in den nächsten zehn Jahren mit einer

Hörminderung rechnen muss, kann unter

www.hoerverlust-rechner.de kostenlos testen,

wie hoch sein individuelles Risiko ist.

Der internet-Rechner, der in Zusammenarbeit

mit der Fachhochschule Lübeck entwickelt

wurde, bezieht unterschiedliche Parameter

in die Risikoberechnung ein. Faktoren

wie beispielsweise Diabetes, Nikotinkonsum

oder auch Bluthochdruck, die ebenso

einen schädigenden Einfluss auf das Hör-

Zahl des Monats

vermögen haben, können wie auch die Lärmbelastung

am Arbeitsplatz und in der Freizeit

berücksichtigt werden. Wer einige Fragen zu

seinen persönlichen Risikofaktoren beantwortet,

erhält als Ergebnis eine Prognose,

wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in den

nächsten zehn Jahren eine Hörminderung zu

erleiden.

Der Test richtet sich nur an normalhörende

Personen, da Art und Ausmaß einer bereits

vorhandenen Hörminderung das Ergebnis

verfälschen würden.

Zusätzlich enthält der Rechner eine ganze

Reihe nützlicher Informationen rund um das

Gehör als Sinnesorgan.

92 Liter Milch trank der durchschnittliche Deutsche im Jahr 2006.

Damit ist Milch neben Bier und Kaffee eines der am meisten konsumierten

Getränke in Deutschland. Der Weltmilchtag ist meistens am 1. Juni,

es soll international für den Konsum von Milch geworben werden.

Er wird in über 30 Ländern veranstaltet.

Er soll das Nahrungsmittel Milch als natürliches und gesundes

Getränk weltweit für alle Altersstufen im

Bewusstsein halten.

Foto: © Wikipedia


Fotos: © Wikipedia

Heidelbeersaft

verbessert

nachweislich

das Gedächtnis

von Senioren

Wissenschaftler berichten, dass Heidelbeeren,

eine der ergiebigsten natürlichen Quellen

von heilsamen Antioxidantien und anderer

sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, die

Gedächtnisleistung verbessern.

Robert Krikorian und seine Kollegen konnten

zeigen, dass schon täglich 2 bis 2,5 Tassen

eines kommerziell erhältlichen Blaubeerensaftes

über zwei Monate getrunken,

die Gedächtnisleistung von 70ig-Jährigen

deutlich verbessert. Eine Kontrollgruppe

erhielt ein Getränk ohne Heidelbeersaft.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich

sowohl die Fähigkeit neue Dinge zu lernen

als auch das Gelernte zu speichern durch

den Genuss des Saftes deutlich verbesserte.

„Diese vorläufigen Ergebnisse machen

uns Mut und lassen vermuten, dass

Blaubeersaft eine Möglichkeit bietet einen

Gedächtnisverlust zu verhindern oder

zumindest abzumildern“, erklären die Autoren

der Studie von der Universität von

Cincinnati, USA.

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

kurzerklärt

Körnerkissen

schaffen

Linderung

Sie sind gefüllt mit Dinkel, Weizen

Roggen oder anderen Getreiden (Körnerkissen),

sie können aber auch mit

Kirschkernen oder Traubenkernen gefüllt

sei.

Körnerkissen sind

seit Jahrzehnten

beliebt zur Linderung

von sowohl

rheumatischen Gelenkschmerzen

als auch

von Muskelverspannungen oder bei Gelenkverstauchungen.

Je nach Einsatzzweck

werden sie vor der Verwendung

entweder im Backofen erwärmt oder im

Eisfach des Kühlschranks gekühlt.

Die Körner speichern die Wärme/Kälte

und geben sie langsam an die betreffende

Körperstelle ab. Die Form des Körnerkissens

sollte an die betreffende Körperpartie

angepasst sein, um optimale Wirkung

zu erzielen. So gibt es spezielle Nackenkissen

für Verspannungen im Nakken

und Kissen im Brillenformat finden

Einsatz zur Erfrischung müder oder

schwerer Augen. Körnerkissen verschaffen

auch bei Erkältungen und Menstruationsbeschwerden

Linderung. Zum Reinigen

kann man sie bei 30 °C in die Waschmaschine

stecken oder per Hand im

Waschbecken waschen. Nur eines sollte

man auf keinen Fall mit den heilsamen

Kissen anstellen; sie gehören nicht in die

Mikrowelle, da sich der Inhalt in der

Mikrowelle überhitzen kann!

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 23

Fotos: © Wikipedia


atgeber gesundheit

Sushi-Wurm

aus

rohem Fisch

bohrt

Magen an

Ein exklusives Dinner

und plötzlich akute

Schmerzen im Oberbauch:

Was verursachte bei dem

43-jährigen Schweizer

so starkes Magengrimmen?

24 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Als Notfallpatient war der Mann im Luzerner

Kantonsspital gelandet. Bei der Untersuchung

zeigte sich ein starker Druckschmerz,

alle weiteren Befunde blieben unauffällig,

wie Dr. Patrick Aepli der Luzerner Klinik im

„Schweizerischen Medizinischen Forum“

berichtet.

Rohen Fisch mindestens

72 Stunden einfrieren

Die Vorgeschichte ergab, dass der 43-jährige

Patient wenige Stunden vor Einsetzen der

Schmerzen Sushi gespeist hatte, und per

Magenspiegelung war der Übeltäter schnell

entlarvt: Im Mageneingang kringelte sich

ein 3 cm langer weißer Wurm, den man bei

der Gewebeuntersuchung als Heringswurm

(Anisakis) identifizierte. Diese Nematoden

(Fadenwürmer), erläutert der Autor, besiedeln

Fische, Krebstiere und Meeressäuger.

Der Mensch wird nach Verzehr von rohem

Fisch als Fehlwirt befallen. Wenn eine Larve

sich in die Magenschleimhaut bohrt und dort

eine Entzündungsreaktion auslöst, ist dies

mit heftigen Magenschmerzen verbunden.

Die Behandlung besteht lediglich in der Entfernung

des Parasiten, weitere Maßnahmen

sind nicht notwendig.

Durch Kochen von Fisch (über 70 °C) lässt

sich der Wurm sicher abtöten. Wer aber auf

Sushi oder Carpaccio von rohem Fisch nicht

verzichten möchte, sollte das Meeresgetier

zuvor für mindestens 72 Stunden auf unter

-20 °C einfrieren.

Ihr Apotheker rät Seefisch

immer gut durchgaren oder

Carpaccio und Sushi nur von

Tiefkühlfisch zubereiten, da

der häusliche Gefrierschrank

oft keine Temperaturen

unter -20 °C zulässt.

Fotos: ©Wikipedia


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 25


alternative heilmethoden

Foto: © Weleda AG Schwäbisch Gmünd

Die

Freibadsaison

hat begonnen

Sonne, gechlortes Schwimmbadwasser,

Zugluft, Pollen und Fremdkörper machen aus

strahlend blauen oder tiefgründigen

braunen Augen schnell rote Glubschaugen

Die häufigste Ursache für „rote Augen“ sind

Bindehautreizungen bzw. -entzündungen:

Das Innere des Lides und das Weiße des Auges

sind gerötet, die Bindehaut ist gereizt

oder entzündet. Meist brennen und tränen

die Augen dann. Häufig entstehen Bindehautentzündungen

im Zusammenhang mit

grippalen Infekten. Aber auch eine Überbeanspruchung

der Augen, das Chlorwasser in

Schwimmbädern, ein kalter Wind, Bakterien

und Viren, Allergene oder Fremdkörper im

Auge zählen zu den möglichen Ursachen.

Bewährt bei geröteten Augen und leichter

Bindehautentzündung haben sich Augentropfen

mit dem Wirkstoff Euphrasia D3.

26 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Sie helfen bei geröteten Augen und wirken

lindernd, wenn die Augen brennen oder tränen.

Homöopathische Zubereitungen aus

der bewährten Heilpflanze Augentrost aktivieren

die körpereigenen Selbstheilungskräfte

und lassen Bindehautentzündungen

rasch abklingen.

Euphrasia (Augentrost)

Seinen deutschen Namen hat der Augentrost

nicht ohne Grund: Die Heilpflanze hemmt

Entzündungen und lindert Schmerzen bei gereizter

Bindehaut. Bei der Behandlung einer

Bindehautentzündung schwächt Augentrost

das „Fremdleben“ auf der Bindehaut und entzieht

den Keimen ihre Wachstumsgrundlage.

Gut zu wissen

Fehlsichtigkeit kann ebenfalls Ursache einer

immer wiederkehrenden Bindehautentzündung

sein. Die Kinder reiben dann häufig und

fest an den überanstrengten Augen; dadurch

kommt es zur Entzündung der Bindehaut.

Sollte sich eine Bindehautreizung oder -entzündung

während der Behandlung mit Augentrost-Tropfen

verschlimmern, dann konsultieren

Sie auf jeden Fall Ihren Augenarzt.


Die milden Frühsommertemperaturen

locken uns

vermehrt ins Freie

Jetzt ist wieder Saison für Radtouren mit einem

Picknick auf einer Waldwiese, für lange

Waldspaziergänge oder einfach nur am Baggersee

sitzen, in Ruhe angeln und das schöne

Wetter genießen.

Doch Vorsicht! Jetzt lauern wieder überall die

kleinen achtbeinigen Blutsauger – Die Zecken.

Viele Bundesbürger haben sich in den

letzten Jahren bereits gegen die gefährlichen

Krankheiten Frühsommer-Meningo-Enzephalitis

(FSME) und Borreliose impfen lassen.

Das ist die beste Vorsorge für diese beiden

Erkrankungen, schützt aber nicht vor erneuten

Zeckenbissen. Die Zecken können

jetzt diese beiden Krankheiten nicht mehr auf

ihr Opfer übertragen, denn das ist jetzt immun

gegen die beiden Krankheiten, doch

harmlos sind die Zeckenbisse trotzdem nicht.

Die kleinen Blutsauger lassen sich von Büschen

und Bäumen auf ihre Opfer fallen und

krabbeln dann an geschützte, gut durchblutete

Stellen unseres Körpers. Körperfalten,

Knie- und Ellbogengelenke, Achselhöhlen

und Genitalbereich gehören zu ihren absoluten

Lieblingsplätzen. Hier können sie sich

unbemerkt ihrer Blutmahlzeit hingeben. Der

Gebissene merkt erstmals nicht davon, dass

er als Zeckenfutter dient. Irgendwann juckt

es vielleicht an der Stelle und man kratzt

sich. Hierbei kann es passieren, dass der

Zeckenkörper abgekratzt wird und der in der

Haut steckende Zeckenkopf für eine heftige

lokale Entzündung sorgt, die sich, wenn

nicht ärztlich behandelt, zu einer veritablen

Blutvergiftung entwickeln kann.

Als vorbeugende Maßnahmen gegen Zeckenbisse,

auch für gegen FSME und Borreliose

Geimpfte, sollten daher alle freien

Stellen mit einem Zeckenschutzmittel eingerieben

werden. Das gilt besonders für die

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Zeckenzange

Stellen, an denen die Zecken von der Kleidung

auf die Haut überwechseln. Sollte sich

eine Zecke bereits festgebissen haben, so

sollte sie mit einer Zeckenzange oder einer

sehr spitzen Pinzette senkrecht nach oben

herausgezogen werden. Wer mit einem

Haustier im Wald unterwegs ist, der sollte

auch sein Tier mit einem passenden Zeckenschutz

versehen, damit die Zecken nicht auf

dem Tier in die Wohnung gelangen und dann

immer noch den Menschen anfallen können.

In Ihrer Apotheke erhalten

Sie alles, was Sie zum Schutz

vor Zecken für sich und Ihr

Haustier benötigen.

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 27

Fotos: © Wikipedia


atgeber gesundheit

Fotos: © Wikipedia

Hafer enthält Radikalfänger

Wissenschaftliche Studien belegen:

Hafer ist eine wertvolle

Quelle für Antioxidantien, denn

er enthält sekundäre Pflanzenstoffe,

die die schädliche Wirkung

von freien Radikalen im Organismus

unterbinden können.

Allgemein gelten die in Obst und Gemüse

enthaltenen Vitamine C und E als Antioxidantien.

Aber auch im Getreide - und hier

vor allem im Hafer - stecken verschiedene

Verbindungen, die ebenfalls schützend wirken

können. Besonders hervorzuheben sind

die sogenannten Avenanthramide, die ausschließlich

in Hafer vorkommen. Sie besitzen

die Fähigkeit schädigende Ablagerungen

in den Blutgefäßen zu unterbinden. Damit

können Avenanthramide zur Gesundheit der

Gefäße und des Herz-Kreislauf-Systems

beitragen. Darüber hinaus hemmen sie die

Wirkung von entzündungsfördernden Substanzen

im Körper.

Die sekundären Pflanzenstoffe befinden

sich vor allem in den Randschichten des Getreidekorns.

Damit sich die antioxidative

28 | Naturheilkunde & Gesundheit | 06 | 10

Wirkung entfalten kann, müssen diese Randschichten

erhalten bleiben. Hier sind Haferflocken

ideal, denn sie sind immer aus dem

vollen Korn.

Hafer ist ein wichtiger Lieferant für Mineralstoffe.

Eine 40-Gramm-Portion Haferflocken

deckt den Tagesbedarf dieser Mineralstoffe

wie folgt: Mangan 90 %, Kupfer 21 %, Zink

17 % und Selen 7 %.

Darüber hinaus enthält Hafer zahlreiche andere

Nährstoffe, die zu einer ausgewogenen

Ernährung beitragen und deren Tagesbedarf

bereits durch eine 40-Gramm-Portion Haferflocken

zu rund einem Viertel gedeckt ist,

wie es z. B. bei Vitamin B1 (21,5 %), Vitamin

K (33,6 %), Phosphor (24,6 %) und Kupfer

(21,2 %) der Fall ist. Außerdem ist Hafer

reich an dem löslichen Ballaststoff Beta-

Glucan, der einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel

unterstützen kann.

Foto: © Fotolia

Überbackene Haferfrikadellen

Zutaten: 1 Bund Lauchzwiebeln, 1 kleine Dose

Gemüsemais, 1 Möhre, 1 EL Olivenöl, 1 TL

Rosmarinnadeln, 1 Knoblauchzehe, Salz,

Pfeffer, 2 Eier, 75 g Semmelbrösel, 50 g Haferflocken,

1-2 EL Senf, 600 g gemischtes

Hack, ½ Bund glatte Petersilie, je 1 Messerspitze

Paprika-edelsüß und Cayennepfeffer,

100 g Emmentaler, gerieben

Zubereitung: Lauchzwiebeln waschen,

klein schneiden und zusammen mit dem

Mais und der geraffelten Möhre in der Pfanne

mit Olivenöl andünsten. Rosmarin und

zerdrückten Knoblauch dazugeben und kurz

mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hälfte davon mit Eiern, Semmelbröseln,

Haferflocken sowie Senf unter das

Hackfleisch mischen. Petersilie waschen,

hacken und mit den restlichen Gewürzen

unterkneten.

Den Teig zu Frikadellen formen, mit Käse bestreuen

und bei 180 °C 15 Minuten überbacken.

Auf dem restlichen warmgehaltenen

Gemüse servieren. Rezept: www.Kölln.de


Frauenmantel,

Herba Alchemillae

In der Morgenfrühe häufig

zu beobachten sind die großen

Wassertropfen, die sich

während der Nacht auf der

Blattoberseite des Frauenmantels

gesammelt haben.

Die frühen Alchemisten verwendeten

es für ihre Versuche,

denn ihm sollten magische

Kräfte innewohnen.

Heute wissen wir, dass nicht

die Tropfen die Heilkräfte beinhalten,

sondern die Blätter.

Medizinische

Eigenschaften

Bei innerer Anwendung wirken die Inhaltsstoffe

adstringierend (zusammenziehend)

und entzündungshemmend,

sie helfen bei Halsschmerzen, Heiserkeit

und anderen Entzündungen. Sie

sind magenwirksam, beruhigend und

hilfreich bei Durchfall.

Bei äußerer Anwendung wirkt Frauenmantel

zusammenziehend, wundheilend,

narbenbildend und leicht antiseptisch.

Heilkräftige Inhaltsstoffe

Organische Säuren, Gerbstoffe, Fettsubstanzen,

Harze, Phytosterine, Saponine.

Tee für den inneren

Gebrauch:

Zubereitung: 1 Teelöffel der Droge auf

eine Tasse heißes, nicht kochendes,

Wasser geben. Nicht kochen, sondern

heiß überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen.

Schluckweise, eventuell mit gutem

Honig gesüßt. Bei Bedarf mehrmals

täglich eine Tasse Tee trinken.

Tee für die

äußere Anwendung

Bei Entzündung und Rötung der Haut

können Waschungen mit Frauenmantel

vorgenommen sowie Kompressen aufgelegt

werden. Als Mund- und Gurgelwasser

kann die Pflanze bei Halsweh

und Heiserkeit genutzt werden. Eine

Teezubereitung kann in der Intimpflege

dem Waschwasser zugegeben werden

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

aus der Apotheke

bei Juckreiz an After und Scheide.

Schon in der Antike war die blutstillende

und heilende Wirkung des Frauenmanteltees

bekannt und er wurde zur

Reinigung von kleineren Wunden und

Verletzungen verwendet.

Kosmetische

Anwendung

Eine Hand voll Blätter in ein Stoffsäckchen

oder alten Nylonstrumpf geben

und in das Badewasser hängen; dies hat

eine wohltuend zusammenziehende und

rötungslindernde Wirkung.

von Hildegard

Willms-Beyàrd

Gesundheitsberaterin

06 | 10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 29

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Der Sonnenhut

(Echinacea)

Die Sonnenhüte (Echinacea) sind eine

Pflanzengattung aus der Familie der

Korbblütler (Asteraceae). Der Name

Echinacea ist vom altgriechischen Wort

echinos für Igel abgeleitet und bezieht

Naturheilkunde-Wissen

Ingwerwurzel – Heilsam für Magen

und Darm

Die Inhaltsstoffe des Ingwers sind ein probates Mittel gegen

die Reisekrankheit und Seekrankheit. Auch die Schwangerschaft-Übelkeit

lässt sich mit Ingwerpräparaten aus der Apotheke

positiv beeinflussen.

Buchweizen bringt die Venen auf Trab

Tee aus Buchweizenkraut, über einen Zeitraum von drei

Monaten genossen, verbessert merklich die Symptome von

Patienten mit Venenleiden und Durchblutungsstörungen.

Auch Hämorrhoiden werden durch den Tee-Genuss positiv

beeinflusst.

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Naturheilkunde

& Gesundheit

Gesundheit

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sich auf die gattungstypische stachelige

Halbkugel in der Mitte der Blume. Alle

Arten haben ihre Heimat im östlichen

und zentralen Nordamerika.

Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze

bekannt. Schon die nordamerikanischen

Indianer nutzten angeblich den Sonnenhut

als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen

und Mandelentzündungen.

Heute wird er zur Unterstützung bei

Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten, sowie

äußerlich bei schlecht heilenden

Wunden eingesetzt.

Dabei finden vor allem die Arten Echinacea

purpurea, E. pallida und E. angustifolia

Verwendung. Beim Purpur-Sonnenhut

wird der ausgepresste Saft der oberirdischen

Pflanzenteile (Echinaceae

purpureae herba) oder die Zubereitung

als Tee verwendet. Aus einigen Sonnenhutarten

gewonnene Medikamente wirken

steigernd auf das Immunsystem.

Salbei – Gegen

Hitze ist ein

Kraut gewachsen

Salbeitee ist ein erprobtes

Mittel gegen übermäßiges

Schwitzen. Egal ob die

Sonne brennt oder bei klimakterischenHitzewallungen,

Salbei reduziert die

Schweißproduktion auf weniger

als 50 Prozent.

Die verabreichte Tagesdosis sollte mindestens

900 Milligramm (mg) Droge

sein, um eine Wirkung zu erzielen. Dies

entspricht etwa 100 bis 170 mg Trockenextrakt.

Bei Presssäften aus Echinacea

purpurea sollte die Tagesdosis etwa

sechs bis neun Milliliter (ml) betragen,

was etwa 8 – 12 ml des entsprechenden

Präparates entspricht. Die Zeitschrift

Ökötest veröffentlichte 2006 die Ergebnisse

ihrer Untersuchungen zu den Präparaten

und stellte fest, dass viele frei

verkäufliche Produkte viel zu wenig

Wirkstoff enthalten. Besonders Lutschtabletten

fanden in den Augen der Tester

wenig Anklang, da hier der Wirkstoffgehalt

viel zu gering war, um eine Wirkung

zu erzeugen.

Ihr Apotheker empfiehlt

Ihnen wirksame

homöopathische

Arzneien aus

Echinacea

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Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

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Naturheilkunde & Gesundheit erscheint

jeweils am Monatsanfang. Namentlich

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NL Doetinchem

Neurodermitis

Die Haut ist trocken und entzündet, der Juckreiz

oft unerträglich. Neurodermitis ist die häufigste

chronische Hautkrankheit und gilt als unheilbar.

Die Entstehung einer Neurodermitis ist vielschichtig.

Wesentlich ist jedoch eine genetische Veranlagung

für die gestörte Hautentwicklung, ein überreiztes

Immunsystem und eine überempfindliche Reaktion

auf Umwelteinflüsse aller Art.

Biologische Mittel gegen ADHS

Laut Aussage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung leiden

in Deutschland 500.000 Kinder an ADHS und sie werden

Rätsel-

Auflösung

der Seite 25

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hauptsächlich mit

stimulierenden

Amphetaminen

(synthetische Aufputschmittel)

behandelt.

Es gibt jedoch Alternativen.

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auf die Juli-Ausgabe

ab 01.07.2010 in Ihrer Apotheke

Waschen

wir uns krank?

Zu häufiges Waschen, zu aggressive Waschmittel

oder Desinfektionssprays machen

uns eher krank als gesund. Frauen, die bis

zu achtmal am Tag duschen, Männer, die

aus Angst vor Ansteckung nur mit Mundschutz

das Haus verlassen, und Mütter, die

ihre Babys täglich mit Desinfektionsmitteln

abreiben: Das sind Auswüchse eines übertriebenen

Sauberkeitswahns.

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Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

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Homöopathie gegen Sonnenbrand

Eigentlich sollte inzwischen jeder wissen wie gefährlich ein Sonnenbrand für die Haut ist

und durch geeignete Sonnenschutzmittel vorbeugen. Ist es trotzdem zu einem Sonnenbrand

gekommen, gibt es Hilfe aus der homöopathischen Hausapotheke. Die Homöopathie

unterscheidet zwischen drei verschiedenen Krankheitsbildern „Sonnenbrand“. Bei

Sonnenbrand „Eins“ ist die Haut knallrot, fühlt sich heiß an und brennt. Sie ist sehr berührungsempfindlich

und schmerzt oder der Patient verspürt ein Klopfen in der Haut. Als

Behandlung empfiehlt hier die Homöopathie die Gabe von Belladonna D12

Bei der zweiten Form des Sonnenbrands brennt die Haut stark und es bilden sich Bläschen

auf den verbrannten Stellen. Hier setzt der Homöopath Cantharis D12 ein. Bilden sich kleine

weiße Bläschen auf rotem Grund und verspürt der Patient ein Brennen oder Jucken, dann

ist Urtica urens D6 das Mittel der Wahl. Da es sich bei Sonnenbrand um eine akute Erkrankung

handelt, wird das jeweilige Mittel zu Beginn der Behandlung alle 1 bis 2 Stunden

genommen. Bei Besserung wird der Abstand schrittweise auf 3, 4, 5, 6 Stunden erhöht.

Je nach Produkt sollten Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren etwa 5 Tropfen Globuli oder

1 Tablette als Einzeldosis einnehmen.

Die Behandlungshinweise sind dem Buch:

Homöopathie Alltagsbeschwerden selbst behandeln von

Sven Sommer, Gräfe und Unzer Verlag entnommen.

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