Dämonen, Hexen und der Böse Blick - AT Verlag

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Dämonen, Hexen und der Böse Blick - AT Verlag

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Inhalt

Vorwort

Dämonen, Hexen und der Böse Blick: Die Entstehung

von Krankheiten durch Zauberhandlungen und Gottesstrafe

Böser Blick und schwarze Magie

Schutzamulette gegen den Bösen Blick

Die jettatori in Italiens Süden

Der Böse Blick im nördlichen Alpenraum

Der Zusammenhang von Seele, Körper und Bösem Blick

Vereinnahmung und Schadenzauber

Krankheits- und Schadenzauber der Hexen

Krankheitsdämonen

Durch Totengeister verursachte Krankheiten

Bannrituale und Verpflöckungen

Das wilde Heer

Krankheit als Strafe Gottes

Schutz und Heilung durch Gottesworte: Der Böse Blick im Islam

Schutzvorkehrungen durch besondere Verhaltensnormen

Die Magie des blauen Auges

Die Hand der Fatima

Suren aus dem Koran

Reinigung der Seele durch rituelle Waschungen

Die kleine Waschung

Die große Waschung

Das Hamam

Heilen durch die Rezitation von Koranversen

Sure 113: Das Frühlicht

Sure 114: Die Menschen


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Heilige und heilende Bilder: Christus, Maria und der volkstümliche

Wunderglaube

Heilige Quellen

Taufrituale im frühen Christentum

Rituelle Reinigung und Neues Testament

Die weinende Madonna von Siracusa

Volkstümliche Bilderverehrung

Heilige Bilder als Träger göttlicher Kräfte

Santo Cristo von Limpias

Ein Bild des Santo Cristo von Limpias heilt ein Blutgeschwür

Heilung eines Kleinkindes vom Rotlauf

Verletzte Gnadenbilder

Nostra Signora del Sangue in Re

Die Blutreliquie von Re

Wunderglaube und Forschung

Bilderverehrung und Altes Testament

Die Christkatholische Handpostille

Religion und Magie

Göttliche Helfer in der Not: Die Heiligen und Seligen

der katholischen Kirche

Die Verehrung der Heiligen

Christianisierung heidnischer Kultstätten

Bonifatius und die Heiligkeit der Eichen

Heilige Bäume und Orte im Kanton Luzern

Bonifatiuspfennige

Der heilige Antonius von Padua

Volkskrankheit Zahnschmerzen

Die heilige Apollonia, Fürbitterin bei Zahnleiden

Opferung von Löffeln als Heilritual

Rituelle Verpflöckung von Zahnschmerzen

Zahnschmerzen verschenken

Der heilige Blasius, Helfer bei Halsleiden

Der heilige Ignatius von Loyola und das Ignatiuswasser

Die Weihe des Wassers

Der heilige Burkard von Beinwil

Heilung durch die Fürsprache der Seligen

Der heilige Josef und die Toten von Somazzo

Heilige, die keine Heiligen sind


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Hexen, Heiler, Böser Blick: Krankheit und traditionelle Heilung

bei den Luo im Bondo District, Kenia

Das Universum und die »mystische Kraft«

Hexenjagden in der Provinz South Rift

Hexerei und Zauberei bei den Luo

Böser Blick und schwarze Magie im Bondo District

Anzauberung und Heilung einer Krankheit

Zauberei mit magisch wirkenden Gegenständen

Witchcraft durch den night runner

Nächtliche Begegnung mit einem Besessenen

Der Hexendoktor von Wagusu

Pflanzen der traditionellen Heiler

Heilung durch Gebete der Legio Maria

Magische Heilung durch den Priester von St. Anna

Leben und Wirken des Baba Messiah

Der Hexenjäger von Malindi

Hexenmacht und Hexenjagd

Anhang

Bibliografie

Bildnachweis

Dank

Register der Krankheiten


Dämonen, Hexen und der Böse Blick:

Die Entstehung von Krankheiten durch Zauberhandlungen

und Gottesstrafe

Völker, die ihre ursprünglichen Vorstellungen bewahrt haben, führen Krankheiten

nicht auf physische und damit fass- und behandelbare Ursachen zurück,

sondern auf das Wirken von Krankheitsdämonen und Zauberhandlungen

feindlich gesinnter Menschen. Dementsprechend verbreitet sind magische Heilkonzepte:

Wird die Krankheit auf einen Dämon zurückgeführt, ist die Heilung

darauf ausgerichtet, diesen wieder aus dem Körper des Kranken oder seiner

Umgebung zu vertreiben. Ist sie durch den Schadenzauber einer Hexe, eines

Hexers oder eines feindlich gesinnten Menschen entstanden, hilft ein Gegenzauber,

der den auf dem Kranken lastenden Fluch wirkungslos macht.

Hierher gehört die Geschichte eines 1940 geborenen Priesters, der als junger

Geistlicher mehrere Jahre in Burundi als Missionar tätig gewesen war. Zu

den eifrigsten Mitgliedern seiner Gemeinde zählte ein junger Mann, der ohne

das Wissen seiner Familie regelmäßig zur Sonntagsmesse kam. Als die Sippe

davon erfuhr, untersagte sie ihm weitere Besuche. Der Missionar überzeugte

den Mann, trotz dieses Verbots der Heiligen Messe beizuwohnen. Einige Tage

später war es dem Priester, als ob von der Erde her eine Energie aufsteigen

würde. Dann brach er am Altar zusammen. Dies wiederholte sich in den folgenden

Gottesdiensten. Die Ärzte, die er aufsuchte, hatten für die Schwächeanfälle

keine Erklärung, zumindest keine, die sich aus medizinischer Sicht hätte

begründen lassen.

Einer der einheimischen Kirchengänger, denen der Priester von seiner Ratlosigkeit

gegenüber dem plötzlichen Zusammenbrechen erzählte, gab ihm zu

verstehen, dass er mit einem bösen Zauber belegt worden sei. Ein von der Sippe

des jungen Mannes beauftragter Hexer habe mittels Magie die unter der Missionskirche

verlaufenden Energieströme verschoben. Sie würden sich jetzt dort

kreuzen, wo er während der Messe stehe. Man gab dem Priester den Rat, baldmöglichst

einen »Hexendoktor« aufzusuchen. Dieser könne den Zauber durch

Votivkröte aus rot gefärbtem Wachs. Krötenvotive belegen den im ganzen Alpenraum

verbreiteten Glauben, wonach Schmerzen der Gebärmutter durch eine darin sitzende

dämonische Kröte verursacht werden. (Wachsabguss nach einem Original, Scheyern, 1997)

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ein magisches Ritual wirkungslos machen. Als dies geschehen war, hörten die

Zusammenbrüche so plötzlich auf, wie sie begonnen hatten. 1 Bis heute ist der

damalige Missionar davon überzeugt, dass den afrikanischen Hexern nicht nur

magische Kräfte zugesprochen werden, sondern dass sie diese auch tatsächlich

besitzen. Und wie sein Beispiel zeigt, würden sie ihre Zauberkünste bei Bedarf

auch anwenden, im Guten wie im Bösen.

Noch immer gehört in Afrika der Versuch, das Schicksal durch das Eingreifen

eines »Hexendoktors« (engl. witch doctor) zu beeinflussen, zum Alltag.

Dementsprechend tief sitzt im Volk die Angst, Opfer eines Schadenzaubers zu

werden. Selbst Christen suchen daher die Wirkungsstätten mythischer Ahnen

auf, um sich dort ihrer Kraft und ihres Beistandes zu versichern und so gegen

Schadenzauber gefeit zu sein. Ein Beispiel dafür ist die Gedenkstätte Lwanda

Magere mitten in den Kano Plains bei Kisumu. Der Legende nach war Lwanda

ein unverwundbarer Luo-Krieger, der gegen jegliche Angriffe gefeit war. Nur

sein Schatten war verletzlich. Als ein verfeindeter Stamm davon erfuhr, schleuderte

einer der Krieger seinen Speer in Lwandas Schatten. An der so entstandenen

Verletzung starb der Krieger. Nach seinem Tod verwandelte er sich in einen

Stein (Lwanda heißt »Stein«). Bis heute pilgern die Luos zum Ort des Geschehens,

um durch die Berührung der Grabstätte Lwandas Kraft in sich aufzunehmen.

2

Ähnliche Vorstellungen finden wir auch im Islam und im Christentum.

Im westlichen Teil der Altstadt von Damaskus steht die mit iranischen Mitteln

im persischen Stil erbaute Moschee mit dem Grab der Saijida Zeinab, einer Enkelin

Mohammeds, die von den Schiiten hoch verehrt wird. Jährlich wallfahren

Tausende von Pilgern zu dieser Grabstätte. Sie berühren den Sarkophag, um

durch die Verbindung mit dem Göttlichen gegen Krankheiten und sonstiges

Übel gefeit zu sein. Fast Identisches geschieht auch am Grab des heiligen Franz

von Assisi.

Böser Blick und schwarze Magie

Ebenfalls in allen Ländern des Schwarzen Kontinents allgemein verbreitet ist

die Vorstellung, wonach Krankheiten nicht nur durch schwarzmagische Handlungen

eines Hexers oder einer Hexe, sondern auch durch den Bösen Blick neidischer

Mitmenschen verursacht werden können. Meist ist es nachbarlicher

1 Mündliche Mitteilung des Betroffenen an den Verfasser (2007).

2 Mündlich von Peter Awinda und Julias Odhiambo (Februar 2011).


Das Wohnhaus von Lwandas Seele und der Stein, in den er sich verwandelte (links unten).

Der Luo Peter Awinda verbindet die vom Grabmal ausgehende Kraft mit jener des

gottähnlich verehrten Baba Messiah, des Begründers der Legio Maria of African Church

Mission (rechts oben).

Schiitische Pilger am Grab der Saijida Zeinab, im Westen der Altstadt von Damaskus.

Durch die Berührung nehmen sie die vom Grab der Enkelin Mohammeds ausgehende

Kraft in sich auf.

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Neid, der eine Person verleitet, einem anderen Menschen mittels des Bösen

Blicks Schaden zuzufügen. Oder der Böse Blick dient dazu, sich einen Konkurrenten

vom Hals zu schaffen. Weil in Afrika fast alle unerklärlichen Krankheiten,

plötzlicher Tod, Viehsterben, überhaupt fast alles Übel auf schwarze Magie oder

den Bösen Blick zurückgeführt werden, leben Menschen, denen man übernatürliche

Kräfte zuspricht, gefährlich. In Kenia kommen jährlich Dutzende von

Frauen und Männern ums Leben, weil man sie verdächtigt, durch Blicke, Verfluchungen

oder sonstige Zauberhandlungen ihren Mitmenschen Schaden zugefügt

oder sie getötet zu haben.

Der Glaube an die Anzauberung von Krankheiten und sonstigem Übel

durch den Bösen Blick und schwarze Magie ist kein afrikanisches, sondern ein

in fast allen Kulturen verbreitetes Phänomen. So führte in Haiti die durch das

Erdbeben vom 12. Januar 2010 ausgelöste Cholera-Epidemie zu einer Hexenjagd,

der nach einer Mitteilung des Polizeisprechers Frantz Lerebours bis zum

2. Dezember 2010 rund ein Dutzend Menschen zum Opfer gefallen war. Ausgelöst

wurden die Hetzjagden durch Gerüchte, wonach in der Region Grand

Anse im abgelegenen Südwesten des Landes Menschen, die Voodoo praktizierten,

ein magisches Pulver hergestellt hätten, mit dem die Krankheit verbreitet

werden könne. 3

Vor dem Glauben an Magie und bösen Zauber sind auch Europäer nicht

gefeit. Gegenüber der Boulevardzeitung Blick behauptete unlängst eine nach

Kamerun ausgewanderte Frau aus dem bernischen Moosseedorf, sie sei durch

einen in der Nachbarschaft lebenden Voodoo-Zauberer verhext worden und

könne daher keine weiteren Kinder gebären. 4

Europaweites Aufsehen erregte der Fall des angeblichen Heilers Franz Thamar.

Gemäß einem in der Tiroler Krone publizierten Bericht hatte er einer betagten

Rollstuhlfahrerin eröffnet, ihre unerklärlichen Brust- und Halsschmerzen

seien auf einen Fluch zurückzuführen, von dem er sie jedoch befreien könne.

Genützt hat die Behandlung, die 30 000 Franken kostete, nichts. Gegenüber dem

Blick schilderte eine andere Rentnerin, die sich mit ihrem Leiden ebenfalls an

Thamar gewandt hatte, wie die Behandlung ablief: »Er kam vorbei und versprach,

mir helfen zu können. Er legte die Hand auf meinen Kopf und begann

wie verrückt zu zittern.« Auch hier kostete der Beistand des Heilers 30 000 Franken.

5

3 »Hexenjagd nach Cholera-Ausbruch«; Focus online (http://www.focus.de/panorama/vermischtes/haiti-hexenjagdnach-cholera-ausbruch_aid_578318.html

(Aufruf am 17.12.2010).

4 »Ich möchte schwanger werden, aber ein Voodoo-Zauberer hat mich verhext«; Blick, Ausgabe vom 1.9.2010.

5 »›Heiler‹ von Innsbruck: Noch ein Fall für den Staatsanwalt«; Blick, Ausgabe vom 19.7.2004.


Zauberei ist profitabel und daher das ideale Tummelfeld für Scharlatane.

In Rumänien, wo nach einem Bericht in der Neuen Luzerner Zeitung rund zweitausend

Zauberer und Hexen öffentlich ihre Dienste anbieten, ist ein Zauberspruch

ab zwanzig Franken zu haben. Die Kosten können aber, je nach der

Schwere des Falls (oder der Naivität der Kunden), mit bis zu 50 000 Franken

zu Buche schlagen. Als erstes europäisches Land will nun Rumänien, wo rund

100 000 Menschen angeben, sie würden mindestens einmal jährlich einen Zauberer

oder eine Hexe aufsuchen, okkulte Praktiken legalisieren. Die Betätigung

als Zauberer oder Hexe soll zu einem freien Beruf werden und damit staatlicher

Kontrolle unterliegen. Das Gesetz, das vor allem zum Schutz der Konsumenten

geschaffen werden soll, hat bereits die erste Hürde überwunden. Wenn ihm nun

auch das Abgeordnetenhaus zustimmt, ist Rumänien – zumindest in Sachen

Hexerei – ein Vorreiter. 6

Zeitungsmeldungen wie die genannten belegen vor allem eines: Der

Glaube, wonach Krankheiten nicht nur auf natürliche Weise, sondern auch

durch den Bösen Blick, schwarze Magie und Verfluchungen übel gesinnter

Menschen entstehen und durch besonders befähigte Heiler wieder »beseitigt«

werden können, ist ein Phänomen, das in allen Kulturen, einschließlich der unsrigen,

weit verbreitet ist. Entsprechend groß ist auch im europäischen Kulturraum

das Bedürfnis, sich mit magischen Mitteln vor bösem Zauber zu schützen

und sich bei unerklärlichen Krankheiten an Menschen zu wenden, denen übersinnliche

Kräfte zugesprochen werden. Edelsteine, Amulette, Wahrsager, Hexen,

(selbst ernannte) Schamanen und Zauberzeichen: All das ist nicht neu, sondern

seit jeher Teil unseres Weltbildes, das weder ein rein christliches, noch ein

archaisches, sondern eine Mischung von beidem ist.

Daraus folgt, dass im Volksglauben und in der Volksmedizin Magie und

Religion kaum zu trennen sind. Besonders in ländlichen Gebieten und im

Alpenraum bestehen die alten Riten, Kulte und Glaubensvorstellungen neben

der christlichen Religion weiter. Gott, Christus, Maria und den Heiligen wird

ebenso vertraut wie der Segenskraft geweihter Gegenstände und der Wirkung

magischer Zeichen und Rituale. So wird in der Hofkapelle Horüti in Ruswil die

heilige Anna nicht nur als Mutter Marias verehrt, die Menschen nehmen zu ihr

auch bei Bauchschmerzen, Kopfleiden und Fieber Zuflucht. 7 Und die Reisigbesen,

die man zuweilen in Wegkapellen der Luzerner Landschaft sieht, haben eine

magische und nicht etwa eine praktische Funktion: Durch das Wischen des Kapellenbodens

mit Birkenbesen befreit man sich von Hautausschlägen (mund-

6 »Rumänien will Hexerei amtlich zulassen«; Neue Luzerner Zeitung, Ausgabe vom 11.11.2010.

7 Gut, Seite 68.

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artlich Eissen, Blätze) oder verspricht sich durch das rituelle Reinigen Heilung

bei offenen Beinen und schlecht heilenden Wunden. 8

Zu alledem kommt medizinisches Wissen, das mündlich tradiert oder

durch einen der zahlreichen »Ratgeber in gesunden und kranken Tagen« weitergegeben

wird. Magische Praktiken, christliche Religion und medizinisches

Wissen bilden folglich ein untrennbares Ganzes, in dem sich die verschiedenen

Einflüsse gegenseitig überlagern und durchdringen. Was sich ändert, sind die

jeweiligen Anteile am Ganzen. Bei Volkskrankheiten halten sich Heiliges und

Unheiliges die Waage. Bei psychischen Krankheiten überwiegt der Anteil des

Magischen. Bei gut erforschten Krankheiten und Seuchen stehen die wissenschaftlich

gesicherten Erkenntnisse der Medizin im Vordergrund.

Schutzamulette gegen den Bösen Blick

Barockaltar mit Bild der heiligen Anna

Selbdritt in der Hofkapelle Horüti, Ruswil

(datiert auf 1788). Zur heiligen Anna, der

Mutter Marias, nehmen vor allem Schwangere

und Gebärende Zuflucht. Angerufen

wird die Heilige auch bei Kopf- und

Bauchschmerzen. (Bild von Erwin Birrer,

Ruswil)

Abgesehen von lokalen Besonderheiten lassen sich durch Amulette, die Sprache

und Gesten für den gesamten europäischen Kulturraum nahezu identische Vorstellungen

bezüglich der magischen Entstehung von Krankheiten nachweisen.

8 Zum Besenopfer und den damit verbundenen Ritualen vgl. Zihlmann 1985, Seite 72–88. Gut hat im Herbst 2005

festgestellt, dass das von Zihlmann beschriebene Besenopfer in der Heubergkapelle in Luthern noch immer lebendig

ist (Gut, Seite 73, Anmerkung 126).


Schutz und Heilung durch Gottesworte:

Der Böse Blick im Islam

.

Der Glaube, wonach viele Krankheiten, unerklärliche Missgeschicke und

schlechter Geschäftsgang auf den Bösen Blick neidischer Mitmenschen zurückzuführen

sind, ist besonders in arabischen und vom Islam geprägten europäischen

Ländern weit verbreitet. Nach außen zeigt sich die Furcht, Opfer des

Bösen Blicks zu werden, in bestimmten Verhaltensnormen der Menschen. Dazu

gehören vor allem auch die Verschleierung und Verheimlichung des tatsächlichen

Reichtums. Zusätzlichen Schutz verleihen die Wörter »Allah« und »Koran«

sowie bestimmte Koranverse, die über Türen und an den Wänden angebracht

sind oder als Amulette um den Hals oder am Schlüsselbund getragen werden.

Auf uns wirkt die ständige Furcht, Opfer des Bösen Blicks zu werden, befremdlich.

Für den gläubigen Muslim ist die Erregung von Krankheiten durch den

Bösen Blick jedoch nicht »Aberglaube«, sondern Teil der islamischen Lehre. Dies

hat seinen Grund in einem Ausspruch des Propheten Mohammed, des Gesandten

Gottes: In der Sahih al-Buhari wird der Prophet mit den Worten zitiert: »Der

Böse Blick ist Realität!« 53 Für die Muslime lässt diese Aussage keine Interpretation

zu. Sie ist unmissverständlich. Dementsprechend setzen sie alles daran,

nicht Opfer des Bösen Blicks zu werden und sich mit Amuletten vor dem Zauber

neidischer Mitmenschen zu schützen.

53 Buhari, Seite 404.

Von Nomaden in Usbekistan erworbenes Schutzamulett gegen Verhexung. Zusätzlich verstärkt

wird die magische Wirkung durch die von Hüseyin Ösbek, Istanbul, angebrachten

blauen Glasaugen. In der Türkei gilt das blaue Auge (nazar) als besonders wirksames

Schutzzeichen gegen den Bösen Blick

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Schutzvorkehrungen durch besondere Verhaltensnormen

Das beste Schutzmittel gegen den Bösen Blick ist, den zerstörerischen Neid

(arab. hasad) gar nicht erst aufkommen zu lassen. In der Tat tun gottesfürchtige

Menschen in arabischen Ländern alles, um keine Missgunst zu erregen. In ländlichen

Gegenden kleiden Eltern ihre Sprösslinge nicht selten in alte oder verblichene

Kleider, was nicht unbedingt ein Zeichen der Armut ist, sondern eine

Schutzvorkehrung gegen Neider, die durch den Bösen Blick Schaden verursachen

könnten. Das Gleiche gilt für die schmucklosen Verhüllungen der Frauen.

Sie reichen vom einfachen Kopftuch über den vor allem im Iran verbreiteten

schwarzen Tschador, der immerhin noch das Gesicht oder Teile davon freilässt,

bis hin zur Burka. Die Burka, eine vor allem in Afghanistan und in Pakistan verbreitete

Ganzkörperverschleierung, hat nur noch Sehschlitze, die zusätzlich mit

einem grobmaschigen Stoffgeflecht abgedeckt sein können.

All dies hat wenig mit dem Koran zu tun, sondern vor allem mit der in

konservativen arabischen Ländern noch immer fest verankerten Furcht vor dem

Iranische Pilgerinnen in der Nähe der Umayyadden-Moschee in Damaskus. Den

schiitischen Kleidervorschriften entsprechend sind die Frauen in einen Tschador gehüllt,

ein großes, meist schwarzes Tuch in der Form eines umsäumten Halbkreises. In der

Öffentlichkeit wird es so über der übrigen Kleidung getragen, dass nur das Gesicht oder

Teile davon frei bleiben.


Bösen Blick: Was verhüllt und schmucklos ist, kann niemand beneiden. Es

bleibt, so der Glaube, vom Neidzauber missgünstiger Menschen verschont.

Der Glaube an die Kraft des Bösen Blicks hat bei den Muslimen Einfluss

auf die Verhaltensregeln. Bei einem Besuch vermeiden es die Gastgeber, die

Schönheit ihrer Töchter oder die Zahl der Söhne zu loben. Dies könnte die

Missgunst der Besucher erregen und die Töchter und Söhne zur Zielscheibe des

Bösen Blicks machen. Selbst der Koran rät den Gläubigen, alles zu vermeiden,

was Bewunderung hervorrufen könnte. In der Sure Yusuf heißt es: »Und er [der

Vater] sprach: ‚Meine Söhne! Tretet nicht durch nur ein Tor ein, nein, tretet

durch verschiedene Tore ein! Ich aber kann euch vor Gott in nichts nützen.

Denn die Entscheidung liegt allein bei Gott.« 54 In dieser Aussage versteckt ist

die Angst vor allfälligem Schadenzauber. Der gemeinsame Auftritt der stolzen

Söhne könnte Aufsehen erregen und dadurch den Bösen Blick eines Neiders auf

sich ziehen.

Die Magie des blauen Auges

Die weisesten Vorkehrungen nützen jedoch nichts, wenn sich der Mensch nicht

zusätzlich mit magisch wirkenden Amuletten schützt. Das in islamischen Ländern

bekannteste Schutzzeichen zur Abwehr des Bösen Blicks ist nazar, das blaue

Auge, das aus dem Alltag der Muslime nicht wegzudenken ist. Es hängt an der

Kasse eines Kebabstandes in Ruswil, im Umkleideraum des Hamams Sultan -

ahmet in Istanbul, am Weinregal eines türkischen Händlers im Naschmarkt von

Wien, und es baumelt vom Rückspiegel eines Taxis in Damaskus. Man kauft es

im Bazar und trägt es am Schlüsselbund oder an einer Kette. Kindern hängt

man tropfenförmige nazar-Anhänger um den Hals, und Amulette anderer Kulturen

erhalten durch nazar-Perlen zusätzliche apotropäische Kräfte.

Das Wort nazar stammt aus dem Arabischen und bedeutet »Blick«. Als

nazar wird beides bezeichnet: der Böse Blick und das abwehrende Auge. Nazar,

das Schutzamulett, wird meistens aus Glas hergestellt. Charakteristisch sind

seine Farben: Innen dunkelblau, dann hellblau, weiß und schließlich wieder

dunkelblau gleicht es der Regenbogenhaut des blauen Auges eines Nordländers.

Von der blauen Farbe, so heißt es, gehe eine besondere Gefahr aus. Andererseits

schützt das Blau vor dem Bösen Blick. Das ist auch der Grund, weshalb

im Mittelmeerraum viele Häuser und Gegenstände blau gestrichen sind. Der

54 Sure 12, 67.

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Eingangsbereich

des im 17. Jahrhundert

als

Türkisches Bad

erbauten Sultanahmet

Hamami

in Istanbul. Im

Hintergrund (über

dem Ofen) wehrt

ein blaues Auge

den Bösen Blick

feindlich gesinnter

Besucher ab.

In fast allen islamischen Ländern schützen Augenamulette ihre Besitzer gegen den Bösen

Blick. Links: Auge aus Glas und Weißmetall (Syrien). Mitte oben: Auge aus vergoldetem

Messing mit emailliertem Auge (Türkei). Unten: stilisiertes Auge (Turkmenistan, um 1920).

Rechts: Auge aus Blech und Kunststoff (Ägypten).


Glaube an die schützende Kraft geht auf die Vorstellung zurück, wonach zwei

negative Kräfte sich gegenseitig aufheben.

Menschen mit blauen Augen stehen im Verdacht, den Bösen Blick zu

haben. Dieser Glaube hat nichts mit den Kreuzrittern aus dem Abendland oder

– im doppelten Sinn des Wortes – mit blauäugigen Touristen aus dem Norden

zu tun, sondern er hat seinen Ursprung im Koran. Die Heilige Schrift des Islam

entstand zur Zeit des Kalifen Abu Bakr im Jahre 11 nach islamischer Zeitrechnung

(632 n. Chr.), also lange vor den ersten Kreuzzügen. In der Sure Ta Ha

heißt es: »Am Tag, da man die Trompete bläst, an jenem Tage werden wir die

Missetäter – blauäugig – sammeln.« 55 Zu den Missetätern werden nicht nur

Mörder und Diebe, sondern auch Zauberkundige gerechnet, die andere durch

ihre Blicke verhexen. Auch das steht im Koran. In der Sure al-A`raf fordert Mose

die Zauberer auf, ihre Zeichen zu werfen. »Als sie nun geworfen hatten, verzauberten

sie der Menschen Augen, versetzten sie in Schrecken und boten gewaltiges

Zauberwerk.« 56

Dieser Satz belegt die uns bereits bekannte Vorstellung, wonach die bösen

(wie auch die guten) Absichten eines Menschen nicht nur über die Augen gesendet,

sondern auch über diese empfangen werden. In den Redewendungen

des Alltags haben sich diese Ideen erhalten. Einem Menschen, dessen Innerstes

man ergründen möchte, schaut man »tief in die Augen« und hofft dabei, das

wirkliche Denken und Fühlen des Gegenübers ergründen zu können. Und wer

etwas zu verbergen hat, der weicht den Blicken anderer Menschen aus.

Die Hand der Fatima

Das bei uns oft als Ethnoschmuck getragene Schutzzeichen in der Form einer

flachen Hand hat im Islam eine apotropäische Bedeutung. Ihr arabischer Name

ist hamsa oder chamsa, das heißt »fünf«. Im Orient ist die Fünf eine heilige Zahl.

Sie bezieht sich auf die fünf Personen, die unter dem Schutze Gottes stehen: der

Prophet Mohammed, seine Tochter Fatima, der Schwiegersohn Ali und die beiden

Söhne Hassan und Hussein. Der Fluch chamsa fi ainek (»fünf in dein Auge«)

wendet daher den Bösen Blick ab. Ähnlich auch in Griechenland: Griechinnen,

die den Bösen Blick abwehren wollen, strecken die fünf Finger der rechten Hand

aus und sagen dazu nà tà pénte! (»fünf in deine Augen«). 57

55 Sure 20, 102.

56 Sure 7, 116.

57 Seligmann, Band 2, Seite 178.

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Schützende Hände Fatimas. Oben links:

Hand aus Silber, verziert (Marokko,

Mitte des 20. Jahrhunderts). Oben rechts:

Hand aus Bein mit eingraviertem Auge

(Pakistan). Ganz rechts: Anhänger mit

Fatimahändchen (Marokko). Die große

Messinghand stammt aus Afghanistan. Sie

ist in der Mitte mit drei roten afghanischen

Rubinen besetzt. Der Stein oben ist ein

heller Smaragd aus Indien, ganz unten

ein grüner Smaragd aus Afghanistan

(erworben von Yunus Abdul, Istanbul).

Die Darstellung der Hand Fatimas unterliegt so gut wie keinen Beschränkungen.

Am häufigsten sind die serienmäßig hergestellten Schutzhände aus

Weißblech mit blauer Emailimitation aus Kunststoff. Auch bei Nichtmuslimen

beliebt sind die von Silberschmieden hergestellten Fatimahände aus Marokko.

Bei den Berbern werden sie vor allem von Bräuten und schwangeren Frauen getragen,

die besonders anfällig für Schadenzauber durch den Bösen Blick sind. 58

Silber, das reine Metall des Propheten Mohammed, gilt an sich schon als Unheil

abwehrend. Es wird daher gern zu Schmuckamuletten verarbeitet, ganz im Gegensatz

zum Gold, das bei einigen Völkern – wie zum Beispiel den Tuareg – mit

dem Dämonischen in Verbindung gebracht wird. 59

Große Kraft wird von den Berbern und den Tuareg auch jenen Amuletten

zugeschrieben, bei denen die Fünfzahl lediglich durch Striche oder Punkte dargestellt

ist. Letztere sind meist rautenförmig angeordnet, wobei jede Spitze der

Raute einen Finger symbolisiert. Der fünfte Punkt befindet sich oft als Stein

oder grob geschliffenes Glas in der Mitte. Bei den Lederamuletten der Fulani,

eines in verschiedene Clans unterteilten, am Südrand der westlichen Sahara

lebenden Volkes, werden die fünf Elemente (oder auch nur eines) oft durch

58 Fisher, Seite 230.

59 Fisher, Seite 194.


Einer jener Amulettbehälter (tcherot)

aus Silberblech, die von den Frauen und

Männern der Fulani-Tuaregstämme in

der Tahoua-Region in Niger getragen werden.

Die heilige Zahl Fünf wird durch die

fünffache Abstufung sowie die fünf buckelartigen

Erhebungen versinnbildlicht.

Kaurischnecken dargestellt. Die Kaurischnecke, die im Iran bezeichnenderweise

bebin tarak (»Augenbrecher«) genannt wird, gilt ebenfalls als magisch wirkendes

Schutzzeichen gegen den Bösen Blick.

Ähnliches gilt für viele der oft fünffach gestuften Amulettbehälter aus Silberblech,

von denen manche eine doppelte Wirkung haben. Auf vielen dieser

Behälter symbolisieren fünf kleine buckelartige Erhebungen die Hand Fatimas.

Im Innern befinden sich zusätzlich meist auf Zettel geschriebene Koranverse,

denen apotropäische Kräfte zugeschrieben werden. Manche enthalten auch nur

Zahlentafeln. Diese beziehen sich auf Koransuren, die für den Besitzer von Bedeutung

sind. Oft sind in die Behälter auch magische Quadrate eingelassen,

deren Quersumme 66, den Zahlenwert für Allah, oder 99, die Zahl seiner göttlichen

Namen, ergibt. 60 Zum Schutz gegen Krankheiten trägt man sie an einem

Lederband oder an Wollschnüren um den Hals.

Das kräftigste dieser Quadrate ist jenes, das aus sieben magischen Zeichen

besteht. Man findet es auf Papier geschrieben in Amulettkapseln eingelassen

oder auf Silberringe graviert. Das wichtigste dieser sieben Zeichen ist das Siegel

Salomons, ein Hexagramm, das bei den Tuareg im Süden Algeriens oft durch

60 Göttler, Seite 21.

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Papyrus mit den

99 Namen Allahs.

Nach dem islamischen

Volksglauben

wehren die 99

Namen Gottes das

Böse ab. Sie werden

daher im Zauber -

glauben verwendet

und in Amulettbehälter

gelegt. (Handarbeit

aus Ägypten)

den fünfzackigen Stern, das Pentagramm, ersetzt wird. Letzteres wird bevorzugt,

weil es anders als das Hexagramm nicht sechs, sondern nur fünf Spitzen hat.

Die Fünfzahl bezieht sich wiederum auf die fünf unter dem Schutz Allahs stehenden

Personen.

Ein weiteres wichtiges Zeichen besteht aus drei geraden Strichen, die die

heilige Zahl Drei symbolisieren. Darauf folgt das offene, aber abgekürzte mim,

das die für die Araber wichtige Zahl Vierzig darstellt. Für uns von besonderem

Interesse ist schließlich die Leiter, die auf Arabisch sulm, selim oder slim genannt

wird und ein magisches Schutzzeichen gegen den Bösen Blick ist. Zusammen

mit dem vorhergehenden mim ergibt sich das Wort muselim (das heißt »Muslim«,

»Rechtgläubiger«, »Anhänger des muslimischen Glaubens«). 61 Insgesamt

61 Nach Seligmann, Band 2, Seite 294.


Silberring an der Hand einer jungen

Frau aus Mali. Das in den Ring eingravierte

Pentagramm und die übrigen sechs

magischen Zeichen schützen die Trägerin

vor dem Bösen Blick. (Sommer 2010)

Maria-Theresien-Taler. Die Taler mit

der Jahrzahl 1780 werden nicht nur zu

Schmuck und Amuletten verarbeitet,

sondern in einigen arabischen Ländern

noch immer als Zahlungsmittel benutzt.

signalisiert die Kombination der sieben magischen Zeichen, dass der Träger des

Schutzamulettes ein Rechtgläubiger ist, der unter dem Schutz Gottes steht.

Eine bei den Tuareg verbreitete Sonderform der Hand der Fatima ist die

chomeissa (abgeleitet von chamsa, »fünf«). Bei diesen Amuletten ist die Hand

auf eine geometrische Form reduziert, die aus fünf gleichseitigen Dreiecken gebildet

wird. Viele dieser Amulette werden aus Silberblech gefertigt, das die Tuareg

durch das Einschmelzen von Silbermünzen gewinnen. Als Ausgangsmaterial

nach wie vor beliebt sind die österreichischen Maria-Theresien-Taler. 62 Sie weisen

einen Feingehalt von 833,33/1000 auf und werden mit der Jahrzahl 1780,

dem Todesjahr der Kaiserin, noch immer in großer Zahl nachgeprägt.

Die Maria-Theresien-Taler waren, ihres immer gleichbleibenden Silbergehalts

wegen, im Orient und in Afrika schon früh ein beliebtes Tausch- und

Zahlungsmittel. Mit der Eroberung Abessiniens durch italienische Truppen im

Jahre 1935 trat Österreich das Prägemonopol an Italien ab. Die Taler wurden

1935 bis 1939 in Rom und später auch in London, Birmingham und Bombay

geprägt. Heute wird der Maria-Theresien-Taler wieder von der Münze Österreich

in stempelgleicher Nachprägung des Talers von 1780 herausgegeben. In

einigen arabischen Ländern (Djibuti, Jemen, Saudiarabien) und in Afrika (vor

allem in Äthiopien, dem ehemaligen Abessinien) werden die Taler bis heute als

Zahlungsmittel verwendet.

62 Göttler, Seite 19.

57


Register der Krankheiten

Angina 181

Atemwege, Infektion der 168

Augenleiden 19, 148

Augenschmerzen 180

Aussatz 43, 128

Bauchschmerzen 15, 171, 181

Beine, offene 16

Besessenheit 184

Blindheit 182

Blutgeschwür 92

Brustfellentzündung,

nasse 150

Brustkrebs 145

Brustschmerzen 14

Cholera 14, 19, 21

Darmkrankheiten 143

Demenz 189

Depression 128, 184

Diarrhöe 181

Diphterie 100, 141

Durchfall 170, 182

Ekzeme 83

Energie, negative 29, 59

Energieströme, negative 11

Epilepsie 125

Erblindung 42, 86

Erbrechen 170

Erkältungen 181

Fallsucht 125

Fieber 15, 19, 33, 42, 46, 146,

148, 181

Fußgicht 31

Geschlechtskrankheiten 24

Geschwulst 92

Geschwür, bösartiges 43

Gichtleiden 81

Gliederzittern 124

Gonorrhöe 168, 181

Halsleiden 139

Halsschmerzen 14, 29, 31, 140

Hautausschlag 15, 42, 83

Hauterkrankungen 24

Hepatitis 181

Herzfehler 24

Hexenschuss 30

Husten 168, 181

Impotenz 24

Kehlkopfentzündungen 19

Kopf, geschwollener 33, 42

Kopfleiden 15

Kopfschmerzen 24, 117, 181

Kopfwunde, schlecht heilende

92

Krämpfe 24, 86

Krebs 166

Lähmungen 24, 88

Lebererkrankheiten 143

Leberleiden 180

Leiden, seelisches 119

Lunge, Schatten 150

Lungenleiden 124

Magen, verdorbener 24

Magenbeschwerden 31, 143

Magenkrämpfe 182

Magenverstimmung 170, 180

Magie, als Krankheitsursache

71

Malaria 172, 181

Mandelentzündung 140

Melancholie 124

Milz, Erkrankung 143

Milzbrand 181

Mumps 141

Nasenbluten 19, 124

Neid, zerstörerischer 50

Nierenleiden 24, 124

Ohnmachtsanfälle 24

Ohrenschmerzen 19

Pest 34

Rheumatismus 83, 181

Rotlauf (Erysipel) 94

Schlangenbiss 76

Schluckauf (Singultus) 29

Schluckweh 140

Schwächeanfall 11

Schwindel 124

Schwindsucht 24, 42

Seuchen, Schutz 79

Sprachstörungen 134

Tod, vorzeitiger 37

Tumor 88

Typhus 166

Übelkeit 170

Umnachtung, geistige 24

Verdauungsbeschwerden 182

Verfluchungen, Krankheit

als Folge 179

Verwirrtheit, geistige 179

Viehkrankheiten, Schutz 102

Viehseuchen 144

Wunden, schlecht heilende 16,

116

Zahnschmerzen 118, 129, 132

Zahnschmerzen, Verpflöckung

136

Zahnschmerzen, Verschenken

137

195

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